°*° The tragedy of the newborn child °*° Part[15] 28/06/2010
°*° The tragedy of the newborn child °*° Part[15] 28/06/2010
ok...ich halts jetzt nicht mehr länger aus!! Die Idee für diese Story geistert schon seit knappen 2 Wochen in meinem Hirn rum und jetzt muss ich sie endlich mal niederschreiben xD
also...lehnt euch zurück und viel spaß!!! :D:D
ich hoffe sie gefällt euch :]
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*Prolog*
Ich sah ihn an und konnte nicht fassen, was passiert war. Ich wartete darauf aus diesem Albtraum endlich wieder aufzuwachen, doch ich fuhr nicht aus meinen Kissen hoch, mit heftig pochendem Herzen und total verschwitzt vom Angstschweiß, und ich stellte auch nicht erleichtert fest, dass Alles nur ein blöder Traum gewesen ist.
Das geschah nicht!
Denn es war kein Albtraum, es war die Wirklichkeit. Und jetzt begriff auch ich, dass mein Leben in Gefahr war!
Schluchzend fiel ich auf die Knie…
Part[1]
Zac und ich liefen den roten Teppich ganz langsam entlang und wir hielten ab und zu an, um uns von den Photographen ablichten zu lassen. Wir lächelten die ganze Zeit. Zac hielt ununterbrochen meine Hand und drückte sie manchmal, denn er wusste wie schwer es mir fiel, so stark im Rampenlicht zu stehen. Überall blitzte es und so sah ich die Gesichter der Menschen nicht, die hinter den Absperrungen standen.
Wir drehten uns um und plötzlich hörte ich einen lauten Knall. Ich schaute umher und suchte nach dem Auslöser für dieses Geräusch. Doch da spürte ich wie Zac neben mir plötzlich an meiner Hand zusammensackte und mich mit weit aufgerissenen Augen anblickte. Unsere Blicke lösten sich und seiner wanderte runter zu seinem Bauch. Langsam nahm er seine rechte Hand, die er bis jetzt auf seinen Bauch gepresst hatte, weg und es bildete sich ein roter Fleck auf seinem weißen Hemd.
Ich schnappte nach Luft und schrie: „Nein!“ Ich sah, wie das Blut Zacs Hemd weiter rot färbte. Ich fiel neben Zac auf die Knie und nahm sein Gesicht zwischen meine Hände. Ich flüsterte verzweifelt: „Nein Zac, bleib bei mir! Ich brauch dich doch! Alles wird wieder gut!“
Ich bekam gar nicht mehr mit, was außen um mich herum passierte. Ich hörte die Leute nur weit in der Ferne schreien.
Zac kippte jetzt ganz um und lag nun auf dem Boden. Ich drückte jetzt verzweifelt mit meinen beiden Händen auf die Stelle, wo die Kugel ihn getroffen hatte. Meine Hände waren voller Blut, während ich schluchzte: „Nein Zac, Nein! Du darfst mich jetzt nicht verlassen! Nein, nein, nein, nein!“ Zac zitterte und war total bleich. Meine Tränen fielen auf sein blutdrchtränktes Hemd und ich schrie total außer mir: „Einen Krankenwagen, bitte schnell!!“
Doch da hörte ich schon die Sirenen des Krankenwagens und kurz darauf zog mich jemand von Zac weg. „Nein!“, schluchzte ich, während mir die Tränen wie ein Wasserfall an meinem Gesicht runter liefen.
Part[2]
Ich lag auf meinem Bett und starrte an die Decke. Das Zimmer war stockdunkel. Ich hatte die Rollos ganz runter gemacht, denn ich wollte jetzt nicht wissen, was außen auf den Straßen passierte.
Ich lag auf dem Rücken, ganz gerade wie ein Brett. Meine Hände lagen zusammengefalltet auf meinem Bauch. Meine Augen waren weit geöffnet, ich konnte und wollte mich nicht bewegen.
Obwohl ich die ganze Nacht kein Auge zu gemacht hatte, konnte ich auch jetzt noch nicht schlafen.
3 Stunden nachdem Zac bei der Premiere seines neuen Films „Fool“ angeschossen worden war, saß ich immer noch in der großen Wartehalle des riesigen Krankenhauses von Los Angeles. Nach endlosen 3 ½ Stunden kam zwar endlich ein Arzt aus der Notaufnahme, doch dieser marschierte einfach stumm an mir vorbei, ohne mir irgendeine Auskunft zu geben. Ich schrie ihm unnette Sachen hinterher, aber das schien ihn gar nicht zu stören. Ich rannte zu einer Krankenschwester, die jetzt auch gerade aus der Notaufnahme kam und japste: „Zac Efron! Was ist mit ihm? Wie geht es ihm?“ Ich wurde noch verzweifelter und versuchte nun mich an der Krankenschwester vorbei zu drängen. Sie hielt mich zurück, was ihr nicht sonderlich schwer fiel, da sie ziemlich korpulent war, und versuchte mich zu beruhigen: „Sie sind Vanessa Hudgens, oder?“ Ich nickte atemlos. Sie fuhr ruhig fort: „Hören Sie, wir können Ihnen jetzt noch nichts sagen. Sie müssen noch warten, ich weiß aber nicht, wie lange das noch dauern wird! Gehen Sie heim, legen Sie sich ein bisschen hin und kommen Sie in ein paar Stunden wieder, ok??“ Sie lächelte mich aufmunternd an. Ich platzte: „Haben Sie nen Knall? Ich kann doch jetzt nicht schlafen. Mein Verlobter liegt im Sterben und Sie raten mir, ich soll mich hinlegen?! Sie haben ja vielleicht Ideen! Ich will ihn jetzt sehen, jetzt sofort!“ Ich brach wieder in Tränen aus.
Ich schluchzte: „Bitte, ich muss ihn sehen, bitte!“ „Sie können da nicht rein. Die besten Ärzte versuchen gerade Alles! Bitte glauben Sie…“ Ich schluckte und unterbrach sie: „Was soll das heißen? Sie versuchen Alles! Oh Gott, er ist to? Nein, nein, nein, bitte nicht!“ Ich bekam keine Luft mehr und schwankte. Die Krankenschwester stütze mich. Von den vielen Tränen, die ich vergoss, konnte ich überhaupt nichts mehr sehen.
Doch da hörte ich eine vertraute Stimme: „Nessa!“ Ich blickte auf und wischte mir mit einer Hand die Tränen weg. Dann blinzelte ich noch ein paar Mal und dann konnte erkennen, wer da meinen Namen gerufen hatte. Es war Ashley! Meine beste Freundin.
Sie kam auf mich zu gerannt. Ein Stück weiter hinter ihr konnte ich auch Jared, ihren Freund, erkennen.
Auch Ashley weinte. Zac war einer ihrer besten Freunde. Sie nahm mich schnell in den Arm. Ich ließ meinen Kopf an ihre Schulter sinken und schluchzte total aufgelöst: „Ashley, Zac…er…er…!“ „Ich weiß, Nessa.“, antwortete Ashley nur. Sie streichelte mir über meine Haare. Dann sagte sie: „Nessa, komm, wir gehen jetzt nach Hause!“ Ich rief: „Nein Ashley, ich geh nicht weg von hier!“ Anstatt zu antworten zogen mich Ashley und Jared nur raus aus dem Krankenhaus. Ich versuchte erst gar nicht mich zu wehren, ich hätte es eh nicht geschafft.
Wir fuhren zu meiner Wohnung und sie brachte mich ins Bett. Danach verbarrikadierten sich die zwei in meinem Wohnzimmer. Sie wollten mich nicht alleine lassen.
So lag ich jetzt seit 4 Stunden hier und das immer in der gleichen Position. Ich hatte Angst, dass, sobald ich mich irgendwie bewegen würde, alles wieder auf mich so gnadenlos einstürzen würde.
Jetzt schaute ich aber doch einmal auf die Uhr. Es war Morgen. 8.00 Uhr. Ich richtete mich plötzlich ganz schnell auf, denn ich hatte einen Entschluss gefasst.
Ich würde jetzt noch einmal ins Krankenhaus fahren und diese Mal würde ich meine Informationen bekommen. Ich würde herausbekommen, wie es Zac geht!
Part[3]
„Wo willst du hin?“, fragte Jared, der auf dem Sofa saß und Fernseh schaute. Ashley schlief. Sie hatte ihren Kopf auf Jareds Beine gelegt. „Weg!“, antwortete ich nur knapp. Jetzt tippte Jared Ashley leicht an, wodurch sie aufwachte. Sie rieb sich die Augen, gähnte einmal und streckte sich. Dann sah sie mich, wie ich da mitten im Raum stand und sagte verschlafen: „Hey Nessa, wo willst du hin?“
„Weg!“, meinte ich wieder nur knapp. Ich schnappte mir meine Handtasche, die auf einem Stuhl lag und hielt jetzt Ausschau nach meinem Mantel.
Wo war der bloß?
