You can´t make it feel right when you know it´s wrong Ende
You can´t make it feel right when you know it´s wrong Ende
Hallu :)
Eigentlich hab ich nix zu sagen außer vielleicht, dass das hier eigentlich aus reiner Ablenkung entstanden ist naja
You can´t make it feel right when you know it´s wrong
Prolog
Meine Hochzeit! Sie sollte zu einem der schönsten Momente meines Lebens werden. Schon als kleines Kind hatte ich immer von ihr geträumt. Ich hatte mir immer ausgemalt welches Kleid ich anziehen würde, hatte auch schon eine Vorstellung von dem Ring den ich tragen wollte und den Mann den ich heiraten wollte hatte ich mir auch immer versucht vorzustellen.
Nun hatte ich alles was ich mir früher immer vorgestellt hatte. Das Kleid hatte ich mir schon ausgesucht, einen Verlobungsring trug ich schon und den Mann musste ich mir auch nicht mehr vorstellen, denn ich hatte ihn gefunden.
Das Problem?Ich wusste nicht, ob dies alles richtig war, was ich vor hatte zu tun! Natürlich, viele bekamen kalte Füße vor der Hochzeit, doch ich musste zugeben, dass ich eigentlich von Anfang an Zweifel hatte. Klar, mein Dad war schon immer für diese Hochzeit gewesen, aber reichte es wenn Dad es sich wünschte? Sollte es nicht eigentlich mein größter Wunsch sein und nicht seiner?
War es John gegenüber nicht auch unfair, wenn ich ständig an diese strahlenden blauen Augen dachte, die nicht ihm gehörten? Wenn meine Gedanken immer zu Zac schweiften, obwohl sie eigentlich bei John sein sollten? Wenn ich bei jeder kleinen Berührung von Zac spürte, wie sich mein Körper mit Gänsehaut überzog, was bei Johns Berührungen noch nie passiert war?
Kapitel 1 [You make me nervous]
Geschafft und völlig fertig knallte ich die Autotür meines neuen Wagens zu. Kurz betrachtete ich das Auto und schüttelte dann den Kopf. Eigentlich war es völlig unnötig mir so einen teuren Wagen zu schenken, ich hatte eh keine Ahnung von Autos. Für mich sind Autos alle gleich. Das einzige was ich an Autos unterschied war die Farbe. Dann zuckte ich mit den Schultern. Wenn mein Vater mir so einen teuren Wagen schenken wollte, dann sollte er es halt tun. Er hat mehr Freude daran mir ein Auto zu schenken, als irgendwelche Klamotten.
Dann drehte ich mich um und ging auf meine Haustür zu. Plötzlich hörte ich, wie jemand mir hinterher pfiff. Genau in dem Moment glitten mir meine Schlüssel aus der Hand und landeten klirrend auf dem Boden. Schnell bückte ich mich, um nach ihnen zu greifen. Sofort ertönte ein leises Lachen hinter mir. Neugierig drehte ich mich um und sah zwei Männer, die wohl gerade umzogen oder bei einem Umzug halfen. Sie hatten ein Sofa aus dem großen Umzugswagen gehoben, es in den Vorgarten des Hauses neben meinem gestellt und machten es sich nun auf dem Sofa gemütlich. Leise lachte ich.
„Ich weiß nicht, ob es dem weißen Sofa gut tut auf dem Rasen zu stehen“ meinte ich dann lachend und ging vorsichtig auf die beiden zu. „Ist eh nicht unser“ winkte der rechte mit einer Handbewegung ab. Er hatte braune lange Locken. Außergewöhnlich, aber sie passten zu ihm. Ich schüttelte leicht den Kopf, lachte aber. „Wohnst du hier?“ fragte er und zeigte auf mein Haus Ich nickte schüchtern. „Nicht schlecht“ murmelte er und begutachtete weiter mein Haus. „Zieht ihr hier ein?“ fragte ich dann. Sofort schüttelten beide den Kopf. „Wir müssen nur helfen“ erklärte nun der andere. „Helfen sieht aber etwas anders aus“ bemerkte ich grinsend. „Wir machen Pause und warten auf unser Bier“ erklärte er grinsend. Inzwischen stand ich schon genau vor den beiden. „Na dann viel Spaß noch“ grinste ich und drehte mich wieder um.
„Warte“ hörte ich sofort. Langsam drehte ich mich wieder um. „Du hast uns deinen Namen überhaupt nicht verraten“ stellte der mit den Locken grinsend fest, stand auf und stellte sich genau vor mich. „Vanessa“ sagte ich lächelnd. Ich wusste nicht wieso , aber ich versteckte meine linke Hand, an der sich mein Verlobungsring befand, hinter meinem Körper. „Ich bin Corbin und das ist Nick“ stellte sich und den anderen vor. Ich nickte nur leicht.
Plötzlich hörten wir ein Klirren und unsere Blicke glitten sofort auf die Haustür meines Nachbarhauses. Dort stand ein Mann, der versuchte die Haustür zu zubekommen, während er sechs Bierflaschen irgendwie balancierte. Die beiden neben mir lachten und auch ich konnte mein Kichern nicht wirklich unterdrücken. Immer noch lachend sprang Corbin auf und nahm ihm drei der Flaschen ab. „Danke“ sagte er nun sichtlich erleichtert. Beide kamen nun auf Nick und mich zu. „Wieso habt ihr..“ er brach seine Frage ab. Er schaute einfach nur noch fassungslos auf sein Sofa, welches mitten in seinem Vorgarten Platz gefunden hatte. Wieder kicherte ich leise. Sofort merkte ich, wie sein Blick zu mir glitt. Ich bemerkte wie mich zwei strahlend blaue Augen genaustens von oben bis unten musterten. Aber auch ich konnte meinen Blick nicht wirklich von ihm nehmen.
Er hatte braune Haare, die, wie ich fand, wirklich gut zu seinen Augen passten. Er trug ein weißes eng anliegendes T-shirt und eine dunkle Jeans. Also er hatte zumindest Ahnung, wie man sich zu kleiden hatte, denn beides stand ihm unheimlich gut.
Schon wieder versteckte ich meinen Verlobungsring unauffällig, indem ich meine linke Hand an meinen Rücken hielt. Etwas nervös spielte ich jetzt mit dem Schlüssel den ich immer noch in meiner rechten Hand hielt, der aber zwei Sekunden später schon wieder zu Boden segelte. „Upps“ murmelte ich leise, während ich Corbins leises Lachen hörte, und hob ihn schnell wieder auf. „Vanessa, das ist Zac, dein neuer Nachbar“ stellte Corbin mir ihn nun vor. „Hi“ sagte Zac, nickte einmal kurz und hielt mir sogar seine Hand hin. Auch die Stimme von ihm war besonders, fand ich. Sie klang warm. Oh Gott Vanessa was denkst du?
Vorsichtig ergriff ich seine warme Hand und schaute zu ihm auf, um noch einmal in diese strahlend blauen Augen sehen zu können. „Willst du auch?“ fragte Corbin, der sich inzwischen schon eine Bierflasche geschnappt hatte und hielt sie mir vor die Nase. „Nein Danke“ lehnte ich kopfschüttelnd ab
Mein Blick fiel auf meine Armbanduhr. „Oh Gott“ entfuhr es mir, als ich bemerkte, dass ich noch genau 10 Minuten Mittagspause hatte. Ich hatte weder etwas gegessen noch mir etwas anderes angezogen, was ich eigentlich beides vorgehabt hatte. „Alles in Ordnung?“ fragte Corbin sofort. „Also ich eh ja“ stotterte ich vor mich hin. Ich merkte, wie drei Augenpaare mich verwirrt anschauten. „Meine Mittagspause ist sofort vorbei“ erklärte ich ihnen. Sofort lachte Corbin. „Ich muss dann“ verabschiedete ich mich. Ich hörte noch wie alle drei „Tschau“ sagten drehte mich dann um und lief schnell zu meiner Haustür. Natürlich fiel mir der Schlüssel noch einmal herunter, bevor ich aufschloss, was Corbin wiederum zum Lachen brachte.
Kapitel 2 [You make me laugh]
„Wo bleibst du?“ fragte mich mein Dad leicht verärgert, nachdem ich völlig außer Atem in mein Büro gestürmt war. „Ich musste noch was wegen der Hochzeit klären“ log ich einfach, während ich noch leicht nach Luft schnappte. Dad nickte nur. Dieses Thema war für ihn jetzt gegessen, das wusste ich!
Natürlich war es nicht richtig meinen Dad, der auch gleichzeitig mein Chef ist, anzulügen, aber ich wusste, dass er mit dieser Ausrede am zufriedensten sein würde. Immer wenn es sich um meine baldige Hochzeit drehte, ließ mein Dad alles, wirklich alles gelten.
Ich, Vanessa Hudgens würde John Matthews, den Sohn eines sehr eng befreundeten Geschäftspartners meines Dads, heiraten!
Manchmal fühle ich mich wirklich so, als wäre ich schon kurz nach meiner Geburt an John versprochen worden. Für jeden war immer klar gewesen, dass John und ich irgendwann mal zusammen kommen würden und auch heirateten. Als ich 16 war, kamen John und ich wirklich zusammen. Und jetzt nach sieben Jahren Beziehung, hatte John mich gefragt, ob ich ihn heiraten wolle. Natürlich hatte ich ja gesagt, schon alleine um Dad nicht zu enttäuschen.
Mein Blick fiel auf meine linke Hand an der mein Verlobungsring in der Sonne glitzerte. Ich wusste, jede Frau hätte sich über diesen Ring gefreut, nur ich nicht. Für meinen Geschmack war er einfach viel zu groß und auffällig, aber ich wusste, dass John mir nur eine Freude machen wollte , indem er mit solch einem Ring kaufte. Konnte er ja nicht wissen, dass ich mir eher einen schlichteren Ring vorgestellt hatte.
Ich war sowie so in vielerlei Hinsicht anders, als andere Frauen. Die ständigen Geschenke, die John mir machte, jede Frau würde Luftsprünge des wegen machen, ich jedoch nicht. Natürlich freute ich mich mal, wenn John einmal meinen Geschmack getroffen hatte und mir eine Tasche wirklich gefiel, aber erstens traf dies sehr selten zu und zweitens waren mir diese Geschenke einfach nicht wichtig und viel zu unpersönlich.
„Hi Schatz“ hörte ich plötzlich hinter mir. Erschrocken fuhr ich herum. „Wie kommst du hier rein?“ fragte ich verblüfft. „Durch die Tür?“ fragte John mich lachend. „Oh“ machte ich leise. Das hatte ich wohl nicht mitbekommen. Grinsend zog John mich vom meinem Stuhl und drückte kurz seine Lippen auf meine, wie jedes mal zur Begrüßung. „Wie geht es dir?“ fragte John und legte seine Arme um mich. „Gut, aber ich muss weiter machen“ meinte ich, löste mich von ihm und setzte mich wieder an meinen Schreibtisch. Ich hörte Johns Schritte hinter mir und kurze Zeit später spürte ich seine Hände auf meinen Schultern. „John ich muss wirklich weiter machen“ seufzte ich etwas genervt. „Du musst auch mal eine Pause machen Süße“ riet er mir. „Manchmal ist aber keine Zeit für eine Pause“ murmelte ich und konzentrierte mich wieder auf die vielen Zahlen die auf dem Bildschirm vor mir flimmerten. Ich spürte wie John mir kurz über die rechte Schulter strich, mir einen Kuss auf die Wange drückte und leise durch die Tür verschwand. Ich schüttelte den Kopf. John störte es überhaupt nicht, dass ich ihn gerade fast ignoriert hatte. John störte sowie so sehr wenig. Es gab fast nichts was ihn sauer werden ließ.
Als ich mein Auto die Auffahrt hoch fuhr, bemerkte ich, dass der Möbelwagen zwar weg war, die drei aber immer noch auf dem Sofa saßen und jeder eine Flasche Bier in seiner Hand hielt. Lachend parkte ich mein Auto, griff nach meiner Tasche und riss die Autotür auf. „Na“ hörte ich schon Corbins Stimme. Grinsend hüpfte ich aus meinen Auto. Doch schnell merkte ich, dass dies keine gute Idee gewesen war. Langsam verschwamm alles vor meinen Augen und die Stimmen der Jungs nahm ich plötzlich nur ganz leise wahr. Sofort lehnte ich mit dem Rücken an mein Auto, um irgendwo halt zu finden. Kurze Zeit blieb ich genau so stehen, bis ich merkte, dass es aufhörte vor meinen Augen zu verschwimmen und ich ganz langsam wieder normal sehen konnte. „Vanessa?“ hörte ich meinen Namen. Dann spürte ich schon eine Hand auf meiner Schulter. Vorsichtig schaute ich auf und sah zuerst in blaue Augen, die mich besorgt anschauten. Erst dann sah ich Corbin links neben ihm stehen. Vorsichtig zog Zac mich ein Stück von meinem Auto weg und legte dann seinen Arm um meine Taille. „Setz dich am besten kurz“ riet er mir und steuerte das Sofa an, welches immer noch in seinem Garten stand. Wenn sich bei mir nicht immer noch alles etwas drehen würde, hätte ich jetzt gelacht, das wusste ich.
