∂α∂∂у'ѕ ℓιттℓє αиgєℓ *♥*
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Meine Babysitter-Helferinnen
* Franzi
* Identischmenti
* BabyV_Zaccy
* Mausi
* _zanessa_4-ever_
* Inspirationsfee
* Feli
* ZaVanessa
* Zanessa_Fan91
* redcat
* Seldacar
* Dana
* zanessainlove
* curious
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Cover*Prolog*
„Warte ich nehme dir etwas ab.“ Ich stellte Luni’s Maxicosi auf’s Sofa und ging Zac entgegen und ihm etwas ab zu nehmen. „Nicht, dass du noch die Treppe runter fällst.“ Ich lief die Treppe hoch und nahm ihm den Stapel Bücher und die Reisetasche, die er um die Schulter hatte, ab.
„Danke.“ Ich lief die Treppe runter, zur Hasutür raus und in die Auffahrt von unserem neuen Zuhasue, wo David schon wartete.
„Sag ihm bitte, er soll sich beeilen.“ Meinte er als, ich ihm die Schen gab und er sie in den Kofferraum lud.
„Mach ich.“ Ich schickte mich an, wieder ins Haus zu kommen um Zac zu holen. Ich fand ihm in Wohnzimmer mit Launa auf ihrer Babydecke liegen.
Sie hatte genauso blaue Augen, wie Zac und ich hoffte, das blieb so. Sie hatte hellbraune Haare, wie Karamell, die sich leicht kräuselten. Ich hatte ihr den WildCats Pullover angezogen.
„Na, ihr zwei!“ Ich legte mich zu den beiden und Zac schaute mich traurig an. „Dein Dad wartet...“ seufzte ich und versuchte mir nicht anmerken zu lassen, wie fertig die ganze Sache mich machte.
„Ich weiß.“ Seufzte er. Luana brabbelte vor sich hin und schaute abwechselnd zwischen uns hin und her, als würde sie merken, dass etwas nich in Ordnung war.
„Na kleine Maus? Wir bringen Daddy jetzt zum Auto...“ Ich strich ihr über den Bauch, was sie liebte, und zauberte ihr somit ein Lächeln auf die Lippen. Sie hatte Zac’s Lächeln.
Zac stand auf und holte den Koffer runter, während ich Luana auf den Arm nahm und zur Tür lief.
Zac nahm den Koffer in eine Hand, mit der anderen fasste er meine, verkreuzte unsere Finger und zog mich mit sich. Wir liefen schweigend nebeneinader her bis zum Auto.
„Das seid ihr ja!“ meinte David.
„Schatz, die Uni kann wirklich warten, ich kann auch bleiben...“ setzte er an.
„Nein, Süßer, du gehst jetzt an die Uni. Lass dir deine Träume durch mich nicht nehmen!“ Ich legte meine Hand beschwichtigend an seine Brust.
„Aber ich hab kein gutes Gefühl, wenn ich euch alleine lasse.“ Sagte er und zog mmich zu sich ran.
„Das brauchst du nicht. Ich passe auf uns auf.“ Zac sah mich wehleidig an und ich kämpfte schon wieder mit den Tränen.
„Du musst jetzt gehen Wild Cat...“ meinte Stimmer erstickte durch einen Schluchzer, doch ich versuchte dennoch ein Lächeln vervor zu zwingen. Zac nahm mein Gesicht in seine Hände, sodass ich ihn anschauen musste. „Ich liebe dich.“
Er zog mich zu sich und küsste mich. Ich erwiederte seinen Kuss. Aber diese Kuss war anders. Flehend. In ihm lag viel Traurigkeit und das sollte der letzte für eine geraume Zeit gewesen sein.
„Du verpasst das Flugzeug...“ Ich drückte ihn sanft ein Stück weg von mir. Er nickte und nahm mir Luana ab.
„Pass auf die Momma auf, okay, Süße?“ Luana schaute Zac kurz verwirrt an, dann lächelte sie. Er gab ihr einen Kuss und übergab sie mir dann wieder.
„Wir sehen uns ins drei Monaten, okay?“ Seine Hand lag auf meiner Wange und mit dem Daumen wischte er mir eine Träne, die runter tropfte weg, als ich nickte.
Er nahm mich noch ein letztes Mal in den Arm, drückte mir flüchtig einen Kuss auf die Lippen, ehe er in den Sonnenuntergang davon fuhr.
Part o1
Er stieg aus dem Auto aus, holte seinen Koffer und seine Reisetasche aus dem Kofferraum, samt den Büchern, verabschiedete sich von seinem Vater und machte sich dann auf den Weg zum Gate.
„Wir sehen uns auch in drei Monaten, Dad. Pass bitte auf meine Mädchen auf.“ Verabschiedete er sich.
Er war nicht der einzige der heute zur U of A nach Albuerquerque fliegen würde. Jared war auch dabei, aber ihm schien der Abschied wesentlich leichter, da Ashley und er sich getrennt hatten. Scott, Ash’s Neuer ging auf das gleiche College wie sie.
„Hi, Jared.“ Begrüßte er ihn, als er ihn sah.
„Jo, Zac, du schaust schlecht aus.“ Begrüßte er ihn.
„Mir geht es auch schlecht bei der ganzen Sache hier.“ Antwortete Zac.
„Alter, es sind nur drei Monate, das geht schnell rum. Schau erst mal nach vorne.“ Versuchte er ihn zu motivieren.
Er warf ihm einen genervten Blick zu. „Und meine Familie hier vergessen, oder was?“ fragte er verärgert.
„Hey, so hab ich das nicht gemeint.“ Sagte Jared und hob abwehrend die Hände.
In der Schlange zum Gate ging es langsam vorwärts. Er hatte aufgehört mit Jared zu reden, da er wusste, dass er seine schlechte Laune an ihm auslassen würde, wie gerade eben und er wollte nicht ihm streiten wollte.
Schweigend liefen sie neben einander her, zeigten ihre Flugtickets der Dame am Gate und liefen in die Wartehalle.
Sie hatten keinen langen Aufenthalt dort.
„Wir bitten die Passagiere in den mit den Reihen A bis K bitte zum Boarding.“ Kam eine Durchsage.
„Das sind wir, Zac.“ Meinte Jared und stand auf.
„Ich weiß.“ Antwortete er und stand auch auf. Beide liefen sie in die Maschine.
Als sie ihre Plätze nebeneinander gefunden hatten, setzten sie sich.
Die Maschine füllte sich rasch und als alle saßen, machte der Pilot eine Durchsage und klärte sie über die Wetterverhältnisse auf. Danach lief ein Film an über die Sicherheitsregelungen im Flugzeug.
Er war oft genug geflogen um zu wissen, was die Vorsichtsmaßnahmen waren. Er zog den Rollo am Fenster zu, kramte sein Kissen aus der Tasche und lehnte seinen Kopf an die Wand.
„Ich penn.“ Meinte er bloß und schloss dann die Augen.
In seinen Gedanken dachte er an den Abschied von Vanessa, wie fertig sie aussah, wie schlecht es ihr ging. Wieso hat er sich von ihr überreden lassen auf die Uni zu gehen? Klar, hat er alles dafür getan, bei der U of A aufgenommen zu werden und es war immer noch sein Traum dort zu studieren, aber er hatte mittlerweile auch andere Wünsche.
Als sie nur befreundet waren, da wusste er, dass es schon schwer werden würde sich von Vanessa zu verabschieden. Aber jetzt war es noch schwerer. Sie waren ein Paar, waren verlobt und hatten ein Kind. Und er lies sie zurück, alleine in L.A.
Er hatte ein schlechtes Gewissen dabei, die beiden Menschen, die er liebte zurück zu lassen. Sein einziger Lichtblick war, dass er in drei Monaten Trimesterferien hatte und zurück flog.
Jared würde in Albuerquerque bleiben, er hätte keinen Grund zurück zu kommen.
Klar, da waren zwar seine Freunde, wie Vanessa, Jackson oder Miley, aber er schaut nach vorne. Bilder von Luana würde er ihm mit bringen und zu Weihnachten würde er mitkommen um seine kleine Nichte zu sehen, das hatte er ihm versprochen.
Außerdem wollte Jared sich eines von den Collegemädchen angeln, da wäre es ihm nicht sehr recht, wenn er nach zwei Monaten gleich wieder abhauen würde.
Part o2
Er hatte den ganzen Flug verschlafen, das war gut so. So musste er sich nicht mit Jared unterhalten und nicht seine Emotionen an ihm auslassen. Er war sein bester Freund und das letzte was er wollte, war, dass sie sich wegen seiner Unsicherheit in die Haare kriegen. Wenn er schon nicht seine Familie bei sich hatte, brauchte er wenigstens ihn. Einen Freund.
Er gähnte gemächlich, als die Lampen im Flugzeug angingen und streckte sich.
Sie standen auf, nahmen ihr Handgepäck und liefen dann im Schneckentempo aus dem Flugzeug, da alle ziemlich verschlafen waren und langsam unterwegs waren.
Sie gingen in die Empfangshalle und warteten auf ihre Koffer.
Zum Glück waren sie beide relativ spät eingecheckt in L.A. und deswegen kamen auch die Koffer ziemlich am Anfang raus.
Beide hievten sie vom Laufband, stellten sie ab, zogen die Griffe raus und gingen raus.
Er kramte sofort sein Handy raus und schaltete es an. Mittlerweile war es mitten in der Nacht. Die Zeitverschiebung hier war eine Stunde vor. Jetzt war es vier Uhr morgens, bei Vanessa also erst drei Uhr.
Sie hatte gesagt, er solle sie anrufen, sobald er gelandet war, aber er wollte sie nicht wecken. Also beschloss er ihr eine Sms zu schreiben.
Kurz nachdem er senden gedrückt hatte, vibrierte das Telefon in seiner Hand.
Er schaute auf das Display und es erschien ein Bild von Vanessa.
Er hob ab.
„Ich hab gesagt du sollst anrufen!“ beschwerte sie sich gleich. Er musste grinsen. Ja so kannte er sie, braust bei jeder Kleinigkeit auf, wenn es nicht nach ihrer Nase ging.
„Ich wollte dich nicht wecken, Schatz.“ Sagte er in den Hörer.
„Glaubst du wirklich, ich kann schlafen, wenn ich nicht weiß was mit dir los ist?“ fragte sie tadelnd.
„Nicht wirklich.“ Antwortete er wahrheitsgemäß. „Aber du solltest längst schlafen.“
„Red nicht, ich muss doch erst in zwei Wochen wieder zur Schule.“ Meinte sie. Er seufzte.
„Wie geht es der Kleinen?“ fragte er dann.
„Sie schläft.“
„Wenigstens eine, die schläft. Wie geht es dir?“ Sie gab erst keine Antwort, dann hörte er ein Schluchzen. Wenn sie weinte, dann gehörte nicht mehr viel dazu, dass er auch losheulte, wie ein Kind.
„Mir geht es gut.“ Versicherte sie ihm und versuchte stark zu klingen, aber ihre Stimm zitterte und immer wieder kamen leise Schluchzer hervor.
„Beruhig dich, bitte.“ Versuchte er sie zu trösten. „Sobald ich im Wohnheim bin, habe ich Internet, dann können wir uns sehen.“
„Ich weiß. Tut mir Leid, ich wollte eigentlich nicht... Ich vermiss dich nur jetzt schon, das neue Bett ist so leer ohne dich.“ Nuschelte sie. Ja, sie hatten ein Bett. Ihre Eltern hatten zusammen gelegt und es ihnen geschenkt.
„Ich vermisse dich auch.“ Antwortete er ihr. „Pass auf dich auf, und leg dich jetzt schlafen.“
„Mache ich. Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch.“ Dann legte sie auf.
Part o3
Ich wachte am nächsten Morgen auf und rieb mir verschlafen die Augen. Ich drehte mich auf die andere Seite wo Zac lang und wollte mich an ihn kuscheln, aber da war niemand. Erschrocken riss ich die Augen auf.
„Zac?“ rief ich panisch und sprang aus dem Bett, rannte runter in die Küche. „Wo bist du Zac?“ rief ich noch mal. Verwirrt lief ich wieder nach oben und riss die Schranktüren auf.
„Alles weg!“ sagte ich erschrocken. Ich lief ein paar Schritte rückwärts, stolperte und fiel dann aufs Bett. Schluchzend blieb ich dort liegen.
Ich hörte mein Handy kurz summen. Eine Sms. Ich hob den Kopf, wischte mir die Tränen weg und nahm das Handy.
Ich wusste nicht wirklich was gerade hier abging, alles war wie in einem schlechten Film. Aber Zac würde mich nicht einfach so verlassen, dass wusste ich. Aber wo steckte er?
Schluchzend öffnete ich die Kurznachricht.
Guten Morgen, mein Liebling.
Ich hoffe dir geht es gut. Die Jungs hier sind ganz okay, aber ich bin froh, dass Jared da ist. Ich vermisse euch beide wahnsinnig, kann es gar nicht erwarten, dich wieder zu berühren.
Ich rufe dich nach der Vorlesung an.
Ich liebe dich,
Zac
„So dumm, so dumm, so dumm, so dumm!“ fluchte ich und haute meinen Kopf gegen die Wand. Wie konnte ich das nur vergessen und mir einbilden er hätte mich verlassen? „Du bist so dumm, Vanessa!“ tadelte ich mich selbst und haute abermals meinen Kopf gegen die Wand.
So etwas hätte ich wirklich nicht vergessen sollen, aber das war immer so, wenn ich morgens aufwachte, war ich immer verwirrt.
Erschrocken fuhr ich zusammen, als mir einfiel, dass Luana noch schlief, und es laut war, wenn ich meinen Kopf gegen die Wand hämmerte.
Ich sprang vom Bett und lief schnell rüber zu der Wiege.
Luni schlief noch tief und fest. Erleichtert atmete ich auf. Ich lief zum Schrank, holte meinen Morgenmantel raus, zog ihn drüber und ging mit dem Babyfon in der Hand nach unten.
Ich stellte eine Kaffeetasse unter die Kaffeemaschine, drückte auf den Knopf und ging dann raus die Zeitung holen.
Dann fiel mir wieder die Sms ein. Ich rannte die Treppe hoch, fiel fast hin, da ich meine FlipFlops anhatte, und holte das Handy aus dem Schlafzimmer.
Im Laufen tippte ich die Sms.
Guten Morgen, Schatz.
Du kannst dir gar nicht vorstellen wie dumm ich bin. Wirklich.
Ich erzähl dir später alles ganz genau.
Ich bin erleichtert, dass die Jungs okay sind.
Viel Spaß in der Vorlesung, du musst mir später erzählen, wie dein erster Tag war.
Wir lieben dich
Vanessa+Luni
Als ich in die Küche kam, war der Kaffee schon fertig. Ich nahm die Tasse aus der Maschine raus und setzte mich an den Esstisch und wartete darauf, dass die Brötchen aufbackten.
Part o4
„Guten Morgen, Vanessa!“ hörte ich eine vertraute Stimme und dann die Tür zufallen, während ich gerade dabei war die Küche zu putzen. Luana lag auf ihrer Decke am Boden unter dem Spielbogen und aus dem Wohnzimmer klimperte es fröhlich vor sich hin.
„Mom, du brauchst ab jetzt nicht jeden Tag vorbei kommen.“ Beschwerte ich mich, als sie in die Küche kam.
„Für die erste Zeit, wird immer einer von vorbei kommen, das haben wir Zac versprochen.“ Meinte sie gleich und gab mir einen Kuss auf die Wange.
„Ich schaff das auch alleine.“ Wehrte ich mich und lies den Lappen in die Spüle fallen. Eine Haarsträhne, die aus meinem Zopf gefallen war, pustete ich wieder nach oben.
„Das glaube ich dir, aber wir möchten trotzdem sicher gehen, dass alles in Ordnung ist bei euch zwei. Das Angebot, dass du wieder nach Hause kommst steht noch.“
„Es ist alles in Ordnung.“ Versicherte ich ihr.
„Schön.“ Sie ging aus der Küche ins Wohnzimmer und nahm Luana auf den Arm.
Sie gab einen freudigen Lacher von sich und zog ihr gleich an den Haaren.
„Mach dir lieber einen Zopf, wenn du sie auf den Arm nimmst. Nachdem sie raus gefunden hat, das es weh tut, wenn sie einen an den Haaren zieht, macht es ihr Spaß.“ Lachte ich, als ich sah, wie Mom sanft Luni’s Griff um ihre Haare löste.
„Ich werde es mir merken.“ Lachte sie. „Hast du heute schon etwas vor?“ fragte sie dann und streifte sich die Haare zurück, als Luni wieder im Begriff war, daran zu ziehen.
„Nein, hab ich nicht, wieso?“
„Ich hab gedacht, da du sowieso zwei Wochen länger Ferien hast, können wir mal wieder zusammen shoppen gehen.“
„Aber du zahlst, Mom.“ Sagte ich schelmisch.
„Das sehen wir dann. Du hast auch Taschengeld.“
„Jaja, Mom. Ich hab schon verstanden.“ Sagte ich grinsend und nahm ihr Luana vom Arm.
Ich lief die Treppe hoch und in ihr Kinderzimmer. Meine Mom war mir gefolgt.
Ich lief zum Schrank und suchte einen Strampler raus. Und eine Jacke. Ich musste sie schon etwas wärmer anziehen, da es schon Herbst wurde.
Sie war nicht viel gewachsen seit der Geburt, das war gut, so musste ich noch keine neuen Klamotten kaufen. Ich nahm die Sachen in die Hand und lief mit Luana rüber zum Wickeltisch.
Ich legte sie darauf, gab ihr ihren Teddy, da sie das Wickeln hasste und so ein wenig abgelenkt war.
Normalerweise übernahm das Zac, er stand dann immer neben mir und schnitt Grimassen für sie.
„Du machst das richtig gut.“ Meinte meine Mom irgendwann.
„Danke. Weißt du was?“ Sie schüttelte den Kopf. „Immer wenn ich in diesem Zimmer bin, dann hab ich das Gefühl, Dad passt auf uns auf. Das hab ich im ganzen Haus. Aber hier besonders stark.“ Erzählte ich ihr.
„Ich hab hier auch das Gefühl, dass dein Vater anwesend ist.“ Meinte sie.
„Kannst du dann nicht verstehen, dass ich hier bleiben möchte? Ich fühle mich hier sicher.“ Erklärte ich ihr dann. Sie nickte.
„Ich verstehe dich, aber du kannst immer wieder nach Hause kommen, wenn du dich allein fühlst.“ Sagte sie und nahm mich in den Arm.
Ich zog Luana noch die Jacke an und dann waren wir bereit zum Shoppen.
Part o5
Es war langweilig. Todlangweilig. Hatte er etwa gedacht, die Vorlesung wird spannend oder so? Nein, eigentlich nicht. Aber vielleicht hatte er es gehofft, damit er abgelenkt wurde. Aber stattdessen kreisten seine Gedanken wieder um Vanessa und Luana.
Was die beiden jetzt wohl machten? Hoffentlich hat Starla oder Dylan oder Mom sie und die Kleine beansprucht, damit sie abgelenkt war.
Er freute sich schon, ihre Stimme heute Abend zu hören, und sie über die Web-Cam zu sehen. Deswegen hoffte er, dass der Tag schnell dem Ende zu ging.
„Bist du festgewachsen, Zac?“ hörte er auf einmal eine Stimme. Er schaute sie erschrocken um. „Die Vorlesung ist vorüber, willst du nicht auch gehen?“ Es war Jared, der mit ihm redete.
„Ja, klar. Sorry, ich war abwesend.“ Entschuldigte er sich und folgte Jared.
„Das ist mir aufgefallen.“ Meinte dieser bloß.
Schweigend liefen sie zur Sporthalle, sie hatten jetzt Basketball und in drei Wochen begann die neue Saison, in der er für die Red Hawks spielte. Er war jetzt ein Red Hawk, kein Wild Cat mehr. Es fiel ihm zwar schwer das ein zu sehen, da er viel mit den Wild Cats verband, aber irgendwann, sagte er sich, würde es für ihn normal sein.
„Yeah man, da sind unsere Neuen!“ riefen ein paar Jungs, die schon in den Umkleiden waren, als sie reinkamen.
„Yeah, Red Hawks!“ rief Jared, als er rein kam und lief zu seinem Spind. Er hob bloß kurz die Hand zur Begrüßung.
„Hey, Jungs.“ Meinte er dabei schlicht.
„Yo, man. Alles klar?“ Jemand hatte freundschaftlich einen Arm um die Schultern gelegt.
Er schaute auf, neben ihm stand ein Junge mit kurzen, dunklen Haaren.
„Ich bin Taylor.“ Stellte er sich vor.
„Hey. Zac. Ja, alles klar, bei mir.“ Meinte er dann und machte sich dran sein Schloss auf zu machen.
„Es scheint mir aber, als sei bei dir gar nichts klar. Willst du reden?“
„Nicht jetzt.“ Er holte sein Handy raus. Vanessa hatte geschrieben.
„Also wenn du reden willst, ich bin immer da. Ich wohne im Wohnheim 5 Zimmer 324.“
Er nickte abwesend und las die Sms. „Ich wohne auch da. Zimmer 314.“ Meinte er noch schnell.
„Cool.“
„Yo.“ Taylor ging wieder zu seine Spind und zog sich um. Er fragte sich, was Vanessa jetzt schon wieder angestellt hatte, als er die Sms las und musste schmunzeln.
Er antwortete ihr und legte dann das Handy in den Spind und zog sich dann auch um, wie die anderen.
Sobald sie fertig waren, gingen sie in die Halle. Taylor redete ihn zwar voll, aber er schien echt okay zu sein. Genau, wie die anderen Jungs aus dem Team.
Sie wärmten sich auf und dann machten sie ein Trainingsspiel.
„Hey, ihr beide seid echt nicht schlecht.“ Meinte ein blonder Junge, während sie zurück in die Umkleiden gingen.
„Danke, Alter.“ Meinte er bloß.
„Ich bin Kellan.“ Stellte er sich vor. „Habt ihr Lust heute Abend mit einen trinken zu gehen?“ Jared stimmte sofort ein.
„Und du?“ fragte Kellan.
„Ich muss noch was erledigen, vielleicht komme ich nach.“ Sagte er dann.
Part o6
Er zog sich seinen Pullover drüber und zog sich die Kapuze über den Kopf.
Dann verlies er sein Viererzimmer und machte sich auf in die Bücherei, wo die Computer standen.
Er hoffte, dass ihn keiner aus dem Team erkannte und ihn von dem Gespräch abhalten würde. Aber er hatte Glück gehabt.
Er machte die große, hölzerne Tür zur Bücherei auf und suchte sich einen PC weit weg von den anderen.
Er fuhr ihn hoch und schaute auf die Uhr. Es war zehn vor acht. Um acht wollten sie sich treffen.
Er loggte sich in Skype ein, was ein wenig dauerte. Dann startete er die Web-Cam.
Auf einmal erschien Vanessa’s Bild und der Text besagte einen eingehenden Anruf. Er hob ab und zwei Sekunden später sah er sie und Luni.
„Hey meine Süßen!“ sagte er freudestrahlend. Vanessa winkte in die Kamera und tat so, als würde sie ihn küssen.
„Ich seh dich.“ Sagte sie freudig.
„Ich dich auch. Ich bin so froh, dich zu sehen.“ Sagte er und lehnte seinen Kopf auf die Hände.
„Ich bin auch froh, ich vermisse dich, Zac!“ sagte sie und wendete den Blick ab. Dann hob sie kurz die Hand und wische sich über das Gesicht.
„Hey, Süße. Nicht weinen, okay?“ Sie nickte schluchzend.
„Ich bin so eine Heulsuse, und dumm bin ich auch.“ Lachte sie und wischte sich noch mal über die Augen.
„Das hast du mir schon gesagt, was hast du wieder angestellt?“ fragte er grinsend.
„Ich hab vergessen, dass auf in Albuerquerque bist.“ Sagte sie und zwang ein Lächeln hervor. „Ich hab erst gedacht, du hast mich ohne ein Wort zu sagen verlassen, weil du nicht im Bett gelegen hast und dein Schrank leer war, wenn du mir nicht eine Sms geschrieben hättest in dem Moment, wäre ich glaub ich ausgeflippt.“
Er war ein wenig geschockt von dem, was er gerade gehört hatte.
„Ich würde dich nie verlassen! Das weißt du!“ sagte er dann. Sie nickte.
„Ich weiß, das hab ich mir auch gesagt, aber du weißt doch, wie verwirrt ich am Morgen immer bin.“
„Ohja, das weiß ich.“ Er musste lachen.
„Wie war dein Training?“ fragte sie ihn und wippte dabei Luana hin und her, sie schien zu schlafen.
„Gut, es ist härter, als in der High School, aber das war mir klar. Ich habe aber ein ganz gutes Gefühl, für das erste Spiel.“
„Das freut mich. Wie war die Vorlesung?“
„Ich weiß es nicht. Ich hab gar nichts mitgekriegt, Jared hat mich irgendwann drauf hin gewiesen, dass sie vorbei ist, als der Hörsaal schon fest leer war.“ Sagte er grinsend.
„Mensch, Zac. Du sollst aufpassen!“ beschwerte sie sich lachend.
„Glaubst du mir, dass es wirklich langweilig war?“ Sie nickte und dann hörte er leichtes Gejammer.
„Mist...“ fluchte sie leise und legte Luana sanft über die Schulter. „Sie ist aufgewacht und quengelt...“ meinte Vanessa und schaute wieder in die Cam. „Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich hab sie schon gestillt und gewickelt hab ich sie auch. Ich glaube sie bekommt mit, dass du weg bist.“ Meinte sie betrübt.
„Zeig ihr mein Gesicht.“ Forderte er sie auf. Sie schaute ihn fragend an, tat aber war er sagte.
„Sag Daddy mal Hallo!“ sagte sie lachend, drehte sie um und hielt sie vor die Kamera.
„Hallo, mein Engel!“ sagte er und grinste. „Na, willst du wieder nicht schlafen?“
Luana lachte ein glockenhelles Lachen. Das machte ihn glücklich, sie glücklich zu sehen.
„Ich glaube, das ist gut.“ Hörte er Vanessa sagen. „Mach mal irgendwas witziges, dann freut sie sich.“ Meinte sie dann. Er schnitt eine Grimasse und Luana lachte wieder.
Mittlerweile hatte Vanessa Luana auf ihren Schoß gesetzt, sodass Luana ihn sehen konnte.
„Hast du heute Abend nichts vor?“ fragte Vanessa. Er schüttelte den Kopf.
„Die Jungs haben gemeint, ob ich mit einen Trinken gehe. Ich hab gesagt wann anders.“
Sie schaute ihn empört an.
„Wirklich, wegen mir hättest du das nicht machen müssen. Unternimm was mit deinen Freunden!“ sagte sie lächelnd.
„Das nächste Mal sag ich ja.“ Versprach er, ebenfalls grinsend. Vanessa gähnte. E schaute auf die Uhr. Sie redeten mittlerweile schon über eine Stunde.
„Sei mir nicht böse, aber ich bin hundemüde, das heute früh war nicht so berauschend...“ gähnte sie.
„Ich bin dir nicht böse. Du brauchst deinen Schlaf.“ Sagte er grinsend. „Schlaf schön, mein Schatz. Du weißt du kannst mich Tag und Nacht anrufen, wenn etwas ist.“ Sie nickte.
„Ich weiß Zac. Schlaf du auch gut, und träum von mir. Ich träume von dir, versprochen.“
„Das ist schön, ich träume den ganzen Tag von dir, ehrlich.“
„Ich wusste schon immer, dass du ein Tagträumer bist. Mein großer Zac in seiner eigenen kleinen Welt.“ Lachte sie.
„Ich liebe dich.“ Meinte er sehnsüchtig.
„Ich liebe dich auch, Red Hock...“ meinte sie und gähnte.
„Bis morgen.“
„Ja, bis morgen.“ Sie warf ihm eine Kusshand zu und dann trennten sie gleichzeitig schweren Herzens die Verbindung.
Er ging nicht zu den anderen, er ging gleich zurück in sein Zimmer und legte sich in sein Bett. Er kramte das Bild von Vanessa und Luana raus und betrachtete es bis er eingeschlafen war.
Part o7
Jetzt war schon eine Woche vergangen, in der Zac in Albuerquerque. Ich war mir sicher, dass Luana weiß, dass Zac nicht hier war.
Sie quengelte die ganze Zeit, und wenn ich sie ins Bett bringen wollte, fing sie an zu weinen.
Und wenn sie weinte machte mich das traurig, weil ich Zac genauso vermisste, wie sie.
"Komm Süße, du brauchst nicht weinen, wir sehen Daddy doch bald wieder." versuchte ich sie zu beruhigen und wippte sie hin und her. Aber sie wollte einfach nicht aufhören.
Ich lief mit ihr runter ins Wohnzimmer und legte sie auf ihre Babydecke, dort fing sie noch mehr an zu schreien.
"Bitte, Luana, nur einen Moment!" Verzweifelt lies ich sie dort liegen, rannte ins Büro und kramte ein Bild von Zac raus. So schnell ich konnte, und ohne stolpern lief ich zurück ins Wohnzimmer. Ich kniete mich neben sie und wedelte ihr mit dem Bild vor dem Gesicht rum. Sie schaute mich verwundert an.
"Schau mal, da ist Daddy." sagte ich und lächelte sie mich an. Sie griff mit ihrer kleinen Hand nach dem Bild und hielt es hoch.
Ihr lief zwar noch eine Träne über die Wange, aber sie lachte wieder. Mit einem Tuch trocknete ich ihr Gesicht und dann lies ich sie mit dem Bild im Wohnzimmer.
Erschöpft ging ich in die Küche und machte mir einen Kaffee.
Ich schnappte mir das Telefon und wählte Stella's Nummer.
"Stella Hudgens?" meldete sie sich.
„Hey, Stella!“
"Hallo Schwesterherz! Wie geht's dir?"
"Wie soll es mir schon gehen? Haben du und Dylan Zeit? Ich hab mir gedacht, wir könnten mal wieder was zusammen machen."
"Wie haben die ganze letzte Woche etwas zusammen gemacht." lachte sie.
"Bitte!" jammerte ich ins Telefon.
"Für meine allerliebste Schwester und ihre Tochter haben wir doch immer Zeit." meinte sie dann. "Wir sind in einer Stunde da. Bye." Dann tutete es, bevor ich Tschüss sagen konnte.
Ich holte meine Tasse aus der Küche und setzte mich aufs Sofa, dann nahm ich die Fernbedienung und zappte durch das Programm. Aber gutes lief nicht. Und anrufen konnte ich Zac jetzt auch nicht, da er wieder in einer Vorlesung war.
Nach endlosen 60 Minuten kamen dann endlich Stella und Dylan.
"Hey, ihr beiden!" begrüßte ich sie, bevor sie klingeln konnte, da Luni eingeschlafen war, mit dem Bild in der Hand. "Seid bitte leise, Luana schläft." flüsterte ich und lies sie herein. Sie nickten und wir gingen zusammen ins Wohnzimmer.
"Hat sich Zac gemeldet?" fragte Dylan.
"Natürlich, was denkst du denn?" sagte ich empört.
"Ich wollte doch nur wissen, ob er sich gemeldet hat. Ich kann ja nicht wissen, dass du gleich so aufbraust…" murmelte er und schaute mich böse an.
"Tut mir Leid… Ich weiß auch nicht was mit mir los ist…" entschuldigte ich mich sofort.
"Wir haben eine Überraschung für dich." meinte Stella auf einmal. Ich schaute sie fragend an.
"Warum?" fragte ich skeptisch.
"Weil wir finden, du solltest mal wieder lachen und drei Monate ohne Zac, ist eine verdammt lange Zeit." Sie warf Dylan einen bedeutenden Blick zu und dieser zog einen Umschlag aus der Jacke.
Ich nahm ihn entgegen und betrachtete beide skeptisch.
"Was ist da drinnen?" Ich traute den beiden nicht richtig, weiß auch nicht warum.
"Mach es einfach auf!" seufzte Stella. Ich gab klein bei und tat was sie mir sagte. Zum Vorschein kamen zwei Flugtickets.
"Wozu brauch ich die?" fragte ich verwirrt.
"Les doch erst mal wo es hin geht." meinte Dylan. Ich war immer noch sehr skeptisch, was das ganze Getue im Moment anging.
Ich schaute genau hin und als ich las, was da stand, hab ich gedacht ich spinne.
Flug nach Abuerquerque
30.September, 20:40 Uhr
"Das ist nicht euer ernst, oder?" fragte und musste mich selbst kneifen um mir zu beweisen, dass es kein Traum war.
"Natürlich, wir wollen, dass du glücklich bist. Deswegen können du und Luni zu Zac Spiel, am 1. Oktober da sein." meinte Stella. Ungläubig fiel ich den beiden um den Hals.
Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, dass ich nach Abuerquerque flog.
"Aber verrate es ihm nicht, okay? Für Zac wäre es bestimmt auch eine tolle Überraschung." meinte Dylan.
Ich nickte. "Ich schweige, wie ein Grab." versicherte ich ihm.
"Das will ich sehen, Plappermaul." Ich streckte ihm trotzig die Zunge raus, aber böse meinte ich es natürlich nicht.
"Aber eigentlich muss ich da wieder in die Schule…" meinte ich, als ich noch mal auf das Datum schaute. Stella schüttelte den Kopf.
"Mom hat dich frei gestellt."
Part o8
Sein Handy vibrierte. Vanessa rief an. Wahrscheinlich hatte sie vergessen, dass es eine Zeitverschiebung gab, weil es hier mittlerweile ein Uhr nachts war. Aber das war im Moment egal, er hatte sowieso nicht geschlafen. Er drückte auf ‚Abheben’ und führte das Telefon ans Ohr.
„Vanessa?“ fragte er ruhig. Im Hintergrund hörte er Luana schreien.
„Hey Zac, tut mir Leid, dass ich so spät noch anrufe, aber ich weiß nicht mehr, was ich machen soll!“ hörte er sie schluchzen.
„Hey, hey, beruhige dich, bitte, Schatz. Ich hab doch gesagt, du kannst mich immer anrufen.“ Er stand vom Bett auf und schlich sich aus dem Zimmer. Während sie ihm alles erzählte, lief er den Gang entlang und in den leeren Gemeinschaftsraum.
„Sie hört einfach nicht mehr auf, ich kann nicht mehr. Ich hab es schon mit dem Bild von dir probiert, am Anfang hat es noch geklappt, aber jetzt hilft auch das nicht mehr...“ sagte sie fertig und verzweifelt.
„Meinst du sie reagiert auf meine Stimme?“ fragte er nachdenklich.
„Lass uns einfach alles ausprobieren, was über die Distanz möglich ist!“ flehte sie.
„Ist gut, aber beruhig du dich auch wieder, Schatz.“ Sagte er und versuchte ruhig zu bleiben. Ihn quälte es, zu wissen, dass es seinen Mädchen nicht gut ging.
„Hey meine Maus, hör doch mal auf zu schreien, sonst hörst du nicht, was Daddy dir sagen möchte.“ Hörte er Vanessa am anderen Ende liebevoll sagen. „Ich mach jetzt auf Lautsprecher, sag einfach irgendwas, okay?“ meinte sie dann zu ihm.
„Mach ich... Luana, mein kleiner Engel?“ sagte er leise in den Hörer, da er nicht wollte, dass irgendjemand, etwas mit bekam. Am anderen Ende hörte er ein wehleidiges Gejammer. „Hey, Engel, du brauchst doch nicht weinen, Daddy ist immer bei dir, auch wenn du ihn nicht sehen kannst. Du hast also keinen Grund, zu weinen.“ Langsam verstummte das Quengeln und verwandelte sich in leises Schluchzen.
„Das ist gut Zac, mach bitte weiter.“ Vanessa hörte sich erleichtert an.
„Soll ich etwas singen?“ fragte er.
„Ja, vielleicht schläft sie dann ein.“
„Little Lullaby?“
„Jaa, sing das. Sie liebt dein Lied.“
„Hey my little angel,
You know how much I love you.
You’re the greatest gift in the world
And I promise, you’ll always be
My little girl.
So fall asleep,
We’ll meet tomorrow
You wake us up with your
Lucky laugh, but now it’s time
To go to bed,
This is your little lullaby.
Hey my little angel,
You know how much I love you.
You’ll always be safe with me,
I never will leave you alone
Because forever you’ll stay
My little girl.
So fall asleep,
We’ll meet tomorrow
You wake us up with your
Lucky laugh, but now it’s time
To go to bed,
This is your little lullaby.
Even when you’re grown up,
We will always be here for you,
So don’t worry,
There is always someone
You can count on.
Daddy’s little girl,
Is always his girl, nothing can change that,
That’s a fact.
I love you.
So sleep now,
We will be there, if you cry.
This is your little lullaby.“
An der anderen Seite hörte er konstantes sanftes Atmen. „Schläft sie?“ fragte er.
Von der anderen Seite kam keine Antwort. Auf seinem Gesicht breitete sich ein zufriedenes Lächeln auf. „Du scheinbar auch. Schlaf gut, mein Schatz.“ Meinte er noch und dann legte er auf.
Part o9
„Alles klar, Alter?“ hörte er eine bekannte Stimme. Er drehte sich erschrocken um und sah diesen Taylor und Kellan.
„Scheiße...“ nuschelte er und stand auf. Er wollte wieder in sein Zimmer gehen, aber die Jungs ließen ihn nicht durch.
„Könnt ihr bitte auf Seite gehen?“ fragte er und schaute sie genervt an.
„Vergiss es, du sagst uns jetzt, was abgeht.“ Meinte Taylor.
„Da geht nichts ab.“ Meinte er und wollte sich durch drängen, aber beide packten ihn links und rechts an den Armen und zogen ihn zurück aufs Sofa.
„So du redest, wir hören zu.“ Meinte Taylor und lies sich auf dem Fußboden vor ihm nieder. Kellan saß auf dem anderen Sofa.
„Da gibt’s nichts zu erzählen.“ Winkte er ab und wollte wieder aufstehen.
„Und für wen hast du dann das Schlaflied gesungen, wohl nicht für deinen Hund?“ fragte er gelangweilt.
„Ihr habt es gehört?“ fragte er ungläubig und lies zurück ins Sofa fallen. „Scheiße...“ seufzend rief er sich die Augen und starrte dann an die Decke.
„Das war nicht scheiße...“ meinte Kellan. „Das war echt gut.“
„Okay Jungs, das ist egal, das ist wirklich nichts, worüber man reden muss.“ Meinte er, klatschte sich auf die Beine und stand auf.
„Oh nein, ich glaube, das ist nicht ganz egal.“ Sagte Taylor genervt und hielt ihn am Fuß fest, da er vom Boden aus nichts anderes zum Greifen bekam.
„Es ist egal.“ Sagte er wütend und befreite seinen Fuß aus Taylors Griff, dann lief er aus dem Gemeinschaftsraum.
„Wir sehen doch, dass es dir scheiße geht! Sag uns einfach, was los ist!“ rief Taylor ihm in den Gang hinter her.
Wütend drehte er sich um.
„Mein Gott, ich hab eine kleine Tochter, die nicht einschlafen wollte und eine Verlobte, die verzweifelt bei mir angerufen hatte. Beide leben am anderen Ende von diesem gottverdammten Kontinent, zufrieden, dass ihr es jetzt wisst?!“ schrie er sie an, rannte wütend in sein Zimmer, holte seinen Pullover, wobei es ihm egal war, ob er laut war oder nicht, und verschwand nach draußen auf den Campus.
Er rannte bis er am Strand war und setzte sich dann dort in den Sand.
Das Rauschen der Wellen in der Dunkelheit, beruhigte ihn ein wenig. Der Strand hier war nicht so schön, wie der in L.A., dachte er.
„Alter, du hast eine Tochter?“ hörte er hinter sich eine Stimme, aber er drehte sich nicht um, da er genau wusste, dass sie ihm gefolgt waren.
„Ja, los lacht.“ Sagte er trotzig.
„Wieso sollten wir lachen?“
„Was weiß ich?“ Er zuckte die Schultern.
„Wieso hast du uns es nicht einfach gesagt, dass ist doch nicht schlimm. Ich find das cool. Hast du ein Bild?“ fragte Taylor und setzte sich neben ihn.
„Klar, immer.“ Sagte er und zog das, was Vanessa ihm gestern per Mail geschickte hatte, raus und gab es den beiden.
„Das ist deine Tochter?“ fragte sie und grinsten. Er nickte. „Die ist ja voll süß!“ meinte Taylor.
„Das ist sie wirklich, wenn sie glücklich ist und ihr kleinen Augen strahlen, dann ist sie so niedlich...“ erzählte er und musste Lächeln, bei dem Gedanken an Luana.
„Du hast ne verdammt hübsche Freundin.“
„Oh ja, das kannst du laut sagen.“
„Wie heißen die beiden?“ fragte Kellan neugierig.
„Die Kleine heißt Luana und meine Freundin, Vanessa.“
„Wie alt ist die Kleine?“ Er kam sich langsam vor, als wäre er beim Psychiater, der ihn über sein Leben ausfragte um ihm Ratschläge zu erteilen.