Ashley stand rasch auf. Sie kam auf mich zu und fragte dabei: „Wo genau willst du hin, Nessa?“ Ich atmete einmal tief durch, um nicht gleich auszuticken. Ich antwortete nicht, sondern suchte jedes Zimmer nach meinem beschissenen Mantel ab. Als ich noch einmal an Ashley vorbeikam, hielt sie mich an den Schultern fest und drehte mich so hin, dass ich sie anschauen musste. Dann fragte sie noch mal: „Nessa, wo willst du hin?“ Jetzt platzte mir der Kragen und ich schrie sie an: „Ashley, ich brauche keinen Babysitter! Ist das klar? Ich geh nur zu Zac, ok? Und jetzt lass mich los.“ Während ich Ashley das entgegenschleuderte, lief plötzlich eine Träne meine Wange hinab.
Dann noch eine und noch eine. Jetzt konnte ich es nicht mehr aufhalten. Ich fing wieder an zu weinen. Ashley nahm mich einfach in die Arme und wartete geduldig darauf, dass der Strom von Tränen abbrach.
Als ich mich wieder einigermaßen im Griff hatte, reichte Jared mir ein Taschentuch, damit ich mir die Nase putzen konnte. Mit Rotverquollenen Augen schaute ich Ashley entschuldigend an. Ich machte gerade den Mund auf, um mich bei ihr zu entschuldigen, doch sie kam mir zuvor: „Nessa, du brauchst dich jetzt nicht zu entschuldigen. Die Situation ist für uns alle schwer, aber besonders für dich. Ich verstehe dich! Komm wir besuchen jetzt Zac.“ Es klang so, als wäre sie der festen Überzeugung, dass Zac noch lebte. Das machte mir Mut!
Jared reichte mir meinen Mantel, der auf dem Sofa gelegen hatte, auf dem er mit Ashley gesessen hatte. Ashley winkte Jared zu sich und dann verließen wir drei meine Wohnung.
Wir stiegen ins Auto ein und machten uns auf den Weg zum Krankenhaus. Ich bekam das Alles nur so in Trance mit. Ich war viel zu sehr darauf bedacht, nicht schon wieder in Tränen auszubrechen. Beim Krankenhaus angekommen, stiegen wir aus und gingen in die Eingangshalle und schauten uns nach dem Empfangsschalter um, bei dem wir uns nach Zac erkundigen könnten.
Jared entdeckte ihn und zeigte nach rechts: „Da.“
Ich sah den Schalter und eilte hin. Dort saß eine ältere Schwester, mit kurzen grauen Haaren. Ich fragte schnell: „Zac Efron, was ist mit ihm?“
Die Schwester blickte auf und lugte über ihre Brille rüber, die ihr auf der Nasenspitze saß. Dann fragte sie: „Zac Efron haben Sie gesagt?“ Ich nickte schnell. Mein Herz pochte so laut, dass ich dachte, dass alle im Umkreis von ein paar Metern meinen Herzschlag hätten hören müssen.
Ich hielt die Luft an und mein Herz setzte ein paar Schläge aus, als die Schwester erneut über ihre Brillengläser herüberschaute und ich einen mitleidigen Gesichtsausdruck in ihren Augen sehen konnte.
Part[4]
Meine Knie wurden ganz weich und ich musste mich am Schalter festklammern, um nicht umzufallen. Ashley kam rasch zu mir und stützte mich. Sie wartete bis ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte, dann fragte sie vorsichtig die Krankenschwester: „Könnten Sie uns vielleicht sagen, wo wir Zac finden können?“
Die Schwester nickte kurz und meinte dann mit sanfter Stimme: „Warten Sie, ich ruf den Doktor. Er wollte eh mit Ihnen sprechen.“ Damit meinte sie wohl mich. Mir wurde ganz schlecht. Was sollte das denn heißen?
War Zac etwa tot? Das konnte doch alles nicht wahr sein! Ich war gefangen in meinem schlimmsten Albtraum. Ich wollte hier raus! Ich hielt das nicht mehr aus! Ich musste jetzt wissen, was mit Zac los war.
Die Schwester hatte inzwischen das Telefon, mit dem sie den Arzt gerufen hatte, wieder hingelegt und meinte jetzt: „Bitte warten Sie hier einen Moment. Der Doktor wird jetzt gleich kommen.“
Ich klammerte mich inzwischen so fest am Schalter fest, sodass meine Fingerknöchel schon ganz weiß waren.
Es dauerte ein paar Minuten, bis der Doktor dann auch schließlich kam. Es war ein Mann mittleren Alters. So etwa 40 Jahre alt. Er hatte kurze braune Haare und eine moderne Brille auf der Nase sitzen. Er war groß und gut gebaut.
Doch das alles viel mir zuerst gar nicht auf, ich konnte in diesem Moment an gar nichts denken.
Er kam auf uns zu, schüttelte Ashley und dann Jared die Hand und wandte sich dann mir zu. Doch ich machte keine Anstalten, meine Hände von dem Tresen zu lösen, oder den Arzt gar anzuschauen.
Ein paar Sekunden vergingen und da ich immer noch keine Reaktion gezeigt hatte, wandte er sich an Ashley. „Und das ist dann wohl Miss Hudgens?“
Ashley nickte und meinte dann leise: „Sie müssen entschuldigen, sie ist im Moment ziemlich fertig.“ Der Doktor nickte verständnisvoll und sagte dann: „Das ist natürlich verständlich, nach allem was sie durchmachen musste.“ Dann wandte er sich wieder mir zu und meinte dann einfühlsam: „Ich würde sie bitten mit in mein Büro zu kommen, da können wir dann alles besprechen.“ Ich nickte nur, denn ich brachte immer noch keinen Ton heraus. Außerdem konnte ich auch meine Finger nicht von der Kante des Tresens lösen. Ich war einfach erstarrt. Ashley bemerkte es als Erste, kam einen Schritt auf mich zu und löste dann mit ihren Händen meine Finger von der Kante. Dann nahm sie mich in den Arm und schaute den Arzt erwartungsvoll an. Der verstand sofort und ging voran zu seinem Büro.
Wir folgten ihm. Ich machte einen Schritt nach dem Anderen. Ich hatte solche Angst. Ich wollte in diesem Moment eigentlich auch gar nicht hören, was mit ihm los war. Es würde mir doch eh das Herz brechen!
Wir gingen einen langen Gang entlang und bogen dann plötzlich rechts ab. Dort hielt der Doktor uns die erste Tür rechts auf. Wir gingen rein und Ashley platzierte mich gleich auf einen der zwei Stühle vor dem Schreibtisch. Ashley setzte sich neben mich auf den Anderen. Jared lehnte sich an die Wand.
Der Arzt kam rein und setzte sich hinter den Schreibtisch.
Dann sagte er ruhig: „Wenn ich mich erst einmal vorstellen darf. Mein Name ist Doktor Ocean. Ich bin der Chefarzt und war auch hier, als Mister Efron hier eingeliefert wurde.“ Er schaute mich wieder an, dann meinte: „Nun gut, Sie wollen sicherlich wissen, was mit Mister Efron ist. Ok, es ist nicht leicht.
Sie müssen wissen, dass wir alles in unserer Macht liegende getan haben.“
Ich schluckte und dachte verärgert: „Na los, sags doch. Sag doch, dass er tot ist!“ Meine Hand zitterte so heftig, dass sogar Ashleys Hand so stark mitzitterte.
Dann fuhr der Arzt fort: „Die Kugel traf Mister Efron mitten in die Bauchgegend, dadurch hat er sehr viel Blut verloren. Den Umständen entsprechend geht es ihm so weit erst einmal gut.“ Ich wollte schon erleichtert aufatmen, doch ich bemerkte dann traurigen Unterton in seiner Stimme. Ich wartete darauf zu erfahren, was denn mit Zac sei.
Mister Ocean fuhr fort: „Also wie gesagt, ihm geht es den Umständen entsprechend gut, doch leider hat er viel zu viel Blut verloren und er ist nach der langwierigen Operation leider ins Koma gefallen. Und leider miss ich ihnen sagen, dass wir nicht wissen, wann er wieder aufwachen wird, oder ob er überhaupt jemals wieder aufwachen wird.“
Part[5]
Ich starrte den Doktor an und konnte zuerst gar nicht fassen, was er gerade gesagt hatte. Zac? Im Koma? Er wird vielleicht gar nicht mehr aufwachen?
Ich versuchte Luft zu holen, doch irgendwie wollte das nicht so richtig funktionieren. Ich fing an laut nach Luft zu schnappen und nach einer Weile gelang es mir sogar. Mir liefen die Tränen nur so in Bächen über die Wangen, doch ich wollte meinem Schmerz einfach freien Lauf lassen!
Ich würde vielleicht nie wieder Zacs wunderbare Stimme hören. Ich würde vielleicht auch nie mehr den Glanz seiner tollen hellblauen Augen sehen. Ich würde vielleicht auch nie mehr seine zärtlichen Berührungen spüren.
Ich konnte nicht mehr!
Ich kam mit dieser Situation nicht klar, natürlich nicht! Mein Verlobter lag im Koma und keiner wusste, ob wir überhaupt jemals noch die Gelegenheit dazu hätten, zu heiraten.