„Passiert dir das oft?“ fragte Corbin mich, nachdem Zac mich auf das Sofa gedrückt hatte. Zu viert hatten wir uns jetzt irgendwie auf das Sofa gequetscht. „Ich hab nur zu wenig gegessen“ winkte ich ab, ohne wirklich auf die Frage einzugehen. Plötzlich fing Corbin an zu strahlen. „Ich wollte eh gerade Pizza bestellen“ meinte er. Sofort schnappte er sich sein Handy und tippte darauf herum. Verwirrt schaute ich erst zu Corbin und dann zu Nick und Zac. „Corbin kennt die Nummer auswendig“ erklärte Nick mir lachend. Kopfschüttelnd schaute ich zu Corbin, der gerade mit großer Freude die Bestellung aufgab.
„Ich glaube es regnet heute noch“ meinte ich und schaute zur Bestätigung noch einmal hoch in den Himmel. Die drei nickten nur und kauten weiter auf ihrer Pizza herum. „Ihr versteht nicht, was ich euch damit sagen will oder?“ fragte ich lachend nach. Alle drei schüttelten gleichzeitig ihren Kopf. „Zacs Sofa tut der Regen sicher nicht so gut“ erklärte ich ihnen dann. „Oh“ machte Corbin und steckte sich sein nun letztes Stück Pizza in den Mund. Kopfschüttelnd beobachtete ich ihn. Wahrscheinlich interessierte ihn das nicht, war nicht sein Sofa, hatte er mir ja schon mal erklärt.
„Komm los geht´s“ meinte er dann aber plötzlich und sprang auf. Wieder einmal schaute ich verwirrt zu Corbin, der sich an die eine Ecke des Sofas stellte. Zac sprang auch auf nur Nick und ich verstanden wohl nicht, was los war. Plötzlich hoben die beiden einfach das Sofa an. Ich schrie erschrocken auf und sprang sofort runter. Nick hingegen saß immer noch auf dem Sofa und grinste vor sich hin. „Los gehts“ freute er sich. „Runter“ brummte aber Corbin, dem das Sofa mit Nick drauf wohl doch etwas zu schwer wurde. Also hüpfte auch Nick herunter und die beiden trugen das Sofa in Zacs Haus.
Kapitel 3 [You make me spineless ]
„Sky“ schrie ich meinem Hund nach, doch natürlich hörte er nicht auf mich. Sofort rannte er aus der Haustür. Beim nächsten mal mache ich die Tür erst auf, wenn ich ihn auch sicher an der Leine hatte, dass schwor ich mir!
Zuerst rannte Sky durch meinen Vorgarten, durchforstete ihn und riss die Hälfte der, von mir erst vor ein paar Wochen gepflanzten, Pflanzen heraus. Dann hatte mein Vorgarten wohl seinen Reiz verloren und er stürmte auf Zacs Grundstück zu. „Sky“ schrie ich noch einmal, doch wieder überhörte er mich einfach. Wehe es sagt noch einmal irgendjemand, Hund und Hundebesitzer sind sich ähnlich.
„Oh nein“ murmelte ich, als ich bemerkte, wie er die Treppen zu Zacs Haustür hoch sprang. „Sky Beifuß, komm zurück“ rief ich wieder. Doch natürlich ging genau jetzt die Tür auf und Zac trat hinaus. Sofort sprang Sky freudig an ihm hoch. „Huch“ machte Zac erschrocken und taumelte einen Schritt zurück. „Nein“ machte ich leicht verzweifelt, fasste mir mit der Hand an die Stirn und kniff kurz meine Augen zusammen. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. So vergraulte man also seine neuen Nachbarn. Ganz toll Vanessa.
Ich wollte schon auf die beiden zugehen, um das schlimmste zu verhindern, doch dann bemerkte ich erst, wie Zac sich zu Sky runter gekniet hatte und ihn streichelte. Verwundert blickte ich die beiden an. Niemand fremdes durfte Sky streicheln, wirklich niemand!
„Hi“ rief Zac dann plötzlich, als er mich bemerkte, hörte aber nicht auf Sky zu streicheln. „Hi“ begrüßte ich ihn auch und ging dann doch auf die beiden zu. Immer noch verwirrt sprang ich die paar Stufen hoch, ließ Sky dabei aber nicht aus den Augen. „Ist das dein Hund?“ fragte Zac mich und deutete kurz auf Sky. Ich nickte nur leicht.
„Bist du krank oder so?“ fragte ich Sky leise und strich ihm kurz über den Kopf. Natürlich antwortete Sky nicht, nur Zac der neben mir stand, schaute mich verwirrt an. „Eigentlich mag er keine fremden Leute und Männer schon gar nicht“ erklärte ich es ihm. Zac fing sofort an zu grinsen. „Vielleicht hat er einfach Geschmack“ lachte Zac. „Meinen Dad und John knurrt er immer an“ erzählte ich ihm. „Oh“ machte Zac leise. „Tut mir Leid“ entschuldigte er sich und kratze sich unsicher am Kopf. Sofort lachte ich. „Nicht schlimm“ winkte ich grinsend ab.
„John?“ fragte Zac dann plötzlich neugierig. „Mein Freund“ erklärte ich kurz. Hätte ich Verlobter sagen sollen? „Achso“ antwortete Zac nur nickend. „Wo gehst du hin?“ fragte ich Zac, als ich den Autoschlüssel in seiner Hand entdeckte. „Ach“ machte Zac und lachte. „Ich bin Tanzlehrer und hab gleich eine Tanzstunde“ erzählte er. Zac und Tanzlehrer? Ich musste mein Lachen wirklich unterdrücken. Ich konnte mir Zac nun wirklich nicht als Tanzlehrer vorstellen. Wirklich alles hätte ich ihm zugetraut, aber auf Tanzlehrer wäre ich nie gekommen. „Tanzlehrer?“ fragte ich also noch einmal nach und konnte nicht verhindern, dass ich kurz lachte. „Ja also nicht hauptberuflich. Ich hab früher neben dem Studium so ein bisschen Geld verdient und irgendwie hab ich das nie ganz aufgebeben“ erzählte er. „Cool“ machte ich und nickte dazu. „Wenn du willst kannst du ja mal vorbei kommen“ schlug er dann grinsend vor. „Mit John“ fügte er noch schnell hinzu. Ich lachte kurz auf. „Ich weiß nicht“ murmelte ich.
Er wusste wirklich nicht, was er sich damit antun würde, mich in einem seiner Kurse zu haben. Eigentlich konnte ich nichts! Tanzen war nie mein Ding gewesen und wird es wahrscheinlich auch nie sein. Ich wusste selbst nicht genau, wie ich früher meinen Abschlussball überlebt hatte. Eigentlich stolperte ich immer irgendwie über die Tanzfläche und hatte Glück, wenn mein Gegenüber kein Weichei war und sich nicht dauernd beschwerte, dass ich ihm ständig auf die Füße trat.
Auf der anderen Seite lag meine Mum mir schon so lange in den Ohren, dass John und ich doch mal einen Tanzkurs besuchen sollten, immerhin heirateten wir bald und John war auch nicht viel talentierter als ich. Aber ob es das wert war? Ich war mir sicher, dass auch ein Tanzkurs da nicht mehr viel reißen konnte.
Zwei wunderschön blaue Augen schauten mich erwartungsvoll an. „Eigentlich gar keine so schlechte Idee“ sagte ich dann und hätte mich danach am liebsten selbst erschlagen. Was sage ich da bitte? Zac grinste mich an. „Könnt ihr Dienstags?“ fragte er mich. „Bestimmt“ sagte ich nickend. „Okay dann bist spätestens Dienstag“ verabschiedete sich Zac grinsend von mir.
Kopfschüttelnd ging ich zurück in mein Haus. Was hatte ich da gerade getan? Wieso hatte ich um Gottes Willen gerade einem Tanzkurs zu gesagt? Ich würde mich schrecklich blamieren, das war jetzt schon klar.
Lautstark schmiss ich die Haustür zu. „Scheiße“ entfuhr es mir, als ich im Wohnzimmer angekommen war und eines von Skys Spielzeugen entdeckt hatte. Sofort sprintete ich zurück und riss die Haustür wieder auf. Ich hatte doch wirklich Sky draußen vergessen, meinen eigenen Hund! „Sky“ schrie ich. Sofort kam er angerannt. „Toll jetzt hörst du“ brummte ich ihn sauer an.
Kapitel 4 [You make me embrassed]
„Hi Schatz“ John betrat mit einem Kaffe in der Hand mein Büro. Innerlich seufzte ich lautstark auf. Nach sieben Jahren hatte John immer noch nicht begriffen, dass ich einfach keinen Kaffee mochte. Aber wahrscheinlich lag es daran, dass ich ihn jedes mal brav trank, um ihn nicht zu verletzten. Völlig schwachsinnig, eigentlich.
„Hi“ begrüßte ich ihn lächelnd und stand auf, um ihm den Kaffee abzunehmen, da ich merkte, dass der Kaffee in seiner Hand ihn hinderte die Tür zu schließen. „Danke“ bedankte er sich, drückte mir einen kurzen Kuss auf die Lippen und schloss dann leise die Tür. Vorsichtig balancierte ich den Kaffee zu meinem Platz, stellte ihn dort ab und setzte mich auf meinen Stuhl. John setzte sich auf den Stuhl mir gegenüber und grinste mich an. „Sag mal hast du Dienstagsabends Zeit?“ fragte ich und und rührte mit dem Löffel im Kaffee herum. „Klar“ antwortete John sofort. „Was hältst du von einem Tanzkurs?“ fragte ich und starrte auf meinen Kaffee. Ich wollte sein Gesicht überhaupt nicht sehen. John kannte mich und wusste, dass diese Idee ganz sicher nicht von mir kommen konnte. Er wusste, dass ich die aller letzte war, die freiwillig einen Tanzkurs besuchen wollte. „Gute Idee“ sagte er aber nur. Verwirrt schaute ich zu ihm auf. Okay er hatte es dann halt nicht bemerkt, egal. „Gut“ machte ich einfach nickend.
Plötzlich sprang die Tür auf und mein Dad platzte herein. „Tut mir Leid, aber ich brauche meinen Schwiegersohn mal kurz. Es ist wirklich dringend“ meinte er hektisch. Bei dem Wort „Schwiedersohn“ grinste er jedoch. Am liebsten hätte ich ihm erklärt, dass John erst nach der Hochzeit sein Schwiegersohn war, aber ich beließ es besser.
John stand nickend auf, beugte sich zu mir und küsste mich kurz. „Tschüss“ verabschiedeten sich beide von mir. „Tschau“ murmelte ich, stand auf griff nach der Kaffeetasse, um den Inhalt irgendwo auszukippen.
Am Nachmittag saß ich alleine Zuhause. Mein Dad hatte mir freigegeben. Er meinte ich müsste mich bestimmt noch um vieles kümmern. Natürlich wusste ich, dass er damit auf die Hochzeit anspielte. Und eigentlich hatte er ja auch Recht. Eigentlich hatte ich noch überhaupt nichts geplant. Mum hatte schon längst bei der Kirche angerufen und sich auch schon viele verschiedene Sääle angeschaut, in denen wir feiern könnten. Mit Dad zusammen hatte sie schon verschiedene Essensmöglichkeiten zusammen gestellt und mit John hatte sie schon Überlegungen über die Hochzeitstorte getätigt. Nur ich hatte bis jetzt fast kein Mitspracherecht.
Im Moment lagen unzählige Hochzeitseinladungen vor mir. Das war nämlich jetzt mal ein Punkt, bei dem ich das Sagen hatte. Die Hochzeitseinladungen durfte ich aussuchen, nur ich alleine! Es gab nur ein Problem. Ich fand keine passende Einladung! Klar waren dort sicher Einladungen bei, die mir gefielen, aber irgendwie fand ich jedes mal, dass sie zwar zu mir passte, aber überhaupt nicht zu John. Ich fand einfach keine Einladung wirklich ansprechend für John und mich.