„Sechs Wochen.“ Antwortete er.
„Wann siehst du die beiden wieder?“
„Trimesterferien.“
„In drei Monaten?!“ fragten sie ungläubig.
„Anders geht es nicht, Vanessa geht in die Schule und das Training und die Spiele beanspruchen mich genug.“
„Verdammt...“ nuschelte Kellan.
„Naja, morgen reden wir über die Wab-Cam, ihr könnt mit kommen, dann seht ihr sie.“
Part 1o
Am morgen wurde ich von Luana geweckt, wie sie herzlich lachte, und mir an den Haaren zog.
„Aua, aua, aua… Süße Maus, das tut der Momma weh…“ sagte ich verschlafen und löste vorsichtig ihre kleinen Finger von meinen Haare.
Dann fiel mir mein Handy ins Blickfeld, als ich mich aufrichtete und streckte. Ich grabschte danach und schaute, wie lang es jetzt noch die Verbindung gehalten hatte.
„Neun Stunden! Zac bringt mich um…“ Am anderen Ende tutete es schon, aber trozdem, ich hatte nicht aufgelegt, das heißt die Handyrechnung wird hoch werden.
Seufzend nahm ich Luana auf den Arm und ging mir ihr runter ins Wohnzimmer. Ich machte mir einen Tee und schaltete dann den Fernseh ein.
Dann lief ich zurück in die Küche, holte die Tasse mit dem heißen Wasser und tat einen Vanille-Himbeer Teebeutel rein.
Mit der Tasse in der einen Hand und Luana auf den Arm setzte ich mich ihm Wohnzimmer aufs Sofa und schaltete Scrubs ein.
Während ich Scrubs schaute, stillte ich Luni und trank meinen Tee.
Mir war jetzt schon wieder langweilig. Ohne Zac war alles blöd, langweilig und einseitig. Und die Tage wollten auch nie enden, vor allem, weil Luana immer anfing zu weinen, wenn ich sie ins Bett brachte. Ihr fehlte Zac, das merkte ich, so wie mir.
Deswegen freute ich mich umso mehr, ihn bald wieder, so richtig, sehen zu können.
Klar, heute Abend über das Internet, aber das ist nicht dasselbe, wie wenn ich ihn vor mir stehen habe.
Ich wollte heute niemanden anrufen, damit er mich ablenkte, denn ich beanspruchte die anderen echt genug, und hatte deswegen schon ein schlechtes Gewissen.
Auf einmal klingelte es an der Tür.
Ich legte Luana auf ihre Decke, zog mein T-Shirt runter und lief dann hin.
„Oh, hallo David! Mit dir hab ich gar nicht gerechnet.“ Begrüßte ich ihn und hielt ihm die Tür auf.
„Ich weiß. Überraschung.“ Meinte er grinsend und trat ein. Ich bedeutete ihm, dass er mir folgen sollte und ging wieder zurück ins Wohnzimmer.
Wir setzten uns beide hin und David nahm Luana in den Arm.
„Okay, was gibt’s, dass ich von dir einen Überraschungsbesuch bekomme?“ fragte ich ihn neugierig.
„Zwei Sachen. Erstens, hab ich was für dich und Luana.“ Er zog eine Tüte aus seiner Jackentasche, die war nicht sonderlich groß, und gab sie mir.
Ich nahm sie entgegen und holte raus, was drinnen war. Es waren zwei Sachen. Ein kleines T-Shirt in Luanas Größe und dasgleiche in meiner Größe. Ich faltete beide auf und erkannte zwei Red Hawk Trikots.
Ich drehte Luana’s um und schaute auf die Rückseite.
Daddy’s little girl
14
Das war die Aufschrift.
“Nein, weiß süß! Wo hast du die denn herbekommen?“ fragte ich strahlend.
„Aus dem Shop, Zac hat mal erwähnt, dass es einen gibt.“ Antwortete er bloß.
Ich faltete Luana’s wieder ordentlich zusammen und klappte dann meins auf.
„Mrs Vanessa Anne Efron? Das ist ja total cool!” freute ich mich und life ins Schlafzimmer um es an zu ziehen.
„Und, wie schaue ich aus?“ fragte ich stolz und präsentierte ihm das Trikot.
„Eine hübsche junge Dame, die alles tragen kann.“ Meinte er grinsend. Ich lief zu ihm und fiel ihm dankbar um den Hals.
„Danke, David! Das ist echt ein richtig tolles Geschenk!“ bedankte ich mich abermals. Er lachte.
„Kein Ding, Vanessa. Und jetzt kommt wieder das Kind in dir raus…“ sagte er lachen. Ich steckte ihm die Zunge raus.
„Ich bin ja auch noch nicht volljährig, da darf ich das.“ Grinste ich.
Part 11
Die zweit Sache, warum David zu mir gekommen war, dass er meinte, ich sollte mir mal einen Tag mit meinen Freunden gönnen, er würde auf Luana aufpassen und mit ihr in den Zoo gehen.
Ich war zwar ein wenig skeptisch, aber ich stimmte zu.
„Dann kann ich zur zweiten Pause in die Schule gehen und mal schauen was ich schon alles verpasst habe…“ meinte ich, stand auf und lief in die Küche.
David blieb im Wohnzimmer und spielte mit Luana, während ich ihre Flasche raussuchte. Ich kochte im Wasser im Wasserkocher, während ich oben, die Windeln und ihr Wickelzeug in eine Tasche packte.
Ich nahm noch eine warme Jacke und Schuhe mit und ging dann wieder runter. Ich stellte alles ab und ging dann wieder zurück in die Küche, wo ich das heiße Wasser umfüllte in eine Thermoskanne. Ich holte noch ein Gläschen aus dem Schrank und einen Löffel, und dann packte ich alles noch mit in die Windeltasche.
„So, ich hab dir alles in die Tasche gepackt.“ Meinte ich als ich zurück ins Wohnzimmer ging und ihm die Tasche gab. „Heißes Wasser ist drinnen, du musst dann nur den Teebeutel noch in die Flasche tun. Windeln und so ist auch alles drinnen.“
„Gut, aber mach dir bitte keine Gedanken, ich war schon mal Vater, jetzt bin eben Opa.“ Meinte er grinsend.
„Ich weiß, aber ich bin halt so.“ grinste und zog Luana die Jacke und die Schuhe an. Zum Schluss befestigte ich noch ihren Schnuller an der Jacke.
„So, süße Maus, du gehst jetzt mit Grandpa in den Zoo.“ Erzählte ich ihr und legte sie in ihren Kinderwagen und deckte sie zu.
Dann fiel mir noch ein, dass ich ihm das Bild von Zac geben wollte, dalls sie sich nicht beruhigte. Ich lief ins Wohnzimmer und holte, das schon ein wenig verknickte, Bild und gab es David.
„Wenn sie nicht mehr aufhört, dann gib ihr das Foto, und wenn das nicht funktioniert, dann ruf mich oder Zac an, aber Zac ist bis zwölf Uhr in einer Vorlesung und danach hat er Training…“ redete ich außer Atem einfach los.
„Hey mach dir keine Gedanken, Vanessa. Ich hab schon ein Kind groß gezogen.“ Meinte er grinsend und nahm das Bild, dass ich ihm hingehalten hatte.
„Ich weiß.“ Sagte ich zerknirscht und dann schickte ich die beiden los in den Zoo.
Ich winkte den beiden noch und dann schloss ich erleichtert die Tür.
Einen Tag ohne die kleine würde mir sicher mal gut tun, ich konnte mich in der Schule wieder blicken lassen und meine Freunde, die durch die Kleine viel zu kurz kommen, genauso, wie abendliche Partygänge und desgleichen, würde ich auch wieder sehen.
Ich ging hoch ins Bad und duschte mich erst mal. Ich wusch mir die Haare und meinen Körper und machte mich anschließend für die Schule zurecht.
Ich zog mir einen Langarmpullover an, mittlerweile hatte ich wieder meine Kleidergröße, die ich vor der Schwangerschaft hatte, und eine lange Jeans.
Dazu noch meine pinken Lieblingschucks und mein Palituch.
Ich schnappte mir noch meine Weste, warf sie mir über und lief dann zur Bushaltestelle.
Es dauerte auch nicht lange, bis der Zwölf-Uhr-Bus kam.
„Oh, hallo Vanessa, du bist spät dran.“ Meinte Billy, der Busfahrer.
„Ich hab noch den Rest der Woche und die nächste Woche frei.“ Erklärte ich ihm und setzte mich hin.
Er wusste, so wie alle eigentlich, dass ich schwanger gewesen war.
Er fuhr mich und ein paar andere aus der Abschlussklasse, die verschlafen hatten, mit denen ich aber nichts zu tun hatte, zur Schule.
Es hatte grade zum Ende der Pause geläutet, als wir ankamen.
Part 12
Da ich noch keinen Stundenplan und keine Bücher hatte, beschloss ich erst einmal zum Sekretariat und dann ich die Bücherei zu gehen.
Mrs Wink sah mich ein wenig verdattert an, als ich rein kam.
„Hallo Vanessa, was machst du denn schon hier? Du bist doch noch frei gestellt!“ sagte sie verwirtrt.
„Ich weiß, aber Luana macht heut was mit David und ich hab gedacht, ich schau mal vorbei und hole mir den verpassten Stoff.“ Erklärte ich ihr.
„Achso, ja das ist sehr verantwortlich.“ Meinte sie dann und suchte meinen Stundenplan raus. „Du hast jetzt Chemie.“ Sagte sie dann.
Ich bedankte mich und verlies dann das Sekretariat.
Aber bevor ich in den Chemiesaal ging, holte ich mir noch die Bücher für dieses Jahr.
Es war mittlerweile mitten in der Stunde und mir war es ein wenig peinlich, jetzt einfach zu klopfen und da rein zu spazieren. Aber wenn ich es jetzt tat, dann würde ich in zwei Wochen nicht alle Augen auf mir haben.
Ich atmete einmal tief ein und dann klopfte ich.
Ich hörte, wie das Gemurmel drinnen verstummte und dann öffnete sich die Tür.
„Ach Sie sind es nur, kommen Sie rein. Haben Sie verschlafen?“ fragte Mr Gobbon und machte eine ausladende Handbewegung ins Klassenzimmer.
Ich schüttelte den Kopf. „Wieso kommen Sie dann erst jetzt?“ fragte er verwirrt.
Die anderen hatten mittlerweile wieder angefangen zu Reden und beachteten mich nicht weiter, was gut war.
„Weil ich gar nicht hier sein müsste.“ Flüsterte ich ihm zu. Er dachte kurz nach und dann schien es als hätte er einen Geistesblitz gehabt.
„Ach, stimmt. Sie haben ein Kind bekommen.“ Meinte er.
„Ja genau…“
„Tut mir Leid, das hatte ich vergessen. Sie könne sich hin setzten, wo sie wollen.“
Ich schaute mich um und sah Miley, die gerade darin vertieft war eine Formelgleichung auf zu stellen, neben ihr war noch ein Platz frei, wo ich mich hinsetzte.
„Hallo Miley.“ Begrüßte ich sie und holte das Chemiebuch aus meiner Tasche.
„Hallo Nessa.“ Sie blickte nicht von ihrem Heft auf und schrieb einfach weiter. Aber dann lies sie auf einmal den Stift fallen, starrte mich ungläubig an und fiel mir schreiend um den Hals.
Alle Blicke waren jetzt auf mich gerichtet, das wollte ich eigentlich vermeiden, was ja auch geklappt hat, bis zu Mileys Anfall.
„Du bist wieder da!“ rief sie überglücklich.
„Ich war nie weg.“ Meinte ich verwirrt.
„Du weißt schon, wie ich das meine. Aber warum bist du wieder da?“
„Weil mir langweilig war. Außerdem muss ich sonst so viel nachholen.“
„Und was ist mit Luni?“
„Dave ist mir ihr im Zoo.“
„Achso, das ist nett von ihm. Ach, mensch, ich verstehe die Gleichung nicht!“ fluchte sie und warf den Stift aufs Heft.
Ich nahm mir das Heft und schaute es an. Dann nahm ich den Stift und schrieb das fehlende rein.
„Ist doch gar nicht so schwer, was stellst du dich so an?“ meinte ich und schob ihr das Heft rüber.
„Nicht jeder ist so schlau, wie du…“ nuschelte sie und schaute sich an, was ich da geschrieben hatte, aber ihr standen immer noch tausend Fragezeichen im Gesicht.
Nach der Chemiestunde wurde ich von hundermillionen Menschen umlagert, die mich über Zac und Luana ausquetschten.
Ich lies es über mich ergehen und war froh, als die Schule dann wieder aus war. Ich nahm den Stadtbus und fuhr dann zur Uni, wo ich Ash besuchte.
Part 13
Ich fühlte mich irgendwie ein weing fehl am Platz, als ich über den riesigen Campus lief.
So klein und unerfahren kam ich mir vor. Es war gut, dass ich mich für den Abschluss entschieden hab und noch ein Jahr wartete auf die Uni in Aluerquerque zu gehen.
Natürlich hätten Zac und ich so zusammen sein können, aber da gab es auch noch Luana.
Überall liefen gerade ältere, hübsche Mädchen aus den Gebäuden und ich kam mir wirklich klein vor.
Ich lief war gerade debei das Mädchenwohnheim zu suchen. Ash hatte es mir zwar schon einmal gezeigt, aber ich hatte es wieder vergessen.
„Nessa?“ hörte ich eine Stimme. „Ist etwas passiert?“ Ich drehte mich um und erblick Ash und Scott. Oh, dachte ich, als ich ihn sah. Ich mochte Scott nicht wirklich, aber er ist ja Ash’s Freund nicht meiner
„Nein, es ist alles in Ordnung! Ich hab nur gedacht, ich besuche dich mal, wir haben ewig lang schon nichts mehr gemacht.“ Sagte ich fröhlich.
„Du hast Recht, wir müssen mal wieder einen richtigen Mädchennachmittag machen. Aber wo ist Luni?“ fragte sie.
„David.“ Meinte ich blos. Sie nickte. „Sie sind im Zoo, das tut Luana auch mal gut raus zu kommen.“
„Scott, ich mache heute was mit Nessa, ist das okay für dich? Du kannst ja mit Trace oder Ben was machen.“ Meinte sie lies seine Hand los und hakte sich bei mir ein.
Wir liefen zusammen vom Campus runter und in die Stadt, die von hier aus nicht mehr weit weg war.
Erst tranken wir einen Cafè im Dolce Vita.
„Wie geht es dir?“ fragte Ashle und setzte eine besorgte Mine auf, während sie den Keks in den Kaffee tauchte.
„Gut, ich schaff das schon. Luana ist nicht so anstrengend, sie schläft manchmal nur nicht ein.“ Erzählte ich ihr und lächelte ein falsches Lächeln.
„Bist du dir sicher? Bis zu den Trimesterferien ist es noch lang...“ sagte sie.
„Ich seh ihn in zwei Wochen schon wieder.“ Meinte ich und das Lächeln diesmal war echt. Voller Vorfreude auf Zac.
Ash schaute mich fragend an.
„Ich fliege nach Abuerquerque und bin bei seinem ersten Spiel dabei!“ sagte ich enthusistiasch. Auf Ash’s Gesicht bereitete sich ein Grinsen aus.
„Ist nicht dein Ernst?“ platzte sie dann raus.
„Doch! Dylan und Stella haben mir die Tickets geschenkt. Und das hab ich von David...“ Ich zog die Trikots aus der Tasche und reichte sie Ash.
Sie schaute sie sich an und fing dann an zu schreien.
„Wie süß ist das denn?!“
„Ich find es auch toll.“ Meinte ich bloß, da es mir ein bisschen peinlich war, dass sie einen so großen Aufstand deswegen machte.
„Das ist ja wie in einem Liebesfilm.“ Grinste sie.
„Wenn du meinst...“
Nach de Cafèbesuch gingen wir noch ins Kino und schauten uns den Film Selbst ist die Braut an, ehe wir uns von einander verabschiedete und ich wieder nach Hause ging um David und Luana in Empfang zu nehmen.
Ich sperrte die Tür zum alten Hale-Anwesen auf und trat rein.
Die Sonne ging mittlerweile unter und tauchte alles oragnerosarotes Licht. Dämmerungszeit, ich liebe diese Tageszeit, da war alles so still und friedlich.
Früher saßen Zac und ich oft am Strand und haben uns einfach den Sonneuntergang angeschaut.
Einmal waren wir sogar so lange dortgeblieben, dass wir am Strand eingeschlafen waren und am Morgen von irgendwelchen Touristen aufgeweckt wurden.
Ein anderes Mal hatten wir usn spontan dazu entschlossen in den Sonnenuntergang zu schwimmen.
Es klingelte an der Tür. Verblüfft drehte ich mich um und stellte fest, dass ich noch an der gleichen Stelle stand, wie vor einer virtel Stunde. Zac hatte Recht, ich war eine Tagträumerin. Er aber auch.
Ich machte auf und da stand David mit dem Kinderwagen.
„Hallo!“ begrüßte ich ihn herzlich und bat ihn rein. Als ich Luana sah, wurde mir erst bewusst, wie sehr ich sie den ganzen Tag vermisst hatte.
„Hey meine Süße, da bist du ja wieder!“ sagte ich und nahm sie votsichtig aus dem Kinderwagen. „War es mit Granpa schön im Zoo?“
Als Antwort strahlte sie mich an und ire Augen glänzten. „Das hab ich mir schon gedacht, dass es dir gefallen hat, mein Engel.“ Vorsichtig legte ich sie an meine Schulter und hielt ihren Kopf fest, da sie ihn noch nicht selber halten konnte.
„Danke, dass du mir ihr etwas gemacht hast.“ Bedankte ich mich bei David.
„Das ist doch selbstverständlich, dass ich etwas mit meiner Enkelin mache.“ Meinte er grinsend und gab mir wieder das Bild von Zac, dass ich ihm heute morgen gegeben hatte.
Wir verabschiedeten uns von einander und dann machte er sich wieder auf den Weg nach Hause.
Ich schloss die Tür hinter ihm und lief dann in die Küche, um mir etwas zu Essen machen.
Ich nahm es mit rüber ins Esszimmer und stillte dann Luana, während ich aß.
Als ich fertig war, räumte ich den Tisch ab, putzte noch einmal kurz darüber. Ich schaute auf die Uhr, es war zehn vor acht.
Ich holte Luana von ihrer Babydecke.
„Jetzt sehen wir gleich den Daddy!“ erzählte ich ihr glücklich und lief ins Büro.
Part 14
Ich loggte mich in Skype ein und wartete darauf, dass Zac endlich kam.
Während dem Warten surfte ich ein wenig im Internet. Luana lachte die ganze Zeit herzlich auf meinem Schoß, vor Vorfreude.
Langsam hatte ich das Gefühl, sie bekommt mehr mit, als man denkt.
Meine Lautsprecher gaben den hässlichen Kligelton von sich und dann erschien Zac’s Bild.
Ich drückte schnell auf abheben, stellte noch schnell die Cam richtig, sodass er uns beide sehen konnte und dann war auch alle fertig geladen und ich sah Zac und ein paar andere Jungs.
„Hallo Red Hawks?“ fragte ich grinsend. Und von der anderen Seite kam fröhliches Gelächter.
„Hallo Vanessa!“ riefen sie im Hintergrund und Zac hielt sich die Ohren zu.
„Hallo Schatz.“ Meinte er, nachdem die anderen dann verstummt waren. „Sie habe mich dazu gezwungen, sie mit zu nehmen.“ Meinte er und boxte dem dunkelhaarigen in die Seite.
„Willst du sie mir vorstellen?“
„Jeah, ich bin Taylor!“ reif der Dunkel und grinste in die Cam.
„Hallo Taylor.“ Sagte ich grinsend.
„Und das ist Kellan.“ Meinte er und deutete euf einen blonden. Dann sagten sie mir noch diverse andere Namen, die ich mir aber nicht alle merkte.
„Und was habt ihr heute gemacht?“ fragte Zac.
„Luni war im Zoo, das war schön meine Maus, oder?“ Sie lachte laut und wedelte mit den Händen in der Luft und es sah aus, als würde sie Zac berühren wollen, was mich wiederum traurig machte.
„Mit dir?“ Ich schüttelte den Kopf.
„Nein, David hat sie mir heute abgenommen. Ich war in der Schule und danach hab ich Ash vom College abgeholt.“
„Wieso warst du in der Schule?!“ fragte Zac verwirrt.
„Weil ich einen guten Abschluss will, ich verpasse viel zu viel, falls du vergisst, dass es da noch jemanden gibt, der meine volle Aufmerksamkeit braucht.“ Sagte ich ein wenig mürrisch.
„Wie könnte ich die Kleine vergessen?!“ meinte er ebenso mürrisch. Luana fing wieder an zu jammern und dann liefen ihr immer mehr kleine Tränen über das Gesicht.
„Oh nein, mein Schatz, was ist denn los?“ Luana war sehr müde, von dem Ausflug, das hat mir angemerkt, als sie schon nach Hause gekommen ist. Aber einschlafen würde sie nicht, da war ich mir sicher.
Ich hob sie vorsichtig hoch und legte sie an meine Schulter.
„Du brauchst nicht weinen, Daddy ist doch da!“ versuchte ich sie zu beruhigen und wippte sie hin und her, aber das brachte alle nichts.
„Es tut mir Leid, Jungs, sie ist müde...“ meinte ich erschöpft. „Wartet kurz... „Hey my little angel, you know how much I love you…” fing ich an ihr Schlaflied zu singen.
“You’re the greatest gift in the world and I promise, you’ll always be my little girl…” hörte ich dann Zac’s Stimme.
“So fall asleep, We’ll meet tomorrow you wake us up with your lucky laugh, but now it’s time to go to bed, This is your little lullaby.” stimmten die anderen ein.
Ich schaute erleichtert in die Kamera und alle zusammen sangen wir sie in den Schlaf.
Ich legte sie in den Kinderwagen, der immer im Büro stand und dann wendete ich mich wieder Zac zu.
“Danke.” Sagte ich erleichtert. “Woher kennen die anderen dein Lied?” fragte ich.
“Wenn Zac mitten in der Nacht im Gemeinschaftsraum singt, dann gibts da schon neugierige Menschen.” Meinte dieser Taylor.
“Und du bist einer von ihnen.” Stellte ich fest.
“Exakt.” Meinte er nickend.
Part 15
Die Woche, die ich noch zu Hause bleiben konnte, verging wie im Flug, und ich hatte wieder Schule.
Ein schlechtes Gewissen plagte mich jeden Tag, wenn ich Luana bei meiner Mutter oder Starla lies, obwohl ich wusste, dass sie dort gut aufgehoben war.
Heut war Donnerstag und die Schule war mittlerweile aus. Morgen würde ich nach Albuerquerque fliegen, dort das Wochenende verweilen und am Dienstag wieder zurück.
Es ist zwar nur eine kurze Zeit, aber dafür, dauerte es dann nicht mehr lange, bis Zac Trimesterferien hatte.
Ich war gerade beim Kofferpacken, als Luana aufwachte.
Ich lief zu ihrer Wiege und nahm sie in den Arm.
Sie war den ganzen Tag fröhlich und hat viel gelacht, aber abends war sie immer unendlich traurig und weinte bloß.
“Hey, mein Engel. Es dauert nicht mehr lang, bis wir Daddy sehen, du musst dich nur noch einen Tag gedulden.” Ich zog das Bild von Zac aus meiner Tasche gab es ihr und legte sie dann wieder in die Wiege.
Das Bild hatte zwar nicht so eine starke Wirkung, wie wenn sie ihn über Web-Cam sieht, aber es reichte für den Moment.
Ich packet noch den Koffer zu Ende, klappte ihn zu, aber schloss ihn noch nicht, da ich morgen noch andere Sachen hineintun musste.
Ich nahm Luana von ihrer Spieldecke und legte sie mit in mein Bett, da sie sowieso nicht schlafen würde.
Am nächsten Morgen stand ich auf, Luana war endlich eingeschlafen um halb sechs und ich hatte eine halbe Stunde Schlaf abbekommen.
Träge lief ich ins Bad um mich zu duschen. Als ich fertig war sah ich trotzdem noch aus wie ein Monster. Tiefe Augenringe zeichneten sich unter meinen Augen ab und meine Haut war trocken.
Müde putze ich mir die Zähne und föhnte mir die Haare.
Ich packte meine letzten Sachen in den Koffer und schloss ihn dann endgültig.
Heute war ich schon freigestellt von der Schule, was auch gut war, denn ich wäre hundertpro eingeschlafen.
Der Tag verging wie im Flug und um vier Uhr Nachmittag standen dann Mom, Stella und Starla, David und Dylan vor meiner Tür um mich zum Flughafen zu bringen.
„Ein Abschiedskomitee.“ Stellte ich fest, holte meinen Koffer und mein Handgepäck und gab ihm David.
„Natürlich, denkst du wir lassen sich einfach so gehen?“ meinte Stella. Ich schüttelte den Kopf.
„Mich wundert es, dass du nicht wieder irgendwas ausgeheckt hast.“ Lachte ich dann.
„Was du wieder denkst…“ kopfschüttelnd ging sie voraus. Ich nahm Luana’s Maxicosi und folgte den anderen.
Sie waren mit zwei Autos da, was die Sache ein wenig leichter machte und wir mussten uns nicht hinten reinquetschen.
Luana hatte den ganzen Tag noch nicht geweint, was ein gutes Zeichen war.
Sie war munter und brabbelte die ganze Zeit vor sich hin, während wir zum Flughafen fuhren.
Als wor dort waren, half mir David meinen Koffer aus zu laden und dann verabschiedete ich mich von allen.
„Wir sehen uns in fünf Tagen wieder.“ Meinte ich, nachdem ich alle umarmt hatte.
„Sag Zac, schöne Grüße von uns und gibt ihm bitte das hier.“ Starla drückte meine Schachtel in die Hand, die ich noch schnell im Koffer verstaute, es sah verdächtig nach einem Fresspaket aus.
„Mach ich. Ihr kümmert euch um das Haus, okay?“
„Natürlich.“ Meine Mutter lächelte mir aufmunternd zu.
„Wir bringen dich noch zum Gate.“ Schaltete sich Stella auf einmal ein, nahm meinen Rollkoffer und rannte los zusammen mit Dylan.
Meine Mutter und Starla und David schauten den beiden kopfschüttelnd nach.
Ich umarmte die drei noch mal und dann lief ich ihnen hinter her.
„Man bist du langsam…“ lachten Stella und Dylan, die schon am Check-In auf mich warteten.
„Man seid ihr kindisch.“ Gab ich bloß zurück und nahm meinen Koffer, da die Schlange ziemlich schnell voran ging.
Ich checkte ein, bekam meine Boarding-Pässe und dann begleiteten mich die beiden noch zum Gate.
Dylan holte einen kleinen Umschlag aus seiner Tasche und hielt es mir hin.
„Kannst du das Zac bitte geben? Ich glaub er braucht das im Moment mehr, das hat er vergessen.“ Meinte Dylan. Ich nahm ihm es ab und hielt es fest.
„Was ist das?“ fragte ich erstaunt, und spielte mit der Schachtel in der Hand rum.
„Schau rein.“ Meinte Dylan schulterzuckend. „Zac würde es dir doch eh zeigen, also kannst du es sehen.“
Neugierig öffnete den Umschlag und zum Vorschein kam ein Bild, von uns vier, als wir noch kleiner waren.
Stella und Dylan waren auf dem Bild vier und fünf und Zac und ich waren sechs und acht.
Obwohl Zac Dylan im Schwitzkasten hatte, aud dem Bild, strahlten sie in die Kamera, während Stella stolz ihren Sandkuchen präsentierte und ich Zac gerade einen Kuss auf die Wange gab.
Bei dem Anblick musste ich Lächeln, weil das mich an die schönen alten Zeiten erinnerte.
Natürlich hatten Zac und ich uns auch mal gestritten, wie wir klein waren, aber danach haben immer gleich wieder gelacht.
„Das Bild kenn ich gar nicht.“ Meinte ich, da ich es wirklich noch nie gesehen hatte. Das Bild schien schon älter zu sein, da es ein wenig vergilbt und zeimlich verknickt auch war.
„Das ist mit klar. Das ist Zac’s Lieblingsbild, das trägt er immer bei sich. Gleich nachdem er gelandet war, hat er mich angerufen und gejammert, wie ein kleines Kind, dass er das Foto brauch.“ Ich wollte gerade ansetzen etwas zu sagen, aber Dyl kam mir zuvor. „Nein, er weiß nicht, dass du kommst. Ich hab gesagt ich schick es ihm mit der Post.
Erleichtert atmete ich aus.
Letzter Aufruf an die Passagiere von Flug x-547oT nach Aluerquerque, der Flug geht in einer halben Stunde, das Boarding beginnt in wenigen Minuten, kam es aus einer Latsprecheranlage.
„Jetzt schnell, sonst verpasst ihr euren Flug!“ meinte Stella und schubste mich durch das Gate.
Ich lief rein, zeigte meine Karten und drehte mich noch ein letztes Mal um, um ihnen zu winken.
Part 16
Ich lief durch bis zum Boardingbereicht, wo dann gleich eine Durchsage kam, welche Reihen sich bitte anstellen sollten, zum Boarding.
Ich stellte mich hinter einem alten Paar an, das mich kopfschüttelnd musterte.
Ich warf den beiden einen bösen Blick zu und vergewisserte mich, dass Luana in ihem Maxicosi, noch immer schlief.
Dann war ich an der Reihe.
„Guten Tag.“ Meinte die Dame und nahm meine Tickets entgegen.
„Guten Tag.“ Sagte ich ebenfalls ganz höflich.
„Wo ist Ihre Mutter?“ fragte sie.
„Zu Hause?“
„Sind Sie volljährig?“ fragte die Frau weiter.
„Nein.“
„Dann kann ich sie nich alleine mit Iherer kleinen Schwester einsteigen lassen.“
„Das ist meine Tochter.“ Sagte ich grimmig und fischte den Wisch, den mit meine Mutter für den Fall der Fälle geschrieben hatte aus meiner Tasche. „So bitte. Den hat meine Mutter mir geschrieben und jetzt lassen Sie mich in das Flugzeug.“ Meinte ich und knallte ihr den Zettel hin.
Sie las den Zettel durch und meinte dann ganz freundlich: „Ich wünsche Ihnen einen guten Flug.“
Ich lief an der Saftschubse vorbei und den langen Gang ins Flugzeug.
Als ich durch die Türen ging, schaute mich das Personal komisch an.
„Guten Abend.“ Meinte ich ein wenig zu nett und nickte ihnen zu, dann griff ich nach einer von den Zeitungen, die es immer umsonst gab und suchte meinen Platz.
Glücklicherweise, war der Platz weit vorne und am Stuhl vor mir, was etwas Wiegenartiges angberbacht.
Auf dem Sitz neben mir nahm ebenfalls eine Frau mit Säugling Platz.
Luana schlief zum Glück noch, ich wollte sie auch nicht aufwecken, indem ich sie aus dem Maxicosi nahm, deswegen nahm ich den Maxicosi ganz auf den Schoß.
„Haben Sie ein Glück.“ Sprach, die Frau neben mir und schaute auf die schlafende Luana, sie selbst hatte gerade ein quengelndes Bündel zu beruhigen.
„Oh bitte Siezen Sie mich nicht. Ich bin Vanessa.“ Sagte ich sofort und schüttelte ihr die Hand.
„Patricia. Du kannst froh sein, dass die Kleine schläft, es ist nicht sehr toll mit einem schreienden Baby in einem Flugzeug.“ Lachte sie.
„Ich hab mir da auch schon meine Gedanken gemacht, ich hoffe, sie schläft durch, der Flug dauert ja nicht all zu lange.“ Die Zeichen, dass wir uns anschnellen sollten leuchteten auf und ich tat brav, was das Personal von uns verlangte.
Dann lief ein Film über die Sicherheitsvorkehrungen im Fall der Fälle, ehe das Flugzeug startete. Als die Turbinen einen orhenbetäubenden Lärm machten, hatte ich das Gefühl Luana würde gleich aufwachen, aber die schlief mit aller Seelenruhe weiter.
„Wie alt bist du?“ fragte mich Patricia, nachdem wir uns über dies und das unterhalten hattem.
„Sechzehn.“ Meinte ich kleinlaut. „Bitte machen Sie mir jetzt keine Vorwürfe oder so.“
„Oh, das wollte ich gar nicht. Ich war auch al schwanger in deinem Alter, aber meine Eltern haben von mir verlangt ab zu treiben.“ Erzählte sie mir.
„Ihre Eltern haben das von Ihnen verlangt? Ich weiß es ist unverantwortlich in meinem Alter ein Kind zu haben, da ist noch die Schule und das College. Aber ein Abtreibung ist für mich gar nicht in Frage gekommen. Ich könnte damit nich umgehen, so einem kleinem Wesen das Leben genommen zu haben.“
„Ich konnte das auch nicht damals. Aber meine Eltern hatten mich damals vor die Wahl gestellt. Ich hab jetzt noch ein schlechtes Gewissen, aber das meiste gleicht mein kleiner Schatz jetzt wieder aus.“ Sie gab ihrem Baby einen sanften Kuss.
„Lass mich raten. Du besuchst deinen Freund, weil er auf die U of A geht?“ fragte Patricia und legte Nick in die Miniwiege vor uns. Ich nickte.
„Ja, morgen ist das erste Spiel der Saison, es ist eine Überraschung. Und Sie?“
„Ich bin 24, du brauchst mich nicht Siezen, Vanessa. Nick’s Vater arbeitet in Albuerquerque, wir wollten eigentlich schon vor zwei Monaten umziehen, aber wir haben bis jetzt noch keine Wohnung gefunden.“
Wir unterhielten uns noch den Rest vom Flug, bis Luana sich meldete, als wir landeten.
Sie quengelte die ganze Zeit und ich hatte es schwer sie zu beruhigen.
Als wir endlich am Boden waren, wurde es auch mit Luana besser. Sie hörte auf zu weinen und lachte wieder. Ich hatte ihr ihr Lieblingskuscheltier gegeben und dann machten wir uns auf aus dem Flugzeug zu kommen.
Es dauerte leider eine Weile, bis mein Koffer kam, aber dann war auch der da und ich machte mich auf, raus aus dem Flughafen und zum Taxi.
Ich hatte ein Hotelzimmer nahe dem Campus gebucht und dort fuhren wir jetzt hin.
Es war mitten in der Nacht. Zac wusste nichts von all dem, ich hoffte nur er hatte nicht irgendwie zu Hause angerufen. Während wir in dem Taxi fuhren, kramte ich mein Handy aus der Tasche und stellte erleichtert fest, dass er sich nicht erkundigt hatte, wie es uns ging.
Es war drei Uhr morgens, als wir in das Hotel eincheckten.
Ich nahm Luana aus dem Maxicosi und zog ihr noch etwas bequemeres an, bevor ich sie neben mich legte und dann schliefen wir erschöpft ein.
Part 17
Um 12 Uhr mittag hatte Zac sein Spiel. Mein Wecker sollte um neun klingen, aber Luana weckte mich schon früher. Also saß ich um halb neun am Frühstücktisch und machte ein extra langes Frühstück um mir die Zeit tot zu schlagen.
Nachdem Frühstück ging ich hoch ins Hotelzimmer, zog mich und Luana um und machte mich anschließend auf den Weg zum Campus.
Ich hatte zwar noch zwei Stunden Zeit, aber ich wollte ihn mir einfach schon mal anschauen.
Ich packte Luni in ihren Maxicosi und lief zum Bus.
Zum Campus dauerte es nur eine virtel Stunde und als ich aus dem Bus ausstieg, war ich nicht weniger beeindruckt, als wenn ich auf dem Campus von der University of Los Angeles bei Ash war. Zac’s Wohnheim sollte ich möglichst meiden und die Sporthalle erstmal auch. Also lief ich einfach drauf los und kam gleich bei der Bibliothek raus.
Die ganze Zeit wurde ich komisch angestarrt, aber davon lies ich mich nicht beirren.
Ich wollte gerade in die Bilbiothek gehen, als ich an beiden Armen festgehalten wurde und weggetragen wurde. Ich wollte schreien, aber im nächste Moment wurde ich schon wieder abgesetzt und zwei Typen stellten sich vor mich.
„Na, wenn du nicht Vanessa bist, dann ist mir das peinlich.“ Meinte der dunkelhaarige grinsend.
„Tut mir bitte nichts.“ Flehte ich angsterfüllt.
Beide fingen an zu lachen.
„Ich hab doch gesagt, sie erkennt uns nicht, du Idiot.“ Meinte der Blonde und boxte den Dunklen gegen die Schultern.
Ich schaute die beiden genauer an. „Moment... doch, ich kenne euch. Du bist Taylor und du Kellan, richtig?“ mutmaßte ich.
„Sie hat uns doch erkannt.“ Grinste Taylor.
„Wie habt ihr mich erkannt?“ fragte ich neugierig.
„Du bist das einzigste Mädchen hier mit einem Trikot, auf dem Zac’s Name steht, Dummerchen. Aber jetzt zu dir, was machst du hier? Zac hat gesagt, du hast Schule?!“
„Ja, also meine Schwester und Zac’s Bruder haben mich hier her geschickt. Aber bitte, bitte sagt ihm nichts... Er wird uns beide erst beim Spiel sehen.“ Erklärte ich.
„Wie romantisch.“ Lachte Kellan.
„Wahrscheinlich romantischer, als du.“ Murrte ich.
„Jungs?!“ Das war Zac’s Stimme. Geschockt schaute ich die beiden an.
„Ihr ward mit Zac zusammen und habt mich dann gesehen, oder?“ fragte ich erbost. Beide nickten und grinsten beschämt. Schnell drehte ich die beiden um, sodass die beiden Riesen vor mir standen und mich verdeckten, als Zac um die Ecke kam.
„Da seid ihr ja...“ meinte er und kam näher. „Ist da was besonderes?“ Er versuchte an den beiden vorbei zu schauen. Ich sprang schnell hinter das Gebüsch und machte mich ganz klein. Luana stellte ich neben mich und hoffte, dass sie ruhig blieb mit ihrem Schnuller im Mund.
Aber natürlich war sie es nicht. Sie spuckte den Schnuller aus und lachte herzlich und laut.
„Was war das?“ fragte Zac scharf.
„Mein neuer Handyklingelton!“ schaltete sich Taylor sofort ein. Ich steckte Luana schnell den Schnulli wieder rein und sie war wieder leise.
„Wieso hast du einen Babylacher als Klingelton?“ fragte Zac skeptisch.
„Weil... Weil, ich, ähm, weil ich schwanger bin.“
„Selena ist schwanger?“
„Nein. Ich bin schwanger. Nicht meine Freundin.“
„Du bist ein Mann.“
„Korrekt und genau deswegen, bin ich schwanger.“ Was redete Taylor da? Der hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank.
„Leute, wir sollten jetzt gehen, sonst gibt’s Ärger.“ Danke Kellan, tausend Dank.
Part 18
„Du kannst nicht schwanger sein!“ sagte Zac kopfschüttelnd, als sie in die Umkleide gingen.
„Wer ist schwanger?“ fragte Jared. Zac deutete auf Taylor. „Du kannst nicht schwanger sein, wo soll denn da ein Baby rauskommen?“ fragte Jared genauso verwirrt.
„Okay Leute, ich glaube mein Verstand geht mit mir durch. Ich bin nicht schwanger.“ Sagte Taylor und lief rot an.
„Ganau, der redet immer so einen Mist, wenn es um ein wichtiges Spiel geht.“ Zac holte sein Trikot aus dem Spind. Er hatte wieder die Nummer 14, wie an der East High. Wenigstens eine Sache, die gleich geblieben war. Er schaute auf das neue Bild von Vanessa und Luana, dass sie ihm vorgestern per Email geschickt hatte. Sie trug ein lilafarbenes Top und eine lange Jeans mit Löchern und Luana hatte einen hellblauen Strampler mit einem Teddybären drauf an. Beide sahen sehr glücklich aus und strahlten um die Wette in die Kamera. Was würde er dafür geben, wenn seine beiden Schätze jetzt nur hier wären. Wahrscheinlich sein Leben.
„Jo, wir müssen raus!“ riss Kellan ihn aus seinen Gedanken.
„Geht klar, Man.“ Sagte er, nahm den Basketball und lief den anderen hinterher.
Noch eine halbe Stunde, dann würde das Spiel beginnen. Jetzt mussten sie sich zuerst mal aufwärmen.
Die Halle war noch leer, bis auf ein paar vereinzelte Menschen, die schon auf ihren Plätzen saßen. Ihre Gegner, die Lakers, waren auch schon dabei sich auf zu wärmen. Als erstes liefen sie ein paar Runden, dann dehnten sich, ehe sie Zweikämpfe machten, Rebounds übten und vom Outside J aus Körbe warfen.
Mittlerweile füllte sich die Halle recht schnell. Er sah ein paar bekannte Gesichter, die vor zwei Jahren auf die East High und jetzt hier her gingen. Die Cheerleader kamen in die Sporthalle, als es nur noch 15 Minuten waren bis zum Spiel. Musik ging an und sie fingen an zu tanzen.
