\♥/ On Air \♥/ If you could only see.
\♥/ On Air \♥/ If you could only see.
ok...ich weiß, dass ich schon echt viele storys hab, aber diese Idee muss ich jetzt einfach on stellen, weil ich will nicht, dass diese Story jemand anderes on stellt :D:D
die will ich schreiben xD also halt des thema :D
Außerdem gibt es bei dieser Story dieses Mal etwas Besondere ;)
Und zwar werden die einzelnen Parts Überschriften bekommen...und zwar Lieder als Überschriften...ich werde immer gleich den Link mit dazuschreiben, sodass ihr euch die Lieder auch anhören könnt, während ihr den neuen Part lest =]
Ihr könnt natürlich auch gerne Kommis dalassen, wie das Lied euch gefallen hat und ob ihr fandet, dass das Lied zum Part gepasst hat :)
würde mich darüber echt freuen x)
achja...es gibt auch einen Bescheid-Sag-Service ---> einfach melden!!
ich muss euch aber gleich vorwarnen...hier wird es immer ein bisschen dauern, bis ein neuer Part on kommt...kommt halt immer drauf an, wie viel Zeit ich hab...ich versuchs aber so schnell wie möglich zu machen...aber ich musste diese Story jetzt einfach on stellen...
Also....dann viel Spaß beim Lesen und ich hoffe sie gefällt euch =]
freu mich schon auf eure Kommis :)
hab euch lieb ♥♥♥
Cover: http://picfu.net/49788e
Radio-Fans:
♪ BabyV_Zaccy
♫ Vanessa-Anne-Julie
♫ franzüüü@HSMfan
♪ Brombeerchen
♪ wildcats4ever
♫ --identified--
♪ KiRa232
♪ brinii
♫ Vaniiiiiiiis the best
♫ julia-HSM-fan
♪ redcat
♫ Feli
♫Vanessa-Zac-Fan
♪ Judzz
♫ r.eg.02
♪ curious
♫´ Seldacar
***Prolog*** (hier gibt es noch keinen Titelsong; erst ab dem ersten Part^^)
„Der Nächste bitte!“, kam es aus dem Zimmer hinter dieser großen Tür. Jetzt war ich dran. Ich atmete einmal tief durch, um mich zu beruhigen.
Dann betrat ich selbstsicher das Aufnahmestudio und stellte mich vor: „Hi, ich bin Vanessa Hudgens. 22 Jahre.“
Ich hörte, wie einer der drei Männer, die mir gegenübersaßen, seinem Nachbarn zuflüsterte: „Sehr angenehme Stimme.“
“Hier!“, meinte ein Andere und knallte einen Zettel auf den Tisch. Ich nahm ihn in die Hand und schaute, was es war: Eine langweilige Verkehrsnachricht.
„Lesen Sie das mal bitte vor, Miss hudgens.“
Ich nickte und feuchtete meine Lippen noch einmal mit meiner Zunge an, dann begann ich zu lesen: Flüssig, deutlich, langsam und laut.
Als ich fertig war, sah ich zu den 3 Herren auf. Sie machten sich gar keine Notizen mehr, sondern starrten mich alle nur so komisch an.
Ich bekam schon Panik. Hatte ich etwa irgendwas falsch vorgelesen?
Verwirrt schaute ich auf den Zettel, den ich immer noch in der Hand hielt.
Nein, es war alle richtig! Was hatten sie dann?
Ich schaute sie fragend an.
Da schien sich einer der drei wieder zu fangen und klappte seine Mappe zu. Ich dachte schon, dass ich es vermasselt hätte und wollte mich schon verabschieden, als er sagte: „Also, wenn ich die Reaktionen meiner Kollegen richtig deute, dann haben sie die gleiche Meinung von Ihnen, wie ich sie habe.“
Er stand auf, ich tat es ihm gleich.
Dann streckte er mir seine Hand entgegen und sagte: „Ich gratuliere Ihnen, Miss Hudgens. Sie haben den Job bei Radio City.“
Ich konnte es nicht fassen. Ich schüttelte seine Hand und verabschiedete mich dann noch schnell bei den anderen zwei Männern. Dann stürmte ich raus, zurück ins Wartezimmer. Dort fiel ich Ashley, meiner besten Freundin in die Arme. Ich jubelte: „Ich hab den Job, Ash. Ich hab ihn!“
Ich war überglücklich, denn gerade war mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen.
True Friend
„Los, lass und darauf anstoßen!“, rief Ashley mir aus dem Wohnzimmer zu. „Ok, ich müsste sogar noch eine halbe Flasche Sekt im Kühlschrank haben.“, rief ich zurück.
Ich öffnete den Kühlschrank und da war tatsächlich noch eine halbe Flasche Sekt. Ich nahm sie heraus und holte noch 2 Sektgläser aus dem Schrank.
Damit ging ich dann ins Wohnzimmer, wo Ashley auf meinem Sofa saß und durch das Fernsehprogramm zappte.
Ich stellte alles vor ihr auf den kleinen Glastisch und setzte mich neben sie.
„Ok, los wir stoßen jetzt an.“, meinte Ashley und füllte beide Gläser mit Sekt. Dann gab sie mir eins und wir stießen an.
„Auf meine beste Freundin, Vanessa Hudgens, deren Stimme ich in Zukunft immer und überall aus dem Radio hören werde.“
Wir lachten beide und nahmen einen Schluck. Ich stellte mein Glas wieder auf den Tisch und machte es mir auf meinem Sofa gemütlicher.
„Jetzt erzähl mal“, fing Ashley an. „Wie wird das dann in Zukunft Alles laufen? Wann musst du moderieren? Machst du das allein, oder ist da noch jemand dabei? Wie viel Geld bekommst du?“
Ashley war gar nicht mehr zu bremsen, also unterbrach ich sie: „Ganz ruhig Ashley. Das weiß ich doch selber alles noch gar nicht. Ich muss morgen um 12.00 Uhr noch mal zum Sender und dann bekomm ich alles erklärt. Aber dieser eine Typ hat mal kurz was gesagt, von wegen einem Comoderator. Also denk ich mal, dass ich das nicht ganz allein machen muss.“
„Uhhh….“, meinte Ashley natürlich sofort wieder. „Vielleicht ist es ja ein ganz Süßer und…“
Ich unterbrach sie schnell: „Ash, hör auf damit. Nach Ryan will ich jetzt erst mal keinen Freund mehr. Also halt für eine bestimmte Zeit.“
„Ach komm schon Nessa, du kannst dich doch nicht ganz aus der Liebesszene rausziehen.“
Ich lachte: „Liebesszene? Wie bist du jetzt bitte auf dieses Wort gekommen?“
Ashley zuckte mit den Schultern und meinte gelassen: „Keine Ahnung, ist mir spontan eingefallen. Aber hör mal, du bist so hübsch, du bist klug, du hast Humor und jetzt auch noch einen super Job. Die Männerwelt wäre begeistert von dir. Und außerdem, mit wem soll ich denn dann bitte weggehen, um Männer aufzureißen.“ Sie zog einen Schmollmund und warf mir einen ihrer Hundeblicke zu.
Ich schüttelte grinsend den Kopf. Manchmal konnte Ashley echt wie ein kleines Kind sein. Aber genau deswegen liebte ich sie so sehr. Sie nimmt manche Sachen einfach nicht so ernst und so kann man mit ihr so viel Spaß haben.
Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und sagte hartnäckig: „Die Mitleidstour zieht bei mir nicht, Ashley.“
Ashley nahm meine Hände in ihre und dann fing sie an zu betteln: „Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte…“
Ich entzog ihr meine Hände und meinte dann ein bisschen genervt: „Na gut, ich komm immer noch mit, wenn du ausgehen willst. Aber ich will erst mal keinen neuen Mann kennen lernen.“
Ashley stieß einen spitzen Schrei aus und umarmte mich stürmisch. „Nessa, du bist einfach die Beste. Und ich versteh das natürlich, du musst ja niemanden kennen lernen, aber ich brauch einfach ein bisschen Unterstützung. Ehrlich gesagt hab ich mich schon die ganze Zeit gefragt, wie du das so gut wegsteckst. Immerhin hat dich Ryan 3-mal betrogen.“
Ich zuckte mit den Schultern und meinte nur: „Keine Ahnung. Ich weiß es selber nicht. Aber jetzt hab ich erst einmal keinen Bock auf Männer, die sind doch alle scheiße!“
Ashley prustete los und ich musste schließlich auch drüber lachen.
Doch mit meinen Gedanken war ich ganz wo anders. Ryan hatte mich 3-mal betrogen, mit irgend so einer Modepuppe, die als abgemagertes Model über den Laufsteg ging. Und ich dachte damals noch, dass Ryan die Liebe meines Lebens wäre. Da hatte ich mich aber gewaltig geschnitten. Als er mir dann schließlich gesagt hatte, dass er mich betrogen hatte und jetzt auch noch mit diesem Model ins Ausland gehen möchte, war ich natürlich erst mal am Boden zerstört. Doch komischerweise nur ein oder zwei Tage. Dann war ich schon wieder auf dem Damm. Aber innen in mir drin war ich immer noch ziemlich verletzt und mich machte diese Sache auch noch ziemlich traurig, wenn ich darüber nachdachte.
„Ach egal, Nessa“, dachte ich mir. „Jetzt konzentrierst du dich erstmal auf deinen neuen Job, immerhin ist das dein Traumjob.“
Das machte mich doch gleich wieder glücklicher. Ich hatte nämlich schon als kleines Kind davon geträumt, irgendwann im Radio zu arbeiten. Und jetzt war mein Traum in Erfüllung gegangen.
Und außerdem hatte ich ja immer noch Ashley, die sich gerade vor Lachen auf meinem Sofa kugelte. Ich stimmte also wieder ins Lachen mit ein. Ashley war doch einfach immer noch die Beste.
Happy Day
„Und wie sehe ich aus?“ Ich drehte mich einmal um meine eigene Achse und schaute Ashley erwartungsvoll an. Sie blickte von ihrer Zeitschrift auf und schluckte schnell ihren Bissen Brötchen runter, damit sie mir antworten konnte.
„Echt hübsch. Aber warum putzt du dich so raus. Ist heute irgendetwas Besonderes?“
Ich schnalzte kurz mit der Zunge und sagte tadelnd zu Ashley: „Hast du schon vergessen!? Ich hab heute meinen ersten Arbeitstag. Und da will ich auch ein bisschen Eindruck schinden und das kann sicherlich nicht mit Schlabberklamotten.“
„Achso, stimmt ja. Tut mir ja Leid, hab ich voll vergessen. Hab gestern bis spät in die Nacht noch meinen Text gelernt. Jetzt hab ich ihn aber auch richtig drauf. Jetzt kann nichts mehr schief gehen.“
„Du, ich muss jetzt auch los. Ich wünsch dir viel Glück und ich drück dir die Daumen, ok?“ „Ja, ich dir auch.“
Ich gab ihr noch schnell einen Kuss auf die Wange und dann flitzte ich aus unserer Wohnung und machte mich schnell auf den Weg zum Radiosender Radio City, meinem neuen Arbeitgeber.
Ich war total aufgeregt und gespannt darauf, was mich erwarten würde. Als ich in das große Gebäude eintrat, lächelte mir die Frau am Empfangsschalter freundlich zu und sagte: „Guten Morgen, Miss Hudgens. Wie geht es Ihnen heute?“
Total überrascht, dass die Frau schon meinen Namen kannte, antwortete ich: „Gut und Ihnen?“ Sie lächelte nur.
Ich stieg in den Aufzug und drückte auf den zweiten Stock. Er fuhr los und je höher er kam, desto nervöser wurde ich. Aber trotzdem freute ich mich auf meinen neuen Job.
Die Türen glitten auseinander und ich stieg aus. Ich ging einen langen Gang entlang und stand schließlich vor der Tür meines neuen Chefs, Herr Idol. Ich holte noch einmal kurz durch, dann klopfte ich an.
Von innen kam ein freundliches Herein und ich drückte die Türklinke herunter. Ich betrat ein großes Büro, das an einer Seite völlig verglast war. Dadurch wirkte der Raum hell und freundlich. Herr Idol saß an seinem Schreibtisch und blickte über seine Brillengläser hinweg zu mir herüber.
Als er mich erkannte, lächelte er und fragte freundlich: „Guten Morgen Miss Hudgens. Wie geht es Ihnen?“ Ich ging zu ihm hin, schüttelte ihm die Hand und antwortete fröhlich: „Gut, wirklich gut. Und Ihnen?“ Doch auch mein Chef lächelte bei dieser Frage nur und antwortete nicht.
Ich nahm mir vor, ab sofort nicht mehr zu fragen, wie es den Leuten geht. Zumindest nicht hier.
„Setzen Sie sich doch.“ Er deutete auf einen Stuhl. Ich setzte mich hin und schaute mich ein wenig in seinem Büro um. Auf seinem Schreibtisch stand ein eingerahmtes Bild von ihm und seiner Frau. Daneben stand ein weiteres, wo man Herr Idol und seine Frau sehen konnte, aber auch noch 2 kleine Kinder. Auf dem Fensterbrett stand auch noch ein Bild, darauf konnte man seine ganze Familie sehen.
Seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken. „Ihr Kollege müsste gleich hier eintreffen.“ „Ok.“
Wie passend für den Spruch Wenn man vom Teufel spricht klopfte es an der Tür.
Mister Idol rief Herein und blickte zur Tür. Auch ich drehte mich um, um meinen neuen Kollegen zu sehen.
Blue Eyes
Das Erste was ich sah, war ein Paar wunderschöne hellblaue Augen. Sie blickten mich an und ich konnte mich gar nicht von ihnen losreißen. Sie waren einfach zu schön!
Ich hörte die Stimme meines Chefs wie aus weiter Ferne. „Ahhhh, Guten Morgen Mister Efron. Wie geht es Ihnen?“
Der Besitzer der blauen Augen antwortet lächelnd: „Gut gut, dankeschön.“
Er fragte nicht zurück; offenbar kannte er sich schon ein wenig besser in diesem Bereich aus. Da ich mich zur Tür umgedreht hatte, drehte ich mich jetzt wieder auf meinem Stuhl um. Ich saß immer noch mit offenem Mund da.
Aus den Augenwinkeln sah ich, wie sich der Besitzer dieser atemberaubenden Augen auf den Stuhl neben mir fallen ließ.
Ich schüttelte kurz den Kopf, wie ein Hund, der das Wasser aus seinem Fell spritze will, dann setzte ich mich ein wenig aufrechter hin und versuchte wieder ruhiger zu atmen.
Es gelang mir auch einigermaßen!
„Gut, da Sie beide ja jetzt da sind, kann ich Sie einander vorstellen.“, sagte mein Chef. „Miss Hudgens, das ist Mister Efron.“ Er deutete auf ihn. „Mister Efron, das ist Miss Hudgens.“ Er deutete auf mich.
Ich drehte mich seitlich zu Mister Efron und wieder blieb mir der Atme weg. Denn jetzt sahen mich diese Augen direkt an. Oh mein Gott, Vanessa reiß dich jetzt mal zusammen!
Ich setzte mein schönstes Lächeln auf und reichte Mister Efron die Hand. Er lächelte zurück. Man oh man, was für ein Lächeln!