Früher, als kleines Kind, hatte ich immer von einer riesigen, kitschigen und wunderschönen Hochzeit geträumt. Jetzt konnte ich genau dies haben, aber irgendwie fühlte es sich nicht so toll an, wie vorher vermutet. Ich hatte immer gedacht, spätestens nachdem mir mein Traummann den Antrag gemacht, hatte würde ich endgültig auf Wolke sieben schweben und könnte den Zeitpunkt der Hochzeit gar nicht mehr abwarten. Ich dachte, ich würde mir ausmalen wie die Kinder von mir und meinem Mann aussehen könnten, würde allen meinen Freundinnen stolz meinen wunderschönen Verlobungsring präsentieren, sie vielleicht sogar neidisch machen und würde jeden Tag mein Hochzeitskleid anziehen, um sicher zu gehen, das es auch wirklich noch passte.
Aber das hatte ich früher gedacht. Heute war dies anders. Es war nicht so, als würde mich meine Hochzeit nicht interessieren, aber es würde mir nichts ausmachen, würde sich die Hochzeit verschieben oder vielleicht sogar ausfallen. Nicht das ich keine Kinder mit John wollte, aber irgendwie konnte ich mir diese im Moment mit John überhaupt nicht vorstellen. Den Drang allen meinen Freundinnen meinen Verlobungsring zu zeigen verspürte ich auch nicht wirklich. Und mein Hochzeitskleid? Das konnte ich überhaupt nicht jeden Tag anziehen, da ich es noch überhaupt nicht besaß. Seufzend ließ ich mich zurück auf mein Sofa fallen. Heiraten war anstrengender als gedacht.
Ich hörte Skys Pfoten auf dem Laminat und keine zehn Sekunden später war er auf mein Sofa gesprungen. „Weißt du, dass du ein ziemlich schlechter Hund bist?“ fragte ich ihn. Sofort hüpfte er wieder von dem Sofa. „Wieso hörst du jetzt?“ fragte ich langsam leicht verzweifelt. Schnell stand ich auf und schnappte mir Skys Leine. Sofort stürmte Sky zur Haustür. Dieses mal war ich schlauer und befestigte erst die Leine an seinem Halsband, bevor ich die Tür aufmachte. Doch auch dies half nicht viel mehr, denn Sky stürmte sofort nach draußen und riss mich natürlich mit sich. Fast wäre ich die drei Stufen vor meiner Haustür heruntergefallen, aber irgendwie schaffte ich es mich mich auf den Beinen zu halten. Ich hörte ein leises Lachen. Bevor ich aber schauen konnte, von wo und von wem dieses Lachen kam, zog Sky mich schon weiter. „Langsam man“ meckerte ich. Plötzlich merkte ich, wie Sky stehen blieb. Verwundert aber auch erleichtert schaute ich auf und sah, wie er sich wieder von Zac streicheln ließ. „Du hast deinen Hund voll unter Kontrolle“ scherzte Zac lachend. Ich brummte leise vor mich hin. „Er hört immer, nur wenn du da bist nicht“ meinte ich. Zac lachte. Okay ich merkte selber wie blöd sich das gerade angehört haben muss. Erst jetzt bemerkte ich, dass Zac in Sportsachen vor mir stand. Aber ich musste zugeben, auch ein einfaches T-shirt und eine kurze Sporthose standen ihm gut, sehr gut. „Warst du schon joggen?“ fragte ich ihn neugierig. Er nickte leicht. „Schade sonst hätte ich dir jetzt Sky mitgegeben“ lachte ich. Zac hatte sich schon wieder zu ihm runter gekniet und streichelte ihn. „Ich weiß nicht wieso, aber er mag dich“ meinte ich. „Danke“ sagte Zac ironisch. „Oh Gott so war das gar nicht gemeint“ ruderte ich schnell wieder zurück. Zac lachte. „Ich weiß“ meinte er grinsend.
Kapitel 5 [You make me confused]
„Sorry Schatz, aber ich kann heute nicht. Du weißt doch das wichtige Geschäftsessen“ erklärte John mir am Telefon. Ich seufzte auf. Ich wusste nicht wieso, aber ich hatte mich irgendwie auf den Tanzkurs gefreut. Den Tanzkurs konnte ich aber jetzt wohl vergessen, denn ohne John würde ich da sicher nicht auftauchen. „Es tut mir Leid“ entschuldigte John sich nochmal, da er wohl gemerkt hatte, dass ich enttäuscht war. „Ja ist okay“ sagte ich nur. „Du bist sauer“ stellte John fest. „Nein bin ich nicht. Wir sehen uns morgen Tschau“ verabschiedete ich mich von ihm. „Tschau“ hörte ich ihn noch sagen, bevor ich auflegte.
Seufzend schmiss ich mich auf mein Sofa. Jetzt hatte ich den ganzen Dienstagabend nichts zu tun. Ich beschloss den freien Abend zu nutzen und aufzuräumen.
Ich stellte das halbe Wohnzimmer auf den Kopf und musste leider feststellen, dass es danach eigentlich nur noch schlimmer aussah, als vorher. Ich hatte die ganzen Schränke ausgeräumt. Der ganze Inhalt sammelte sich jetzt auf dem Boden und meinem Wohnzimmertisch an. Ich hatte sogar ein paar Sachen aussortiert, die ich wegschmeißen wollte. Dann hatte ich wenigstens etwas mehr platz, fand ich. Schnell stand ich auf und griff nach der Tüte, in der ich die Sachen verstaut hatte. Ich wusste, würde ich sie nicht schnell wegwerfen, würde ich mich doch wieder nicht von ihnen trennen und sie behalten. Ich fand nämlich für alles irgendeine Verwendung, außer vielleicht für diesem komischen Kerzenständer den ich mal von Johns Mum geschenkt bekommen hatte. Mit der Tüte in der Hand hüpfte ich die Stufen vor meiner Haustür herunter und steuerte die Mülltonne an.
„Was machst du denn noch hier?“ hörte ich eine Stimme hinter mir, nachdem ich den Mülleimerdeckel zugeschmissen hatte. Sofort konnte ich die Stimme Zac zuordnen. „John kann nicht, Geschäftsessen“ erklärte ich ihm kurz. „Na und?“ machte Zac, griff nach meiner Hand und zog mich zu seinem Auto. „Zac ich will da nicht alleine stehen“ meinte ich und schüttelte seine Hand wieder ab. „Du stehst nicht alleine da. Du kannst mit mir tanzen“ schlug Zac vor. Ich riss meine Augen auf. „Oh nein“ sagte ich und lief einen Schritt Rückwärts. „Doch“ meinte Zac und griff wieder nach meinem Arm. „Aber du bist mindestens zehn mal besser als ich. Obwohl nein, ich kann nichts und nichts ist Null und Null mal zehn ist immer noch Null. Ich rede Mist oder?“ immer wenn ich unsicher war, redete ich viel unsinniges Zeug, genau wie jetzt. Zac lachte öffnete die Beifahrertür seines Auto und schob mich auf den Beifahrersitz. „Aber..“ wollte ich widersprechen, doch Zac unterbrach mich. „Wir sind eh schon zu spät“ sagte er nur rannte um das Auto herum und stieg schnell ein.
Zac raste förmlich durch die Straßen. Eigentlich unnötig, denn wir waren ja eh schon zu spät. An der Tanzschule angekommen sprangen wir aus dem Auto und rannten los. Trotzdem hielt Zac mir höflich die große Tür auf. „Danke“ kicherte ich, rannte aber weiter. Wir sprangen eine große Treppe hoch, was bei mir natürlich schief ging und ich stolperte. Unsanft landete ich auf einer Stufe. „Alles in Ordnung?“ fragte Zac mich und hielt mir seine Hand hin, die mich vorsichtig hochzog. Ich nickte leicht und jetzt liefen wir eindeutig langsam als vorher, aber Hand in Hand die Treppe hoch.
Jetzt stand ich hier, völlig fehl am Platz. Zac begrüßte alle Leute und ich stand nur starr neben ihm. Ich hörte überhaupt nicht zu was Zac alles erzählte. Es interessierte mich auch reichlich wenig. Ich schaute einfach, wie alle anderen auch, zu Zac und lächelte. Wiedereinmal bemerkte ich seine wundervollen blauen Augen. Heute trug Zac ein dunkelblaues Hemd und eine hellere Jeans. Es stand ihm sehr gut. Ich kam zu dem Schluss, dass ihm wahrscheinlich alles sehr gut stand.
Erst als Zac lautstark in seine Hände klatschte, bemerkte ich, dass er wohl überhaupt nicht mehr redete. Ich merkte, wie alle anderen sich aufstellten und auf Zac und mich schauten. Oh nein!
„Du willst jetzt aber nicht.. ich meine wir beide“ stotterte ich leise. Zac grinste. „Doch genau das hatte ich vor“ sagte er völlig gelassen. Natürlich, er konnte es ja auch alles, im Gegensatz zu mir. „Bitte nicht“ flüsterte ich flehend. „Du schaffst das schon, ich helfe dir“ versprach er mir leise. Vorsichtig zog er mich zu sich, griff nach meiner Hand und legte seine andere Hand auf meinen Rücken. Langsam begann er mich irgendwie vor sich hin zu schieben. Ich ließ es einfach mit mir machen, was hatte ich auch für eine andere Wahl? Unsicher schaute ich auf meine Füße, um mir zu versichern, dass es nicht völlig idiotisch aussah, was ich da tat und auch, um Zac nicht ständig auf die Füße zu treten. Doch sofort bemerkte ich, wie Zacs Hand von meinem Rücken glitt. Vorsichtig legte er seinen Finger unter mein Kinn und bewegte mich so dazu nach oben zu schauen. „Bitte nicht“ murmelte ich noch eimal, dieses mal aber eher etwas ängstlich. „Du machst das gut, aber du solltest mich anschauen“ flüsterte Zac leise lachend. Ich seufzte leise und tat wie mir geheißen. Ich schaute zu Zac, blickte in seine blauen Augen und ließ mich von ihm führen. Entweder Zac hatte irgendeinen Schalter bei mir umgelegt und ich konnte plötzlich tanzen oder er war einfach ziemlich gut und konnte sogar solch einen untalentierten Mensch wie mich, danach aussehen lassen, als konnte er tanzen. Ich tendierte ja eher zur zweiten Möglichkeit.
Kapitel 6 [You make me smile]
„Du hast das echt gut gemacht“ lobte Zac mich, als wir uns nach der Stunde an die kleine Bar setzten. Ich lachte auf. „Gut ist was anderes“ meinte ich kopfschüttelnd. „Nein ich meine es ernst“ beharrte Zac aber. „Ist schon gut Zac“ winkte ich ab. „Ich hab echt gedacht ich blamiere uns beide heute völlig“ lachte ich leise. „Ist doch alles gut gegangen“ meinte Zac schulternzuckend.
„Kommst du nächste Woche wieder?“ fragte er mich dann plötzlich. Sofort nickte ich, weiß Gott warum. Was tat ich hier bitte?
„Vielleicht kommt John ja nächste Woche mit“ meinte Zac dann zuversichtlich. Ich nickte nur. Vielleicht konnte er ja, vielleicht.
Zuhause angekommen bemerkte ich sofort das mein Anrufbeantworter blinkte. Neugierig ging ich auf ihn zu, doch nur um festzustellen, dass alle 4 Nachrichten von John waren. Es reichte auch eine Nachricht in der er sich entschuldigte. Außerdem fand ich er brauchte sich für überhaupt nichts entschuldigen. Der Abend war meiner Meinung nach sehr gut verlaufen, also war doch alles in Ordnung. Okay er konnte ja nicht wissen, dass ich trotzdem beim Tanzkurs war und das er mir auch noch gefallen hatte. Naja egal. Als Sky hörte, dass ich wieder da war kam er sofort zu mir angetapst und setzte sich brav vor mich hin. „Ja jetzt hörst du! Geh zu Zac“ lachte ich leise, streichelte ihn aber trotzdem.