Der Sprecher erzählte irgendwas über ihn und seine anderen Teamkollegen und die neuen Teammitglieder.
Es wurde ein großes Trara gemacht, weil es das erste Spiel und somit das Eröffnungsspiel der bevorstehenden Saison war. Alles war bunt geschmückt in den Farben der U of A. Rot und Weiß.
An der Wand prangte ein großer Adler, das Wappen der University of Albuerquerque. Dauernd lief fröhliche Musik, die ihm zum Wahnsinn brachte. Überall flog Konfetti durch die Gegend und die Cheerleader hatten auch alle ein flasches Lächeln aufgesetzt.
Noch fünf Minuten, dann würde das Spiel beginnen und seine Neven lagen blank.
„Alles okay, man?“ fragte Taylor. Er schaute ihn an und grinste halb herzig.
„Ja, alles okay. Ist nur die Nervosität.“ Er lies den Basketball fallen und setzte sich auf die Bank. Er zog sein Handy aus der Hosentasche und wählte Vanessas Nummer.
„Hallo, Süße.“ Sagte er grinsend, als Vanessa abhob.
„Hey Zac! Wie geht es dir?“ fragte sie und klag fröhlich. Er sah sich in der Halle um, es war schon so voll, dass sie fast aus allen Nähten platzte.
„Ich glaub, ich versaue das. Ich bin so nervös, wie schon lang nicht mehr.“ Lachte er.
„Ach, Quatsch. Du wirst das nicht versauen, glaub mir.“ Versicherte sie ihm.
„Ich wäre mir da nicht so sicher. Ich wünschte, ich könnte euch beide jetzt sehen.“ Seufzte er.
„Das wünsche ich mir auch, Zac. Bei dem Rückspiel, werde ich auf jeden Fall dabei sein.“ Sein Coach kam zu ihm rüber und bedeutete ihm, er solle jetzt kommen, sie müssten noch etwas besprechen.
„Schatz, ich muss Schluss machen. Ich liebe dich.“ Er legte auf und lief dann zu seinem Team.
Part 19
Erleichtert atmete ich aus, als Zac aufgelegt hatte. Ich hatte einen Platz in den vorderen Reihen ergattert. Um mich herum saßen viele Collegemädchen, sodass ich nicht sonderlich auffiel und bei Zac wusste ich, dass er ihnen nicht hintergaffte und nicht schauen würde.
Zudem war die Halle so gerammelt voll, dass ich da nicht weiter auffiel.
Ich sah, wie er zu seinem Team lief und sich in den Kreis stellte.
Die Collegeleute durften unten sitzen. Normalerweise hätte ich auch auf den oberen Rängen sein müssen, aber ich konnte mich gut unter die Menschen mischen und bin unten reingekommen.
„Bist du Zac’s Freundin?“ fragte ich jemand und ich wurde von hinten angetippt. Ich drehte mich um und sah ein dunkelhaariges Mädchen.
Ich bejahte es und fragte sie wer sie sei.
„Ich bin Selena. Taylors Freundin, du müsstest ihn schon kennen.“ Lachte sie und setzte sich neben mich.
„Flüchtig.“ Grinste ich.
„Und das ist Luni?“ meinte sie dann und schaute runter zu Luana, die zufireden in ihrem Maxicosi lag und uns mit großen Augen anschaute. Ich nickte.
„Zac muss euch viele Fotos gezeigt haben.“ Meinte ich. Selena nickte und dann ertönte ein schriller Pfiff. Das Spiel ging los.
Kellan war mir Abstand der größt von den Jungs und besetzte die Position des Centers. Zac und Jared spielten links außen. Zac vorne und Jared hinten. Es war wie an der East High, nur, dass wir alle andere Trikots turgen und andere Leute im Team waren.
Recht vorne spielte Taylor und hinten ein blonder Junge, der nach Selena Lucas hieß.
Die Red Hawks gingen sofot in die Offensive und griffen die Lakers an. Nach wenigen Sekunden fiel der erste Korb für Albuerquerque, und war zudem auch gleich ein drei Punktekorb, da Zac noch vor der Linie geworfen hatte.
Die Menge jubelte wie wild und auch ich lies mich davon anstecken. Als der Jubel wieder abgeflaut war beschloss ich, dass Luana ihren Daddy sehen sollte. Sie schaute mich dich ganze Zeit so erwartungsvoll an, da wollte ich sie nicht enttäuschen. Ich nahm sie aus dem Maxicosi und setzte sie auf meinen Schoß.
„Man, ist die süß!“ sagte Selena und schaute Luana verzaubert an. Sie kitzelte die Kleine an der Nase und sie grinste Selena glücklich an.
Mittlerweile stand es 15:12 für die U of A und es war Halbzeit. Luana brabbelte die ganze Zeit vor sich hin und schaute mich beleidigt an.
„Oh Süße, gleich siehst du Daddy, versprochen.“ Sagte ich und kurze Zeit später wurde die zweite Halbzeit angepfiffen. Zac war im Nu der Publikumsliebling geworden, genau, wie Taylor, den auch alle mächtig anfeuerten.
Es folgten drei weitere Körbe für die Lakers und sie gingen in Führung. Sofort griffen die Jungs von den Rad Hawks wieder an. Jared und Zac versuchten es alleine und spielten über links. Kellan war schon vorgelaufen und lief sich dauernd frei um den Ball zu bekommen, sobald Jared und Zac es nach vorne geschafft hatten.
Zac war mitten im Rennen, als auf einmal einer von den Lakers sich in seinen Weg stellte. Zac bremste aprubt ab und wollte den Ball zu Jared spielen. Gerade in dem Moment, als der Ball seine Hände verlies, lief der Laker los und rammte Zac mit voller Wucht an der Schulter, sodass es ihn rückwärts auf den harten Hallenboden warf. Es gab einen dumpfen Knall, der Schiedsrichter pfiff ab und ein Raunen ging durch die Menge.
„So ein unsportliches Schwein!“ schimpfte Selena neben mir. Ich hatte mir erschrocken, die Hand vor den Mund geschlagen und war nicht im Stande etwas zu sagen. Ich hatte schon viele Fauls gesehen, aber noch nie so ein unsportliches. Erst der klägliche Schrei von Luana riss mich aus meiner Trance.
Ich drehte sie zu mir um, sie begann fürchterlich zu weinen und auf ihrem Gesicht spiegelte sich der Schmerz wieder.
„Engel, Daddy geht es gut…“ versuchte ich sie zu beruhigen und sah, wie Zac langsam aufstand. Mittlerweile waren alle Blicke auf mich gerichtet.
„Kann ich mal durch?“ fragte ich Selena und lagte Luana über meine Schulter und strich ihr sanft über den Rücken. Selena stand auf und lies mich durch. Ich lief schnell die Treppe hoch und war immer noch damit beschäftigt Luana zu trösten, da sie einfach nicht aufhören wollte zu schreien. Ich drehte mich um und sah Zac, der mittlerweile wieder stand und den Ball in der Hand hielt.
„Mäuschen, Daddy geht es gut. Du brauchst wirklich nicht weinen.“ Ich drehte mich so, dass sie runter aufs Spielfeld schauen konnte, aber auch das half nichts mehr.
„Komm ich zeig dir den Weg nach unten.“ Hörte ich Selena. Sie ergriff meine Hand und zog mich hinter sich her, raus aus den Rängen.
Part 2o
Sein Gegenüber grinste ihn gehässig an. Er hob den Ball und warf ihn rüber zu Jared. Im selben Moment lief der Typ in blau los und rammte ihn brutal mit der Schulter an seiner Schulter. Die Kraft des Aufpralls war so hart, dass er rückwärts auf den Boden fiel.
Als er auf dem Boden aufprallte zogen sich seine Lungen zusammen und er bekam keine Luft mehr.
In diesem Moment passierten mehrere Sachen gleichzeitig. Der Schiedsrichter pfiff ab, ein Raunen ging durch die Menge und dann erklang er kläglicher Schrei. Sofort verstummte die Menge. Was jetzt geschah, war für ihn, wie Zeitlupe. Er richtete sich auf, sodass er saß und wieder frei atmen konnte. Kellan pöbelte die Nummer fünf, die ihn so unsportlich gefault hatte an und er erkannte ein junges Mädchen auf der Tribühne, dass ein Red Hawk Trikot trug und ein weinedes Baby auf dem Arm hielt. Er erkannte auch Selena, die neben dem Mädchen saß. Beide schatute besorgt zu ihm runter. Er wurde gezwungen, den Blick von den beiden abzuwenden, als Taylor ihm aufhalf und der Schiri ihm den Ball für einen Freiwurf gab.
Der Schiedsrichter sagte ihm irgendetwas, aber er hörte nicht zu. Er schaute wieder hoch und sah, wie Selena und das Mädchen oben am Treppenabsatz standen. Die im Red Hawk Trikot stand mit dem Rücken zu ihm und das Baby schaute runter zum Spielfeld. Das Gesicht war schmerzerfüllt und ihr fiel es schwer, das Kind zu beruhigen. Sein Blick fiel auf den Aufdruck auf dem Trikot. Auf dem Trikot stand seine Nummer und Mrs Vanessa Anne Efron.
„Nein…“ stammelte er ungläubig. Sofort durchstömte ihn ein Gefühl, das unbeschreibbar war. Er war überglücklich, fühlte sich im Stande Berge zu versetzten und wollte jetzt nurnoch, dass das Spiel vorbei war. Die Uhr war angehalten, noch sechs Spielminuten.
Selena sagte etwas zu Vanessa und zog sie dann mit sich.
Der Schiedsrichter pfiff und dann machte er seinen Freiwurf. Ein Treffer. Es war wieder gleichstand, da sie für das Faul noch drei Punkte zugesprochen bekommen haben.
Die Uhr lief immer schneller, so hatte es den Anschein. Noch zwei Minuten. Sie hatten wieder ihre Führung ausgebaut und liefen wieder zurück um sich auf zu stellen. Und dann kam sie um die Ecke und stand einfach nur da. Er schaute ihr dierekt in die Augen, auf seinem Gesicht breitet sich ein Lächeln aus und sie erwiederte es. Sie nahm Luana so, dass sie ihn sehen konnte. Er sah, dass noch vereinzelte Tränen über ihr Gesicht liefen, aber sie strahlte ihn an. Sie sah stolz aus. Es ertönte der letzte Pfiff, bevor das Spiel zu Ende war. Der letzte Angriff. Sie stürmten vor, er bekam den Ball, lief sich frei und machte den Korb.
Der ist für dich, mein Engel, dachte er dabei. Der Schiedsrichter pfiff ab und das Spiel war zu Ende. Er lies den Ball fallen, er tatzte ein paar Mal auf und er rannte ans andere Ende von der Halle, wo Vanessa stand. Selena hatte Luana auf dem Arm und Vanessa kam ihm entgegengerannt. Mitten auf dem Spielfeld schloss er sie in die Arme und wirbelte sie im Kreis.
„Ihr habt gewonnen!“ sagte Vanessa und grinste ihn breit an, als er sie wieder auf den Boden lies. Er schloss die Arme um sie und zog sie noch enger an sich.
„Was machst du hier?“ fragte er außer Atem aber überglücklich.
„Überraschung!“ freute sie sich, nahm sein Gesicht in die Hände und küsste ihn. Durch die Menge ging ein langgezogenes Oh und beide mussten grinsen, aber liesen sich davon nicht stören.
„Ich hab dich so vermisst!“ seufzte er, als sie sich voneinander lösten und sie sich an ihn schmiegte.
„Ich habe dich mehr vermisst.“ Flüsterte sie.
Part 21
Ein Konfettiregegen in rot und weiß fiel über unsere Köpfe, als wäre er nur für uns bestimmt und auf einmal sprang ein grölendes Red Hawk Team um uns herum.
Taylor stellte sich neben uns und grinste zufrieden.
"Du hast doch nicht im ernst geglaubt, Zac würde dir glauben, dass du schwanger bist, oder?", fragte ich. Ich verstärkte meine Umarmung und wollte Zac nie wieder los lassen.
"Naja, ein bisschen Naivität hätte ich ihm schon zu getraut.", lachte Taylor.
"Er ist kein kleiner Junge mehr."
"Na und, kann man deswegen nicht auch naiv sein?"
"Nein, kann man nicht!"
"Natürlich, ich bin doch auch manchmal noch ein wenig naiv."
"Ja, aber - "
"Ähm, ich bin auch noch da.", unterbrach mich Zac. Ich zuckte kurz zusammen, aber dann musste ich über mich selber lachen. Er legte seinen Arm um meine Schulter und zog michvom Feld. Selena wartete mit Luana auf dem Arm auf uns und die Kleine Strahlte bis zum Mond und zurück.
Zac grinste mich an, ich stieß ihn in die Seite und meinte: "Geh schon zu ihr." Er lies mich los, die anderen Red Hawks umzingelten mich und er lief zu Selena und nahm ihr Luana ab.
Sie lachte ihr süßes Lachen, hob ihre kleine Hand, zog an seinen Haaren und freute sich auch noch darüber.
Sanft löste er ihre kleine Hand aus seinen Haaren und gab ihr einen Kuss auf die Strin. Dann sagte er irgendetwas zu ihr, nahm sie fest in den Arm und drückte sie an sich. Man sah ihm an, wie glücklich er war.
Ich bahnte mir unauffällig den Weg durch die Jungs zu Zac und schloss von hinten die Arme um ihn.
"Hallo, kleine Maus!", begrüßte ich Luana. Zac drehte den Kopf und gab mir einen Kuss, bevor er wieder mit der kleinen um die Wette strahlte. Luana fing an irgendwas zu brabbeln und es schien, als würde sie Zac erzählen wollen, was in den Wochen in denen er nicht zu Hause war, alles passiert war.
Zac hörte ihr natürlich grinsend zu und als sie fertig war, lächelte sie uns zufrieden an.
"Wie lange bleibt ihr hier?", fragte mich Zac, als er und die anderen Jungs aus der Duscha kamen und zur Umkleide gingen.
Ein Grinsen bei diesem Anblick konnte ich nicht unterdrücken.
"Das ganze Wochenende." Er zog mich zu sich ran und küsste mich fordernd, was ich ohne weiters erwiderte. Das Jammern von Luana zwang uns leider dazu unsere Tätigkeit zu unterbrechen. Ich holte sie aus ihrem Maxi Cosi und sie schaute mich beleidigt an.
"Daddy gibt dir auch einen Kuss.", meinte ich. Zac beugte sich runter zu ihr und gab ihr einen auf die Wange.
"Das ganze Wochenende nur wir drei...", grinste er zufrieden.
"Ja, und wenn du weiter hier nur mit einem Handtuch bekleidet rumstehst ist es nur noch das halbe Wochenende.", lachte ich.
"Alles klar, Boss." Er schüttelte seine nassen Haare und machte Luana und mich nass, ehe er in der Umkleide verschwand.
Part 22
Nach einer gefühlten Ewigkeit waren Zac und die Anderen fertig.
"Hey, Zac, kommt ihr heute Abend mit zu Sam?", fragte Kellan, während wir aus der Turnhalle raus liefen.
"Sorry, aber ich bin schon ausgebucht dieses Wochende.", grinste Zac, legte den Arm um meine Schultern und küsste mich.
"Na dann viel Spaß euch beiden.", grinste Kellan schelmisch und ging mit den Anderen in Richtung Studentenverbindungen.
Es dämmerte mittlerweile und alles war in ein wunderschönes orange getaucht.
"Was willst du heute Abend machen?", fragte mich Zac, während wir zu meinem Hotel liefen.
"Ich weiß nicht. Du lebst doch jetzt hier. Was hat Albuerquerque so zu bieten?", fragte ich zurück.
"Hmm. Also morgen ist die Balloon Fiesta, da können wir mit der Kleinen hingehen, das gefällt ihr bestimmt. Und heute Abend können wir an den Strand gehen.", schlug Zac vor.
"Hört sich gut an.", grinste ich. "Aber was machen mit Luana?"
"Ich weiß zufällig, dass Selena heute Abend Zeit hat."
"Meinst du das würde sie machen?" Zac zückte sein Handy und nach ein paar Sätzen war alles geregelt.
Wir bogen um die Ecke und standen vor meinem Hotel. Ich holte meinen Schlüssel an der Rezeption und dann gingen wir in mein Zimmer.
"Nobel, nobel...", meinte Zac und schaute sich in dem Zimmer um.
"Tja, für mich nur das Beste.", lachte ich.
"Und wir haben so viel Geld?"
"Mom.", grinste ich. Ich schloss die Tür, brachte Luana ins Zimmer und holte sie aus dem Maxi Cosi. Zac nahm sie mir ab und begann mit ihr zu spielen. Ich lief zum Schrank und wuchtete den Koffer hinaus. Zac's Lachen nach zu urteilen, sah das wohl ziemlich ungeschickt aus und er kam mir zur Hilfe. Mit Leichtigkeit nahm er ihn und legte ihn auf das große Bett.
Ich klappte den Koffer auf und fing an Luanas Sachen raus zu holen. Einen frischen Strampler, Milchpulver und eine Flasche, ein paar Windeln, Feuttücher und Puder. Dann kramte ich noch Söcken und ihre Decke hinaus und packte es in die Tasche, die ich Selena geben würde.
Zac wickelte währenddessen Luana und zog ihr einen frischen Strampler an. Ich räumte den Koffer zurück in den Schrank und schob Zac den Maxi Cosi hin. Er zog ihr noch schnell die Jacke an und nahm sie dann auf den Arm.
"Was soll ich denn zum Strand mitnehmen?", fragte ich Zac und schaute meine Klamotten durch, die ich ausgepackt hatte.
"Eine Jacke auf jeden Fall, weil es kann windig werden. Und ein Handtuch." Ich nickte und holte das was er mir sagte.
"Auch einen Bikini?", fragte ich mit leiser Vorahnung. Auf seinem Gesicht breitete sich ein schlmisches Grinsen aus und er nickte.
Ich packte meine Sachen in eine andere Tasche, hängte sie um, Zac nahm Luana's und dann machten wir uns auf zurück zum Campus.
Part 23
Zac klopfte an der Tür und zwei Sekunden später machte Selena schon auf.
"Kommt rein.", meinte Selena und lief ins Wohnzimmer, wo zigtausend Bücher verteilt lagen.
"Du hast gesagt, sie hat Zeit.", zischte ich.
"Hat sie doch.", meinte er verwirrt.
"Hab ich.", mischte sich Selena ein und grinste. Ich seufzte, dann nahm ich Zac die Tasche ab und gab sie ihr.
"Also, pass auf. Luana ist total fertig noch von gestern, also sie müsste relativ bald einschlafen. Wenn sie aufwacht, dann mach ihr am besten eine Milch warm, ich hab auch Windeln und so eingepackt. Ist alles in der Tasche. Und wenn sie gar nicht mehr zu beruhigen ist, dann ruf an, okay?" Ich schaute sie erwartungsvoll an und wartete auf eine Antwort. "Achja und leg am besten auf ihre Decke."
"Hey, mach dir keine Sorgen. In den Ferien pass ich immer auf die Nachbarskinder auf, ich kann das.", lachte sie und nahm die Tasche.
"Na gut, ich versuche es.", sagte ich und versuchte durch zu atmen. Das war das erste Mal, dass Luana wirklich einen Babysitter hatte. Wenn sie bei Mom oder Starla war, dann war das ein anderes Gefühl.
"Hey, Sel, macht das schon.", beruhigte mich Zac und drückte mir einen Kuss auf die Haare.
Wir verabschiedeten uns von den beiden und dann machten wir uns auf den Weg zum Strand.
Zac hatte den Arm um meine Hüften gelegt und wir liefen eng umschlungen zum Strand, vorher hatten wir noch einen Abstecher in sein Wohnhaus gemacht und er hatte noch ein Handtuch und seine Badeshorts geholt.
Es war schon fast ganz dunkel und an den ganzen Strandbars waren Fackeln die den Weg erleuchteten.
"Was hälst du davon, wenn wir in der Mauibar was trinken?", meinte Zac.
"Viel.", antwortete ich grinsend. Wir liefen noch ein Stück dann waren wir dort.
Ich bestellte einen Summer Dream und Zac nahm einen Pina Colada.
Wir saßen eine Weile auf dem bequemen Sofa in der Lounge, tranken unsere Cocktails und genossen unsere Zweisamkeit.
Irgendwann später gingen wir dann wieder zurück zum Wasser, breiteten ein Handtuch aus und schauten ein wenig den Mond an, der sich im Wasser glitzernd widerspiegelte. Es war Vollmond und er leuchtete so wunderschön und hell, sodass man in seinem Anblick versank. Ich spürte Zac's Lippen auf meiner Wange, wie sie runter zu meinen Lippen wanderten. Ich erwiederte den zärtlichen Kuss, der immer fordernder wurde.
Irgendwann lagen wir uns wild küssend im Sand und hinter uns vernahm ich irgendwelche Mädchen kichern, worauf ich ein Grinsen nicht unterdrücken konnte.
"Komm, lass uns schwimmen gehen.", unterbrach ich ihn, als seine Hände unter mein Shirt wanderten. "Wir haben Zuschauer.", flüsterte ich dann in sein Ohr. Er grinste.
"Dann später."
"Versprochen." Ich zog schnell mein Shirt und meine Hose aus, Zac ebenfalls sein Shirt, dann nahm ich seine Hand und wir liefen zusammen zum Wasser.
Als die Wellen brachen und meine Füße umspülten, bekam ich eine Gänsehaut.
"Kaahlt.", hauchte ich.
"Ach, komm, das geht doch noch. Zu Hause ist es kälter.", lachte Zac und zog mich in die Fluten.
"Du spinnst!", kreischte ich und tauchte ihn unter. Lachend tauchte er wieder auf und spritzte mich nass.
"Komm, lass uns rausschwimmen, Wasserfloh.", meinte er und nahm meine Hand. Ich nickte und schwamm los.
Nach einiger Zeit waren wir ziemlich weit draueßen, soweit, dass wir beide nicht mehr stehen konnten.
"Ganz schön tief hier.", bemerkte ich.
"Hast du Angst?", lachte Zac und zog mich zu sich ran. Ich schlang meine Beine um seine Hüften und meine Arme um seinen Nacken.
"Jetzt nicht mehr.", flüsterte ich und küsste ihn leidenschaftlich.
Part 24
Lachend trockneten wir uns ab und zogen unsere Klamotten wieder an. Es war schon kurz nach ein Uhr morgens und Zac und ich waren sehr gut drauf. Schnell packten wir die Sachen zusammen und gingen zurück um Campus.
Wir sahen, dass bei Selena noch Licht war und klopften wieder. Ein roothaariges Mädchen machte die Tür auf und ich warf Zac einen verwirrten Blick zu.
"Na Harper, schon zurück? Ich hätte gewettet duch machst durch.", sagte Zac in reinstem Sarkasmus und ich musste ein Lachen unterdrücken.
"Klar, Zac. Und wen hast du dir da geangelt?" Ich warf ihr einen kritischen Blick zu und Zac schien böse zu sein.
"Meinen Wasserfloh.", antwortete er, drehte mich zu sich und gab mir einen leidenschaftlichen Kuss.
"Ist ja gut!", sagte sie nach einer Weile. Zac löste sich von meinen Lippen und schob mich an ihr vorbei ins Haus. Ich sah Selena, wie sie in einem Buch versunken war und immer wieder den Kopf schüttelte, als ob sie etwas nicht verstehen würde.
"Huhu, wir sind wieder da.", riss Zac sie aus den Gedanken. "Wo ist mein Engel?"
"Liegt im Bett.", sagte sie, hob ihren Blick und grinste. "Wart ihr schwimmen?", fragte sie dann.
"Ne, es hat geregtnet.", konterte Zac.
"Echt jetzt?", fragte Selena ungläubig.
"Natürlich nicht." Er nahm meine Hand und zog mich mit in Selenas Zimmer, wo wir Luana schlummernd auf dem Bett lagen, sahen. Das Kopf kissen lag am Boden und Luana schlief seelenruhig.
"Meinst du sie wacht auf?", fragte Zac, als er wieder mit dem Maxi Cosi rein kam.
"Vielleicht kurz, aber dann schläft sie gleich wieder ein.", sagte ich schulterzuckend und nahm sie vorsichtig auf den Arm. Langsam lief ich um das Bett rum und legte sie in den Maxi Cosi.
Sie machte kurz die Augen auf, schaute uns müde und verwirrt an, ehe sie herzhaft gähnte und weiter schlummerte weiter.
Wir verabschiedeten uns von Selena und Harper und gingen.
Als wir am Hotel angekommen waren, blieb ich stehen und schaute ihn an.
"Schläfst du heute Nacht bei uns?", fragte ich ihn. Er grinste mich an.
"Klar." Er küsste mich und dann gingen wir hoch ins Zimmer.
Part 25
Am nächsten Morgen wachte ich auf und blickte in zwei wundervolle Augen, die mich anschauten.
"Das hab ich so vermisst.", murmelte ich und kuschelte mich an Zac. Er gab mir einen Kuss auf den Haatansatz.
"Ich auch." Luana schlief immer noch seelenruhig in unserer Mitte und machte auch nicht den Anschein, als würde sie bald aufwachen. Der Flug war wirklich sehr anstrengend für sie. "Am liebsten wollte ich, dass ihr nicht mehr zurück müsst.", meinte Zac plötzlich.
"Ich will auch nicht zurück. Ich will bei dir bleiben." Müder krabbelte ich auf seinen Schoß und strich ihm über die Wange. "Aber wir haben das ganze Wochenende für uns." Ich beugte mich runter und küsste ihn zärtlich, bis wir ein fröhliches Lachen vernahmen. Wir schauten gleichzeitig zu Luana rüber, die uns zufrieden betrachtete. "Ich glaube, sie versteht viel mehr, als wir denken, oder Süße?" Ich nahm sie auf den Arm und sie schaute mich mit großen Augen an und ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
"Naja, lass uns aufstehen und dann frühstücken." Ich stand vom Bett auf und wickelte erst einmal Luana und zog sie anschließend an. Danach ging ich ins Bad und wusch mich. Die Haare band ich mir zu einem Zopf hoch, zog eine Pants, ein Top und eine lange Strcikjacke an und ging wieder zurück ins Zimmer.
"Fauler Sack.", grinste ich, als ich Zac immernoch auf dem Bett sah und Luana lag auf seinem Bauch und klatschte mir ihren kleinen Händen auf seinen Brustkorb.
"Warum, ich spiel doch mit der Kleinen?", redete er sich raus.
"Hörst, Luana, für Daddy bist du Arbeit.", lachte ich und legte mich neben ihn.
"Bist du gar nicht.", sagte Zac und gab ihr einen Kuss. "Ich zieh mich jetzt an und dann können wir gehen." Zac gab mir die Kleine verschwand ins Bad und als er fertig war gingen wir erst einmal frühstücken und machten uns dann auf den Weg zu dem Fest.
Part 26
Man sah schon von weitem die großen Heißluftballons, wie sie sich langsam dem Himmel entgegenstreckten. Viele Menschen hatten sich schon auf dem Platz versammelt und schauten begeistert zu, wie die Ballons aufgeblasen wurden.
Auch Luana machte große Augen, als sie die Ballons sah und fing wieder an zu brabbeln. Sie streckte ihren kleinen Arm aus und deutete auf einen Ballon, der bunt war, wie ein Regenbogen.
"Der gefällt dir, stimmts?", fragte ich sie und sie lächelte bestätigend.
Zac hatte sich irgendwo einen Programmzettel genommen und studierte ihn angestrengt und nuschelte etwas vor sich hin.
"Also, um 14 Uhr ist das Ballonrennen. Später können wir drei dann auch mit dem Ballon fahren.", meinte er nach einer Weile. Ich nickte grinsend und folgte ihm einfach, schließlich kannte ich mich hier so gut wie gar nicht aus.
Der ganze war wunderbar, ich merkte erst jetzt richtig, wie sehr mir Zac gefehlt hatte und ich genoss es wieder mit ihm zusammen zu sein, auch wenn es nur von kurzer Dauer war, die schon fast wieder zu Ende war.
Die Sonne ging schon unter, als Zac mich zu einem Heißluftballon zog.
Er half mir über den Rand des Korbes und gab mir dann Luana, ehe er selber einstieg.
Der Mann, der den Korb fuhr, band das Seil, das den Ballon am Boden hielt, los und warf dann ein paar von den Balastsäcken ab. Der Ballon stieg in die Luft und ich krallte mich, wie ein kleines Mädchen an Zac fest. Er lachte, ehe er mich flüchtig küsste. Dann legte er seinen Arm um meine Hüften und zog mich fest an sich ran.
Ich lies mein Kopf auf seine Schulter fallen und schaute den Sonnenuntergang an.
Wir standen eine Weile so da, bis ein beleidigtes Brabbeln uns zwang, mal wieder Luana zu beachten.
„Na, du Kleine.“, meinte Zac, nahm sie auf den Arm und kam zurück an den Rand.
„Lass sie ja nicht los.“, meinte ich und schob ihn vorsorglich wieder ein Stück zurück.
„Klar, ich schmeiß meine Tochter aus dem Heißluftballon.“, sagte Zac und zog die Augenbraue nach oben.
„Ich bin übervorsichtig, stimmts?“, gab ich zu und schaute auf meine Füße.
„Naja, ein bisschen.“, lachte er. Seine Hand legte er an mein Kinn und hob es langsam hoch, sodass ich ihm in die Augen schaute. Dann legte er seine Lippen auf meine und küsste mich zärtlich. Ich erwiderte den Kuss nur zu gern, aber bei dem Gedanken, dass wir nicht mehr viel von unserer gemeinsamen Zeit hatten, stieg in mir die Traurigkeit auf.
Part 27
Der Sonntag verging viel zu schnell, wir verbrachten die Zeit mit Zac’s Freunden auf dem Campus. Die Leute waren alle total von Luana angetan und es schien ihr zu gefallen so viel Aufmerksamkeit zu bekommen.
„Hey, Zac.“, vernahm ich eine Stimme. Ich drehte meinen Kopf und sah ein Mädchen mit langen, glatten, braunen Haaren. Sie war spindeldürr, wie ein Magermodel und stolzierte auf ihren High Heels auf uns zu.
Ich sah, dass Zac die Augen weit aufgerissen hatte, irgendwas murmelte und Kellan anschaute. Die Beiden schienen sich scheinbar ohne Worte zu verstehen.
„Megan!“, rief Kellan. Er war aufgestanden, hatte den Arm um ihre Schultern gelegt und drehte sie weg.
„Ich hab nicht mit dir geredet, du Vollpfosten.“, sagte sie schnippisch. Sie nahm seinen Arm von ihren Schultern und lief wieder zu uns.
„Schlampe.“, sagte Kellan laut.
„Ich dich auch.“, rief Megan zurück. Sie ließ sich neben Zac nieder und lächelte ihn an. Er tat immer noch so, als würde er sie nicht sehen. Ich schaute in die Runde und alle warfen dem Mädchen giftige Blicke zu.
„Die ist gefährlich.“, nuschelte mir Selena ins Ohr. Ich schaute sie geschockt an. In mir machte sich ein ungutes Gefühl breit, obwohl ich mir sicher sein konnte, dass Zac nichts mit ihr anfangen würde. Dennoch, ich sah, wie sie ihn anschaute, wie sie sich kleidete und wie sie sich an ihn ranmachte.
Sie hatte Luana entdeckt, die an Taylors Knie lehnte und sie böse anschaute.
„Na, wer bist du denn?“, quiekte sie, beugte sich vor und kitzelte sie an der Wange.
„Finger weg!“, rutschte es mir raus und ich hielt mir sofort die Hand vor den Mund, damit ich nicht noch etwas blödes sagte. Megan schaute mich hochnäsig an.
„Wer bist du? Du scheinst mir ein wenig zu jung für das College zu sein, oder nicht?“, fragte sie dann und spielte wieder mit Luana.
„Ich hab gesagt, du sollst sie lassen.“, wiederholte ich und mittlerweile war es mir egal, was sie von mir hielt.
„Und ich hab gefragt, wer du bist – Ah!“ Sie schaute verärgert Luana an, die auf ihrem Finger rum kaute und sie böse anfunkelte.
„Sie bekommt ihre Zähne. Ich wollte dir sagen, dass sie beißt.“, meinte ich schulterzuckend. Zac ging auf die Knie, nahm Luana von Taylors Knie und setzte sie auf seinen Schoß.
„Engel, lass, bitte Megans Finger los.“, sagte er zu Luana. Er hatte eine Hand um ihren Bauch geschlungen, dass sie nicht runterfallen konnte, die andere Hand hatte er mit der Handfläche nach oben hinter den Rücken getan. Ich schob meine Hand hinter seinen Rücken, grinste und schlug ein, ehe wir beide wieder unsere Hände zurück zogen.
Kellan schien das gesehen zu haben und grinste breit.
„Lass sie bitte los, Luana.“, meinte Zac, als ihm auffiel, dass sie immer noch auf Megans Finger rumkaute. Sie brummte griesgrämig, aber ließ dann endlich ihren Finger. Megan zog ihn sofort zurück und lächelte.
„Herzallerliebst.“, meinte sie.
„Richtig.“, meinte Zac grinste überfreundlich und gab Luana Kellan.
„Selena, hab ich dir den schon gezeigt?“, fragte ich, als mir mein Verlobungsring in den Sinn kam. Ich hob meine Hand und sie verstand sofort das Spiel. Zac schaute mich fragend an.
„Nein, ist der schön? Hast du ihr den gegeben?“, sagte Selena und schaute Zac an, der immer noch nicht wirklich verstand, was wir von ihm wollten.
Ich schaute zwischen ihm und meiner Hand, die in Sels ruhte hin und her, bis er es endlich durchschaut hatte.
„Ja, es steht sogar das Datum drin. Die Hochzeit ist nächsten Sommer.“, meinte er und tat es als die normalste Sache der Welt ab.
„Hochzeit?“, entwich es Megan drei Oktaven höher. „Sie ist deine Freundin?“
Als Antwort zog Zac mich zu sich heran und küsste mich leidenschaftlich.
Part 28
Ich war dabei den Koffer zu packen, als Zac mit Luana in das Hotelzimmer kam.
„Na du, schon fertig gepackt?“Zac begrüßte mich mit einen Kuss und stellte Luana auf dem Bett ab.
„Fast.“, gab ich ihm die Antwort. „Ich wünschte, der Flug würde nicht in zwei Stunden gehen.“
„Ich will auch nicht, dass ihr Beiden geht.“ Ich lief ins Bad und suchte die Waschsachen zusammen und warf sie anschließend in den Koffer. Das, was ich ins Handgepäck packen würde, lag ordentlich auf dem Bett. Die restlichen Klamotten die noch nicht im Koffer waren, gehörten Luana.
„Meinst du zu Hause ist es kälter als hier?“, fragte ich Zac, der mit Luana auf dem Bauch auf dem Bett lag.
„Weiß nicht. Ich glaub im Wetterbericht haben sie gesagt, dass ein Tief kommt.“, sagte er abwesend.
„Achso, du glaubst.“ lachte ich. Ich entschied mich dafür, dass ich den Pullover ihr anziehen würde und einen Strampler. Die Jacke lag schon bereit, nur noch die Socken und die Schuhe fehlten.
„Gib sie mir mal.“, meinte ich dann, nahm sie von seinem Bauch und legte sie so hin, damit ich sie wickeln und anziehen konnte.
Als ich fertig war schnallte ich sie in den Maxicosi, schloss den Koffer und zog meine Jacke und meine Schuhe an.
Dann war ich bereit zum Flughafen zu gehen. Äußerlich zumindest. In mir sah es das ganz anders aus. Ich schrie vor Verzweiflung, ich wollte nicht gehen, wollte nicht wieder alleine sein.
„Seid ihr fertig?“, holte mich Zac in die Realität zurück. Ich warf ihm einen traurigen Blick zu.
„Nicht wirklich.“, meinte ich bloß, nahm Luana, den Schlüssel und verlies dann das Hotelzimmer. Zac nahm den Koffer, schloss die Zimmertür und wir liefen gemeinsam runter in die Lobby, wo ich meinen Schlüssel abgab und die Rechnung entgegen nahm, die Mom zu Hause bezahlen würde.
Zac hielt ein Taxi an, hievte den Koffer in den Kofferraum und stieg dann neben mir ein.
„Zum Flughafen.“, sagte er dem Taxifahrer und lehnte sich wieder zurück.
Es herrschte eine kurze Zeit Stille zwischen uns, dann vernahm ich aus den Augenwinkeln, wie er seinen Kopf zu mir drehte und ich spürte, wie seine Hand meine nahm.
„Schatz.“ Ich hob den Blick, wischte mir schnell über mein Gesicht und schaute ihn dann an. Ich wusste, dass ich wieder verheult aussah, ich sah ihn auch nicht wirklich, da ein Tränenschleier vor meinen Augen hin. Ich blinzelte ein paar Mal, dann wurde es besser. „Hör auf zu weinen.“, sagte er sanft und strich mit dem Daumen über meine Wange. „Wir sehen uns in zwei Monaten wieder.“
„Ich weiß. Tut mir leid, ich weiß auch nicht, zur Zeit mit mir los ist. Ich glaub mir steigt einfach alles über den Kopf. Weißt du, Luana, die Schule, unser großes Haus und dann noch Me -.“ Ich brach mittem im Satz ab und Zac warf mir einen verwirrten Blick zu.
„Und was?“, fragte er.
„Nichts. Egal.“ Zac musste ja nicht alles wissen, schließlich hatte ich nicht wirklich einen Grund eifersüchtig zu sein, ich hatte gesehen was er von ihr hielt.
„Du hast Me gesagt und wolltest es bestimmt mit gan beenden, richtig?“, sagte er ein bisschen genervt.
Ich schüttelte den Kopf, aber ließ es dann auch sogleich bleiben, denn Zac kannte mich und es brachte nichts in an zu lügen. Außerdem zerstörten Lügen Beziehungen und ich wollte nicht das Schicksaal reizen, da unsere Beziehung sowieso gerade eine Zerreisprobe bestehen musste. Bis jetzt war es noch unsere Liebe, die uns zusammen hielt, aber ich fürchtete jeden Tag, dass es nur noch unsere gemeinsam Tochter sein würde.
„Mach dir bitte deswegen keine Gedanken. Megan ist die letzte, weswegen du dir Sorgen machen musst. Du weißt, was ich für dich empfinde. Nie würde ich eine andere Frau wollen, du biste die Einzige, die ich begehre, Vanessa. Ich kann mir mein Leben ohne dich gar nicht mehr vorstellen. Glaub mir, ich liebe dich und daran wird sich nichts ändern.“
Ich nickte, wischte noch einmal die Tränen weg und zwang mir ein Lächeln auf.
Part 29
„Ruf mich an, wenn du zu Hause bist, in Ordnung?“, meinte Zac und drückte mich fest an sich. „Ich werde dich vermissen. Ich zähle jetzt schon die Tage.“ Er lies locker, schob mich ein Stück von sich weg und küsste mich.
Es kam der letzte Aufruf für meinen Flug. Schweren Herzens löste ich mich von seinen Lippen. Er nahm noch einmal seinen Engel auf den Arm, verabschiedete sich von ihm. Sie sah traurig aus, ihre Augen waren feucht und ich wusste sie würde gleich anfangen zu weinen.
„Ihr müsst gehen.“, sagte Zac dann, ich nahm ihm Luana ab, hängte meine Tasche um und nahm den leeren Maxicosi in die andere Hand.
Ich küsste ihm zu letzten mal, atmete zum letzten Mal seinen Geruch ein, wendete mich dann von ihm am und schritt durchs Gate. Als ich meine Karte abgegeben hatte, lies ich meine Tasche und den Rest an Ort und Stelle und lief zurück zu der Glasscheibe, die mich nun von Zac trennte.
„Zwei Monate.“, sagte ich mit einem gezwungenen Lächeln. Er nickte.
„Dann bin ich wieder zu Hause.“, bestätigte er. Er hatte seinen Hand an die Scheibe gelegt und meine ruhte an der selben Stelle. Ich schaute auf Luana runter, die mich traurig anschaute.
„Lady, das Boarding beginnt jetzt. Sie verpassen ihren Flug.“ Einer von den Flugbegleiter war gekommen, seine Hand ruhte auf meiner Schulter. Ich nickte.
„Ich komme.“ Ich schaute Zac noch einmal an. „Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch.“ Ich drehte Luana so, dass sie über meine Schulter schauen konnte und ihren Daddy so lange es ging noch sah. Ich schritt durch die automatischöffnende Glastür und als sie sich schloss hörte ich Luana wimmern. Ich schaute noch ein letztes Mal zurück. Zac winkte uns, ich lächelte und folgte dem Mann.
Als wir an der Boardingstelle angekommen waren, fing Luana an zu weinen und ich hatte alle Mühe sie zu beruhigen.
Als das Flugzeug startete war es wieder schlimmer. Die Schmerzen, die sie auf ihren Ohren hatten, verstärkten natürlich auch noch alles.