“Gut, da Sie sich ja jetzt kennen, zeigt Ihnen meine Mitarbeiterin gleich mal den Laden hier. Immerhin müssen Sie ab heute wissen, wo Sie jeden Tag früh hingehen müssen.“ Er lachte kurz auf, dann rief er: „Miss Gomez. Sie können loslegen.“
Eine hübsche junge Frau erschien in der Tür und lächelte uns zu. „Kommen Sie bitte mit.“
Mister Efron und ich standen auf und folgten Miss Gomez aus der Tür. Draußen auf dem Flur drehte sie sich zu uns um und meinte locker: „Hi, ich bin Selena. Bitte nennt mich nicht Miss Gomez, da komm ich mir so alt vor.“
Sie reichte mir die Hand. Ich lächelte sie an und meinte dann: „Ok, dann bin ich Vanessa.“ Selena nickte, dann reichte sie Mister Efron die Hand, der sofort meinte: „Zac.“ Selena nickte noch einmal kurz mit einem Lächeln auf den Lippen. Dann erklärte sie: „Also, das hier ist der Empfangsbereich. Hier müsst ihr jeden Morgen herkommen und eure Karte abstempeln lassen. So wissen wir, wie lange ihr gearbeitet habt und folglich, wie viel Geld ihr bekommt….Gut, falls ihr irgendwelche Fragen haben solltet, wendet euch einfach an mich. Ich arbeite am Empfang.“ Sie deutet auf einen großen Schreibtisch, der gleich ziemlich nahe am Fahrstuhl stand.
„Dann geht’s weiter.“ Sie winkte uns zu, damit wir ihr folgten. Sie ging zum Aufzug, drückte auf den Knopf und wartete. Zac oder Mister Efron stand etwas abseits und betrachtete ein Foto, das an der Wand hing.
Die Aufzugtüren glitten auseinander und Selena stieg ein. Ich wollte ihr folgen, doch Mister Efron stand immer noch ganz fasziniert vor dem Foto.
Ich stellte einen Fuß vor die Fahrstuhltür, damit diese nicht gleich wieder zuging. Dann rief ich: „Mister Efron, der Aufzug.“ Er schreckte leicht hoch und eilte in den Aufzug. Ich stieg auch ein und die Türen schlossen sich. Wir fuhren einen Stock runter und stiegen aus. Selena ging wieder voraus. Mister Efron und ich stiegen auch aus, hinter uns schlossen sich die Türen. Ich wollte Selena gerade folgen, als mich Mister Efron leicht am Arm festhielt.
Er lächelte mich an und meinte etwas leiser: „Für dich bin ich übrigens auch Zac und nicht Mister Efron. Ok?“
Dieser Duft! Vanessa, nein!
Ich nickte und meinte so gelassen, wie nur möglich: „Ok, dann bin ich für dich Vanessa.“
Zacs Lächeln wurde noch ein wenig breiter.
„Hey ihr zwei. Wo bleibt ihr denn??“, hörten wir Selenas Stimme. Wir schreckten beide ein wenig hoch und folgten schnell Selena, die schon vor dem Aufnahmestudio Nummer 4 stand. Unserem Aufnahmestudio. Über der Tür hing diese Schild On Air, das aber im Moment nicht leuchtete. Wir betraten das Studio und dachte mir dabei: „Genau so hatte ich mir das vorgestellt.“
Radio
„Ok, da ihr jetzt alles kennt, kommt ihr erst einmal mit.“ „Und wohin?“, fragte ich sofort neugierig. „In die Garderobe.“, grinste Selena.
Ich stutze. „Aber wir sind hier im Radio. Nicht im Fernsehen. Warum muss ich dann auf meine Klamotten achten?“ „Das erkläre ich euch später, wenn wir wieder in eurem Senderaum sind, ok?“ Ich zuckte nur mit den Schultern und folgte dann Selena.
Zac lief neben mir her, die Hände in die Hosentaschen gesteckt und er grinste nur. Ich beugte mich ein wenig zu ihm rüber und flüsterte ihm etwas mürrisch zu: „Wehe die stecken mich jetzt in total ätzende Klamotten. Dann…dann…dann…“ Doch mir fiel kein passender Ausdruck ein.
Zac grinste nur noch breiter. Dann flüsterte er zurück: „Keine Sorge, du siehst bestimmt in allem großartig aus.“
Ich spürte, wie ich ein wenig rot wurde und stotterte nur: „Ähm..ich..ich weiß nicht, wie….“
„Vanessa, halt einfach den Mund.“, meinte Zac gelassen und grinste mich an. Ich verstummte sofort.
Er hatte gesagt, dass ich bestimmt in allem großartig aussehen würde! Bei diesem Gedanken musste ich breit grinsen.
Wir kamen in die Garderobe und Selena ließ uns für ein paar Minuten mit der Stilistin alleine. Nach 10 Minuten waren Zac und ich fertig.
Zac sah echt gut aus, also auch von den Klamotten her, nicht nur von seinem Aussehen und so!
Als ich aus der Umkleide kam, machte Zac große Augen und grinste: „Sag ich doch. Du siehst in allem gut aus!“
Zac: http://picfu.net/53b305
Ich: http://picfu.net/ecf69e
Ich lächelte ihn ein wenig verlegen an und stellte mich dann vor den Spiegel. Es sah aber echt gut aus! Ich betrachtete mich ein wenig bis ich Zacs Stimme hörte. „Ja ok Americas Next Topmodel, können wir jetzt?“
Ich betrachtete mich noch einmal kurz im Spiegel, dann folgte ich Zac nach draußen auf den Flur.
„Ah, da seid ihr ja wieder. Dann kommt mal mit!“ Selena stand wieder vor uns.
Sie führte uns wieder zurück in unser Aufnahmestudio, wo inzwischen 2 Männer standen. Selena stellte sie uns auch sofort vor: „Das sind Billy und Scott. Scott ist für den Inhalt eurer Sendung verantwortlich. Er schreibt praktisch jedes Mal ein kleines Drehbuch. Und Billy ist für den ganzen Technik-Kram zuständig. Damit die Show auch immer gut läuft. Gut, dann kommen wir jetzt zu den Besonderheiten. Der Grund, warum ihr auch auf euer Äußeres achten müsst, ist der: Und zwar hängt im Studio bei euch eine Web-Cam. So können unsere Hörer euch auch sehen. Sie ist die ganze Zeit an, als wenn ihr auf Sendung seid. Außerdem werdet ihr immer am Anfang der Woche ein Thema bekannt geben und dann können die Hörer euch bis Freitag immer Fragen zu diesem Thema mailen. Die müsst ihr dann am Samstag in eurer doppelt so langen Sendung, wie unter der Woche, beantworten. Und ein letztes! Einmal in der Woche wird ein Hörer ausgewählt, der euch eine Aufgabe stellen darf, die ihr dann machen müsst. Es muss aber eine Aufgabe sein, bei der ihr gegeneinander antreten müsst. Und natürlich gibt es zwischendrin massenhaft Musik. Alles klar?“
Ich nickte, obwohl mir das alles ziemlich viel vorkam.
Zac meinte grinsend: „Hier wird aber einiges von uns verlangt, Vanessa.“
„Ja, aber das schaffen wir schon.“ „Stimmt, mit so einer hübschen Co-Moderatorin kann doch gar nichts schief gehen.“
Er legte kameradschaftlich den Arm um meine Schulter und zerstrubbelte mit seiner anderen Hand meine Haare.
„Hey lass das“, beschwerte ich mich.
„Ok, das reicht jetzt. Setzt euch hin. In 3 Minuten beginnt eure Sendung.“ Plötzlich kam die Nervosität wieder zurück. Ich schluckte und ging zu meinem Stuhl. Die anderen verließen den Raum und schlossen die Tür.
Ich setzte mir die Kopfhörer auf und zog das Mikrophon zu mir her. Ich räusperte mich kurz und blickte dann zu Zac. Er lächelte mir kurz zu und dann deutete auf die Scheibe hinter mir. Ich drehte mich um und sah Scott, Billy und Selena dahinter stehen.
Ich nahm das Skript für die heutige Show in die Hand und ging es schnell durch. Gerade als ich das nächste Mal aufblickte, ging das On-Air-Schild an und Scott bedeutete Zac und mir, dass wir loslegen sollten.
Wir waren auf Sendung! Wir waren on the radio!
Fuck you
Ich hörte Zacs Stimme: „Hey ihr da draußen, ich bin Zac.“ Er blickte zu mir. „Und ich bin Vanessa.“ Dann überließ ich erstmal Zac wieder das Reden. „Und ihr hört Radio City. Ich und meine Co-Moderatorin Vanessa werden euch täglich mit den neusten Informationen ausstatten. Und das von früh bis Mittag.“
Co-Moderatorin? Hatte er gerade Co-Moderatorin gesagt? Ich blickte Zac an, doch der erklärte den Zuhörern gerade irgendetwas über unsere Extras, die wir in der Sendung hatten.
Als er fertig war, legte ich los. „Genau Zac. Ich und Zac, mein Co-Moderator werden jedes Wochenende eure Fragen beantworten.“ Ich hörte, wie Zac sich räusperte. Ich blickte auf und fragte: „Ja Zac?“
Er grinste mich scheinheilig an und sagte dann: „Also eigentlich bist du ja meine Co-Moderatorin.“
„Und wer sagt das?“ Ich grinste frech zurück.
„Ich leite die Sendung, Vanessa. Nicht du.“ „Und warum nicht?“ Ich grinste immer noch frech.
„Man, es ist einfach so. Ich bin der Mann, also leite ich die Sendung!“
Was war denn das bitte für eine dumme Erklärung? So etwas ließ ich natürlich nicht auf mir sitzen.
„Das kannst du ja mal gleich vergessen. Bloß weil du ein Mann bist, darfst du nicht gleich automatisch die Sendung leiten. Du bist ja voll frauenfeindlich.“
„Nein, bin ich gar nicht. Aber du kennst dich nicht so gut aus wie ich. Ich hab schon mehr Erfahrung. „Ja und, dann lern ich eben hier dazu.“ Meine Stimme wurde ein wenig lauter. Ich hatte ganz vergessen, dass uns zig Leute vor dem Radio zuhörten. Und offenbar hatte auch Zac das vergessen.
Sein Kopf wurde ein wenig röter und seine Stimme ein wenig lauter.
„Oh, du hältst dich wohl für ach so schlau!“ „Na ja, wahrscheinlich schlauer als du, du Unterwäschemodel.“ „Ich bin doch kein Unterwäschemodel! Und damit wir das jetzt klären, ich leite diese Sendung und du bist meine Co-Moderatorin.“
“Vergiss es! Ich leite die Sendung.“ Zac wollte gerade etwas erwidern als hinter uns die Tür aufging und Selena schrie: „Verdammt noch mal, ihr leitet die Sendung zusammen und keiner von euch ist der Co-Moderator. Klar? Und jetzt macht schnellstens weiter!“
Sie schloss die Tür und ließ uns wieder alleine. Ich warf Zac einen Todesblick zu, den dieser nur erwiderte.
Doch irgendwie schafften wir es zu unserer normalen Sendung zurückzugelangen.
Schließlich gaben wir das Thema unserer ersten Fragerunde bekannt. Männer gegen Frauen. Wer ist oben auf?
„Also schickt uns bis Freitag eure Fragen rund um das jeweils andere Geschlecht. Und am Samstag werden sie dann beantworten. Zum Schluss gibt es hier noch ein Song von Lilly Allen – Fuck you. Viel Spaß und bis morgen.“
Ich schaltete mein Mikrophon ab und klemmte meine Kopfhörer auf eine Stange an der Wand.
Dann stand ich auf und schon kam Selena in den Raum. Stürmisch umarmte sie mich und sagte: „Das war klasse. Einfach toll. Euer Streit, einfach genial.“ Sie fing an zu lachen. „Wisst ihr, die Zuhörerzahlen sind bei eurem Streit plötzlich so in die Höhe geschossen. Ich musste euch dann aber wieder bremsen. Ihr hättet wahrscheinlich noch den ganze Tag so weiter gemacht.“
Glucksend verließ sie den Raum und ließ Zac und mich alleine zurück.
Ich drehte mich zu ihm um und blickte ihn böse an.
Er hatte seine Lippen zusammengepresst und blickte böse zurück.
Dann rutschte es aus mir raus: „Frauenfeindliches Arschloch.“
Darauf sagte er: „Hochnäsige Schlampe.“ Mir fiel die Kinnlade runter.
„hast du mich gerade Schlampe genannt?“ Plötzlich fing er wieder an breit zu grinsen. „Ja, oder siehst du hier noch jemanden, der mit dir spricht?“
Ich ging zu ihm hin und stand jetzt direkt vor ihm.
Dann deutete ich auf ihn und zischte: „Niemand nennt mich Schlampe!“
„Uhhh, jetzt hab ich aber Angst!“, feixte Zac.
Daraufhin trat ich ihm mit voller Wucht gegen sein Schienbein.
„Scheiße, verdammt. Hast du sie noch alle?“ Er rieb sich sein Schienbein und hatte das Gesicht vor Schmerz verzerrt.
„Wie gesagt, niemand nennt mich Schlampe!“, flüsterte ich ihm leise zu. Dann drehte ich mich um und stolzierte aus dem Studio.
Kicking and Screaming
Ich ging an Selena vorbei zu den Aufzügen. „Bye Selena.“, rief ich ihr im Vorbeigehen noch zu. Ich drückte auf den Aufzugknopf und wartete darauf, dass einer kommen würde.
„Bye Vanessa. Morgen früh wieder um 8.00 Uhr, ok?“ Ich drehte mich noch einmal um und meinte lachend: „Klar, ich werde da sein. Aber ob Zac da sein wird…da wäre ich mir noch nicht so sicher!“
Selena blickte mich verdutzt an. „Wie, was meinst du?“ Ich grinste nur noch breiter. „Vielleicht kommt er ja morgen mit Krücken hier reinstolziert. Vielleicht solltest du besser mal nach ihm schauen, Selena.“
Hinter mir glitten die Fahrstuhltüren auseinander und ich ging rückwärts in den Aufzug hinein. Dabei grinste ich Selena nur breit an und amüsierte mich über ihre verdutzte Miene.
Dann gingen die Aufzugtüren zu und ich fuhr einen Stock runter. In der Empfangshalle stolzierte ich, zufrieden mit mir, hinaus. Ich rief der Empfangsdame noch ein „Schönen Tag noch.“ zu, dann stieß ich die Eingangstüren auf und atmete erst einmal Frischluft ein. Ich blieb kurz stehen, doch dann fiel mir ein, dass ich mich ja mit Ashley um 17.00 Uhr zum Essen verabredete hatte. Und jetzt war es schon 16.30 Uhr.
Ich wollte mich doch noch umziehen. Also eilte ich schnell zu meinem Auto und als ich gerade einstiegen wollte, hörte ich, wie jemand meinen Namen rief. Ich drehte mich um und sah, wie Zac auf mich zu gehumpelt kam.
„Vanessa, warte kurz!“, rief er mir zu.
Ich setzte wieder mein selbstgefälliges Lächeln auf und ging einen Schritt auf ihn zu. Ich meinte gelassen: „Na, das Laufen geht doch ganz gut.“
Zac schnitt nur kurz eine Grimasse; er stand inzwischen direkt vor mir.
„Haha, sehr witzig Vanessa. Ähm, aber weswegen ich eigentlich hier bin…ähm, na ja…ich wollte mich bei dir entschuldigen. Ich hätte dich nicht Schlampe nennen dürfen. Das war blöd von mir.“
Ich blickte in seine Augen und wusste nicht, ob ich ihm trauen konnte oder nicht.
„Warum sollte es dir Leid tun?“, fragte ich argwöhnisch.
„Sollte es etwa nicht?“, fragte er verdutzt zurück.
„Ähm…“, darauf wusste ich keine passende Antwort.
So fuhr Zac also fort: „Vanessa, man nennt niemanden Schlampe. Ich bin auch gut erzogen worden, weißt du!?“
„Ähm, ok…dann nehme ich deine Entschuldigung an.“, ich fummelte nervös an meinem Schlüsselbund herum, den ich in der Hand hielt.
„Dankeschön.“, kam es von Zac zurück. Er kam ein wenig näher.
Er stand jetzt ganz dicht bei mir. Jetzt konnte ich wieder seinen Duft einatmen. Ich schloss kurz die Augen, und atmete ganz lange ein und sog dabei seinen Duft ein.