Am nächsten Nachmittag klingelte es plötzlich. Verwundert ging ich an die Tür, denn ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen wer es sein könnte. Neugierig riss ich dir Tür auf und entdeckte einen grinsenden Zac vor meiner Haustür. „Hi“ begrüßte ich ihn etwas überrascht. „Hey“ grüßte er zurück. „Schieß los was brauchst du?“ fragte ich lachend. „Nun ja“ stammelte er und schaute unsicher auf den Boden. „Ja?“ machte ich neugierig und ging einen kleinen Schritt auf ihn zu. „Ich hab gerade versucht etwas zu Essen zu machen und nun ja es ist etwas schief gegangen“ erzählte er. „Das heißt?“ fragte ich lachend. „Alles verbrannt“ fasste er es kurz zusammen. Ich lachte auf. „Und jetzt brauchst du meine Hilfe, weil du alleine nichts zu Stande bekommst?“ fragte ich ihn immer noch lachend. Er nickte leicht und schaute mich mit seinen blauen Augen bittend an. Lachend schüttelte ich meinen Kopf griff nach meinem Handy und warf die Tür hinter mir zu. „Na dann“ sagte ich und hüpfte die 3 Stufen herunter und machte mich auf den Weg zu Zacs Haus, gleichzeitig versuchte ich mein Handy in meine Hosentasche zu stopfen. „Du machst es?“ fragte Zac mich verwirrt, während er immer noch vor meiner Haustür stand. „Klar wieso nicht?“ meinte ich grinsend.
„Du hättest ruhig erzählen können, dass du auch nicht kochen kannst“ lachte Zac, als ich schon daran scheiterte ein ganz einfaches Ei aufzuschlagen. „Ruhe, ich muss mich konzentrieren“ forderte ich grinsend. Zac lachte und beobachtete, wie ich zwar das Ei zerschlug, aber leider die Hälfte der Schale auch in die Schüssel schmiss die Hälfte von dem Ei neben der Schüssel landete. „Oh“ machte ich nun und schaute unschuldig zu Zac auf. Dieser grinste mich nur an. „Du kannst es auch nicht besser“ behauptete ich schnell. Sofort griff Zac sich ein Ei und schlug es auf. Bei ihm klappte es, aber trotzdem lagen immer noch die Schalen von meinem vorherigen Ei in der Schüssel. „Tada“ machte Zac und breitete stolz seine Arme aus. „Pures Glück“ stellte ich überzeugt fest. „Ich kann noch mehr“ prahlte Zac schnappte sich zwei Eier, warf sie in die Luft und fing sie wieder auf. Als Zac sie noch einmal hoch warf, versuchte ich mir ein Ei aus der Luft zu schnappen. Doch leider ging dies schief und das Ei klatschte auf den Küchenboden. „Upps“ machte ich kleinlaut und betrachtete das zerstörte Ei. Sofort ertönte Zacs lautes Lachen. Ich stellte gleich fest, dass sein Lachen wunderschön, aber auch ansteckend war, denn sofort lachte ich mit ihm.
Ich konnte mich wirklich nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt so gelacht hatte. Es lag nicht nur daran, dass Zac und ich einfach nicht zu Kochen geboren waren und einfach alles schief ging. Es lag auch daran, dass ich mich beim ihm fallen lassen konnte und mich einfach unbeschwert und wohl fühlte. Bei Zac merkte ich, dass er mir zuhörte und sich wirklich für mich, und für das was ich sage interessierte. Er war einfach anders als die anderen Menschen die ich kannte. Eins wusste ich jetzt schon, ich mochte sein Grinsen, sein ansteckendes Lachen, seine blauen Augen, einfach alles!
Kapitel 7 [You make me speechless]
„Sag mal wofür oder für wen wolltest du eigentlich kochen?“ fragte ich Zac neugierig, als wir uns in seinem Wohnzimmer niederließen, nachdem wir es mit dem Kochen dann doch endgültig aufgegeben hatten. Ich spürte, wie mir etwas flau im Magen wurde, als ich daran dachte, dass er gleich ein Date haben könnte oder er wohl möglich eine Freundin hatte, von der er mir nicht erzählte hatte, und für diese kochen wollte. Konnte ja alles sein oder?
„Meine Mutter besucht mich heute Abend“ seufzte er aber dann theatralisch. Sofort bemerkte ich, dass mich diese Antwort doch etwas erleichterte. Fröhlich grinste ich ihn an. „Du kochst für deine Mutter?“ fragte ich lachend. Sofort flog mir ein Sofakissen an den Kopf. „Ey“ meckerte ich und sprang mit dem Kissen in der Hand auf. Zac schaute mich grinsend an. „Zac kocht für seine Mama“ trällerte ich grinsend und hüpfte vom einen Bein auf das andere. Lachend beobachtete Zac, wie ich vor ihm her hüpfte. Dann warf ich einfach das Kissen, was ich noch in meiner Hand hielt auf ihn. Zac hatte es mit Leichtigkeit einfach gefangen sprang jetzt grinsend auf. Kreischend versuchte ich vor ihm weg zurennen, doch sofort bemerkte ich Zacs starke Arme die sich um meine Taille legten und mich herum wirbelten. „Zac“ quietschte ich lachend. Ich spürte seinen warmen Atem in meinem Nacken und bemerkte die Gänsehaut die sich auf meinem Körper breit machte. Sofort stoppte mein Lachen. Was war nur mit mir los? So reagierte ich nie, nicht einmal bei Johns Berührungen. Langsam stellte Zac mich wieder auf den Boden. Vorsichtig drehte ich mich zu ihm und lächelte ihn an. „Meine Mutter denkt ich kann nicht kochen“ ich brauchte einige Zeit um zu verstehen, dass er meine anfängliche Frage jetzt gerade beantwortet hatte.
„Sag mal, das mit dir und John ist ernst oder?“ fragte Zac und deutete auf meinen linken Ringfinger, an dem sich mein auffälliger Verlobungsring befand. „Also ich äh“ stotterte ich und schaute unsicher auf meinen Ring. Ich bemerkte, wie Zac mich skeptisch musterte. „Wir sind verlobt“ sagte ich leise und schaute von dem Ring wieder auf zu Zac. Anerkennend nickte Zac. Kurze Zeit schaute er mich einfach nur an. Seine blauen Augen, die mich skeptisch musterten trugen dazu bei, dass ich immer nervöser wurde. „Sag mir wenn ich falsch liege, aber du scheinst nicht sehr begeistert von dieser Verlobung zu sein“ meinte er dann. „Nein also ja“ stotterte ich wieder vor mich hin. Verwirrt und mit hochgezogenen Augenbrauen musterte Zac mich. Schnell ordnete ich meine Gedanken wieder, was mir in Zacs Nähe gar nicht so leicht fiel.
„Ja du liegst falsch“ sagte ich dann leise, vermied es aber in Zacs Augen zu schauen. Also knetete ich unsicher eines von Zacs Sofakissen. „Ich meine, dass mit John und mir ist kompliziert, aber ich freue mich auf die Hochzeit“ ein kleines „Irgendwie“ hing ich noch hinten dran, dies aber auch wirklich nur in meinen Gedanken. „Wieso ist es kompliziert?“ hakte Zac sofort ziemlich neugierig nach. Ich seufzte auf. „Das ist so. John ist der Sohn von Dads bestem Geschäftspartner. Mein Dad hat immer davon geträumt, das John und ich mal zusammen kommen “ erzählte ich ihm. „Du machst das für deinen Dad und liebst John überhaupt nicht?“ fragte Zac mich dann ziemlich direkt. „Ich öh“ setze ich an, doch wurde dann von der lautstarken Klingel unterbrochen. Zum Glück!
„Sorry“ entschuldigte Zac sich, stand auf und ging Richtung Tür. Erleichtert atmete ich einmal aus. Was war mit mir nur los? Warum war ich plötzlich so unsicher? Natürlich wollte ich John heiraten, was gab es denn da zu stottern Vanessa?
„Vanessa das ist meine Mum, Mum das ist Vanessa“ stellte Zac mir seine Mutter vor. Würde nicht unbedingt seine Mutter vor mir stehen, hätte ich jetzt gelacht. Ich bemerkte, wie unsicher Zac in Gegenwart seiner Mutter war und fand es eigentlich ziemlich lustig. Zacs Mum kam lächelnd auf mich zu und hielt mir ihre Hand hin. „Starla“ stellte sie sich noch einmal freundlich vor. Natürlich ergriff ich sofort ihre Hand und lächelte ihr schüchtern zu.
„Oh Gott“ entfuhr es Starla dann plötzlich. Erschrocken schauten Zac und ich sie an. Sofort bemerkte ich, dass Starla durch die offene Tür in die Küche blickte und dort das ganze Chaos entdeckt hatte, welches Zac und ich hinterlassen hatten. Lachend schauten Zac und ich uns an. „Was hast du denn gemacht?“ fragte seine Mum erstaunt.
Kapitel 8 [You make me angry]
„Nessa“ quietschte Ash, die meinen Bruder an ihrer Hand förmlich hinter sich her schleifte. Ich kicherte. Bestimmt hatte sie Scott mal wieder gezwungen hier in der Firma aufzutauchen. Scott mochte Dads Firma nicht, er verabscheute sie quasi. Er war mein älterer Bruder und eigentlich wollte mein Vater immer, dass er irgendwann mal die Firma übernehmen würde. Doch Scott hatte völlig andere Interessen. Er war immer der kreative in unserer Familie gewesen, der nicht ständig im Büro sitzen und sich zu langweiligen Geschäftsessen aufraffen konnte. Er hatte völlig andere Vorstellungen von seinem zukünftigen Job. Natürlich war mein Dad sehr gekränkt, als Scott ihm gestanden hatte, dass er nie seine Firma übernehmen wird. Bis heute war das Verhältnis zwischen den beiden noch nicht wieder so wie es zuvor war. Es war angespannt, nur weil Dad Scots Entscheidung nicht respektieren konnte oder wollte. Und jetzt? Jetzt blieb alles an mir hängen! Denn nun sah Dad in John und mir das perfekte Paar, welches irgendwann seine Firma übernehmen und erfolgreich leiten sollte.
Schnell begrüßte ich Ash und meinen Bruder und nahm sie mit in mein Büro. Ash schmiss sich sofort auf meinen Stuhl und drehte sich lachend auf ihm. Grinsend schloss ich die Tür und setzte mich mit Scott ihr gegenüber. „Wie geht’s dir?“ fragte sie mich. „Gut, kann nicht klagen und euch?“ erkundigte ich mich. „Auch“ strahlten die beiden grinsend.
„Du kannst John nicht heirateten!“ sagte Ash plötzlich trocken. Erschrocken schaute ich sie an. Ich hatte ja immer gewusst, dass Ash nicht viel von John und mir hielt und von der Hochzeit noch weniger, aber nie hatte sie es mir so direkt ins Gesicht gesagt. „Wie meinst du das?“ fragte ich sie leise. „Nessa“ stöhnte sie und schaute kurz zu Scott, der ihr dann beruhigend seine Hand auf die ihre legte. „Nessa du liebst John überhaupt nicht“ behauptete Ash dann einfach. Mit aufgerissenen Augen schaute ich erst zu Ash und dann zu meinem Bruder. „Nessa bist du dir sicher, dass du das nicht alles machst weil Dad es sich so sehr wünscht?“ wand sich jetzt auch mein Bruder ein. Aufgebracht stützte ich mich mit beiden Händen auf meinen Schreibtisch ab und stand auf. „Was fällt euch überhaupt ein?“ fragte ich die beiden sauer und erwartete eigentlich auch überhaupt keine Antwort. „Wir wollen nur, dass du keinen Fehler begehst“ sagte Ash völlig ruhig. „Raus“ schrie ich und schmiss die beiden förmlich aus meinem Büro.
Lautstark schmiss ich die Autotür zu schloss schnell mein Auto ab. Ich spürte, wie mir vor Wut Tränen in die Augen stiegen. Was fiel Ash überhaupt ein zu behaupten, dass ich John nicht lieben würde? Sie hatte überhaupt kein Recht dazu so etwas zu behaupten.
„Alles in Ordnung?“ hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir, die ich sofort meinem Nachbar zuordnen konnte. Langsam drehte ich mich um und entdeckte ihn, wie er auf mich zu kam. Ich nickte nur leicht, um auf seine Frage zu antworten und musterte ihn stattdessen. Der Wind wehte ein bisschen und blies ihm seine Haare leicht aus der Stirn. Seine Augen fielen mir selbst aus dieser Entfernung auf, die durch ein dunkelblaues T-shirt sogar noch betont wurden. Schnell schüttelte ich den Kopf. Gerade war ich völlig ausgerastet, da Ash behauptet hatte, ich würde John nicht lieben und jetzt war ich damit beschäftigt meinen Nachbar zu begutachten?
Plötzlich spürte ich eine Hand die sich auf meine Schulter legte. Etwas erschrocken schaute ich auf, nur um festzustellen, dass Zac inzwischen genau vor mir stand. „Alles in Ordnung?“ wiederholte er seine Frage noch einmal etwas leiser. Ohne vorher überhaupt zu überlegen, schüttelte ich jetzt vorsichtig, und mit dem Blick auf den Boden gerichtet, meinen Kopf. Zacs Hand glitt langsam von meiner Schulter an mir herunter und umfasste meine Hand. Sofort schaute ich auf und blickte wieder in diese strahlenden Augen, die ich so mochte. „Willst du drüber reden?“ fragte Zac mich leise. Vorsichtig nickte ich. Es tat bestimmt gut drüber zu reden, dachte ich.