Nach einiger Zeit hatte sie sich aber in den Schlaf geweint, ich konnte wirklich nicht viel machen. Ihr fehlte der Vater, das merkte ich und es tat mir Leid für sie.
Sie hatte nicht Familie, die sie verdiente, um eine glückliche Kindheit zu haben.
Ich war den ganzen Flug über wach und dachte über Zac und mich nach. Zwei Monate waren eine verdammt lange Zeit und in zwei Monaten kann so vieles passieren. Aber das wollte ich mir gar nicht vorstellen.
Luana schlief immernoch, als ich aus dem Flugzeug ausstieg, auf meinen Koffer musste ich nicht sonderlich lange warten und als ich in die Empfangshalle kam, standen dort schon Mom, Gina und David.
„Hallo, mein Engel!“, begrüßte mich meine Mutter und nahm mir die Luft weg, so fest, wie sie mich um armte.
„Hallo, Vanessa.“, begrüßten mich Gina und David und umarmten mich ebenfalls. „Wie geht es meinem Sohn?“, fragte Dave sofort.
„Zac geht es gut.“, erzählte ich. „Er war super im Spiel, sie haben gewonnen.“
„Das ist Zac.“, lachte Dave.
„Allerdings.“, bestätigte ich ihm. „Wo sind Stella und Dylan?“
„Zu Hause.“, antwortete Mom. „Lernen.“ Sie grinste mich wissend an, nahm Luana, damit ich meinen Koffer besser ziehen konnte und dann machten wir uns alle samt zurück auf den Weg zum Auto.
Ich stieg hinten, neben Mom im Auto ein, holte mein Handy aus der Tasche und wählte Zacs Nummer. Es klingelte ein paar Mal, dann hob er ab.
„Hey.“, sagte ich sofort.
„Hey, mein Schatz. Na alles klar? Du, ich hab grad wenig Zeit, der Coach stresst.“, sagte Zac.
„Ist in Ordnung. Ich wollte nur sagen, dass wir gut angekommen sind und dass wir dich vermissen.“
„Ich vermisse euch auch. Heut Abend telefonieren wir richtig in Ordnung?“
„Sicher.“, meinte ich. „Bis heute Abend. Wir lieben dich.“
„Ich euch auch. Bye.“ Er hatte aufgelegt und am anderen Ende tutete es und ich lies das Handy zurück in meine Tasche gleiten.
Ich seufzte, lehnte mich zurück und mein Blick fiel auf Luana. Sie schlief immer noch, ihre Wangen waren rosig von der kalten Luft, die draußen wehte. Es war ein schöner Anblick und ein Foto wert. Für Zac.
Part 3o
Mittlerweile waren ein paar Wochen vergangen. Sechs um genau zu sein. In zwei Wochen würde Zac kommen und dann erst mal eine Zeit da bleiben, bis das zweite Trimester begann.
Am Anfang hatten wir noch viel telefoniert, was die Rechnung natürlich ins unermessliche trieb, aber in letzer Zeit hatten wir nicht öfter, als zwei Mal die Woche telefoniert.
Und das Erschreckende für mich war, dass es mich nicht störte und Zac hatte auch kein Problem damit. Nur Luana litt sehr unter der Gesamtsituation.
Ich konnte mich eigentlich gut damit abfinden, aber sie nicht. Sie wusste, wie es war, wenn wir beide für sie da waren, aber ich alleine konnte ihr nicht das geben, was sie von uns bekam.
Außerdem hatte ich riesen Stress mit meiner Seminararbeit und mit dem Lernen für die Prüfungen sollte ich auch demnächst anfangen.
Luana schrie wieder, ich klappte mein Buch zu und widmete mich ihr.
„Na, was ist los, mein Engel?“, sagte ich und nahm sie hoch. Mein Blick ging raus zum Fenster. Es war noch hell, schnell hatte ich meinen Entschluss gefasst. „Weißt du was, wir gehen jetzt nach draußen.“, grinste ich.
Schnell hatte ich Luana die dicken Sachen eingepackt und sie in den Kinderwagen gelegt.
Meine Bücher schmiss ich unten in das Netz rein und zog dann schnell selber eine Jeansjacke drüber.
Wieso sollte ich mich andauernd zu Hause einschließen. Ich war mich sicher, dass Zac den ein oder anderen Abend drauf machte, dann durfte ich das auch.
Wobei einen draufmachen mit einem Kind natürlich eine ganz andere Bedeutung hatte. Nämlich Abendshopping.
Ich wusste, dass Luana bald einschlafen würde, das sah ich ihr an, sie gähnte andauernd und ihre Wangen waren schon ganz rot.
Ich schnappte meinen Haustürschlüssel und warf ihn zu meinem Handy in die Tasche. Fast hätte ich, kopflos, wie immer, Wickelsachen und Fläschen für Luana vergessen, aber mir war es dann doch noch eingefallen.
Die Sonne stand schon nah am Horizont und glich einem riesigen Feuerball und es machte den Eindruck, als würde er auf der Erde einschlagen.
In dem roten Licht lief ich mit Luana am See entlang, bis zur Hauptstraße und gönnte uns dann ein U-Bahnticket.
Drei Stationen weiter, stiegen wir Beide aus und sofot stand ich an der 5th Avenue.Von dort aus lief ich mit ihr bis zur großen Mall und sie war schon auf dem Weg dorthin eingeschlafen. Was frische Luft alles bewirkte…
Ich betrat die Mall mit dem Kinderwagen und steuerte sofort mein Lieblingsgeschäft an.
Nach einer erfolgreichen Ausbeute, ging ich weiter, um nach Wintersachen für Luni zu schauen.
Nachdem ich einen süßen, roten Pullover mit einem Rentier darauf, ein paar neue Bodys und eine neue Hose für sie gekauft hatte, ging ich zu Da Mariella.
„Nessa!“ Ashley kam quiekend mit dem Notizblock angerannt. „Ich hab dich ja ewig nicht mehr gesehen! Wie geht es dir? Wie geht es Zac?“ Ash stoppte nicht mal um Luft zu holen.
„Ich muss viel für die Prüfungen lernen, Ash. Aber sonst geht es mit gut und Zac, geht es auch super. Er war zwar letzte Woche krank, aber jetzt ist wieder alles gut.“
„Und wie geht es meinem kleinen Patenkind?“, fragte sie weiter.
„Luana… Sie ist erträglich, natürlich leidet sie unter den Tatsachen.“ Ash nickte nachdenklich.
„Bist du damit einverstanden, dass ich mal etwas mache mit ihr, dann kannst du für deine Prüfungen lernen und sie ist abgelenkt.“, sagte sie dann.
„Das würdest du machen?“
„Vanessa, Luana ist mein Patenkind, natürlich mache ich das!“, sagte sie. „Was soll ich dir eigentlich bringen?“, fragte sie dann grinsend, nachdem ihre Chefin ihr einen bösen Blick zugeworfen hatte.
„Spaghettieis, weißt du doch. Und einen Latte.“
„Gut, ich komm gleich wieder, dann klären wir den Rest.“, meinte sie und verschwand hinter der Theke.
Ich schaute kurz in den Kinderwagen. Luana schlief seelenruhig, ich griff nach meinem Englischbuch und fing an zu Lernen.
b>Part 31
„Nessa?“ Ich schreckte hoch von meinem Buch. „Wow, dich hab ich ja lange nicht mehr gesehen. Ab und zu mal in der Schule.“ Es war Tyson. Auf seinem Gesicht spiegelte sich ein freudiges Grinsen wieder.
„Hey, willst du dich setzten?“, fragte ich ihn und bot ihm den Platz neben mir an.
„Klar. Wie geht es dir?“, fragte er. Ich seufzte innerlich, wieso musste jeder fragen, wie es mir geht. Sie wussten doch, dass es mir nicht gut ging und ich ihnen etwas vor log.
„Mir geht es gut, nur der Prüfungsstress geht mir auf den Geist.“, antwortete ich mit einem Lächeln auf den Lippen.
„Das kenne ich. Geht mir nicht anders. Ich bezweifele sowieso, dass ich den Abschluss schaffe.“, grinst er.
„Ach Quatsch, so schwer wird es schon nicht werden und dumm bist du auch nicht.“, lachte ich.
Ashley kam vorbei und brachte mein Spaghettieis und den Latte Macchiato.
„Hey, Tyson. Willst du auch was?“, fragte sie.
„Ich nehm einen Cappucino.“, sagte er und Ash verschwand wieder, aber vorher lies sie es sich nicht nehemen über Mariella, ihre Cheffin zu schimpfen.
„Was hältst du davon, wenn wir uns mal zum Lernen treffen? Du machst doch auch deinen Abschluss in ‚Englische Geschichte‘ oder?“, fragte ich.
„Mittlerweile bereue ich es, diese ganzen Bürgerkriege sind nicht so mein Ding. Aber klar, warum nicht, wäre doch cool.“
Ich wollte gerade etwas erwidern, da hörte ich ein müdes Quengeln. Toll, Luana war wach. Normalerweise schlief sie länger, aber sie war erkältet, da wachte sie umso öfters auf.
„Hey, Kleine.“, begrüßte ich sie und nahm sie auf den Arm. „Alles gut, du hättest ruhig weiter schlafen können.“, meinte ich.
Sie schaute mich gequält an und dann hustete sie leise. „Ich weiß, dass du krank bist, aber das wird wieder, wir waren doch schon beim Arzt. Tyson, kannst du sie mal kurz nehmen?“
Er nickte und nahm sie mir ab. Ich kramte ein Fläschechen und die Thermoskanne mit dem Tee aus der Tasche und füllte es um.
Ich schraubte die Falsche wieder zu und drückte sie dann Tyson in die Hand. Ich sah, wie Luana lachte, als er sie hielt. Lachen sah ich sie in letzter Zeit selten.
Tyson schaute mich perplex an. „Du kannst doch wohl einem Kind ein Fläschchen geben.“, grinste ich. Er zuckte mit den Schultern und gab ihr dann die Flasche. „Und war das jetzt so schwer?“, fragte ich, als er sie mir leer zurück gab.
„Englische Geschichte ist leichter.“, meinte er lachend.
„Haha, gib sie mir mal.“ Ich streckte die Arme aus und Luana tat es mir nach. Sie sah so süß aus.
„Was hälst du davon, wenn wir jetzt langsam mal nach Hause gehen und uns am Wochenende mit Onkel Tyson treffen?“ Sie klatschte in die Hände, dann gähnte sie herzhaft. „Ich nehme an, das bedeutet ja.“, grinste ich. Dann zog ich ihr wieder ihre Jacke über und legte sie in den Kinderwagen.
Tyson und ich zahlten und gingen dann gemeinsam und verließen dann die Mall.
Wir verabreten uns für Samstag 15 Uhr und ann trennten sich unsere Wege wieder.
Part 32
Es war elf Uhr, als ich wieder zu Hause war. Ich sperrte die Tür auf, fast in der Erwartung mein Taummann würde mich begrüßen, aber ich kam dann doch noch rechtzeitig wieder zurück in die Realität.
Ich kramte den Schlüssel aus meiner Handtasche und sperrte die Tür auf. Zum Glück schlief Luana schon, ich nahm sie samt der Tragetasche aus dem Kinderwagen und trug sie hoch ins Schlafzimmer. Auf Zacs Betthälfte lag eine Fleecedecke und Luanas Schlafsack. Schnell hatte ich sie aus der kleinen Jeans und der Jacke geschält und sie ins Bett gelegt. Müde war ich noch nicht, als ging ich runter ins Wohnzimmer, wo mir als erstes das Telefon auffiel, das wie wild blinkte.
Ich nahm es aus der Aufladestation und schaute auf die Anrufe in Abewesendheit. Insgesamt waren es zehn, die Zac hinterlassen hatte. Verwirrt drückte ich auf die Rückruftaste und wartete geduldig, bis er abnahm.
„Wieso gehst du nicht an dein Handy?“, blaffte er ins Telefon, so laut, dass ich es mir vom Ohr weghalten musste. Ich verengte meine Augen zu Schlitzen und drückte auf den roten Knopf.
„Idiot.“, murmelte ich und ließ mich aufs Sofa fallen. Es dauerte keine zwei Minuten, da klingelte das Telefon. „Bist du wieder normal?“, fragte ich säuerlich und den Höhrer.
„’tschldigung.“, kam es betreten von der anderen Seite zurück. „Mit mir ist was durchgegagen.“
„Ich habs gemerkt.“
„Tut mir Leid. Ich hab mir Sorgen gemacht, weil du nicht an dein Handy gegangen bist.“, sagte er.
„Tu mir den Gefallen und erinnere dich dran, dass mein Ladegerät bei dir im Koffer ist.“
Er schwieg kurz, bevor er antwortete. „Ich habs verbockt, richtig?“
„Kann man so sagen, aber wenn ich dich das nächste mal auch anschreien darf, dass ist es okay. Also, wie geht’s dir?“
„Gut soweit. Ich bin ein bisschen erkältet, aber das ist halb so wild.“
„Warst du beim Arzt?“, fragte ich besorgt.
„Die Jungs haben mich dazu gezwungen. Du weißt schon, wegen den Spielen.“
Ich seufzte. Das war typisch Zac, wenn er krank war zögerte er es so lange hinaus zum Arzt zu gehen, bis er es nicht mehr schafft aus dem Bett zu kommen. Und er verheimlicht es mir, das hat er schon immer so gemacht.
„Ruf mich das nächste mal bitte sofort an, du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dir das abkaufe.“
„Du kennst mich einfach zu gut.“, sagte er beleidigt. „Mein Flug geht übrigens am Samstag in zwei Wochen um 18:45 Uhr.“
„Ich freu mich schon.“, grinste ich.
„Ich freu mich mehr. Was machst du die zwei Wochen ohne mich?“
„Die meiste Zeit wird fürs Lernen drauf gehen. Ich treffe mich auch einmal mit Tyson. Englische Geschichte lernen, das ist echt viel. Wieso hab ich noch mal nicht auf dich gehört?“
„Weil du ein Sturkopf bist, Vanessa.“, lachte er, aber dann wurde er wieder ernst. „Tyson Ritter?“
„Ja, wieso?“, fragte ich verwirrt, da ich den nervösen Unterton nicht überhört hatte.
„Du weißt, dass er mal etwas von dir wollte, oder?“
„Das war in der siebten Klasse, Zac. Bist etwa eifersüchtig?“, lachte ich, weil es wirklich absurd war.
„Nein, bin ich nicht. Aber pass bitte auf dich auf.“
„Ty ist kein Massenmörder, Zac!“
„Ty. So weit seid ihr jetzt schon.“, murmelte er beleidigt.
„Zac, du spinnst doch, ich nenn dich auch nicht Zachary!“, sagte ich genervt.
„Gute Nacht, gib meiner Tochter einen Kuss von mir.“ Er hatte auf gelegt.
Da war ja ein klasse Telefonat.
Part 33
Ich pfefferte das Telefon auf den Boden, rannte aus dem Wohnzimmer und knallte die Tür zu.
Wieso dachte Zac so etwas? Er kannte mich, er kannte mich wirklich in und auswendig. Er wusste, dass ich nie im Leben fremd gehen würde, nein, da machte ich lieber direkt mit jemandem Schluss, als ihn zu hintergehen.
Wenn dann musste ich ja wohl eifersüchtig sein, nachdem, was ich gesehen hatte, als ich in Albuerquerque war.
Ich knallte auch die Schlafzimmertür zu und warf mich auf mein Bett. Meinen Kopf vergrub ich im Kissen und wünschte mir weg zu sein von dieser Welt.
Plötzlich fing Luana an zu schreien. "Nicht du auch noch!", rief ich und hielt mir mit dem Kissen die Ohren zu.
Die Tränen strömten über meine Wangen und sogen sich in das Kissen, das nach wenigen Augenblicken, etwas feucht war. Luana schrie wie am Spieß und ihre kleinen Händchen haute sie auf die Matratze, auf der sie lag und hörte auch nicht auf.
"Was ist los mit dir, Luana? Immer schreist du, kannst du nicht mal eine Nacht durch schlafen?! Ich kann nicht mehr!", schrie ich sie verzweifelt an und verdreckte mit meinen Händen mein Gesicht. "Hör bitte auch zu weinen, Luana. Bitte!"
Und dann brach es über mich hinein wie eine Welle. Ich war eine schlechte Mutter. Eine Mutter behandelt ihr Kind nicht so, wie ich es tat. Eine Mutter schreit ihr Kind nicht an. Eine Mutter liebt ihr Kind über alles, sie würde für es sterben.
Ich nahm die Hände von meinem Gesicht, beugte mich über sie und nahm sie vorsichtig hoch. Dann drückte ich sie ganz fest an mich und streichelte ihr Köpfchen.
"Tut mir Leid, mein Engel. Bitte verzeih mir. Ich bin da und du darfst schreien, wann du willst! ich wollte dich nicht anschreien, es tut mir so Leid!" Ich wischte ihr mit dem Daumen vorsichtig die Tränen weg. "Alles ist in Ordnung. Du brauchst nicht weinen, Mummy und Daddy haben gestritten, aber das hat nichts zu bedeuten. Das ist alles nur ein wenig viel im Moment, verstehst du?" Ich stand vom Bett auf und lief mit ihr herum, bis sie sich wieder ganz beruhigt hatte.
Ich hatte ein wirklich schlechtes Gewissen ihr Gegenüber. Ich sollte alt genug sein, dass ich mich beherrschen konnte. Man darf sein Kind nicht anschreien, man liebt doch sein Kind.
Es wurde ruhig im Zimmer, am Anfang dachte ich mir nichts dabei, aber dann war es auf einmal zu Ruhig. Ich hörte kaum Luanas leisen Atem, ich hörte fast gar nichts.
Ich schaute hinunter zu ihr und bemerkte, dass sie blau angelaufen war.
"Madre de dios! Luana!" Ich rannte so schnell ich konnte hinunter zum Telefon und rief den Notarzt.
Part 24
Für mich war alles wie ein schrecklicher Alptraum. Es war alles so surreal, das konnte nicht passieren. Solche Sachen gab es nicht. Sie hatten mir Luana weg genommen und ich sah wie ihr eine Sauerstoffmaske aufgesetzt wurde.
Immer wieder wurde ich gefragt, was passiert war, doch ich war außer Stande zu reden. Außerdem wusste ich nicht, was passiert war. Schließlich hatte ich sie nur auf dem Arm.
Die Sanitäter hatten bei meiner Familie angerufen, die sofort gekommen waren. Meine Mutter ignorierte ich völlig, auch wenn sie versuchte mit mir zu kommunizieren.
Ich starrte gebannt auf Luana, deren Augen leicht flatterten und deren Brustkorb sich kaum merklich hob und senkte.
"Wir müssen sie ins Krankenhaus bringen." Der Sanitäter nahm Luana auf den Arm, ein Anderer eilte mit ihm und drückte immer wieder die blaue Pumpe zusammen.
Von alleine bewegten sich meine Beine, ich griff nach meiner Jacke und Tasche und rannte den Männern hinterher.
Plötzlich hielt mich jemand fest.
"Bleib hier, du kannst nichts für sie tun." Meine Mutter schaute mich besorgt an. Am liebsten hätte ich sie jetzt geschlagen.
"Was hast du gesagt?", schrie ich entsetzt.
"Die Ärzte kümmern sich um sie, du bist kein Arzt, Kleines!" Ich zerrte an meinem Arm, aber Mom war stärker.
"Natürlich kann ich etwas für sie tun. Ich kann für sie da sein, ich muss für sie da sein. Das ist meine Tocher! Ich muss auf sie aufpassen!", schrie ich Mom an, nahm meine letzten Kräfte zusammen und befreite mich aus ihrem starken Griff, dann rannte ich zum Krankenwagen und schaffte es noch rechtzeitig ein zu steigen, bevor sie die Türen schlossen und los fuhren.
In dem Krankenwagen war alles weiß und steril, unnatürlich. Es roch nach Desinfizierungsmittel und eine helle Lampe blendete herab auf die Liege auf der Luana lag. Sie hatte die Augen geöffnet, aber verzog keine Mine, sie bewegte sich auch nicht. Lediglich die Luft, die die Atemmaske beschlug zeigte mir, dass sie noch atmete.
Mir wurde eine Decke umgelegt.
"Sie kommt wieder in Ordung. Aber Sie müssen mir sagen, was passiert ist, dann kann der Kinderarzt eine treffendere Diagnose stellen.", meinte der Sanitäter und setzte sich neben mich.
Ich hob den Blick und schaute ihn ausdruckslos an.
"Ich weiß es nichts. Ich habe nichts gemacht.", flüsterte ich und mir stiegen die Tränen in die Augen. "Ich war mit ihr in der Mall und als wir nach Hause gekommen sind, hat sie geschlafen in habe sie ins Bett gelegt, dann habe ich mit meinem Freund telefoniert. Wir haben gestritten und ich bin hoch ins Zimmer, dann hat sie angefangen zu schreien, ich habe sie auf den Arm genommen und dann ...", meine Stimme brach. Ich hatte es noch genau vor Augen. Ich konnte es nicht schildern, es wäre zu echt und das alles hier war nicht echt.
"Was haben Sie für Bettwäsche?"
"Baumwolle. Wieso?", fragte ich verwirrt.
"Ich will nur ausschließen, dass sie auf irgendetwas in Ihrem Hause allergisch ist. Haben Sie jemanden in der Mall getroffen, der Tiere hat?"
"Tyson hat ... Oh Gott, wenn sie auf Tierhaare allergisch ist, ich hätte es wissen müssen, ich habe meine Tocheter fast umgebracht!", schluchzte ich und vergrub das Gesicht in den Händen.
"Hey beruhigen Sie sich, Sie konnten es nicht wissen, wenn die Kleine vorher nicht mit irgendwelchen Tieren in Berührung gekommen ist. Sie sind nicht Schuld."
Ich hob den Blick, mir war egal, wie ich aussah. "Sie ist fast erstickt wegen mir."
Part 35
Ich streckte meine Hand aus und strich Luana über den Kopf.
"Meine Kleine...", murmelte ich. Ich hätte sie am liebsten in den Arm genommen, aber etwas in meinem Kopf ließ es nicht zu.
Ich war schmutzig, dreckig, es würde ihr nicht gut tun. Ich musste raus aus diesen Klamotten.
Der Krankenwagen hielt an, die Türen wurden geöffnet und Luana wurde in die Notaufnahme gebracht.
Der Sanitäter brachte mich in dorthin, wo mein Kind bereits von einem Kinderarzt untersucht wurde.
Sie hatte ihr die Maske abgenommen und einen dünnen Sauerstoffschlauch unter der Nase durchgeführt.
"Wo ist eigentlich der Vater?", fragte mich der Blondschopf, der mich schon in Krankenwagen zugelabert hatte und rammte mir einen Stuhl in die Kniekehlen. Er war bestimmt nicht viel älter als ich, drei Jahre höchstens.
"Zac... nein. Ehm, der ist nicht zu Hause und ... der soll sich keine Sorgen machen.", antwortete ich und starrte ins Leere.
Luana wurde gründlich untersucht, sie wurde abgetastet, es wurde ein Ultraschall von ihren Lungen gemacht und sie nahmen ihr Blut ab, das ins Labor geschickte wurde.
Luana war eingeschlafen und in ein Zimmer in der Kinderintensiv gebracht.
"Ihre Familie wartet im Aufenthaltsraum.", sagte eine Krankenschwester.
Ich nickte, schaute noch einmal zu Luana und traf dann den Entschluss zu Mom und den Anderen zu gehen.
"Luana schläft, ihr geht's ... dem Umständen entsprechend.", meinte ich schnell, als alle aufgeregt aufstanden. "Dylan, kannst du mich bitte nach Hause bringen?"
Er stand sofort auf und kramte den Autoschlüssel aus seiner Tasche. "Geht ihr bitte zu Luana, ich will nicht, dass sie alleine ist, wenn sie aufwacht."
Ich wendete mich von den Leuten ab und lief los. Auf dem Parkplatz lief Dylan dann vor zum Auto und hielt mir die Tür auf. "Steig schon mal ein, ich muss noch was machen.", sagte ich kurz angebunden und lief zum Eingang vom Krankenhaus zurück, wo ein Mülleimer stand.
Ich schälte mich angewiedert aus meiner Jacke und stopfte sie rein. Auch meine Schuhe und Socken landeten dort. Und es war kalt.
Barfuß und zitternd lief ich zurück zu Dylan, der mir einen verwirrten Blick zuwarf.
"Wieso hast du dich ausgezogen?", fragte er, als ich mich neben ihm auf den Sitz fallen ließ.
"Du fährst mich doch wieder her, oder? Dann dürfen hier keine Tierhaare sein."
Dylan öffnete den Mund um etwas zu erwidern, schloss ihn aber wieder und startete den Motor.
Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis wir bei dem Hale-Anwesen waren. Dylan schaltete den Motor ab, stieg aus und suchte den Schlüssel aus dem Versteck im Blumenkasten.
Ich ging die Treppen hoch und durch die Tür, die er mir auf hielt.
"Hast du Zac eigentlich schon angerufen?", fragte er plötzlich.
Ich schüttelte den Kopf. "Ich schaff das schon. Er hat doch seine erste Zwischenprüfung nächste Woche. So wie ich ihn kenne, würde er in den nächsten Flieger steigen und her kommen. Außerdem haben wir uns heute Abend gestritten und - " Ich brach ab, mir stiegen die Tränen in die Augen und dann rannte ich hoch ins Schlafzimmer.
Part 36
Vanessa war unter der Dusche. Sie war aufgebracht weggerannt, er war ihr gefolgt.
Er fand sie im Schlafzimmer, wie sie hektisch die Betten abzog und in den Mülleimer beförderte.
"Kannst du bitte Neue drauf machen? Die sind im Schrank, ich bin voll mit diesen verdammten Tierhaaren!", rief sie verzweifelt und stürzte ins anliegende Bad.
Er lief ihr wieder hinterher und spürte schmerzhaft, wie sein Arm zwischen Tür und Rahmen zerquetscht wurde, als er ihn in letzter Sekunde dazwischen hielt.
"Kannst du bitte mal wieder runter kommen? Sonst bring ich dich gleich zu Dr. Psych. Ich ruf jetzt Zac an."
"Nein, das machst du nicht. Er soll nicht wegen uns durch die Prüfung rasseln, außerdem ist es mitten in der Nacht, Dylan. Werd erwachsen!", schrie sie ihn an und man konnte die Wut in ihren Augen sehen.
"Der einzige der in diesem Raum nicht erwachsen ist, bist du Vanessa. Zac hat ein Recht darauf es zu erfahren, schließlich ist es seine Tochter!"
"Das weiß ich doch, aber er würde mir nur Vorwürfe machen!" Sie schob seinen Arm weg und schloss die Tür.
"Wieso sollte er das?!", rief Dylan verwirrt und hämmerte gegen die Tür.
"Lass mich!" Dylan hörte wie der Wasserstrahl anging und gab auf. Mit Vanessa ließ sich nicht reden, aber sein Entschluss stand fest, er würde Zac anrufen.
Zuerst machte er auf die Betten einen neuen Überzug und rief dann durch die Tür, dass er im Wohnzimmer warten würde. Vanessa ignorierte ihn.
Er ging runter, schnappte sich sein Handy, das er abgelegt hatte und ließ sich aus Sofa fallen, ehe er die Nummer seines Bruder wählte und wartete, dass er abhob.
Zac schaute auf die Uhr, es war fast zwei Uhr morgens und er lag immer noch wach auf seinem Bett und starrte an die Decke.
Er konnte nicht schlafen, nicht nach dem Telefonat mit Vanessa. Er hatte überreagiert, als er gehört hatte, dass Vanessa Tyson getroffen hatte und sie war zu recht verärgert. Vanessa ist nicht der Typ, der sich auf jeden einlässt. Vanessa ist das Beste was ihm passiert war.
Das Vibrieren seines Handys ließ ihn zusammen schrecken und riss ihn somit aus seinen Gedanken. Er schnappte es sich, warf einen Blick auf den Bildschirm und verließ schnell das Zimmer, um die andren nicht zu wecken.
„Dylan?“, fragte Zac verwirrt und suchte nach einem Grund, dass Dylan anruft.
„Hey, Zac. Wo bist du?“, fragte Dylan.
„Im Wohnhaus.“, antwortete er perplex.
„Wann sind deine Prüfungen?“ Zac wurde misstrauisch.
„Dylan was ist passiert?“, fragte er etwas lauter.
„Kannst du den nächsten Flug nach Los Angeles nehmen? Es ist wichtig.“
„Hör auf mit Angst zu machen, Dylan und sag mir was los ist!“ Diesmal schrie er. Ihm lief ein Schauer über den Rücken, bei dem Gedanken, dass zu Hause etwas passiert war.
„Zac, Luni geht’s nicht gut. Sie hatte eine allergische Reaktion und ist im Krankenhaus. Ich hab auch keine Ahnung, komm einfach so schnell du kannst!“
Das Handy fiel mit einem lauten Scheppern auf den Boden und zersprang in seine Einzelteile.
In seinem Kopf kamen Bilder auf, die er sich nicht vorstellen wollte, die ihm die Tränen in die Augen trieben.
„Was ist passiert?“ Zac wirbelte herum und sah Taylor, der an die Wand gelehnt, hinter ihm stand. Er wischte sich schnell mit dem Handrücken übers Gesicht und sammelte dann die Einzelteile seines Handys auf.
„Meiner Kleinen geht’s nicht gut.“, meinte er kurz angebunden und schob sich an ihm vorbei. „Ich muss nach L.A., jetzt gleich.“ Er kramte seine große Sporttasche unter dem Bett hervor und begann die wichtigsten Sachen achtlos und schnell hinein zu werfen.
„Zac-“
„Was Taylor?“, fuhr er ihn an und zerrte an dem Reisverschluss seiner Tasche, hing sie sich um und stürmte aus dem Zimmer.
„Du kannst nicht im Schlafanzug abhauen!“, rief er.
Zac wirbelte herum, lief zurück zu seinem Schrank und kramte eine Jogginghose und ein frisches Shirt raus.
Die Hose zog er einfach drüber und das T-Shirt tauschte er schnell aus.
„Das muss so gehen.“, murmelte er. Er nickte Taylor zu und verließ dann abermals das Zimmer.
Er rannte zur Tür und knallte die hinter sich zu.
Die Nachtluft war eisig, aber es war ihm egal. Irgendwie musste er zum Flughafen kommen.
Bis der nächste Bus kam, dauerte es zu lange und ein Taxi zu erwischen war reinste Glücksache.
Er zog sein Handy, das Taylor wieder zusammen gebaut hatte raus und suchte nach einem Flug. Der nächste ging um 245 Uhr. Er fluchte, zu Fuß schaffte er es nicht mehr rechtzeitig.
„Willst du noch länger hier rumstehen?“, hörte er auf einmal Taylor. „Wir nehmen Selenas Auto.“
Part 37
Er hatte Glück, dass noch ein paar Plätze frei waren. Die Frauen an den Ticketschaltern schauten ihn misstrauisch an, aber das war ihm egal. Hauptsache er konnte ins Flugzeug, dann wäre er noch bevor die Sonne aufging zurück in L.A. . Er rannte zum Gate, nahm auch einen Gepäckwagen als Mitfahrgelegenheit und schaffte es noch rechtzeitig zum Boarding.
Nervös ließ er sich auf seinem Platz nieder, schrieb Dylan eine SMS und schaltete das Handy aus.
Der Flug dauerte zwei Stunden, war etwas turbulent, da sie durch ein Gewitter flogen, aber die Zeit schien nicht vergehen zu wollen. Es kam ihm vor, als wäre er Jahre in dem verdammten Flugzeug gesessen.
Als die Maschine endlich gelandet war, drängte er sich an all den Leuten vorbei, die ihm verärgert Dinge nach riefen und verzichtete auf sein Gepäck zu warten. Das konnte er auch wann anders abholen.
Er holte sein Handy aus der Hosentasche und wählte Dylans Nummer. Doch er drückte ihn weg.
Er versuchte es noch einmal, aber wieder. Verärgert versuchte er es bei seinen Eltern, Gina und Stella, aber keiner ging ran.
„Verdammte Scheiße!“, schrie er und trat einen Mülleimer um. Er sank auf einen Stuhl in der Wartehalle und raufte sich die Haare. Wenn etwas passiert war, konnte er es sich nicht verzeihen. Das Krankenhaus war am anderen Ende der Stadt, da konnte er nicht zu Fuß hin.
Sein Telefon klingelte.
„Sorry, Vanessa war gerade da. Ich konnte nicht ran gehen.“
„Wieso?“, fragte er verwirrt und runzelte die Stirn.
Dylan schwieg einen Moment. „Sie weiß nicht, dass ich dich angerufen habe. Sie wollte nicht, dass du deswegen die Prüfungen verpasst.“
„Das ist ja wieder typisch. Wie geht es ihr?“
„Vanessa ist mit den Nerven am Ende und macht sich Vorwürfe, die dreht bald noch durch sage ich dir.“
„Wo ist sie?“
„Na bei Luni. Sie hat uns alle weg geschickt. Sie will keinen sehen.“ Er seufzte, stand auf und machte sich auf den Weg zum Ausgang.
„Wie geht es Luana?“
„Den Umständen entsprechend, aber sie kümmern sich gut um sie.“
„Dylan, du musst mich abholen, ich laufe dir entgegen, keine Ahnung, am besten du wartest an der 13th Avenue, okay?“ Er legte auf und lief los.
Die Luft war kalt und klar. Sie roch gut und ließ ihn runter kommen. Seine Sorgen trieben ihn in den Wahnsinn.
Bis zur dreizehnten dauerte es ewig, auch wenn er rannte. Als er dort ankam, stand Dylans Wagen schon dort. Er riss die Beifahrertür auf und stieg ein. Die ganze Fahrt über schwiegen sie. Keiner traute sich ein Wort zu sagen, weder Zac noch Dylan. Die Stimmung war angespannt.
Zac öffnete die Tür schon, als Dylan am Eingang vorbei fuhr und zwang Dylan somit anzuhalten.
„Danke, aber die Zeit mit dir Parken zu üben, habe ich jetzt leider nicht, Bruder.“, sagte er, wuschelte ihm mit einem gezwungenen Lächeln durch die Haare und hoffte somit die Stimmung zwischen den Beiden, an der er schuld war, zu lockern.
Er betrat die Eingangshalle des Secrad Heart und sah eine Menschengruppe beisammen sitzen. Er erkannte Gina, seine Eltern und Stelle. Gina und seine Eltern hatten die Augen geschlossen und schienen eingeschlafen zu sein. Er gönnte es ihnen. Stella kaute nervös auf ihren Fingern rum. Sie hob den Blick, als die das Geräusch der Schiebetüren hörte und schaute ihn direkt an.
Dann schloss sie die Augen, schüttelte den Kopf und öffnete sie wieder. Plötzlich sprang sie auf rannte auf ihn zu und fiel ihm um den Hals.
Er nahm sie in den Arm und versuchte sie zu beruhigen.
„Ich bin so froh, dass du da bist. Dylan hat mir gesagt, dass du kommst, aber wir dachten erst später…“, schluchzte sie.
„Der Flug von Albuerquerque hier her dauert nur zwei Stunden, Stella.“, meinte Zac und schob sie ein wenig weg von sich. „Wo ist Luana?“
Stella hielt die Schwester, die gerade an ihnen vorbei lief an. „Schwester Carla, das ist Zac. Können Sie ihn, bitte zu Luana bringen?“
Sie lächelte herzlich und nahm ihn mit. „Ihrer Kleinen geht es gut. Sie wird wieder. Gut, dass Sie gekommen sind.“
Part 38
Vanessa saß auf einem Stuhl neben Luanas Bett, als sie das Zimmer betraten. Sie hatte die Augen geschlossen und atmete ruhig. Die Schwester legte ihr eine Decke über den Körper, die sie mit gebracht hatte und nahm dann Zac auf Seite.
"Lassen Sie sie schlafen. Vanessa ist fertig mit der Welt, wir sind froh, dass sie eingeschlafen ist, sie braucht die Ruhe.", meinte Carla zu ihm. Er nickte und dann verließ sie das Zimmer.
Er ging zu erst zu Vanessa, küsste sie auf die Stirn und ging vor ihr in die Hocke. Sie sah erschöpft aus, das sah man ihr an, obwohl sie schlief. Er strich ihr zärtlich über die Wange.
"Wieso hast du mich nicht angerufen...?", murmelte er vor sich hin. Dann stand er auf, zog sich einen Stuhl an Luanas Bett und setzte sich.
Er saß einfach nur da. Stundenlang und er konnte nichts tun, für seine Tochter. Das machte ihn am meisten fertig. Er war machtlos und hätte so gerne etwas für sie getan, doch er war kein Gott in weiß. Er war ein Student, mit einem Kind und einer Verlobten und war nicht für sie da wenn sie ihn brauchten.
Doch jetzt war er hier und er konnte für sie da sein. Die Zwischenprüfung konnte er wiederholen. Sei es drum. Die Familie geht vor allem. Das was er liebte, war ihm am wichtigsten und wollte es nicht verlieren.
Ob er ein Jahr länger studierte oder nicht, das machte nichts aus.
Sein Blick war leer und abwesend, als er etwas aus den Augenwinkeln sah. Er zwang seine Augen ihm wieder zu gehorchen und wendete seinen steifen Hals zu Luana, die gerade ein Faust ballte und die Hand wieder öffnete.
Dann öffnete sie die Augen, schaute sich verwirrt um und machte sich dann dran, den Sauerstoffschlauch von ihrem Gesicht zu zerren, doch schaffte es nicht.
Ihr Gesicht verzerrte sich, aber ehe sie los schrie und Vanessa weckte, war Zac auf den Beinen und hatte ihre Hand genommen.
"Hey, mein Engel. Ich bin ja da. Du brauchst keine Angst zu haben, Daddy passt auf dich auf. Aber lass Momma noch ein bisschen schlafen. Er schob die Hände unter ihre Arme und nahm sie hoch. Dann drückte er sie fest an sich und wollte sie gar nicht mehr los lassen.
Er setzte sich mit ihr auf dem Arm aufs Bett und drückte dann den Knopf um eine Krankenschwester zu holen. Luana hörte nicht auf an dem Schlauch zu zerren und vielleicht war er mittlerweile auch unnötig.
"Ohh, da ist jemand aufgewacht!", lächelte Carla, als sie ins Zimmer kam.
Zac grinste. "Und ist nicht wirklich zufrieden mit der Situation. Muss sie den Schlauch wirklich noch dran haben?", fragte er.
Carla setzte sich neben ihn und nahm ihm Luana ab. Dann nahm sie vorsichtig den Schlauch von Luanas Gesicht und legte ihn aufs Bett hinter sich.
Sie wartete ein paar Minuten, es herrschte angespannte Stille, dann gab sie sie ihm wieder.
"Sie atmet wieder normal. Sie braucht den Sauerstoff erst mal nicht mehr. Wenn Sie wollen können sie zu Ihren Eltern gehen." Luana strahlte Zac breit an. Er küsste sie auf die Stirn und ging dann mit ihr nach draußen. Die Sonne ging mittlerweile auf und als er die Wartehalle betrat, erblickte er seine Liebsten. Stella war in Dylans Armen eingeschlafen, doch er war noch wach, obwohl ihm immer wieder die Augen zu fielen. Seine Eltern waren in eine Zeitung vertieft und Gina stand an einem Kaffeeautomaten.
Luana hatte schon wieder fleißig sein Shirt vollgesabbert als er zwischen die Stühle trat, sie brabbelte irgendwelche Laute und es schien als wollte sie etwas erzählen.
Dann lachte sie lauthals auf und alle Köpfe hoben sich gleichzeitig.
"Jemandem geht's wieder gut.", meinte Zac erleichtert.
Part 39
Ich wachte auf, weil mir die Spätherbstsonne direkt ins Gesicht schien.
Es schmerzte als ich die Augen öffnete und ich musste mir die Hand davor halten, bis ich mich ans Licht gewöhnt hatte.
Die Decke war von meinem Oberkörper gerutscht, als ich mich aufrichtete und streckte. Ich schaute mich um, im Zimmer war es ruhig. Das Bett war leer. Lediglich der dünne Schlauch lag auf dem Bett.
Wie eine Welle überkam mich die Angst. Wie von der Tarantel gestochen rannte ich aus dem Zimmer und zum Schwesternzimmer.
"Carla!", rief ich den Tränen nahe. "Carla, wo ist meine Tochter?" Verzweifelt klammerte ich mich am Türstock fest, damit ich nicht das Gleichgewicht verlor.
Carla war sofort da und legte einen Arm um mich. "Keine Angst ihr geht's gut und sie ist bei ihrer Familie. Wir wollten Sie schlafen lassen." Sie brachte mich raus in den Park auf der Hinterseite des Krankenhauses. Scheinbar waren sie mit Luni nach draußen gegangen. Frische Luft tat immer gut.
"Ach, du bist auch mal wach?" Ich wirbelte herum und sah Dylan, der sich gerade einen Schokoriegel aus einem Automaten gezogen hatte und auf uns zukam. "Ich nehm Ness mit, danke, Carla." Sie lächelte und dann zerrte mich Dylan aufgeregt mit sich.