Dann hörte ich Zacs Stimme: „Weißt du Vanessa, ich fand das ziemlich sexy, wenn du wütend oder zickig bist.“ Als ich die Augen wieder öffnete, stand Zac jetzt ganz nahe bei mir. Ich musste meinen Kopf heben, um ihm in die Augen zu blicken.
Mein Herzschlag wurde ein wenig schneller.
Zac hob die Hand und nahm eine verirrte Haarsträhne zwischen seine Finger und drehte sie leicht.
„Vanessa?“, flüsterte Zac. „Hm….??“, machte ich nur verwirrt. Ich konnte mich schon nicht mehr konzentrieren.
„Ich fand dich auch schon vorher ziemlich sexy.“, flüsterte Zac dicht an meinem Ohr, da er sich ein wenig nach vorne und zu mir runter gebeugt hatte.
„Ach echt?“, fragte ich.
„Ja, schon vom ersten Augenblick an. Wie wäre es denn, wenn du heute Abend zu mir kommen würdest? Wir könnten uns einen schönen Abend zu zweit machen!?“
Ich dachte kurz darüber nach, doch dann wachte ich wieder aus meiner Trance auf.
Vanessa, das hier ist dein Kollege. Mit dem fängt man nichts an. Außerdem ist er voll der Macho und frauenfeindlich! Lass es!
Ich schüttelte wie ein nasser Hund meinen Kopf und ging einen Schritt zurück. Meine Haare glitten durch Zacs Finger und fielen wieder auf meine Schulter.
Dann blickte ich Zac böse an und trat ihm mit voller Wucht gegen das andere Schienbein. Er fluchte und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht das Bein.
Ich drehte mich um und machte meine Autotür auf.
„Verdammte Scheiße, du hast sie doch echt nicht mehr alle. Morgen kann ich dann wahrscheinlich gar nicht mehr laufen.“, rief Zac wütend.
„Tja, das ist dein Pech.“, rief ich feixend zurück.
Ich startete den Motor und fuhr langsam vom Parkplatz runter. Zac wurde in meinem Rückspiegel immer kleiner.
Doch ich konnte noch sehen, wie er sich das Schienbein hielt und dabei mir nachschaute. Plötzlich breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus und das letzte was ich sah, war wie er grinsend den Kopf schüttelte.
Dann fuhr ich um die Kurve und Zac war verschwunden.
Womanizer
„Vanessa, hier bin ich.“ Ich erblickte Ashley an einem Tisch an der Fensterseite. Wir hatten uns in unserem Lieblings-Italiener verabredet. Durch das Gespräch mit Zac auf dem Parkplatz hatte ich dann doch keine Zeit mehr gehabt, mich umzuziehen. Ich ging zu Ashley und ließ mich auf den Stuhl fallen. Erschöpft blies ich die Luft aus meinen Wangen.
Doch Ashley ließ mir keine Zeit zum Ausruhen. „Ich hab dich gehört, Vanessa. Ich hab dich gehört!“ Sie grinste mich breit an.
„Echt? Und wie war ich?“, fragte ich neugierig. Ich brauchte jetzt mal ein Feedback, aber von jemandem, bei dem ich mir sicher sein konnte, dass er die Wahrheit sagen würde. Ashley war so jemand.
„Du warst einfach klasse. Echt spitzenmäßig. Und dieser Streit erst. Ich musste so lachen. Mir war von Anfang an klar, dass du das nicht auf dir sitzen lassen würdest. Aber den Streit hattet ihr nicht abgesprochen vorher, oder?“
„Nein, natürlich nicht. Hätte ich das etwa auf mir sitzen lassen sollen? Ich find immer noch, dass es richtig war, mich zu wehren.“, meinte ich ein wenig kleinlauter.
„Natürlich war es das. So etwas kann der doch nicht sagen. Und wie ist dein Co-Moderator so? Ist er genauso sexy, wie seine Stimme klingt. Also ich musste ja erst einmal tief durchatmen, als ich diese Stimme gehört hab. Die ist ja der Wahnsinn, oder nicht? Und wie ist er so? Los erzähl! Sieht er gut aus? Oder täuscht die Stimme? Mensch Vanessa, lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. Ich will alles wissen!“
Ich musste kurz lachen. Ashley war eben doch noch manchmal wie ein kleines Kind.
„Na gut, als ich würde es mal so ausdrücken. Wenn du schon bei seiner Stimme dahin schmilzt, dann viel Spaß, wenn du ihn mal siehst. Aber das stimmt, er hat echt eine sexy Stimme“, dachte ich kurz nach.
„Also sieht er gut aus?“, hackte Ashley neugierig nach.
„Ja und wie. Das glaubst du gar nicht. Und er schaut nicht nur gut aus, er ist durchtrainiert und ach…einfach toll.“ Ich musste kurz über mich selber lachen.
„Hast du dich etwa in ihn verliebt?“, Ashley zwinkerte mir zu.
„Nein hab ich natürlich nicht. Er ist mein Kollege. Und außerdem, darf ich nicht mal so über einen gut aussehenden Kerl sprechen? Das machen wir doch oft genug und dabei ist eigentlich keiner von uns dann in diese Kerle, über die wir reden, verliebt. Und so ist das jetzt auch.“
„Ja ok. Ich glaub dir das. Wie heißt der eigentlich mit vollem Namen?“
„Zac Efron.“, antwortete ich prompt.
„Zac Efron…“, murmelte Ashley verträumt.
Ich schmunzelte und riss sie aus ihren Gedanken. „Ashley, du hast doch jetzt wohl nicht vor ihn zu googlen, oder so?“
Ihr Blick wurde wieder klarer, dann grinste sie frech. „Was denn? Wozu ist denn das Internet sonst da?“
Ich nahm eine Knabberstange, die auf dem Tisch lag und warf sie nach Ashley.
„Hey!“, lachte sie.
Sie hatte die Stange gefangen und biss jetzt genüsslich hinein.
Nachdem sie runter geschluckt hatte, fragte sie: „Habt ihr euch danach dann eigentlich weiter gezofft, oder war dann alles Friede, Freude, Eierkuchen?“
„Na ja, wir haben uns schon noch gestritten. Die Kurzfassung: Wir streiten, er nennt mich plötzlich Schlampe, ich trete ihm gegen sein Schienbein, er hat große Schmerzen, ich stolziere aus dem Studio.“
Nicht wirklich?“, meinte Ashley lachend. „Vanessa, der arme Zac.“
„Also bitte!? Er hat mich Schlampe genannt. Der Zweck heiligt die Mittel.“ Ich zuckte grinsend mit den Schultern.
Ashley lachte und schüttelte dabei den Kopf.
„Und das war’s dann? Ihr habt euch dann nicht vertragen?“
„Mhm, er ist mir dann auf den Parkplatz gefolgt und hat sich entschuldigt. Aber er hat sich dann so dumm an mich rangemacht und dann musste sein anderes Schienbein dran glauben.“ Ich zuckte breit grinsend mit den Schultern.
„Wie er hat sich an dich ran gemacht?“, fragte Ashley verdutzt.
„Na ja, von wegen, wir könnten uns doch einen schönen Abend zu zweit machen, nur wir beide. Und das hat er auch noch schön in mein Ohr geflüstert. Voll der Frauenflüsterer!“ Ich schüttelte den Kopf.
„Der geht aber ganz schön ran.“, lachte Ashley.
„Stimmt.“, murmelte ich nur noch. Dann tauchte wieder Zac in meinem Kopf auf, wie er sich grinsend das Schienbein hielt und dabei den Kopf schüttelte. Auf einmal breitete sich auch auf meinem Gesicht ein Grinsen aus.
Stop
Am nächsten Morgen ging ich, bevor ich zur Arbeit ging, noch schnell bei Starbucks vorbei, um mir meinen geliebten Kaffee zu holen.
Dann fuhr ich zur Arbeit. Gut gelaunt trat ich aus dem Aufzug.
„Guten Morgen, Selena“, begrüßte ich Selena.
„Guten Morgen Vanessa. Zac ist noch nicht da, du musst also noch kurz warten, dann könnt ihr runter in euer Studio.“
„Ok.“
Ich ging ein wenig in dem Raum auf und ab und betrachtete die Bilder, die an den Wänden hingen.
Dann gingen schließlich die Türen des Aufzuges auf und Zac stieg aus. Ich ging schnell zu ihm hin, packte ihn am Arm, drehte ihn wieder um und drückte auf den ersten Stock.
Die Türen schlossen sich und ich fragte Zac: „Und wie geht es deinen Beinen?“ Ich musste mir das Lachen verkneifen.
Doch anstatt etwas zu sagen, drückte Zac auf den Stop-Knopf. Der Aufzug hielt ruckartig an und ich maulte Zac an: „Was soll denn das jetzt?“
Ich wollte auf den Knopf drücken, damit der Aufzug wieder weiterfuhr, doch Zac stellte sich schnell davor und versperrte mir so den Weg.
„Vanessa, hör mir bitte kurz zu.“, sagte er.
Ich schaute ihn argwöhnisch an und hob die Augenbrauen.
„Also ich wollte mich entschuldigen. Richtig“, fügte er noch schnell hinzu, denn ich hatte verächtlich mit der Zunge geschnalzt.
„Erst einmal, ich hätte dich wirklich nicht Schlampe nennen dürfen. Das war nicht richtig. Und zweitens hätte ich meine Entschuldigung gestern ernst meinen sollen. Diese Anmache war dumm. Und es war nur dein Recht mir dann auch noch gegen mein anderes Bein zu treten. Das nehme ich dir überhaupt nicht übel.“
Ich dachte kurz nach, dann fragte ich: „Ist das jetzt dein Ernst?“
“Natürlich ist das mein Ernst. Hör mal, ich mag dich. Du bist schlagfertig. Ich werde dich nie mehr verarschen, oder so. Versprochen!“
Da ich immer noch argwöhnisch schaute, fügte er hinzu: „Bitte Vanessa, glaub mir.“
“Hm, ok. Ich glaub dir. Aber wehe, du hast das jetzt nicht ernst gemeint!“
“Ja schon klar. Aber vielleicht sollten wir das irgendwie besiegeln. Vielleicht mit einem Kuss?“
Ich boxte ihm gegen die Schulter und blickte ihn böse an.
„Tschuldigung Vanessa, tut mir Leid. Weißt du, ich bin es gewohnt, jede Frau zu bekommen, die ich will. Und normalerweise kommt so ein Satz gut an. Tschuldigung, das platzt manchmal einfach aus mir raus.“
Jetzt musste ich lachen.
„Du bist so ein Macho“, sagte ich zu ihm, grinste aber dabei.
„Ja ich weiß. Und offenbar stehst du darauf nicht so.“
“Nein, tu ich wirklich nicht.“ Ich schubste ihn ein wenig zur Seite und drückte auf den Stopp-Knopf. Der Aufzug fuhr wieder weiter.
Die Türen glitten auseinander und ich stieg aus. Dabei drehte ich mich zu Zac um, zwinkerte ihm zu und sagte: „Komm, lass uns unsere Sendung machen!“
Lachend folgte er mir aus dem Aufzug raus in unser Studio.
Complicated
Als ich aus der Umkleide wieder zurück ins Studio kam begrüßte mich Zac: „Hey Süße.“ „Nenn mich nicht Süße und nimm den Arm von meiner Schulter.“, antwortete ich trocken.
Grinsend zog er wieder seinen Arm zurück. Plötzlich stand unser „Produzent“ Scott hinter uns. „Das macht ihr schon richtig gut! Wie ihr wisst, ist heute eure erste besondere Sendung. Ihr wisst ja noch das Thema: Männer gegen Frauen – Wer ist oben auf? Diskutiert einfach ein bisschen, das habt ihr ja in eurer ersten Sendung auch schon so toll gemacht. Macht das einfach wieder. Ich glaube nicht, dass euch da der Gesprächsstoff ausgehen wird. Ok, in 2 Minuten seid ihr auf Sendung.“
Er verließ den Raum, schloss hinter sich die Tür und das „On Air“-Schild leuchtete auf. Ich setzte mich auf meinen Platz und setzte meine Kopfhörer auf. Dann bedeutete ich Zac und auch Scott, dass ich bereit war. Scott zeigte mit dem Daumen nach oben und bedeutete und, dass wir loslegen sollten.
Und schon hörte ich meine Stimme: „Hallo und Guten Morgen. Ein schöner neuer Morgen im Herzen von Chicago. Heute wird es eine spannende Sendung, die dürfen sie auf keinen Fall verpassen.“
Zac setzte ein: „Genau Vanessa, da hast du völlig Recht. Männer oder Frauen. Ja, wer ist jetzt das bessere Geschlecht? Das werden Vanessa und ich heute diskutieren und natürlich dürft ihr da draußen uns gerne eure Meinung dazu sagen. Ich würde sagen, Vanessa, wir legen gleich mal los. Die erste Kategorie lautet: Eitelkeit. Also ich denke ja, dass ihr Frauen immer zu sehr versessen drauf seid, echt immer top gestylt zu sein. Ich mein, ihr tackelt euch ja auch schon auf, nur wenn ihr kurz was einkaufen müsst. Was ist denn das für eine Logik?“ Ich fiel ihm ins Wort: „Ja und für wen machen wir das alles? Für euch Männer. Ihr würdet uns doch niemals mehr anschauen, wenn wir wie so eine Vogelscheuche irgendwo rumlaufen würden. Wir wollen immerhin auch ein wenig bewundert werden und am liebsten natürlich von euch Männer und dazu muss man sich eben hübsch machen.“ „Ja, aber ihr übertreibt das. Das ist manchmal schon krankhaft. Wo ist mein Spiegel, wo ist meine Schminke?“ Zac äffte uns Frauen nach. Er verstellte seine Stimme und fuchtelte schwul mit seinen Händen herum.
„Ach und was ist mit euch Männern? Sitzen meine Haare, oder brauch ich noch mal Gel? Wir Frauen schauen eh erst in die Augen. Im Gegensatz zu euch Männern. Ihr schaut ja gleich immer auf den Arsch oder in den Ausschnitt. Total triebgesteuert und einfach nur billig.“, konterte ich.
„Ja und, ihr provozierst doch manchmal auch. Was kann ich denn dafür, wenn an mir so eine heiße Schnecke vorbeiläuft, mit so einem tiefen Ausschnitt und einem klasse Hüftschwung!? Da hör ich nur auf meinen Kopf und der sagt Aber Hallo!“
Er grinste dabei bis über beide Ohren. Ich schaute ihn angewidert an und schüttelte nur verächtlich meinen Kopf.
Ich ließ mir schnell etwas einfallen, dass ich ihn auch wieder anmotzen konnte. „Ihr Männer seid so unsensibel. Einfach nur grob. Ihr habt keine Ahnung, wie man mit einer Frau richtig umgeht. Ihr macht alles immer kaputt!“
„Ja, es ist ja auch so verdammt schwer, euch glücklich zu machen. Ihr wisst doch selber nicht was ihr wollt, und wenn ihr es wisst, warum könnt ihr es dann nicht einfach sagen? Warum müssen wir euch alles immer von den Lippen ablesen?“
„Wir sind überhaupt nicht schwer zu verstehen. Ihr seid nur zu blöd, es zu erkennen, was wir wollen.“, meinte ich trotzig.
„Achja, pass auf ist das etwas logisch? Ein Pärchen verlässt die Wohnung, steht unten am Auto, will gerade wegfahren. Plötzlich sagt die Frau: Es ist ganz schön kalt heute. Daraufhin soll der Mann sofort wieder hoch rennen und ihr eine Jacke holen, stimmts? Wenn ihr Frauen das wollt, warum sagt ihr nicht gleich: Schatz, bitte hol mir doch noch schnell eine Jacke. Was ist daran so schwer? Aber wehe der Mann kapiert dann das nicht mit der Jacke. Dann gibt’s erstmal Ärger. Dann wird man ja beschimpft, als was weiß ich alles.“
Zac regte sich ganz schön auf. Mir blieb regelrecht die Sprache weg.