„...Und jetzt meint Ash, ich würde John nicht lieben, völlig absurd“ beendete ich meine Erzählung und fuhr mit mit der rechten Hand kurz durch meine Haare. Ich bemerkte wie wütend ich wieder wurde, obwohl ich einfach nur schilderte was passiert war. Ich konnte einfach nicht verstehen, wieso Ash dies behauptete. Natürlich liebte ich John, sonst würde ich ihn ja wohl nicht heiraten oder? Ash konnte sich doch überhaupt keine Meinung darüber bilden. Sie kannte John ja nicht einmal wirklich.
„Nun ja es hört sich auch alles sehr danach an, als würdest du John nur heiraten, weil dein Vater es sich so sehr wünscht“ warf nun auch Zac mir völlig gelassen vor. Geschockt schaute ich ihn an. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Musste er mir jetzt auch noch in den Rücken fallen? Gerade er?
„Das ist jetzt nicht dein ernst oder?“ fragte ich ihn aufgebracht und sprang auf, wobei ich den Küchenstuhl fast zu Boden riss. Zac hingegen blieb völlig ruhig. Er stand langsam auf und kam auf mich zu. „Bist du dir sicher, dass du John auch heiraten würdest, wenn er ein einfacher Mann wäre, der nicht der Sohn des Geschäftspartners deines Vaters ist?“ fragte er mich. „Natürlich“ schrie ich entsetzt. Wie konnte er so etwas fragen? „Ich glaube ich gehe besser“ schnell drehte ich mich um und stürmte aus Zacs Haus.
Kapitel 9 [You make me forgetful]
Sauer schmiss ich die Haustür zu. Ich hörte sofort Sky böses Knurren aus dem Wohnzimmer. Was hatte er denn jetzt? Langsam ging ich ins Wohnzimmer. Dort sah ich Sky, wie er den, auf dem Sofa sitzenden John anknurrte. „Was machst du denn hier?“ fragte ich überrascht. Sofort sprang Sky auf und kam auf mich zugerannt. Ich streichelte ihm kurz über den Kopf und schaute dann wieder zu John. Dieser stand auf und ging grinsend auf mich zu. „Ich hab doch den Zweitschlüssel“ erklärte er, bevor er mich kurz küsste. Schnell schlang ich meine Arme um seinen Hals und verlängerte den Kuss. John wirkte kurz überrascht, erwiderte meinen Kuss aber trotzdem. Pah und da soll noch einer sagen ich liebe John nicht!
Lächelnd löste John sich von mir. „Ich hab Essen gemacht, kommst du?“ fragte er und strich mit seiner Hand leicht über meine Wange. Grinsend nickte ich. Kochen konnte John auch, im Gegensatz zu Zac! Er griff nach meiner Hand und zog mich hinter sich her in meine Küche.
„Spaghetti“ freute ich mich. Schnell setzte ich mich auf einen Stuhl, während John sich mir gegenüber setzte. „Du John?“ fragte ich ihn dann. Erwartungsvoll schaute er auf, während er Nudeln auf seinen Teller lud. „Hast du Dienstagabend Zeit?“ fragte ich ihn lächelnd. „Der Tanzkurs?“ fragte er mich sofort. Ich nickte leicht und schaute unsicher auf meinen leeren Teller. Ich konnte nicht fassen, dass ich wirklich freiwillig zu einem Tanzkurs gehen wollte. „Klar“ sagte John sofort. „Versprochen?“ jetzt schaute ich zu ihm auf. Ich wollte Dienstag unbedingt zu diesem Tanzkurs gehen, allein um Zac zu zeigen wie glücklich John und ich sind, aber dazu musste ich es erst einmal schaffen, John mit zuschleifen. „Ja“ versprach er mir lächelnd und griff nach meiner Hand. „Versprochen“ flüsterte er leise und fuhr mit dem Daumen über meinen Handrücken. Lächelnd schaute ich ihn an.
Nachdenklich kuschelte ich mich an John, der vorsichtig seinen Arm um mich legte und mich ein Stück zu sich zog. Leise seufzte ich auf. „Alles in Ordnung?“ fragte er mich. Genau das selbe hatte Zac mich auch heute gefragt, doch dieses mal nickte ich, was ich bei Zac nicht getan hatte. Ich wollte mit John jetzt nicht über meine Probleme mit Ash und Zac sprechen. Er würde wahrscheinlich nicht einmal wissen von wem ich gerade rede.
„Ich freue mich auf Dienstag“ flüsterte ich leise und schaute auf in Johns braune Augen. Sofort glitten meine Gedanken zu Zac und seinen blauen Augen. Sie strahlten einfach immer und überall. Nicht das die das von John nicht taten, doch bei Zac war es irgendwie etwas anderes.
„Hörst du mir zu?“ riss John mich plötzlich aus meinen Gedanken. Erschrocken zuckte ich kurz zusammen. „Schuldigung“ murmelte ich leise. John grinste einfach und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. Es störte ihn nicht einmal, wenn ich ihm nicht zuhörte?
Aufgeregt lief ich in meinem Wohnzimmer auf und ab. Wo blieb John denn bloß? Er wollte doch jetzt wohl nicht wieder absagen. Ich konnte natürlich wieder alleine dort auftauchen, aber ich wollte Zac ja zeigen, wie glücklich John und ich waren. Dies ging aber schlecht ohne John. Nervös spielte ich mit meinen Fingern.
Dann hörte ich, wie jemand meine Tür aufschloss. Sofort stürmte ich John entgegen. Dieser lachte, als er mich sah. „Da hat mich aber jemand vermisst“ bemerkte er dann spaßeshalber. Ich brummte irgendetwas vor mich hin und zog ihn mit nach draußen. „Langsam“ lachte John wieder. Leider teilte ich seine gute Laune nicht im geringsten Ich funkelte ihn nur böse an. „Wir könnten langsam gehen, wenn du pünktlich gewesen wärst“ zischte ich sauer. John sagte nichts mehr, er lief einfach brav hinter mir her, besser für ihn.
Der Tanzkurs war schrecklich. Ich hatte mich geirrt. Ich hatte immer gedacht John und ich konnten beide schlecht tanzen, aber John übertraf mich um Längen. Vorher hatte ich immer gedacht, dass dies unmöglich war, aber es war wirklich möglich, wenn auch unerklärlich.
Ständig trat John mir auf den Fuß, vergaß die Schritte oder verpasste seinen Einsatz. Zum Ende versuchte ich dann einfach zu führen, auch wenn Zac ständig predigte, dass der Mann dies übernehmen sollte.
Genau damit erreichte ich, dass Zac zu uns kam. Eigentlich hatte ich vorgehabt noch sauer auf ihn zu sein, doch es gelang mir nicht wirklich. Als er vor John und mir stehen bleib und mich anblickte, hatte ich fast vergessen, dass ich überhaupt je sauer auf ihn gewesen war. Vorsichtig lächelte ich ihn an, was er sofort erwiderte. Spätestens jetzt war es mir wirklich egal, was Zac gesagt hatte. Ich bemerkte gar nicht, wie er versucht hatte John irgendwelche Tipps zu geben und John wieder nach meiner Hand griff.
Doch auch diese Tipps waren vergebens. John trat mir ständig auf die Füße und ich konnte wirklich von mir behaupten, dass es nicht an mir lag, denn ich konnte die richtigen Schritte, im Gegensatz zu John. „Darf ich?“ fragte Zac und deutete auf mich. Verwirrt schaute ich ihn an. Ich bemerkte nur wie John nickte. Dann spürte ich schon Zacs Hand in meiner und seine andere Hand die auf meinen Rücken glitt. Sofort fiel mein Blick wieder auf unsere Füße. Zac lachte leise und hob meinen Kopf vorsichtig an, alles genau wie letzte Woche.
Kapitel 10 [You make me feel]
„Und wie gefällt dir das hier?“ fragte meine Mum und hielt mir stolz ein Hochzeitskleid vor die Nase, welches überall mit Blumen und Perlen bestickt war. Innerlich seufzte ich auf. Sie hatte mir heute schon ungefähr zehn dieser Dinger versucht an zudrehen und verstand einfach nicht, dass mir keins davon gefiel. Wenn ich dieses Kleid auf der Hochzeit tragen würde, könnte ich nicht einmal garantieren auch wirklich am Altar anzukommen, da ich ständig über die riesig lange Schleppe stolpern würde.
Klar die meisten Kleider hier waren schön, aber sie passten einfach überhaupt nicht zu mir. Natürlich wollte man auf der eigenen Hochzeit so schön aussehen wie möglich, aber dies ging nur wenn man sich auch wohl fühlte und in einem mit Rüschen überdeckten Kleid fühlte ich mich nun mal nicht wohl. Das wäre einfach nicht ich. Das wäre aller höchstens Mums Traum, mehr aber auch nicht!
„Vanessa?“ stöhnte Mum und wedelte mit dem Kleid vor meinem Gesicht herum, soweit dies mit diesem Monstrum überhaupt möglich war. Ich schüttelte nur leicht den Kopf und schaute mir das nächste Kleid an. Wieder hörte ich sie lautstark stöhnen, aber was konnte ich dafür, wenn mir das Kleid nun einmal nicht gefiel?„Wir müssen heute unbedingt ein Kleid finden“ seufzte sie. „Ich glaube es gibt keine Frau die so spät anfängt ein Kleid für ihre eigene zu suchen“ das „eigene“ wurde extra betont.
„Zac meine Mum ist schrecklich“ jammerte ich und drückte mein Gesicht in eines seiner vielen Sofakissen. Es war still in seinem Wohnzimmer, einzig und allein konnte man seine leisen Schritte hören, die langsam auf mich zu kamen. Ich bemerkte, wie Zac sich zu mir auf sein Sofa setzte und keine zwei Sekunden später spürte ich seine warme Hand die vorsichtig über meinen Rücken strich. Wieder spürte ich, wie sich eine leichte Gänsehaut über meinen ganzen Körper legte. Ich hatte mich immer noch nicht dran gewöhnt, dass mein Körper so auf Zacs Berührungen reagierte und hoffte inständig, dass es bald vergehen würde. Zac sollte es ja nicht unbedingt mitbekommen.
Vorsichtig richtete ich mich nun auf und schaute in diese blau leuchtenden Augen, die ich so sehr mochte. Lächelnd ließ ich meinen Kopf auf seine Schulter sinken und atmete lautstark aus, während sich Zacs Arm leicht um meine Taille legte. „Darf ich morgen wieder zum Tanzkurs kommen, auch ohne John?“ fragte ich ihn dann.
Ich hatte schon letzten Dienstag beschlossen, John nie wieder mit zu dem Tanzkurs zu schleppen, komme was wolle. Ich hatte es mir zum ersten mal eingestanden, dass mir es viel mehr Spaß machte mit Zac zu tanzen. Erstens weil meine Füße es nicht verdient hatten noch einmal so von John zertrampelt zu werden und zweitens fühlte ich mich bei Zac wohler. Ich wusste nicht wieso und ich verstand mich selbst nicht ganz, da ich Zac erst ein paar Wochen kannte, aber bei ihm konnte ich ich selbst sein und konnte für ein paar Momente diese Hochzeit einfach vergessen.
John war mein Verlobter und bei ihm sollte ich mich wohl fühlen, bei ihm sollte ich mich verstanden fühlen, doch so war es leider nicht. John war lieb, nett und wirklich hilfsbereit, aber reichte das? Ich sollte es falsch finden, mich bei jemand anderem geborgener zu fühlen als bei meinem Verlobten, aber ich tat es nicht. Ich genoss es einfach nur solch einen Menschen zu kennen, wie Zac es war.
„Klar darfst du kommen“ antwortete Zac auf meine Frage. Inzwischen fuhr seine Hand langsam an meiner Taille hoch und runter, was mich sichtlich nervös werden ließ. „Kann John wieder nicht?“ wollte Zac dann wissen. „Naja“ stammelte ich leise. Ich spürte sofort Zacs verwirrten aber zu gleich auch neugierigen Blick auf mir. „Ich hab John überhaupt nicht mehr gefragt“ gab ich flüsternd zu. Leise ertönte Zacs schönes, ansteckendes Lachen. Sofort bildete sich ein Grinsen auf meinen Lippen.