Ich wunderte mich schon etwas über sein Verhalten, aber erklärte es mir damit, dass er froh war, dass Luana wieder in Ordnung kam.
Als wir den langen Parkweg entlang gehen, wurde sein Grinsen immer breiter und das machte mich nervös.
"Vanessa, bitte lass mich am Leben, okay? Du wirst mich umbringen, wenn du das gleich siehst...", meinte er plötzlich und schob mich vor sich.
"Dylan, was soll das Ganze hier? Was hast du gemacht?" Er schob mich weiter den Weg entlang um eine Kurve und dann sah ich ihn.
Ich konnte meinen Zac mit meiner Tochter im Arm sehen, wie er sie liebevoll in den Himmel hob und sie lachte.
Meine Knie wurden weich und das nächste, was ich spürte, war der Boden unter meinen Knien.
Meine Hände zitterten, mir schossen die Tränen in die Augen und ich konnte mein Glück nicht fassen.
Part 4o
Er hatte einen dumpfen Schlag vernommen und als er sich umdrehte, sah er Vanessa, wie sie auf dem Boden kniete und das Gesicht in den Händen verborgen hatte.
Dylan richtete sich freudestrahlend auf, scheinbar hatte sie ihn mit zu Boden gezogen.
Er hatte Luana Stella gegeben und lief zu Vanessa. Noch im Laufen lies er sich auf die Knie fallen.
Er nahm Vanessas Hände in seine und zog sie von ihrem Gesicht weg.
Vorsichtig hob er ihr Kinn an, wischte die Tränen, die ihr über die Wange rannen weg und schaute in ihre vor Freude strahlenden Augen.
Sie lächelte und dann ganz plötzlich küsste sie ihn stürmisch.
Der Kuss war fordernd und Zac lies sich drauf ein. Zu lange hatte er sie nicht mehr gesehen und erst jetzt merkte er wieder, wie sehr sie ihm gefehlt hatte.
Mit der Zeit fand man sich damit ab, dass man sich nicht jeden Tag sehen konnte und man merkt nicht mehr, wie sehr einem die Sachen fehlen, die man liebt. Erst wenn man sie wieder hat. Gleichzeitig kommt aber auch der Schmerz wieder, das Wissen, irgendwann wieder gehen zu müssen.
"Du bist so dumm, Zac...", murmelte Vanssa an seinen Lippen. "Wieso bist du hier, du verpasst die Prüfungen."
Sie löste sich von ihm und lehnte sich mit der Stirn gegen seine.
"Du brauchst mich aber mehr.", grinste Zac und küsste sie noch einmal kurz.
"Aber ich habe das Gefühl, ich verbaue dir deine Zukunft, Zac!" Ihre Hände verweilten an seinen Wangen und sie atmete schwer.
"Vanessa, hör auf so etwas zu denken. Du bist meine Zukunft. Und unsere Tochter. Das ist, was zählt."
"Aber - " Er legte seinen Finger auf ihre Lippen.
"Nichts, aber. Freu dich lieber, dass ich da bin." Und da war es wieder. Das schelmische Grinsen, dass sie an ihm so liebte. Zac hatte Recht, für den Moment. Sie sollte sich wirklich freuen und das tat sie auch. Schon als sie ihn zusammen mit Luana gesehen hatte.
Für den Moment konnte sie die Vorwürfe, die sie sich machte, verbannen. Aber sie würden wieder kommen, das wusste sie.
"Mache ich doch!", grinste Vanessa und fiel ihm um den Hals. Sie drückte sich fest an ihn, atmete gierig den Geruch seines Shirts ein und wünschte sich, ihn nie wieder los lassen zu müssen.
Es war Luana, die sich plötzlich meldete mit einem beleidigten Quietschen. Vanessa hob den Blick und Zac drehte sich um.
Sie hatte die Unterlippe vorgeschoben, zog kräftig an Stellas Haaren und stierte die beiden beleidigt an.
"Hast du sie schon mal so böse schauen sehen?", lachte Zac und half mir. "Den Blick kann sie nur von dir haben."
"Haha, Daddy versucht wieder witzig zu sein, Süße." Ich nahm sie Stella ab und sofort glättete sich ihre Mine.
"Guten Morgen, meine Maus. Du hast mir echt einen Schrecken eingejagt, als dein Bett leer war." Luana grinste mich an, das hatte sie von Zac. "Das war ja klar, dass du das witzig findest."
Part 41
Uns gegenüber saß der Arzt, der Luana gestern Nacht in der Notaufnahme behandelt hatte.
Luana schlief in ihrem Maxi Cosi neben mir. Ich hatte ihr schon die warmen Klamotten angezogen, wir würden bald das Krankenhaus verlassen.
Zac hielt meine Hand, ab und zu drückte er sie leicht, wenn ich wieder nevös begann zu zittern.
Der Arzt schaute noch einen Moment in seine Mappe, klappte sie dann zu und schaute uns nichts sagend an.
"Sie haben richtig gehandelt, Ms Hudgens.", sagte er dann schlicht.
Es war das einzigste, was ich in diesem Moment für meine Tochter machen konnte, ich war schließlich kein Gott in weiß, das musste er mir nicht sagen.
"Danke.", meinte ich trotzdem anstandshalber.
Ich kaute nervös auf meiner Unterlippe herum, bis ich Blut schmeckte. Ich riss mich zusammen und zwang mich runter zu fahren. Luana würde schon keine Krankheit haben.
Der Arzt nickte. "Desweiteren hat ihre Tochter eine Hundehaarallergie."
Mir fiel ein Stein vom Herzen, sie hatte lediglich eine Allergie, nichts schlimmeres. Einer Allergie konnte man vorbeugen. "Passen Sie auf, dass die Kleine nicht übermäßig in Kontakt mit den Tieren tritt."
"Natürlich." Ich starrte zu Boden. Da waren sie wieder. Die Vorwürfe.
Ich war Schuld, dass es soweit kommen musste. Ich hätte es wissen müssen, ich hätte Tyson nicht umarmen dürfen.
Ich bin eine schlechte Mutter. Launa hatte etwas besseres verdient.
Ich verdrängte die Tränen, die mir brennend in die Augen stiegen und zwang mir ein Lächeln ab.
Der Arzt kaufte mir er ab, Zac nicht.
"Danke, Doktor.", sagte Zac und schüttele ihm die Hand. "Man konnte es nicht wissen." Dieser Satz war nicht für den weißen Gott bestimmt.
Der Arzt gab Zac ein kleines Fläschchen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit und verabschiedete sich dann von uns.
Zac nahm den Maxi Cosi und und meine Hand. Zusammen verließen wir das Zimmer.
Unsere Familien waren mittlerweile wieder nach Hause gegangen. Sie würden später am Tag noch einmal bei uns vorbei schauen.
Wir liefen zum Auto, das Dylan dagelassen hatte, Zac gurtete Luanas Sitz fest und stieg dann selber ein. Ich hatte ihm vom Beifahrersitz aus zu gesehen und konnte die Liebe zu seiner Tochter aus seinen Augen ablesen.
Die ganze Fahrt nach Hause schwiegen wir uns an. Keiner traute sich ein Wort zu sagen, auch wenn Zac öfters versuchte an zu setzten, er schloss immer wieder den Mund, ohne einen Laut von sich zu geben.
Die Stimmung war angespannt, auch als wir am Hale-Anwesen waren und hinein gingen.
Part 42
Zac lief vor mir ins Haus, ich schloss die Tür hinter mir.
Er hatte Luana abgestellt, um seine Jacke aus zu ziehen und sie auf zu hängen. Ich zögerte einen Moment, dann zog ich ebenfalls meine Jacke aus und hing sie hin.
Danach schlang ich sofort die Arme um mich, alles schien wieder zu kommen, wie eine Welle. Die ganzen Erinnerungen an letzte Nacht. Die Sanitäter, das Blaulicht, meine leblose Tocher... alles.
"Nimmst du bitte Luana mit?!", rief Zac aus dem Wohnzimmer und riss mich somit aus meinen Gedanken.
Mein Blick fiel auf den Maxi Cosi, Luana schlief tief und fest.
Vorsichtig und nur mit den Fingerspitzen nahm ich den Griff und trug sie ins Wohnzimmer. Zac hanwerkte etwas in der Küche, dann kam er mit zwei Gläsern und einer Falsche Cola zu uns.
Er stellte es auf den Tisch und ließ sich aufs Sofa fallen, den Kopf ließ er auch zurückfallen und schloss die Augen.
"Home, sweet home.", flüsterte er dann. Ich stellte Luanas Maci Cosi auf den Platz neben Zac und ließ mich dann auf der anderen Seite nieder, weit genug weg, damit ich Luana nicht nocheinmal weh tun konnte.
Zac schaute mich verwundert an, sagte aber nichts.
"Willst du eine DVD schauen?", fragte ich, versuchte es beiläufig klingen zu lassen und sprang auf, um zum Regal zu gehen.
"Ja, was hälst du von Shutter Island?", fragte er.
"Da wacht die Kleine auf. Laute Musik."
Ich hatte ihn nicht angeschaut, als ich das gesagt hatte, es blieb für einen Moment ruhig.
"Dann bring sie hoch in ihr Bett." Ich schaute ihn an. In seinem Blick sah man das Herausfordernde, ich kann ihn.
"Kannst du das nicht machen?", fragte ich halblaut.
Zac stellte sein Glas weg, baugte sich vor und lehnte sich auf die Knie. Er ließ den Kopf hängen und schüttelte ihn.
"Kannst du bitte damit aufhören?", meinte er dann plötzlich und schaute mich fest an. Sein Blick war so fesselnd, dass ich nicht wegsehen konnte. "Ich meins ernst. Hör auf damit, Vanessa."
"Womit?", meine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, Zac machte mir im Moment ein wenig Angst.
Er lachte auf und wiederholte meine Frage. "Vorwürfe. Du machst dir grundlos Vorwürfe, Vanessa. Hör auf!", seine Stimme wurde immer gereizter.
"Ich geh schnell duschen, dann bring ich sie hoch, in Ordnung?"
Zac stand auf und urplötzlich vor mir. "Nein, nicht in Ordnung. Du bist sauber, Schatz." Er legte seine Hand an meine Wange.
"Sei die Mutter, die du bis jetzt warst. Bitte."
Part 43
Es waren noch drei Wochen bis Weihnachten.
Ich machte mir zwar immer noch Vorwürfe, doch es wurde besser. Außerdem schaffte ich es, meine Probleme gut vor Zac zu verbergen.
Auch wenn ich die ersten paar Tage, nachdem wir aus dem Krankenhaus zurück waren immer wieder Putzanfälle hatte und jedes Mal wenn ich sie auf dem Arm hatte Panik bekam und sie von mir weg hielt, Zac ertrug mich und ich war ihm dankbar dafür.
Zac hatte auch das mit den Prüfungen geklärt, die Papiere wurden an die University of California geschickt und er konnte dort mit schreiben.
Ob er bestanden hatte, stand noch aus. Aber er war zuversichtlich. Und wenn er das war, dann war ich das auch.
Ich war mit Ashley und Luana heute Shoppen, Zac hatte gemeint er wollte sich mit seinen Freunden treffen, dann hat Ash angerufen und dann waren wir zusammen in die Stadt.
Zac wollte eigentlich Luana mitnehmen, doch ich konnte ihn überreden, dass er ruhig mal wieder etwas mit seinen Jungs machen kann ohne Kind und ohne Freundin.
„Hast du eigentlich etwas dagegen, wenn ich Luana heute Abend mit zu mir nehme?“, fragte Ash, als wir zum Parkhaus liefen.
Der Einkaufstrip war sehr erfrolgreich, ich hatte drei Shirts, eine Lederjacke und eine Hose ergattert. Ashley ein Paar neue High Heels, einen Rock und einen Trench Coat.
„Warum?“ Ich war ein wenig verwirrt.
„Ich finde, ich sehe mein Patenkind viel zu wenig.“
„Aha. Und warum kommst du genau jetzt auf diese Idee?“
Ashley zuckte mit den Schultern und schob die Unterlippe leicht nach vorne. „Du kennst mich, ich bin spontan.“ Sie grinste.
Ich verdrehte die Augen. Wenn sie auf Luana aufpassen wollte, dann sollte sie meintwegen. Eine Nacht durchschlafen, dafür bin ich immer dankbar.
„Aber die Sachen muss ich noch von zu Hause holen.“ Wir waren am Auto angelangt. Ash drückte auf den Schlüssel, das Auto blinkte und sie machte den Kofferraum auf, damit wir die Tüten und den Kinderwagen verstauen konnten.
Ich setzte Luni in den Maxi Cosi, den wir im Auto gelassen hatten, gurtete sie fest und dann stieg ich vorne auf dem Beifahrersitz ein.
Ashley startete den Motor und fuhr geschickt aus der Parklücke, dann schlug sie den Weg zum Hale-Anwesen ein.
Trotz des Feierabendverkehrs waren wir relativ schnell zurück.
Ashley ließ den Motor laufen, ich sprang aus dem Auto und lief zur Tür, dabei kramte ich den Schlüssel aus meiner Tasche.
Ich hatte keine Handschuhe an und zitterte wie verrückt, als ich ihn endlich gefunden hatte und die Tür öffnen wollte, da fiel mir auf, dass Luanas Babytasche auf dem Schaukelstuhl der Veranda lag.
Verwirrt ging ich zu der Tasche und schaute rein. Es waren frische Klamotten, Windeln und Milchpulver inklusive Fläschchen drinnen.
Erschrocken schrie ich auf, als mich auf einmal zwei starke Arme von hinten um die Taille packten und mich herumwirbelten.
Ich wurde am Nacken zärtlich geküsst und bekam eine Gänsehaut.
"Lass uns reingehen, du erfrierst sonst noch!", murmelte mein Liebster mir ins Ohr, hob mich hob und trug mich zur Tür.
"Zac, du bist verrückt!", lachte ich und küsste ihn. "Ich muss Ash noch die Sachen geben, aber ... Zac!"
Er grinste. "Ash macht das schon." Er stieß die Tür mit dem Fuß auf, ging hinein und schloss sie mit dem Ellenbogen.
"Und jetzt lass mich dich verwöhnen, Vanessa Anne Hudgens!" Er ließ mich runter und küsste mich zärtlich und fordernd. "Alles Gute zum Geburtstag!", flüsterte er und zog mich mit sich.
"Wie bitte?", fragte ich verwirrt. "Heute ist nicht der 14.12. Der ist doch erst übermorgen!"
Zac grinste. "Nein, der ist heute. Mir war klar, dass du das vergisst!"
Er strich mir liebevoll über die Wange und schaute mich zärtlich an. Etwas peinlich war mir das schon, meinen eigenen Geburtstag zu vergessen. Solange ich Zacs wusste...
Ich ließ mich von ihm ins Schlafzimmer führen, wo er mich den Rest des Abends nach Strich und Faden verwöhnte. Die Nacht gehörte uns, wir gehörten uns, wir liebten uns. Diese Nacht sollte nie wieder vergehen.
Part 44
Die zehn Tage bis Weihnachten vergingen schnell.
Wir hatten es noch nicht wirklich geschafft, Weihnachtsgeschenke kaufen zu gehen, aber die Zeit wurde knapp. In zwei Tagen war Heilig Abend und wir hatten weder etwas für unsere Freunde, noch für unsere Familie. Für Luana hatten wir etwas zum Anziehen, aber das würde sie nicht wirklich befriedigen.
Was sollte sie auch damit anfangen.
Zac hatte gemeint, ich sollte Ash anrufen, ob sie auf unsere Tochter aufpassen würde, aber ich hatte mich geweigert. Sie hatte in den letzten Tagen so oft auf Luana aufgepasst, wenn Zac meinte, dass er mich mal wieder einen Abend lang für sich haben möchte.
Schließlich landeten wir bei Stella und Dylan.
"Wir sind in drei Stunden spätestens wieder da, okay?", meinte ich und schlüpfte in meinen Wintermantel. Stella reichte mir meine Mütze, die ich dankend entgegen nahm. Der Wind pfiff einen zur Zeit mächtig um die Ohren.
Früher waren wir immer zusammen Geschenke kaufen gewesen, aber dieses Jahr war es anders.
Wir gingen als Paar, als zwei Verlobte, die im Sommer heiraten würden.
Ich schlüpfte noch in meine High Heels, Schnee lag zum Glück nicht, und warf meine Handschuhe in meine Handtasche. "Bist du fertig, Zac?", rief ich und bekam ein 'Ja, sofort!' als Antwort und wenige Augenblicke später polterte er die Treppe hinunter.
"Lasst das Haus ganz.", begrüßte er unsere Geschwister und schlüpfte in seine Schuhe. "Und passt auf, dass sie sich nicht am Regal hochzieht." Er gab seiner Tochter, die auf Stellas Arm uns angrinste einen Kuss und nahm dann meine Hand.
Eine neue Leidenschaft von Luana. Sie hatte begonnen zu krabbeln, aber das schien ihr nicht zu reichen. Sie wollte sich überall, wo man sich hochziehen konnte, hochziehen. Sie war mit all dem meiner Meinung nach ein bisschen früh dran, aber der Arzt meinte, das sei völlig in Ordnung. Lieber war sie ein bisschen früher dran mit allem, als dass sie zu spät war. Und die Hauptsache ist, dass sie gesund ist. Mit dem Reden hapert es noch gewaltig. Sie brabbelt Zac und mich den ganzen Tag voll, aber sie hatte weder 'Mama' noch 'Papa' gesagt.
"Mach dir keine Sorgen, wir passen schon auf."
"Das sagst du so einfach. Sie ist verdammt schnell." Da hatte Zac recht.
"Schatz. Die Beiden haben oft genung auf deine Prinzessin aufgepasst, es wird schon nichts passieren." Ich stellte mich auf die Zehenspitzen um den letzten Rest Distanz zwischen ihm und mir, trotz der High Heels zu überwinden, und küsste ihn sanft.
"Du bist dir sicher, dass du mir diesen Schuhen shoppen gehen willst?", fragte er skeptisch, als es leise klackte und ich mein Gewicht wieder richtig verlagerte.
"Ja, und jetzt lass uns gehen. Vergiss deine Handschuhe nicht!" Ich grabschte nach dem Schlüssel und machte die Tür auf.
Der Wind blies mir kalt ins Gesicht, meine Haare wehten nach hinten und mir blieb kurz die Luft weg. Ich machte die Augen wieder auf, die ich erschrocken zusammen gekniffen hatte und sah dann etwas, was ich zu erst nicht glaubte.
Im Wind wirbelte kleine, weiße, schwerelose Flocken und fielen zu Boden. Das erste mal Schnee, seit mehreren Jahren in Los Angeles. Und plötzlich freute mich mich wie ein kleines Kind. Ich rannte raus über die Veranda in die Auffahrt und drehte mich einmal im Kreis. Ich schaute in den Himmel, steckt meine Zunge raus und versuchte ein paar Schneeflocken zu bekommen.
Plötzlich schlossen sich zwei Arme von hinten um mich und drückten mich fest.
Ich drehte leicht meinen Kopf und konnte Zac's Eau di Toilett riechen. "Zac, es schneit.", flüsterte ich überglücklich.
Part 45
Ich war immer noch so aufgeregt, wie ein kleines Kind, als wir im Auto saßen und Zac durch die volle Stadt fuhr.
Ich hing regelrecht am Fenster und presse mein Gesicht gegen die kühle Scheibe um besser sehen zu können, wie die Flocken schmolzen sobald sie das Glas berührten.
"Du bist so kindisch.", gab Zac irgendwann von sich, aber ich überhörte die Bemerkung.
Der Tag sollte schön werden, Zac war schon am Morgen mürrisch gewesen, hatte man auch seinem Verhalten gegenüber Stella und Dylan gemerkt, doch ich lies mir den Tag nicht vermiesen.
Ich war eben noch ein Kind. Siebzehn zeit ein paar Tagen, nicht mehr Sechtzehn, aber immer noch jung genug, dass ich mich über Schnee freuen durfte. Hoffentlich blieb er bis Weihnachten liegen. Weiße Weihnachten, das wäre schön.
Zac parkte das Auto im Parkhaus, das zur Mall gehörte. Wir stiegen aus, ich zog meinen Mantel zurecht, den Rock zurecht und richtete die Mütze, ehe ich in meine Handschuhe schlüpfte.
Zac kam um das Auto herum, nahm meine Hand und verschränkte unsere Finger. Zusammen liefen wir zum Treppenhaus, das zur Straße führte. Es saßen viele Bettler um alte Tonnen, in denen sie Feuer machen. Weihnachtmänner winkten den Kindern und ein paar Straßenkünstler erhofften sich ebenfalls etwas Geld zu machen.
Ein Junge mit Geige hatte es mir besonders angetan. Er trug zerschlissene Hosen, einen alten grauen Mantel und Handschuhe, bei denen die Finger fehlten.
Er war ziemlich blass, hatte dunkle Haare, die ihm ein wenig vor die Augen fielen und spielte mit einer Leidenschaft, die ich noch nie gesehen habe.
Ich blieb stehen, mit mir auch Zac, der etwas verwundert war, doch er fragte nicht.
Da war er wieder. Der Zauber von Weihnachten. Plötzlich vergaß man den Stress und dachte nur an sich und die anderen, wie schön und einfach das Leben doch sein kann und wie man auch mit wenig zufrieden sein kann.
Wir standen eine Weile eng umschlungen dort und lauschten dem Geigenspiel, Who wants to live forever, des Jungen, bis mir zu kalt wurde. Ich trug schließlich nur eine Wollstrumpfhose und einen Rock.Ich kramte einen 10$ Schein aus meinem Portmonaie und warf sie in seinen Koffer.
"Merci beaucoup! Joyeux Noël!", rief er.
"Merci, à toi!", erwiderte ich, griff nach Zac's Hand und zog ihn in die Mall. "Er hat wundervoll gespielt, oder?", fragte ich.
Zac grummelte zustimmend. Er war immer noch ein Miesepeter. "Warum bist du heute so mürrisch?", fragte ich ihn und schob beleidigt die Unterlippe nach vorne.
"Ich hab Bedenken, wegen der Kleinen.", sagte er seufzend.
Ich blieb stehen und schaute ihn eindringlich an. "Dein Bruder und Stella sind das Beste, was Luana haben kann, Zac. Mach dir nicht so viele Gedanken, okay?"
"Ich versuch es." Er zwang sich ein Grinsen ab, ich wusste, dass es nicht ernst gemeint war, aber ich gab mich zufrieden damit. Ich küsste ihn flüchtig, dann zog ich ihn in den ersten Laden.
Es war eine kleine Schuhbotique und ich sah sofort das, was wir Stella schenken wollten. Louboutins. Nicht gerade günstig, aber angemessen. Sie weigerte sich Geld zu nehmen, wenn sie auf unsere Tochter aufpasste, aber ein Geschenk musste sie annehmen.
Zum Glück hatten wir beide die gleiche Schuhgröße und das hatten wir schnell erledigt. Jetzt war ich schon ein wenig neidisch auf sie.
Für Dylan wollte Zac eine Bikerjacke kaufen, er hatte sich eine ausgesucht, die er kaufen wollte, also holten wir diese. Dylan war ein wenig kleiner als Zac, deswegen war es ein wenig problematischer, als bei den Schuhen, aber es ging doch alles recht glatt über die Bühne.
Meiner Mutter besorgte ich die flauschige Decke, von der sie immer schwärmte, wenn sie sie im Fenster der Boutique sah. Ich hatte dann noch die Qual der Wahl, entschied mich aber zum Schluss für ein winterliches weiß, weil das am besten zur Einrichtung passte.
David würde von uns zu Weihnachten eine neue Uhr bekommen, da seine Alte kaputt gegangen ist, nachdem Dylan ihm beim Renovieren unseres Hauses ausversehen den Hammer hat drauf fallen lassen, und Starla würden wir ihren Lieblingsduft schenken. Hugo Boss Women.
Jetzt brauchten wir nur noch ein sinnvolles Geschenk für unsere Tochter, außerdem für Ashley und ich selber brauchte etwas für Zac.
Ich schleifte Zac, der tapfer all die Tüten trug in einen Spielzeugladen und begab mich dann auf die Suche.
"Guten Tag, kann ich Ihnen helfen?", sprach uns eine Verkäuferin an. Ich wollte sie gerade wieder wegschicken, doch Zac bejahte. Scheinbar wollte er nach Hause, man sah ihm richtig an, wie genervt er war. "Fein, für wen soll es denn sein?"
"Für unsere Tochter.", seufzte ich. Den Blick der Dame hätte man sehen müssen, so entsetzt hatte noch nie jemand reagiert. Zac, der das scheinbar nicht mitbekommen hatte, bekam von mir einen wütenden Blick.
"Wie alt ist sie denn?", fragte die Verkäuferin und schaute wieder nett.
"Ach wissen Sie, ich denke, ich finde schon etwas. Ich kenne meine Tochter doch um einiges besser." Mein Ton war schneidend. "Aber trotzdem, danke." Ich drehte mich weg, griff unsanft Zac's Arm und zog ihn ein Regal weiter.
"Das war unhöflich.", lachte Zac.
"Dem bin ich mit durchaus bewusst, Liebster. Aber hast du mal ihren Blick gesehen, er hat so viel gesagt wie: Euch sollte man verbieten Sex zu haben, ihr seid noch nicht reif für Kinder. Ha, die ist wahrscheinlich nur neidisch, weil sie keinen abbekommt und kein Kind hat. So eine -"
Zac brachte mich zum Schweigen indem er seine Lippen sanft auf meine legte. Ich gab mich geschlagen und erwiderte den zärtlichen Kuss.
"Es ist Weihnachten, nicht die Verkäuferinnen beschmipfen, Süße.", murmelte er an meinen Lippen.
"Aber du musst zugeben, sie hat mich dumm angeschaut."
Part 46
"Ich war abwesend.", meinte Zac liebevoll. Ich riss meinen Blick von meinem gottgleichen Freund los und schaute unauffällig zu der Verkäuferin. Sie schaute immer noch so verstörend tadelnd, vorschreibend.
"Schau sie dir doch an!", jammerte ich. Zac schaute, mir zu liebe und dann breitete sich ein Grinsen aus. Er nickte der Frau freundlich zu, die sofort wegschaute.
"Gehen wir in einen anderen Laden, ich hab den hier noch nie gemocht." Ich lachte, natürlich. Zac's Augen wurden immer groß, wenn wir an dem Schaufenster vorbei liefen und er irgendetwas neues sah, dass er wenige Tage später für seine Tochter mitbrachte.
Ihr fehlte es wahrlich nicht an Spielzeug. Zac schüttete sie nur damit zu. Zu meinem Leidwesen, nicht er erträgt die hässlichen Töne, die die Sachen von sich gaben, sondern ich.
Dafür musste er sich Vorlesungen anhören, recht so. Jedem das, was er verdient.
Zac wählte den Weg an der Verkäuferin vorbei, verabschiedete sich betont freundlich von ihr und verließ dann den Laden.
Wir gingen aus der Mall raus, der Junge mit der Geige stand immernoch dort, aber diesmal durfte ich mich nicht in seinen Bann ziehen lassen.
Die Töne von Time to say goodbye drangen an mein Ohr, aber ich lies mich nicht davon beirren. Außerdem hatte ich Zac, der zu dieser Zeit eh nicht so viel dafür übrig hatte, da er den Weihnachtsstress hasste, und der mich bestimmt in den nächsten Spielzeugladen zog.
Dort fanden wir, etwas für sie. Es war ein kleines Farmhäuschen aus dessen Fenstern die verschiedensten Tiere schauten und Geräusche machten, wenn man auf sie drauf drückte. Wenn man den Farmer drückte spielte es das Lied Old McDonals had a farm.
Wir schauten uns noch ein wenig weiter um, bis ich mich in ein rosa Pony vernarrte und darauf bestand es zu kaufen. Zac zeigte mir seinen leeren Geldbeutel als stummen Protest, aber das war mir egal.
Er schenkte seiner Tochter dauernd etwas, da durfte ich auf das rosa Pony bestehen.
An der Kasse mussten wir ein wenig warten, die Geschäfte waren immer voller geworden und platzen mittlerweile aus allen Nähten.
Zac trug eine Tüte mehr, als wir des Laden verließen. Jetzt war es an mir, Zac dazu zu überreden, dass er mich eine Stunde alleine lies, damit ich sein Geschenk kaufen konnte. Wir standen gerade an einem Stand, an dem heiße Marronen verkauft wurden.
Die aßen wir immer, wenn wir Weihnachtsgeschenke einkaufen gingen, so auch heute.
"Die sind gut!", sagte ich kauend um Zac's Aufmerksamkeit wieder auf mich zu lenken. Er schaut fast alle fünf Minuten auf die Uhr oder starrte in der Gegend rum.
"Hm.", meinte er abwesend und schaute wieder auf die Uhr.
"Was ist los mit dir, Zac?", fragte ich. Langsam nervte mich seine unweihnachtliche Stimmung.
"Hast du was dagegen, wenn wir uns mal eine Stunde trennen? Du musst doch bestimmt noch was für Ashley kaufen? Da muss ich doch nicht dabei sein." Ich schaute ihn verwundert an.
Ich hätte mir denken können, dass er genauso wenig für mich ein Geschenk hatte, wie ich für ihn. Aber das er damit ankam, dass er sich trennen wollte... wow.
"Ähm, nein. Musst du nicht. Geh ruhig, ich komm schon alleine zurecht.", meinte ich und aß die letzte Marrone aus meiner Tüte. "Aber gib mir ein paar Tüten, du musst die wirklich nicht alle schleppen!" Ich griff danach, doch Zac zog schnell den Arm weg.
"Nein, meine schöne Verlobte muss nicht die Tüten tragen.", grinste er, beugte sich vor und küsste mich, dann ließ er mich stehen. Ich schaute ihm verwundert nach und dann fiel mir plötzlich auf, dass es nicht gesagt hatte, wo wir und wieder trafen.
"Zac!", rief ich laut.
Er drehte sich um und grinste. "In einer Stunde im Starbucks!", rief er zurück.
Natürlich wusste er wieder, was ich dachte. Er ist ja auch mein Zac.
Schulterzuckend warf ich meinen Müll weg und machte mich dann wieder auf den Weg.
Zu erst ging ich in Ashley's Lieblingsboutique und kaufte den Schal, den sie sich schon so lange wünschte. Danach machte ich mich auf die Suche nach einem Geschenk für Zac.
Zuerst kaufte ich sein After Shave, das er immer trug und ich so an ihm liebte. Okay, vielleicht ein klein wenig eigennützig dieses Geschenk. Ich grinste in mich hinein, als ich mir den Duftstreifen vor die Nase hielt und das Parfüm aus dem Regal nahm und anschließend zu Kasse ging.
Die Frau an der Kasse schaute komisch und ich ließ es in meine Manteltasche wandern.
Nachdem ich das erledigt hatte, ging ich wieder auf die Suche. Die Uhr im Blick ging ich von einem Laden in den anderen, fand aber nichts.
Schließlich fiel mir ein Plakat ins Auge, dass ein Konzert von den All American Rejects ankündigte.
Ich rannte sofort zum nächsten Ticketladen, um mir zwei Karten zu sichern. Es war schon ziemlich ausverkauft, doch ich ergatterte noch zwei der wenigen.
Für die Konzertkarten musste ich tief in die Tasche greifen, aber das war es mir wert.
Ich hatte sogar noch so viel Geld übrig, dass ich mir einen Besuch im Dessouladen erlauben konnte und eetwas mitgehen lassen konnte.
Die Stunde ging auf einmal viel zu schnell vorbei und ich kam fünf Minuten zu spät zu unserem vereinbarten Treffpunkt. Zac stand schon da und starrte Löcher in die Luft.
"Wenn du willst gehen wir jetzt.", meinte ich und küsste ihn. Zac zuckte zusammen, als ich ihn so überfiel und lachte.
"Ich liebe dich Vanessa Anne Hudgens."
Part 47
Heute war der Weihnachtsabend und morgen früh würde es die Geschenke geben. Es würde das erste Weihnachten von Luana sein, das erste Weihnachten im Hale-Anwesen und das erste Weihnachten als Familie, nicht als Freunde.
Wir waren schon zusammen in dem Weihnachtsgottesdienst, jetzt waren Mom und Zac’s Eltern bei uns.
Zusammen mit Starla und meiner Mom füllte ich die Weihnachtsgans und machte mich an die Beilagen. Unsere Männer waren draußen mit Luana.
Es hatte zum Glück nicht aufgehört zu schneien. Im Gegenteil es hatte sogar einen Blizzard gegeben und die Straßen waren kaum noch befahrbar.
Ich fand das schön, Zac eher weniger.
Den Weihnachtsbaum hatten wir gestern zusammen aufgestellt und geschmückt. Ich hatte mich gefühlt, wie früher, als ich noch ein kleines Kind war. Auch den Rest des Hauses hatte ich im Lauf der Woche dekoriert und alles war winterlich romantisch und heimlich.
„Zieh dich um, Schatz.“, meinte meine Mutter und machte den Ofen zu. „Die Gans kann alleine braten. Stella und Dylan werden bald da sein und wir müssen noch den Kaffeetisch decken.“
„Das mach ich noch schnell.“ Ich lief zu dem Schrank mit den Tellern und holte sieben Stück raus. Dann noch Tassen, Untertassen, Löffel und Gabeln.
„Lass, wir machen das. Geh dich umziehen.“, meine Mutter nahm mir die Sachen weg und trug sie ins Esszimmer.
Ich seufzte und verdrehte die Augen, aber tat, was sie von mir verlangte.
Ich lief hoch in unser gemeinsames Schlafzimmer und riss die Schranktüren auf. Weit hinten hatte ich die Tüte mit dem Dessou versteckt, das ich vor ein paar Tagen gekauft hatte.
Die anderen Klamotten hatte ich schon ordentlich gefaltet auf dem Bett liegen und musste sie nur mit ins Badezimmer nehmen.
Ich tauschte meine Klamotten gegen einen flauschigen Bademantel und verbarrikadierte mich dann im Badezimmer.
Das Wasser drehte ich auf, doch bevor ich mich unter den heißen Strahl stellte, riss ich die Fenster auf, damit die kalte Luft herein kommen konnte und es nicht stickig werden würde.
Ich winkte Zac zu, der mich gesehen hatte, dann sprang ich unter die Dusche.
Man spürte richtig, wie sich die Muskeln im Nacken einzeln entspannten. Das heiße Wasser floss über meinen Körper und wirkte Wunder, sodass ich mich kaum davon losreisen konnte, doch irgendwann hörte ich, wie die Jungs beschlossen rein zu gehen und fand, es war an der Zeit, dass ich mich anziehen musste.
Ich stieg aus der Dusche, wickelte mich in ein Handtuch und trocknete dann meine Haare, zu erst mit dem Handtuch und dann mit dem Föhn. Ich benutzte den Diffusor, damit die Locken auch gut aussahen.
Als ich damit fertig war schlüpfte ich in meine neue Unterwäsche. Sie war rot mit weißer Spitze, dann zog ich meine Wollstrumpfhose an und meinen rot-schwarz karrierten Rock. Zum Schluss zog ich mir noch meinen hautengen schwarzen Rollkragenpullover. Jetzt konnte ich mir mein Make-Up auflegen, ein wenig hellen Lidschatten, Maskara und dunkelroten Lippenstift.
Meine Lockenmähne kämmte ich mir zurück zu einem hoch angesetzten Pferdeschwanz und band sie mit einem schwarzen Zopfgummi zusammen.
Ich zog ein rotes Satinband aus einer Schublade, das ich als Haarband benutzte und zu einer Schleife Band.
Um alles zu perfektionieren schlüpfte ich noch in meine Pumps und betrachtete mich anschließend im Spiegel.
Alles saß, wo es sitzen sollte und ich sah anders aus, als sonst. Älter und reifer und das machte mich ein bisschen nervös.
Ich hörte die Tür knallen und war somit wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ich rannte zum Fenster, schloss es und stürmte dann aus dem Bad.
Ich hörte Zac mit David reden, hörte ihre Jacken rascheln. Dann klingelte es.
„Ich geh schon!“, rief ich und eilte die Treppe runter. Zac stand am Treppenabsatz und schaute mich mit großen Augen an, als ich auf die letzte Stufe trat.
„Was?“, fragte ich ihn skeptisch. Er legte seine Hände auf meine Hüften, schob mich wieder ein paar Stufen hoch, dann küsste er mich vorsichtig.
„Und wann darf ich dich auspacken?“, raunte er mir ins Ohr.
„Zac!“, lachte ich empört und kitzelte ihn. Er lachte ebenfalls. „Lass dich überraschen.“
Er zog eine Augenbraue hoch, dann schaute er kurz zu David, der sich von uns abgewandt hatte.
„Dad, kannst du bitte die Tür aufmachen? Wir müssen Luana noch umziehen.“ Er schnappte sich den Maxi Cosi und lief die Treppe hoch.
„Du musst dich auch noch umziehen!“, rief ich ihm hinter her und lief den Weg zurück, den ich gerade gekommen war.
„Aber sicher doch.“ Er drückte mir einen Kuss auf die Wange und Luana in den Arm und verschwand im Schlafzimmer.
Ich ging mit meiner Tochter auf dem Arm zum Wickeltisch, holte eine frische Windel raus und suchte das rote Kleidchen mit der grünen Schleife, dass ich ihr über ein weißes Shirt ziehen wollte.
„Du bist ja ganz kalt.“, meinte ich besorgt, als ich ihre Wangen berührte. „Ist in Daddy wieder das Kind rausgekommen.“ Ich schüttelte den Kopf, befreite sie aus ihrer dicken Jacke und legte sie hin. Danach zog ich ihr die Hose und den WildCats Pullover aus, bis sie nur noch den Body trug.
„Mhhmm.“ Zwei Arme schlangen sich von hinten um mich und wiegten mich hin und her. „Ich liebe es dir zu zu sehen, wie du dich um die kleine Prinzessin kümmerst.“
Ich drehte leicht den Kopf und lächelte ihn an. Ich schmiegte mich an ihn und Luana brabbelte zufreiden. Nachdem ich ihr die Windel gewechselt hatte, bat ich Zac mir ihre weiße Strumpfhose zu geben und zog sie an.
Ihre karamellfarbenen, kurzen Haare die in alle Richtungen abstanden, band ich zu winzigen Zöpfchen und verzierte sie mit grünen Schleifen, dann zog ich ihr noch ein paar Socken über die Füße, damit sie nicht kalt wurden und fertig war sie.
„Und gefällt dir unsere Tochter?“, fragte ich Zac, nahm ihre Hände und ließ sie sich hoch ziehen. Sie wippte ein bisschen, dann gaben ihre Knie nach und ich schlang schnell einen Arm um ihre Hüfte, damit sie nicht umfiel.
„Wunderschön, mein kleiner Engel.“, meinte er, nahm sie mir ab und knuddelte sie.
Ich ging ein paar Schritte zurück, um mir Zac ansehen zu können. Er trug eine dunkle Jeans, ein weißes Hemd und darüber einen schwarzen Strickpulli.
Die Haare waren noch ein wenig feucht und verwuschelt und es sah so gut aus, dass ich mich fast in seinem Anblick verlor.
„Wir sollten unsere Gäste nicht waren lassen.“, riss Zac mich aus meinen Gedanken, griff nach meiner Hand und zu Dritt gingen wir nach unten ins Wohnzimmer.
Part 48
Stella und Dylan, David und Sarla und meine Mom saßen schon am Tisch, als wir runter kamen.
Etwas peinlich war es mir schon, schließlich war ich die Gastgeberin und nicht unsere Eltern.
Wenigstens hatte meine Mom den Kuchen noch im Kühlschrank gelassen und nicht alles erledigt.
Ich begrüßte Stella und Dylan und machte mich dann dran den Kuchen ins Wohnzimmer zu holen. Zac hatte ich damit beauftrag Luana in ihren Stuhl zu setzten und ihnen etwas zu trinken zu geben.
„Den hast nicht du gebacken?“, fragte Stella ungläubig, als ich das Prachtwerk aus Kirsche, Sahne und Schokolade auf den Tisch stellte.
„Doch.“, meinten Zac und ich gleichzeitig. Er hatte mir geholfen, gestern Abend. Am Ende war die Küche so dreckig, als hätten wir Luana alleine dort gelassen.
„Bist du dir da sicher, Schwesterherz?“, hakte sie skeptisch nach.
„Ja, und wenn du mir nicht glaubst, behält Santa dein Geschenk.“, lachte ich. Ich tauchte das Kuchenmesser in warmes Wasser, damit der Kuchen sich leichter schneiden lies und verteilte ihn anschließend.
Nach dem Kaffee vertrieben wir uns die Zeit mit Fotoalben, mit Luana, die immer beschäftigt werden wollte oder redeten einfach.
Ich verbot meiner Mutter und Starla den Tisch ab zu räumen, machte es selber und räumte die Spülmaschine ein, während die anderen im Wohnzimmer waren.
„Kann man dir helfen?“ Ich drehte mich um und sah Zac am Türrahmen lehnen, der verschmitzt grinste.