Jetzt spürte ich, dass Ashleys Hand ganz schlaff an meiner hing. Ich sah zu ihr auf. Sie starrte aus dem Fenster und eine Träne nach der anderen lief über ihre Wange. Ihre Augen waren weit aufgerissen.
Natürlich, wie konnte ich das vergessen!? Zac war schon seit 5 Jahren einer ihrer besten Freunde gewesen. Jetzt sah sie, dass ich sie anschaute und sie drückte kurz meine Hand und brachte ein kurzes, aber falsches Lächeln auf ihre Lippen.
Ich sah weiter zu Jared. Der lehnte jetzt an der Wand und hatte das Gesicht in seinen Händen vergraben. Ich konnte nicht sehen, ob er weinte, doch ich konnte es mir gut vorstellen. Zac war sein bester Kumpel gewesen. Durch ihn hatte er schließlich auch Ashley kennen gelernt. Er hatte seit seiner Kindheit alles mit Zac geteilt. Die zwei waren immer wie Brüder gewesen. Bestimmt fühlte es sich jetzt für Jared auch so an, als wäre sein Bruder angeschossen worden.
Plötzlich fluchte Jared laut: „Scheiße man!“ Dann ballte er seine rechte Hand zu einer Faust und schlug gegen die Wand. Und dann sackte er wieder zusammen. Er glitt mit dem Rücken an der Wand entlang runter und krümmte sich unten hin. Sein Gesicht vergrub er wieder in seinen Händen.
Ich ging rasch zu ihm hin, setzte mich neben ihn und legte einen Arm um ihn. Wir mussten jetzt alle zusammen halten. Das war das wichtigste!
Auch Ashley stand auf und setzt sich auf die andere Seite neben Jared. Sie ließ ihren Kopf auf Jareds Schulter sinken. An ihren Wangen liefen immer noch Tränen runter.
Die Nähe von Jared und Ashley beruhigte mich ein bisschen, doch ich konnte diesen Schmerz nicht abstellen. Ich weinte immer noch, doch das half nicht.
Ich hatte in diesem Moment einfach das Gefühl, Zac für immer verloren zu haben. Natürlich, er lag nur im Koma, doch ich konnte dieses Gefühl nicht abstellen!
Mister Ocean schaute zu uns runter und stand dann auf. Er kam zu uns rüber und meinte zu uns: „Ich verstehe, das hier ist für Sie alle eine schwere Situation. Ähm, auch wenn der Schmerz noch sehr tief sitzt, Mister Efron wurde auf eine andere Station verlegt, dort könnten Sie ihn sogar besuchen. Natürlich nur wenn Sie wollen und wenn Sie bereit sind!“ Er wartete auf unsere Reaktion.
Jared und Ashley reagierten nicht, doch ich blickte zum Arzt auf, der sich sichtlich unwohl in seiner Haut fühlte, offenbar musste er nicht oft den Überbringer von schlechten Nachrichten spielen.
Ich schluckte und meinte dann etwas ruhiger: „Ja, wenn Sie nichts dagegen hätten, würde ich ihn jetzt gleich besuchen!“
Der Arzt nickte kurz, doch Ashley warf ein: „Nessa, bist du dafür wirklich schon bereit?“ Ich nickte nur knapp und stand dann auf.
Auch Ashley und Jared standen auf. „Kommen sie mit.“, sagte Mister Ocean.
Wir folgten ihm den Gang entlang, bis zu einer anderen Station. Hier waren die Wände nicht mehr minz-grün, sonder orange gestrichen. Es sah gleich viel einladender aus. Wahrscheinlich war das die Station, für die Patienten, die ein bisschen länger im Krankenhaus bleiben müssten. So wie Zac.
Wir gingen einen weiteren Gang entlang und dann blieb der Doktor plötzlich vor einer Tür stehen und sagte: „Hier ist er.“
Ich blickte kurz zu Ashley und Jared. Sie sahen beide sehr unsicher aus, doch ich war mir vollkommen sicher. Ich wollte Zac sehen. Ich flüsterte Ashley zu: „Ash, ich schaff das schon, ich will da aber allein rein!“
Sie nickte kurz und ging dann mit Jared einen Schritt zurück. Ich legte meine Hand auf die Türklinke und drückte sie langsam runter. Dann machte ich die Tür auf und trat ein.
Part[6]
Da lag er. Mein Zac! Ich stand an der Tür und konnte eigentlich gar nicht fassen, was hier gerade passierte. Ich presste meine rechte Hand auf meinen Mund, um nicht laut loszuschluchzen. Ich spürte, wie mir die Tränen in den Augen aufstiegen und ich konnte dann auch nichts dagegen unternehmen, als mir schon die erste die Wange runter lief.
Ich setzte einen Fuß vor den anderen und musste dabei aufpassen, dass meine Knie nicht einknickten. Es tat so weh, Zac so hilflos zu sehen.
Jetzt stand ich nur noch einen Meter von Zacs Bett entfernt. Ich blieb stehen und schaute auf ihn runter.
Er sah so friedlich aus. Man hätte meinen können, dass er schlafen würde, doch die vielen Schläuche, mit denen er verkabelt war, machten diesen Eindruck zu Nichte.
Ich ging langsam um das Bett herum, auf die Seite, auf der ein Stuhl stand. Ich zog ihn zum Bett und setzte mich. Eine Zeit lang schaute ich Zac einfach nur an. Er lag ganz gerade da und die Hände hatten die Ärzte links und rechts neben ihm abgelegt. Er sah so unglaublich schwach aus.
Er war so blass und ich hatte Angst, dass, wenn ich ihn berühren würde, irgendetwas zerbrechen würde.
Dennoch streckte ich meine Hand nach ihm aus. Langsam näherte sich meine zitternden Hand Zacs linker, die schlaff neben seinem Körper lag.
Ich berührte ganz leicht mit meinen Fingerspitzen seinen Handrücken. Kurz nach der Berührung nahm ich meine Hand rasch wieder zurück, so als hätte ich Angst, dass Zac durch meine Berührung mich ganz verlassen würde.
Doch es passierte nichts, also streckte ich meine Hand erneut aus. Dieses Mal legte ich meine Hand ganz auf seine und streichelte mit meinem Daumen seinen Handrücken.
Es dauerte ein paar Sekunden doch dann geschah etwas sehr seltsames. Zacs Herzschlag schnellte in die Höhe und aus einem “piep…piep…piep…“ wurde eine “pieppieppieppieppiep…“. Erschrocken nahm ich rasch meine Hand zurück. Und sofort beruhigte sich Zacs Herzschlag wieder. Auch mein Herzschlag war auf einmal viel schneller. Doch ansonsten geschah nichts Merkwürdiges. Zacs Herzschlag hatte sich wieder beruhigt und er schlief weiter. Er wachte nicht auf, doch er starb auch nicht.
Zaghaft rutschte ich mit meinem Stuhl noch näher an das Bett. Behutsam strich ich mit meiner Hand über Zacs Wange. Es geschah nichts, doch als ich meine ganze Hand an seine Wange legte, schnellte sein Herzschlag erneut gefährlich in die Höhe. Doch dieses Mal unterbrach ich die Berührung nicht und auf einmal beruhigte sich sein Herzschlag wieder.
Er war zwar immer noch nicht so wieder so normal wie vorher, doch immerhin schon um einiges langsamer. Auch ich kam dadurch wieder ein wenig runter.
Doch ich wollte noch einen Schritt weiter gehen.
Ich wollte Zac noch näher sein.
So kroch ich also zu Zac aufs Bett und legte mich neben ihn. Meinen Kopf legte ich an seinen Hals. Er war komischerweise ganz warm. Eigentlich hätte ich erwartet, dass er ganz kalt war. Doch dann erinnerte mich daran, dass er ja gar nicht tot war. Sein Herz schlug immerhin noch!
Ich nahm seine Hand in meine und endlich fühlte ich mich Zac wieder nahe. Auch wenn er sich nicht bewegte, oder etwas sagen konnte. Das war mir in diesem Moment ganz egal! Ich war ihm einfach nur wieder nahe und das machte mich wieder ein Stück glücklicher. Ich konnte zwar immer noch nicht fassen, dass Zac im Koma lag, doch ein Gedanke gab mir Kraft und Zuversicht: Offenbar war er nicht so weit weg, wie die Ärzte dachten!
Part[7]
Nach mir gingen Ashley und Jared ins Zimmer. Ich wartete vor der Tür. Ich hatte mich auf den Boden sinken lassen und mein Kopf lehnte jetzt an der Wand. Meine Augen hatte ich geschlossen.
Nach ungefähr 5 Minuten kamen Ashley und Jared wieder heraus. Ashley hatte rote Augen und sah total fertig aus. Auch Jared sah man an, dass es ihm schwer fiel, nicht wieder in Tränen auszubrechen.
Ich stand auf und da standen wir dann. Keiner sagte etwas, doch irgendwann drückte sich eine Krankenschwester an uns vorbei in Zacs Zimmer. Das riss uns offenbar wieder aus unserer Trance.