„Früher wäre ich nie freiwillig in einen Tanzkurs gegangen“ erzählte ich und schüttelte bei der Erinnerung grinsend den Kopf. Meine Mum hatte es immer wieder versucht mich zu überreden, aber ich hatte mich jedes mal mit Händen und Füßen dagegen gewehrt - erfolgreich. „Und jetzt gehst du natürlich nur wegen mir“ lachte Zac. Eigentlich lag er da nicht wirklich falsch oder? Aber das behielt ich lieber für mich. Wenn er wüsste.
Kapitel 11 [You make me crazy]
Die Wochen, in denen die Hochzeit immer und immer näher rückte, vergingen und ich genoss jeden einzelnen Moment den ich mit Zac verbrachte. Ich konnte mir überhaupt nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn wäre. Wer würde mich dann zum Lachen bringen? Wer würde mir immer und in jeder Situation zuhören und für mich da sein? Wer würde mich einfach Vanessa sein lassen? Wer würde mich mit seinem Lachen anstecken können? Wer würde mich einfach die Hochzeit für ein paar Stunden vergessen lassen?
Ich war froh, solch einen Menschen, wie Zac es war, kennen gelernt zu haben und so viel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen.
Plötzlich ertönte meine lautstarke Klingel. Fröhlich hüpfte ich zur Tür, dicht gefolgt von Sky. Schon durch die Glasscheibe erkannte ich den grinsenden Zac davor stehen. Schnell öffnete ich die Tür, doch bevor ich Zac begrüßen konnte, war Sky schon an mir vorbei gerauscht und sprang fröhlich an Zac hoch. „Hallo“ lachte Zac und streichelte Sky behutsam über sein weiches Fell. Dann kam er zu mir und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Ich hatte es schon aufgegeben zu hoffen, dass mein Körper nach der Zeit nicht mehr so heftig auf Zacs Berührungen reagieren würde, doch es war einfach zwecklos dies zu glauben und irgendwie hatte ich mich langsam aber sicher daran gewöhnt.
Lächelnd liefen wir beide in mein Wohnzimmer, während Sky fröhlich um uns herum hüpfte. Ich sah zu Zac, der Sky noch einmal über das Fell strich, bevor er zu mir schaute. Ich sah, wie seine Mundwinkel sich nach oben zogen und er mich anlächelte, mit genau dem Lächeln, welches ich so liebte!
Ich hatte mir heute vorgenommen einen Schritt weiter zu gehen als sonst, obwohl ich mir klar war das es wahrscheinlich ein Schritt zu weit war.
Ich wusste, dass es vollkommen falsch war, aber ich konnte einfach nicht anders. Ich verdrängte dieses Wissen einfach gekonnt.
Vorsichtig ging ich einen Schritt auf Zac zu. Ich hoffte, dass meine Unsicherheit nicht zu sehen war oder er sie einfach nicht bemerkte. Vorsichtig kam ich Zacs Gesicht mit meinem näher. Ich hatte ja schon gemerkt, dass ich anders reagierte, wenn Zac mich berührte und jetzt wollte ich noch einen Schritt weiter gehen, auch wenn dieser falsch und auch unfair John gegenüber war. In diesem Moment war mir beides völlig egal. Es zählte nur dieser Augenblick!
Langsam schloss ich meine Augen und legte meine Lippen auf die seinen. Ich spürte, dass Zac leicht erschrocken und vielleicht überrascht war, mich aber nicht von sich stieß. Eigentlich hatte ich vorgehabt mich sofort wieder von Zac zu lösen, aber ich konnte nicht, nachdem ich bemerkte, wie gut es sich anfühlte. Ich spürte, dass Zac meinen Kuss mit leichtem Druck erwiderte und dazu seine Arme um meine Taille legte. Meine rechte Hand legte sich auf seine Schulter bevor sie in seinen Nacken fuhr. Eng umschlungen standen wir nun in meinem Wohnzimmer und küssten uns. Eigentlich müsste ich mich schrecklich fühlen, ich hinterging meinen Verlobten, aber ich tat es nicht, dazu genoss ich diesen Moment einfach viel zu sehr.
„Zac ich.. Schuldigung“ stammelte ich und wollte auf den Boden schauen, doch Zac und ich standen noch so nah aneinander, dass mein Blick notgedrungen auf seiner Brust landete, was meiner N. Ich spürte seinen Griff um meine Taille fester werden. Vorsichtig legte ich meine Hand auf seine Brust. Langsam schaute ich auf, um wieder in diese strahlenden Augen zu schauen. Zac beugte sich das kleine Stück zu mir herunter, um seine Lippen kurz auf meine zu drücken. Sofort löste er sich wieder von mir, was ich gerade nicht geschafft hatte. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, um seinem Gesicht wieder näher zu kommen. Ich sah wie Zac mich anlächelte und mein Herz machte jetzt einen noch heftigeren Sprung, als es vorher bei seinem Lächeln schon immer gemacht hatte. Zacs linke Hand löste sich von meiner Taille und berührte leicht meine Wange. Schnell überwand ich den letzten Abstand zwischen unseren Gesichtern und küsste ihn wieder. In diesem Augenblick ließ ich mich einfach fallen, vergaß alles andere was mich in den letzten Tagen ständig beschäftigte, die anstehende Hochzeit, die nervigen Hochzeitsvorbereitungen, meinen Dad, der wollte, dass ich seine Firma übernahm und auch John.
Doch eines wurde mir genau in diesem Moment endgültig klar. Spätestens jetzt wusste ich, dass ich John mochte, aber eindeutig nicht liebte, denn mein Herz, welches John wahrscheinlich nie gehört hatte, gehört längst jemand anderem!
Doch ich wusste auch, dass ihm mein Herz nicht gehören durfte!
Kapitel 12 [You make me jealous]
Glücklich warf ich meine Tasche auf den Boden und schmiss mich dann schwungvoll in meinen großen Bürostuhl. Zufrieden seufzend streckte ich meine Arme von mir. Genau in dem Augenblick sprang meine Bürotür auf und mein Dad trat ein. „Da ist aber jemand gut drauf“ stellte er lächelnd fest. Ich nickte nur grinsend und setzte mich wieder gerade auf meinen Stuhl. „Hier das soll ich dir von deiner Mum geben. Sie meinte, sie müsse eure Hochezeitsplanung in die Hand nehmen. Du kennst sie ja, es muss alles perfekt werden“ mein Dad zwinkerte mir zu. „Das heißt sie hat alles geplant?“ fragte ich etwas geschockt. Dad nickte. „Das ganze Wochenende hat sie damit verbracht“ erzählte er, verdrehte kurz die Augen, lachte aber kurz danach wieder. „Oh“ war das einzige was ich von mir gab. Was sollte ich auch schon großartig sagen? Die Hochzeit, von der ich mir immer sicherer wurde, dass ich sie überhaupt nicht wollte, war schon fast vollständig geplant. Es gab kein zurück mehr.
Auch wenn ich mir eingestehen musste, dass es wohl schon seit dem Antrag oder gar noch früher kein zurück mehr für mich gab, als ich das zufriedene Gesicht meines Dads vor mir sah.
Ich schluckte einmal schwer. „Bist du sauer?“ fragte Dad mich dann. Bevor ich überhaupt antworten konnte, lief er um den Schreibtisch und ging vor mir in die Hocke. „Deine Mum und ich wollen nur das beste für dich und das weißt du, also wenn du irgendwas ändern möchtest, sag es uns einfach“ meinte er und griff nach meiner Hand. Ich nickte nur. Ich konnte ja schlecht sagen, dass das einzige was ich im Moment ändern wollte war, dass sie die Hochzeit absagten. Aber nein das konnte ich nun wirklich nicht sagen.
„Gut mache ich“ sagte ich stattdessen nur und nickte leicht.
Aufgeregt raste ich durch mein Schlafzimmer. Ich suchte irgendetwas akzeptables was mein Kleiderschrank hergab, doch irgendwie fand ich rein gar nichts. Wenn ich ehrlich war, konnte ich mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal solch einen Aufstand wegen meiner Klamotten gemacht hatte. Zu dem kam, dass heute nicht einmal ein besonderer Tag war. Ich hatte einfach nur vor gleich zu Zac rüber zu gehen, aber das erklärte natürlich meinen Aufstand die richtigen Klamotten zu finden oder?
Nachdem ich endlich das Klamottenproblem gelöst hatte, konnte es losgehen. Lächelnd hüpfte ich förmlich durch meinen und Zacs Vorgarten, sprang die 3 Stufen hoch, bis ich letztendlich vor seiner Haustür stand. Ungeduldig drückte ich mehrmals auf die Klingel. Ich hörte Geräusche durch das offene Fenster und ein paar Sekunden später sprang die Tür vor mir auf. „Hallo“ flötete ich, bevor ich überhaupt bemerkte, dass nicht Zac mir die Tür geöffnet hatte, sondern eine dunkel blonde hübsche Frau. Verwirrt schaute ich die Person vor mir an. „Hi ich bin Jenny“ stellte sie sich mir lächelnd vor, während sie mir höflich ihre Hand hin hielt. „Vanessa“ sagte ich leise nickend, während ich vorsichtig ihre Hand ergriff. Völlig verwirrt starrte ich Jenny nun an. „Ich denke du wolltest zu Zac“ sagte sie dann, als sie bemerkte, dass ich nicht den Anschein machte zu reden. Schnell nickte ich, sprechen konnte ich gerade wirklich nicht.
Jenny ging einen Schritt zur Seite, damit ich eintreten konnte. Was ging hier bloß vor? Und wer um Himmelswillen war das?
„Nessa“ grinste Zac, als ich sein Wohnzimmer betrat. „Hi“ grüßte ich kurz und immer noch verwirrt. Zac stand auf und kam langsam auf mich zu. Im Augenwinkel sah ich Jenny, wie sie uns grinsend beobachtete. Ich verstand rein gar nichts vom dem was hier gerade passierte! Wer war Jenny und was machte sie hier?
Ich spürte, wie Zac mir einen Kuss auf die Wange drückte und ungewollt meine Hand mit seiner streifte. Wie immer reagierte ich sofort auf seine Berührungen, doch das war mir im Moment egal, denn ich hatte gerade andere Probleme. „Darf ich dir meine Schwester vorstellen?“ fragte Zac grinsend und zeigte auf Jenny. „Schwester?“ pippste ich eindeutig zu hoch und riss erschrocken die Augen auf. Beide nickten lächelnd mit ihren Köpfen, wobei mir bei Zac auffiel, wie ihm immer wieder die Haare in die Stirn fielen.
Oh mein Gott Vanessa du bist schrecklich! Sie ist nur seine Schwester! Was hast du da wieder nur gedacht? Sie ist nur seine Schwester! Und wenn schon? Du bist verlobt! Du solltest dir Vorwürfe machen, nicht er! Er als aller letztes.
„Ich wusste gar nicht, dass du eine Schwester hast“ erzählte ich Zac, nachdem Jenny gegangen war. Zac grinste nur und zog mich neben sich auf die Couch. „Du warst eifersüchtig“ behauptete er, während er immer noch grinste. Ich hätte es abstreiten sollen, doch leider senkte ich nur meinen Kopf, um zu verhindern, dass Zac sah, dass ich leicht rot anlief. Natürlich hatte er mich erwischt.
Vorsichtig hob Zac meinen Kopf an und schaute mir in die Augen. „Das muss dir nicht peinlich sein“ murmelte er leise und schüttelte leicht den Kopf. „Ich war oder bin auch eifersüchtig auf John“ erzählte er dann. Verwundert schaute ich ihn an. Erstens, weil noch kein Mann mir so offen gestanden hatte, dass er eifersüchtig war und zweitens, weil er überhaupt nicht eifersüchtig auf John sein musste. John war für mich wie ein Freund nichts weiter, dass hatte ich in letzter Zeit genau gemerkt.
Zac war mir gegenüber völlig offen, was es total leicht für mich machte ihn zu verstehen! „Außerdem ist es süß wenn du eifersüchtig bist“ bevor ich etwas sagen konnte, hatte Zac seine Lippen längst auf meine gedrückt.
Kapitel 13 [You make me happy]
„Zac ich“ dann wurde ich gestoppt, da er seine Lippen kurz auf meine drückte. Seine Hand fuhr meine Taille entlang, bis sie schließlich auf meiner Hüfte ihren Platz fand. Lächelnd schaute ich zu ihm auf und sah, wie er mich anlächte, mit dem Lächeln das ich so sehr liebte. Meine Hände fuhren in seinen Nacken, während Zac mich langsam an sich heranzog. Vorsichtig legte ich meinen Kopf gegen seine Brust. „Ich bin froh, dass du mein neuer Nachbar bist“ murmelte ich leise. Zacs Hand fuhr nun langsam meinen Rücken hoch, wobei er wahrscheinlich aus Versehen mein Shirt ein Stück hochschob. Sofort spürte ich die all Zeit bekannte Gänsehaut, die sich sofort über meinen Körper legte. „Solltest du auch, schließlich hat nicht jeder so einen gut aussehenden Nachbarn wie du“ griff Zac meinen anfänglichen Satz wieder auf und ich spürte, wie sich sein Brustkorp leicht anhob, als er lachte. „Klar“ machte ich ironisch und schaute vorsichtig zu ihm auf. „Kennst du nicht Mr Smith?“ fragte ich kichernd. Mr Smith war mein 50 jähriger Nachbar, der mich wegen seines weißen Bartes immer an den Weihnachtsmann erinnert. „Stimmt gegen den hab selbst ich keine Chance“ bemerkte Zac leicht geknickt. Ich kicherte vor mich hin. „Als ich 5 war hättest du tatsächlich keine Chance gehabt. Ich meine du oder der einzig wahre Weihnachtsmann?“ kicherte ich weiter. „Aber du bist keine 5 mehr“ erwähnte Zac grinsend. „Äußerlich sicher nicht aber innerlich?“ grinste ich ihn an. „Stimmt, das habe ich bei dir schon oft gedacht“ meinte er dann. Gerade wollte ich meinen Mund aufmachen, um zu protestieren, da hatte er mich schon längst geküsst.
„Du heiratest in einer Woche Schatz, wieso bist du nicht aufgeregt?“ fragte Mum und raste durch mein Wohnzimmer. „Doch doch bin ich“ murmelte und schielte zur Haustür, in der Hoffnung Zac würde davor stehen und mich vor Mum retten, aber er tat es nicht.
Leise seufzend ging ich auf mein Sofa zu und schmiss mich dann rückwärts drauf. „Alles in Ordnung?“ fragte mich Mum. Bevor ich antworten konnte, kam sie schon auf mich zugestürmt und kniete sich vor mich und das Sofa. „Du wirst doch jetzt nicht vor dem wichtigsten Tag deines Leben krank“ befürchtete Mum und legte sofort ihre Hand auf meine Stirn. Wieder seufzte ich. Ja genau in einer Woche wird der wichtigste Tag meines Lebens sein. Problem nur? Ich freute mich noch weniger als vorher. Gibt es das überhaupt? Eine Braut die sich nicht im geringsten auf ihre eigene Hochzeit freut, sondern eher Angst davor hat?
Obwohl die Idee mit der Krankheit gar nicht so schlecht war oder? Wenn ich krank war, konnte ich ja schlecht heiraten oder? Nein, dann würde ich die Hochzeit nur aufschieben, das würde rein gar nichts bringen. Ich musste dadurch, auch wenn ich noch nicht wirklich wusste wie.
Es lohnte sich nicht mir Fragen zu stellen wie solche, ob John und ich überhaupt glücklich sein können, ob ich John je so lieben könnte, wie ich es bei Zac tat. Nein ich wusste auf jede einzige Frage die genau Antworte und in jeder Antwort schwirrte mein wunderschöner Nachbar mit den strahlenden Augen.
Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich musste John heiraten!
„Okay und jetzt rückst du mit der Sprache raus sofort“ forderte Ash und stellte mir ein Glas Wasser vor die Nase, während sie sich einen Kaffee schnappte. Selbst Ash wusste, dass ich Kaffee hasste, nur John nicht. „Was meinst du?“ fragte ich Ash. „Du weißt, was ich von deiner Hochzeit halte, aber so wie du im Moment drauf bist siehst du das nicht großartig anders als ich“ sagte sie und ergriff meine Hand. Ich seufzte. Was sollte ich jetzt bloß sagen? „Wie heißt er?“ fragte sie direkt. „Wie heißt wer?“ natürlich wusste ich worauf sie hinaus wollte. „Na der Mann der dir so den Kopf verdreht hat“ kam es von Ash. Ich seufzte auf. „Zac“ sagte ich aber dann und musste sogar leicht lächeln, als ich seinen Namen erwähnte. „Also bist du nun der selben Meinung, dass die Hochzeit völlig absurd ist und sagst sie ab?“ fragte Ash und grinste triumphierend. „So ähnlich“ murmelte ich. „Und das heißt?“ harkte Ash nach. „Ich kann die Hochzeit nicht abblasen. Dad wäre enttäuscht und ich würde John verletzten, das geht nicht“ erklärte ich und starrte auf den Tisch. „Nessa“ seufzte Ash. „Dein Vater ist erstmal egal, es ist deine Hochzeit nicht seine. Und John verletzt du viel mehr, wenn er irgendwann merkt, dass du ihn überhaupt nicht liebst, wahrscheinlich nie geliebt hast“ meinte Ash ziemlich sicher. Ich nickte nur leicht. Ash hatte gut Reden, es war nicht so einfach, wie sie es sich vorstellte.
„Und jetzt erzählst du mir von Zac“ sagte sie und grinste mich an. „Zac ist mein neuer Nachbar, ich hab die bestimmt schon von ihm erzählt. Ash er ist einfach so wundervoll, total anders als die anderen Männer. Er spielt mit offenen Karten verstehst du? Er sagt mir das, was er denkt. Wenn ich mit Zac zusammen bin vergesse ich einfach alles um mich herum, bei ihm muss man sich einfach wohl fühlen...“ ich hätte noch Stunden weiter reden können aber Ash unterbrach mich.
„Okay okay da ist jemand schwer verliebt“ grinste Ash mich an. Mit roten Wangen schaute ich auf den Boden. „Ist doch nicht schlimm Süße, ich bin froh, dass du jetzt gemerkt hast, dass eine Beziehung nicht die Grundlage haben sollte, dass die Eltern beider Geschäftspartner sind“ meinte Ash.
Jaja ich weiß ich brauche ewig, aber das liegt echt nich am schreiben :D die story is schon fertig aber ich kann mich nich aufraffen es hier rein zu setzen :D
Kapitel 14 [You make me sad]
„Hi Schatz“ John kam in mein Büro, stellte mir eine Tasse Kaffee vor die Nase und küsste mich zur Begrüßung kurz. Ich riss etwas geschockt meine Augen auf, schloss sie aber schnell wieder, damit John nichts bemerkte.
Es fühlte sich alles so falsch an. Er sollte mich nicht Schatz nennen oder gar küssen, das hatte ich nicht verdient. Ich hinterging John und er wusste rein gar nichts davon. Seufzend lehnte ich mich in meinem Stuhl zurück und sah John zu, wie er Platz auf dem Stuhl vor meinem Schreibtisch nahm. „John?“ fragte ich nervös. Okay Vanessa jetzt sag es einfach! Es konnte doch nicht so schwer sein dem Verlobten zu erklären, dass die ganze Hochzeit überhaupt nicht dem entsprach was man selbst wollte oder? Doch natürlich war das schwer, was dachte ich denn da? Ich wollte mir Johns Reaktion überhaupt nicht ausmalen. Er könnte es völlig gelassen aufnehmen, aber er könnte vielleicht auch völlig ausrasten. Ich wusste es wirklich nicht! Nach 7 Jahren Beziehung konnte ich nicht einmal Johns Reaktion darauf abschätzen, dass ich ihn nicht heiraten konnte, wie erbärmlich.
Es muss hart sein 5 Tage vor der Hochzeit gesagt zu bekommen, dass diese nicht statt finden wird, weil die Braut einen anderen liebt, aber ich hatte wirklich keine Ahnung, was John auf diese Nachricht anstellen würde.
Jetzt oder nie, dachte ich.
„John?“ fragte ich noch einmal. „Ja?“ erwartungsvoll richteten sich Johns Augen auf mich. Oh Gott los geht’s Vanessa. „Also ich... weißt du“ stotterte ich vor mich hin. „Ich mag überhaupt keinen Kaffee!“ platzte es dann aus mir raus und ich zeigte schnell auf den Kaffee, den John vor mir abgestellt hatte.
Ganz toll Vanessa! Wunderbar! Genau die richtigen Worte hast du gefunden! Jetzt weiß er natürlich, dass du die Hochzeit abblasen willst! Du Idiotin!!!
Verwundert schaute John mich an. „Nicht? Ich dachte immer du liebst Kaffee“ meinte er dann etwas verwirrt.
Ich schüttelte nur den Kopf. „Ich hasse Kaffee“
„Oh naja dann werde ich ihn wohl wieder mitnehmen“ grinste John, nahm die Tasse wieder mit sich und verschwand aus meinem Büro.
Okay das war eindeutig anders gelaufen, als ich es mir vorher ausgemalt hatte, was nicht zuletzt daran lag, dass ich keinen Mumm hatte, John die Wahrheit zu sagen. Ich feiges Huhn!
„Hast du es John gesagt?“ fragte Zac mich, während er mich stürmisch in seine Arme zog. „Zac“ murmelte ich und vergrub mein Gesicht an seiner Brust. „Was ist los Süße?“ flüsterte Zac in mein Ohr und schon alleine sein heißer Atem in meinem Nacken verursachte die alt bekannte Gänsehaut. „Ich kann das nicht“ murmelte ich in sein Shirt. „Was kannst du nicht?“ fragte Zac und strich mir mit der einen Hand behutsam über den Rücken und mit der anderen umfasste er eine Haarsträhne die mir ständig ins Gesicht fiel.
Jetzt schossen mir unzählige Tränen in die Augen, weil ich mich einfach schuldig fühlte. Wenn Zac in der Situation wäre, in der ich mich befinde, würde ich auch erwarten, dass er sich von seiner Verlobten trennte, aber nein ich schaffte dies natürlich wieder nicht. „Ich konnte es John nicht sagen“ schluchzte ich. Sofort merkte ich, wie sich Zacs Körper etwas verkrampfte. „Ich konnte nicht“ heulte ich weiter und drückte mein Gesicht gegen seine Brust. Zac schob mich ein Stück von sich weg und schaute mich durchdringlich mit seinen wunderschönen Augen an. „Was heißt das?“ fragte er mich. „Zac“ ich stoppte kurz und stellte mich auf meine Zehenspitzen. „Zac ich liebe dich“ sagte ich, während mir meine letzte Träne die Wange herunterfloss. Vorsichtig wischte Zac diese mit dem Daumen weg. „Ich liebe dich“ wiederholte ich es. „Aber ich muss John heiraten“ mein Kopf senkte sich und mein Blick lag wieder auf seiner Brust. „Du liebst John nicht“ stellte Zac fest. Zaghaft nickte ich. „Dann musste du ihn auch nicht heiraten“ schlussfolgerte er. Ich schüttelte den Kopf. „Dad wäre so enttäuscht von mir. Er hat sein erstes Kind schon quasi verstoßen. Ich kann das nicht“ wieder schluchzte ich, als mir zum erneuten Male klar wurde, dass ich in Zac den Menschen gefunden hatte mit dem ich mein Leben verbringen wollte, ich aber genau dies nicht konnte, da mein Dad einen anderen Menschen für mich und mein Leben vorgesehen hatte. Manchmal fühlte ich mir wirklich wie im Mittelalter.
Ich bemerkte, wie Zacs Hände von meiner Schulter glitten. „Ich will dir nicht im Weg stehen Vanessa. Es ist besser wenn ich jetzt gehe“ mit dem Blick auf den Boden gerichtet machte er sich auf den Weg zu meiner Haustür. „Warte“ schrie ich ihm hinterher, doch er machte nicht den Anschein stehen zu bleiben. Also raffte ich mich auf und lief im hinterher. Schnell stellte ich mich ihm in den Weg. Bevor ich etwas sagen konnte, sprach Zac schon weiter. „Es ist besser wenn wir uns nicht mehr sehen“ sagte er leise. „Besser für dich“ fügte er noch leise hinzu ließ mich allein. Einfach so!
Vorletztes Kapitel :p
Kapitel 15 [You make me cry]
„Nessa“ ich hörte Ash schrilles Schreien und wie sie lautstark gegen meine Haustür schlug. „Nein“ schrie ich zurück und drückte mein verheultes Gesicht in das Sofa Kissen. „Wenn du nicht gleich aufmachst trete ich deine Haustür ein. Du kennst mich gut und weißt genau, dass ich das wirklich machen würde. Also jetzt komm und rette deine Tür verdammt“ schrie sie und trat zur Bestätigung noch einmal heftig gegen meine Haustür. Lustlos rappelte ich mich auf, wobei ich sofort bemerkte, dass mir schwindelig wurde und trottete langsam zur Tür, da ich alles vor meinen Augen nur verschwommen wahr nam. Langsam machte ich die Tür auf und Ash kam reingesprungen. „Du siehst schrecklich aus Schatz“ oh ja es gab so viele nette Begrüßungen. Zur Bestätigung fuhr Ash mir mit ihrer Hand einmal durch meine völlig zerzausten Haare. „Danke“ brummte ich und drehte mich um, um wieder zu meinem Sofa zu trotten.