„Danke, aber ich bin fast fertig.“, winkte ich ab, grabschte nach einem Lappen und hielt ihn unter den Wasserstrahl. Dann wischte ich über die Arbeitsfläche und warf ihn in die Spüle.
„Ich muss nur noch den Tisch neu eindecken.“ Ich hatte eigentlich gedacht, Zac würde mir aus dem Weg gehen, aber er blieb in der Tür stehen und versperrte mir so den Weg.
Er hob den Arm, der schlaff an seiner Seite hing, zog mich zu sich ran und machte eine virtel Drehung.
„Heut ist Weihnachten.“, meinte er schmollend.
„Ich weiß, Schatz. Aber dieses Jahr ist alles ein wenig anders.“, meinte ich und legte meine Hand an seine Wange.
„Ich steh nicht so auf Veränderungen.“, grinste er.
„Ich auch nicht, aber findest du nicht auch, dass es besser geworden ist? Wir haben ein Haus, eine kleine Tochter, wir haben eine Familie. Und wir haben uns.“
„Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn ich so ein Dickkopf geblieben wäre.“ Er fuhr sich durch die Haare, ich strich mit meinem Daumen über seine Wange.
„Lass die Vergangenheit ruhen, Zac.“
Er nickte. „Weißt du überhaupt, wo du hier stehst?“, fragte er dann und hob die Augenbrauen.
„In der Küchentür.“, antwortete ich.
Er schüttelte den Kopf, dann holte er etwas aus seiner Hosentasche und hängte es über unsere Köpfe. „Unter einem Mistelzweig, das heißt –“
Ich schnitt ihm das Wort ab, indem ich ihn stürmisch küsste, ich spürte, dass er grinste und hatte selber auch nicht genug Selbstbeherrschung es zu unterdrücken.
Wir verloren uns in dem Kuss, bis mir ein verbrannter Geruch in die Nase stieg.
„Oh, mist!“, fluchte ich, löste mich aus Zac’s Umarmung und rannte zu Ofen.
Ich riss ihn auf und mir kam erstmal ein Schwall Qualm entgegen, der mir die Luft zum Atmen nahm. Zac versuchte sich ein lautes Lachen zu verkneifen indem er sich die Hand vor den Mund presste.
Ich seufzte, machte den Ofen wieder zu und drehte die Temperatur etwas runter. Die Gans musste noch eine virtel Stunde drinnen bleiben, dann sollte sie gar sein.
„Jetzt decken wir aber den Tisch.“, meinte ich bestimmt und drückte Zac die Teller in die Hand. Ich selber nahm Messer und Gabel und lief vorraus.
Zu zweit hatten wir den Tisch schnell gedeckt. Ich rief alle an den Tisch und brachte dann die Gans raus.
„Die sieht wunderbar aus!“, lobte Starla.
„Wurde auch von dir und Mom zubereitet.“, sagte ich schnell, was ja auch der Wahrheit entsprach. Ich holte noch die Beilagen und die Soße.
Es wurde viel gelacht, geredet und gegessen, alles war leer am Ende, auch vom Nachtisch blieb nichts übrig und dieses Mal ließen wir alles so stehen, nachdem wir fertig gegessen hatten.
Mit zwei Flaschen Rotwein und Gläsern gingen wir nach dem Abendessen ins Wohnzimmer und sangen Weihnachtslieder. Später am Abend schauten wir Die Weihnachtsgeschichte an, das war eine uralte Tradition, seit ich denken konnte.
Ich hatte mich an Zac gekuschelt, der den Arm um mich gelegt hatte und Luana saß auf meinem Schoß. Irgendwann während des Filmes war sie eingeschlafen, sie hatte sich tapfer wach gehalten, denn verpassen wollte sie offensichtlich nichts. Es war ja auch etwas besonderes, das erste Weihnachten. Trotzdem, irgendwann war es einfach zu viel und ihr waren die Augen zugefallen.
„Es ist schön, dass manche Dinge immer gleich bleiben.“, murmelte Zac irgendwann und gab mir einen Kuss auf die Haare. „Wie kann man nur Weihnachten hassen? Ich verstehe den Alten nicht.“, sagte er.
„Der Mann ist einsam. Ich würde Weihnachten nicht alleine verbringen wollen.“
„Das wirst du auch nie müssen. Wir gehören zusammen. Für immer.“
Ich schaute Zac an. „Für immer?“, wiederholte ich ungläubig. Er nickte.
„Bis zum Schluss.“
Nach dem Film redeten wir noch ein wenig, unsere Eltern, Stella und Dylan legten die Geschenke, die sie mit Liebe eingepackt haben unter unseren Weihnachtsbaum und wir gaben ihnen, die Geschenke, die wie für sie gekauft hatten.
Zum Mittagessen am ersten Weihnachtstag waren wir bei Starla und David eingeladen, das hieß wir würden uns am nächsten Tag wieder sehen.
Nach einem lange, wundervollen Abend, der spät endete verabschiedeten wir uns von unseren Liebsten.
Ich schloss die Tür hinter David, drehte mich um und seufzte leise.
Zac stand hinter mir, wog Luana in seinen Armen und schaute ihr liebevoll beim schlafen zu.
„Ich mache noch schnell die Kerzen und die Lichter aus, dann bringen wir unsere Kleine ins Bett.“, flüsterte ich und lief ins Wohnzimmer. Es waren undendlich viele Kerzen, die zu löschen waren, mein Blick fiel auf den Esstisch, aber das verschob ich auf morgen.
Zac stand in der Tür, wartete auf mich und grinste, als ich die letzte Kerze auspustete.
Im Dunkeln tapste ich zu ihm, nahm seine Hand und ließ mich von ihm nach oben führen.
Luana schlief tief und fest, ich ließ ihre Klamotten an und entfernte lediglich die Schleife aus ihren Haaren. Zac legte sie in ihr Bett, machte ihr Nachtlicht an und küsste sie auf die Stirn.
„Frohe Weihnachten, mein Engel.“, hörte ich ihn flüstern, dann wendete er sich ab und kam zu mir.
Wortlos nahm ich seine Hand und zog ihn ins Schlafzimmer, es war spärlich erleuchtet von ein paar Lichterketten, die ich dekoriert hatte und tauchte es in eine gemütliche Atmosphäre.
Meine Hände fuhren unter seinen Pullover und schoben ihn nach oben.
„Auspacken?“, fragte Zac und ein schelmischen Grinsen schlich sich auf sein Gesicht.
„Jetzt schon.“
Part 49
„Frohe Weihnachten!“, flüsterte ich leise, als ich meine Tochter weckte. Zac stand hinter mir und seine Hände lagen auf meiner Hüfte.
Luana rieb sich verschlafen die Augen und schaute mich verwirrt an. Sie gähnte herzhaft und dann fielen ihre Augen wieder zu. „Nicht wieder einschlafen, Engel. Du willst doch bestimmt wissen, was Santa dir gebracht hat.“ Zac kitzelte sie und sie lachte, dann nahm er sie aus dem Bett und zusammen gingen wir runter.
Den Esszimmertisch schaute ich gar nicht an, ich wusste noch zu gut, wie chaotisch er war.
„Sogar die Kekse, die Momma rausgelegt hat, hat Santa gegessen!“, sagte Zac und machte große Augen für Luana, als er auf den leeren Teller deutete.
„Muss aber ein gut aussehender Santa gewesen sein.“, murmelte ich und gab ihm einen leichten Hieb in die Seite.
„Schon.“, grinste er zufrieden. Dann setzte er Luana auf den Boden und sich neben sie.
Ich kniete mich hin.
„Dann wollen wir doch mal sehen, was es tolles zu Weihnachten gibt.“, meinte Zac und zog das größte Geschenk, die Farm unter dem Weihnachtsbaum hervor.
Ich konnte nur lachen, er war eben doch noch ein Kindskopf.
Freudig grabschte die Kleine nach dem riesen Karton und begann das Papier runter zu reisen. Fast hätte sie es gegessen, aber ich war schneller und konnte es ihr weg nehmen.
Sie war beschäftigt das Geschenk auf zu packen, da hatte ich beschlossen ich könnte Zac seine Geschenke geben. Zac schien den gleichen Gedanken zu haben.
Denn auch er hielt etwas in den Händen.
„Frohe Weihnachten.“, sagte ich beugte mich über Luana, die zwischen und saß und gab ihm einen Kuss, dann meine Geschenke.
Wir fingen beide mit dem viereckigen Geschenk an und ich hatte schon so eine Vorahnung, die sich auch wenige Augenblicke bestätigte.
Zac und ich brachen gleichzeitig in schallendem Gelächter aus.
„Da hatten wir mal wieder die gleichen Gedanken.“, meinte ich und stellte das Parfum auf Seite. Luana hatte und erschrocken angeschaut, dann fing sie an schmollend am Karton rum zu zerren und war beleidigt, dass sie es nicht aufbekam.
Ihre Unterlippe bebte und gleich würde sie anfangen zu weinen.
„Luni, Schatz. Schau Momma an. Daddy macht es für dich auf und du darfst das hier auf packen!“, sagte ich mit einer Piepsstimme und gab ihr ein weiteres ihrer Geschenke. Ich hatte nicht drauf geachtet, aber es war keines von uns, aber wenige Minuten später begann sie uns mit ihrer neu erworbenen Holzschellenrassel zu terrorisieren.
Ich schaute auf den Zettel, den sie unversehrt am Geschenkpapier hatte hängen lassen. Die war von Stella und Dylan, danke auch.
Zac äffte meine Stimme, nach dann nahm er die Farm und packte sie aus.
Ich hatte währenddessen schnell ein paar Batterien geholt und einen Schraubenzieher, damit Zac die Farm funktionstüchtig machen konnte.
Er stellte sie vor Luana und die Rassel war unwichtig.
Luana war wieder beschäftigt und ich machte mich an das zweite Geschenk von Zac.
Zac beobachtete mich angestrengt, während ich es auspackte.
Aus dem Geschenkpapier kam eine Box, die mit einen Blumenmuster verziert war. Gespannt machte ich es auf und konnte meinen Augen nicht glauben.
„Du bist verrückt.“, flüsterte ich und wischte mir mit dem Handrücken übers Gesicht. „Du hast sie wirklich gekauft!“ Ich konnte kaum den Blick von der Spieluhr lösen. Ich hatte sie in einem Anitquitätenladen entdeckt, leider war sie viel zu teuer gewesen, als dass ich sie mir hätte leisten können. Man zog sie auf und wenn man sie aufklappte, kam ein junges tanzendes Paar zum vorschein, das zur Melodie von Memory tanzte.
Ich fiel ihm um den Hals, dann küsste ich ihn. Er strich mir über die Wange.
„Ich hab mir gedacht, dass du dich freust.“, raunte er und gab mir einen Kuss auf die Wange.
Dann ließ ich von ihm ab. „Okay, mach deins auf.“
Er öffnete den Umschlag und zog langsam die Karten heraus. Seine Augen weiteten sich.
„Wie bist du an die ran gekommen?“, fragte er dann ungläubig. „Das war doch ausverkauft gewesen.“
Er hob den Blick. „Kannst du meinem Blick wiederstehen?“, fragte ich lachend. „Ich hab übrigens noch was.“ Ich zog sie VIP-Pässe hinter meinem Rücken vor. Ashley’s Freund Scott, der mir immer noch ein wenig unsympatisch war, hatte sie besorgt, nachdem ich Ash angefleht hatte.
Ich hielt sie ihm vor die Nase und er nahm sie mir mit großen Augen aus der Hand.
„Du bist die Beste!“
Der Rest des Tages verlief beschaulich. Wir aßen bei Starla und David zu Mittag, bedankten uns für die Geschenke und am Nachmittag trafen wir unsere Freude, saßen gemütlich am Kamin, tranken Tee und aßen Plätzchen.
Am Abend kamen wir völlig erschöpft nach Hause, Luana war im Auto eingeschlafen und es tat mir Leid, dass ich sie noch einmal wecken musste, aber in den warmen Klamotten zu schlafen, wollte ich ihr nicht zumuten.
Nachdem ich meine Tochter in ihr Bett gelegt hatte und ihre Spieluhr aufgezogen hatte, ging ich runter zu Zac, der es sich mit einer Decke und einem Glas Wein auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte und durch das Programm schaltete.
Ein zweites Weinglas stand auf dem Tisch und als ich reinkam, lächelte er. Ich setzte mich neben ihn, nahm das Glas und lies mich von ihm mit in die Decke einwickeln und kuschelte mich an ihn.
Nach einer kleinen Bettelorgie von meiner Seite her, ließ Zac Titanic über sich ergehen und wir schliefen zusammen auf dem Sofa ein.
Part 50
Die Tage nach Weihnachten gingen schnell vorbei und schon stand Silvester vor der Tür.
Wir waren ziemlich aufgeschmissen, was die Abendplanung betraf. Bis jetzt waren wir jedes Jahr durch die Clubs gezogen, aber mit Kind ging das nicht mehr.
„Machen wir es uns doch zu Hause gemütlich.“, schlug Zac am Morgen vor und biss in sein Crossaint.
„Alleine?“, fragte ich skeptisch.
Er nickte. „Wir müssen doch nicht immer die Nächte durchmachen. Außerdem ist das Luana’s erstes Silversterfest.“
„Ja schon, aber das wird doch… ich weiß nicht.“ Ich konnte den Gedanken nicht leiden, dass Zac Silvester nicht feiern wollte.
Ich schmierte lustlos mein Brötchen, biss hinein und legte es dann beiseite. Dann nahm mich Luana, die quengelte aus ihrem Stuhl und setzte sie auf meinen Schoß.
Sie fing sofort an auf dem Tisch rum zu patschen. Ich schob den Teller in Sicherheit und schaute zum Fenster raus.
Dann klingelte das Telefon, ich zuckte erschrocken zusammen und Zac lachte. „Ich geh schon.“, meinte er, küsste mich auf die Stirn und holte das Mobilteil.
„Ash ist dran.“, formte er mit den Lippen und ging dann aus dem Zimmer.
Ich seufzte, wahrscheinlich fragte sie, ob wir heute Abend mit die Clubs durchmachen wollen.
Nach einer viertel Stunde kam Zac zurück und grinste. „Ash hat uns eingeladen.“, verkündete er dann.
„Um 20 Uhr sollen wir da sein.“
Ich drehte Luana zu mir um und hob sie hoch. „Hast du das gehört, mein Engel? Wir gehen auf eine Party!“ Ich stand auf, lief zu Zac und küsste ihn. „Du bist der Beste!“
„Das weiß ich doch.“, grinste er.
Wir waren spät dran, ich war zwar als erste fertig, aber Zac hatte mal wieder die Zeit vergessen. Ich sollte ihm wirklich die Gitarre wegnehmen.
Wir waren ein bisschen zu spät, aber das machte nicht viel. Barney und Mandy kamen gleichzeitig mit uns.
Es war ein feuchtfröhlicher Abend. Wir aßen Fondue, machten Bleigießen und spielten Sharade und Singstar.
Luana hielt tapfer durch, gähnte oft, aber so lange sie nicht einschlief, dachten Zac und ich, konnte sie wach bleiben und das Feuerwerk sehen.
Kurz vor Zwölf half ich Ash die Sektgläser zu füllen. Ich nahm Luana auf den Arm und zusammen gingen wir alle nach draußen. Wir hatten sogar Raketen mitgebracht.
Gemeinsam zählten wir den Countdown runter und stießen um Punkt Zwölf Uhr an.
„Frohes neues Jahr, mein Liebling!“, rief Zac zog mich zu sich heran und küsste mich gierig.
„Frohes neues Jahr.“, sagte ich atemlos. „Auf das uns nichts auseinander bringt.“ Ich küsste ihn abermals.
„Und dir wünschte ich auch ein frohes neues Jahr, Luni!“, rief ich, als die ersten Raketen hoch gingen. Sie schaute uns fasziniert an.
„Das wünsch ich dir auch, mein kleiner Engel. Versprich mir, dass du gesund bleibst und uns immer glücklich machst.“ Luana lachte laut los, dann deutete sie in den Himmel. „Bum!“, rief sie und klatschte in die Hände.
„Hat sie gerade ‚Bum‘ gesagt?“, fragte Zac mich verblüfft.
„Hat sich zumindest so angehört.“, lachte ich.
„Dann geht Daddy jetzt auch mal ‚Bum‘ in die Luft schießen.“, grinste er.
Part 51
Die eineinhalb Monate die wir noch hatten, verbrachten wir die meiste Zeit gemeinsam.
Natürlich brauchten wir auch mal jeder Zeit für uns, aber das waren dann nur vereinzelte Nachmittag.
Ende Januar musste Zac dann auch schon wieder nach Albuerquerque zurück an die Uni.
Es brach mir immer wieder das Herz, Zac zusehen zu müssen, wie er ging, aber ich hatte das Gefühl, dass jeder neue Abschied immer etwas leichter fiel.
Ich kehrte schnell in den Alltag einer allein erziehenden Mutter zurück und bekam viel Unterstützung von Mom, Zac’s Eltern und unseren Geschwistern.
Die hatte ich auch nötig, denn die Abschlussprüfungen rückten immer näher und ich bekam immer mehr Panik.
Vier Wochen vor den Prüfungen fing ich an Tage und Nächte durch zu lernen.
Die Gespräche mit Zac hatte ich auch auf das Minimum runter geraubt, was bedeutete zwei Mal die Woche.
Ich wollte einen guten Abschluss haben und dafür musste ich mich anstrengen und Zac unterstützte das auch.
Die Einzige, die unter dem ganzen Stress litt, war mal wieder Luana. Sie hatte des öfteren Schnupfen oder Husten und quengelte immer rum.
„Komm schon, Maus. Wer wird in einem Monat ein Jahr alt?“ Ich beugte mich runter zu ihr, steckte ihr meine Hände entgegen und sie zog sich daran hoch.
Sie stand ein wenig wackelig auf den Beinen, aber schaute mich herausfordernd an.
„Na gut.“, meinte ich, hob sie an ihren Laufstall, wo sie sich festklammerte und ging dann ein paar Schritte zurück.
Ich ging in die Hocke und streckte die Arme raus. „Du schaffst das, Engel.“, sprach ich ihr Mut zu und grinste.
Sie ließ eine Hand los, machte einen Schritt und wackelte gefährlich, aber hielt sich auf den Beinen.
Sie biss sich konzentriert auf die Unterlippe und schaute mich mit großen Augen an. Ich stand nicht weit weg von ihr, damit ich sie zur Not auffangen konnte.
Plötzlich ließ sie auch die andere Hand los und machte einen weiteren Schritt und noch einen.
Ein breites Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus, als sie die kleine Distanz zwischen und überwunden hat und mir um den Hals fiel.
Sie lachte herzhaft. „Mein Schatz!“, rief ich, packte sie und richtete mich auf. „Du bist gelaufen!“ Ich gab ihr einen Kuss. „Du bist zu Momma gelaufen, ganz alleine!“ Sie lachte immer mehr und klatschte in die Hände. Dann fing sie an mit ihren Füßen zu strampeln und ich stellte sie wieder vor den Laufstall.
„Nochmal?“, fragte ich sie und als Antwort, ließ sie sofort los und stürzte auf mich zu.
„Ich bin so stolz auf dich, mein kleiner Engel!“, sagte ich und gab ihr einen Kuss.
Und plötzlich war er wieder da. Der Wehmutstropfen. Zac verpasste so viel… Er hatte schon so viel währen der Schwangerschaft verpasst und jetzt verpasste er wieder so viel.
Ich holte die Videokamera aus dem Arbeitszimmer, stellte sie auf und schaltete sie an.
Mit Luana auf dem Schoß ging ich in die Hocke. „Hallooo!“, rief ich in die Kamera und winkte. Luana kreischte und klatschte neben mir. „Sag doch mal Daddy ‚hallo‘?“ Sie liebte die Kamera. Dylan und Stella hatten sie uns zu Weihnachten geschenkt, damit wir Luana immer und überall filmen konnten. Ich nahm ihre Hand und winkte mit ihr zusammen, aber sie sprach nichts. Kreischte nur.
Manchmal verzweifelten wir an ihr, wenn wir versuchten ihr reden bei zu bringen, aber mehr als ‚Bum‘ damals an Silvester kam nicht aus ihrem Mund. Und das war einmalig.
„Komm zeig mal Daddy, was du heute tolles geschafft hast.“, meinte ich schließlich und stellte sie abermals vor ihren Laufstall.
Sie drehte den Kopf zur Kamera und grinste. „Komm, gib mir einen Kuss, Luni!“, forderte ich sie auf. Sie schaute mich wieder an, dann lief sie lachend los.
Sie hatte ihre Arme ausgestreckt, kam auf mich zu, spitze die Lippen und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Sie klammerte sich an mich und drückte sich erschöpft mit ihrem ganzen Gewicht an mich. „Ich glaube heute sind wir genug gelaufen, oder Engel?“
Sie schaute mich böse an und schüttelte den Kopf. „Dann eben nicht.“ Ich lachte. „Aber die Cam machen wir jetzt trotzdem aus, sag ‚Tschüss!‘“ Luana winkte in die Kamera und krabbelte dann davon, zu einer neuen Stella an der sie sich hoch ziehen konnte und wieder los laufen konnte.
Ich machte die Cam aus, und schloss sie sofort am Pc an, damit ich das Video Zac schicken konnte.
Eigentlich wollte ich heute für die Prüfungen lernen, aber Luana hielt mich auf Trab. Sie fiel zwar noch oft auf den Po, aber das machte ihr nichts. Sie stand immer wieder auf und lief erneut los. Ich bewunderte sie für ihren Ehrgeiz.
Irgendwann klebte sie an der Wohnzimmerscheibe und hämmerte dagegen. Schlussendlich gab ich nach und ging mit ihr im Garten spielen.
Wenn ich einen Tag nicht lernte, würde es schon nicht der Weltuntergang sein.
Part 52
Er ging schon in die dritte Vorlesung diese Woche.
Eindeutig bevorzugte er die vorlesungsfreie Zeit, wenn er nach Hause konnte. Die Zwischenprüfungen hatte er alle bestanden und musste somit das erste Semester nicht wiederholen. Zum Glück.
Trotzdem verstand er nicht einen Hauch von dem, was der Professor vorne am Rednerpult faselte.
Taylor neben ihm war eingenickt und sabberte das Chemiebuch voll, Kellan, der auf seiner anderen Seite saß, diskutierte heftig mit Simon.
Er seufzte, rutschte ein Stück tiefer auf seinem Stuhl und holte sein Handy aus der Hosentasche. Keine neue Nachricht.
Das sah Vanessa nicht ähnlich, auch wenn sie nicht oft telefonierten, sie schrieben regelmäßig Sms, aber heute kam noch keine von ihr.
Er machte die Tastensperre wieder rein und lies es zurück in die Hosentasche gleiten, dann schaute er auf die große Uhr.
Manchmal hatte er das Gefühl, die Uhr wurde hier aufgehängt um die Studenten zu ärgern. Noch geschlagene 90 Minuten musste er hier noch sitzen und dann musste er das, was der Prof erzählte im Haus noch einmal durchgehen, um es zu verstehen.
Der Tag würde super werden.
Er setzte sich wieder ein bisschen gerade hin, zückte einen Stift und begann wieder mit zu schreiben, gab aber nach einer viertel Stunde auf.
Er würde es sowieso zu Hause nachholen, er konnte sich einfach nicht konzentrieren.
Es kam ihm endlos vor, aber irgendwann, er hatte kein Zeitgefühl mehr, war die Vorlesung zu Ende.
„Kumpel, aufwachen.“, sagte er zu Taylor und zog ich auf die Beine.
„Wo bin ich?“, fragte dieser verwirrt und streckte sich.
„Hörsaal.“, antwortete Zac und folgte den anderen aus der Reihe.
„Hab ich alles verpasst?“, fragte er dann zerknirscht.
„Nach einer viertel Stunde warst du weg.“
Sie kamen nach draußen an die frische Luft, es war schon nach Mittag und sie gingen zurück in ihre Häuser.
Zac verschob das Nachholen auf den nächsten Tag. Er warf seine Tasche auf das Sofa und klappte seinen Laptop auf. Vielleicht hatte Vanessa ja geschrieben.
Und tatsächlich in seinem Posteingang war eine neue Mail mit Anhang. Es war ein Video.
Er lud es runter, was einige Minuten in Anspruch nahm.
„Und hat sich Vanessa gemeldet?“, fragte Tylor, der hinter ihm auf seinen Laptop starrte.
„Ja, sie hat ein Video geschickt. Oh, fertig.“ Er öffnete das Video und schaute es sich an.
Immer und immer wieder. Er konnte es gar nicht oft genug sehen.
„Sie macht ihre ersten Schritte.“, murmelte er immer wieder.
„Kumpel, ruf doch einfach mal an.“, meinte Tay.
Part 53
Er hatte mit Vanessa telefoniert.
Sie redete, wie ein offenes Buch. Er hatte sie gerade erwischt, wie sie mit Luana im Garten war und seine Sehnsucht mit jedem ihrer Worte wuchs.
"Gib mir mal den Engel.", forderte er Vanessa auf.
Er konnte zuhören, wie Vanessa Luana erklärte, dass ihr Dad am Telefon war.
"Mal schaun, was sie macht. Ich halt ihr jetzt das Telefon ans Ohr.", sagte Vanessa, dann hörte er Rascheln und Piepen. "Oh Gott, Süße! Das ist kein Spielzeug, drück Daddy nicht weg! Bist du noch dran, Zac?"
Er musste lachen, nur zu gut konnte er sich die Szene vorstellen. "Klar, bin ich. Probier's noch mal!"
Sie stimmte zu und sobald er wusste, dass die Kleine ihn hören konnte, fing er an zu erzählen.
"Ihre Augen werden ganz groß!", hörte er Vanessa im Hintergrund und brabbelte Luana dazwischen.
Er verstand zwar ihre Sprache nicht, aber er war sich sicher, was sie ihm sagen wollte. Sie erzählte ihm, was alles passiert war, seit er gagangen war.
Nach einer geschlagenen Virtelstunde Gebrabbel, Gequieke und Gelache, ergriff er wieder das Wort.
"Mein kleiner Engel, hörst du mich?", fragte er vorsichtig und Luana verstummte. "Daddy kommt bald wieder nach Hause, zu deinem Geburtstag!", sprach er weiter. "Aber jetzt muss er auflegen und schlafen, damit er seine Prüfung schreiben kann und dich ganz schnell wieder in den Arm nehmen kann, verstehst du das?" Er hörte, wie Luana die Nase hochzog. Scheinbar verstand die Kleine schon viel mehr, als man einem Kind zumuten sollte. "Daddy hat dich ganz doll lieb, das weißt du! Ich bin immer bei dir, auch wenn du mich nicht sehen kannst. Ich bin immer da, weil ich dich liebe!" Er verdrückte eine Träne, als Vanessa wieder ans Telefon kam und Luana im Hintergrund anfing zu schreien.
Es brach ihm das Herz.
"Es tut mir so Leid.", stammelte er in den Höhrer.
"Daran ist keiner Schuld, Zac! Mach dir keine Vorwürfe, in zwei Wochen bist du wieder da, auch wenns nur das Wochenende ist, deine Tochter freut sich auf dich! Jetzt geh schlafen, morgen sieht die Welt wieder ganz anders aus."
"Du hast Recht. Ich liebe dich, Vanessa Anne Hudgens!"
"Ich liebe dich auch." Dann legten sie beide auf.
Vanessa nahm Luana auf den Arm und ging mit ihr ins Haus, sie schrie wie am Spieß, bis sie irgendwann erschöpft einschlief.
Zac ging in sein Zimmer, zog sich bequeme Sachen an und legte sich ins Bett. Die ganze Nacht war er wach und lernte. Die Prüfung war in fünf Tagen, vielleicht durfte er schon ein paar Tage früher den Campus verlassen.
Vielleicht.
Part 54
Heute begannen die Prüfungen und ich war aufgeregt, wie sonst was.
Gelernt hatte ich so viel, wie noch nie und eigentlich wusste ich echt alles, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, mein Kopf sei leer.
Luana hatte ich bei meiner Mutter abgegeben, sie hatte meint, ich konnte sie die ganze Woche bei ihr lassen, damit ich die Prüfungen schaffte.
Es begann um neun Uhr morgen und die erste Prüfung war Amerikanische Geschichte.
Vier Stunden hatten wir Zeit, doch die Sekunden schienen schneller zu vergehen als normal. Dennoch hatte ich ein relativ gutes Gefühl, als ich schließlich am Ende der Zeit den Test abgab.
Ich ließ mich vom Strom der erleichterten, aber auch aufgewühlten Schüler aus dem Klassenzimmer tragen und lief zur Bushaltestelle. Ich konnte es nicht abhaben, wenn die Leute sofort nach einer Prüfung mit den anderen diskutierten, was sie nun richtig oder falsch haben. Zudem kam auch noch das ganze Getue mit dem Abschlussball.
Insgesamt hatte ich schon vier Absagen erteilt.
Ich hatte wirklich keine Lust auf den Ball zu gehen, ich war auf Zac's dabei, das reichte doch. Außerdem will ich Luana nicht zu lange bei meiner Mutter lassen.
Ich stieg in den Bus ein und fuhr zu meiner Haltestelle.
Zuhause schnappte ich mir mein Fahrrad und machte mich gleich auf den Weg zu Mom.
Ich wollte meine Tochter wenigstens sehen, wenn ich sie schon weggeben musste.
"Hallo, mein Engel!", begrüßte ich sie, als sie auf mich zu getapst kam. Ich hob sie hoch und wirbelte sie im Kreis, das liebte sie.
Sie patschte mir ins Gesicht.
"Wie war die Prüfung?", fragte meine Mutter sofort.
"In Ordnung. Denke ich."
"Ach mein Mädchen, immer so bescheiden und dann hast du die besten Noten, mi hija!", grinste sie und nahm mich in den Arm.
Ich blieb zwei Stunden bei Mom und Luni, schließlich musste ich noch einmal die Themenbereiche von Englisch durch gehen. Morgen schrieben wie nämlich Englisch, Mittwoch hatten wir Pause, Donnerstag musste der Chemiekurs seine Prüfung ablegen und Freitag hatten wir unsere mündlichen Prüfungen, ich machte sie in Spanisch.
Part 55
Das Telefon klingelte, sofort ließ ich alles stehen und liegen und rannte zum Telefon.
"Hallo?", fragte ich außer Atem.
Am andren Ende lachte jemand. "Hallo, mein Schatz. Stör ich dich?"
"Nein, tust du nicht." Ich lachte ebenfalls und ließ mich aufs Sofa fallen. "Ich hab nur gedacht, dass Mom oder so dran ist."
"Warum?"
"Hab ich dir doch schon gesagt, hörst du mir eigentlich zu?", fragte ich leicht verärgert.
Er war kurz still und es schien mir, als würde er überlegen. "Luni ist bei ihr.", meinte er dann und klang triumphierend.
"Oh, Zac...", murmelte ich und schlug mir mit der Hand an die Stirn. "Wie läufts beim Training?", fragte ich, um auf ein anderes Thema zu lenken.
"Gut, der Coach hat mich als Captain nominiert, die endgültige Entscheidung teilt er uns beim Training in zwei Wochen mit.", erzählte Zac.
"Du ist super, Zac!", freute ich mich.
"Und wie läuft es mit deinen Prüfungen? Mit wem gehst du zum Abschlussball?"
Ich seufzte, musste er das wirklich fragen.
Wir hatten schon einmal über das Thema Abschlussball diskutiert und haben danach drei Tage nicht mehr mit einander geredet.
"Bis jetzt ist alles gut, ich lerne gerade Chemie, die schreibe ich morgen. Und zum Ball gehe ich mit niemandem, Zac. Wir haben doch schon drüber geredet."
Ich hörte ihn seufzen. "Das haben wir allerdings. Das ist dein Ball, Vanessa."
"Ich weiß, aber die Prioritäten liegen mittlerweile anders, mein Lieber. Ich habe eine Tochter, die jetzt schon fast eine Woche bei meiner Mutter schläft, weil ich keine Zeit für sie habe und du am anderen Ende von Amerika bist!" Ich war immer lauter geworden und am Schluss hatte ich ihn fast angeschrien.
"Es tut mir Leid, dass ich nicht da bin.", meinte Zac kurz angebunden und ich spürte, dass ich ihn getroffen hatte.
Unbeabsichtigt. Ich wollte ihn nicht verletzten, mir wuchs nur alles über den Kopf zur Zeit.
Luana, die Schule, die zunehmenden Auseinandersetzungen mit Zac.
"Entschuldige!", sagte ich leise. "Ich hab das nicht so gemeint."
"Doch, Vanessa. Du hast es so gemeint, wie du gesagt hast. Und du hast Recht.", antwortete Zac.
Ich schüttelte energisch den Kopf und dabei fiel eine Träne auf meine Jeans.
"Zac, bitte. Sag das nicht, ich bin zur Zeit einfach überfordert und immer lass ich meine Launen an dir aus. Merkst du nicht, dass wir nur noch streiten, wegen mir?", schluchzte ich.
"Hey, beruhig dich, Schatz. Zum streiten gehören zwei, ich bin genauso Schuld, weil ich mir immer Vorwürfe mache.
Ich bemühte mich meine hektische Atmung wieder zu normalisieren.
"Ich wünschte, du wärst hier. Dann wäre alles viel einfacher."
"Mein Schatz, ich bin in einer Woche zurück."
"Mhm. Ich warte auf dich."
"Ich liebe dich.", flüsterte er.
"ich liebe dich auch. Und deine Tochter liebt dich auch.", antwortete ich.
"Gib ihr einen Kuss von mir."
Wir redeten noch kurz und legten dann auf.
Ich setzte mich an wieder an meine Bücher, aber meine Konzentration war dahin.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber Zac und das ließ mich nicht mehr klar denken.
Ich schlief über meinen Büchern ein und erwachte spät in der Nacht.
Kraftlos schleppte ich mich in mein Bett und schlief die letzten Stunden, bis ich meine nächste Prüfung durchstehen musste.
Part 56
Es war Samstag. Endlich. Die Prüfungen waren vorbei und ich lebte noch!
Zac und ich hatten zwei Tage nicht mehr telefoniert. Heute wollte ich ihn anrufen, nachdem ich Luana geholt hatte, doch sein Handy war ausgeschaltet.
Auch an der Uni konnte mir keiner sagen, wo er war.
"Hey, Zac. Ich bin's Ness. Ich mache mir echt Sorgen um dich. Das ist nicht witzig, mach dein Handy an.", sprach ich auf die Mailbox, als diese zum wiederholten Male ran ging.
Ich klappte mein Handy und ließ mich aufs Sofa fallen.
"Luni, Schatz!", rief ich. Sie war aus dem Wohnzimmer gelaufen und ich sah, wie sie am Kindergitter, dass ich an der Treppe befestigt hatte, handwerkte, um es zu öffnen. Ich war aufgestanden und zu ihr gegangen. "Lass das.", sagte ich dann streng und schaute sie finster an.
Sofort setzte sie ihre Unschuldsmine auf, die sie perfekt beherrschte, aber dieses Mal würde ich nicht nachgeben.
"Du weißt, dass du das nicht darfst. Momma, hat das Teil nicht da hin gemacht, um dich zu ärgern."
"Momma hat Recht, sie will nur das Beste für dich." Zwei warme Hände legten sich auf meine Augen und mir stockte der Atem. Ich hatte nicht gehört, wie der Schlüssel am Schloss gekratzt hatte...
"Daddy!", schrie Luana herzzerreisend und befreite mich aus meiner Starre. Ich nahm seine Hände von meinen Augen, lehnte mich ein wenig zurück und fiel prompt gegen ihn.
"Was machst du hier?", flüsterte ich ungläubig und schaute ihn von unten herauf an.
"Ich bin einfach da.", antwortete er ebenso leise und küsste mich.
Oh Gott, hatte ich das vermisst. Ihn zu spüren, war das Schönste, was es auf der Welt gab. Ich ließ mich weiter gegen ihn sinken, bis wir schließlich zusamen auf dem Boden saßen.
Ich hatte die Augen geschlossen und genoss jeden Atemzug mit dem ich seinen vertrauten Geruch einsog.
Und plötzlich wurde mir klar, was Luana eben getan hatte.
"Du hast 'Daddy' gesagt!", rief ich und riss die Augen auf. Zac hatte es scheinbar im gleichen Moment realisiert, wie ich, denn er hatte sie im selben Moment an sich gerissen und fest gedrückt.
Sie legte ihre Hand auf seine Wange und ließ sie dort, dann gab sie ihm einen Kuss.
"Ich hab dich auch vermisst.", sagte er mit schwacher Stimme.
"Daddy.", sagte sie nochmal lachend. Dann griff sie in mein Haare und zerrte kräftig dran. "Momma!", schrie sie fröhlich, beugte sich zu mir runter und gab mir auch einen Kuss.
Ich drehte mich um, sodass ich nicht mehr mit dem Rücken zu Beiden saß und schaute meine Tochter ungläubig an.
"Ich bin so stolz auf dich, meine Süße.", murmelte ich und wischte mir die Tränen weg, die sich aus meinen Augen geschlichen haben.
Zac hielt sie immer noch im Arm und es sah so aus, als würde er sie gar nicht mehr los lassen wollen.
"Ich hab euch so vermisst.", sagte er leise und schaute mich an. Luana hatte die Arme um seinen Hals geschlungen und müde ihren Kopf an seine Schulter sinken lassen.
"Wir haben dich mehr vermisst.", sagte ich lächelnd und beugte mich vor um ihn zu küssen.
"Es tut mir so Leid, dass ich nie da bin.", entschuldigte er sich, als wir uns lösten.
"Aber du bleibst jetzt die ganze Woche.", sagte ich aufmunternd.
Er nickte, zog die Beine an und stand auf, dann nahm er meine Hand und zog mich auf die Beine.
"Ich hab dir was mitgebracht.", sagte er plötzlich und holte etwas aus der Garderobe.
Mir klappte der Mund auf, als ich erkannte, was es war.
Zac's Blick wurde triumphierend.
"Du glaubst nicht wirklich, dass du heute Abend zu Hause bleibst.", grinste er breit.
Part 57
Ich konnte es immer noch nicht glauben, als ich mich im Spiegel betrachtete.
Zac war zurück gekommen und zwang mich auch meinen Abschlussball zu gehen.
Er kam gerade zurück ins Schlafzimmer, sein Hemd war noch offen, der Kragen hochgestellt und die Fliege hing ungebunden um seinen Hals. Schuhe trug er auch noch keine.
"Kannst du mir mal kurz helfen?", fragte ich ihn und winkte ihn zu mir rüber.
"Aber sicher." Er stellte sich hinter mich und machte den Reißverschluss meines Kleides betont langsam zu. "Fändest du es nicht auch besser, wenn es offen bleibt?"
Ich drehte mich in seiner Umarmung um und schaute ihn an. "Schon, auch dein Hemd gefällt mir offen besser, aber du zwingst mich ja." Ich gab ihm einen flüchtigen Kuss und befreite mich dann aus seinen Armen.
Ich band mir noch ein Satinband in die Haare und schlüpfte in meine Pumps.
Irgendwo aus den Tiefen meines Schrankes fischte ich eine Jacke, die mir für einen Ball passend schien, auch wenn es nicht all zu kalt war.
"Momma!", hörte ich Luana rufen. Ich drehte mich um und sah sie mit ausgestreckten Armen da stehen.
"Na komm her.", sagte ich und nahm sie auf den Arm. "Aber du darfst mich jetzt nicht voll sabbern, Daddy hat das schöne kleid extra gekauft."
Zusammen mit ihr lief ich ins Bad um nach Zac zu sehen, der nicht wirklich viel weiter war.
Ich lehnte mich an den Türrahmen und schaute ihm zu, wie er verzweifelt versuchte die Fliege zu binden und es dann beim zehnten Versuch fluchend aufgab. Er schleuderte das Stück Stoff auf den Boden und trat drauf.
Ich konnte ein Lachen nicht mehr unterdrücken und kippte mit Luana auf dem Arm fast um, so musste ich lachen.
"Das ist nicht witzig!", rief Zac beleidigt, wie ein kleiner Junge, hob die Fliege auf und setzte nochmal zu einem Versuch an.
"Lass mich das machen.", sagt ich immer noch lachen, stellte Luni auf den Boden und ging zu ihm.
Ein paar wenige Griffe meinerseits und die Fliege saß. "Hol noch deinen Sakko.", meinte ich und ging dann schon mal mit unserer Tochter nach unten.
Stella und Dylan würden auf die Kleine aufpassen. Sie waren schon seit ein paar Minuten da, der Grund warum Zac mal wieder spät dran war.
Ich übergab Luana Stella, als Zac endlich soweit war und verabschiedete mich von ihn.
Ihr Augen waren leicht feucht, als wir in der Tür standen und sie winkte.
"Momma?", fragte sie leise. Ich hob die Hand und strich ihr zärtlich über die Wange.
"Tante Stella und Onkel Dylan sind da, wir kommen gleich wieder nach Hause."