Ich schüttelte den Kopf und meinte dann mit einer heißeren Stimme: „Ich denke, wir sollten jetzt dann mal wieder gehen.“
Ashley und Jared nickten. So machten wir uns auf den Weg zum Ausgang. Draußen angelangt überlegte ich erst einmal, wie wir eigentlich hierher gekommen sind. Dann fiel mir ein, dass Jared uns ja her gefahren hatte. Ich wartete darauf, dass Jared voraus ging, denn ich wusste nicht mehr, wo wir geparkt hatten.
Mit hängenden Schultern lief er los. Bis wir dann wieder vor seinem Auto standen. Er schloss es auf und wir stiegen ein. Die ganze restliche Rückfahrt sagte keiner auch nur ein Wort. Es herrschte totale Stille. Doch wir alle drei dachten über das gleiche nach. Nämlich über Zac!
Jared parkte gegenüber von dem Haus, in dem mein Appartement war. Ich stieg aus und machte mich auf den Weg über die Straße.
Ich schaute überhaupt nicht auf den Verkehr, sondern ging einfach über die Straße. Ich hörte ein Auto hupen, doch das störte mich nicht. Vielleicht war es ja sogar besser, wenn ich jetzt angefahren werde. Dann sterbe ich vielleicht und da es für Zac fast keine Hoffnung mehr gibt, wäre das für mich vielleicht sogar besser so!
Jemand packte mich von hinten an den Schultern und drehte mich um. Ich blickte in das zornige Gesicht von Ashley. „Sag mal, hast du sie noch alle? Willst du dich jetzt umbringen, oder was? Das kannst du uns doch nicht antun!“
Jetzt fing sie wieder an zu weinen. Ich nahm sie in den Arm.
Stimmt, sie hatte Recht. Das konnte ich Ashley und Jared jetzt wirklich nicht antun. Wir drei mussten jetzt zusammenhalten. So schwer es auch fiel, das war unsere einzige Chance, wie wir das hier überstehen könnten!
Ich blickte über Ashleys Schulter und sah einen Zeitungsstand. Mir kam ein Gedanke und ich wollte ihn überprüfen.
Ich machte mich von Ashley los und ging auf den Zeitungsstand zu. Ich überflog schnell die Titelblätter der ganzen Zeitschriften, bis ich die gefunden hatte, die ich gesucht hatte.
Die Chicago Times. Ich nahm sie aus dem Zeitungsständer und starrte auf das Titelblatt.
Superstar Zac Efron angeschossen stand ganz oben. Darunter stand etwas kleiner: Superstar Zac Efron wurde bei seiner Premiere seines neuen Films von einem Unbekannten angeschossen. Er wurde so schwer verletzt, dass er nun im Koma liegt. Laut den Ärzten stehen seine Chancen nicht sehr gut. Das ist natürlich ein besonders schwerer Schlag für Efrons Verlobte Vanessa Anne Hudgens. Die zwei wollte in 3 Monaten heiraten, doch wie es aussieht, wird diese Hochzeit wohl erst einmal ins Wasser fallen. Genaueres finden Sie auf Seite 6 und 7.
Ich sah wie eine Träne auf die Zeitung tropfte. Und noch eine. Und noch eine. Ich wischte sie mir weg und zerriss dann die Zeitung.
Der Zeitungsladenbesitzer rief mir zu: „Hey die müssen Sie jetzt aber bezahlen!“
Ich kramte nach meinem Geldbeutel und warf dem Verkäufer viel zu viel Geld hin. Was war denn schon Geld, wenn man die Liebe seines Lebens verliert!? Nichts, rein gar nichts!
Ich ging wieder zurück zu Ashley und Jared, die vor dem Haus auf mich warteten.
Gemeinsam gingen wir hoch und ins Appartement. Ashley fing vorsichtig an: „Wir könnten doch vielleicht ein bisschen Fernsehen schauen, oder etwas spielen. Du hast doch eine Wii, oder V?“
Ich wehrte ab: „Nein Ash, ich möchte allein sein. Ich werde in mein Zimmer gehen.“
Und so verschwand ich in meinem Zimmer. Schloss hinter mir die Tür zu, zog die Rollos herunter und ließ mich auf mein Bett fallen. Schon nach kurzer Zeit war mein Kopfkissen ganz durchnässt von meinen Tränen.
Part[8]
Ich lag auf dem Bauch und hörte, wie die Tür meines Appartements ins Schloss fiel. Ich richtete mich ein wenig auf und lauschte.
Jetzt war es ganz still. Waren Ashley und Jared etwa gegangen?
Ich stand auf und ging zur Schlafzimmertür. Langsam und ganz vorsichtig, damit ich keinen Lärm machen würde, drückte ich die Türklinke herunter.
Ich machte sie einen Spaltbreit auf und spähte raus. Das Wohnzimmer war leer. Keine Ashley und kein Jared.
Sie waren also tatsächlich gegangen.
Ich schloss die Tür wieder und ging wieder zurück zu meinem Bett. Ich ließ mich auf die Matratze fallen und atmete einmal tief durch.
Ich darf jetzt nicht den Verstand verlieren. Ich darf nicht aufgeben. Wie es so schön heißt: Wunder gibt es immer wieder!
Vielleicht war das ja auch bei Zac und mir der Fall. Ich müsste einfach weiter hoffen und nie den Mut verlieren.
Ich schloss die Augen und faltete meine Hände auf meinem Bauch zum Gebet. „Bitte lass mich Zac noch einmal in die Arme schließen, noch einmal seine Stimme hören, noch einmal in seine Augen blicken. Noch einmal.“
Plötzlich spürte ich einen leichten und kalten Luftzug an meinen Armen und auf meinem Gesicht.
Wahrscheinlich nur das Fenster, das ich vorhin geöffnet hab.
Jetzt ging es mir doch schon viel besser. Ich schaff das schon!
Da spürte ich auf einmal, wie mir etwas leichter über meine Harre strich.
Mein Herz ging schneller. Ich wartete kurz und da war es wieder.
Jemand oder etwas strich mir über die Haare.
Ich kniff die Augen zusammen, ich wollte nicht sehen, was da war.
Plötzlich hörte ich eine vertraute Stimme: „Nessa.“
Ich schrie auf und öffnete die Augen. Dabei sprang ich vom Bett auf und eilte möglichst weit von meinem Bett weg. Das hieß dann an die gegenüberliegende Wand. Ich drückte mich an meinen Schrank und konnte einfach nicht glauben, was ich da sah.
Ich hatte das Gefühl, dass meine Knie gleich nachgeben müssten, so weich waren sie.
Ich japste: „Zac…“ Er strahlte mich an. Er sah ganz normal aus, wie er das breit lächelnd auf meinem Bett saß. Wie in alten Zeiten.
Nicht so, als wäre er angeschossen worden.
„Das…was…wie bist du…du liegst doch im Krankenhaus….du kannst nicht hier sein!“ Ich drückte mir meine Handballen gegen meine Schläfen.
Jetzt bekam ich auch noch Kopfschmerzen.
Zac stand auf und kam langsam auf mich zu.
Ich warnte ihn, während ich meine Arm ausstreckte und mit einem Finger auf ihn zeigte: „Nein, stopp. Bleib wo du bist. Komm mir bloß nicht näher!“
Zac blieb wie erstarrt sofort stehen.
„Oh Gott.“, keuchte ich. Mir wurde auf einmal schlecht.
Ich musste raus aus diesem Zimmer. Es war so eng hier, ich musste weg.
Ich rannte zur Tür, riss sie auf und rannte ins Wohnzimmer. Es war immer noch leer.
Ich legte mich schräg auf das Sofa und atmete einmal tief ein und aus.
Doch da sah ich, dass Zac aus meinem Schlafzimmer kam. Oder was auch immer das war.
Er sah mich mit einem gequälten und verletzten Blick an und meinte traurig, aber sicher: „Vanessa, du musst mir zuhören!“
Ich sprang auf und schrie ihm entgegen: „Nein, du existierst nicht. Du bist nicht echt. Niemals. Es gibt keine Geister.“
„Doch Vanessa, ich bin da. Hör mich doch nur mal zu.“
Ich steckte jeweils einen Zeigefinger in ein Ohr und schloss meine Augen. Dann summte ich irgendeine Melodie, sodass ich Zac nicht mehr hören konnte.
Plötzlich spürte ich etwas Kaltes an meinem rechten Handgelenk.
Ich riss entsetzt die Augen auf und schrie laut auf, als ich sah, dass Zac mit seiner Hand mein Handgelenk umfasst hatte.
Er sagte: „Bitte Vanessa, hör mir doch nur kurz zu.“
Ich entwand mich seinem Griff und rannte in die Küchenzeile, hinter den Tisch.
Zac folgte mir. Ich schrei ihn an: „Bleib mir bloß vom Leib. Hau ab.“
Dann murmelte ich noch, aber mehr zu mir selbst: „Oh Gott, durch diese ganze Sache werde ich doch glatt total verrückt. Jetzt sehe ich schon Geister. Bald muss ich dann auch noch in die Klapse!“
„Vanessa, ich bin doch da.“, kam es von Zac, der jetzt immer näher kam.