Doch er fuhr gnadenlos fort: „Und das ist auch der Grund, warum Frauen kein Mathe können. Oder zumindest die meisten Frauen. Weil Mathe logisch ist.“
Ich hätte ihn am liebsten geschlagen. Er konnte von Glück reden, dass er in dem Moment weit genug weg von mir saß.
Im Grunde verflog unsere Sendung wieder mal wie im Flug. Doch auch nachdem wir das Studio verließen, gingen mir Zacs Worte einfach nicht aus dem Kopf. Das hatte sich irgendwie so angehört, als wäre da jemand schwer verletzt worden.
Change your Mind
Der nächste Tag war ein Samstag und ich konnte endlich mal wieder lange schlafen. Als ich schließlich aufwachte, schien die Sonne schon durch einen Spalt in meinen Vorhängen. Mit einem Lächeln auf meinen Lippen setzte ich mich in meinem Bett auf und streckte mich mal so richtig. Dann stand ich schwungvoll aus dem Bett auf ging zum Fenster. Als ich die Vorhänge aufzog, blendete mich sofort die Sonne. Unten auf den Straßen Chicagos war schon die Hölle los.
Ich überlegte kurz, was ich heute machen würde und beschloss einfach mal einen faulen Tag einzulegen. Da ich wusste, dass Ashley heute auf irgendeiner Fortbildung sein würde, konnte ich mit ihr auch nichts machen. Und bei meiner Familie war ich auch erst vor ein paar Tagen. Die fielen also auch raus.
Als ich schließlich in meinem gemütlichen Jogginganzug in meine Küche kam und auf die Uhr sah, stellte ich überrascht fest, dass es schon 11.30 Uhr war.
Na ja, es lag ja trotzdem der ganze Tag noch vor mir. Ich schnappte mir eine Müslischüssel und die Cornflakes, die im Schrank standen. Nahm mir noch die Milch dazu und frühstückte erst einmal.
Ich schaltete gerade den Fernseher ein, als mein Handy klingelte. Ich hob ab. „Vanessa Hudgens. Hallo?“ Mir fiel vor Überraschung der Löffel aus der Hand. Vom anderen Ende der Leitung ertönte Zacs Stimme.
„Hi Vanessa. Ähm, ich wollte fragen, ob du heute schon was vorhast?“
„Warum?“, rutschte es mir heraus. Ich hörte Zac lachen.
„Na ja, ich dachte, als wenn sie noch nichts vorhaben, dann könnten wir ja irgendwas machen. Was hältst du davon?“
Ich war so verdutzt, dass ich kein Wort mehr herausbrachte.
„Vanessa, Vanessa bist du noch dran?“, hörte ich Zac fragen.
Ich schüttelte meinen Kopf wie ein nasser Hund und meinte schnell: „Ja, ich bin noch da. Warum sollte ich mit dir was machen?“ Das klang sehr argwöhnisch.
Ich konnte regelrecht sehen, wie Zac schmunzelte. „Naja, wir könnten uns ja auch mal ein bisschen besser kennen lernen, oder nicht? Immerhin sind wir Kollegen.“ Wollte der mich verarschen oder meinte er es wirklich so, wie er gesagt hatte? Das musste ich wohl herausfinden.
Also antwortete ich: „Ok, von mir aus können wir was machen. Was schlägst du vor?“
„Wie wärs mit Spazieren gehen, dabei können wir uns ja unterhalten und dann können wir ja auch noch ein Eis essen gehen. Es ist ja ziemlich heiß heute.“ Ich spürte schon wieder, wie er grinste.
Doch ich willigte ein. „Ok, können wir machen…Aber nicht dass du mich dann plötzlich hinter einen Busch zerrst, oder so!?“ Jetzt musste ich selber lachen.
Auch Zac lachte. „Nein, ich doch nicht. Nein, ich verspreche, es…hoch und heilig. Ich werde auf so einen Gedanken heute nicht kommen.“
„Ach nur heute? Und morgen bist du dann wieder das übliche Arschloch?“, konterte ich mit einem Grinsen auf meinen Lippen.
„Ja morgen bin ich dann wieder ganz ich selbst.“ Er lachte auf.
„Ok, also treffen wir uns in einer Stunde am Eingang vom Park, in Ordnung?“, fragte Zac noch mal nach.
Ich stimmte zu und wir legten auf. Noch wie betäubt saß ich ein paar Minuten in der Küche ohne mich zu bewegen. Noch vor ein paar Tagen hätte ich nicht gedacht, dass ich mich jemals darauf einlassen würde, mich mit Zac außerhalb vom Beruf zu treffen. Da sieht man mal wieder, wie sich die Dinge ändern.
Ich stand mit einem leichten Grinsen auf, ging in mein Schlafzimmer, zog mich um ( http://thecheappop.com/wp-content/uploads/2008/07/hudg.jpg ) und machte mich dann rechtzeitig auf den Weg zum Park.
Back around
„Guten Tag, Miss Hudgens“, begrüßte mich Zac, als ich schließlich am Eingang des Parks vor ihm stand. „Warum kannst du diesen Sarkasmus nicht mal lassen, Mister Efron!?“, fragte ich ihn schon wieder etwas genervt.
„Ok tschuldigung, du weißt, dass das meine Natur ist. Ich hab’s dir doch erklärt, weißt du nicht mehr? Im Aufzug?“ Er blickte mich mit einem Hundeblick an.
„Und was wird das jetzt?“, fuhr ich ihn an. Plötzlich grinste er mich an.
„Vanessa, du bist echt leicht auf die Palme zu bringen.“
Ich verdrehte nur die Augen und schritt dann voran in den Park. Zac folgte mir.
Ich drehte mich zu ihm um und grinste ihn an. Er zog verwirrt die Augenbrauen hoch. Ich drehte mich wieder um und wartete darauf, dass er mich einholen würde. Als er neben mir auftauchte, schaute ich ihn von der Seite her an und musterte ihn eine Weile.
Konnte es wirklich sein, dass er auch mal verletzt wurde? Genauso wie ich? Konnte das wirklich sein? Haben wir doch mehr gemeinsam, als wir anfangs dachten?
Als sich unsere Blicke trafen, senkte ich meinen Blick schnell wieder auf den Park vor mir. Zac sagte: „Du siehst übrigens wieder mal zauberhaft aus.“ Er zwinkerte mir zu. „Ich spürte, wie ich rot wurde, und meinte nur verlegen: „Ach, das sagst du doch nur so.“
Ich hörte, wie er genervt mit der Zunge schnalzte. Ich blickte zu ihm hoch und sah gerade noch, wie er auch die Augen verdrehte. „Nein, das sag ich nicht einfach so. Das sag ich, weil es stimmt, Vanessa. Schau dich doch mal an.“ Er deutete auf mich. Er verstummte wieder und auch ich wollte dieses Thema fallen lassen. Stattdessen versuchte ich ein wenig mehr aus ihm rauszubekommen.
„Zac?“ „Hmmm….“, kam es von ihm zurück. „Darf ich dich mal was fragen?“, fragte ich vorsichtig. Er schaute mir in die Augen und meinte ein wenig argwöhnisch: „Kommt drauf an was!? Aber du kannst es ja mal versuchen.“
Ich nickte nur, dann meinte ich: „Kann das sein, dass du verletzt wurdest? Ist nur so eine Frage. Aber gestern, in unserer Sendung, da hast du dich schon ganz schön aufgeregt. Und danach sahst du auch sehr aufgewühlt aus. Ist da vielleicht irgendwas vorgefallen?“ Ich wartete einen Moment, doch als Zac nichts sagte, meinte ich: „Du musst es natürlich nicht sagen. Ich war bloß neugierig, aber wenn es zu persönlich ist…“ Ich verstummte wieder.
Wir liefen eine Weile stumm nebeneinander her und obwohl keiner von uns auch nur ein Wort sagte, war es keine unangenehme Stille. Sie erdrückte einen nicht, sie verbindet einen mit einer Person.
Gerade als ich eine Parkbank ins Visier genommen hatte, zog mich Zac vom Weg runter auf die Wiese. Wir verschwanden zwischen zwei Büschen und landeten schließlich auf einem kleinen Wiesenstück, das von mehreren Bäumen umgeben war. Die langen Schatten ragten in die Lichtung herein und spendete ein wenig Schutz vor der glühenden Sonne.
Zac zog mich zu einer dicken und riesigen Eiche, die besonders viel Schatten spendete. Er ließ mich los und drehte sich zu mir um.
Das erste was mir einfiel, war: „Ich dachte, du wolltest mit mir nicht zwischen den Büschen verschwinden!?“ Ich grinste ein wenig.
Zac versuchte offenbar auch zu grinsen, aber alles, was er hinbekam war ein gequälter Gesichtsausdruck.
Mein Lächeln verschwand von meinem Gesicht und ich bekam ein wenig Angst. „Was ist Zac?“
Er schluckte schwer, dann meinte er: „Du wolltest doch wissen, warum ich in der Sendung so war, so wie ich da eben war. Oder nicht?“ Ich konnte nur nicken.
„Gut dann setz dich“, forderte er mich auf. Er ließ sich auf die Wiese sinken und blickte zu mir hoch. Ich überlegte einen Moment, dann ließ auch ich mich auf der Wiese nieder und wartete gespannt auf Zacs Geschichte.
Don't forget
Ich saß ihm gegenüber und konnte es eigentlich kaum erwarten zu hören, was Zac mir zu sagen hatte. Ich kämpfte mit meiner Neugier und meiner Ungeduld. Kurz bevor ich schon nachfragen wollte, fing Zac an langsam zu erzählen.
„Vor zwei Jahren war ich überglücklich. Ich hatte wohl die tollste Freundin auf der Welt. Wir hatten nur noch Augen füreinander und hassten es, wenn wir getrennt waren. Wir stritten uns kaum und vielleicht war das auch unser Problem. Ich weiß es nicht und ich werde es auch nie erfahren. Aber egal. Auf jeden Fall kam eine Zeit, wo ich von meinem Job her oft ins Ausland musste. Ich war Manager einer Abteilung in einem Technik-Unternehmen. Also, ich war sehr oft weg und Romina und ich hatten beschlossen, und nicht zu trennen. Wir würden die Zeit nutzen, die ich hier in Amerika sein konnte und würden den Rest als Fernbeziehung überstehen. Ich war davon überzeugt, dass es klappen würde und Romina versicherte mir immer wieder, dass sie auf mich warten würde. Aber offensichtlich hat sie das Warten nicht so ernst genommen.
Ich kam also nach 2 Monaten wieder mal nach Amerika zurück und hatte mir vorgenommen mit meinem Chef über diese Auslandsaufenthalte zu reden. So konnte das nicht weiter gehen, ich müsste mehr Zeit hier verbringen.
Als ich schließlich in Rominas und meine Wohnung kam, fand ich sie auf dem sitzen, weinend. Ich ging hin, fragte sie, was los war. Anstatt zu antworten hielt sie mir einen Schwangerschaftstest hin. Er zeigte positiv. Ich freute mich sofort und beruhigte Romina. Ich hab mich so sehr darüber gefreut, Vater zu werden. Und nach einiger Zeit bekam auch Romina ein Lächeln zustande.
Die nächsten Tage schwebte ich wie auf einer Wolke. Mir konnte nichts und niemand etwas anhaben. Doch als ich schließlich nach einer Woche Abends von der Arbeit zurückkam, fand ich Romina nicht alleine in unserer Wohnung. Dell war bei ihr, mein bester Freund. Die zwei saßen in der Küche und redeten leise miteinander, doch laut genug, damit ich es auch hören konnte. Ich stand auf dem Flur und die Tür war ein Spalt breit offen.
Romina sagte, dass sie mir irgendetwas sagen mussten und dass sie dieses ganze Versteckspiel satt hätte. Darauf meinte Dell, dass sie Recht hätte und dass sie aber keine Angst haben bräuchte, da er immer für sie da sein werde.
Als ich schließlich die Tür aufstieß und in die Küche trat, sah ich, wie Dell seine Hand auf Rominas Bauch legte.
Als die zwei mich bemerkten, liefen beide rot an und stotterten irgendetwas völlig unsinniges. Aber das alles interessierte mich gar nicht mehr. Ich hatte es schon verstanden. Als Dell sagte: „Ey Alter Mann, wir wollten es dir noch sagen.“, schlug ich ihm einfach ins Gesicht. Ich konnte es nicht glauben. Meine Freundin hatte mich mit meinem besten Freund betrogen und mein bester Freund mich mit meiner Freundin. Natürlich kam ich sofort auf die Idee, dass wir beide es sein könnten, aber als meine Freundin sagte: „Ich hab es ausgerechnet. Es kann nur Dell sein.“, da hatte ich es einfach akzeptiert. Ich überschlug es sogar kurz im Kopf und musste feststellen, dass ich es wirklich nicht sein konnte.
Ich verließ die Wohnung, verschanzte mich bei meinen Eltern. Nach ein paar Tagen ging ich zu Romina, schnappte mir meine Sachen aus der Wohnung, ging zur Arbeit und kündigte. Ich musste einfach weg dort. Und dann kam ich nach Chicago. Und hier bin ich jetzt seit ca. 1 ½ Jahren.“
Er blickte von seinen Händen hoch, die er während dem Reden die ganze Zeit angeschaut hatte. Er schaute mich an und ich merkte, wie mir die Worte fehlten. Dass einem Menschen so etwas widerfahren könnte, hätte ich niemals gedacht. Vor allem nicht auf so eine brutale Weise.
Ich atmete einmal tief durch und meinte dann mit einer etwas rauen Stimme: „Wow, da hast du ja echt was erlebt….natürlich negativ gemeint.“
Zac musste schmunzeln. „Ich bin drüber weg, Vanessa. Ist schon ok.“
Ich versuchte zu lächeln, doch ich bekam es noch nicht hin. Auf irgendeine Weise erinnerte mich Zacs Geschichte an meine eigene.
Und wie als hätte Zac meine Gedanken gelesen, fragte er: „Und was ist mit dir, Vanessa? Wer hat dich verletzt? Wer hat dir das Herz gebrochen?“
„Woher?...“, stammelte ich. Zac legte den Kopf ein wenig schief und musste leicht grinsen. „Du willst mir doch nicht sagen, dass du schon immer so gefühllos und distanziert den Männern gegenüber gewesen bist!?“, erklärte er grinsend.
Er wusste es schon. Also würde ich es ihm einfach erzählen müssen.
Ich holte tief Luft und fing an zu erzählen.
Welcome to my life
Etwas nervös versuchte ich einen Anfang zu finden. Nach ein paar Momenten, in denen nur diese Stille zwischen Zac und mir herrschte, beschloss ich, einfach anzufangen.
„Er hieß Ryan. Und er hat mir das Herz gebrochen. Zumindest dachte ich das im ersten Moment.“ Ich hörte, wie ich trocken auflachte.
Zac zog verwundert die Augenbrauen hoch. Ich schüttelte nur leicht den Kopf und fuhr dann fort.
„Wir waren gerade ein Jahr zusammen. Und wir waren überglücklich. Da erwischte ich ihn mit einer anderen. Sie hatten gerade so richtig Spaß.“ Als ich es aussprach, bemerkte ich, dass meine Geschichte der Zacs ziemlich ähnlich war. Ich sah aus den Augenwinkeln, wie Zac kurz nickte. Ich hatte meinen Kopf abgewandt. „Ryan hat sich tausendmal entschuldigt und gesagt, dass es der größte Fehler war, den er jemals gemacht hätte. Er will doch nur mich und das hat sich auch nicht geändert. Also hab ich ihm verziehen. Wir waren wieder glücklich. Das dachte ich zumindest. Vielleicht war ich so blind vor Liebe, dass ich nicht gesehen hab, wie er sich immer weiter von mir entfernt hat. Oder vielleicht wollte ich es auch überhaupt nicht sehen.“
Ich spürte ein leichtes Ziehen in meiner Magengegend. Ich setzte mich etwas aufrechter hin, um es nicht mehr zu spüren.
Dann fuhr ich fort: „Na ja, auf jeden Fall hab ich ihn 2 Wochen später mit derselben noch mal erwischt. Ryan hat sich wieder tausendmal entschuldigt und so blind, wie ich war, hab ich ihm diese Entschuldigungen auch noch abgenommen. Ich hab mich also noch mal total von ihm einwickeln lassen und war dann einfach nur noch froh, dass er mich nicht wegschickte. Also mit mir Schluss machte.
Ganz schön dumm, oder nicht?“
Ich blickte zu Zac hoch, der mich mit seinen blauen Augen genau beobachtete. Schnell schaute ich wieder auf die Wiese und riss einen Grashalm aus der Erde. „Und dann hab ich ihn ein drittes Mal erwischt. Wieder mit der gleichen. Und da wusste ich es schon, als ich Ryans Gesicht sah, als ich im Raum stand. Sie hatten es mal wieder in unserem Bett getrieben. Er sah mich an und ich sah es in seinen Augen. Ich vermute heute noch, dass die zwei es extra so gelegt haben, dass ich sie erwisch. Praktisch als Vorwand, dass die zwei schließlich zusammen abhauen können. Was sie dann auch getan haben. Ryan meinte noch, dass er mich immer lieben würde, aber jetzt irgendwie wie eine Schwester und nicht wie seine Freundin. Er meinte, dass er mit seinem Model nach Frankreich gehen würde und dass er mich nicht vergessen würde. Aber das war es eigentlich, was ich wollte. Ich wollte, dass er mich vergisst und ich wollte ihn vergessen. Na ja, auf jeden Fall sind die zwei dann ab nach Europa geflogen und ich bin mit einem gebrochenen Herzen in Amerika geblieben. Von da an hab ich nie mehr irgendetwas von Ryan gehört. Er hat sich nie mehr bei mir gemeldet.“
Ich hörte, wie meine Stimme versagte und das letzte Wort nur noch gekrächzt aus meinem Mund kam.
Dann blieb ich stumm.
Ich starrte auf meine Finger und konnte nicht sagen, was in diesem Moment in mir vorging. Es war etwas aufgebrochen, vielleicht weil ich seit Jahren mal wieder mit jemandem darüber geredet hatte, oder vielleicht weil ich gerade mit Zac darüber gesprochen hatte. Weil er das auch durchgemacht hatte.
Auf einmal spürte ich eine kalte Träne auf meiner Nasenspitze. Doch bevor ich sie wegwischen konnte, hatte Zac schon seinen Finger auf meine Nasenspitze gelegt und die Träne ging von meiner Nase auf seinen Finger über. Ich hob meinen Kopf hoch und ich blickte direkt in seine wunderschönen blauen Augen.
Ich spürte, wie ich schwer schluckte und konnte mich auf einmal nicht mehr bewegen. Ich war nicht mehr Herr über meine Glieder.
Zac blickte mir in die Augen und seine Hand hatte er unter mein Kinn gelegt. Ganz sanft lag seine Hand an meiner Haut.
Ich spürte, wie sein kleiner Finger leicht unter meinem Kinn zuckte.
Naturally
Ich riss mich von seinem magischen Blick los und drehte ruckartig meinen Kopf weg. Ich schaute durch die Bäume hindurch zum Himmel.
Zac hatte seine Hand weggezogen und ich hörte, wie er sich leise räusperte. Ich strich meine Kleider glatt und fummelte mir nervös an meiner Frisur herum.
Dann stand Zac auf, er stand jetzt vor mir.
Dann hielt mir beide Hände hin und sagte dabei: „Komm, lass uns ein bisschen Spaß haben.“ Nach einem kurzen Zögern ergriff ich seine Hände und er zog mich auf die Beine.
Wir gingen von der Wiese wieder zurück auf den Weg, der quer durch den Park führte. Jetzt, da Zac und ich uns gegenseitig etwas sehr persönliches erzählt hatten, sah ich ihn in einem ganz anderen Licht. Wir liefen nebeneinander her und ich musste ihn immer wieder anschauen. Einfach um sicherzugehen, dass er wirklich hier neben mir war. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Mensch so ein Unglück überleben kann. Ich wäre wahrscheinlich schon längst total ausgetickt und mich hätten sie vermutlich schon vor langer Zeit in die Psychiatrie gesteckt. Aber Zac hatte diesen Rückschlag weggesteckt und er hatte sein Leben weiter gelebt. Und dafür bewunderte ich in diesem Moment.
Ich senkte meinen Blick immer wieder auf den Weg vor mir. Und oft genug spürte ich Zacs Blicke, die er mir zuwarf. Vielleicht dachte er dasselbe in diesem Moment von mir.
Ich musste grinsen, dann hakte ich mich bei ihm unter und schubste ihn dabei ein wenig zur Seite. Er rempelte dabei fast ein altes Pärchen an. Er entschuldigte sich schnell, doch ich hatte angefangen zu kichern.
Keine Ahnung, warum ich das so lustig fand, aber auf einmal konnte ich nicht mehr aufhören zu lachen. Ich kniff immer wieder vor Lachen die Augen zusammen und mir kamen schon die Tränen.
Dabei lief ich aber trotzdem weiter, aber ohne auf meinen Weg zu achten. Zac musste mich immer wieder zur Seite ziehen, denn sonst wäre ich des Öfteren in irgendwelche Menschen, Tische, Stühle oder Stände gelaufen.
„Ach, das fandest du jetzt lustig oder was?“, fragte Zac mich plötzlich.
Ich ging ein Stück vor ihm und drehte mich jetzt zu ihm. Ich lief rückwärts weiter.
Ich wischte mir meine Augen trocken und musste erst einmal ein wenig Luft holen. Als ich wieder reden konnte, lachte ich: „Ja, das fand ich witzig. Sogar sehr.“ Ich fing schon wieder an zu lachen.
Zac verdrehte nur die Augen, doch er grinste dabei. Mein kindisches Verhalten schien ihn zu belustigen. Er schüttelte immer wieder den Kopf und grinste einfach weiter.
Ich drehte mich wieder um und lief wieder neben Zac den Weg entlang. Jetzt hatte ich mich ein wenig beruhigt und konnte wieder normal reden.
„Also, was möchtest du heute noch machen? Vor uns liegt noch der ganze Tag.“, fragte ich ihn voller Tatendrang.
„Vor uns liegt noch unser ganzes Leben, Vanessa.“, meinte Zac altklug.
Obwohl er Recht hatte, musste ich bei diesen Worten wieder anfangen zu lachen. Die Leute, die an uns vorbei liefen, schauten uns schon dumm an und deswegen steuerte ich einfach auf die Wiese zu. Hier waren weniger Menschen und ich ließ mich wieder ins Gras plumpsen, das inzwischen schon schön warm war.
Dann ließ ich meinen Oberkörper ins Gras sinken und verschränkte die Arme hinter meinem Kopf. Ich schloss die Augen und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Ich spürte, wie sich Zac neben mir niederließ, doch ich öffnete nicht die Augen.
Plötzlich spürte ich etwas Kaltes auf meinem Bauch. Ich riss die Augen auf, kreischte so laut ich konnte und sprang auf, doch Zac hatte bereits einen Großteil der Wasserflasche über mir ausgelehrt.
Vom Bauch abwärts völlig durchnässt, stand ich immer noch japsend vor Zac.
Er stand lässig vor und grinste breit.
„Wie wär’s mit Schwimmen? Du bist ja jetzt eh schon nass. Lust schwimmen zu gehen?“ Er grinste noch breiter. Ich nickte nur und ging voraus über die Wiese zum Ausgang des Parks. Ich musste noch meinen Bikini holen.
Zac mochte vielleicht denken, dass ich ein wenig beleidigt wäre, doch was er nicht sah, war das Lächeln, das sich auf meine Lippen gezaubert hatte.
I like
„Morgen Vanessa“, begrüßte mich Scott, als ich ins Studio kam. „Morgen“, rief ich ihm glücklich zu, als ich ins Studio kam und verschwand dann in die Umkleide.
So kam ich wieder raus. „Ich liebe diese Klamotten.“, rief ich fröhlich und drehte mich einmal schnell im Kreis. Blöderweise verlor ich dabei das Gleichgewicht und drohte umzufallen. Doch kurz bevor ich auf dem Boden aufschlug, fing mich etwas auf. Oder besser gesagt, jemand fing mich auf.
Als ich aufblickte, um zu schauen in wessen Armen ich da lag, blickte ich in Zacs Augen. Er grinste breit und meinte dann: „Na du, wollen wir heute Karussell fahren?“ Gekonnt stellte er mich wieder auf die Beine und richtete erst einmal meine Klamotten wieder hin. Dann kicherte ich kindisch und meinte zu ihm: „Ist doch lustig.“
Ich boxte ihm sanft gegen seine Schulter. Auf einmal wurde sein Gesichtsausdruck ernst. „Ja, aber wenn du dabei fasst hinfällst und dann auch noch auf den Kopf fällst, dann ist es nicht mehr lustig.“
Er sah mich besorgt an und so wie er aussah, meinte er es wirklich ernst.
Mein Grinsen verschwand von meinem Gesicht und ich stotterte: „Ja…war…war…war doch nur ein Spaß.“ Betreten blickte ich auf den Boden.
Ich spürte, wie Zac mit seinem Zeigefinger meinen Kopf anhob, sodass ich anschauen musste.
„Hey, sei nicht beleidigt, ich will doch nur, dass dir nichts passiert.“ Er lächelte mich schief an.
Plötzlich räusperte sich jemand hinter uns. Wir drehten uns beide blitzschnell um und sagen Scott in der Tür stehen. Er grinste breit und meinte dann immer noch grinsend: „Seid ihr soweit?“
Wir nickten beide verlegen und folgten Zac hinaus auf den Flur und dann in unser Studio.
„Also ihr zwei, heute lautet das Thema: Mode.“ Wir blickten ihn ein wenig schief an und für kurze Zeit herrschte Stille.
Scott lachte und meinte dann als Erklärung: „Ich weiß, was ihr euch jetzt denkt. Wie sollt ihr da euch bitte streiten? Stimmts?“ Zac und ich nickten kurz.
Scott fuhr fort: „Wir haben beschlossen, dass ihr euch nicht immer streiten sollt. Diese Mal sollt ihr Tipps geben. Die Zuhörer und Zuschauer können euch Mails schicken, oder sie können euch anrufen. Und da können sie euch dann alles fragen, was sie über Mode wissen wollen. Also so eine Art Modeberatung. Stylingtipps. Zac übernimmt die männlichen Kandidaten und Vanessa die weiblichen. Alles verstanden?“
Wieder nickten wir nur kurz. Dann setzten wir uns auf unsere Stühle, setzten unsere Kopfhörer auf und schon ging es los.
We are family
„Und wen hab ich jetzt am Telefon?“, fragte Zac. Am anderen Ende der Leitung ertönte eine leise und ängstliche Stimme.
„Hallo? Bin ich bei Zac und Vanessa?“ Die Stimme zitterte.
„Ja, hier ist Vanessa. Und Zac ist auch da.“, sagte ich schnell.
„Ähm…“, kam es aus der Leitung. Offensichtlich traute sich derjenige nicht mehr etwas zu sagen.
Also fragte ich schnell: „Wie heißt du denn?“
„Nick.“, kam es zurück. „Und wie alt bist du?“ Ich war neugierig geworden.
„Fünf.“, meinte Nick kleinlaut. „Und wo ist gerade deine Mami?“, wollte ich wissen.
„Die ist nebenan im Zimmer.“, erklärte Nick.
„Ok Nick, hast du eine Frage an Zac und mich?“
„Ja….“, hörten wir die süße Kinderstimme sagen. „Meine Mum ist jetzt schon total lange alleine und ich möchte, dass sie endlich mal wieder einen Mann kennen lernt. Aber sie kleidet sich nicht so toll. Das sagt sogar mein Opa. Was könnte sie denn tragen, damit sie von den Männern angesprochen wird?“
Ich überlegte kurz. Ich machte schon den Mund auf, um Nick zu antworten, doch Zac fiel mir ins Wort.
„Nick? Nick, bist du das?“ Er blickte angestrengt auf sein Mikro. Ich schaute ihn verwirrt an und bedeutete ihm, was los sei.
Er winkte nur ab und wartete auf Nicks Antwort. Plötzlich kam es von Nick: „Nicht böse sein, Onkel Zac. Bitte nicht böse sein.“
Mir fiel die Kinnlade runter. Onkel?
Zac vergrub kurzzeitig den Kopf in den Händen, dann meinte er zu Nick: „Nick, nein, ich bin nicht böse. Gibst du mir mal bitte deine Mama?“
Man hörte, wie das Telefon ein Stück weggetragen wurde und wie es dann weiter gegeben wurde.
„Ja?“, hörte man die helle Stimme einer Frau.
„Hi, hier ist Radio City. Hier spricht Zac. Er ließ der Frau kurz Zeit, das alles zu verarbeiten und von selber drauf zu kommen. Es dauerte nur ein paar Sekunden, dann rief sie ihrem Sohn etwas zu. „Nick, was hast du jetzt schon wieder angestellt?“
Dann kam sie wieder ans Telefon und sprach nun mit Zac. „Zac, es tut mir so leid. Aber du kennst Nick ja. Er kommt manchmal einfach auf verrückte Ideen.“ Zac musste sich nun das Lachen verkneifen. Dann fragte er: „Rebecca. Weißt du, warum Nick angerufen hat?“ – „Nein, natürlich nicht.“, kam es von ihr zurück.
Zac grinste, er hatte anscheinend eine Idee.
„Gut, dann kommen Vanessa und ich euch beide am Wochenende einfach mal besuchen, ok?“ Verdutzt antwortete Rebecca. „Ähm ja ok.“ Die zwei verabschiedeten sich voneinander und dann kündigte den nächsten Song an und wir hatten für ein paar Minuten Pause. Verwirrt fragte ich Zac: „Wer war das? Und warum besuchen wir die zwei am Wochenende?“ Zac sagte schnell: „Das erklär ich dich heute Abend. Wenn du mit essen gehst.“ Er lächelte mich an. Ich nickte nur.
„Schau dir das mal an.“, lachte Zac. Er hatte unseren E-Mail-Ordner geöffnet und wir hatten rund 75 neue E-Mails. Die meisten lauteten so: Wie süß., oder so: Zac und sein Neffe. Wie geil war das denn.
Zac und ich mussten grinsen. Dann war das Lied auch schon wieder um, wir setzten uns unsere Hörer wieder auf und schon ging es weiter.
Vulnerable
Zac hielt mir die Tür des Restaurants auf und ich trat ein. Gefolgt von Zac.
Wir ließen uns an unseren Tisch bringen und bestellten erst einmal etwas zum Trinken. Als der Wein schließlich vor uns stand und wir angestoßen hatten, legte ich die Speisekarte weg, zog Zac seine Speisekarte aus den Händen und blickte ihn erwartungsvoll an.
Er stellte sich ziemlich blöd. „Was? Ich hab Hunger. Los, lass und bestellen.“ Er wollte die Karte wieder hochnehmen, doch ich legte meine Hand darauf und blickte ihn weiterhin an. „Also gut, ich erzähle es dir.“, meinte Zac ein wenig genervt.
Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und wartete darauf, dass er anfing zu erzählen.
„Das am Telefon war mein Neffe. Nick. Er ist fünf Jahre alt und echt süß. Und seine Mum ist meine Schwester. Rebecca.“ Ich nickte kurz, um ihm zu zeigen, dass ich verstanden hatte.
Er fuhr fort: „Nicks Dad, Rebeccas Ehemann, mein Schwager, ist vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.“
Ich atmete tief ein und aus. Und wartete darauf, dass Zac noch irgendetwas sagte, denn wenn ich ehrlich war, fiel mir darauf rein gar nichts ein.