Sie schaute Zac an und streckte die Arme nach ihm aus. Er nahm sie und warf sie kurz in die Luft, sie lachte herzlich und laut.
"Daddy!", kreischte sie und zerrte mit ihren kleinen Fingern an seinen Haaren.
"Engel, das tut weh.", meinte Zac zerknirscht und nahm vorsichtig ihre Hand weg. "Schlaf gut.", sagte er dann und gab ihr einen Kuss ehe er sie wieder Stella gab und wir uns auf den Weg zum Ball machten.
Part 58
Zac und ich waren extra früh aufgestanden, ich hatte am Vorabend noch einen Kuchen für meine kleine Tochter gebacken und eine Kerze in Form einer Eins in die Mitte gesteckt.
Ihre Geschenke standen eingepackt im Wohnzimmer auf dem Tisch und warteten darauf ausgepackt zu werden.
"Bist du soweit?", fragte mich Zac und klappte das Feuerzeug zu.
Ich nickte, beugte mich übers Bettchen und hob die schlafende Luana hoch.
Sie öffnete verwirrt ihre Augen und schaute mich schläfrig an, ehe sie ihr wieder zu fielen.
""Happy birthday to you, happy birthday to you, happy birthday dear Luni, happy birthday to you!", sangen wir zusammen.
Luana schaute uns jetzt aufmerksam und hellwach an, ehe sie in die Hände klatschte und fröhlich aufquiekte.
"Alles Gute zum Geburtstag, Süße!", nuschelte ich und knuddelte sie ganz fest.
"Ich liebe dich, mein Engel. Alles alles Gute!", rief Zac, wie ein kleines Kind und gab ihr einen Kuss. "Ich bin dafür, dass wir jetzt Geschenke aufmachen!", rief er enthusiastisch und tausche den Kuchen, den er hielt, flink gegen Luana aus.
"Wer ist hier das Kind?", rief ich ihm lachend hinterher und folgte ihm.
"Ich bins nicht, aber jetzt beeil dich, ich bin neugierig!", rief er. Kopfschüttelnd sprang ich die letzten paar Stufen runter, schnappte mir im Gehen Video und Fotokamera, um fest zu halten, wie unsere kleine Tochter ihr erstes Geschenk öffnete.
"Zac, du weißt doch was drinnen ist, stell dich nicht so an.", sagte ich und gab ihm einen Kuss.
"Du musst vorsichtig sein mit dem was du sagst, nicht wir haben die Geschenke gekauft, sondern die Geburtstagsfee hat sie gebracht.", raunte er mir zu.
"Stimmt's Luana, die Fee hat die Geschenke gebracht, du hast sie doch auch gesehen." Unsere Tochter nickte heftig.
"Daddy Fee!", rief sie.
Zac grinste verschmitzt. "Ich bin die Fee!", lachte er.
Hilfe, mein Verlobter war wirklich ein Kind, da konnte man nur den Kopf schütteln.
Ich klappte den kleinen Bildschirm von der Videokamera auf und richtete sie auf Zac und Luana.
"Okay, fang an.", meinte ich mit einem leisen Seufzen und drückte den Aufnahmeknopf.
Natürlich gab er ihr zu Erst das große Geschenk, war auch nicht anders zu erwarten. Zac war eben ein Mann.
Luana starrte ihn mit großen Augen an und fing dann an am Geschenkpapier zu zerren und es zu zerreisen.
Als endlich den die viereckige Verpackung mit dem rosa Bobbycar vorne drauf zum Vorschein kam, wurden ihre Augen ganz groß und leuchteten.
"Ein rosa Bobbycar!", rief Zac aufgedreht, öffnete umständlich die Kiste und holte es raus.
Luana patschte mit ihren Händen drauf rum, dann hielt sie sich entschlossen am Lenkrad fest und setzte sich auf das Auto.
Triumphierend schaute sie zwischen Zac und mir hin und her, ehe sie los und Zac fast über den Haufen fuhr.
Part 59
Luana liebte ihr Geschenk, sie weigerte sich sogar vom Bobby Car runter zu gehen, sodass ich fast verzweifelte. Jedes Mal schrie sie wie am Spieß, wenn Zac oder ich sie hoch hoben.
"Ich hab eine Idee.", meinte Zac plötzlich und lief Luana in den Flur hinterher.
Verwirrt ging ich ihm hinter her, um zu sehen, was er vor hatte.
Ich musst lachen, als Luana mit einem so wütenden Blick, wie ich es noch nie gesehen hatte bei ihr, ihren Vater anschaute. Naja, er hatte es auch verdient. Einfach seine Tochter fest zu halten, damit das Auto nicht mehr fuhr, war fies.
"Schau mich nicht so an!", sagte er zu ihr und streckte die Zunge raus, aber ihr Blick wurde noch finsterer.
Mit dem Schnuller im Mund sah das richtig süß aus, ich griff nach der Kamera um ein Bild zu knipsen.
"Engel." Er beute sich vor und kitzelte sie unter dem Kinn, womit er ihr ein Lachen aufs Gesicht zauberte.
Dann flüsterte er ihr etwas ins Ohr, was ich nicht verstand.
Plötzlich wurden Luanas Augen groß und sie streckte die Arme nach Zac aus.
Er schaute mich triumphierend an, als er mit ihr an mir vorbei ins Wohnzimmer ging.
"Wie hast du das gemacht?", fragte ich ihn erstaunt.
Er zuckte die Schultern. "Ich hab ihr gesagt, dass ich ihr, wenn sie volljährig ist, jedes Auto kaufe, dass sie sich wünscht."
Mir klappte der Mund auf. "Spinner!", lachte ich und boxte ihn gegen die Schulter. Luana grinste frech und haute ihn dann an die selbe Stellt.
Er schaute sie empört an. "Du bist, wie deine Mutter.", murmelte er kopfschüttelnd, setzte sie auf den Boden und gab ihr das nächste Geschenk.
Sie schaute uns fragend an und hielt es in die Luft.
"Daddy hat die doch gezeigt, wie's geht.", meinte ich aufmunternd zu ihr.
Sie nickte und packte dann entschlossen das Papier, bevor sie es lachend wegriss.
"Putt!", sagte sie und schaute uns fragend an.
"Ja, einmal im Jahr darfst du Sachen kauputt machen, mein Engel.", erklärte Zac und nahm ihr das Papier weg. "Nicht, dass sie sich noch schneidet.", sagte er zu mir.
Ich schüttelte den Kopf, man musste diesen Mann nicht immer verstehen.
Am Nachmittag kamen noch meine Mutter, Zac's Eltern und unsere Geschwister.
Dylan begann einen großen Fehler, als er mit Luana und dem Bobbycar nach draußen ging, um zu spielen.
Er musste ihr immer hinterher rennen, damit sie nicht davon fuhr und sie lachte ihn aus, so wie Zac, der die Fassung verlor, als er seinem Bruder zuschaute, wie er mit seiner Tochter spielte.
Am Abend gingen wir alle zusammen noch in die Stadt und mischten uns unter das Volk.
Es war schön, mal wieder raus zu kommen und dabei etwas mit meinen Liebsten zu machen. Normalerweise blieb Luana immer bei Ash oder Stell und Dylan, aber heute war ja ihr Geburtastag, da durft sie wach bleiben, bis sie einschlief.
"Ouuh, Nessa, komm mit!", sagte Zac plötzlich und zerrte mich am Arm. Er trug Luana, da sie schon ziemlich müde war, nicht mehr laufen wollte, aber im Buggy nur jammerte.
"Was ist denn los?", fragte ich verwirrt und ging mit ihm mit.
"Fotoautomat.", sagte er bloß grinsend und schob mich hinter den Vorhang. Dann setzte er Luana auf meinen Schoß und zwängt sich selbst in den Kasten.
Hilfe, musste das albern aussehen.
"Engel, lachen, okay?", sagte er zu Luana. Als ob das nötig wäre, sie strahlte doch immer, außer man nahm ihr ihr geliebtes Auto weg.
Dann warf er Geld ein und wir machten die albernsten Fotos zusammen.
Part 60
So schnell, wie Zac gekommen war, war er auch wieder gegangen.
Ich hatte einen Job bei einer Zeitschrift angenommen. Sie zahlten mir gutes Geld für die Kolumne Teen Mom, die ich schrieb.
Das Gute daran war, dass ich von Zuhause aus arbeiten konnte und lediglich jeden Dienstag meine fertige Arbeit in den Verlag bringen musste, so war ich immer bei Luana und wir hatten trotzdem genug Geld. Zac und ich telefonierten regelmäßig und ich schickte ihm immer Bilder von Luana. Doch die Distanz machte es nicht gerade leicht, eine richtige Beziehung führen zu können. Ich hatte das Gefühl, Zac und ich lebten uns auseinander und das in einem rasenden Tempo.
Ich schüttele den Kopf, um die bösen Gedanken zu vertreiben. Luana zupfte an meinem Shirt und ich nahm sie auf meinen Schoß.
"Mir geht's gut Engel.", sagte ich um sie zu beruhigen. Ihr Blick durchbohrte mich und es lag Sorge darin.
"Wo Daddy?", fragte sie mich. Ich seufzte.
"Er kommt in zwei Monaten wieder." Luana legte den Kopf schief und schaute mich fragend an. Ich drehte sie auf meinem Schoß um, damit sie auf meinen Laptop schauen konnte und öffnete dann ein Bild von uns dreien. "Da ist Daddy.", sagte ich und rückte den Bildschirm so ins Licht, dass es nichts spiegelte.
"Momma.", flüsterte sie und deutete auf mich. "Luni, Daddy!" Sie klatschte in die Hände und grinste mich an.
Ich schlang die um sie und drückte sie ganz fest an mich. "Momma Aua?", fragte sie und streichelte über mein Gesicht.
"Ein bisschen, aber das hört bald wieder auf."
"Onka Dyl dietdietdiet?", fragte sie. Ich schaute auf die Uhr, griff nach dem Telefon und wählte Dylans Nummer, dann hielt ich Luana das Telefon ans Ohr und sie wartete gespannt darauf, dass der Piepton aufhörte und Dylan abnahm.
"Ist da meine Lieblingsnichte am Apparat?", hörte ich plötzlich Dylans Stimme und musste lächeln. Luana stahlte mich mit großen Augen an und hielt mir dann das Telefon hin.
"War dran.", korrigierte ich ihn.
"Hi, Ness. Wie geht es euch?", fragte er.
"Auto pielen...", sagte Luana und schaute mich erwartungsvoll an.
"Wie sonst auch. Luana möchte mit der Spielen, hast du Zeit?", fragte ich.
"Ja, kein Problem. Ich komm vorbei, bis gleich." Ich verabchiedete mich von ihm und legte auf.
Es dauerte nicht lange, dann war Dylan da. Luana stürmte zu ihm, sobald ich die Tür auf gemacht hatte, klammerte sich an sein Bein und stellte sich auf sein Fuß.
Das war Dylans neustes Spiel mit ihr. Sie stellte sich auf seinen Fuß und er ging mit ihr überallhin, wo sie wollte. Scheinbar dachte sie, das konnte sie mit jedem machen, da sie es bei mir genauso machte, wenn sie zu faul war, um irgendwo hin zu laufen.
"Auto!", sagte sie im Befehlston und ich musste lachen. Dann klingelte auf einmal das Telefon. Ich schaute auf den Display und sah, dass es Zac war.
"Ich bin oben.", formte ich mit den Lippen, nahm ab und sprintete hoch ins Schlafzimmer. "Mr Efron.", begrüßte ich Zac.
"Hallo mein Schatz!", hörte ich ihn und ich spürte auf einmal wieder die Wärme, die mir so gefehlt hatte. "Alles klar bei euch?"
"Ja, Dylan ist hier. Bei dir auch alles in Ordnung?"
"Die Prüfungen laufen gut, ich muss keine nochmal schreiben. Ich hab langsam das Gefühl, ich werde ein richtiger Streber.", lachte er und ich stimmte in sein Lachen ein. "Stimmt, das passt so gar nicht zu dir."
"Und was machst du am Wochende?", fragte ich ihn dann.
Er war kurz still. "Darüber wollte ich mit dir reden."
"Schieß los.", meinte ich und versuchte das ungute Gefühl zu ignorieren.
"Am Wochenende ist Spring Break. Die Jungs und ich hatten vor da hin zu gehen, ist das in Ordnung für dich?"
Ich schluckte. Spring Break, das berühmtberüchtigte Studentenfest, die Saufparty schlechthin, die Nacht, die alles kaputt machen konnte.
"Nee, hab ich nicht.", log ich schnell.
"Bist du dir sicher? Du kannst es wirklich sagen, wenn du nicht willst, dass ich hingehe, dann gehe ich nicht."
"Zac, ich kontrollier die doch nicht von Los Angeles aus. Du kannst machen was du willst, ich vertraue dir!", rechtfertigte ich mich, ich wollte wirklich nicht als eifersüchtiger Kontrollfreak abgestempelt werden. "Versprich mir einfach, dass du nicht zu viel trinkst, dann hab ich da keine Bedenken."
Ich wollte mir gar nicht ausmalen, was da alles passieren könnte. Ich hatte ja noch Selena, sie würde mich verstehen. "Wirklich, Zac.", sagte ich mit Nachdruck.
"Danke, Vanessa. Ich liebe dich!"
"Ich liebe dich auch."
Part 61
"Spring Break, wir kommen!", rief Zac und seine Jungs, die gespannt seinem Telefonat gelauscht hatten, sprangen auf und zerquetschten ihn fast vor Freude.
"Alter, ich hätte nicht gedacht, dass sie dich lässt.", grinste Taylor.
"Vanessa ist anders, kein Kontrollfreak.", grinste Zac breit.
"Deine Zukünftige hat's drauf!", brüllte Kellan.
"Sei gewarnt, Zac Efron, ich werd ein Auge auf die haben und ihr alles erzählen.", hörte er plötzlich Selenas theatralische Stimme. Er drehte sich um und schaute sie verwirrt an. "Auf welchem Tripp bist du denn?", lachte er.
"Sie spielt Elphaba und übertreibt mal wieder.", flüsterte Taylor genervt.
"Das tue nicht nicht, mein Schatz.", lachte sie hochmütig und boxte ihn fest in die Schulter. "Und ich meine es ernst, Zac. Spring Break kann mehr kaputt machen, als du denkst." Sie widmete sich wieder ihrem Eisbecher und ließ sich aufs Sofa gegenüber fallen.
Die Jungs verdrehten die Augen, dann stand Kellan auf und forderte die Jungs auf ein paar Körbe werfen zu gehen. Sie verschwanden und Selena machte sich mit Harper auf den Weg zu den Proben.
Spring Break würde von Freitagabend bis Sonntagabend gehen.
Am Abend, nachdem alle fertig waren, trafen sich die Studenten in den angesagtesten Verbindungshäusern, unter anderem auch in dem vom Basketballteam, um vor zu glühen, bevor sie runter zum Strand gingen, wo sie ausgelassen feierten.
Der Freitagabend war feucht fröhlich, genau wie Samstag. Jetzt ging der Endspurt los, noch einen Abend feiern, dann würde wieder die Lernphase beginnen.
"Jo, Zac komm mit!", rief Kellan, drückte ihm eine Falsche Bier in die Hand, legte einen Arm um seine Schulter und zog ihn mit sich.
"Das is aber jetzt mein letztes.", lachte Zac und trank einen Schluck.
"Und du trinkst nicht viel?", sagte Selena böse und stellte sich den beiden in den Weg.
"Alter, ich glaub Elphaba meints echt ernst!", sagten beide im Chor und brachen im Lachen aus. Selena schüttelte den Kopf. "Habt ihr Taylor gesehen?"
"Der flieht vor Jennifer.", grinste Kellan.
"Jenny, die Schlampe!", fluchte Selena und verschwand. Kellan und Zac drängten sich weiter durch die Menge, bis sie aus dem Haus raus waren.
Die frische Luft verschaffte Zac einen klareren Kopf, er stellte die Bierflasche ab und folgte Kel zum Strand.
Sie kletterten über ein paar Alkoholeichen, bis sie vorne am Wasser angekommen waren.
"Die haben nichts an!", rief Kellan begeistert. "Da muss ich hin, bis morgen, alter!" Dann war er verschwunden.
Zac grinste in sich hinein, drehte sich um und suchte die anderen.
"Zachary.", vernahm er plötzlich eine melodische Stimme. Er drehte sich um und sah Megan. "Hier, ich hab dir etwas mitgebracht.", lächelte sie und hielt ihm einen Cocktail hin.
"Danke, Megan. Ich hab genug getrunken.", wehrte er ab.
"Ach komm schon, einer geht doch noch.", Er schüttelte den Kopf. "Heute ist der letzte Abend. Da kann man ruhig mal mehr trinken."
"Ich hab nein gesagt, Megan."
"Spielverderber.", meinte sie dann beleidigt und drehte sich weg.
"Na gut.", seufzte er. "Einer mehr oder weniger, wird schon nicht schaden." Aus einem wurde zwei, aus zwei wurde drei und aus drei wurden vier.
Selena beobachtete alles, "Tay, ich glaub, er hat sich nicht mehr unter Kontrolle.", meinte sie zu ihrem Freund.
"Süße, Zac weiß, wie weit er gehen kann."
"Da bin ich mir nicht sicher. Megan ist ein Biest und - " Ihr stockte der Atem. Sie hatte einen Moment nicht hingesehen und plötzlich lagen Zac und Megan im Sand und küssten sich innig. Sie packte Taylor an der Hand, der genauso ungläubig die Beiden anschaute, und bahnte sich einen Weg durch die feiernde Meute.
Taylor zerrte Zac von Megan herunter und Selena klatschte ihm eine. "Du bist so ein Idiot!", schrie sie ihn an. "Vanessa ist viel zu gut für dich!"
Part 62
Es fühlte sich an, als hätte man ihm einen Backstein an den Kopf geworfen. Schwerfällig stand er aus dem Bett auf und machte sich auf den Weg in die Küche, um eine Tablette gegen die Schmerzen zu nehmen.
"Morgen.", sagte er zu den Jungs, die am Tisch saßen, aber keiner erwiderte etwas. Er zuckte mit den Schultern, nahm die Tablette und vierließ wieder die Küche.
"Das ist nicht dein ernst, Zac?", herrschte ihn Taylor plötzlich an und er blieb stehen.
"Was ist nicht mein ernst?", fragte er verwirrt.
"Tu nicht so, als würdest du dich an nichts erinnern!"
"Ich hab keine Ahnung wovon du redest, ich verschwinde." Er drehte sich um und ging zurück ins Zimmer.
"Du hast mit Megan rumgehauen!", kam es aus der Küche.
"Sicher nicht mit - !" Er brach ab, als plötzlich ein Erinnerungsfetzten aufblitze.
Ich hatte seit einer Woche nichts mehr von Zac gehört, das machte mir Sorgen. Die Distanz tat unserer Beziehung sowieso nicht gut, im Gegenteil und jetzt meldete er sich auch nicht mehr.
Es machte mich verrückt.
Luana saß auf ihrer Decke und beschäftigte sich mit dem Bilderbuch, das Zac aus Albuerquerque geschickt hatte, sie liebte es. Gedankenverloren schaute ich ihr zu und spielte mit dem Ring an meiner linken Hand. Erschrocken zuckte ich zusammen, als das Telefon klingelte. Noch nie hatte ich mich so erschrocken.
"Hallo.", begrüßte ich Zac, dessen Nummer ich auf dem Display erkannt hatte.
"Hallo.", sagte er ebenfalls, aber seine Stimme klang irgendwie anders. Belegt und verheißungsvoll.
"Was ist los?", fragte ich skeptisch.
Zac räusperte sich am anderen Ende der Leitung. "Wir müssen reden."
In mir zog sich alles zusammen. Immer schon hatte ich Angst vor genau diesem Satz und jetzt war meine größte Angst Wahrheit geworden. Ich versuchte den Klos in meinem Hals herunter zu schlucken, aber erfolglos.
"Okay.", sagte ich ergeben. "Du willst Schl -"
"Nein", unter brach er mich. "keine Voreiligen Schlüsse ziehen, Vanessa."
Meine Kehle schnürte sich noch mehr zusammen. "Dann sprich."
Es war einen Augenblick still, dann begann er. "Gut. Springbreak, da war viel Alkohol im Spiel. Du weißt, dass ich eigentlich nicht viel Alkohol trinke, aber - " Er brach ab. Aber es ist aus dem Ruder gelaufen.
"Ich ... " Die Worte kamen langsam, noch langsamer verarbeitete ich sie. "Ich... Ich habe ein anderes Mädchen geküsst, aber es war ein Ausrutscher! Nichts von Bedeutung!" Die letzten Worte waren pure Verzweiflung, aber für mich war das, wie ein Schlag in den Magen.
"Hast du mit ihr geschlafen?"
"Nein, natürlich nicht." Seine Stimme war zittrig.
"Großartig, das macht es nur halb so schlimm." Ich spürte, wie mir die Tränen die Wangen runter liefen. Wieso mussten meine Ängste immer wahr werden?
"Ich wollte das wirklich nicht. Es tut mir so Leid, Schatz!"
"Hör auf, Zac. Wer?" Zac blieb still. "Wer?!", schrie ich verzweifelt ins Telefon, auch wenn ich die Antwort schon wusste. Ich hatte Luana erschreckt, sie war aufgestanden und schaute mich fragend an. "Zac, war?! Ich will es von dir, aus deinem Mund, hören!" Meine Hände bebten.
Es war nicht mehr als ein Flüstern, als ihm der Name Megan über die Lippen kam.
Mit meiner Beherrschung war es mittlerweile völlig zu Ende. Ich wurde von Schluchzern geschüttelt, war wütend, enttäuscht und fühlte eine grausame Leere. "Du hast immer wieder betont, dass ich auf Megan nicht eifersüchtig sein muss, du hast mich angelogen!"
"Habe ich nicht. Wirklich nicht, ich empfinde nichts für sie.", flüsterte er.
"Zac, bei sowas sind immer Gefühle im Spiel! Man küsst einen Menschen nicht einfach so, auch wenn Alkohol im Spiel ist! Das müsstest du am besten wissen, wenn du dich an meinen Geburtstag vor ein einhalb Jahren erinnerst und an das Resultat denkst!"
Er schwieg. "Ich wusste es." Meine Stimme war nun auch nur noch ein nüchternes Flüstern. "Die ganze Sache, das haben wir doch nur für Luana getan, damit sie eine Familie hat. Eine Familie, an der dir scheinbar nicht liegt. Wir haben uns etwas vor gemacht, Zac. Du kannst nicht für sie da sein, wenn du am anderen Ende der Welt bist. Wir sind keine heile Familie, wir waren keine und wir werden nie eine sein. Wir beide sind schon immer dafür bestimmt nur Freunde zu sein. Zac, wir sollten so nicht weiter machen. Ich kann so nicht mehr weiter machen. Es ist aus."
Part 63
Es ist aus. Es ist aus. Es ist aus. Es ist aus. Es ist aus.
"Ahh! Nein bitte nicht!" Ich schreie die Worte, aber man hört nichts. Als wäre ich stumm.
Es ist aus, Zac. Ihre Stimme dröhnt in meinen Ohren. Es hört nicht mehr auf. Ich will laufen zu dem Grammophon laufen, aber die Straße bewegt sich unter meinen Füßen. Vanessa sitzt daneben, Luana auf dem Arm. Sie lacht böse und lässt die Nadel wieder auf die Schallplatte fallen. Es ist aus. Es ist aus. Es ist aus. Es ist aus.
Mein Kopf tut weh, als würde er in tausend Teile zerspringen. "Lass das! Mach es aus. Mach, dass es aufhört weh zu tun!"
"Du hast mir zu erst weh getan, Zachary!", lachte sie höhnisch.
"Ich wollte das nicht. Mach, dass es aufhört, bitte!"
Er schreckte hoch, atmete schwer, schwitzte.
Schon wieder. Im war schlecht. Immer wieder. Dieser Traum. Immer sitzt sie da, lacht über ihn, foltert ihn, aber in ihrem Blick liegt tiefe Trauer.
Luana sitzt wie immer teilnahmlos da, wie eine Puppe. Makaber.
Er stand aus seinem Bett auf, warf einen Blick auf den gepackten Koffer und verließ dann das Zimmer. Die Jungs schliefen, das war gut so. Am Anfang war er immer schreiend aufgewacht, aber das hörte auf. Jetzt konnte er sich zusammen reisen. Ihm war immer noch schlecht.
Er ging in die Küche, drehte den Wasserhahn auf und trank. Das kalte Wasser tat gut, die Übelkeit ging zurück.
Der Traum ist so lebhaft, so widerlich, so makaber.
Er drehte den Wasserhahn zu und ließ sich auf den Boden gleiten. Er hatte das letzte Bild von Luana und Vanessa mitgenommen, zog es aus der Tasche seiner Hose und betrachtete es.
Es half ihm den Traum zu vergessen. Auf dem Bild war die Vanessa, die er liebte. Die Vanessa, die er verletzt hat.
Er fuhr mit dem Zeigefinger über das Bild.
Morgen würde er sie wieder sehen. Sie und Luana. Nichts würde so sein, wie es war, als er das letzte Mal da war.
Vielleicht hat Vanessa ja wirklich Recht gehabt und er wollte es nur nicht einsehen.
Er stand auf, ließ das Foto zurück in die Hosentasche gleiten, schnappte sie den Haustürschlüssel und ging raus.
Die Luft war kühl und stach ein wenig in seinen Lungen, aber es war ein guter, ein verdienter Schmerz.
Seine Füße bewegten sich von selbst und er lief dorthin, wo es ihn hintrieb, ohne zu wissen, wo er am Ende landen würde.
Er blieb stehen, er schaute sich um und erkannte das große Feld, auf dem im letzten Herbst die Heißluftballons losgeflogen sind. All die Erinnerungen kamen wieder hoch und es fiel ihm schwer sich zusammen zu nehmen. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und zitterten.
"Zac?"
Er wirbelte herum. "Du!", schrie er wütend. "Du bist Schuld an allem!"
Megan ging einen Schritt rückwärts, die Angst war ihr ins Gesicht geschrieben. Gut so.
"Das wollte ich nicht!", sagte sie mit erstickter Stimme.
"Doch, das wolltest du. Jeder, der halbwegs bei Verstand ist, hat gesehen, dass du eifersüchtig bist, weil du mich willst. Du hast mich auflaufen lassen an der Party. Ich wusste, dass es genug war, aber ich bin kein Spielverdeber. Du hast die ganze Sache schamlos ausgenutzt, Megan. Du ist schlampig, ziemlich schlampig. Und jetzt verschwinde hier, bevor ich vergesse, wer ich wirklich bin!" Er schubste sie grob von sich weg.
"Ich wollte nur sehen, ob es dir gut geht, Zac."
"Mir geht es nicht gut, das hast du jetzt gesehen. Verschwinde, wenn ich dich nocheinmal sehe, dann vergesse ich mich. Das verspreche ich dir."
Part 64
Die Sonne ging auf, als er sich auf den Rückweg machte.
Er sperrte leise die Tür auf, aber das war überflüssig gewesen. "Wo warst du?", fragte Taylor.
"Weg."
"Lass das nächste Mal einen Zettel da, es gibt Leute die sich Sorgen um dich machen."
Er erwiderte seinen Blick." 'Tschuldigung." Er ging ins Zimmer zurück, stellte seinen Koffer an die Tür und setzte sich zu den anderen, um zu frühstücken. Keiner sagte irgendwas, aber Kellan brach dann doch das Schweigen.
"Soll ich dich zum Flughafen bringen."
Zac schaute auf. "Kannst machen.", brachte grinsend raus. "Wäre echt cool." Er schob sich den letzten Bissen in den Mund, räumte seinen Teller in die Spülmaschine und verzog sich dann wieder zurück ins Zimmer.
Er warf die letzten Sachen in sein Handgepäck und ging dann zurück.
"Wie sehen uns in vier Wochen, Jungs.", verabschiedete er sich. Kellan sprang auf, schnappte sich die Autoschlüssel von dem Auto, dass die vier Jungs sich zusammen angeschafft hatten, um mobiler zu sein und stellte sich neben Zac.
"Wird schon wieder, Kumpel.", meinte Taylor und klopft ihm auf die Schulter.
Er zog skeptisch die Augenbrauen hoch. "Neeihn. Wirds nicht, ich bin realistisch."
"Ach, Zac. Ihr gehört zusammen. Du hast es zwar verbockt, aber du biegst das schon wieder hin."
"Tay hat Recht. Geh auf Seite!" Er bekam die Haustür in den Rücken gerammt und Selena schob sich an ihm vorbei. "Wenn du sie wieder willst, dann musst du ihr beweisen, dass sie dir vertrauen kann."
"Als ob das so einefach wäre, Selena.", sagte er grimmig und öffnete die Tür ganz. "Ich bin einfach ein... -"
"Arschloch?"
"Ja, eigentlich schon." Er verdrehte die Augen und nahm seinen Koffer, lief die Treppen runter.
"Hey, das wird wieder! Du bist nicht der Arschloch-Typ, du bist einfach noch ein kleiner Junge, der nicht mit der Verantwortung, die er zu tragen hat klar kommt. Das ist alles, das bekommst du in den Griff!"
Er zwinkerte ihr zu, dann stieg er ins Auto. Kellan stieg ebenfalls ein, startete den Motor und fuhr los.
"Selena hat Recht.", meinte er, nachdem die ganze Zeit Stille geherrscht hatte. Er schaltete das Radio an. "Ich meine, ich selber würde das nicht auf die Reihe kriegen, wenn ich ein Kind hätte. Wirklich nicht. Ich hab echt Respekt vor dir."
"Ich habs versaut."
"Hey. Wir werden gerade ins Leben entlassen, du hast deine Verlobte - "
"Ex.", mischte Zac sich sein.
"Nein, deine Verlobte und dein Kind zu Hause und du bist hier. Jeder macht Felher. Man lernt aus Fehlern, das ist wie Basketball." Kellan grinste breit. "Und Megan ist eine Schlampe."
Sie waren am Flughafen angekommen, er verabschiedete sich von Kellen und machte sich nach dem Check-In gleich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle.
Der Flug startete pünktlich und nach vier Stunden landete das Flugzeug in Los Angeles.
Part 65
Sein Koffer kam gleich als einer der Ersten, er nahm ihm vom Band, schulterte seine Tasche und machte sich auf den Weg nach draußen.
Von weitem sah er schon seinen Bruder und Stella, er hob die Hand und winkte. Sein Bruder winkte zurück, aber Stella schaute ihn unberührt an, bis Dyl ihr einen leichten Hieb in die Seite verpasste und sie traurig lächelte.
"Daddy!", hörte er plötzlich einen herzzerreisenden, fröhlichen Schrei und plötzlich rannte sein kleines Mädchen auf ihn zu. Er ging in die Hocke, breitete die Arme aus und sie warf sich lachend um seinen Hals, ehe sie ihm einen Kuss auf die Wange gab. Dan schlang sie ihre Arme ganz fest um seinen Hals und drückte sich an ihn. "Daddy!", strahlte sie wieder.
"Hey, meine Kleine! Ich hab dich vermisst.", grinste er und wischte sich flüchtig über die Augen. "Ich hab dich so arg vermisst!", sagte er dann etwas laute, hob sie hob und warf die kurz in die Luft, ehe er sie wieder auffing. "Endlich hab ich dich wieder." Er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, hielt sie fest und bahnte sich einen Weg durch die wartenden Menschen zu Dylan und Stella.
"Du mieses Schwein!", hörte er plötzlich jemanden fauchen und dann brannte seine Wange.
Vanessa stand vor ihm, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und schaute grimmig zu ihm hoch. "Du bist so ein verdammt mieses Schwein.", wiederholte sie, dann kramte sie etwas aus ihrer Hosentasche und drückte es ihm in die Hand. "Ich wohn wieder bei Mom. Bring Luana am Wochenende vorbei.", meinte kurangebunden, drehte sich um und verschwand.
"Daddy aua?", fragte Luana, als sie alle schweigend und verwirrt Vanessa hintergeschaut haben.
"Nein, Schatz. Alles klar.", grinste er. Dylan haute ihm brüderlich auf die Schulter.
"Du hast es verdient, Alter." meinte er theatralisch.
"Das weiß ich, aber du hättest mich warnen können." Er zog den Griff seines Koffers raus und lief los. Luana hatte ihren Kopf auf seine Schulter gelegt, ihre Arme lagen schlapp auf seinem Brustkorb und ihr fiel es schwer die Augen offen zu halten. "Wir sind bald zu Hause, Luni. Da kannst du schlafen, ich erzähl dir eine Geschichte.", flüsterte Zac. Sie waren am Auto angekommen, er setzte Luana in den Kindersitz und schnallte sie an. Dylan hatte Zacs Wagen genommen. Stella stieg hinten ein, sein Bruder auf dem Beifahrersitz. Er gab ihm den Schlüssel, dann startete er den Motor.
"Wo soll ich euch hinfahren?", fragte Zac.
"Zu deinen Eltern. Bei mir zu Hause erwartet dich das Grauen." Zac lachte auf. "Ich meins Ernst, wenn du nicht verprügelt werden willst, geh ihr aus dem Weg. Sie ist ne Furie."
Er schluckte. "Okay, dann zu uns nach Hause."
Zum Glück war die Morgenrushhour schon vorbei und sie kamen problemlos durch die Innenstadt zu seinen Eltern. Luana war auf der Fahr eingeschlafen, er nahm sie vorsichtig aus dem Kindersitz auf den Arm und folgte dann seinem Bruder und Stella ins Haus.
Part 66
Nachdem er seinen Bruder zusammen mit Stella bei seinen Eltern abgeliefert hatte und dort zu Mittag gegessen hatte, fuhr er mit Luana nach Hause. Er stellte den Wagen in der Einfahrt ab, brachte seinen Koffer ins Haus, dann holte er seine Tochter, die immer noch schlief, wie ein Stein. Er legte sie in ihr kleines Bettchen und beschäftigte sich dann vorerst damit seinen Koffer auszuräumen.
Am nächsten Morgen weckte ihn Luanas Lachen. Er rieb sich die Augen, deckte sich auf und ging hinüber in ihr Zimmer.
"Guten Morgen, Sonnenschein!", begrüßte er sie und hob sie aus dem Gitterbett. "Soll ich Frühstück machen? Ich weiß zwar nicht, ob ich das hinbekomme, aber ich versuch es.", grinste er und ging mit ihr nach unten.
Als erstes holte er einen Topf aus dem Schrank, um Milch warm zu machen, dann stellte er eine Tasse unter die Kaffeemaschine und machte sie an. Luana lief ihm fröhlich hinterher und grinste ihn breit an, als er ihr ihre Flasche gab. "Soll ich die Brötchen aufbacken?", fragte er, nachdem Luana aus einem Schrank alles, was zu fassen war rausgezerrt hatte und anschließend mit einer Packen Brötchen ankam.
"Melade!", rief sie und streckte die Arme in die Luft.
"Wie Sie wünschen, Milady!" Er verbeugte sich tief vor ihr, nahm sie über die Schulter und rannte mit ihr ins Wohnzimmer.
Sie lacht eunbekümmert und aus vollem Herzen und als er aufhörte sich mit ihr zu drehen, lagen sie beide lachend am Boden.
"Ochmal!", rief sie und warf sich quer über seinen Bauch. "Luni will Flieger!"
"Luni bekommt den Flieger!" Zac sprang auf, nahm die kleine auf den Arm, hielt aber dann inne. "Sag mal riechst du das auch?", fragte er dann, als ihm ein verbrannter Geruch in die Nase stieg.
Luanas Augen wurden plötzlich groß und sie schlug sich die Hände vor den Mund, ehe sie "Blötchen." sagte. Er stellte sie auf den Boden, eilte zurück und holte die Brötchen aus dem Ofen. Zuerst kam ihm ein Schwall Rauch entgegen, der ihm die Luft nahm, aber dann sah man, dass die Brötchen noch essbar waren.
Nach dem Frühstück sahen das Esszimmer und die Küche wie ein Schlachtfeld aus.
"Hey, bevor ich aufräume, willst du noch etwas machen, das Dreck macht?"
Luana legte den Kopf auf die Seite und schaute ihn nachdemklich an.
"Tuchen backen.", sagte sie langsam. "Tuchen für Mommy."
"Gut, machen wir Schokolade oder Zitrone?"
"Tolade!", sagte sie frech grinsend.
Als die Beiden mit dem Backen begannen, fühlte Zac sich wieder in seine eigene Kindheit zurückversetzt. Luana machte sie einen Spaß daraus ihn mit Mehl zu bewerfen und sich geschmolzene Schokolade beim Naschen ins Gesicht zu schmieren. Dann grabschte sie nach dem Eierkarton und warf ihn auf den Boden. Als Zac sich dran machte, die kaputten Eier aufzuwischen, nahm sie die Milch und goss sie ihm lachend über den Kopf.
"Bist du verrückt?", lachte Zac, nahm Luana von der dreckigen Arbeitsfläche und putzte ihre Hände ab. "Mit dir backe ich keinen Kuchen mehr."
"Daddy nass!", grinste sie breit und zeigte auf ihn.
"Und du gleich noch dreckiger!" Er langte mit beiden Händen in die Schokolade, bevor er ihr zaghaft in die Wangen kniff und fast ihr ganzes Gesicht danach schwarz war. Luana kringelte sich vor lachen, er schob den Kuchen in den Ofen und als er sich bückte, um seine Prinzessin auf den Arm zu nehmen, hörte er einen lauten Knacks und dann spürte er, wie ihm eiskalt etwas den Rücken runter lief.
"Wo hast du das denn her?", lachte er und nahm ihr die Eierschalen aus der Hand. "Wir sollten jetzt baden."
Part 67
"Ich fahre trotzdem hin."
"Vanessa, Zac ist alt genug. Wenn etwas mit Luana wäre, würde er anrufen.", seufzte meine Mutter
"Da bin ich mir nicht so sicher. Bis später." Ich schnappte meine Jacke und die Autoschlüssel und machte mich auf den Weg. Zacs Wagen stand in der einfahrt und alles war ruhig. Ich stieg aus, sperrte ab, rannte die Treppe zur Veranda hoch und klingelte.
Ich musste nicht lange warten, da ging die Tür auf und Zac stand mir gegenüber. Er trug nur eine weiße enge Boxershorts, sein Haar hing ihm durcheinander und nass in die Stirn, in der einen Hand hielt er eine Falsche Bier. Luana stand neben ihm und klammerte sich an seinem linken Bein fest. Ihre Haare waren ebenfalls feucht und kringelten sich. Sie trug lediglich eine Winder und hielt eine Milchflasche in der Hand.
Ich räusperte mich. "Macht man das jetzt so?", fragte ich und verschränkte die Arme. "Partnerlook." Zac hob eine Augenbraue, dann nahm er Luni mit der freien Hand auf den Arm, machte die Tür ganz auf und ging zurück ins Haus.
"Das Wochenende beginnt erst Freitag Abend!", rief er. Ich seufzte leise, schloss die Tür und folgte ihm.
"Ich wollte nur sehen, ob alles in Ordnung ist!, rief ich und lief ins Wohnzimmer. Zac war stehen geblieben und schaute mich verärgert an.
"Du traust mich nicht mal mehr zu, dass ich auf meine Tochter aufpassen kann?"
"Du trinkst Bier, Zac."
Er zuckte mir den Schultern. "Es läuft Football."
"Als ob Football deinen Alkoholkonsum rechtfertigt." Er wendete sich von mir ab, ging zum Fenster, öffnete es und entleere seine Flasche in den Garten.
"Vielleicht wächste da ja jetzt ein Baum mit alkoholfreiem Bier." Er warf mir dir Flasche zu. Es stand wirklich alkoholfrei drauf. "Ich bin nich so blöd, wie du denkst. Luana ist mir das Wichtigste auf der Welt." Er setzte sich mit ihr aufs Sofa und widmete sich wieder dem Spiel.
"Ich hab mir wohl unbegründet Sorgane gemacht.", sagte ich nach einiger Zeit ergeben.
"Jep.", stimmte mein Ex zu, ohne den Blick vom Bildschirm abzuwenden.
"Dann kann ich ja jetzt gehen."
"Ja, kannst du. In der Küche steht ein Kuchen, Luana wollte ihn für dich backen, kannst mitnehmen." Ich schlag die Arme um meinen Körper und hoffte es würde helfen, dass ich mich nicht mehr so zerissen, leer und unwohl in seiner Gegenwart fühlte. Ich hätte nicht herkommen dürfen.
"Bringst du mich nicht zur Tür?"
Jetzt schaute er mich an. "Du weiß, wo sie ist."
Urplötzlich überkam mich Wut, ganz unwillkürlich. "Zac, was soll das?", fuhr ich ihn an.
"Was soll was? Du hast keine Grund dich aufzuregen, weil ich mit meiner Tochter lieber Football schaue, als dich zur Tür zu bringen!", maulte er zurück,
"Nein, Zac, verdammt! Das ist es nicht! Schau dich doch mal an, wie du geworden bist!"