Ich wich immer weiter zurück, bis ich an der Arbeitsplatte angekommen war.
Ich schrei ihm entgegen: „Verschwinde jetzt endlich, bitte!“
Doch Zac kam immer noch näher. Er streckte seine Arme nach mir aus.
Da schnappte ich mir die Vase, die auf dem Tisch stand und warf sie mit voller Wucht gegen Zac.
Doch die Vase flog einfach durch ihn durch, als wäre er Luft. Sie flog gegen die Wand hinter ihm und zersplitterte in tausend kleine Scherben, die zu Boden fielen.
Ich schlug entsetzt meine Hände vor den Mund und riss die Augen weit auf. „Das wollte ich nicht. Aber bitte geh. Du bist einfach nicht echt!“
Zac sah mich traurig an, blieb stehen und flüsterte: „Ich gehe, aber ich werde wieder kommen. Ich brauche dich Vanessa. Ich brauche dich.“
Wir blickten uns in die Augen, dann drehte er sich um und ging auf die Wand zu. Doch er ging einfach hindurch. Es erstrahlte ganz kurz ein heller Lichtstrahl, dann war er weg.
Mein Brustkorb hob und senkte sich viel zu schnell.
Ich spürte Tränen in mir aufsteigen und dann liefen sie mir auch schon über die Wangen. Schluchzend und mit einem klitschnassen Gesicht ließ ich mich an der Wand runtergleiten. Ich drückte meine Hände auf meine Augen.
Ich bekam keine Luft mehr und konnte mich nicht beruhigen.
Ich versuchte japsend Luft zu holen, doch ich konnte nicht. Meine Lunge war wie zugeschnürt. Ich hatte das Gefühl, sie würde gleich in tausend Teile zerbersten. Genau wie die Vase.
Da hörte ich eine Stimme: „Du meine Güte Jared, komm schnell her.“
Part[9]
Ich spürte, wie ich auf etwas Weichem abgelegt wurde. Ich konnte vor Tränen gar nichts mehr sehen, deshalb hatte ich auch meine Augen geschlossen. Und jetzt wollte ich sie gar nicht mehr öffnen.
Mein Leben war doch ein einziger Albtraum!
Zuerst wird Zac angeschossen, dann fällt er ins Koma und jetzt werde ich auch noch verrückt und sehe schon Geister.
Jemand tätschelte mir leicht gegen meine Wange. Nein, ich will einfach nur noch schlafen, einfach nur in Ruhe einschlafen. Und zu meinem Zac gehen.
Plötzlich spürte wie mir jemand etwas Kaltes in mein Gesicht spritzte. Dadurch wurde ich wieder etwas wacher. Ich versuchte meine Augen zu öffnen, doch meine Lider waren so schwer. Viel zu schwer. Ich konnte meinen Körper nicht mehr spüren, der war auf einmal auch so schwer. Ich kann nicht mehr.
Ich spürte, wie mein Atem wieder ruhiger wurde und ich dahin glitt.
Eine Parkbank. Ein warmer Frühlingstag. Ein Eisstand im Park. Doch es war alle so unwirklich. Wo war ich hier? Ich bekam Panik. Doch da. Da war doch jemand, den kannte ich doch. Ich rannte zu einem älteren Mann, der auf einer Parkbank saß. Ich stellte mich vor ihn, und als mein Schatten auf seine Zeitung fiel, die er gerade las, blickte er auf. Mir stockte der Atem. Der Mann lächelte mich an und stand auf. Dann streckte er langsam seine Arme nach mir aus und ich fiel schluchzend hinein. „Opa!“, flüsterte ich. „Ach meine kleine Nessa, du bist so groß geworden.“, sagte er. Wir lösten uns voneinander und er schob mich ein wenig von sich weg, um mich zu betrachten. „Du bist hübsch, mein kleiner Engel. Eine wahre Schönheit.“, sagte er zu mir. Mir kullerte eine Träne die Wange hinunter. Ich sagte: „Oh Opa, du hast mir so gefehlt.“ „Du mir doch auch, Nessa. Aber du weißt, dass ich tot bin, oder?“, antwortete er mir. Ich nickte, meinte dann aber: „Schon, aber wo ich dann bitte hier?“ Wir setzten uns hin und mein Opa fing an zu erzählen: „In deinem Kopf, Nessa-Schatz. Das spielt sich alles bei der hier oben ab.“ Er stupste mit einem Finger gegen meine Stirn. Ich lächelte. „Das ist Traum, du hast mich nur gerufen. Ich möchte mit dir etwas besprechen, Vanessa. Da ich immer noch über dich wache, bekomme ich alles mit, was in deinem Leben passiert. Also auch das mit deinem Freund, Zac. Ich weiß alles.“, meinte mein Großvater, als ich schon etwas sagen wollte. Er fuhr fort: „Ich hab mit Zac gesprochen.“ Mir stockte der Atem und ich stotterte: „Aber…aber…er ist doch nicht…er kann nicht…nein, er kann nicht tot sein, oder? Opa, bitte sag mir, dass er nicht tot ist!“ Mein Opa nahm mich in den Arm und erklärte: „Nein, Zac ist nicht tot, er liegt immer noch im Koma. Er ist aber sehr schwach. Aber ich konnte mit ihm reden. Er braucht dich Nessa. Ich weiß, dass er dir erschienen ist, genauso wie wir hier beide jetzt sind. Warum hast du ihn weggejagt?“ Ich sah schuldbewusst auf meine Hände und flüsterte schließlich: „Ich hatte Angst.“ „Das ist doch ganz normal, mein Schatz. Aber versprich mir bitte, dass du nächstes Mal etwas freundlicher sein wirst. Ich hab dich doch besser erzogen.“ Er zwinkerte. Ich grinste ihn an. Er fuhr fort: „Zac muss dir nämlich etwas erklären, er braucht deine Hilfe und er braucht vor allem dich dazu. Er ist noch nicht bereit aufzugeben, die Frage ist nur, ob du bereit bist!?“
Ich nickte schnell und sagte: „Natürlich bin ich bereit. Ich würde für Zac alles tun. Das weiß er doch auch.“ „Ja, aber es hat ihn ganz schön verletzt, dass du eine Vase nach ihm geworfen hast.“ „Oh, das wollte ich nicht. Ich hatte einfach solche Panik.“, stotterte ich. „Das wird er schon verstehen. Aber gib ihm nächstes Mal wenigstens eine Chance sein Anliegen zu erklären. Gib ihm nur eine Chance. Versprichst du es mir?“ Ich nickte und sagte aufrichtig: „Opa, ich verspreche es dir hoch und heilig“ Wir umarmten und noch einmal und dann fragte ich: „Kann ich dich wieder sehen?“ Mein Opa lächelte: „Wann immer du willst, meine Kleine. Du musst nur daran glauben!“ Ich lächelte glücklich, dann stand ich auf und fragte noch: „Also schlafe ich im Moment nur?“ Mein Opa nickte und meinte: „Ja und du solltest jetzt wieder aufwachen, denn auf dich warten 2 junge Menschen, die es nicht verkraften würden, wenn du jetzt auch noch von ihnen gehen würdest. Sie brauchen dich jetzt, genau wie du sie brauchst.“ Ich nickte und dann sah ich, dass alles wieder heller wurde. Ich winkte meinem Großvater noch zu und dann war alle wieder dunkel.
Ich hörte eine vertraute Stimme: „Jared, ich glaube sie wacht auf. Komm her.“ Langsam öffnete ich meine Augen und sah Ashley, die vor dem Sofa kniete, auf dem ich lag. Ich lächelte sie an und sie fiel mir um den Hals. Dabei quiekte sie: „Oh Gott Vanessa, wir dachten schon, dass wir doch jetzt auch noch verloren hätten. Das hätte ich nicht auch noch verkraftet!“
Mein Opa hatte Recht, wir mussten zusammen halten. Und ich war noch nicht bereit aufzugeben. Noch lange nicht!
Part[10]
Die nächsten Tage wartete ich jede Sekunde darauf, dass Zac sich wieder zeigte. Doch er erschien nicht. Was hatte das zu bedeuten? Hatte ich ihn endgültig vergrault?
Spät am Abend ließ ich mich erschöpft in mein Bett sinken. Dieses Bangen und Hoffen, diese Verzweiflung und Angst. Das Alles machte mir ganz schön zu schaffen.
Ich versuchte alles, um Zac wieder herbeizulocken. Ich kochte sein Lieblingsessen, vielleicht riecht er es ja und kommt dann wieder. Doch nichts geschah! Ich legte eine CD mit seiner Lieblingsmusik ein, in der Hoffnung, ihn durch den Klang der Musik anzulocken. Doch auch das half nicht!