„Richard war ein sehr guter Freund der Familie. Er war ein sehr guter Freund von mir. Für ihn war seine Familie, als Becca und Nick, sein Ein und Alles. Es war ein Schock, als plötzlich die Polizei vor der Tür stand und Rebecca verkündete, dass Richard tot sei. Wir waren gerade alle bei ihr zu Hause und haben auf ihn gewartet. Wir wollten Nicks Geburtstag feiern. Nick hatte natürlich keine Ahnung, was los war. Er hat einfach angefangen zu weinen, weil alle anderen um ihn rum plötzlich das Weinen angefangen haben. Er hat die ganze Zeit gefragt, was denn los war und hat die ganze Zeit nach seinem Papa verlangt. Es war grauenvoll mit ansehen zu müssen, wie eine Familie auseinander gerissen wird. Ich hab mir dann Nick geschnappt und bin mit ihm in den Garten, um ihn abzulenken. Ich weiß bis heute nicht, wie viel er von diesem Tag mitbekommen hat. Er weiß natürlich, dass sein Dad gestorben ist, aber wie genau, das haben wir ihm noch nicht gesagt. Aber er hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass kein Mann mehr im Haus ist. Aber weißt du, Nick braucht diese männliche Seite im Haus. Er braucht jemanden, mit dem er Basketball, Football und Baseball spielen kann. Er ist eine echte Sportskanone. Aber seine Mum macht das natürlich nicht. Das erinnert sie zu sehr an Richard. Er war Basketball-Trainer. Deswegen fahr ich so oft es geht zu den beiden, um mit Nick etwas zu unternehmen. Aber Nick merkt genau, dass seine Mum noch unglücklich ist und das will er nicht. Und wenn ich ehrlich bin, könnte meine Schwester es schon wieder mal vertragen, ein bisschen Spaß zu haben. Ich fände es auch gut, wenn sie mal wieder einen Mann kennen lernen würde. Das würde sie glücklicher machen.“
Zac nahm sein Weinglas hoch und nahm einen kleinen Schluck. Ich blickte ihn unverwandt an und konnte meinen Blick nicht von ihm abwenden.
„Was?“, fragte er mich etwas verwirrt. Er setzte wieder dieses schiefe Lächeln auf, mit dem er vermutlich alle Frauen bezauberte.
Ich räusperte mich kurz, dann meinte ich: „Nichts. Ich bin bloß fasziniert. Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass man mit dir eine kultivierte Unterhaltung führen könnte. Aber wie ich sehe, habe ich mich getäuscht.“
Ich grinste ihn an. Zac musste kurz lachen, dann sagte er schelmisch: „Mit mir kannst du auch noch ganz andere Sachen machen, Vanessa.“ Er zwinkerte mir kurz zu. Ich merkte, wie ich rot wurde und schnappte mir deswegen schnell die Speisekarte, um mein Gesicht dahinter zu verstecken. „Lass und bestellen.“, sagte ich schnell.
Ich hörte Zac nur amüsiert lachen.
Take it off
Samstag früh machten sich Zac und ich auf den Weg zu seiner Schwester. Die Fahrt würde knapp 2 Stunden dauern und deswegen mussten wir schon relativ früh losfahren. Wir hielten einmal auf dem Weg an einer Tankstelle an, weil ich auf Toilette musste. Dort kaufte ich Zac und mir erst einmal etwas zum frühstücken und Kaffee. Dann fuhren wir wieder weiter. Während der Fahrt hielt ich Zac immer wieder kleine Stücke des Crossaints vor den Mund, damit er auch was aß. Er fraß mir sozusagen aus der Hand. Dieser Gedanke zauberte ein Lächeln auf meine Lippen. Das wäre allerdings gar nicht nötig gewesen, denn ich war die ganze Fahrt ununterbrochen am Lachen.
„Ahhh, das Lied ist toll.“, schrie ich plötzlich und drehte sofort das Radio lauter.
There's a place downtown, Where the freaks all come around. It's a hole in the wall.It's a dirty free for all. And they turn me on. When they Take It Off. When they Take It Off. Everybody Take It Off. There's a place I know If you're looking for a show. Where they go hardcore And there's glitter on the floor.
Ich sang lautstark mit und das schraubte meine gute Laune noch weiter in die Höhe. Zac musste die ganze Zeit dabei lachen, aber er lachte mich nicht aus. Er machte sich nicht lustig über mich.
Als das Lied zu Ende war, drehte ich das Radio wieder leiser. Ich rückte mein Top wieder zurecht und strich mir meine Haare, die mir bei dem ganzen Gesinge in die Stirn gefallen waren, wieder aus dem Gesicht.
„Ich wusste gar nicht, dass du so gut singen kannst.“, meinte Zac ernsthaft.
Ich widersprach ihm sofort: „Nein, ich kann nicht gut singen. Meine Stimme ist ganz normal.“ Ich nahm einen Schluck von dem Kaffee, den ich vorhin an der Tankstelle gekauft hatte, der aber inzwischen widerlich schmeckte.
„Vanessa, hör auf dich rauszureden. Du singst einfach nur total gut. Das ist der Wahnsinnig. Deine Stimme ist richtig gut. Hast du schon mal irgendwas mit Musik und Singen gemacht?“, bohrte Zac weiter. Er blickte mich kurz neugierig von der Seite her an.
Ich schüttelte den Kopf und erklärte: „Nein, hab ich noch nicht. Und ich habs auch nicht vor. Mir gefällt mein Job beim Radio. Ich will nichts Neues machen. Ich singe gerne, aber mehr so als Hobby. Nichts Ernstes.“
Zac nickte und sagte: „Ok, kann ich auch verstehen.“ Er fing an zu grinsen. „Mit mir zu arbeiten und jeden Tag mit mir verbringen zu dürfen muss echt toll sein, nicht wahr?“ Er grinste mich breit an.
Ich boxte ihm freundschaftlich gegen die Schulter, musste aber dabei lachen.
10 Minuten später hielt der Wagen in einem kleinen Vorort an. Wir standen vor einem wunderschönen Haus. Es war groß und man fühlte sich schob beim Betrachten wohl und willkommen.
„Wir sind da.“, meinte Zac und zeigte auf das Haus.
Turn right
Das Haus sah ganz normal aus. Es war nicht wirklich groß, aber auf keinen Fall auch richtig klein. Es sah schon von außen gemütlich aus.Ich stieg aus dem Auto aus und schaute mich erst einmal ein bisschen um. Dabei drehte ich mich um die eigene Achse. Als Zac neben mir stand und mir bedeutete, dass wir jetzt zum Haus gingen, folgte ich ihm gehorsam und wir gingen nebeneinander den gepflasterten Weg zur Haustür entlang. Dort angelangt sah ich, wie Zac einmal tief durchatmete, dann die Hand hob und auf die Klingel drückte. Innen hörte man das Ertönen der Klingel, dann einen schrillen Aufschrei, schnelle Füße, die über den Boden rannten und schließlich einen dumpfen Schlag an der Innen seite der Haustür.
Zac und ich blickten uns verwirrt und erschrocken an, doch dann wurde auch schon die Tür geöffnet und eine Frau stand uns gegenüber. Ich konnte sofort Zacs Gesichtszüge auch in ihrem hübschen Gesicht wiederfinden. Sie war unglaublich hübsch. Hatte eine schlanke Figur und wundervolle Haare, die sie in diesem Moment aber leider zu einem lockeren Zopf zusammengebunden hatte. Ihre helle Stimme hallte kurz wider, als sie überrascht aufschrie. "Zac." Dann umarmte sie ihren Bruder stürmisch. Ich sah ein Grinsen auf Zacs Gesicht, so hatte ich ihn wirklich noch nie strahlen sehen. Sie lösten sich wieder voneinander und Zac betrachtete seine Schwester kritisch.
"Wie geht es dir?", fragte er sie. Sie lächelte ihn herzlich an und erwiderte: "Im Moment bin ich einfach nur glücklich, dass du da bist. Ich hab dich so lange nicht mehr gesehen. Du bist so groß geworden, Zachary." Sie grinste ihn frech an und boxte ihm geschwisterlich gegen die Schulter. "Sehr witzig, Schwesterherz." erwiderte Zac mit einem breiten Lächeln. "Achja, was war das gerade überhaupt für ein Schlag. Es hat sich so angehört, als wäre irgendetwas gegen die Tür gekracht." Rebecca lachte lauthals und amüsiert los. Dann erklärte sie: "Das war Nick. Er hatte schon die ganze Zeit auf dich gewartet. Er konnte es kaum noch erwarten. Das passiert ihm öfters. Wenn er auf jemanden wartet und dann die Klingel geht, rennt er immer wie wild auf die Tür zu, bekommt aber den Türgriff nicht rechtzeitig in die Hand und knallt dann leicht gegen die Tür. Aber ihm passiert dabei nichts." Meinte Rebecca gleich beschwichtigend, da ich entsetzt meinen Mund aufgerissen hatte. "Du weißt ja", meinte sie an Zac gewand, "was für einen dicken Schädel Nick hat." Zac schmunzelte, dann fragte er : "Ja allerdings. Und wo ist jetzt der kleine Dickschädel?" Plötzlich ging die Tür ein Stück weiter auf und dahinter spitze ein rundliches Kindergesicht hervor. Das Grinsen reichte von einem Ohr bis zum anderen. "Onkel Zac.", rief der Kleine auf einmal, rannte auf Zac zu und warf sich in seine Arme. Zac hob ihn mühelos hoch, wirbelte ihn hoch in der Luft herum und alles, was man in diesem Moment hören könnte, war das fröhliche Lachen des Kindes in Zacs Armen. Als er Nick schließlich wieder abgesetzt hatte, zog der ihn sofort mit den Wroten "Ich muss dir was zeigen." ins Haus und Rebecca und ich blieben draußen alleine zurück. Ich lächelte Zacs Schwester freundlich an und sie erwiderte das Lächeln mit derselben Freundlichkeit.
"Du musst dan wohl Vanessa sein. Zacs bezaubernde Arbeitskollegin." Ich spürte, wie ich rot anlief. An Komplimente würde ich mich wohl nie gewöhnen. "Ja, die bin ich." Ich musste grinsen. Aus irgendeinem Grund hatte ich sofort das Gefühl, dass sich Rebecca und ich blendend verstehen würden. Sie bat mich ins Haus und schloss hinter mir die Tür. Im Garten konnte man bereits Zac sehen, der mit Nick auf dem Rasen herumtobte.
Something about you
Ich stand mit Rebecca in der Küche und wir bereiteten das Abendessen zu. Wie ich mir schon gedacht hatte, verstanden wir uns wirklich richtig gut. "Wie geht es dir, Rebecca?", fragte ich sie irgendwann. "Gut, gut. Eigentlich richtig toll.", kam es von ihr schnell, fast schon zu schnell zurück. Ich drehte mich zu ihr um und schaute sie an. Ich zog dabei meine Augenbrauen in die Höhe, wodurch meine Skepsis mehr als deutlich zum Ausdruck kam. Rebecca hörte auf, die Burger-Brötchen aufzuschneiden, stütze sich dann seufzend auf der Arbeitsfläche ab und blickte aus dem Fenster.
Ich folgte ihrem Blick und bekam so Nick und Zac zu sehen, die immer noch draußen spielten. Beide saßen auf dem Rasen und schoben Laster und Autos hin und her, wobei Zac immer wieder einen Unfall verursachte. Nick brach jedes Mal in schallendes Gelächter aus und versuchte dann Zac seinen Laster aus den Händen zu reißen. Doch Zac hob den Laster schnell in die Höhe, sodass Nick ihn nicht mehr erreichen konnte. Zac trietzte Nick so lange, bis der sich schmollend ins Gras setzte, mit dem Rücken zu Zac und solange nicht mehr mit Zac redete, bis dieser den Laster wieder auf den Rasen gestellt hatte.
Dann blickte ich wieder Rebecca an, die immer noch ihren Sohn und ihren Bruder beobachtete. "Vanessa..", plötzlich drehte sie sich zu mir um und blickte mich direkt an. In ihrem Gesicht lag eine Traurigkeit, die ich bei ihr bis jetzt noch überhaupt nicht erkennen konnte. Sie drehte nervös einen Ring an ihrem Finger hin und her. Ich schaute genauer hin und erkannte ihren Ehering, die sie immer noch trug. Sie wusste sofort, wo ich hinschaute und versteckte dann ihre Hände hinter ihrem Rücken. Dann fuhr sie leise fort: "Ich kann ihn nicht abnehmen. Ich will es, aber ich hab das Gefühl, dass mir dann ein Stück meines Herzens feheln würde. So als hätte man mir ein Teil meines Herzens herausgerissen." Ich nickte leicht, um ihr zu verstehen zu geben, dass ich wusste, wovon sie redete.
"Und ich weiß natürlich, warum ihr hier seid. Du und Zac.", erklärte sie. Wieder nickte ich. Ich setzte zu einer Erklärung an, doch sie redete weiter: "Ich will ja wieder normal leben. Aber immer wenn ich es versuche, kommt irgendetwas dazwischen und dann denke ich mir, dass es wohl noch nicht sein soll. Und gebe es wieder auf. Ich weiß ganz genau, dass sich Nick wieder einen Mann im Haus wünscht. Man sieht ja, wie gut ihm das tut." Bei diesen Worten nickte sie kurz zu Nick und Zac. Da ich merkte, wie schwer es ihr fiel, darüber zu reden, ging ich zu ihr hin und legte meine Hand ganz leicht auf ihre Schulter, "Aber einen neuen und vor allem auch anständigen Mann kennen zu lernen, ist gar nicht so leicht, Vanessa. Für dich ist das bestimmt kein Problem, so hübsch wie du bist. Aber für so eine Frau, wie mich..." Ich unterbrach sie empört: "Was soll das denn bitte heißen? Für so eine Frau, wie dich. Du bist wunderschön. Du könntest so viel aus dir machen. Das wäre für dich mit Sicherheit überhaupt kein Problem. Und nur damit wir das klar stellen, für mich ist es auch nicht leicht, den Richtigen zu finden." Bei diesen Worten lief ich etwas rot an. Ich war es nicht gewohnt, mit einer fast fremden Frau über dieses Thema zu sprechen.
Rebecca musste plötzlich lachen. "Naja, eigentlich hatte ich ja gedacht, dass sich mein Bruder keine Chance entgehen lässt und das Leben genießt. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ihr zwei..." Sie grinste mich an. "Was? Dass Zac und ich zusammen wären?", fragte ich entsetzt. Wieder lachte Rebecca. "Nein nein, mein Bruder hatte seit langem keine Beziehung mehr. Nein, ich hätte gedacht, dass ihr schon Sex hattet. Aber so verhaltet ihr euch einfach nicht. Oder täusch ich mich da etwa?" Ihr Grinsen wurde noch breitet. Verlegen klärte ich sie sofort auf: "Nein, wir hatten natürlich keinen Sex. Um Himmels Willen, wir sind Arbeitskollegen."
Rebecca zuckte mit den Schultern, dann meinte sie gelassen: "Dann muss dich mein Bruder wirklich mögen, wenn er auf Sex mit dir verzichtet hat." Sie drehte sich wieder um und schnitt die letzten Brötchen auf.
Währenddessen stand ich wie angewurzelt da und starrte aus dem Fenster. Zac und Nick beobachtete ich nicht wirklich, mir hallten nur immer wieder Rebeccas Worte in meinem Kopf nach. Dann muss er dich wirklich mögen.
You'll always find your way back home
Nick war endlich im Bett. Über dem Haus herrschte nun eine erholsame Stille. Zac, Rebecca und ich machten es uns auf dem Sofa gemütlich und konnten entspannen. Nick hatte uns immerhin Stunden auf Trab gehalten. Denn nachdem Nick ewig Zac beschlagnahmt hat, widmete sich Nick ganz und gar mir. Er zerrte mich von einem Zimmer zum anderen und zeigte mir das ganze Haus. Mit Stolz präsentierte er mir sein Zimmer, das mit Spielzeugautos vollgestellt war und nachdem er mir jedes seiner Kuscheltiere mit Namen vorgestellt hat, zerrte er mich in sein Zimmer, belud sein Feuerwehrauto mit einem großen Teddybären und verursachte schon wieder unzählige Unfälle.
Rebecca hatte ihren Kopf auf Zacs Schulter gelegt und die Augen geschlossen. Ihr Gesicht war total friedlich und auch hier erkannte man wieder ihre Schönheit. Sie hatte die hübschesten Gesichtszüge, die ich je gesehen hatte. Und sie hatte die gleiche Falte auf der Stirn wie Zac. Das liegt wohl in der Familie. Plötzlich murmelte Rebecca: "Ich bin so froh, dass ihr hier seid." Zac strich seiner Schwester sanft übers Haar und erwiderte: "Ich bin auch froh, wieder hier zu sein." Rebeccas Kopf schnellte von seiner Schulter hoch und ihr Finger richtete sich auf sein Gesicht. Dann fauchte sie: "Du hättest dich ruhig öfters hier blicken lassen können, Zachary. Du weißt gar nicht, wie oft Nick nach dir gefragt hat. Und am Ende gingen mir echt langsam die Ausreden aus, weshalb du ihn nicht mehr besuchen kamst."
Zac hob abwehrend beide Hände und wehrte sich: "Ich war beschäftigt. Wirklich beschäftigt. Es tut mir ja auch leid, aber es ging nicht anders." Ich fing an zu lachen und mischte mich ein: "Ja Rebecca, Zac war zu sehr damit beschäftigt, Frauen anzugraben und abzuschleppen." Rebecca stimmt in mein Lachen ein und sagte: "Das hab ich mir fast schon gedacht. So ist mein großer Bruder eben. Und wie ich höre, hast du Vanessa ja auch angebaggert." Die drehte ihren Kopf zu Zac und grinste ihn breit an. Zac lachte laut auf und bekam einen Lackkrampf. Rebecca und ich mussten warten, bis er sich wieder einbekommen hatte, dann meinte er: "Ja klar hab ich Vanessa angemacht. Warum denn auch nicht. Sie ist hübsch." Ich spürte, wie ich rot anlief. Er fuhr fort: "Aber sie hat mich ja eh ablitzen lassen. Ich hatte bei ihr erst gar keine Chance." Er zwinkerte mir zu und musste grinsen.
Rebecca meinte: "Ach, ich bin einfach nur froh, dass du wieder daheim bist. Endlich hast mal wieder nach Hause gefunden. Zum Glück. Schön, dass du wieder da bist, Bruderherz."
This is me
Am nächsten Tag würden wir unsere Aufgabe angehen. Wir würden Rebecca komplett umstylen. So hatten wir es mit ihr ausgemacht und sie hatte schließlich, nach langem Weigern, zugestimmt. Ich war aufgeegt wir ein kleines Kind und konnte es eigentlich kaum noch erwarten, loslegen zu dürfen. Ich machte mir noch am selben Abend einen Plan, was genau ich alles mit Rebecca machen wollte. Und wenn wir wirklich alles an einem Tag schaffen wollten, was ich unweigerlich vorhatte, mussten wir schon ganz früh am Morgen anfangen.
Und so klingelten am nächsten Morgen im Hause Morgan zwei Wecker. Der eine gehörte Rebecca, die sich, auch wenn sie es nach außen hin nicht zeigte, auf ihr Umstyling freute. Der anderer gehörte Vanessa Hudgens, die vor Tatendrang nur so sprühte. Die zwei Männer, beziehungweise die zwei Jungs im Haus würden zu Hause bleiben und später in einem Cafè auf die beiden Damen stoßen.
So machten sich Vanessa und Rebecca auf den Weg. Ein leichter Nebel lag noch über der Stadt, doch sie erstrahlte schon im hellen Sonnenlicht. Die ersten Menschen, die ihre morgendliche Laufrunde absolvierten, waren bereits unterwegs. Ihre erste Anlaufstelle war der beste Friseur der Stadt. Hier würde Rebecca eine komplett neue Frisur verpasst bekommen. Vielleicht sogar eine ganz neue Farbe, wer wusste das denn schon.
Vanessa hatte beschlossen, Rebecca das Ergebnis erst ganz am Ende zu zeigen. So durfte sie beim Friseur also in keinen Spiegel schaune und Vanessa musste auch verhindern, dass Rebecca sich in den großen Schaufenstern, die sie widerspiegelten, sah. So srpang Vanessa vor jeder Scheibe wie wild auf und ab, sodass sie möglichst die ganze Fläche vor Rebecca's Augen verdeckte. Das klappte auch soweit ganz gut, denn Rebecca legte es auch nicht unbedingt darauf an, in Vanessa's Pläne zu pfuschen. Bloß Vanessa selber kam sich unheimlich blöd vor, wie sie immer wieder vor einer Scheibe auf- und absprang, um Rebecca die Sicht zu versperren. Eine ausgiebige Shoppingtour war für diesen Tag natürlich ebenfalls vorgesehen. Inklusive Typberatung und Tips, was das Styling betrifft.
Vanessa war unglaublich stolz auf sich, als sie mit Rebecca das große Einkaufszentrum verließ, beladen mit unendlich vielen Tüten und Taschen, die sie selber zu zweit kaum tragen konnten.
Jetzt fehlte nur noch das richtige Make-Up. Also machten sich die beiden auf den Weg zu einem Kosmetiker. Selbst Vanessa war erstaunt, was man mit Make-Up alles anstellen konnte. Vanessa selber gönnte sich, während Rebecca verwöhnt wurde, eine Maniküre, die schon längst überfällig gewesen war.
Inzwischen war es schon kurz vor 16.00 Uhr und Vanessa hatte mit Zac ausgemacht, dass sie sich alle um 16.00 Uhr im Cafè Toscana treffen würde. So eilten die Frauen also zu diesem besagten Cafè, wo sie auch schon von weitem Nick hören konnten, der Zac mal wieder voll auf Trab hielt. Er hatte schon vor sich einen Eisbecher stehen, versuchte allerdings die ganze mit dem Schokoröhrchen, das in seinem Eis gesteckt hatte, Eis auf Zac zu schießen. Er bließ immer wieder mit aller Kraft in das Röhrchen, doch es kam nie Eis vorne raus. Inzwischen machte sich Zac schon über seinen Neffen lustig, was diesen nur noch wütender machte und ihn noch mehr anstachelte.
"Nick, hör auf damit. Sowas macht man doch nicht.", tadelte Rebecca ihren Sohn, als sie mit Vanessa bei den zwei Männrn angekommen war.
Doch anstatt zu meckern und zu nörgeln, blieb es bei den Jungs am Tisch erst einmal still und sie saßen eine Weile nur da und betrachteten mit aufgerissenen Augen und leicht offen stehenden Mündern Rebecca.
Vanessa brach schließlich das Schweigen: "Also, was sagt ihr?" Sie grinste Zac an. Der stand nun auf und betrachtete seine Schwester noch einmal von oben bis unten, bevor er antwortete: "Wahsninn." Das war fürs erste alles, was er herausbrachte. Nick war da schon etwas direkter: "Jetzt hab ich eine heiße Mum." Rebecca lachte und ihr gefielen offenbar die Reaktionen der zwei. Schließlich sagte Zac: "Du siehst einfach nur toll aus, Rebecca." Rebecca lief ein wenig rot an, war allerdings geschmeichelt.
Dann aßen alles zusammen ein Eis und machten sich wieder auf den Weg nach Hause. Als sie die Straße entlangliefen, kamen ihnen plötzlich zwei Männer entgegen und als diese an ihnen vorbeigingen, drehten sie zwei Männer sich noch einmal um und pfiffen Vanessa und Rebecca nach, die sofort wie zwei Teenager anfingen zu kichern.
Plötzlich nahm Zac Vanessa und seine Schwester in die Arme und rief, ein wenig eifersüchtig, den zwei Männern hinterher: "Pech gehabt. Das sind meine zwei Ladies." Rebecca und Vanessa lachten lauthals los.
"Danke.", flüsterte Zac plötzlich Vanessa ins Ohr und hauchte ihr einen zarten Kuss auf ihre Wange. Das leichte Kribbeln auf dieser Stelle würde für den Rest des Abens nicht mehr weggehen.
Kissin U
Zurück in Chicago. Zac und Vanessa würden noch zwei Tage frei haben, bevor sie zusammen wieder ihre Radioshow machen mussten. Die beiden hatten sich auch schon für den nächsten Tag zum Essen verabredet.
Deswegen verließ Vanessa am Abend ihre Wohnung und machte sich auf den Weg zum Restaurant, in dem sie sich mit Zac treffen wollte. Es war nur ein Treffen unter Freunde und das wusste sie. Mehr würde da nicht laufen.
Sie betrat das Restaurant, ihr wurde der Mantel abgenommen und sie wurde zu ihrem Tisch geführt. Zac war noch nicht da. Doch sie musste nur ein paar Minuten warten. Als Zac durch die Tür trat, drehten sich zu aller erst einmal alle weiblichen Köpfe in seine Richtung, um diesen Anblick nicht zu versäumen. Auch Vanessa wurde kurzzeitig etwas dämmrig, doch das legte sich gleich wieder, denn sie wusste, dass sie nie etwas mit einem Arbeitskollegen anfangen würde. Das hatte sie sich vor ein paar Jahren geschworen. So etwas führte nämlich nur zu Komplikationen. Nun kam Zac auf ihren Tisch zu und Vanessa lächelte ihm zu. Er grinste sie an und als er schließlich vor ihr stand, beugte er sich zu ihr runter und gab ihr einen leichten Kuss auf ihre Wange. Als er nicht mehr ihr Blickfeld bedeckte, sah sie, wie einige Köpfe nun dem Tisch zugewandt war, an dem die beiden saßen. Vanessa räusperte sich verlegen. Sie versuchte die Leute einfach zu ignorieren.
„Schaust du mich auch mal an?“, fragte Zac plötzlich. Ihr Kopf und ihre Augen, die bis jetzt im Raum umhergewandert sind, glitten nun rasch hinüber zu Zac, der dasaß und frech grinste. „Entschuldigung, Zac. Aber die Leute starren alle so.“ Bei den letzten Worten hatte sie die Stimme leicht gesenkt und sich über den Tisch ein wenig hinüber zu Zac gebeugt. Noch immer mit diesem Grinsen, mit dem er vermutlich die Frauen abschleppt, beugte er sich nun über den Tisch hinweg zu ihr, sodass sie seinen Atem auf ihrer Haut spürte und flüsterte ihr zu: „Kann uns doch egal sein. Wir sind nun mal berühmt.“ Er zwinkerte kurz, dann fuhr er fort: „Lass uns einfach den Abend genießen.“ Vanessa nickte und entspannte sich etwas, was allerdings auch an den vielen Schlücken Wein lag, die sie in der kurzen Zeit schon genommen hatte. Sie bestellten das Essen, tranken sehr viel Wein, redeten und lachten gemeinsam und genossen den wunderschönen Abend. Bald merkte auch Vanessa, wie ihr der Wein zu Kopfe stieg. Sie wurde immer lockerer und spürte immer deutlicher, wie sie sich zu Zac hingezogen fühlte.
Sie verließen schließlich das Restaurant und machten noch einen Spaziergang durch den kaum beleuchteten Park. Vanessa kicherte und versuchte immer wieder gerade zu laufen, woran sie allerdings kläglich scheiterte, was wiederum Zac zum Lachen brachte, der sie dabei immer an der Hüfte festhielt und sich zu sich herzog.
Zac brachte Vanessa schließlich zu ihrer Wohnung, vor ihrer Wohnungstür blieben sie stehen.
„Das war ein sehr schöner Abend.“, sagte Vanessa. Sie hob zum Abschied die Hand und wollte sich gerade umdrehen, als Zac sie an ihrem Handgelenk packte und sie an sich zog. Vanessa wusste ihr gar nicht wie ihr geschah, als Zacs Lippen schon auf ihren lag. Weich und warm.
Zuerst wusste Vanessa überhaupt nicht, was sie tun sollte, sie war wie gelähmt. Doch als Zacs Hände den Weg auf ihre Hüften fanden und sie noch fester an sich ran zog, konnte sie nicht anders, als den Kuss zu erwidern. Sie drückte sich an ihn und schlang ihre Arme um seinen Hals. Und als sie schließlich auch noch die Augen schloss, spürte sie das Kribbeln, das sich allmählich in ihr breit machte. Ihre Lippen öffneten sich leicht und dadurch wurde der Kuss noch intensiver. Sein Duft füllte ihren Kopf mit Leere. Sie konnte an nichts anderes mehr denken, als dass sie sich für ihre schmutzigen Gedanken, die sie jetzt hatte schämen sollte. Ihre Hand lag in seinen Haaren, seine weichen Lippen lösten sich kurz von ihren, mit einem leisen Stöhnen zog sie ihn wieder an sich. Sie spürte, wie ihr ganz heiß wurde, ihr Gesicht brannte, die hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Doch es war ein schönes Gefühl, sie wollte nicht mehr damit aufhören.
Doch plötzlich löste sich Zac aus ihrer Umarmung und seine Lippen lösten sich von ihren. Vanessa öffnete die Augen und blickte in seine. Dann flüsterte Zac: „Wir sollten das nicht tun.“ Er löste sich noch ein Stück von ihr. „Normalerweise hätte ich jetzt sofort mit dir Sex gehabt, aber unter diesen Umständen..“ Er brach ab. Vanessa stellte sich wieder normal hin und fragte gekränkt: „Unter welchen Umständen?“ Zac schien sich unwohl zu fühlen, dennoch meinte er: „Ersten bist du betrunken und zweitens sind wir Arbeitskollegen. Und drittens möchte ich dir das nicht antun.“ Er hatte sich nun komplett von ihr gelöst und sah traurig aus. Vanessa lachte: „Was antun? Du kannst doch gar nicht so schlecht im Bett sein.“ Sie kicherte. Zac schüttelte den Kopf, dann meinte er, während er eiskalt von ihr wegblickte: „Geh ins Bett Vanessa. Wir sehen uns dann übermorgen bei der Arbeit. Du wirst es bald verstehen. Hoffe ich zumindest.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und verließ das Gebäude. Manche Frauen hätten vielleicht geweint, andere hätten aus Wut etwas zertrümmert. Doch nicht Vanessa. Vanessa hörte auf Zac und legte sich einfach in ihr Bett und schlief auch schnell ein. Ein Glück, dass sie den nächsten Tag auch noch frei hatte.
Written in the stars
Die Kopfschmerzen am nächsten Tag machten ihr schwer zu schaffen. Obwohl sie nicht genau wusste, ob diese dröhnenden Schmerzen vom Alkohol oder von dem Kummer über das gestrige Ereignis kamen, sie hatte das Gefühl, daran zerbrechen zu müssen. Doch zum Glück bekam sie am Nachmittag Besuch. Ashley stand vor ihrer Wohnungstür und sah ihr sofort an, dass irgendetwas Schlimmes passiert war. Vaness awollte es nicht erzählen, denn inziwschen schämte sie sich sogar. Warum hatte Zac sie zurückgewiesen? Warum? Sie konnte es nicht verstehen und wollte es ein Stück weit auch überhaupt nicht verstehen.
Doch letztendlich schaffte es Ashley, dass Vanessa ihr alles erzählte, was am Abend zuvor geschehen war. Ashley hörte aufmerksam zu, blickte verdutzt und musste an ein paar Stellen sogar etwas kichern. Als Vanessa schließlich zu Ende erzählt hatte, wartete sie auf Ashleys Urteil. Ashley dachte etwas nach, sie musste jetzt aufpassen, was sie sagen würde. Denn Vanessa war sehr impulsiv und das wusste Ashley. Wenn sie auch nur eine Kleinigkeit sagen würde, die Vanessa gar nicht gefällt, sie würde sie vermutlich gleich umbringen.
"Vanessa, ich glaub, ich weiß, was das Problem ist.", sagte Ashley schließlich. Vanessa blickte zu ihr. Nachdem sie ihre Geschichte zu Ende erzählt hatte, war sie auf dem Sofa zusammengesunken und hatte nur starr gerade aus geblickt.
"Vanessa, du hast mir Zac so beschrieben. Hübsch, sexy, Frauenschwarm...wohl der Traummann schlechthin." Vanessa nickt kurz. Ashley seufzte kurz, dann furh sie fort: "Er hat gesagt, dass er unter 'normalen' Umständen mit dir geschlafen hätte. Du hast mir auch gesagt, dass du ihn als Womanizer kennst. Frauen abschleppen, das ist sein Ding. Also nehme ich doch mal stark an, dass er die ganzen Frauen, mit denen er Sex hatte, nicht richtig kannte und sie vielleicht sogar nicht mal wirklich mochte, sondern sie nur 'geil' fand." Sie wartete, bis Vanessa ihr geistig gefolgt war. Dann fuhr sie fort: "Also mag er dich." Sie zuckte kurz mit den Schultern. Für sie reichte das offensichtlich als Erklärung. Doch Vanessa verstand rein gar nichts. "Wie?", hakte sie nach.
Ashley seufzte kurz und meinte dann: "Ach Mensch Vanessa, du verstehst mal wieder gar nichts." Sie legte ihrer Freundin ihre Hand auf die Schulter, blickte sie an und erklärte: "Er hätte mit dir geschlaffen, wenn du auch eine von diesen Schlampen gewesen wärst, die er gar nicht richtig kennt und auch nicht besonders mag. Da du das aber nicht bist, wollte er nicht mit dir schlafen. Er mag dich viel zu sehr. Er hatte einfach Angst, dass er durch eine gemeinsame Nacht eure Freundschaft zerstört." Jetzt verstand auch Vanessa. "Achsooooooo.", gab sie von sich.
Trotzdem war sie immer noch verwirrt.
Später ging Ashley wieder nach Hause. Vanessa musste ihr mehrmals versichern, dass es ihr gut geht. Nun hatte Vanessa genügend Zeit zum Nachdenken.
Wie würde sie sich nun morgen Zac gegenüber verhalten? Wie würden die beiden noch miteinander arbeiten können, nach allem, was passiert ist?
Und plötzlich wusste sie, was sie tun würde. Sie würde souverän damit umgehen. Wie es eine starke Frau eben tut. Sie würde ihm nicht zeigen, dass er sie letztendlich doch verletzt hatte. Sie würde stark sein.
Touch a new day
"Das Thema für eure nächste Sendung lautet Flirten." Vanessa stöhnte leise in sich, als ihr das Thema für die nächste Sendung verkündet wurde. Glücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwesend, denn dann hätte er vermutlich Verdacht geschöpft. Scott blickte sie fragend an. "Stimmt irgendetwas nicht?" Schnell schüttelte Vanessa den Kopf. "Gut, dann kannst du schonmal in die Garderrobe und dich schick machen. Zac müsste ja auch gleich da sein. Dann habt ihr noch eine halbe Stunde, um die Sendung grob durchzusprechen. Aber denk dran, heute müsst ihr Multitasking betreiben. Die Leute werden euch hören, sie werden euch anrufen und Fragen über Flirten stellen und sie werden euch im Internet sehen können, wenn sie das möchten." Vanessa schluckte schwer und nickte kurz. Dann drehte sie sich um und ging rasch in die Garderobe.
Wie sollte sie das bloß aushalten? Sie wollte doch stark bleiben. Sie würde mit Sicherheit gleich wieder schwach werden, sobald Zac und sie irgendetwas vormachen sollten. Sie würde mit ihm über Flirten reden müssen. Würde sie das schaffen? Nein. Sie würde stark bleiben.
Sie zog sich um, ließ sich zurecht machen und verließ die Garderobe. Als sie durch die Tür kam, stand sie sofort vor Zac. Sie spürte, wie sie rot wurde. Schnell blickte sie einfach stur geradeaus und ging blitzschnell an ihm vorbei. Sie gab ihm überhaupt keine Möglichkeit, sie anzusprechen und irgendein Wort über das, was geschehen war, zu sprechen. Es war besser so, das hatte sie im Gefühl. Vanessa betrat das Studio, setzte sich auf ihren Platz und wartete auf Zac.
Als dieser schließlich hereinkam, drehte sich Vanessa nicht zu ihm. Sie blieb sitzen und wartete, dass er sich auf seinen Platz setzte. Die Besprechung der Sendung fiel sehr kurz aus. Vanessa hatte nicht viel zu sagen und nachdem Zac ein oder zwei male versucht hatte, sie zum Reden zu bringen, gab er dies schließlich auch wieder auf. Das war ihr auch Recht so.
Die Sendung begann und sofort war Vanessa wieder in ihrem Element. Sie vergaß ihre Probleme mit Zac. Sie vergaß alles um sie herum. Das Einzige, was zählte, war diese Sendung.
Die Leute stellten Fragen, Vanessa beantwortete sie mechanisch. Das fiel ihr nicht schwer. Doch dann kam ein Anruf und eine Frage eines 17-jährigen Jungen, der sie völlig aus der Fassung brachte.
"Ich hab seit ein paar Tagen eine Freundin. Sie ist meine erste Freundin. Und wir haben uns noch nicht geküsst, also ich habe auch noch kein anderes Mädchen geküsst." Man konnte hören, dass sich der Junge in diesem Moment schämte. Doch er fuhr fort: "Ich weiß nicht, was ich machen muss." Damit war für Vanessa klar, dass nun der Zeitpunkt gekommen war. Zac und sie müssten es wohl oder übel vormachen.
Zac bedeute ihr, dass sie aufstehen sollte. Dann erklärte er dem Jungen. "Es ist eigentlich ganz einfach. Zuerst einmal dürft ihr beide nicht verkrampft sein. Einfach locker bleiben." Er flüsterte Vanessa kurz zu: "Mach dich mal locker." Doch Vanessa war total angespannt. Zac fuhr fort: "Dann gehst du am Besten ganz nah an sie ran. Nähe ist wichtig. Du legst einen Hand auf ihre Hüfte, die andere sanft an ihren Hals."
Vanessa und Zac standen im Studio und langsam und sanft tat Zac all dies, was er dem Jungen gerade erklärt hatte. Zac machte weiter: "Dann legt ihr normalerweise, und das geschite normalerweise auch ganz automatisch, beide eure Köpfe etwas schief. Entweder beide nach rechts oder beide nach links." Vanessa tat dies auch automatisch. "Und dann steht eurem ersten Kuss eigentlich nichts mehr im Weg. Du musst sie dann einfach nur noch küssen.", sagte Zac und Vanessa fügte lachend hinzu: "Aber bitte nicht zu stürmisch. Schön sanft, so ist ein erster Kuss am schönsten." Zac grinste sie an und hielt sie dabei immer noch in seinen Armen.
Bleib stark Vanessa.
If you could only see
Sie konnte sein Parfum riechen. Es stieg ihr in die Nase und auf einmal hatte sie das Gefühl, dass ihre Beine sie nicht mehr tragen würden. Sie versuchte, sich von diesen Augen loszureißen, doch Zac hatte sie mit ihrem Blick gefangen. Sie spürte seine Hand an ihrem Hals, auf ihrer Haut. Und sie spürte, wie ihr heiß und sofort wieder kalt wurde. Sie bekam eine Gänsehaut und dann hatte sie wieder das Gefühl zu verbrennen. Auch Zac bewegte sich nict. Er merkte, wie er sich nicht von ihr lösen konnte und obwohl dieser Gedanke die ganze Zeit in seinem Kopf umherschwirrte, er konnte nicht einmal einen Zentimeter von Vanessa abrücken. Er wollte für immer ihre Haut unter seinen Fingern spüren und auch für immer den Duft ihrer Haare einatmen. Die Nähe zu ihr war noch intensiver, als die Nähe die sie vor ein paar Tagen verspürt hatten. Ihre Lippen war nur ein winziges Stück voneinander getrennt und Vanessa konnte sogar Zacs Atem auf ihren Lippen spüren. Sie hatte das Gefühl, als würde auch er sich nicht mehr von ihr losreisen können, so wie sie sich nicht mehr von ihm losreisen konnte. Beide fragten sich in diesem Moment, was in dem Kopf des anderen vorging. Ob der andere wohl das Gleiche verspürte, oder ob das alles nur ein Spiel war. Doch trotz all dieser Fragen und obwohl das Misstrauen zwischen den Beiden unerträglich groß war, sie spürten auch, dass auf einmal etwas in ihnen aufflammte.
Doch plötzlich räusperte sich jemand und Vanessa und Zac wurden beide wieder zurück in die Realität geholt. Ihnen wurde wieder bewusst, dass sie ja immer noch auf Sendung war und dass der 17-jährige Junge vermutlich immer noch am Telefon war. Natürlich hatten das jetzt alle Zuschauer vor den PCs mitbekommen. Wie lange waren sie wohl so dagestanden !?
Vanessa löste sich blitzschnell aus Zacs Umarmung und drehte sich von ihm weg. Sie konnte und woltle ihm jetzt nicht in die Augen blicken. Sie hatte Schwäche gezeigt. Emotionale Schwäche. Und sie schämte sich dafür. Sie wollte doch stark bleiben.
Zac fuhr sich schnell nervös durch die Haare. Er wusste nicht, was gerade geschehen war. Sie setzten sich wieder hin und, wie Profis, beendeten sie die Sendung.
Vanessa setzte rasch ihre Kopfhörer ab, stand auf, schnappte sich aus der Garderobe ihre Tasche und eilte zum Fahrstuhl. Sie musste jetzt allein sein. Die Fahrstuhltüren glitten auf und Vanessa stieg ein. In Panik drückt sie wieder und wieder auf den Knopf für das Erdgeschoss. Am Ende des Gangs stand Zac, der zu ihr in den Fahrstuhl blickte und sie anstarrte. Doch sie wollte jetzt nicht mit ihm reden. Nicht jetzt und nicht hier.
Doch er kam auf sie zu und die Fahrstuhltüren gingen immer noch nicht zu. Verdammt, warum dauert das denn so lange? Innerlich fluchte Vanessa was das Zeug hielt. Endlich glitten die Türen langsam zu, doch offenbar war Zac schneller. Er schaffte es, eine Hand vor die Türen zu schieben und so einen Widerstand herzustellen. Somit gingen die Türen wieder auf. Zac stellte seinen Fuß davor, sodass sie auch nicht mehr zugehen konnten. Vanessa wusste weder was sie tun, noch was sie sagen sollte. Sie stand stumm und stocksteif da und blickte an Zac vorbei.
"Vanessa." Sie hörte seine Stimme, aber sie konnte ihn nicht anschauen. "Vanessa." Sie wechselte den Blick und nun starrte sie ihre Füße an. "Vanessa, bitte." Seine Stimme klang herzzereißend und anscheinend wollte er wirklich, dass sie ihn anschaute. Langsam blickte sie auf und Zac schließlich in die Augen. Sie spürte ein Stechen in ihrem Herzen, als sie bemerkte, dass seine Augen sie traurig anblickten.
"Vanessa, was ist da drin passiert?", fragte Zac sie. Sie wusste die Antwort nicht, genauso wenig wie er sie wusste. Sie sagte nichts. "Was war das?", fragte er sie noch einmal. Sie sah die Verzweiflung in seinem Gesicht, sie konnte den Schmerz in seinen Augen sehen. Und es brach ihr das Herz. Doch sie wusste, was sie in diesem Moment zu tun hatte. Sie würde sich selber schützen müssen. Das war die Lösung.
"Ich weiß es nicht, Zac. Aber es ist auch egal." Auf diese Worte hin ging Zac einen Schritt zurück und die Fahrstuhltüren glitten endlich endgültig zu. Der Aufzug setzte sich in Bewegung und glitt langsam nach unten. Genauso wie Vanessa, die langsam auf den Boden glitt, während ihr allmählich eine Träne nach der anderen an ihrer Wange hinunterlief. In diesem Moment wurde ihr klar, was der Schmerz bedeutete, den sie in ihrem Herzen verspürte. Sie hatte sich verliebt. Aber leider in den falschen Mann.
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Die Idee ist echt guut
Sexgott Zac x3
Verfasst am:
01.07.09 - 19:25
Mitglied seit:
3 Jahre 20 Wochen
Ranking:
Die Idee ist echt guut ♥'
Sag mir bitte wenns weiter geht ( :
velvet ropes &+ guitars. yeah 'coz you're my rockstar.
klar...mach ich gerne
Wildkitty
Verfasst am:
01.07.09 - 19:27
Mitglied seit:
3 Jahre 2 Wochen
Ranking:
klar...mach ich gerne =]
freut mich dass sie dir gefällt :)
Auch wenn ich mir immer noch wünsche, dich mal wieder zu sehen. Ich vertraue nun auf das Schicksal, zähle die Tage und versuche mir einzureden, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht.
super prolog!!!! kannst du
.think..piink.
Verfasst am:
01.07.09 - 19:35
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Ranking:
super prolog!!!!
kannst du mir büdde bescheid sagen?!??!
Bussii <333
forget the prince with the horse, I want the Vamp with the Volvo!!!!
I♥Zanessa
Krümel und Keks: Seelenverwante, BF for ever!! [♥]
Pink ist keine Farbe! Pink ist eine Lebenseinstellung!!
die idee ist echt supe un
Gast
anonymous user
Verfasst am:
01.07.09 - 19:59
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
die idee ist echt supe
un der prolog hört sich
genial an
sag mir pls bescheid
Schöner Prolog (:
hsm annca 1993
Verfasst am:
01.07.09 - 20:12
Mitglied seit:
4 Jahre 5 Wochen
Ranking:
Schöner Prolog (:
hay!!!!!!!!!!!! die idee ist
BabyV_Zaccy
Verfasst am:
01.07.09 - 20:18
Mitglied seit:
2 Jahre 39 Wochen
Ranking:
hay!!!!!!!!!!!!
die idee ist echt voll cool! =)
freue mich auf den nächsten part, und kannst du mir vlt. bescheid geben?baii
Damon Salvatore is my sexy vampire and I’m in love with him. ♥
hey süße..gaile idee
Vanessa-Anne-Julie
Verfasst am:
01.07.09 - 20:26
Mitglied seit:
4 Jahre 11 Wochen
Ranking:
hey süße..gaile idee sagste mir bitte bescheid?
Die schönste Zeit im Leben, sind die kleinen Momente wo man merkt, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist <3
coole idee!!! und toller
MyBabyV
Verfasst am:
01.07.09 - 20:35
Mitglied seit:
3 Jahre 1 Woche
Ranking:
coole idee!!!
und toller prolog.
was will man mehr? =]
kannst du mir auch bescheid sagen?
Zanessa 4-ever & longer!!!
♥ Twilight ♥
!!!!!!!!!!!!!!!!!! I love HSM !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Meine Storys:
Ist sie wirklich so???
http://www.highschoolmusic.de/hsm2/node/20302
Die Augen des Zoowärters
http://www.highschoolmusic.de/hsm2/node/20383
I
hört sich hammer an:) sag
Zanessa_in_Loveღ
Verfasst am:
01.07.09 - 20:38
Mitglied seit:
2 Jahre 49 Wochen
Ranking:
hört sich hammer an:)
sag mir bescheid ja
Ein Leben besteht aus voller Hoffnung und Fantasien. Und ich lebe meine Fantasien.
Uhhh... das
Gast
anonymous user
Verfasst am:
01.07.09 - 20:42
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Uhhh...
das klingt...interessant...
nein Spaß es klingt megaaffengeil^^ !
Sag mir beischeid jah ?