"Aus mir ist nichts geworden, aus dir ist jemand anderes geworden. Ich bin so zu dir, wie du zu mir, Vanessa. Du willst ja nicht mal hören, was ich dir sagen will. Sobald du den Namen Megan hörst, legt sich bei dir ein Schalter um und ich erkenn dich nicht wieder!" Ich war richtig wütend und holte aus. "So zickig wie du bin ich nicht!"
Er hielt mich am Handgelenk fest und ich starrte ihn an. "Du kannst mich so oft ohrfeigen wie du willst, aber nicht vor ihr." Er deutete mit dem Kopf zu Luana die uns etwas verängstigt anschaute.
"Ich verschwinde." Ich befreite mich aus seinem Griff und rannte zur Tür. "Ich hasse dich, Zachary!", rief ich und kanllte sie zu. Dann fiel mir auf, dass ich den Kuchen vergessen hatte. Ich klingelte wütend.
"Beruht leider nicht auf Gegenseitigkeit.", knurrte Zac, der die Tür aufgerissen hatte und mir unsanft den Kuchen in die Hände drückte, ehe er sie wieder zuschlug.
Ich schaute auf den Kuchen in meinen Händen. Wir lieben dich! Luni&Zac stand da in roter Zuckerschrift.
Part 68
Klasse, jetzt hatte ich es doch. Das schlechte Gewissen. Ich stellte den Kuchen auf den Beifahrersitz drehte das Radio laut auf und fuhr anch Hause.
You think I'm pretty without any makeup on, you think I'm funny, when I tell the punshline wrong... Ich wechselte den Kanal. You get closer and there is nowhere in this world I'd rather be, time stops like everything anound me is frozen... Immer diese verdammten Lieder! Einmal würde ich dem Radio noch eine Chance geben, dann würde ich es bei der nächsten Gelegenheit in den Müll befördern. These days I haven't been sleeping staying up playing back myself leaving when your birthday passed and I didn't call and I think about summer, all the beautiful times I watched you laughing from the passenger side and realized I loved you in the fall.
And then the cold came, the dark days when fear crept into my mind you gave me all your love and all I gave you was goodbye...
"Ah!" Wütend schlug ich aufs Radio ein, bis es aus war.
Nein, ich wollte jetzt nicht weinen. Ich bin stark, ich habe mit ihm abgeschlossen. Wir waren von Anfang an eh nur Freunde, da hätte gar nie mehr draus werden dürfen. Die Nacht war ein Fehler. Ein riesengroßer Fehler, mit nachhaltig beeinflussenden Folgen.
"Nein!", schrie ich und mir rannten die Tränen übers Gesicht. "Luana ist keine dumme Folge, aus einem dummen Fehler!" Ich schluchzte, verschränkte die Arme auf dem Lenkrad und legte meinen Kopf darauf.
Ich weiß nicht, wie lange ich in der Auffahrt saß und weinte, doch irgendwann zwang mich ein heftiges Klopfen an der Scheibe, aufzusehen.
Als ich meine Mom durch den Tränenschleier erkannte, löste ich die Zentralverriegelung und hörte die Tür aufgehen.
"Süße, was ist passiert?", fragte sie bersorgt. Ich wurde wieder von Schluchzern geschüttelt.
"Meine Gedanken sind passiert!", brachte ich heraus und warf mich in ihre Arme. "Mom, meine Gedanken! Ich denke Sachen, die ich nicht denken will, aber sie kommen einfach! Mach, dass es weggeht, mach, dass Zac geht!"
"Shht, meine Kleine. Es geht wieder vorbei, alles wird wieder gut." Sie streichelte mir über das Haar.
"Gar nichts wird wieder gut!"
"Doch mein Engel, lass die Zeit vergehen, dann wird es besser. Ich bin eine Mom, ich weiß das." Ich hörte ein trauriges Lächeln in ihrer Stimme und wusste, dass sie an Robert, meinen Dad dachte.
Mom brachte mich ind Haus, in mein Zimmer und in mein Bett. Dort blieb ich den ganzen Tag, meine Mom brachte mir ab und zu eine Tasse Kakao oder etwas zu essen ins Zimmer. Der Tag zählte definitiv zu den Schrecklichsten in meinem Leben.
Nach einer Woche brachte Zac Luana zurück und sie weinte, als er ging.
Sie weinte immer, wenn er ging. Die ganzen vier Wochen und mir zeriss es das Herz, sie so traurig zu sehen.
Nach den vier Wochen flog er zurück nach Albuerquerque, dort blieb er auch die nächsten Trimesterferien. Er kam nicht zurück.
Ich habe meinen Studienbeginn vorerst um ein Jahr verschoben, da ich mich in meinem Job hier sehr wohl fühlte und gutes Geld für die Kolumne bekam. Zac kam erst wieder über Weihnachten, wir feierten das Fest zusammen, aber es war nicht so wie das Jahr zuvor. Zu Neujahr ging er wieder und kam wieder am Geburtstag seiner kleinen Tochter. Mittlerweile waren wir schon ein dreivirtel Jahr getrennt und Zac ließ mich in Ruhe, so wie ich es von ihm verlangt hatte. Trotzdem kamen die Gefühle immer wieder hoch, wenn man nur seinen Namen erwähnte. Doch mit den Gefühlen kamen auch die Zweifel.
Part 69
"Na, meine Kleine, freust du dich Daddy zu sehen?", lächelt ich Luana an. "Willst du klingeln?"
"Jaa!" Ich hob sie hoch und sie drückte die Klingel. Kurz darauf ging die Tür auf und Zac empfing uns mit einem Geburtstagskuchen in der Hand. Er hatte sich sehr verändert, ich hatte ihn lang nicht mehr gesehen, er trug die Harre jetzt etwas kürzer, war noch trainierter und scheinbar oft in der Sonne. Alles in allem ist er erwachsener geworden - optisch.
Er begann ein Geburtstagslied zu singen und ich stimmte ein. "Alles Gute zum Geburtstag, Engel!", rief er und nahm sie in den Arm. "Ich hab dich so lieb!" Er hielt ihr den Kuchen vor die Nase und sie pustete die zwei Kerzen aus, dann stellte er den Kuchen beiseite und hob sie hoch. Es war an der Zeit, dass ich ging.
"Luana, mein Schatz?" Sie drehte sich um und schaute mich fragend an. "Ich hol dich heute Abend ab, hab einen schönen Tag!" Ich gab ihr einen Kuss und lief dann die Verandatreppe runter.
"Hey!", rief Zac plötzlich. Ich blieb stehen und schaute ihn verwirrt an. "Willst du nicht bleiben? Der Kuchen reicht für drei."
"Du, Zac, ich muss - "
"Komm, es ist ihr Geburtstag. Nur so wie damals, ganz früher. Als Freunde."
Ich gab nach. "In Ordnung." Ich lief den Weg zurück und folgte ihm ins Haus. Hier hatte sie nichts verändert, obwohl ich ziemlich lange nicht mehr hier gewesen war. "Sieht alles noch aus, wie damals.", meinte ich.
"Ist ja auch genau genommen dein Haus.", lachte er. Wir gingen ins Wohnzimmer, wo ein großes Geschenk mir rosa Schleife stand.
"Für Luni?", fragte unsere Tochter mit großen Augen und deutete auf das Geschenk.
"Kennst du noch jemanden, der heute Geburtstag hat?", fragte Zac.
Luana schüttelte den Kopf. "Nur Luni!"
"Na dann wird es dir gehören. Mach's auf, dann wissen wir es."
Luanas Augen wurden noch größer als ein pinkes Prinzessinenlaufrad zum Vorschein kam und sie rannte Zac lachend in die Arme.
"Danke, Daddy!" Sie gab ihm einen Kuss.
"Gefällt's dir? Willst du es gleich ausprobieren?"
Er holte es auf ihr Nicken hin aus dem Karton, sie schnappte es ihm gierig weg und fuhr los. Ich holte meine Fotokamera raus, um den zuckersüßen Anblick festzuhalten. Nachdem sie ein paar Runden im Haus gedreht hatte, blieb sie vor Zac und mir stehen und grinste und frech an.
"Du willst raus, hab ich Recht?", fragte Zac und grinste genausp frech wie sie und sie nickte. "Dann frag mal Mommy, ob sie Lust hat mitzukommen, dann gehen wir zu dritt spazieren."
"Ganz weit!"
"Sicher und den Rückweg muss Daddy dich wieder tragen.", lachte ich und gab ihr einen Kuss. Dieses kleine übermütige Wesen... wie ihr Vater.
Zac packte kurzer Hand eine Decke, Teller und Luanas Kuchen in einen Korb und dann machten wir uns auf den Weg.
Luni fuhr die ganze Zeit voraus und Zac und ich liefen ihr hinterher. Es war das erste Mal, dass wir seit langem miteinander redeten, ohne, dass wir stritten oder uns anschrien. Wir redeten über alles, nur nicht über uns und das war gut so, denn da war immernoch das Loch in mir, dass sich über die Zeit nur notdürftig geflickt hatte.
Als Luana schlapp machte, suchten wir ein schönes Plätzchen, wo wir unsere Decke ausbreiteten und eine Pause machten.
Als die Sonne begann sich dem Horizont zu nähern, machten wir und auf den Weg nach Hause. Luana jammerte ein bisschen rum, bis Zac sie auf den Arm nahm, ihr seine Jacke überzog und sie den Weg nach Hause trug. Es war dunkel, als wir am Anwesen ankamen.
Part 70
"Hey.", begann Zac, als wir den Kiesweg entlang gingen. "Kann sie heute hier schlafen und ich bring sie morgen vorbei, wenn ich zum Flughafen fahre?"
"Aber sicher, macht euch einen schönen Abend.", grinste ich.
"Du kannst auch noch bleiben, wenn du willst.", meinte Zac. Ich war am Auto stehen geblieben, er schaute von der Veranda aus zu mir herunter.
"Ja, Mommy soll bleiben.", gähnte Luana in seinen Armen und rieb sich müde die Augen. Ich ergab mich, schließlich hatte sie Geburtstag. Ich folgte also Zac ins Haus und schloss die Tür.
"Müde, kleine Maus?", hörte ich Zac leise aus dem Wohnzimmer. "Ich würde sagen, es ist Zeit, ins Land der Träume zu reisen."
"Meinst du zum Prinzessinenschloss?", fragte sie und schaute ihn mit halb zugefallenen Augen an. Ich hatte mich an den Türstock gelehnt und beobachtete die Beiden.
"Genau dahin." Er piekste sie in den Bauch, nahm sie lachend auf den Arm und kam dann zu mir. "Ins Schloss, wo nichts unmöglich ist, wo du so viel Pudding und Süßigkeiten essen darfst, wie du willst, weil da nichts unmöglich ist.", flüsterte er ihr ins Ohr und ihre Augen strahlten. "Kannst du schon mal mit ihr hoch gehen, ich komm gleich nach."
Luana streckte ihre Arme nach mir aus, ich nahm sie Zac ab und ging mit ihr hoch, wo ich sie bettfertig machen und ihr eine Geschichte vorlies.
"Hey!", erschreckte mich Zac, als ich gerade das Licht ausschalten wollte. "Ich will ihr auch noch 'Gute Nacht' sagen.", grinste er.
"Du weißt, dass sie eh wieder Theater macht."
"Ja, und?" Er lachte und ging zu ihr ans Bett, von wo aus sie ihn ziemlich kantschig und beleidigt ansah. "Hey lach mal!", forderte er sie auf. "Sonst bekommt die Prinzessin ihr Pferd nicht."
"Pferd?", fragte sie neugierig und zeigte ihr schönstes Lächeln, sie wusste, wie sie ihren Vater rumkriegte.
"Jaaah, Pferd. Hier." Er gab ihr das große Kuschelpferd, sie drückte er ganz fest an sich und schloss die Augen.
"Kuschenpferd!", quiekte sie dann plötzlich.
"Gute Nacht, Süße.", sagte Zac und gab ihr einen Kuss. "Verspricht mir, dass du nicht groß wirst.", fügte er noch leise hinzu, richtete sich auf und zwinkerte ihr zu. Er schaltete ihr Nachtlicht an, das Zimmerlicht aus und gab ihr dann noch ihre Flasche. "Ich liebe dich."
Ich stellte mich ans Bett, schaute zu ihr runter und versuchte den Anblick von ihr und dem Pferd, ihren neugierigen großen blauen Augen, die etwas freches an sich hatten, mir einzuprägen und es nicht mehr zu vergessen. "Gute Nacht, mein Liebling."
Der Spaziergang hatte sie scheinbar wirklich müde gemacht, denn heute schlief sie ohne sich zu beschweren binnen weniger Minuten ein. Ich liebte es ihr beim schlafen zuzusehen und vergaß ganz, dass ich immernoch bei Zac war und eigentlich nach Hause gehen wollte. Erst als ich ein Räuspern hörte, kam ich wieder zurück in die Realität.
"Oh, tut mir Leid, ich wollte nicht - "
"Hör auf dich zu entschuldigen.", winkte er lächelnd ab.
Und plötzlich fühlte sich alles an wie früher, als er so nah hinter mir stand.
"Sie ist das süßeste Ding auf Erden, wenn sie schläft. Es gibt wirklich keinen Grund, dass du dich entschuldigst, wenn du ihr beim schlafen zusiehst."
Ich nickte. "Okay."
Wir standen eine Ewigkeit so da, schwiegen und ich erschreckte mich, als ich mich dabei ertappte, wie sehr ich es genoss, ihm wieder so nah zu sein und seine Nähe zu spüren. Als hätte ich die ganze Zeit eine Blocke gehabt, wurde mich jetzt bewusst, was ich zu tun hatte.
"Zac?"
"Hmm?"
"Ich.... Ich glaube... Ich glaube, ich will jetzt wissen, was du mir sagen wolltest." Ich hatte mich zu ihm umgedreht, damit ich ihm in die Augen schauen konnte. Jetzt war ihr ihm so unendlich nah, wie schon lange nicht mehr. Er lachte leise und mich überkam sofort ein schlechtes Gewissen.
"Weißt du", begann er. "Ich wollte dir so viel sagen, dir alles erklären, aber -"
Das Loch in mir riss wieder auf und mir wurde klar, wie dumm ich war. Es war doch nur ein dummer Kuss gewesen, ich hätte zuhören sollen, jetzt war es zu spät. Ich war so dumm.
"Aber ich war zu lange sauer a-"
Ich wurde jäh unterbrochen, als Zac seine Lippen auf meine presste und mich fordernd küsste. Seufzend gab ich mich ihm voll und ganz hin, erwiderte den Kuss und hielt ihn nicht auf, als seine Hände unter mein Shirt glitten und lies meine Hände den Weg zu seiner Hose suchen. Uns innig küssend bahnten wir uns einen Weg ins Schlafzimmer, wo wir uns liebten. Bedingungslos, genau wie früher.
Part 71
Als ich aufwachte, was es vier Uhr morgen, Zac schlief und ich konnte nicht glauben, was passiert war.
Ich hatte es mir so sehr gewünscht, immer wenn ich ihn sah, wäre ich am liebsten über ihn hergefallen, aber immer kam wieder der Zweifel. Ich stand leise auf, sammelte meine Klamotten auf und zog mich an. Die Gesamtsituation überforderte mich, ich war sauer auf mich selbst, ich musste weg hier. Ich schrieb einen Zettel legte ihn aufs Kissen un fuhr nach Hause.
Als er aufwachte fand er den Zettel, stand auf und las ihn.
Lieber Zac,
es tut mir unendlich Leid, aber ich musste gehen. Ich bin überfordert. Gib mir bitte Zeit, meine Gedanken zu ordnen - wenn das nicht zu viel verlangt ist. Ich wünsche mir so sehr, dass alles ist wie früher, aber das war alles so plötzlich. Ich bin durcheinander. "Du Idiot!". schrie er und trat gegen das Bett. "Du verdammter Idiot! Du wolltest nicht weiter gehen, als ein Kuss!" Zac, wenn du jetzt die Möbel zerstörst, fluchst und dich dafür verantwortlich machst... ich bin die Idiotin. Du bist kein Idiot. Ich war die Idiotin. Von Anfang an. Schon die ganze Zeit.
Vanessa
Er ließ das Blatt aufs Bett fallen, zog sich eine Basketballshorts an und ging eine Runde um den See joggen, nachdem er sicher war, dass Luana noch tief und fest schlief.
Die Wut, die sich in ihm aufgestaut hatte, verschwand am besten, wenn er sich bewegte. Aus einer Runde wurden zwei, drei, vier, fünf,.... Als er knapp eine Stunde gelaufen war, ging es ihm besser und er machte sich auf den Weg zurück.
"Daddy?", hörte er Luana rufen, als er die Tür aufsperrte. "Daddyyyy!"
"Ich bin da, Engel!", rief er schnell und rannte die Treppe hoch. "Hey, Süße!" Er nahm Luana, die beleidigt die Nase hochzog auf den Arm und knuddelte sie. "Entschuldige. Bist du schon lange wach?"
Luana schaute immer noch beleidigt drein und demonstrativ weg. "Komm schon, ich habs nicht extra gemacht!"
Plötzlich legte sie den Kopf schief und schaute ihn nachdenklich an.
"Warum haben Mommy und du euch nicht mehr lieb?"
"Daddy hat Mist gebaut.", sagte er kurz angebunden. "Aber weißt du was, Daddy hat Mommy über alles lieb."
"Weiß das Mommy?"
Er zuckte mit den Schultern. "Ich hoffe es. Aber Mommy braucht Zeit."
Den Nachmittag verbrachte er mit seiner Tochter in der Stadt, seinen Koffer hatte er noch am Morgen gepackt, und am Abend machte er sich auf den Weg zu Vanessa, um die Kleine nach Hause zu bringen.
Er half ihr aus dem Auto und zusammen liefen die die Einfahrt entlang zur Tür, dann klingelte er.
"Hallo, ihr zwei!" strahlte Gina, als die Tür auf ging und umarmte ihn. "Grandma hat Pudding gekocht, willst du probieren?" Luanas Augen wurden groß.
"Pudding naschen!"
"Hab ichs mir doch gedacht. Komm her." Sie hob Luana hoch und lächelte Zac an. "Du gehst am besten nach oben.", meinte sie und schon ihn die Treppe hoch, ehe sie verschwand.
Er seufzte, ging zu Vanessas Zimmertür und klopfte.
"Ja?" Er drückte die Klinke runter und betrat das Zimmer, doch es war leer. Die Balkontür stand offen und er sah ihre Beine vom obersten Ast baumeln.
"Hey.", begrüßte er sie und lehnte sich an die Balkontür. "Luana ist unten, ich wollte mich nur verabschieden."
"Gut, dankeschön.", lächelte sie.
Er nickte. "Gut, dann geh ich jetzt. Bis... irgendwann." Er hob kurz die Hand, wendete sich ab und ging zurück zur Zimmertür.
"Warte, Zac." Ein leiser Aufschlag war zu hören, dann Schritte. Zac blieb stehen. "Letzte Nacht", begann Vanessa.
"Am besten wir tun so, als wäre das nicht passiert."
"Nein, wir tun nicht so, weil es genau das ist, was mich ganz macht."
Er legte die Stirn in Falten. "Wieso warst du dann weg?"
"Weil ich nicht wusste, was ich wollte."
"Und jetzt weißt du es?", fragte er skeptisch, obwohl er die Antwort schon wusste. Ihr Blick verlor an Glanz, als sie ihn wieder anschaute. Dann schüttelte sie den Kopf.
"Nein, ich habe keine Ahnung."
Er wusste es und es nervte ihn, es nervte ihn wirklich.
"Weißt du was, Nessa, ich warte jetzt schon fast ein Jahr, dass du mich zurück nimmst. Ich warte auch noch länger, wenn du das brauchst, aber diese ewige Unentschlossenheit kotzt mich an wirklich. Du kannst nicht sagen, du brauchst mich, damit du dich 'Ganz' fühlst und gleichzeitig nicht sagen, du willst nichts mehr von mir, weil du mir nicht vertraust. Das ist ein verdammt großer Widerspruch in sich, Vanessa. Denkst du ich merke nicht wie du mich anschaust, wenn wir uns sehen? Ja, verdammt, ich habe Megan geküsst, aber zur Höller nochmal ich war betrunken! Ich weiß, dass du sauer bist, weil er ausgerechnet Megan war, aber glaubst du wirklich, ich würde hier stehen, wenn du nicht die Einzige für mich wärst? Glaubst du, ich würde hier stehen, wenn ich dich nicht über alle lieben würde? Glaubst du, ich würde hier stehen, wenn ich die kleinste Empfindung für Megan hätte?!"
Vanessa schaute ihn mir großen Augen an und ihr liefen Tränen über die Wangen.
"Zac- "
"Nein, nichts Zac! Werd dir erstmal klar darüber, was du willst. Man sieht sich... oder auch nicht."
Part 72
Mit dem Knallen der Tür gaben meine Beine nach und ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich hörte kurze Zeit später, wie ein Auto startete und mit aufheulendem Motor davon fuhr, unten hörte ich Luana herzzerreisend schreien.
Wackelig stand ich auf, wischte mir übers Gesicht und ging runter.
"Süße, komm zu mir." Ich nahm meiner Mom Luana ab und schaukelte sie hin und her. "Daddy ruft an wenn er gelandet ist und er kommt bald wieder, versprochen." Das war eine eiskalte Lüge. Wahrscheinlich würde er gar nie wieder kommen.
Luana hörte einfach nicht auf zu weinen, egal wie ich versuchte, sie ab zu lenken. "Bitte, hör auf.", flehte ich sie an und meine Emotionen kochten hoch.
Es musste ein miserabler Anblick sein, wie ich heulend mit meiner Tochter, die ebenfalls weinter, auf der Treppe saß. Dann spürte ich, wie ich in eine Umarmung gezogen und mir sanft über die Haare gestrichen wurde. "Mom, mach, dass er zurück kommt.", schluchzte ich. "Bitte. Ich will das er hier bleibt, ich will nur ihn!"
"Mein Schatz", flüsterte meine Mutter. "Das liegt jetzt einzig und allein bei dir."
Ich hob den Kopf. "Und was soll ich machen? Er ist weg. Für immer!"
"Ist er nicht, mi hija." Sie nahm Luana, die sich in den Schlaf geweint hatte, von meinem Schoß. "Nicht, wenn du dich beeilst."
Als hätte ich den Lichtschalter in einem dunklen Zimmer gefunden, wusste ich, was meine Mutter meinte. Ich sprang auf, schlüpfte in meine Lederjacke und schnell in die Schuhe, griff nach meinem Autoschlüssel und rannte aus dem Haus.
Vor Hektik schaffte ich es erst nicht den Schlüssel ins Schloss zu stecken und wieder ging Zeit drauf.
Als ich endlich den Motor startete, heulte das Auto auf und ich fuhr davon.
Die Hälfte der Strecke hatte ich schnell hinter mir, aber dann fuhr ich direkt in einen Stau, aufgrund eines Unfalls, hinein.
"Komm schon...", nuschelte ich vor mich und und klopfte nervös mit den Fingern aufs Lenkrad. Nach fünf Minuten wurde es mir zu bunt, ich schaltete das Navi ein und hoffte, dass es mich zu einer Umleitung führen würde.
Ich hatte Glück, doch die Umleitung verlangte eine halbe Stunde mehr Fahrt. Mein Blick fiel auf die Ziffern am Armaturenbrett. Es würde knapp werden.
Ich fuhr bei der nächsten Gelegenheit in eine Seitenstraße und folgte dann dem Navi.
Natürlich schaltete jede Ampel auf rot sobald ich angefahren kam. Ich weiß, dass ich bestraft werden musste, aber doch nicht so.
Im Minutentakt schaute ich auf die Uhr, mir lief einfach die Zeit davon und ich konnte nichts dagegen tun.
Als ich endlich am Flughafen angekommen war, ließ ich das Auto irgendwo stehen und rannte in die Flughafenhalle. Überall waren Menschen, das hatte ich total verdrängt, trotzdem schaffte ich es mir einen Weg zur Anzeigetafel zu bahnen.
Zac's Flug stand ganz oben und leuchtete grün, wenn ich jetzt rannte, könnte ich es noch schaffen das Flugzeug auf zu halten.
Sofort rannte ich los, wurde aber zu meinem Leidwesen immer wieder von irgendwelchen hektischen Menschen ausgebremst, die meinen Weg kreuzten. Im Rennen hielt ich Ausschau nach einer Uhr, ich war schon fast am Gate, als ich plötzlich voll in jemanden reinrannte. Ich fiel vorn über, landete aber weich. Die andere Person, wahrscheinlich nicht.
"Oh mein Gott, entschuldigung! Alles in Ordnung?" Ich drückte mich nach oben und strich mir die Haare aus dem Gesicht. Die Person auf der ich immernoch saß, stöhnte. "Tut mir Leid, ich steh auf, ich muss mich beeilen, bin spät dran und dumm. Entschuldigung. Sie sehen ja gar nichts!" Ich schob ihm schnell die Kapuze von den Augen und wollte dann aufstehen, wurde aber festgehalten. "Jetzt lassen sie mich los, ich muss ein bescheuertes Flugzeug aufhalten!"
"Was musst du?"
"Flugzeug aufhalten!" Ich blickte genervt zu der Person runter und mir blieb der Atem stehen. Unter den zerzausten Haaren schauten mich zwei meerblaue Augen frech an.
"Zac!?", kreischte ich und schlug mir die Hände vor den Mund. "Was machst du denn hier?!"
"Ich konnte den Streit nicht einfach so im Raum stehen lassen."
"Und ich wollte dich aufhalten. Oh Zac, hast du dir weh getan?" Ich beugte mich über ihn, drehte seinen Kopf vorsichtig auf Seite, um zu sehen ob er eine Platzwunde oder ähnliches hatte. "Tut dir wirklich nichts weh, ich meine, du bist auf den Steinbo - "
Ich wurde jäh unterbrochen, als Zac mich an sich drückte und seine Lippen auf meine presste. "Ich war so dumm, Zac.", flüsterte ich, als wir uns voneinander lösten. Er schüttelte den Kopf und küsste mich abermals.
"Ich hätte nie auf die Party gehen sollen. Ich hab doch jetzt Verantwortung."
"Nein, Zac. Ich war die Dumme, ich hab total überreagiert, aber ich weiß jetzt was ich will. Nämlich nur dich. Sonst nichts. Nur dich, nur dich, nur dich!"
Ich senkte abermals meinen Kopf, um ihn leidenschaftlich zu küssen. "Nur dich, ich liebe dich."
"Ich liebe dich mehr."
"Natürlich." Noch ein flüchtiger Kuss. "Ich war so eine Idiotin."
Happy Ever After ♥
Danksagung
Hallo meine lieben Leser,
eigentlich wollte ich es nicht, aber jetzt werde ich wieder melancholisch und muss mir die Tränen verkneifen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich eh zu Zeit eine kleine Heulsuse bin, aber jetzt ist es wieder so weit, dass es mir total schwer fällt.
Eigentlich dachte ich, es wäre erleichternd endlich wieder eine Story weniger zu haben, aber jetzt merke ich erst richtig, wie sehr mir diese Geschichte fehlen wird! Ich habe es so sehr geliebt über die drei zu schreiben, ich war so drinnen in dieser Geschichte, wenn ich geschrieben hatte. Ich habe mit Vanessa immer mitgefühlt, mitgeweint, mitgelacht, Zac mit angehimmelt. Mein kreierte Daddy-Zac hat gefällt mir echt gut, ich hoffe das klingt jetzt nicht eingebildet :)
Und es tut mir wirklich im Herzen weh, dass damit wieder ein Kapitel in meinem Leben abgeschlossen ist.
Angefangen habe ich mit Little Lullaby, die Story war der Renner, mit der bin ich bekannt geworden hier im Forum. Und jetzt Daddys little Angel... Ich weiß noch genau, wie ich auf die Idee für die Handlung gekommen bin :) Im geliebten Italien.
Ich philosophier schon wieder :)
Ich möchte euch so sehr danken, dass ihr mir immer Kommentare geschrieben habt, jedes einzelne hat mir immer ein Honigkuchenpferdgrinsen aufs Geschicht gezaubert. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie dankbar ich euch bin, fühlt euch ganz fest von mir gedrückt!
Ganz wichtig noch, im Nachhinein möchte ich diese Geschichte Feli widmen, die sich, wie ich bald abmelden wird & die einfach ein totaler Freak ist, sobald es um DLA geht :)
So damit ist jetzt erst mal alles gesagt, wass ich loswerden wollte :)
Ich hab euch so lieb!
P.S. Keine Angst, die drei werden in Kurzgeschichten noch zu sehen sein!
Mela
Epilog
Los Angeles
Der Rock saß, die Frisur auch, jetzt nur noch in die unbequemen Schuhe, die ich zum Glück in einer Stunde gegen Sneakers tauschen konnte, und ab geht's.
Ich schlüpfte noch in den schwarzen Blazer, nahm meine Handtasche und öffnete die Haustür.
"Bis später beim Spiel! Ich liebe dich!", rief ich.
"Viel Spaß beim Signieren. Ich liebe dich mehr!", erklang seine Stimme aus der Küche, dann erschien er kurz an der Tür und warf mir eine Kusshand zu. "Ich liebe dich."
Ich fing ihn auf, schloss die Tür und fuhr los zum Buchladen.
Ja, unser Leben war perfekt. Zac wurde vor zwei Jahren nach seinem Studium von den LA Lakers unter Vertrag genommen, Luana entwickelte sich wundervoll, ging schon in die Vorschule und ich war eine bekannte Autorin à la Carrie Bradshaw und hatte letzte Woche mein drittes Buch veröffentlicht. Erreichen wollte ich vor allem junge Mütter. Wer konnte das schon mit 22 von sich behaupten.
Nach dem Autogrammstunde holte ich meine kleine Tochter aus der Vorschule ab und wir fuhren auf direktem Weg zum Stadion. Ich parkte dort, wo alle Spielerfrauen parkten, nahm meine Tasche vom Rücksitz und tauschte schnell die Bluse gegen ein Lakerstrikot und die High Heels gegen Ballarinas.
Ich nahm Luni aus ihrem Sitz und zusammen liefen wir zum Hintereingang.
"Hallo, Jeff!", begrüßten wir im Gleichklang den großen dunkelhäutigen Mann in schwarz, den Luana vergötterte.
"Die Presse ist grad da, ich bring euch hinter.", meinte er lächelnd.
"Ich will auf Jeffs Schulter!", quengelte Luana rum.
"Dann frag ihn dich, Schatz." Schneller als ich schauen konnte, zog sie nicht mehr an meiner Jeans und saß zufrieden auf seiner Schulter. "Praktisch, wenn man schon mit 5 raus hat, die Männer zu verführen.", lachte ich und machte mich auf den Weg zu meinem Ehemann.
Ja, ihr habt richtig gehört: Ehemann. Seit einem halben Jahr hieß ich offiziell Vannessa Efron.
Gerade als ich an die Tür klopfen wollte, kam Coach Spings raus, sah mich an und verdrehte die Augen.
"Verdreh ihm nicht den Kopf vor dem Spiel.", seufzte er und schob mich lachend in die Umkleide.
"Ich hab dich auch lieb!", rief ich ihm hinterher, nahm Jeff Luana ab und schloss die Tür. "Hallo, Jungs.", begrüßte ich dann die Mannschaft und folgte Luana, die bereits zu ihrem Vater gerannt war.
"Viel Glück, Daddy!", sagte sie. "Wirfst du wieder einen Korb für mich?"
"Na klar, wie immer, das weißt du doch! Und dieses Mal schaust du ganz genau zu, wie ich das mache, dann spielen wir heute Abend wieder vor der Garage!"
"Ja, ich will Basketball spielen!"
"Wehe du verdirbst sie.", mischte ich mich ein und gab Zac einen Kuss. "Hallo, mein Schatz."
"Hey. Ich kann auch einen pinken Basketball kaufen, wenn es dir besser gefällt.", grinste er frech.
"Luana ist eine Prinzessin, du kriegst schon noch die Chance zum Basketball spielen." Jetzt war er soweit und ich unendlich aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie Zac auf die Neuigkeit, die ich seit heute Morgen wusste, reagieren würde. "Zac, ich hab dir überigens etwas mitgebracht.", meinte ich dann und kramte in meiner Tasche, bis ich gefunden hatte, was ich suchte. Ich drückte ihm die ersten paar Seiten meines neuen Buchs in die Hand, die ich heute morgen geschrieben hatte. Er schaute mich verwirrt an.
"Kann ich das nicht zuhause lesen?", fragte er.
Ich schüttelte den Kopf. "Nur die erste Seite."
Er küsste mich. "Weil du es bist."
Sein Blick galt dem Papier und seine Augen huschten hin und her. Erst runzelte er die Stirn, dann wurden seine Augen groß und er schaute mich ungläubig an.
"Das ist ein Witz, Vanessa?", hauchte er und auf sein Gesicht stahl sich ein Lächeln.
Ich grinste breit. "Nein, ich bin wirklich wieder schwanger!"
"Vanessa, das ist wunderbar!", rief er, hob mich hoch und wirbelte mich im Kreis. "Du bist wunderbar.", flüsterte er und küsste mich leidenschaftlich.
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ooooh eine
Corrie 94
Verfasst am:
10.08.09 - 18:13
Mitglied seit:
3 Jahre 20 Wochen
Ranking:
ooooh eine Fortsetzung!!!
ich...weiß...grad nicht, was ich sagen soll...
ich bin sprachlos...
das ist so toll geschrieben!
und whoaaa jaaa einbe Fortsetzung!!!
ich kanns gar nich glauben!
das muss ich jetz erstmal verdauen
ich glaub, ich brauch einen moment...
so. ich kann wieder schreiben. denke ich.
aber so viel bleibt mir nicht mehr zu sagen, außer:
ich liebe diese story schonm jetzt!
und:
könntest du mir bitte bescheid geben? *ganz lieb schau*
das wär echt suuupernett von dir!
LG, Corrie
Wie geil! Eine Fortsetzung!
Gast
anonymous user
Verfasst am:
10.08.09 - 18:16
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Wie geil! Eine Fortsetzung! ♥ Der Prolog ist schon mal der Hammer! Schreib bitte ganz schnell weiter! =]
LG
PS: Ich kann dir nicht raten mit dem Story-Schreiben aufzuhören. Ich liebe deine Storys! Deine Storys gehören zu den Besten hier! x3
Ahhh ... Mela ... du hast
Gast
anonymous user
Verfasst am:
10.08.09 - 18:17
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ahhh ... Mela ...
du hast dich also doch dazu durchgerungen, die Story on zu stellen. xD
Find ich supi ;)
Okay, das hab ich dir ja schon per pn gesagt ...
Also ... ich freu mich schon voll auf den ersten Part.
Der Prolog war wiedermal einsame Spitze.
Also, hör bloß auf, dir einzureden, dass du eine schlechte Writerin bist!
Das ist der größte Quatsch, den ich je gehört hab.
Du schreibst einfach nur wundervoll ;)
und jetzt schreib bitte ganz schnell weiter, ja??
und Dankeschön, dass du mir den Link geschickt hast ;)
Sag mir pls weiter Bescheid, okii??
hab dich lieb ♥
Deine LamiaFranzi xD
oh süße!!! end´lich gibts
.think..piink.
Verfasst am:
10.08.09 - 18:17
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Ranking:
oh süße!!!
end´lich gibts ne fortsetzung!!!!
Ich war grad echt entsetzt, als ich gelesen hab, du willst das schreiben aufgeben!!!
Das kannst du mir doch nicht antun!!!- deinem größten fan!!!
Was wäre diese Com ohne deine wundervollen storys??
bitte bitte sag mir bescheid!!!
Bussiiii <33
Sällie xoxo
forget the prince with the horse, I want the Vamp with the Volvo!!!!
I♥Zanessa
Krümel und Keks: Seelenverwante, BF for ever!! [♥]
Pink ist keine Farbe! Pink ist eine Lebenseinstellung!!
oh mein gott du schreibst
Gast
anonymous user
Verfasst am:
10.08.09 - 18:19
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
oh mein gott du schreibst eine
fortsetzung! Toll toll toll!
mach bitte schnell wieter!
gglg
Hallo.
Gast
anonymous user
Verfasst am:
10.08.09 - 18:20
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Also Mela.
Guten Tag erstmal. Ich find's echt total klasse, das du tatsächlich eine Fotsetztung schreibst.
Ich bin total begeistert.
Wieder wundervoll. Atemberaubend. Klasse.
Der Anfang ist schon einmal wunderschön geschrieben und ich liebe deinen Schreibstil.
Ich find es echt total schade, das im Moment keiner mehr so richtig was von dir liest, aber das sollten sie, weil du echt wundervolle Geschichten schreibst. Das finde ich zumindest, und das denken bestimmt auch noch ein paar mehr.
Mach dir deswegen keine Sorgen. Das wird bestimmt schon wieder. Aufjedenfall, schreibst du wunderschöne Geschichten. Ich werde wirklich jeden Part lesen, versprochen. Indianerehrenwort.
Und die Fortsetzung von Little Lullaby ist dir total gelungen.
Ich würde mich echt riesig freuen, wenn du mir bescheid geben würdest.
Ich will nichts von deiner neuen grandiosen Story verpassen, okay ??
Liebste Grüße.
Deine Billi, oder besser gesagt, ÄpfelchenLynnchen. :D
oh-mein-gott, du bist echt
Gast
anonymous user
Verfasst am:
10.08.09 - 18:22
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
oh-mein-gott,
du bist echt so toll!
und unterstehe dich, das storyschreiben an den nagel zu hängen.
eine fortsetzung!
ich öffne ganz ohne vorahnung den link den du mir geschickt hast, lese mir den text am anfang durch und fange prompt an zu grinsen, als ich gelesen hab, wovon das hier die fortsetzung ist!
little lullaby geht weiter!
die tollste geschichte die je in diesem forum geschrieben wurde geht weiter!
auch wenn sich das jetzt schleimend anhört, ist mir egal, denn ich sage nur die wahrheit!
und dieser anfang *snief*
zac geht weg =( armes zanessa tuen mir unendlich leid!!! =(
schreib bitte bald möglichst weiter und....
SAGE MIR BITTE BESCHEID!!!
mehr verlange ich ja garnicht nur, dass du mir bescheid gibst!
na dann auf ein neues
lieb dich xoxo
deine identi
O-M-G
BabyV_Zaccy
Verfasst am:
10.08.09 - 18:23
Mitglied seit:
2 Jahre 39 Wochen
Ranking:
Abend
*Alles nochmal durch les*
Ich lese richtig oder?Hm?
Es ist eine Fortsetzung, von meiner Lieblingsstory
OMG
Weisst du wie sehr ich mich jetzt gerade freue??
UND, du versüsst mir den Tag, den heute hatte ich wieder Schule, und es war alles andere als tollig -.-
*
Der Prolog, war einfach nur hammer!!
Also hat sich Zac doch entschieden auf die Unni zu gehen??
Wie es vany und Luana überleben werden??
Sag mir bitte Bescheid :D
*
Jetzt zu dir:
Du bist einer der besten Writterinnen die ich hier in der Comunity kenne!!
Ich liebe all deine Storys die ich lese!!
Sie isnd alle so hammer!!
Vorallem die Wolfsgeschichte o.O xD Auch wenn ich darauf warte dass Zac kommt xP
Du darfst nicht aufhören Storys zu schreiben!!!
Den, ich LIEBE deine Storys!!
Und das meine ich wirklich!!
*
PLS BESCHEID SAGEN :D
Schönen Abend noch :D
Damon Salvatore is my sexy vampire and I’m in love with him. ♥
wuhu ne fortsetzung *dance*
hsm-fan333
Verfasst am:
10.08.09 - 18:24
Mitglied seit:
3 Jahre 41 Wochen
Ranking:
wuhu ne fortsetzung *dance* :D
:O ich war jetzt irgendwie erstmal etwas baff xD
finds super, dass es noch weiter geht :)
wunderschöner anfang :)
sagst du mit wieder bescheid bitte? wäre toll :)
und bitte mit dem story schreiben nicht aufhören :(
ich finde, deine stories sind echt mit die besten hier, auch wenn manche das vielleicht nicht so sehen o.O
keine ahnung :)
ich hoffe, du machst damit weiter :)
hdl ♥
Visit My Solitary-Muse :)
Besucher sind immer willkommen :D
oh mein gott eine
mausi♥1994
Verfasst am:
10.08.09 - 18:44
Mitglied seit:
3 Jahre 4 Wochen
Ranking:
oh mein gott
eine fortsetzung *yeah*
so toll!!! ich freu mich riesig obwohl der prolog traurig ist *heul*
mach ganz schnell weiter
wär super lieb wenn du mir bescheid geben!♥
...
so und jetzt zu dir: *streng guck*
spinnst du *nicht böse gemeint*
du bist so eine gute story schreiberin und willst aufhören!!!
das kann ich nicht dulden!
was soll ich denn dann absofort machen ohne deine story´s!!!
die sind immer so toll!!!
bitte überleg dir das mit dem aufhören *fleh*
kussi♥ eine deiner größten fan´s
Take my hand, take a breath
Pull me close and take one step
Keep your eyes locked on mine,
And let the music be your guide.
Zanessa♥ 4ever☼