Was konnte ich denn noch tun? Ich war kurz vor der Verzweiflung. Ich hatte alles falsch gemacht, aber auch wirklich alles! Ich hatte Zac verletzt und jetzt wollte er nicht mehr mit mir reden. Dann, 5 Tage nach meinem seltsamen Traum, hielt ich es in meiner Wohnung einfach nicht mehr aus. Ich musste raus, einfach mal wieder raus!
Ich schnappte mir meine Handtasche mit meinem Ipod und meinem Handy, zog mir schnell meine Jacke über und verließ meine Wohnung. Es war ein bewölkter Tag, die Sonne kam nicht durch die dichte Wolkendecke hindurch. Das Tageslicht war dunkler als gewöhnlich.
Blindlings betrat ich den Park. Er war leer. Da es schon spät war, befanden sich hier keine Mütter mit ihren Kindern mehr. Die wenigen Kioske hatten auch schon geschlossen.
Ich war also weit und breit der einzige Mensch. Eine ziemlich gefährliche Situation, könnte man meinen; doch vielleicht war es genau das, was ich jetzt brauchte!?
Ich lief eine Weile ziellos umher, dann beschloss ich mich auf eine Parkbank zu setzen. Ich holte meinen Ipod raus und machte Zacs Playlist an.
Gerade jetzt vermisste ich Zac so doll, wie nie zuvor. Gerade jetzt bräuchte ich ihn unbedingt bei mir. Gerade jetzt!
Ich spürte gar nicht mehr, wie ich anfing zu weinen. Ich hatte in den letzten Tagen so oft geweint. Wahrscheinlich hatte ich mich daran gewöhnt. Ich schluchzte nicht, ich war ganz still. Eine Träne nach der anderen rann meine Wange hinunter. Stumme Tränen!
Oh Gott Zac, wo bist du nur? Ich brauch dich doch auch!
Ich konnte nicht mehr sitzen, ich musste mich bewegen. Ich ging ans Geländer und blickte auf den See. Er war riesig, endlos! Wie meine Liebe zu Zac. Doch das konnte ich ihm jetzt ja nicht mehr sagen. In diesem Moment hätte ich alles dafür gegeben, noch einmal mit Zac reden zu können.
Ich flüsterte: „Zac. Zac, wo bist du nur?“ Der Tränenstrom verebbte nicht; ganz im Gegenteil, er wurde vielleicht sogar noch stärker.
Jetzt musste ich doch schluchzen. „Zac. Oh Gott, Zac.“
Es donnerte. Ich packte den Ipod lieber ein. Da spürte ich auch schon den ersten Regentropfen auf meiner Nasenspitze. Ich wischte ihn gar nicht erst weg, mein Gesicht war so und so schon nass, von den Tränen. Es wurden immer mehr Regentropfen. Sie fielen auf die Wasseroberfläche des Sees und hinterließen nach außen laufende Ringe. Immer mehr!
Ich spürte, wie ich immer nasser wurde, meine Klamotten immer kälter. Ich klammerte mich am Geländer fest und inzwischen schüttete es. Doch das war mir egal.
Und plötzlich brach es aus mir heraus. „Zaaaaaaaaaac. Wo bist du nur?“ Ich schrie aus Leibeskräften. So laut hatte ich noch nie geschrieen. „Zac!“ Ich glitt auf den Boden und schluchzte hemmungslos.
Ich flüsterte: „Zac. Bitte, bitte komm zurück. Nur noch einmal.“
Plötzlich hörte ich hinter mir eine Stimme: „Du hast mich gerufen?“
Part[11]
Ich drehte mich um und sah Zac da stehen. Ich blickte zu ihm hoch und konnte nicht glauben, dass er da war. Er sah ganz normal aus.
Ich flüsterte: „Zac.“ Er lächelte zu mir runter.
Dann kam er ein paar Schritte auf mich zu, machte aber kurz vor mir halt und scherzte dann: „Du hast aber gerade keine Vase dabei, die du auf mich schmeißen könntest, oder?“
Ich hickste ein paar Mal und meinte dabei: „Nein, nein hab ich nicht.“
Dann kam er noch einen Schritt auf mich zu und streckte mir seine Hand entgegen. Ich zögerte. Würde ich ihn anfassen können? Immerhin war er nicht ganz hier.
Das merkte Zac offenbar. Er lachte und meinte: „Los, probier es aus Nessa.“
Ich streckte meine Hand aus und griff Zacs. Ich konnte ihn berühren. Er zog mich auf die Beine und ich wollte ihn nicht mehr loslassen.
Dann fiel ich ihm um den Hals. Ich vergrub mein Gesicht in seiner Schulter. Er fühlte sich ganz normal an. Zac strich mir sanft über meinen Rücken und flüsterte: „Hey Süße, ganz ruhig.“
Ich schluchzte, dann nahm ich sein Gesicht zwischen meine Hände und schaute ihm in die Augen.
„Du weißt gar nicht wie sehr du mir gefehlt hast.“ „Jetzt bin ich doch da.“
Wir lösten uns voneinander und Zac zog mich zu der Bank, auf der ich vorhin schon saß. Wir setzten uns und Zac meine Hände in seine.
Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und er legte seine Wange an meine Haare.
Dann sagte er: „Vanessa, ich muss mit dir reden.“ Ich nickte, doch da er das ja nicht sehen konnte, sagte ich: „Ich weiß, du musst mir irgendetwas erklären.“ „Ja es ist wichtig.“ „Na dann leg los, ich hör dir zu.“ „Wollen wir nicht woanders hingehen? Du solltest nicht die ganze Zeit im Regen sitzen.“ „Das ist mir egal.“, flüsterte ich.“
„Na gut, also pass auf. Du musst mir helfen. Ich weiß, dass das kein Unfall war, dass ich angeschossen wurde. Ich sollte eigentlich sterben, es sollte eigentlich ein Mord sein. Ich sollte sterben.“
Mir fiel kurz das Atmen schwer und ich wusste nicht was ich darauf sagen sollte. „Woher…“
„Ich hab das im Gefühl. Ich weiß nicht, woher dieses Gefühl kommt, es ist einfach da. Ich hatte dieses Gefühl bisher nur einmal. Und das war als ich dich kennen gelernt hab. Da wusste ich von Anfang, dass du die Richtige bist. Ich wusste es einfach, ich hatte keinen Grund, aber ich hatte dieses Gefühl und das hab ich jetzt wieder. Glaubst du mir?“
Ich nickte. „Natürlich glaub ich dir….aber wer würde das wollen? Wer würde dich umbringen wollen? Wer würde wollen, dass du stirbst?“
„Das weiß ich eben nicht. Das ist ja das Problem. Weißt du, ich will wieder aufwachen, ich will nicht sterben. Ich will dich nicht zurücklassen, ich will mein Leben mit dir verbringen. Aber ich kann erst aufwachen, wenn die Person, die mich umbringen will im Gefängnis sitzt. Denn sonst müsste ich mein ganzes Leben lang Angst haben, dass er das noch einmal versucht und vielleicht nicht nur bei mir, sondern vielleicht auch bei dir. Und ich will nicht, dass dir etwas zustößt, Deswegen muss ich erst rausfinden, wer das war und warum er das gemacht hat. Dann kann ich erst wieder richtig leben. Verstehst du das?“
„Ja, das versteh ich. Aber wieso brauchst du mich dafür?“
Er lachte. „Du Dummerchen. Mich sieht doch keiner, du bist doch die einzige, die mich sehen kann.“ „Oh, ich bin die Einzige?“ Er nickte.
„Und deswegen musst du das eigentlich alles machen. Also das herausfinden. Natürlich helfe ich dir.“
„Das heißt du wirst die ganze Zeit bei mir bleiben?“, fragte ich hoffnungsvoll. Zac seufzte. „Nein, ich muss immer wieder gehen. Ich kann nicht die ganze Zeit bei dir bleiben. Vieles musst du alleine schaffen, aber ich komme sofort, wenn du mich brauchst. Dann musst du nur kurz nach mir rufen und ich werde da sein! Versprochen.“ Er drückte seine Lippen auf meine Haare.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann.“, flüsterte ich traurig.
„Natürlich kannst du das. Ich vertraue dir voll und ganz. Du schaffst das, das spüre ich.“ Ich schloss die Augen. Ja, Zac hat Recht. Ich werde das schaffen! Ich werde herausfinden, wer versucht hat Zac umzubringen und ich werde ihn hinter Gittern bringen. Und dann werden Zac und ich den Rest unseres Lebens zusammen verbringen können.
Part[12]
Er stand auf und lächelte mich an. Ich blickte zu ihm hoch und flüsterte: „Nein, nicht gehen.“ Er lächelte wieder sein schiefes Lächeln, das mich schon immer so glücklich gemacht hatte. „Doch, ich muss wieder gehen. Ich kann nicht die ganze Zeit bei dir bleiben. Aber ich komme doch wieder.“
Ich stand auf und trat zu ihm hin. Ich nahm seine Hände in meine und schaute ihn prüfend an. „Was ist?“, fragte er etwas verunsichert.