„Hier“ Ash drückte mir eine Tasse mit heißem Kakau in die Hand. Es bildete sich ein kleines Lächeln auf meinem Gesicht. Ich liebte heißen Kakau. „Du siehst aus, als hättest du 3 Nächte durch gemacht und geheult“ niemand war ehrlicher als Ashley Tisdale! „Es waren nur 2 Nächte“ brummte ich und nippte an meinen heißen Kakau, wobei ich mir doch glatt die Zunge verbrannte „Willst du mir erzählen was passiert ist?“ fragte Ash und legte mir beruhigend ihre Hand auf den Oberschenkel, während sie mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich, genau wie Zac es immer getan hatte. Sofort sprangen mir wieder unzählige Tränen in die Augen, als ich daran dachte, dass Zac dies nie wieder tun wird, nie wieder!
„... aber ich liebe ihn doch“ beendete ich meine ellenlange Geschichte, die immer und immer wieder durch leise unzählige Schluchzer meinerseits unterbrochen wurde. Ash hatte die ganze Zeit aufmerksam zugehört und mich kein einziges Mal unterbrochen, was eher untypisch für die lebhafte Freundin meines Bruders war. „Und jetzt? Sagst du jetzt endlich die Hochzeit ab?“ fragte Ash mich hoffnungsvoll. Ich schüttelte den Kopf. „Wieso denn auch? Zac will mich nicht mehr, dann ist es eh egal“ meinte ich und unterdrückte den nächsten Schluchzer. „Wahrscheinlich hat er mich nie gewollt“ und wieder war es geschehen und ich heulte hemmungslos los. Ash zog mich sofort in ihre Arme. „Merkst du es nicht?“ fragte sie mich leise. „Was?“ fragte ich sie. „Deine Entscheidung! Damit hast du nur dich selbst verletzt. Du sollst so handeln, dass du glücklich bist. Du kannst nicht immer zuerst auf die anderen achten. Natürlich genau das ist eine deiner guten Eigenschaften, aber manchmal musst auch du an dich selbst denken Süße“ meinte Ash und zog mich noch einmal in ihre Arme.
*****
Heute war mein Tag. Heute war Johns Tag. Heute war unsere Hochzeit. Mit einem kleinen aber wichtigen Unterschied. Ich wollte sie nicht, John wohl!
Den ganzen Morgen war Mum um mich herum gewuselt hatte mir befohlen was zu tun und was zu lassen war und ich trottete ihr einfach lustlos hinterher.
Ja genau so stellte sich doch jeder seine eigene Hochzeit vor, oder auch nicht!
„Hast du alles?“ fragte Mum als wir im Auto zu der Kirche fuhren. „Was soll ich denn haben? Ich hab mein Kleid an reicht das nicht?“fragte ich verständnislos. Genervt stöhnte Mum auf. „Was altes? Was neues? Was geliehenes? Was blaues? Kennst du das nicht? Das alte und neue steht für den Übergang in ein neues gemeinsames Leben, das geliehene für Glück und das blaue für die Treue“ erzählte Mum lächelnd, wobei ich bei dem Wort Treue einmal schwer schluckte. „Hab ich alles!“ log ich. Natürlich hatte ich nichts dergleichen, aber wenn die Treue in der Beziehung schon eh nicht vorhanden war, dann brachte es wahrscheinlich alles nichts. Außerdem war dies eh alles nur Aberglaube!
„So wir sind da“ freute Mum sich stieg aus und half mir aus dem Auto, was sich mit dem Kleid nicht gerade als einfach herausstellte. Vor der Kirche hatte sich eine Menge von Menschen gesammelt, dessen Blicke sich langsam aber sicher alle auf mich richteten.
Kapitel 16 [You make me love you]
bums Ende schnulzig und so :D
Sollte ich da wirklich rein? Sollte ich wirklich den Mann heiraten den Dad für mich bestimmt hatte? Sollte ich... Oh man Vanessa natürlich sollst du nicht! Ich schüttelte den Kopf über mich selbst. Hätte ich das vielleicht eine Woche eher bemerken können?
„Was ist los?“ fragte Mum mich. „Ich muss zu John“ sagte ich entschlossen und suchte die Menschenmenge nach meinem Verlobten ab. „Du siehst ihn gleich in der Kirche“ beruhigte Mum mich und legte mir ihre Hand auf die Schulter. „Nein ich muss ihn jetzt sehen“ verlangte ich aber. „Schatz man darf sich nicht vor der Trauung sehen“ meinte Mum kopfschüttelnd. „Scheiß auf den Aberglaube“ schrie ich sprang aus meinen hohen Schuhen und rannte los.
„John?“ schrie ich. „John?“ immer und immer wieder rief ich seinen Namen. „Was ist los Vanessa?“ hörte ich Johns Stimme hinter mir. Schnell wirbelte ich herum. „Wir müssen reden“ sagte ich entschlossen gleichzeitig aber auch leicht außer Atem. John nickte nur und irgendwie schien es so, als wüsste er was jetzt kommen würde. Ich atmete noch einmal tief ein, bevor ich anfing zu sprechen. „John die letzten 7 Jahre mit dir waren wirklich schön“ was rede ich da? „Aber du bist eher wie ein guter Freund von mir. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber das zwischen uns reicht einfach nicht um zu heiraten. Es tut mir Leid“ schuldig schaute ich erst auf den Boden und dann hoch um Johns Reaktion zu sehen. Diesen sah ich nur leicht Nicken. „Ich weiß“ flüsterte er kaum hörbar. Erwartungsvoll schaute ich ihn an. „Ich hab gemerkt, wie du dich immer weiter von mir entfernt hast. Eigentlich habe ich nur noch auf diesen Moment hier gewartet“ flüsterte er weiter. „Nur ich hatte nicht damit gerechnet, dass du es mir gerade jetzt sagst“ meinte John und deutete schon wieder leicht grinsend auf mein Kleid. „Es tut mir Leid“ entschuldigte ich mich wirklich aufrichtig und spürte irgendwie den Drang ihn in den Arm zu nehmen. Es tat mir wirklich aufrichtig Leid, doch genau wie Ash es gesagt hatte, würde ich ihn mehr verletzten, wenn ich ihn jetzt heiraten würde. „Also blasen wir das heute ab“ sagte John und ich nickte bestätigend. Hinter mir tauchte plötzlich Ash auf. „Nessa sag mir bitte WAS machst du noch hier“ schrie sie aufgebracht. „Fährst du mich?“ fragte ich sie. So schnell wie heute, hatte sie sich noch nie ihren Schlüssel aus ihrer Handtasche gefischt. Triumphierend hielt sie diesen Hoch und zog mich zu ihrem Auto. „Warte“ schnell löste ich mich von ihr und fiel John um den Hals. „Ich weiß, dass du eine Frau findest, die dir die Liebe gibt die du verdienst“ flüsterte ich in sein Ohr, drückte ihm noch einen Kuss auf die Wange, zog den Verlobungsring von meiner Hand und legte diesen in seine Hand. Dann griff Ash nach meiner Hand und zog mich zu ihrem Auto. Wir beide sprangen in ihr Auto und rasten davon, gefolgt von verwirrten Blicken der Hochzeitsgäste, was mir in diesem Moment aber reichlich egal war.
„Du schaffst das Süße“ sagte Ash und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Einmal atmete ich noch tief ein, riss dann die Autotür auf und stürmte auf Zacs Haustür zu. Immer und immer wieder drückte ich auf die Klingel. Einen kurzen Moment hielt ich aber inne. Was war wenn er mich wirklich nicht mehr wollte? Wenn er schon längst eine anderen gefunden hatte, die nicht verlobt was? Doch ich hatte keine Zeit mehr nach zu denken oder gar weg zulaufen, da vor mir die Tür aufgesprangen war. „Nessa“ machte Zac verwirrt und schaute mich von oben bis unten an. „Du siehst wunderschön aus“ murmelte er leise. „Danke“ sagte ich und schaute selbst einmal an mir herunter. „Was machst du hier?“ fragte Zac mich dann völlig verblüfft. „Das Richtige“ antwortete ich lächelnd und ging einen Schritt auf ihn zu. „Heißt das du..?“ er stoppte kurz. „Das heißt, ich heirate nicht“ erklärte ich ihm kurz und knapp. Mit großen Augen stand Zac jetzt vor mir und brachte kein Wort heraus. „Könntest du bitte was sagen, irgendwas?“ fragte ich nervös und spielte mit einer Strähne, die sich aus meiner Frisur gelöst hatte. Ich spürte wie Zac meine Hand festhielt und seine Lippen plötzlich meine trafen. Zuerst etwas erschrocken aber dann völlig glücklich erwiderte ich diesen Kuss. „Ich liebe dich übrigens auch“ flüsterte Zac.
Wuhuuuu Schleichwerbung für meine neue Story :p
vllt wollt ihr ja mal vorbei schaun
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Wooow ... Tanjaa ... was
Gast
anonymous user
Verfasst am:
07.11.09 - 12:22
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Wooow ...
Tanjaa ...
was für ein wundervoller Prolog.
schreib schnell weiter, jah?!
sagst du mir pls Bescheid?!
hdl ♥
Franzii
Wow, ein wunderschöner
Gast
anonymous user
Verfasst am:
07.11.09 - 12:25
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Wow, ein wunderschöner Prolog...
Schreib GANZ schnell weiter :)
<3 Und sag mir BITTE beschei d;)
<3
Toll.... ein ganz toller
Gast
anonymous user
Verfasst am:
07.11.09 - 12:27
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Toll....
ein ganz toller Prlog....
schnell weiter machen und
mir dann bitte auch Bescheid geben
LG Feli
Dazu kann man nichts
Gast
anonymous user
Verfasst am:
07.11.09 - 12:40
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Dazu kann man nichts sagen.
Außer, dass ich Bescheid haben mlchte, Tanni-Maus :)
Das ist toll!
Wuurstkind duuuu
lux-hsm-fan
Verfasst am:
07.11.09 - 13:04
Mitglied seit:
4 Jahre 3 Wochen
Ranking:
Wuurstkind duuuu =D
wooooaaah tannniiiii wie geil =D=D
aaber neiiin vanessa keinen billigen john heiraten
nim zaaac =D
♥Lisää♥Becci♥Flutschi♥Tannel♥
Because.. Ihr stinkt :D♥
richtig toll bitte sag mir
vanessa_zac_zan...
Verfasst am:
07.11.09 - 15:17
Mitglied seit:
2 Jahre 33 Wochen
Ranking:
richtig toll
bitte sag mir bescheid wenns weiter geht
lG ♥
"There are multiple sides to all of us. Who we are and who we might be if we follow our dreams." - Miley Cyrus ♥
bescheid sag service
janine_93
Verfasst am:
07.11.09 - 15:20
Mitglied seit:
3 Jahre 50 Wochen
Ranking:
bescheid sag service verlange ich
Zac Efron ♥
Taylor Lautner ♥
MICH ♥
(Tanni ♥)
Super toller
Zanessa_96
Verfasst am:
07.11.09 - 15:46
Mitglied seit:
3 Jahre 41 Wochen
Ranking:
Super toller Prolog !
Musst unbedingt weiter schreiben.
Kannnst du mir bitte Bescheid geben?
__000000___00000
_00000000♥0000000
_0000000000000000
__00000000000000
____00000000000
_______00000
_________0
________* ♥Rihanna♥
_______*♥Zac Efron♥
______*♥Vanessa Hudgens♥
______*♥Ashley Tisdale♥
______*♥Beyonce
Tannii. Wunderschöön.
Gast
anonymous user
Verfasst am:
07.11.09 - 16:24
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Tannii. Wunderschöön. <3
Magst du der Lynn auch bescheid geben, wenn's denn geht? :)
ahhhhhh wow der prolog ist
Gast
anonymous user
Verfasst am:
07.11.09 - 17:21
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
ahhhhhh wow der prolog ist sooo hammer geil=)
wow echt sooo TOLL
ahhhh ich will schnell weiter lesen
also mach schnell weiter xD
und kannst du mir BESCHEID sagen??
wäre echt total lieb =)
Liebe Grüße <3