„Nichts.“, wollte ich abstreiten. „Nein nein, raus mit der Sprache.“ Zac hob mit seiner Hand meinen Kopf leicht an, damit ich ihm in die Augen schauen musste. „Es ist nur….weißt du…ich hatte eigentlich gedacht, dass du hier diese Schusswunde hättest.“ Ich legte meine rechte Hand auf seinen Bauch, genau dahin, wo ihn die Kugel getroffen hatte. Er musste schmunzeln. „Nessa, ich bin ein Abbild von mir selber. Aber du siehst mich so, wie ich mal wieder werden soll. Also ohne Schusswunde.“
„Ah ja, ok. Ich hab nur gedacht….“ „Ist schon ok, ich mags, wenn du denkst.“ Er grinste frech. „Zac Efron, nicht so frech.“ Ich boxte ihm gegen die Schulter.
Er grinste nur weiter, dann lachte er: „In so einer Situation wünsche ich mir doch glatt, dass du mich nicht berühren könntest. Nur sehen, aber nicht berühren.“
Dann senkte er seine Stimme und fuhr fort: „Aber wenn ich dann das machen kann, dann bin ich froh, dass du mich berühren kannst.“ Er nahm meine Hand und legte sie auf sein Herz, das schlug. Als ich den Schlag spürte, zuckte ich leicht zusammen. Er beugte sich zu mir herunter und legte seine Lippen ganz sanft auf meine. Dann löste er sich wieder von mir. Er ging einen Schritt zurück und lächelte mich an.
Er löste seine Finger von meinen und drehte sich dann um und ging davon. Als er ein paar Meter weg war, rief ich ihm nach: „Hey, sag mal; spürst du den Regen?“ Er drehte sich noch einmal zu mir um und musste grinsen, als er zurückrief. „Nein, es fühlt sich für mich nur wie ein warmer Schauer an, der mir über den Rücken läuft.“ Er überlegte kurz, dann meinte er noch: „Obwohl das auch an dir liegen könnte. „Dann drehte er sich wieder um und schon wie beim ersten Mal erstrahlte ein helles Licht, das Zac völlig umgab. Dann war er auch schon verschwunden.
Ich machte mich sofort auf den Weg zurück zu meinem Appartement.
Ich schloss die Tür auf und fand meine Wohnung verlassen und dunkel vor.
Ich schaltete das Licht ein und schob mir als erstes Mal eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Ich hatte seit Tagen endlich mal wieder Appetit.
Als die Pizza fertig war, machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und schaltete den Fernseher ein.
Es liefen gerade die Nachrichten.
Superstar Zac Efron liegt immer noch im Koma. Den Ärzten zufolge, schwebe er nicht mehr in Lebensgefahr, allerdings sei es unklar, ob der Schauspieler jemals wieder aufwachen wird. Natürlich ein großer Schock für seine Fans und besonders für seine Freundin Vanessa Hudgens, die Insidern zufolge vor kurzem einen Plattenvertrag abgelehnt hatte.
Ich schaltete um. Was für ein Mist. Ja, ich hab den Plattenvertrag abgelehnt, aber nur, weil ich mein Leben nicht noch krasser machen wollte, als es ohnehin schon war.
Und außerdem haben diese Ärzte, die Zac behandeln, keine Ahnung. Sie wissen nicht das, was ich weiß.
Part[13]
In dieser Nacht schlief ich endlich mal wieder richtig gut. Ich wachte zwischendurch zwar immer noch auf, aber konnte dann jedes Mal sofort wieder einschlafen. Als früh schließlich aufwachte, hatte ich ausgeschlafen und stand sofort auf.
Ich zog mich rasch an, frühstückte eine Kleinigkeit und dann machte ich mich auch schon auf den Weg. Ich wollte einkaufen gehen. Ich wusste nicht, was ich in den letzten Wochen gegessen hatte. Mein Kühlschrank war komplett leer. Oder vielleicht hatte ich ja auch überhaupt nichts gegessen. Das könnte auch gut sein.
So ging ich einkaufen. Natürlich wurde ich von den meisten Leuten angegafft. Es kamen sogar einige wildfremde Menschen auf mich zu und sprachen mir ihr Beileid aus. Das verwirrte mich, aber es konnte meine Stimmung keineswegs trüben. Denn ich wusste jetzt, dass ich nicht alleine war. Nie, keine einzige Sekunde war ich alleine. Ich konnte meinen Beschützer nur nicht die ganze Zeit sehen. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen ging ich durch die Straßen und wahrscheinlich dachten sich einige Leute, dass ich einen Knall hätte. Mein Verlobter lag gerade im Koma und ich geh lächelnd einkaufen. Sie würde mich für verrückt erklären, oder für eine Freundin, die ihren Freund nie wirklich geliebt hatte und wahrscheinlich auch nicht fremdgegangen war.
Aber das alles war mir vollkommen egal. Das einzige was wichtig war, war die Tatsache, dass Zac noch eine Chance hatte. Das war das Einzige.
Nachdem ich meine Einkäufe nach Hause gebracht hatte, beschloss ich im Krankenhaus vorbei zu schauen. Auch wenn Zac wieder bei mir auftauchen würde, ich wollte ihn berühren. Ich wollte seinen echten Körper berühren.
So stieg ich ins Auto und raste durch die Straßen. Ich konnte es kaum noch erwarten. Die langen Gänge des Krankenhauses durchschritt ich mit einer Rekordgeschwindigkeit und als ich schließlich vor Zacs Zimmer ankam, musste ich erst einmal Luft holen.
Dann, als sich meine Lunge wieder etwas beruhigt hatte, drückte ich die Türklinke runter und trat ein.
Als ich mich schon zu Zacs Bett umdrehte, wurde ich schon stürmisch umarmt. Im ersten Moment erkannte ich überhaupt nicht, wer noch im Raum war, doch als sich die Person von mir löste, erkannte ich Zacs Mum. Sie hatte rot verquollene Augen und sah älter aus denn je. Auf einem Stuhl an der hinteren Seite von Zacs Bett saß sein Vater. Er lächelte mir verkrampft zu.
„Vanessa. Wie geht es dir?“, fragte mich Starla. Ich lächelte ihr zu und sagte: „Es geht schon.“ Dann fragte ich sofort. „Könnte ich kurz mit ihm alleine sein?“
Starla nickte und die zwei verließen das Zimmer.
Und da lag Zac. Gerade auf seinem Bett. Mit Unmengen von Kabeln verbunden und auf seinem und seiner Nase saß eine Maske, die ihm das Atmen erleichterte.
Ich ging auf ihn zu und setzte mich neben ihn auf das Bett. Dann legte ich meine Hand auf seine, die leblos auf der Matratze lag.
Plötzlich schlugen Zacs Herztöne wieder aus. Doch ich erschrak nur kurz. Denn schließlich wusste ich jetzt, was das zu bedeuten hatte.
Plötzlich hörte ich hinter mir eine bekannte Stimme. „Hör auf mich anzufassen. Das macht mich immer ganz nervös und verrückt.“
Als ich mich umdrehte, stand Zac im Raum und grinste mich an. Ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus.
Part[14]
Ich fiel ihm in die Arme und schmiegte mich fest an ihn. Sanft strich er über meine Haare und legte seine kalten Lippen auf meine Stirn. Als wir uns ein wenig voneinander lösten, sah ich ihm in die Augen. Zac musterte mich besorgt. Er vergrößerte den Abstand zwischen unseren Körpern und ich fragte verwirrt: „Was ist?“ Es dauerte eine Weile, bis Zac antwortete. Kurz bevor er anfing zu reden, schob er mich komplett von sich weg, ging hinüber zum Fenster und stand nun mit dem Rücken zu mir gewandt.
„Du musst mir helfen.“ Erklärte er knapp. Ich nickte, doch da er mich nicht ansah, sagte ich auch noch: „Ja, ich tue alles.“
„Es könnte aber gefährlich werden. Und ich will auf keinen Fall, das dir etwas passiert. Aber ich glaube, es ist das einzige, was mir helfen wird.“ Ich sah, wie er traurig die Schultern hängen ließ und hinter seinem Rücken die Hände zusammenfaltete.
„Was soll ich denn machen?“, drängte ich ihn. Ich hasste es, wenn er mich so warten ließ. Ich wurde immer nervöser.
„Vanessa, ich glaube, das Einzige, was mich wieder aufwachen lässt, ist die Wahrheit. Ich glaube du, also wir, müssen herausfinden, warum und vor allem wer auf mich geschossen hat.“
Ich schluckte schwer. Das Einzige?
„Du glaubst, dass das Einzige ist, das dich wieder aufwachen lässt? Hast du nicht die Hoffnung, dass es auch noch etwas anderes gibt?“ Nun ließ ich traurig die Schultern hängen.
Zac hatte offensichtlich sofort verstanden, worauf ich hinaus wollte. Er drehte sich zu mir um und kam auf mich zu. Er blieb knapp vor mir stehen, legte seinen Zeigefinger unter mein Kinn und hob es etwas an, sodass ich ihm in die Augen blicken musste. „Vanessa, du bist das Einzige, was mich überhaupt noch am Leben hält. Wegen dir habe ich diese Attacke überhaupt überlebt. Hätte ich dich nicht, wäre ich jetzt tot.“ Sanft legte er seine Lippen auf meine und ich wollte mehr. Doch er schob mich sanft von sich weg und ging wieder einen Schritt zurück.
„Vanessa, aus irgendeinem Grund spüre ich, dass das die Lösung ist. Ich weiß, dass ich es herausfinden muss. Sonst werde ich noch lange im Koma liegen. Aber da mich keiner sieht und mich auch niemand hört, brauche ich Hilfe. Ich brauche deine Hilfe, Vanessa. Du bist die Einzige mit der ich reden kann.“
Ich nickte sofort. „Natürlich helfe ich dir. Ich brauch dich doch. Und das nicht als Geist. Ich brauch dich richtig hier. Dafür würde ich alles tun.“
Zacs Miene verdüsterte sich. „Ja und genau davor hab ich Angst. Vanessa, das Ganze könnte sehr gefährlich werden. Und ich will auf keinen Fall, dass dir etwas passiert. Niemals. Bitte versprich mir, dass du trotzdem auf dich aufpasst. Vor allem und ganz besonders dann, wenn ich nicht bei dir bin. Du weißt, ich kann nicht die ganze Zeit bei dir sein.“
Ich nickte, doch ich war fest entschlossen. Ich würde das alles aufdecken, Zac würde aufwachen und ich würde ihn wieder haben.
Zac schaute mich immer noch etwas misstrauisch an, also sagte ich schnell, um ihn etwas zu beruhigen: „Ich pass auf mich auf Zac. Ich verspreche es dir. Hoch und heilig.“
„Indianerehrenwort?“, fragte mich Zac mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. „Indianerehrenwort“, grinste ich zurück.
Part[15]
Es ging mir wieder gut. Zumindest den Umständen entsprechend. Natrülich fehlte mir Zac, doch ich konnte ihn auch nicht so einfach herbeizaubern. Er tauchte immer wieder auf und jedes Mal erschrak ich, wenn er wieder einmal ganz plötzlich im Raum stand.
Zusammen überlegten wir, wie wir vorgehen konnte, um herauszufinden, wer versucht hatte, Zac umzubringen. Wir hatten viele gute Ansätze, doch irgendwie standen bei jedem dieser Ansätze urplötzlich wieder vor einem viel größeren Problem, das man einfach nicht lösen konnte. Wir mussten also immer wieder umdenken.
"Hast du irgendwelche Feinde, Zac?", rief ich ihm aus der Küche, als er mich mal wieder besuchte. Er saß im Wohnzimmer und genoss nach langer Zeit mal wieder ein Football-Spiel.
"Nicht dass ich wüsste.", kam es aus dem Wohnzimmer von ihm zurück. Mit meinem Sandwich, das ich mir bene zubereitet hatte, verließ ich die Küche, ging ins Wohnzimmer und setzte mich neben Zac, der neidisch auf mein Sandwich blickte. Ohne zu überlegen, fragte ich ihn: "Möchtest du mal beißen?" Er verdrehte die Augen und antwortete genervt: "Vanessa, wann merkst du dir das denn endlich ? Ich kann nichts essen und nichts trinken. Ich verspüre auch keinen Hunger oder Durst. Aber ich würde im Moment alles dafür geben, den Geschmack deines Sandwiches auf meiner Zunge zu schmecken." Er seufzte enttäuscht auf.
"Es tut mir leid, Zac. Aber wenn du bei mir bist, vergesse ich einfach immer wieder, dass du nur als Geist hier bist." Dann aß ich mein Sandwich so schnell ich konnte auf, damit Zac nicht noch mehr Gelegenheiten bekam, sich selber zu bemitleiden und sodass ich mich nicht noch länger schlecht fühlen musste.
"Also, du hast wirklich keine Feinde?", fragte ich ihn erneut.
Er schüttelte den Kopf und antwortete: "Nein. Mir fällt jetzt wirklich niemand ein, der mich hassen könnte. Ehrlich. Ich bin ja auch nicht wirklich böse zu manchen Menschen, oder ?" Ich schüttelte schnell den Kopf und erklärte: "Nein, du bist immer ganz lieb. Aber ich mein ja nur. Feinde wären nämlich eine gute Möglichkeit."
"Ja, ich weiß. Aber wie gesagt, mir fällt jetzt wirklich niemand ein. Ich hab auch nie jemanden verletzt oder so. An sowas würde ich mich wirklich erinnern."
"Gut. Also können wir das ja schonmal ausschließen.", fasste ich zusammen. Doch Zac schüttelte schon wieder den Kopf und widersprach mir: "Nein, Vanessa. Nicht gleich ausschließen. Du musst weiterforschen. Ob es irgendwelche Leute gibt, die mich hassen und mich als ihren Feind ansehen. Du musst tiefer graben. Wenn wir weiter bei allen Dingen so schnell aufgeben, werden wir niemals zu einer Lösung kommen. Und ich werde sterben." Das Wort "sterben" verpasste mir einen kleinen Stich. Ich wollte das nicht hören.
"Sag doch sowas nicht, Zac. Du wirst nicht sterben." Meine Augen wurden feucht.
Er zog mich an seine Brust, strich mir übers Haar und flüsterte: "Entschuldigung. Natürlich werde ich nicht sterben. Nicht solange du zu mir hältst."
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hört sich spannend
Gast
anonymous user
Verfasst am:
26.04.09 - 15:11
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
hört sich spannend an.
Sagst du mir bescheid?
Danke!
klar...mach ich =]
Wildkitty
Verfasst am:
26.04.09 - 15:12
Mitglied seit:
3 Jahre 2 Wochen
Ranking:
klar...mach ich =]
Auch wenn ich mir immer noch wünsche, dich mal wieder zu sehen. Ich vertraue nun auf das Schicksal, zähle die Tage und versuche mir einzureden, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht.
klar...mach ich =]
Wildkitty
Verfasst am:
26.04.09 - 15:12
Mitglied seit:
3 Jahre 2 Wochen
Ranking:
klar...mach ich =]
Auch wenn ich mir immer noch wünsche, dich mal wieder zu sehen. Ich vertraue nun auf das Schicksal, zähle die Tage und versuche mir einzureden, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht.
WOW!!! Hamma Anfang! Sag mir
Gast
anonymous user
Verfasst am:
26.04.09 - 15:13
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
WOW!!!
Hamma Anfang!
Sag mir bescheid!
HDL
Hamma Anfang! Sag mir
little_miss_devil
Verfasst am:
26.04.09 - 15:19
Mitglied seit:
2 Jahre 48 Wochen
Ranking:
Hamma Anfang!
Sag mir bescheid!
"Show a little more, show a little less,
Add a little smoke, Welcome to Burlesque..." ~ Tess (Cher)
I'm not myself tonight
Tonight I'm not the same girl
I L.O.V.E CHER, MERYL, XTINA & REBA
Hört sich schon mal klasse
spaatzii
Verfasst am:
26.04.09 - 15:44
Mitglied seit:
3 Jahre 1 Woche
Ranking:
Hört sich schon mal klasse an.
Nach schnell weiter.
Kannst du mir bitte bescheid sagen?
Wär echt nett. :)
Danke schon mal voraus.
Zanessa 4-ever x3
meine erste Story zusammen mit mausii:
♥is it a lovestory?♥ - http://www.highschoolmusic.de/hsm2/node/22340
meine zweite story:
//werde glücklich ohne mich// - http://www.highschoolmusic.de/hsm2/node/23501
omg!!
KiRa232
Verfasst am:
26.04.09 - 15:48
Mitglied seit:
2 Jahre 42 Wochen
Ranking:
klingt spannend!!!
sagst du mir bitte auch bescheid???
lg kira
Fight for This Love <3
Story by Eva/Wildkitty, Julia/Vanessa-Anne-Julie, Tugce/MrsEfron/ BabyV_Zaccy & Kira/KiRa232
Ohoh was hat SIE denn? Ich
Gast
anonymous user
Verfasst am:
26.04.09 - 15:50
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ohoh was hat SIE denn?
Ich befürchte mal sie ist Vanessa oder??
Naja, also der Prolog ist ja mal HAMMA geschrieben
ich hab auch ne Neue Story
Der Ozean der Liebe
kannst ja mal vorbei schauen
achja sag mir bescheid
Ohoh was hat SIE denn? Ich
Gast
anonymous user
Verfasst am:
26.04.09 - 15:50
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ohoh was hat SIE denn?
Ich befürchte mal sie ist Vanessa oder??
Naja, also der Prolog ist ja mal HAMMA geschrieben
ich hab auch ne Neue Story
Der Ozean der Liebe
kannst ja mal vorbei schauen
achja sag mir bescheid
*panisch luft zufächel* was
Gast
anonymous user
Verfasst am:
26.04.09 - 16:11
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
*panisch luft zufächel*
was ist los?
*angst krieg*
was passiert denn da? O.O
´bin sehr gespannt. ich find' auch du schreibst ziemlich gut ♥
deswegen musst du mir auf jeden fall bescheid sagen! (: