And then she kicked my ass. || 7

 

And then she kicked my ass. || 7

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Guten Tag, ihr Freaks! xD
Also, ein paar von euch (meine treuen Leser ^^) wissen ja, ich schreibe zur Zeit schon an einer Story (ha, Schleichwerbung! :D) und... nun ja, die werde ich auch mit größter Sicherheit beenden, keine Sorge.
Dennoch hatte ich irgendwie den Drang, eine neue Story anzufangen.
Eine, die nicht ganz so dramatisch und ernst ist. :)
Ich hoffe, es gefällt und ihr habt Spaß am Lesen. :)
Let's go! :D

And then she kicked my ass.

Prolog
I can’t take your hand and lead you to the water,
I can’t make you feel what you don’t feel but you know you want to,
Find out, how to crack me,
Log in, try to hack me.

„Ah, interessant, unser Chef-Charmeur hat ein Auge auf dich geworfen, Süße!“
„Bitte?“ Verwirrt drehte Vanessa sich um und suchte mit ihrem Blick den vollen Gang ab.
„Dreh’ dich doch nicht um, verdammt! Vor allem nicht ganz so auffällig, wenn ich bitten darf!“
Vanessa wandte Ashley wieder ihr Gesicht zu. „Tut mir Leid. Aber wen meinst du denn?“
„Na wen wohl? Unsern herzallerliebsten Zachary.“
„Efron?“, fragte Vanessa geschockt. Ashley nickte grinsend.
„Oh, ich bitte dich, Ashley! Zac?“
Ashley lachte. „Ja klar, was glaubst du denn? Ich wette mit dir, dass er sich jede Minute zu uns gesellt und dir die Schule zeigen will, um dich dann nach und nach mit seinem Charme einzuwickeln, bis er dich im Bett hatte und dich dann, wie jede andere auch, wieder fallen lassen kann.“ Ashleys Hand hatte sich langsam um eine von Vanessas Haarsträhnen geschlossen, nun drückte sie zu und drohte, Vanessa die ganze Strähne auszureißen. Vorsichtig entzog Vanessa ihr Haar Ashleys Griff.
„Und warum bitte sollte das geschehen, Ashley?“, fragte sie schnell, um die Freundin von ihren düsteren Gedanken abzulenken.
Die Blondine schaute sie ernst, aber auch aufrichtig an.
„Erstens, mein Schatz, bist du heiß!
Zweitens, bist du neu, das heißt: Frischfleisch!
Und drittens, er hat keinerlei Ahnung mehr, wer du überhaupt bist!“

„Ach, du bist doch albern, Ash!“ Vanessa schüttelte den Kopf.
Mit zusammengekniffenen Augen schaute Ashley ihre Freundin an.
„Soll ich es dir beweisen, Vanessa? Nun gut, er kommt auf uns zu. Achtung, drei, zwei, eins…“
„Hallo Ladies! Ashley.” Zac nickte der Blondine kurz zu, ohne ihre Erwiderung abzuwarten. Sein Blick fiel auf das daneben stehende Mädchen und auf seinem Gesicht breitete sich ein Lächeln aus. “Und du musst die Neue sein, hab’ ich nicht recht?” Er grinste, sie nickte leicht verwirrt. „Wusste ich’s doch. Nun, darf ein netter Kerl wie ich, einer reizenden Schönheit wie dir die Schule zeigen?“
Er brachte es tatsächlich zustande, dass seine Augen anfingen zu glitzern, als er sie dies fragte! Für eine kurze Weile war Vanessa verzaubert, doch dann riss sie sich wieder zusammen. Denn es war tatsächlich kein Funke des Widererkennens in seinem Blick zu sehen. Stattdessen betrachtete er unauffällig Vanessas Décolleté, berührte ihre Hand ’aus Versehen’ mit seiner eigenen und lächelte ein schiefes Lächeln, von dem er mit größter Sicherheit wusste, was es bei weiblichen Artgenossen auslöste.
Entsetzt zuckte sie zurück und schaute ihn prüfend an. Das war also Zac.
Der Zac, mit dem sie sich, als sie 11 waren, einmal in den Mülltonnen von Mr. Hamilton versteckt hatte, um Jason Logford hinterher zu spionieren. Der Zac, der in der siebten Klasse panische Angst davor gehabt hatte, Bethany Gloris nach einem Date zu fragen. Der Zac, mit dem sie früher jeden, wirklich jeden Nachmittag verbracht hatte. Und der Zac, der sie jetzt nicht einmal mehr erkannte. Ashley hatte Recht gehabt, Zac hatte sich enorm verändert. Er war nicht mehr ihr Zac.
Somit straffte sie die Schultern, griff nach Ashleys Hand und blickte eingebildet zu Zac hinauf.
„Such’ dir eine andere zum Spielen, Cowboy. Das“ Sie zeigte einmal an ihrer Gestalt herunter. „ist noch nichts für dich!“
Und damit drehte sie sich um und ging mit einer kichernden Ashley an ihrer Seite den Flur entlang.
„Sehr gut, V!“, rief die Blondine und haute ihrer besten Freundin leicht gegen den Oberarm.
Fassungslos starrte er ihr hinterher.

Underneath the surface there’s so much you need to know
And you might feel like you’re drowning but that’s what I need to let go!
(Demi Lovato-Got Dynamite)

Kapitel 1
“Vanessa!!!!” Der halbe Vorgarten bebte unter Ashleys Schritten, so schnell rannte sie mit ihren meterhohen High Heels. „Ashley!!!!“ Und dann wurde Vanessa nach hinten gerissen, als Ashley sich ihr an den Hals warf. Zusammen kippten sie nach hinten und landeten auf dem grünen Rasen. Vanessa, begraben unter Ashley. Und beide lachten sie, bis Vanessa plötzlich etwas Nasses aufs Gesicht tropfte. „Ashley, heulst du?“, fragte sie schockiert und richtete sich leicht auf, was nicht gerade einfach war, da Ashley immer noch mit ihrem gesamten Gewicht an ihr hing. „Oh Vanessa, ich habe dich sooo vermisst die letzten Jahre!“, schluchzte die Blondine. Behutsam streichelte Vanessa ihr über den Rücken. „Ach Ash, du alte Drama Queen.“, grinste sie und nahm Ashleys Gesicht in ihre Hände. „Jetzt bin ich ja wieder da und gehe so schnell bestimmt nicht weg!“, sagte sie und wischte ihrer besten Freundin sachte die Tränen aus dem Gesicht. Diese lächelte schon wieder leicht, bis sie dann richtig anfing zu grinsen. „Oh mein Gott und ich kann es noch gar nicht richtig fassen!“, rief sie und drückte Vanessa noch einmal an sich. „Solltest du aber.“, sagte diese. „So leicht wirst du mich jetzt nicht mehr los. Ich werde dir nun tagtäglich an der Backe hängen!“ Grinsend erwiderte sie Ashleys Umarmung. „Haha und anders hätte ich es auch gar nicht gewollt! Oh Gott V, du musst mir alles erzählen, was in den letzten Jahren bei dir so passiert ist! Und wenn ich sage alles, dann meine ich auch alles!!“ Lachend erhob sie sich und zog Vanessa mit sich. Daraufhin musterte sie die vermisste beste Freundin von oben bis unten. „Mein Gott und du bist so hübsch geworden, ich kann es gar nicht glauben, dass du meine Vanessa von früher bist! Und hätte ich nicht gewusst, dass du, du bist, ich hätte dich echt nicht erkannt!“ Vanessa lachte. „Tja, auch aus einem hässlichen Entlein wird irgendwann mal ein schöner Schwan.“ Ashley boxte ihr spielerisch in die Seite. „Red’ keinen Stuss, du warst nie hässlich!“ Vanessa lächelte. „Danke, aber du hast dich auch extrem verändert, im positiven Sinne. Du bist so hübsch! Aber warum wieder blond?“ Ashley grinste. „Keine Ahnung, ich kann mich irgendwie nicht so richtig entscheiden!“ Kichernd liefen die beiden Mädchen in das frisch bezogene Haus von Vanessa.

„Und du warst echt mal ’ne Zeit lang mit Zac zusammen?“, rief Vanessa erstaunt. „Unserm Zac?“ Ashley nickte grimmig. „Ja, der größte Fehler meines Lebens. Und glaub’ mir, es ist kaum noch was von unserem Zac übrig!“ Vanessa schaute ihre Freundin besorgt an. „Was hat er dir angetan?“ Vorsichtig setzte sie sich zu ihr aufs Bett. Ashley seufzte, schaute Vanessa an und lächelte kalt. „Was er mir angetan hat? Ach, eigentlich gar nichts. Er hat mir bloß die große Liebe vorgegaukelt, bis er mich im Bett hatte und danach meinte er, aus uns könne eh nichts werden und hat sich die Nächstbeste geschnappt. Spast!“ Ashleys Worte trieften nur so vor Abneigung gegen Zac. Aber was Vanessa aufhorchen hatte lassen, war eine andere Tatsache. „Du hast mit Zac geschlafen?“, fragte sie und ihre Augen schienen immer größer zu werden. Ashley schaute sie aus zusammengekniffenen Augen an und Vanessa zuckte kurz zurück. „Wie gesagt, es war der größte Fehler meines Lebens und ich werde ihn sicherlich nicht wiederholen. Aber ich habe jetzt keine Lust über Zac zu reden und dabei schlechte Laune zu bekommen, das ist er echt nicht wert! Kommen wir zu dir, was war bei dir in den letzten Jahren so mit Jungs los?“ Aufgeregt schnappte Ashley sich ein Kissen von Vanessa, hielt es sich vor den Bauch und wartete gespannt. Vanessa lachte kurz. „Och, also bei mir lief’s eigentlich ganz gut, wenn ich ehrlich bin.“ Ashley Augen fingen an zu leuchten. „Ja? Oh Gott, wer war er, wie sieht er aus, was habt ihr alles so gemacht, ich will alles wissen!“ Wieder lachte Vanessa. Sie hatte Ashley die letzten Jahre wirklich vermisst. „Ach, na ja, sein Name war Cameron und er war echt heiß!“ Vanessa musste kichern, als sie Ashley Blick sah. „Du siehst aus, als würdest du jeden Moment umkippen!“, rief sie. Ashley erwachte kurz aus ihrer Trance. „Ey, red’ weiter, ich find’s grad extremst spannend!“ Vanessa schüttelte grinsend ihren Kopf. „Na ja, er hat dunkelbraune Haare, fast schwarz, etwas länger, eben der typische Surferlook, ist braun gebrannt von der Sonne in Florida, ist Quarterback im Footballteam und hat sogar einen Riecher für Mode. Hat sich immer top angezogen. Und er war immer so süß, hat mir Blumen geschenkt, mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen.“ Ashley quietschte. „Oh mein Gott, was ein Traummann! Aber sagtest du fast schwarze Haare und braun gebrannt? Dann sah er ja fast genauso aus, wie dein heißer Bruder!“ Vanessa lachte. „Nicht ganz, aber…“ Da ging plötzlich Vanessas Zimmertür auf und der besagte Bruder steckte seinen Kopf herein. „Hab’ ich gerade heiß und Bruder gehört? Ah Ashley, hier bin ich!“ Ashley lachte. „Ja, ja Taylor, wir wissen alle, du bist verdammt heiß, warte…“ Sie leckte kurz ihren Finger ab und tat so, als würde sie Taylor anfassen. Dabei machte sie ein zischendes Geräusch und alle Anwesenden brachen in Gelächter aus. „Oh ja, die Frau weiß, was gut ist.“, sagte Taylor und lachte, als Vanessa ihn mit einem Kissen abwarf. „Hau ab, du Spinner!“, rief sie und fing an zu lachen, als Taylor- schreiend wie ein Mädchen- die Flucht ergriff.
„Oh man, den hab’ ich auch vermisst, das kannst du mir glauben! Ich kann gar nicht glauben, dass er jetzt schon 18 ist. Zwei Jahre älter als wir.“ Vanessa nickte. „Wie war’s für ihn in Florida?“, fragte Ashley. „Ach, also ich finde, er kann definitiv nicht klagen. Die Mädchen lagen ihm zu Füßen, haben ihn regelrecht angebetet!“ Ashley grinste. „Na dann war’s dort für ihn ja nicht anders als hier.“ Vanessa nickte lachend. „Ja und ob du’s glaubst oder nicht, er freut sich tierisch auf sein Abschlussjahr hier in L.A.“ Ashley nickte. „Ich glaub’s eher nicht. Er war doch sonst immer so enorm gegen die Schule!“ Vanessa lächelte. „Ja, auch Leute, wie unser TayTay ändern sich.“ Ashley Gesicht verdüsterte sich kurz, als ihre Gedanken, nach Vanessas Satz wieder zu Zac wanderten. Schnell schüttelte sie den Kopf und wimmelte die doofen Gedanken ab. „Wieder zurück zu dir. Was ist aus dir und Cameron geworden?“ Vanessa lächelte bei der Erinnerung. „Wir waren ungefähr ein Jahr zusammen. Dann merkten wir, dass wir uns auseinander gelebt hatten und trennten uns friedlich. Jetzt sind wir noch immer gute Freunde.“ Ashley seufzte. „Mein Gott, so gut wie du will ich es auch mal haben. Meine Ex-Freunde hassen mich alle!“ Vanessa grinste. „Ja, wenn du sie, nachdem ihr Schluss gemacht habt auch immer mit einem Baseballschläger aus dem Haus jagen musst, brauchst du dich nicht zu wundern.“ Ashley warf ein Kissen auf Vanessa. „Hey, das hab’ ich bis jetzt erst einmal gemacht, okay? Und ich würde es jederzeit wieder tun!“ Ashley grinste hinterhältig, rieb sich die Hände und brachte Vanessa zum Lachen. „Tja, so bist du nun mal. Eine toughe, unabhängige Frau, die sich nichts gefallen lässt. Und genau dafür liebe ich dich!“ „Aw!“ Ashley umarmte Vanessa stürmisch. „Ich liebe dich auch!“ Die beiden Mädchen lachten. „Sag mal, willst du über Nacht hier bleiben? Ja, ich weiß, morgen ist der erste Schultag nach den Ferien und ich bin gerade erst aus Florida wieder gekommen, sollte mich ausruhen und so. Aber wir haben uns so lange nicht gesehen…“ „Hey, vor mir musst du dich nicht rechtfertigen, Süße! Ich würd’ gerne bleiben. Und ich wette, meine Mom hat nichts dagegen!“ Vanessa grinste. „Meine unter größter Garantie schon, aber du kennst sie ja.“ Ashley nickte lachend. „Ja, sie kann dir einfach keinen Wunsch abschlagen!“ „Was bei Taylor nicht wirklich zutrifft. Der muss sich immer alles erkämpfen…“, sagte Vanessa schmunzelnd. „Der arme Hund!“, seufzte Ashley theatralisch. „Tja, kann man nichts machen!“ Und wieder fingen die beiden an zu lachen. „So und nun,“ Ashley setzte sich wieder aufrecht hin. „erzähl mir noch ein bisschen was über dich und Cameron!“ Vanessa grinste. „Also gut…“ Und so verlief der Abend und die Nacht für die beiden Mädchen sehr lustig und interessant, bis sie irgendwann restlos erschöpft einschliefen.“

Kapitel 2
Als der Wecker anfing zu piepen, hätte Vanessa ihn erschlagen können. Das Teil war aber ein Geschenk ihrer Großtante gewesen und ziemlich wertvoll, da schob sie diesen Gedanken lieber wieder beiseite und hob das Kissen von ihrem Kopf. „Ashley?“, murmelte sie mit verschlafener, rauer Stimme. Keine Antwort. „Ashley?“, fragte sie jetzt schon ein wenig lauter und öffnete ihre Augen einen Spalt breit. Die Blondine lag, genau wie gestern Nacht noch genau an demselben Platz neben Vanessa und schnarchte friedlich vor sich hin. „Ashley!“, jammerte Vanessa, hob den Arm und rüttelte ihre Freundin ein wenig. Diese gab nur ein genervtes „Hmm!“ von sich und schob Vanessas Arm weg. Daraufhin rüttelte Vanessa wieder an Ashley, noch ein wenig energischer und meinte: „Ashley, wir müssen aufstehen!“ Ashley brummte und drehte sich auf die andere Seite. „Will nicht!“ Vanessa hievte sich schnaufend hoch und rieb sich die Augen. „Ich auch nicht.“, gähnte sie. „Aber wir müssen, es ist Schule!“ Ashley schien wieder eingeschlummert zu sein, denn Vanessa vernahm keinen Mucks mehr von ihr, außer ihr regelmäßiges Atmen. Da stand sie einfach auf, suchte sich Klamotten aus ihrem Schrank und verschwand im Bad. Würde Ashley eben nur noch wenig Zeit haben, um sich fertig machen zu können.
Nachdem Vanessa sich fertig angezogen, gewaschen und geschminkt hatte, kam sie mit ihrem Schlafanzug wieder aus dem Bad, legte ihn an seinen Platz und tappte zu ihrem Bett, indem Ashley immer noch selig schlief. „Ash, jetzt musst du aber wirklich aufstehen!“ Die Angesprochene schien Vanessa aber gar nicht zu hören, antworte ihr nicht, sondern blieb weiter ruhig liegen. „Na gut, dann eben anders.“, murmelte Vanessa und verschwand wieder kurz aus ihrem Zimmer. Als sie wiederkam, stellte sie sich direkt neben das Bett und schaute grinsend auf Ashley herab. Dann fing sie wie verrückt an zu schreien. „Aaaah! Ashley! Aaaah!“ Erschrocken fuhr Ashley hoch, wäre fast aus dem Bett gefallen und meinte dann grimmig: „Man Nessa, was ist denn?!“ Vanessa, die wusste, dass sie ihre Freundin auch so nicht aus dem Bett bekommen würde, meinte daraufhin lachend: „Vorsicht, nass!“ Dann spritzte sie Ashley mit ihrer alten Wasserspritzpistole, aus Kindertagen direkt ins Gesicht. Das Wasser war eiskalt und kreischend sprang Ashley aus dem Bett und schlug nach Vanessa. „Du dumme Gans! Was hast du denn für Probleme, mich so wecken zu müssen?“, schrie sie, musste dabei aber selber lachen. „Tjaaa, anders bekommt man dich ja nicht aus dem Bett!“ „Na warte!“ Ashley schnappte sich die Spritzpistole, die Vanessa aus Versehen fallen gelassen hatte und rannte ihr hinterher, als diese aus dem Zimmer stürmte. „Das kriegst du zurück!“ Vanessa lachte „Nur über meine Leiche!“ Und raste den Flur entlang. Ihr entgegen kam ihr Bruder Taylor, was Vanessa aber leider nicht mitbekam, weil sie ihren Kopf zu Ashley umgedreht hatte. So raste sie mit vollem Tempo in ihren Bruder hinein. Die beiden kippten um, Ashley jagte Vanessa immer noch nach und als sie bei den beiden angekommen war, versteckte sie Vanessa schnell hinter den breiten Schultern ihres Bruders. Ein Glück machte er Krafttraining, sonst hätte sie jetzt nicht mit ihrer gesamten Gestalt hinter ihn gepasst. Schließlich wollte sie ihre neuen Klamotten nicht unbedingt einsauen, nur weil Ashley Rachegelüste hegte. Der am Boden liegende große Bruder rappelte sich unkoordiniert auf. „Woh, Mädels, was ist denn in euch gefahren?!“, rief er aus und machte er einen verwirrten Gesichtsausdruck, als er bemerkte, dass Vanessa sich die gesamte Zeit über hinter seinem Rücken versteckte. „Dein Miststück von Schwester hat mich mit ihrer Spritzpistole geweckt, jetzt wollte ich mich eigentlich rächen, aber ihr herzallerliebster Bruder ist im Weg!“ „Boa, Leute, ihr seid so kindisch. Ashley, gib mir die Pistole!“ Ashley schüttelte heftig den Kopf. „Nee! Ich will meine Rache!“ „Ashley, die Pistole, hier her!“, rief Taylor und hielt ihr die Hand hin. Widerstrebend und murrend gab Ashley sie ihm schließlich doch, aber ein gemurmeltes „Oller Spielverderber!“, konnte sie sich nicht verkneifen. Vanessa atmete erleichtert aus, schrie aber auf, als sie merkte, dass ihr Bruder plötzlich, fies grinsend die Pistole auf sie richtete und abschoss. Auch Ashley konnte nicht schnell genug gucken, da bekam sie noch eine Wasserladung ab. Daraufhin machte Taylor sich lachend aus dem Staub, rannte die Treppe runter, rief seiner Mom einen Abschiedsgruß zu und riss die Tür auf. „Verräter!“, rief Vanessa noch, ehe die Tür ins Schloss fiel. „Ich liebe dich auch!“, hörten die beiden Mädchen noch von draußen, dann sprang sein Auto an und Taylor fuhr weg, schon los, zur Schule. „Ihr seid doch alle gleich, ihr Hudgens!“, rief Ashley aufgebracht und schloss sich daraufhin für die nächste halbe Stunde im Bad ein. Vanessa trocknete ihr Shirt lachend mit einem Föhn und ging dann runter, um zu frühstücken.
Als es langsam Zeit wurde, aufzubrechen und Ashley immer noch nicht fertig war, ging Vanessa wieder nach oben und klopfte gegen die Badezimmertür. „Hey, Ash! Bist du langsam mal fertig, wir müssen los!“ Vanessa hörte, wie im Bad etwas zu Boden fiel. „Gleich!“, rief Ashley von drinnen und kurz darauf hörte man wieder etwas krachen. „Ey Ashley, im Ernst! Ich hab’ keinen Bock an meinem ersten Tag zu spät zu kommen! Was machst du da drinnen eigentlich?!“ Und dann wurde die Tür schwungvoll aufgemacht. Was Ashley anscheinend vergessen hatte war, dass die Badtür der Hudgens nach außen aufging und so bekam Vanessa die Tür direkt gegen den Kopf. „Ah!“, hörte Ashley nur noch von ihrer Freundin, dann glitt Vanessa zu Boden. „Au, scheiße, Vanessa!“, rief Ashley, schmiss die Tür zu und kniete sich zu ihr hinunter. „Boa, Ash! Du dummes Huhn, mein Kopf!“ Aber da Vanessa schon wieder am Lachen war, konnte es ja nicht allzu schlimm sein und Ashley fing ebenfalls an zu lachen. Bald darauf kugelten die beiden Mädchen beinahe vor Lachen auf dem Boden und konnten sich kaum noch einkriegen.

Auch auf dem Weg zur Schule kicherten die beiden immernoch ununterbrochen. Vanessa, mit ihrem Coolpack an die Stirn gepresst, meinte: „Scheiße, Ashley, das war ja mal so geil! Wie kann man auch nur so blöd sein?“ Ashley grinste. „Ey, ich bin nicht blöd. Ich war nur verwirrt. Bei uns geht die Badezimmertür nach innen auf, okay?“ Vanessa lachte wieder, schüttelte dabei aber leicht den Kopf.
„Hey Schönheit, was hat man dir denn angetan?“, ertönte es urplötzlich hinter den beiden und erschrocken fuhren Vanessa und Ashley herum. Als sie sahen, wer da hinter ihnen lief, entfuhr Ashley ein Stöhnen. „Och nee.“ Vanessa betrachtete die acht Jungs verwirrt und fragte Ashley leise: „Oha, Ashley, ist das Zac?“ Ashley nickte augenverdrehend und zog Vanessa an ihrem Ärmel weiter. “Komm, die Idioten sehen wir eh gleich wieder.” Die beiden Mädchen liefen schweigend weiter. Hinter sich hörten sie immer noch Kommentare wie „Hey, wohin des Weges?“ oder „Mädels, bleibt doch noch ein bisschen bei uns!“, aber sie liefen einfach weiter. An der Schule angekommen und die Jungs abgeschüttelt meinte Vanessa aufgebracht: „Boa, was für Assis!“ Ashley nickte beipflichtend. „Ja, ich hab’ dir doch gesagt, Zac hat sich enorm verändert und die anderen eben auch.“ Vanessa war zutiefst geschockt. „Waren das Ian, Paul, Corbin, Lucas, Robert, Kellan und Jackson bei Zac?“, fragte Vanessa mit großen Augen und machte sich mit Ashley auf den Weg zum Sekretäriat. „Jap, du hast vollkommen Recht. Das waren sie. Schon scheiße, wie manche Leute sich im Laufe der Zeit verändern, hm?“ „Und keiner von ihnen hat mich erkannt.“, stellte Vanessa niedergeschlagen fest und trottete weiter. Ashley, die die Stimmung ihrer Freundin erfasst hatte, legte ihr einen Arm um die Schultern. „Hey, sei nicht traurig. Sie haben uns doch gar nicht richtig angeschaut und waren sowieso weiter weg. Da hätte ich dich sicherlich auch nicht erkannt. Sie erkennen dich bestimmt noch und raufen sich dann die Haare, warum sie nicht mit dir ausgegangen sind, damals als du 14 warst. Ich meine, schau dich an!“ Vanessa lachte kurz auf. „Ach Ash!“

Nachdem Vanessa den ganzen Papierkram erledigt hatte, lief sie mit Ashley und ihrem neuen Stundenplan zusammen durch die Gänge und suchte nach dem Raum, in dem sie jetzt zuerst haben würde. Die erste Stunde hatten die beiden Mädchen zusammen und Vanessa freute sich sogar darauf, nach zwei Jahren wieder an dem Unterricht ihrer alten Schule teilnehmen zu dürfen.

Kapitel 3
„Boa, es ist ja ganz schön wieder hier unterrichtet zu werden, aber auf Mr. Banners hätt’ ich gut und gerne verzichten können.“, schnaufte Vanessa, nachdem sie mit Ashley den Klassenraum verlassen hatte. Die Blondine lachte. „Tja Vanny, alles Gute hat auch was Schlechtes.“ Vanessa grinste. „Weise Worte, Miss Tisdale, weise Worte.“ Ashley grinste zurück. „Weiß ich doch.“ Die beiden machten sich auf den Weg zu ihren Spinden. „Sag mal, bin ich irgendwie dumm oder kann Mr. Carter nicht erklären? Es tut mir Leid, aber es ist mein erster Tag und ich hab’ in Mathe kein Wort verstanden!“ Ashley lachte. „Ach Vanessa, es gibt eben ein paar Leute, zu denen wir leider Gottes auch gehören, die sind einer Herausforderung wie dem Matheunterricht einfach nicht gewachsen, was soll man da machen?“ Vanessa nickte lachend und pflichtete ihrer besten Freundin bei. „Wo du Recht hast, hast du Recht, Ash.“ „Ich hab’ immer Recht.“ „Ja ja.“ Die beiden waren bei ihren Spinden angekommen und luden gerade ihre Bücher hinein, da erfasste etwas außerhalb Vanessas Blickfeldes Ashleys Aufmerksamkeit. „Ah, interessant, unser Chef-Charmeur hat ein Auge auf dich geworfen, Süße!“
„Bitte?“ Verwirrt drehte Vanessa sich um und suchte mit ihrem Blick den vollen Gang ab.
„Dreh’ dich doch nicht um, verdammt! Vor allem nicht ganz so auffällig, wenn ich bitten darf!“
Vanessa wandte Ashley wieder ihr Gesicht zu. „Tut mir Leid. Aber wen meinst du denn?“
„Na wen wohl? Unsern herzallerliebsten Zachary.“
„Efron?“, fragte Vanessa geschockt. Ashley nickte grinsend.
„Oh, ich bitte dich, Ashley! Zac?“
Ashley lachte. „Ja klar, was glaubst du denn? Ich wette mit dir, dass er sich jede Minute zu uns gesellt und dir die Schule zeigen will, um dich dann nach und nach mit seinem Charme einzuwickeln, bis er dich im Bett hatte und dich dann, wie jede andere auch, wieder fallen lassen kann.“ Ashleys Hand hatte sich langsam um eine von Vanessas Haarsträhnen geschlossen, nun drückte sie zu und drohte, Vanessa die ganze Strähne auszureißen. Vorsichtig entzog Vanessa ihr Haar Ashleys Griff.
„Und warum bitte sollte das geschehen, Ashley?“, fragte sie schnell, um die Freundin von ihren düsteren Gedanken abzulenken.
Die Blondine schaute sie ernst, aber auch aufrichtig an.
„Erstens, mein Schatz, bist du heiß!
Zweitens, bist du neu, das heißt: Frischfleisch!
Und drittens, er hat keinerlei Ahnung mehr, wer du überhaupt bist!“

„Ach, du bist doch albern, Ash!“ Vanessa schüttelte den Kopf.
Mit zusammengekniffenen Augen schaute Ashley ihre Freundin an.
„Soll ich es dir beweisen, Vanessa? Nun gut, er kommt auf uns zu. Achtung, drei, zwei, eins…“
„Hallo Ladies! Ashley.” Zac nickte der Blondine kurz zu, ohne ihre Erwiderung abzuwarten. Sein Blick fiel auf das daneben stehende Mädchen und auf seinem Gesicht breitete sich ein Lächeln aus. “Und du musst die Neue sein, hab’ ich nicht recht?” Er grinste, sie nickte leicht verwirrt. „Wusste ich’s doch. Nun, darf ein netter Kerl wie ich, einer reizenden Schönheit wie dir die Schule zeigen?“
Er brachte es tatsächlich zustande, dass seine Augen anfingen zu glitzern, als er sie dies fragte! Für eine kurze Weile war Vanessa verzaubert, doch dann riss sie sich wieder zusammen. Denn es war tatsächlich kein Funke des Widererkennens in seinem Blick zu sehen. Stattdessen betrachtete er unauffällig Vanessas Décolleté, berührte ihre Hand ’aus Versehen’ mit seiner eigenen und lächelte ein schiefes Lächeln, von dem er mit größter Sicherheit wusste, was es bei weiblichen Artgenossen auslöste.
Entsetzt zuckte sie zurück und schaute ihn prüfend an. Das war also Zac.
Der Zac, mit dem sie sich, als sie 11 waren, einmal in den Mülltonnen von Mr. Hamilton versteckt hatte, um Jason Logford hinterher zu spionieren. Der Zac, der in der siebten Klasse panische Angst davor gehabt hatte, Bethany Gloris nach einem Date zu fragen. Der Zac, mit dem sie früher jeden, wirklich jeden Nachmittag verbracht hatte. Und der Zac, der sie jetzt nicht einmal mehr erkannte. Ashley hatte Recht gehabt, Zac hatte sich enorm verändert. Er war nicht mehr ihr Zac.
Somit straffte sie die Schultern, griff nach Ashleys Hand und blickte eingebildet zu Zac hinauf.
„Such’ dir eine andere zum Spielen, Cowboy. Das“ Sie zeigte einmal an ihrer Gestalt herunter. „ist noch nichts für dich!“
Und damit drehte sie sich um und ging mit einer kichernden Ashley an ihrer Seite den Flur entlang.
„Sehr gut, V!“, rief die Blondine und haute ihrer besten Freundin leicht gegen den Oberarm.
Fassungslos starrte er ihr hinterher.

In der Cafeteria angekommen legte Ashley auch gleich schon los: „Verdammt Vanessa, das war eine extrem geile Aktion!“ Sie hielt ihre Hand hoch in die Luft. Vanessa grinste. „Tja, wer meine beste Freundin so eiskalt verarscht, kriegt es mit mir zu tun!“ Daraufhin schlug sie bei Ashley ein und verschränkte ihre Finger dann mit den ihren. „Und jetzt lass’ uns was zu essen holen. Ich hab’ verdammt Hunger und will meine heiß ersehnte Mittagspause genießen!“ Ashley kicherte, dann liefen die beiden los und stellten sich in die Schlange, die sich vor der Cafeteriatheke gebildet hatte. Als sie ihr Essen dann hatten, liefen sie auf den erstbesten Tisch zu und setzten sich. „Glaubst du Zac ist von meinem Auftritt jetzt sehr angeschlagen?“, fragte Vanessa grinsend, aber auch ein wenig ängstlich und schielte zur Tür. Irgendwann musste er schließlich auch mal was essen gehen…oder? Ashley lachte. „Sein Ego ist definitiv angekratzt, das kannst du mir glauben. Aber ich sag’s dir, der lässt sich so leicht nicht mehr abschütteln. Der wird dir noch öfters auflauern.“ Sie grinste verschwörerisch. Vanessa machte ein gespielt betroffenes Gesicht. „Man, Ashley, hör auf mir Angst zu machen!“ Die beiden Mädchen lachten und widmeten sich daraufhin wieder ihrem Essen.
Vanessa biss gerade genüsslich in ihre Pizza, da bemerkte sie, dass sich ein enormer Stimmungsumschwung im Raum getan hatte. Alle waren plötzlich ruhig geworden, nur noch ein paar vereinzelte Jungs quatschten über Baseball. Die Aufmerksamkeit der Mädchen aber galt anderen Dingen. Und als Vanessa ihren Kopf zur Tür wandte, wusste sie auch, was es war. Zac kam mit seiner ’Gang’ in die Cafeteria hereinstolziert und sie setzten sich an einen Tisch, der anscheinend als ihr Stammplatz galt. Jegliche weiblichen Blicke folgten Zac und auch die anderen Jungs wurden nicht schlecht bestaunt. Ashley stöhnte theatralisch auf. „Oh man, jeden Tag derselbe affige Auftritt. Man sollte meinen, dass sie es langsam satt haben, sich aufzuführen, als wären sie die Kings der Schule, aber nein…“ Sie ließ ihren Satz unausgesprochen in der Luft hängen. Man konnte sich schließlich denken, was sie noch hätten dranhängen wollen. Vanessa grinste aufgeregt. „Wow, ich war definitiv zu lange weg. Das ist ja wie in diesen Hollywoodfilmen.“, meinte sie und fing an zu lachen, womit sie die Aufmerksamkeit jeglicher Personen im Raum auf sich zog, da bis auf gerade eben noch alles mucksmäuschenstill gewesen war. „Ops!“, machte Vanessa und senkte ihren errötenden Kopf ein wenig nieder. Ashley grinste. „Uh V, sehr unauffällig.“ „Ja ja, hilf mir lieber.“ Und das tat Ashley dann auch. Schwungvoll drehte sie sich zu ihren Mitschülern um und setzte eine extra grimmige Miene auf. „Ey, was guckt ihr denn so? Noch nie jemanden lachen gehört oder was? Los, dreht euch wieder um, ihr hobbylosen Kinder!“ Damit drehte sie sich wieder zu Vanessa um und ihre Zurechtweisung hatte zur Folge, dass das Getratsche im ganzen Raum wieder losging. Die Show war vorbei, die Stars saßen auf ihren Plätzen, alles war wieder in Ordnung.
Vanessa grinste in Ashleys Richtung. „Wow, Herzchen, ich bin beeindruckt.“ Ashley lächelte herablassend. „Jahrelange Übung!“ Und somit fingen sie wieder an zu essen. Doch das stetige Gefühl, beobachtet zu werden, ließ Vanessa auf einmal nicht mehr los und sie stupste Ashley kurz darauf an. „Hey, Ash! Habe ich irgendwie Wahnvorstellungen oder glotzt mich irgendjemand die ganze Zeit an?“ Ashley war sofort in ihrem Element und ließ ihren Blick durch den Raum fahren. Sie analysierte jeden, der in ihre Nähe schaute. Als sie ihr Ziel endlich gefunden zu haben schien, verfinsterte sich ihr Blick ein wenig, gleichzeitig schien sie sich aber auch zu amüsieren. Eine seltsame Mischung. Etwas hinter Vanessa schien sie abzulenken und Vanessa musste einmal nachfragen, damit Ashley ihr endlich eine Antwort gab. „Also Ash, wer ist es denn nun?“ Ashley schaute Vanessa kurz an, dann stach sich eine Nudel auf ihrem Teller auf. „Ich sagte doch, so leicht lässt der Kerl sich nicht abwimmeln.“ Vanessa schluckte. Zac also schon wieder. Sie sah, dass in Ashley alte Wunden wieder drohten aufzuplatzen. Sie hatte es anscheinend noch nicht ganz überwunden, wie skrupellos Zac sie verarscht hatte. „Ashley, ich…“ „Vorsicht, er kommt. Tu’ so, als ob du’s nicht weißt und iss weiter.“ Vanessa tat wie ihr geheißen und wie Ashley gesagt hatte, bemerkte sie ein paar Sekunden später, wie sich jemand zu ihnen an den Tisch gesellte. Als sie aufschaute, sah sie, wie Zac den Stuhl neben ihr herumdrehte und sich falsch herum draufsetzte. Fragend schaute sie ihn an und er legte auch sofort los. „Hey, also das mit dem Kennen lernen hat vorhin ja nicht so wirklich geklappt, nicht wahr? Da hab’ ich mir gedacht, versuchen wir’s einfach noch mal. Hey, ich bin Zac, Zac Efron.“ Nun war sie diejenige, die fassungslos war. Er schien ihren Korb von vorhin einfach zu ignorieren und streckte ihr ein weiteres Mal seine Hand entgegen. Diesmal nahm Vanessa sie aber widerwillig an und sagte: „Hey Zac, ich bin Vanessa, Vanessa Hudgens.“ Sie betonte ihren Namen extra stark. Doch auch jetzt schien Zac sich an nichts zu erinnern. „Nun Vanessa, du brauchst nicht doch zufällig noch jemanden, der dir die Schule zeigen soll? Ich bin allzeit bereit.“ Sie seufzte kurz und wies in ein weiteres Mal ab. „Nein danke, Ashley hat mir schon alles gezeigt.“ Als hätte er sie erst jetzt bemerkt, wandte sich Zac zu Ashley. „Oh, Ashley, hey!“ Mit ausdruckslosem Gesichtsausdruck hob die Blondine die Hand, lächelte gekünstelt und winkte Zac zu, ehe sie sich wieder ihrem Tablett widmete. Zac schüttelte sich kurz und richtete seinen Blick wieder auf Vanessa. „Nun Vanessa, bist du dir sicher? Ich glaube, Ashley hat dir sicherlich noch nicht alles gezeigt. Ich könnte dir noch ein paar weitere Dinge zeigen, die kennt keiner außer ich hier.“ Seine Stimme war am Ende des Satzes immer leiser geworden und er war immer näher an Vanessa herangerückt. Diese rutschte nun wieder ein Stück weg. „Und ich sage es noch mal: Nein, danke.“, sagte Vanessa daraufhin, nahm ihr Pizzastück und biss hinein. Leider hatte sie nicht richtig darauf geachtet, wie sie abbiss. Somit hing ihr nach dem Biss ein Stück Käse aus dem Mund raus, was sie daraufhin krampfhaft versuchte mit ihrer Zunge in den Mund zu befördern. Ashley prustete leise, Zac grinste. Peinlich, peinlich! „Und kann man dir eventuell bei anderen Dingen behilflich sein?“, fragte er. „Brauchst du irgendwelche Bücher, Hausaufgaben, Testergebnisse oder ’nen Freund? Ich kann dir alles beschaffen.“ Er grinste und ließ seine Augenbrauen zweimal in die Höhe fahren. Ashleys Gesicht verfinsterte sich wieder. Am liebsten hätte sie ihn geschlagen. Elender Mistkerl und Frauenheld! Vanessa drehte sich auf ihrem Stuhl ruckartig zu Zac um. „Jetzt hör mir mal ganz genau zu, Zac Efron. Ich habe es dir schon vorhin gesagt, aber nun gut, wenn du es noch mal hören willst. Das hier.“ Wieder wies sie ihren Körper hinab. „ist noch nichts für jemanden wie dich.“ Diesmal schien Zac gefasster zu sein. „Ach ja, und für wen ist es dann etwas, wenn nicht für mich?“ Wieder rückte er ein Stückchen näher an sie heran. Sie schnaubte. „Für jemanden mit Gehirn, mit Niveau, mit einem IQ von mindestens 50, vielleicht? Herrgott noch mal, mach’ dich vom Acker, ich hab’ keine Lust mehr in dein vor Selbstvertrauen strotzendes Gesicht blicken zu müssen!“ Und damit stand sie – wider ihrer Anweisung zu Zac- auf, schnappte ihres und Ashleys Tablett, brachte sie weg und stolzierte mit ihrer Freundin arschwackelnd aus der Cafeteria.

Zac blieb allein zurück, mit einem leeren Tisch, seinen grölenden Freunden und einem dutzend Gesichter, die ihn anstarrten. „Habt ihr nichts Besseres zu tun, als mich anzuglotzen?!“, herrschte er sie an, stand auf und ging sauer zu seinen Kumpels. „Jo Alter, die hat’s dir ja richtig gegeben!“, rief Corbin und checkte ein, als Paul ihm die Hand hinhielt. „Ach, halt’s Maul, Corb!“ Corbin lachte. „Och Zac, sei doch nicht so griesgrämig. Es kann halt nicht jede heiße Braut auf dich abfahren!“ Und wieder brachen sie in Gelächter aus. „Wow, die erste Frau, die Zac nicht freiwillig um den Hals fällt, ein Phänomen, was so schnell bestimmt nicht wieder geschehen wird. Brennt diesen Moment in euer Gedächtnis, Brüder. Das achte Weltwunder ist geschehen!“ Und dann konnten sich die sieben Jungen kaum noch halten vor lachen. Zac kochte innerlich vor Wut, doch dann riss er sich zusammen, setzte sich auf und grinste seine Freunde selbstgefällig an. „Was redet ihr da eigentlich für einen Blödsinn, Leute? Ich krieg die, das sag’ ich euch. Keine Frau kann dem Charme eines Zac Efron widerstehen. Auch diese Vanessa Hudgens nicht!“ „Woho, du spuckst hohe Töne, Efron!“, rief Ian und blickte Zac an. „Du wirst schon sehen!“, erwiderte dieser und verließ daraufhin ebenfalls die Cafeteria. Dich krieg’ ich!, dachte er noch, ehe er sich auf den Weg zu einem Ort machte, den er sonst nie einschlug. Die Bibliothek.

Kapitel 4
Vorsichtig- sonst gar nicht seine Art- öffnete Zac die Tür der Schulbibliothek und trat ein. Auf Zehenspitzen schlich er weiter über den dunkelblauen, abgewetzten Teppich. Er kam sich unwahrscheinlich dämlich vor in dieser Situation. Noch nie, in seinen ganzen High School Jahren hatte er diese Stätte des ruhigen Lernens betreten. Mit wachsamen Augen schlich er weiter. Er kam sich vor, als wäre er Undercover unterwegs, dabei hatte er gerade bloß die Bibliothek seiner Schule betreten- immer und für jedermann geöffnet. Als ihm dies klar wurde, straffte er kurz seine Schultern, bog den Rücken gerade und räusperte sich einmal kurz. In den ruhigen Bibliotheksräumen aber war das Räuspern lauter als erwartet und die Schüler, die bis eben noch an den verteilten Tischen gesessen und ihre Nasen in den Büchern vergraben hatten, schauten nun auf und machten große Augen, als sie Zac in ihrem Territorium erblickten. Was machte der King der Schule in der Bibliothek? Eine Frage, die jedem Einzelnen durch den Kopf schwirrte, während Zac sich- offensichtlich unwohl fühlend- an den Tischen entlang schlängelte und sich ununterbrochen am Kopf kratzte. Als Larry- ein ultra Nerd- ihn mit gerunzelter Stirn anschaute, entgegnete Zac bloß ein angriffslustiges, aber gedämpftes ’Was?!’, woraufhin Larry sich schnell wieder seinem Biologiebuch zuwendete.
Geschafft warf sich Zac in einen der Sessel, die vor den jeweiligen Computertischen standen und atmete erst einmal tief ein. Es war verwirrend in einem Raum zu sein, wo die Leute anscheinend wirklich nur lernten. Er schüttelte kurz den Kopf und wandte sich dann dem vor ihm stehenden Computer zu. Er fand schnell den Zugang zu der Website seiner Schule und klickte sich durch, bis er gefunden hatte, was er wollte. Das Register, wo alle Schüler der gesamten Schule eingetragen waren. Fix gab er in das ’Suchen’ - Feld Vanessa Hudgens ein. Dann trommelte er genervt mit den Fingern auf die Tischplatte. Wie langsam waren diese veralteten Schulcomputer eigentlich? Als sich plötzlich eine runzelige Hand auf die seine legte, erschrak Zac sich fast zu Tode und wäre beinahe aus dem gemütlichen Sessel gefallen. „Ich bitte sie um Diskretion, Mister! Dies ist eine Stätte des Lernens und die Schüler hätten dabei gerne ihre Ruhe. Also hören sie auf mit ihren Fingern auf dem Tisch zu trommeln. Es gab schon Beschwerden.“ Als Zac seinen Kopf ein Stück nach rechts wendete sah er Larry grinsend auf einem Stuhl in der anderen Seite der Bibliothek sitzen und zu ihm gucken. Die Drähte seiner Zahnspange sah er bis dorthin, wo er saß und ebenfalls sah er, dass Larry heute anscheinend Salat zu Mittag gegessen hatte. Allerlei Essenreste hatten sich in dem Drahtgestell in seinem Mund angesammelt. Angewidert wandte Zac den Blick ab und schenkte der Bibliothekarin wieder seine Aufmerksamkeit. „Tut mir Leid.“, flüsterte er. „Ich bin auch gleich wieder weg.“ Die alte Frau nickte nur einmal mit zusammen gekniffenen Augen und begab sich dann wieder auf ihren Platz, von dem aus sie Zac mit Adleraugen beobachtete. Bevor Zac sich aber darüber aufregen konnte, bemerkte er, dass die Seite endlich fertig geladen hatte. Sein Blick fiel auf den Monitor des Computers. Es gab zwei Vanessas in seinem Jahrgang. Einmal eine Vanessa Hudgens und eine Vanessa Hedgerons. Verwirrt schüttelte Zac den Kopf und klickte auf den ersten Namen. Schon erschien ein Bild mit Vanessas strahlendem Lächeln darauf, darunter waren ein paar Fakten aufgelistet. Eine Weile betrachtete Zac konzentriert das Bild. Vanessa war unglaublich hübsch, keine Frage. Kein Wunder, dass er es sich in den Kopf gesetzt hatte, sie zu erobern. Grinsend scrollte er runter. Die Frau war definitiv heiß und er wusste, er würde sie bekommen. Nachdenklich las er sich die aufgelisteten Stichpunkte durch. „Umgezogen und Schule verlassen August 2004. Zurückgekommen und Schule wieder beigetreten August 2006“, murmelte er leise und spürte, wie sich versuchte etwas in seinem Kopf zusammen zu setzen. Er saß sicherlich über eine viertel Stunde so da und starrte auf den Bildschirm, aber was sein Gedächtnis versuchte ihm mitzuteilen kam anscheinend nicht in seinem Gehirn an. Er konnte sich einfach nicht richtig erinnern. Aber irgendwoher kannte er den Namen Vanessa Hudgens und auch das erste Datum kam ihm bekannt vor, wie er jetzt bemerkte.
Als es dann aber zur nächsten Stunde klingelte, klickte Zac seufzend das Fenster weg und erhob sich. Am Ausgang der Bibliothek sah er, wie Larry mit einem Stapel Bücher in seinen Armen kämpfte und grinste gehässig. „Hey Larry!“, rief er, sodass der arme Junge sich so dermaßen erschreckte, dass er die Bücher alle fallen ließ und dann mitsamt dem Bücherberg auf dem Boden landetet. Zac kicherte und machte sich schnell aus dem Staub, ehe die Bibliothekslady ihn erwischen konnte.

Als der gesamte Unterricht endlich vorbei war, sauste Zac- zur Verblüffung seiner Kumpels- schnell aus dem Gebäude, ehe auch nur einer fragen konnte, ob er Lust hätte noch mit den Jungs wegzugehen. Es war ziemlich ungewöhnlich, dass Zac Efron sofort nach der Schule nach Hause ging. Jeder wusste, wie gerne er mit seinen Kumpels Spaß hatte und abfeierte. Umso mehr wunderten diese erwähnten sieben Jungs sich, als sie suchend auf dem Schulhof standen und Zac nirgends erblicken konnten. „Bin ich blöd oder ist Zac echt gerade einfach abgehauen?“, fragte Paul und kratzte sich verwirrt am Hinterkopf. „Erstens: Ja, du bist blöd. Zweitens: Ja, Zac ist weg!“ Sauer lief Ian an Paul vorbei und den Schulhof weiter entlang. Die anderen folgten ihm schnell. „Ich wette mit euch, dass das irgendwas mit dieser neuen Schnecke zu tun hat!“, wetterte Ian. Die sechs anderen Jungs nickten. „Er kann es einfach nicht lassen!“, rief Corbin dazwischen. Wieder herrschte allgemeine Zustimmung. „Ja Man, warum kann er es nicht einfach akzeptieren, dass nicht jedes Mädchen auf ihn abfährt?“ Lucas fuhr sich durchs Haar und schaute fragend in die Runde. „Keine Ahnung, aber ich wette mit euch, die kriegt er nicht. Die lässt sich nicht so leicht beeindrucken!“ Kellan nickte. „Glaub’ ich auch. Aber irgendwie kommt sie mir auch bekannt vor.“ „Ja, mir irgendwie auch!“, pflichtete Lucas ihm bei, auch die anderen Jungs schlossen sich an. „Na ja, aber trotzdem glaube ich nicht, das er Vanessa rumkriegen wird!“, beteuerte Jackson wieder. Nun aber schüttelte Ian leicht den Kopf. „Ich weiß nicht, Jungs. Ich glaube, Zac ist sich ziemlich sicher in dem, was er tut. Er hat schließlich auch reichlich Erfahrung und…ich weiß nicht. Ich denke, Zac kann das schaffen, ich meine, er ist Zac!“ Manche der Jungs nickten, andere wiederum nicht. Die Meinungen waren gespalten, es wurden kleine Wetten abgeschlossen, aber am Ende liefen sie dann doch schweigend in Richtung ihres Zuhauses. Bis Paul plötzlich den Kopf hob und die Jungs mit großen Augen musterte. „Moment mal, Jungs. Vanessa?“ Verwirrt blieben die anderen stehen und schauten ihren Freund an. „Ja, so heißt sie und weiter?“, fragte Kellan verstört und blickte dumm aus der Wäsche. Pauls Augen schienen immer größer zu werden. „Jungs, Jungs, Jungs!!, rief er aus und klatschte sich einmal auf den Oberschenkel. „Vanessa, es ist Vanessa!!“ „Jetzt wird’s langsam echt bescheuert Paul. Wir wissen, dass die Neue Vanessa heißt! Geht’s dir heute nicht so gut?“, neckte Ian und haute Paul leicht gegen den Hinterkopf. „Nein, Leute, ihr versteht nicht! Das ist Vanessa, die Vanessa! Erinnert euch! Früher, sechste, siebte Klasse. Die kleine Vanessa aus dem Nachbarhaus. Das süße Mädchen mit den langen, glatten dunkelbraunen Haaren, den Nougatbraunen Rehaugen und der Zahnspange!“ Erschrocken rissen nun auch die anderen sechs die Augen auf. „Bist du sicher, Paul?“, fragte Lucas geschockt und suchte nach Worten. Paul schüttelte kurz den Kopf. „Quatsch, sicher bin ich mir nie! Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke…Sie hat schon Ähnlichkeiten mit dem Mädchen von früher. Dieselbe Nase, dieselben Lippen, auch dieselben Augen, jetzt eben nur betont durch Mascara und Kajal.“ Die Jungs waren immer noch fassungslos. „Mein Gott, ich hätte nie gedacht, dass Klein-Vanessa jemals so ’ne Bombe werden würde!“, rief Corbin und fuhr sich durch seine nicht zu bändigende Lockenmähne. „Sie hat sich echt gewaltig verändert, aber wirklich gewaltig!“, sagte Kellan und fuhr fort: „Meine Güte, unsere kleine Vanessa ist zurück. Damit hätte ich nie gerechnet. Glaubt ihr, sie kennt uns noch?“ Er schaute seine Freunde fragend an. Diese zuckten bloß mit den Schultern. Einer fing leicht an zu grinsen. „Das ist jetzt nicht einmal der wichtigste Punkt, glaube ich. Die Frage sollte eher lauten: Weiß Zac wer sie ist?“, grinste Ian und biss sich kurz auf die Unterlippe. Auch die anderen fingen an zu grinsen. „Wer weiß, aber wir werden es wohl noch herausfinden. Na ja, Jungs, ich muss jetzt langsam los! Mit Zac können wir eh nicht mehr rechnen! Lassen wir ihn lieber das Rätsel seines Lebens lösen!“, lachte Jackson und wandte sich zum Gehen. Auch die anderen Jungs verabschiedeten sich voneinander und gingen dann getrennte Wege.

Als Zac bei sich zu Hause ankam, schwirrte ihm immer noch der Kopf. Er war sich ganz sicher, dass sein Unterbewusstsein ihm etwas unheimlich Wichtiges mitteilen wollte, aber er kam einfach nicht darauf, was es sein könnte. Seufzend ließ er sich auf der Couch im Wohnzimmer wieder. „Vanessa Hudgens, Vanessa Hudgens, Vanessa Hudgens…“, meditierte er immer wieder vor sich hin und schloss die Augen. Erschrocken fuhr er hoch, als jemand das Zimmer betrat. Als er die Augen öffnete, sah er seine Mom grinsend im Türrahmen stehen. „Was ist mit Vanessa?“, fragte sie mit unterdrücktem Lachen und schaute ihren Sohn verschmitzt an. „Du kennst eine Vanessa Hudgens?“, fragte Zac verblüfft und setzte sich richtig auf. Seine Mutter stieß nun doch ein Lachen aus. „Und ob ich eine Vanessa Hudgens kenne! Und du kennst sie auch, mein Lieber! Meine Güte, ich hätte nicht gedacht, dass du so ein schlechtes Gedächtnis hast!“ Kichernd ließ sie sich neben ihrem Sohn nieder. Dieser schaute immer noch leicht verwirrt. „Ich steh’ grad irgendwie auf dem Schlauch, Mom. Klär’ mich auf!“ Seine Mutter lachte schon wieder. „Ach Zacylein, dieses peinliche Gespräch haben wir doch schon hinter uns!“ Zac verdrehte die Augen. „Mom!“, quengelte er und seine Mutter hob abwehrend die Hände. „Na gut, na gut, war doch nur ein Scherz. Warte einen Moment hier, ich komme gleich wieder.“ Und damit verließ sie den Raum, nur um kurz darauf mit einem großen, beigefarbenen Pappkarton in den Händen wiederzukommen. „Was ist das?“, fragte Zac neugierig und setzte sich zu seiner Mom auf den Fußboden. „Vergangenheit, Erinnerungen…“, entgegnete seine Mutter und hielt ihm ein Foto hin. Zac nahm es und betrachtete es eingehend. Darauf waren ein kleiner Junge mit blonden Löckchen und ein kleines Mädchen mit dunklen, glatten Haaren zu sehen. Gemeinsam saßen sie auf einer Schaukel und lachten darüber, wie hoch sie schwingen. Zac betrachtete es weiterhin. Und dann machte es plötzlich ’Klick’ und er schaute erschrocken auf. „Sind das…?“, fragte er seine Mutter und diese nickte. „Ja, das sind du und die kleine Vanessa Anne Hudgens als ihr etwa sieben Jahre alt wart.“ Zacs Blick fiel wieder auf das Bild. Und nach einer Weile breitete sich ein freches Grinsen auf seinem Gesicht aus. „So so, Vanessa Anne Hudgens ist also zurück.“, grinste er und schnappte sich weitere Fotos. Langsam, aber sicher kamen die Erinnerungen zurück und Zacs Grinsen wurde immer größer.

Kapitel 5
Vanessas erste Schulwoche verging relativ schnell. Keiner der Jungs hatte sie bisher angesprochen oder ihr gezeigt, dass er sie wieder erkannte, was sie einerseits traurig machte, andererseits aber wütend werden ließ.

Am Freitag stand Zac, wie jeden Morgen als erstes vor Ians Tür, um ihn zur Schule abzuholen. Grinsend läutete er die Türbimmel und wartete ungeduldig, ehe er Ian die Treppe runterpoltern hörte. „Tschüss Mom!“, kam es gedämpft von innen, dann wurde die Tür aufgerissen und Ian trat heraus. „Hey Zac!“ „Jo Alter!“ Die beiden Jungs machten einen Handschlag, dann liefen sie, wie jeden Morgen den kleinen Kiesweg vor Ians Haus entlang, auf dem Weg zum Nächsten, Pauls Haus. Grinsend lief Zac- die Hände in den Hosentaschen- neben Ian den Weg entlang. Dieser beäugte ihn fragend von der Seite. „So gut drauf heute, Zac? Gestern biste ja einfach abgehauen, nach dem Unterricht.“ Zac blickte zu Ian und zuckte kurz mit den Schultern. „Ja, keine Ahnung, ich musste früher nach Hause, wegen meiner Mom, tut mir Leid.“ Man sah Ian an, dass er Zac nicht richtig glaubte, aber er schwieg lieber. „Und heute geht’s dir anscheinend richtig gut, so wie’s aussieht?“, fragte er nach einer Weile dann doch. Zac nickte lächelnd. „Jap, mir geht’s super. Und da fällt mir ein, wie wär’s mit Party heute Abend? Bei mir? Ihr Jungs, ich und ein paar heiße Mädels, was meinste?“ Ian grinste gehässig. „Ach, haste’s schon aufgegeben, die Neue anzugraben? Ich wusste, dass das nichts wird!“ Zac schüttelte grinsend seinen Kopf. „Oh, nein, nein. Ich habe noch lange nicht aufgegeben! Ich bekomm’ die kleine Hudgens, das sag’ ich dir, Ian. Aber warum sollte ich mich zwischendurch nicht auch noch mit ein paar anderen Chicks amüsieren?“ Ian schaute kurz verwirrt, dann grinste er aber wieder. Wenn der wüsste…, war der Gedanke, der den beiden Jungs in dem Moment durch den Kopf ging und beide waren sie davon überzeugt, etwas zu wissen, was der andere nicht wusste.

Als kurz darauf auch all die anderen sechs Jungs abgeholt waren, setzten die acht ihren Weg zur Schule fort. Jeder hatte Zacs gute Laune bemerkt und alle grinsten sie nun. Es war wie: Die sieben Jungs gegen Zac. Obwohl sie alle auf dem gleichen Stand waren, fühlte sich jeder dem anderen überlegen. Es war wirklich zum Lachen.
„Na sieh’ mal einer an, Zac! Schau, da drüben steht die Braut, der du nicht gewachsen bist!“, lachte Kellan. Zac aber ließ sich nicht provozieren und lief lässig weiter. „Na dann…“, meinte er nur und grinste, grinste und grinste. Die anderen Jungs waren verwirrt, beließen es aber dabei, erstmal nichts zu sagen. Zac hatte sich etwas überlegt, was er mit der neuerbeuteten Information anfangen sollte. Er hatte eine Idee, die er morgen würde umsetzen. Mit den Händen in den Hosentaschen lief er an Vanessa und Ashley vorbei. Als die beiden ihn bemerkten und kurz zu ihm rüberschauten, glitt sein Blick zu Vanessas Augen. Es stimmte wirklich. Dieselben Augen, wie die kleine Vanessa von damals. Er lächelte ein schiefes Lächeln, zwinkerte der Dunkelhaarigen zu und lief weiter. Er sah noch, wie Vanessa ihre Augenbrauen hochzog und anfing mit Ashley zu schnattern, dann betrat er das Schulgebäude, dicht gefolgt von seinen Kumpels.

„Oh man ey, der kapiert’s nicht, oder?“, rief Vanessa und fuchtelte mit den Armen in der Luft herum. „Ich hab’s dir doch gesagt! Unser Zacy lässt so leicht nicht locker!“ Vanessa stöhnte, Ashley grinste. „Vielleicht solltest du mal in Jogginganzug und ungeschminkt in die Schule kommen…ach nee, da siehst du ja genauso gut aus, wie normal, also lass es lieber!“ Vanessa schaute ihre beste Freundin geschockt an. „Ach Ash, du hast doch ’nen Schaden! Wenn der mich irgendwann mal ungeschminkt sieht, rennt er kreischend weg, so schrecklich ist der Anblick!“ Sie grinste. „Moment mal, is’ ja keine schlechte Idee!“ Sie lachte, Ashley tat es ihr gleich. „Oh V…!“ Gemeinsam gingen nun auch die beiden Mädchen in die Schule und setzten sich eines weiteren Schultages aus.

„Aaaaah!“, schrie Vanessa und rannte lachend mit Ashley über den Schulhof. Ein paar der anderen Schüler drehten sich wütend zu ihnen um. Vor allem die Seniors schüttelten abschätzend ihre Köpfe. Aber Ashley und Vanessa interessierte dies reichlich wenig. Sie rannten weiter über den Hof, ehe sie bei einer kleinen Holzbank angekommen waren. Vanessa warf sich erschöpft darauf, Ashley folgte ihr und beide hielten ihre Gesichter dann in die knallende Sonne. „Puh, ich hatte das Gefühl diese sechs Stunden würden nie enden!“, schnaubte Vanessa und legte sich auf der Bank zurück. Ashley seufzte. „Dasselbe dachte ich auch. Aber jetzt haben wir ja erstmal Mittagspause und dann nur noch zwei Stunden, dann ist Wochenende!“ Die beiden Mädels seufzten genüsslich. „Hast du Hunger?“, fragte Ashley dann. Vanessa schüttelte liegend den Kopf. „Nee, du?“ Ashley legte sich nun auch zurück. „Nö, wollen wir die ganze Mittagspause hier liegen bleiben?“ Vanessa grinste mit geschlossenen Augen. „Jaa!“, lachte sie und Ashley lachte ebenfalls. So lagen sie da, die beiden Mädchen und hätte man nicht gewusst, dass sie sich sonnten, hätte man denken können, dass die Beiden schliefen.

„Holla!“, grinste Ian und sein Blick hing an einem bestimmten Fleck auf dem Schulhof. „Heiß, heiß!“ Er wollte sich gerade auf den Weg zu der, in der Sonne stehenden Bank machen, da hielt Zac ihn an der Schulter zurück. „Na na, Kumpel! Du weißt doch, Vanessa gehört mir!“ Ian verzog das Gesicht. „Oh man, Zac! Bisher hat sie dir doch eh nur Körbe gegeben! Lass mich es doch mal versuchen!“ Zac schüttelte erbarmungslos den Kopf. „Halt dich zurück, klar?“ Ian schnaubte und ging dann wütend zu den anderen Jungs zurück. „Penner!“, murmelte er und ließ sich neben Paul und Rob ins Gras sinken.
Zac dagegen machte sich auf den Weg zu den beiden Mädels- immer in Beobachtung seiner Kumpels.
Vorsichtig lief er zu ihnen an die Bänke und ließ sich auf dem Tisch zwischen den beiden nieder, ohne das eine von ihnen etwas merkte. Grinsend beobachtete er Vanessas Gesicht. Sie hatte perfekte Züge. Eine kleine Stupsnase, große Rehaugen, schöne Lippen, die Unterlippe etwas voller als die Oberlippe. Nach einer Weile des Beobachtens holte er leise Luft und sagte dann: „Na Ladies, schönes Wetter heute, nicht?“ Erschrocken fuhren die beiden hoch und fassten sich mit einer Hand ans Herz. „Oh Gott!“, rief Vanessa und atmete schnell und unregelmäßig. Ashley hatte sich schon wieder einigermaßen unter Kontrolle und giftete Zac an: „Bist du vielleicht bescheuert?! Wir hätten einen Herzinfarkt bekommen können!“ Zac schüttelte immer noch grinsend den Kopf. „Wohl kaum, ich denke eure Herzen sind noch gut in Form!“ Er zwinkerte Ashley kurz zu, worauf diese das Gesicht verzog, sich aufsetzte und ihr Top richtete. Vanessa stand immer noch etwas unter Schock, hatte sich aber auch wieder gefasst. „Meine Fresse, du bist doch echt dämlich, Efron! Musstest du uns so erschrecken?“ Zac lächelte sie freundlich an. Jetzt, wo er wusste, wer sie war, fand er das Ganze irgendwie noch lustiger. „Eigentlich wollte ich euch ja einen Gefallen tun!“, grinste Zac und zog sich weiter auf den Tisch. „Ach ja?“, fauchte Ashley. „Was für ein Gefallen soll das bitte sein, wenn er von dir kommt?“ „Autsch!“, lachte Zac und wandte sich wieder zu Vanessa. „Nun ja, ich wollte euch beide zu meiner Party heute Abend einladen!“ Vanessa schaute Ashley geschockt an. Diese stöhnte kurz auf. „Als ob wir zu deiner Party kommen würden, Zac! Echt jetzt!“ Zac grinste immer noch. „Ach kommt schon! Was spricht dagegen an einem Freitagabend ein bisschen Spaß zu haben, hm? Komm schon, Ashie!“ Ashley knurrte. „Nenn’ mich nicht so!“ Zac hob abwehrend die Hände. „Schon gut, schon gut! Aber Ashley, ich weiß, es war mal etwas zwischen uns…“ Ashley tat so als würde sie würgen, Zac ignorierte dies gewissenhaft und fuhr fort: „Aber egal was gewesen ist, das ist Vergangenheit! Ich finde, wir sollten das jetzt einfach vergessen und von vorne anfangen, ohne dieses ganze Ex-Freund und- Freundinnen Drama!“ Ashley schnappte nach Luft, sie war außer sich! Zac lächelte immer noch nett. All dies gehörte zu seinem Plan. Vanessa stand schnell auf, setzte sich neben ihre Freundin und nahm ihre Hand. „Nicht aufregen Ash! Er ist es nicht wert!“, flüsterte sie ihr ins Ohr, aber Ashley war nicht mehr zu bremsen. „Vergessen?! Einfach vergessen?! Es ist doch Vergangenheit?!“, brüllte sie aufgebracht und hätte Vanessa sie nicht zurückgehalten, wäre sie Zac an den Hals gesprungen. „Ach Ashie. Ich weiß, dass du immer noch an mir hängst, aber komm’ schon, es gibt auch noch andere Jungs. Und du bist doch so ein liebes Mädchen, lasst uns doch einfach alle Freunde sein!“, meinte er und breitete die Arme symbolisch aus. „Ich…an dir….hängen?“, fragte Ashley mit schriller Stimme. „Freunde sein?“ Vanessa schüttelte den Kopf und schaute Zac wütend an. „Idiot!“ Zac grinste immer noch. „Ach, wenn ich das jetzt richtig verstehe… Du willst also nur nicht zu meiner Party kommen und Vanessa somit auch davon abhalten, nur weil wir mal zusammen waren und uns nicht wirklich im Guten getrennt haben? Also Ashley, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass du so nachtragend bist. Du warst doch sonst immer so locker drauf!“ „Ich bin locker!“, knurrte Ashley mit zusammengebissenen Zähnen und schloss kurz die Augen. „Und weißt du was, Zac? Wenn’s sein muss, kommen wir auch heute zu deiner Party! Denn Vanessa und ich wissen, wie man Spaß hat. Und wir können auch Spaß haben, wenn jemand wie du dabei ist! Also verlass’ dich drauf, wir kommen!“ Schockiert schaute Vanessa zu Ashley, Zac grinste immer noch. Er hatte, was er wollte. „Was?! Ash! Ich will da nicht hin!“ Ashley schaute Vanessa bittend an. „Ach komm’, Nessa! Du lässt dir von so einem Spacko doch nicht den Freitagabend verderben oder?“ Vanessa stöhnte. „Oh man, na gut!“ Dann wandte sie sich zu Zac. „Aber nur, wenn du mich nicht die ganze Zeit so blöd angräbst!“ Die zeigte mit dem Finger auf ihn und zog drohend ihre Augenbrauen hoch. Zac schwang sich vom Tisch, nahm Vanessas ausgestreckte Hand in seine und hauchte ihr einen Handkuss darauf. „Das kann ich nicht versprechen…“, meinte er lächelnd, drehte sich um und lief zu seinen Kumpels.

Vanessa schüttelte sich kurz und schaute Ashley dann sauer an. „Daran bist nur du Schuld!“ Ashley duckte sich kurz schuldig und folgte Vanessa dann, als diese ins Schulgebäude hineinstürmte.
Als die beiden bei den Jungs vorbeikamen, rief Zac: „Na dann bis heute Abend, Mädels!“ und Vanessa stöhnte noch einmal frustriert auf. Ashley lief einfach geduckt neben ihr her. Sie schämte sich dafür, nachgegeben zu haben, bloß weil Zac sie provoziert hatte.
Die anderen Jungs machten große Augen. „Vanessa und Ashley kommen heute Abend zu dir, Zac?“, fragte Lucas verblüfft. Zac lächelte süffisant. „Jap!“ Ian war wie in Trance. „Wie haste das denn geschafft, Alter?“ Zac zuckte kurz mit den Schultern. „Tja, wenn du ich wärst, könntest du das auch!“ Damit schloss er die Augen und sank zufrieden auf die grüne Wiese hinter sich.

Kapitel 6
„Das werde ich dir niemals verzeihen, Ashley, niemals!“, schrie Vanessa und schritt hektisch durch ihr Zimmer. Ashley blieb ihr dicht auf den Fersen. „Wie oft soll ich mich denn noch entschuldigen, V? Aber er hat mich provoziert und…was hätte ich denn da machen sollen?“ Vanessa fuhr sauer zu ihr herum. „Einfach cool bleiben und ihm zeigen, dass alles, was aus seinem Mund kommt dich gar nicht interessiert, vielleicht? Das wäre die richtige Reaktion gewesen. Aber nein, du musstest ja unbedingt auf deinen Stolz hören und jetzt müssen wir zu dieser dämlichen Party von diesem Spast!“ Ashley seufzte und setzte sich auf Vanessas Bett. „Warum regt dich das Ganze eigentlich so auf, huh? Es könnte dir doch eigentlich sonst wo vorbei gehen, dass du auf diese Party heut’ Abend gehst! Es ist doch eh alles nur zum Spaß haben. Du musst schließlich nicht gegenüber deines Arschloch von Ex-Freundes stehen und zuschauen, wie er deine beste Freundin anbaggert!“ Ashley legte ihren Kopf auf die Knie. Vanessa eilte schnell zu ihr und setzte sich neben sie. „Das ist es ja gerade, Ash! Ich will nicht, dass du uns vielleicht zusammen siehst in einer Pose, die dir vielleicht nicht gefällt, obwohl es eventuell nur daran liegt, dass ich ihn nicht abwimmeln konnte oder so. Dann würde es dich traurig machen und das heißt, ich würde dir wehtun und das will ich nicht. Denn Ashley, ich sehe, dass du das Ganze mit Zac noch nicht richtig verarbeitet hast und ich sehe, wie fertig es dich macht, dass er dich so skrupellos abserviert hat!“ Ashley hob ihren Kopf und lehnte sich gegen Vanessas Schulter. „Och V, ja, vermutlich hast du Recht, ich bin noch nicht richtig über ihn hinweg. Aber ich muss lernen damit umzugehen, dass er krampfhaft versuchen wird, dich rumzukriegen und auch wenn es mich traurig macht, that’s life! Und ich würde mich sogar damit abfinden, wenn du dich irgendwann tatsächlich in ihn verliebst, denn Nessa, mir ist es nur wichtig, dass du glücklich bist. Du warst so lange weg und ich will dich nie wieder verlieren, schon gar nicht durch einen Jungen!“ Vanessa legte ihre Arme um Ashley. „Aaaah, Ashley! Ihh gitt, ich würde mich niemals in Zac verlieben, glaub’ mir! Auf solche alten Frauenhelden steh’ ich nicht. So von wegen große Klappe und nix dahinter, ne? Man, da ist aber noch was, was mich ungemein aufregt! Warum um Himmels Willen erkennt mich denn keiner dieser Idioten wieder? Vor allem Zac! Ich meine, wir waren mal jahrelang die aller besten Freunde, verdammt!“ Ashley grinste. „Ach V, ich sag’s dir, irgendwann, da werden sie dich erkennen und dann, ja dann…“ „Was dann?“ Ashley lachte. „Keine Ahnung, das muss ich mir erst noch überlegen. Aber ehrlich Nessa, mach dir darüber keine Gedanken. Jungs in dem Alter sind sehr, sehr schwer von Begriff!“ Vanessa lachte wieder und boxte Ashley leicht in die Nieren. „So und weißt du was? Wir schnappen uns jetzt ein paar heiße Fetzen aus deinem Kleiderschrank, klatschen und ein schickes Make-Up ins Gesicht und dann zeigen wir diesen Jungs, wie einfach wir auch ohne sie auf ihrer Party spaß haben können!“ Grinsend zog Ashley Vanessa hoch und lachend machten sich die beiden an die Arbeit.
Nach geschlagenen dreieinhalb Stunden kamen die Mädchen wieder aus dem Bad- kaum wiederzuerkennen- und zupften sich nochmal schnell die Klamotten zurecht.
Vanessa trug eine ultra enge Lederleggins und hatte sich ein lilafarbenes Fetzenshirt übergeworfen, dass zwar extrem heiß war, aber dennoch alles verdeckte, was verdeckt sein sollte. Dazu trug sie passende lila Pumps, damit sie größer war und ihr Haar war schön durchgewuschelt und hing ihr chaotisch über die Schultern. Das und ihr dezentes, aber wirkungsvolles Make-Up ließen sie noch etwas verruchter aussehen.
Ashley dagegen hatte sich eine hellblaue Fetzenjeans gekrallt, zu der sie ein enganliegendes, pinkes T-Shirt, dass gut zu ihren blonden Haaren passte, anhatte. Dazu trug sie ebenfalls pinke High Heels und ein relativ grelles Make-Up, dass aber gut mit ihrem Outfit harmonierte.
Grinsend schnappten sich die beiden ihre passenden Handtaschen, verstauten alles Nötige darin und guckten dann schnell noch mal auf die Uhr. „Okay, es ist jetzt neun, Ash. Das heißt, wir können langsam losgehen. Die Party fängt um halb zehn an, stimmt’s?“ Ashley nickte und schnappte sich Vanessas Hand, ehe die beiden das kleine Zimmer verließen. Auf dem Flur stießen sie plötzlich mit Taylor zusammen, der die beiden abschätzend musterte. „Wo wollt ihr denn bitte hin? Zum Schlampentreff?“, meinte er und zeigte auf ihrer beider Outfits. Vanessa schlug ihren Bruder leicht mit der Tasche. „Quatsch, Tay! Wir gehen zu Zac Efrons Party!“ Taylor zog die Augenbrauen hoch. „Ach ja? Haben Mom und Dad es dir erlaubt, vor allem Dad?“ Vanessa stöhnte genervt auf. „Ja, haben sie, Tay. Sie waren beide damit einverstanden, dass ich zu dieser Party heute gehe, da sie ja eh nicht da sind.“ Taylor schnalzte missbilligend mit der Zunge. „Mir wäre es eigentlich lieber, wenn du da nicht hingehen würdest, Nesquik!“ Er schaute sie und auch Ashley besorgt an. „Zac ist nicht mehr der alte, wie er es früher vielleicht einmal war. Ich hab’ vieles gehört und auf seinen Partys fließt immer reichlich Alkohol!“ Vanessa nickte und versuchte nicht allzu genervt zu klingen. Schließlich sorgte sich ihre großer Bruder ja nur um sie und insgeheim mochte sie es, dass er immer ihr großer Beschützer war. „Ich weiß, Taylor. Zac ist nicht mehr der Alte. Das musste ich zur Genüge feststellen. Aber du weißt auch, dass ich mich richtig verhalten werde. Ich trinke normalerweise keinen Alkohol und wenn, dann nur in kleinen Mengen…“ „Am besten gar nicht, Nes. Du bist erst 16.“ „Schon gut, ich werde keinen trinken, ich verspreche es. Aber du musst mir vertrauen, Tay, ich pass’ schon auf mich auf.“ Taylor nickte ergeben. „Okay, aber ihr müsst mir auch versprechen, dass ihr die ganze Nacht lang zusammen bleiben werdet! Manche Kumpels von Zac sind echt zwielichtige Gestalten, ich will nicht, dass einer von euch so einem alleine begegnet! Und wenn es Probleme gibt- egal, was es ist- will ich, dass ihr mich sofort auf meinem Handy anruft, ihr habt die Nummer ja.“ „Versprochen!“, sagten Ashley und Vanessa im Chor und Vanessa gab ihrem Bruder noch einen Kuss auf die Wange, ehe die beiden zur Tür hinaus verschwanden. Seufzend verschloss Taylor die Tür.

Auf dem Weg zu Zacs Party grinste Ashley. „Dein Bruder ist echt süß, Nessa. Er sorgt sich unwahrscheinlich um dich!“ Vanessa nickte und lächelte leicht. „Ja und ich bin ihm dankbar dafür. Aber manchmal ist es echt nervig. Nicht einmal meine Mom und mein Dad übertreiben so.“ Ashley lachte. „Vielleicht weil sie wissen, dass Taylor diesen Part übernimmt.“ Vanessa lachte auch. „Ja, vielleicht…“

Am Haus der Efrons angekommen hörten die beiden schon die laute Musik von drinnen. Klingeln oder anklopfen brauchten sie gar nicht. Die Tür stand offen und zwei Schränke von Männern standen auf jeweils einer Seite. „Is’ ja wie in diesen Nobelclubs. So von wegen ’Du kommst hier net rein!’“, kicherte Vanessa und ließ sich von Ashley zur Tür ziehen. „Wer hat euch eingeladen?“, fragte der linke der beiden Typen und beäugte kritisch Ashleys Ausschnitt. Ashley legte ihre Hand darüber und meinte daraufhin schnippisch: „Der Gastgeber persönlich!“ „Ach ja?“, fragte nun der Rechte und hob die Augenbrauen. „Jaha!“, meinte Vanessa und verdrehte genervt die Augen. „Josh, hol’ mal den Boss!“, sagte der Linke und der Rechte verschwand kurz darauf. „Ach du Scheiße!“, stöhnte Vanessa leise und wartete mit Ashley, bis der Typ endlich zurückkam, mit Zac im Schlepptau. Als dieser Vanessa und Ashley erblickte, grinste er. „Alles klar, Josh, Carter. Die beiden sind unsere Ehrengäste!“, meinte Zac grinsend, schlang Vanessa seinen Arm um die Hüfte und zog die beiden Mädels so mit sich. Vanessa und Ashley schauten sich geschockt an und mussten ein Grinsen unterdrücken. Zac versuchte anscheinend krampfhaft, sie zu beeindrucken. Nun ja, auf jeden Fall Vanessa.
Als Zac endlich seine Hand von Vanessas Taille löste, rutschte diese sofort einen Schritt weiter nach rechts und verschränkte ihre Finger mit Ashleys. Das sollte so viel heißen, wie: Finger weg, ich habe keinen Bock auf Jungs! Aber Zac ignorierte dies gekonnt, krallte sich einen Drink und hielt ihn Vanessa hin. „Was ist das?“, fragte sie skeptisch, nahm den Pappbecher in die Hand und roch daran. Alkohol, definitiv! „Cola, nix schlimmes!“ Vanessa schaute ihn kurz an und stellte dann den Becher fort. „Ich hab’ keinen Durst, danke.“ Hinter Vanessas Rücken seufzte Zac kurz erschöpft auf. Vanessa war so kompliziert, ganz anders, als die Mädels, die er bisher erobert hatte. Aber irgendwie reizte ihn auch gerade das. Sie war gerade dabei eine heiße Diskussion mit Ashley zu führen, da legte der DJ ein neues Lied auf und Zac schnappte sich schnell Vanessas Hand. Erschrocken schaute sie ihn an. „Willst du tanzen?“, fragte er grinsend, legte ihr einen Arm um die Schultern und zog sie mit sich. Vanessa sandte einen Hilfeblick an ihre beste Freundin ab, die darauf nur eine abfällige Handbewegung machte. Das sollte so viel heißen wie: Ach, mach nur, Nessa, du machst das schon! Hilflos ließ Vanessa sich mitziehen, ehe sie sich plötzlich mit Zac mitten auf der Tanzfläche wiederfand. Alle anderen Leute um sie herum, tanzten, was das Zeug hielt, nur sie stand stocksteif da. Zac grinste sie an und fing an sich zum Takt der Musik zu bewegen. „Na? Willst du nicht auch mal anfangen zu tanzen? Ich hätte gewettet, dass so ein heißes Stück, wie du, richtig abgeht auf der Tanzfläche. Da hab’ ich mich wohl oder übel getäuscht.“ Aus zusammengekniffenen Augen schaute Vanessa Zac an. Sie konnte tanzen, denn sie liebte es. Sie hatte Tanzen im Blut und das wusste sie auch. Und das würde sie Zac auch beweisen. Langsam fing sie an, ihre Hüften zu kreisen, bis sich ihr gesamter Körper im Rhythmus der Musik bewegte. Zac und sie tanzten eine ganze Weile lang voreinander, bewegten sich individuell. Doch bald darauf streckte Zac seine Arme aus, legte sie um Vanessas Hüfte und zog sie an sich heran. So tanzten sie gemeinsam und es schien, als wären sie zu einem Wesen verschmolzen, so gut passten ihre Bewegungen ineinander. Und Vanessa spürte, - obwohl sie es sich nie eingestehen würde- dass sie Spaß daran hatte mit Zac zu tanzen und dass sie sich wohlfühlte. Als das Lied dann zu Ende war und anfing ein neues, langsameres Lied zu spielen, schaute Vanessa Zac kurz erschrocken in die Augen, sagte schnell: „So, bitteschön, jetzt hab’ ich mit dir getanzt.“ Und drehte sich um. Zac schaute ihre eine Weile lang hinterher. Er musste sich erst noch daran gewöhnen, dass er bei Vanessa geduldig sein musste. Sie war anders, als all die billigen Mädchen, die er bisher gehabt hatte. Aber dennoch frustrierte ihn ihr Verhalten. Bis eben schien alles perfekt gelaufen zu sein. Sie hatte zusammen getanzt und er hatte gespürt, dass es ihr gefallen hatte. Aber spätestens, wenn er ihr zeigen würde, dass er sie erkannte, würde sich ihre Meinung über ihn ändern, da war er sich sicher. Oder er bildete es sich zumindest ein, sicher zu sein.

„Scheiße, Nessa! Du hast grad mit Zac getanzt!“ Vanessa nickte seufzend. „Ja, oh man. Das war so verrückt. Er meinte, ich könne nicht tanzen, zumindest hat er so was Ähnliches gesagt. Und dann wollte ich es ihm beweisen, dass ich es doch kann und dann hab’ ich mich einfach gehen lassen.“ Ashley nickte. Ihr Gesicht glühte vor Begeisterung, was Vanessa verwirrte. „Du hättest euch mal sehen sollen, Nes! Eure Bewegungen waren so gut aneinander angepasst, dass sie vollkommen fließend ausgeführt werden konnten. Ihr saht aus, als wärt ihr eine Gestalt. Wow, ich wusste nie, dass du und auch Zac so gut tanzen könnt. Scheiße, ihr saht traumhaft zusammen aus!“ Und als Ashley dies sagte, war keine Traurigkeit in ihrer Stimme, sondern pure Verblüffung und Begeisterung. Vanessa stöhnte. „Na klasse. Ich will nicht, dass wir gut zusammen aussehen, Ash! Da zwischen uns eh nie was laufen wird!“ Ashley schaute Vanessa skeptisch an. „Da bin ich mir nicht so sicher. Ich konnte es bis hier hin knistern hören!“, grinste sie und stupste Vanessa freundschaftlich an. Entgeistert blickte Vanessa Ashley ins Gesicht. „Wie bitte? Du warst doch diejenige, die gesagt hat, ich solle mich von ihm fernhalten, er sei ein Arschloch!“ Ashley hob die Achseln. „Ja schon, aber nachdem ich euch zwei so beobachtet habe. Vielleicht kannst du unseren alten Zac ja wieder aus dem neuen rausholen und ihn zu einem bessern Menschen machen, wer weiß? Vielleicht ist das ja alles Schicksal. Das du gerade jetzt wieder gekommen bist, wo Zac auf Beutejagd ist.“ Vanessa schaute Ashley misstrauisch in die Augen. „Hast du getrunken?“ Ashley schmollte. „Nur ein kleines bisschen, aber ernsthaft, Nessi, denk’ mal drüber nach.“ Vanessa schüttelte den Kopf. „Ja ja, ich glaube, wir gehen jetzt besser. Du verträgst Alkohol nicht besonders gut, schon vergessen?“ Ashley sträubte sich. „Quatsch, mir geht’s klasse!“ „Ja, ich seh’s, komm’ jetzt, Ash!“ Ashley schüttelte den Kopf. „Nein, ich will nicht. Mir geht’s wirklich gut! Lass’ uns noch ein bisschen bleiben.“ Seufzend ließ sich Vanessa neben Ashley nieder. „Na gut, wenn du willst.“ „Klasse, Vanny!“, freute sich Ashley und nahm die Hand ihrer Freundin. „Warum hast du eigentlich so immense viele Spitznamen für mich, während ich nur einen für dich habe?“, fragte Vanessa nach einer Weile und schaute Ashley an. Diese zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, ich…“ Doch da wurde sie schon von einer tiefen Stimme unterbrochen. „Entschuldigung, könnte ich die reizende blonde Schönheit zu einem Tanz auffordern?“, fragte Scott- ein Junge aus ihrer Stufe- und lächelte charmant. Ashley drehte sie mit glänzenden Augen um. „Ich?“ Scott nickte lächelnd. Verunsichert schaute Ashley wieder zu Vanessa. Diese nickte ihr nur aufmunternd zu. Ashley konnte ein wenig Ablenkung und einen neuen Jungen gut gebrauchen. Und wenigstens war Scott nicht in Zacs Gang, von daher… „Klar, schnapp’ sie dir und zerr’ sie auf die Tanzfläche, Tiger! Sie liebt Tanzen!“, sagte Vanessa gelangweilt und begutachtete ihre Fingernägel. Grinsend griff Scott nach Ashleys Hand und zog sie mit sich. Ashley schaute noch mal über ihre Schulter zurück zu Vanessa und formte mit ihren Lippen ein ’Danke’, woraufhin es diesmal Vanessa war, die eine wegwerfende Handbewegung machte.
Während Ashley und Scott ausgiebig tanzten, stand Vanessa an Rand, schaute den beiden zu und langweilte sich zu Tode. Außerdem war sie müde. Am liebsten hätte sie sich jetzt einfach irgendwo hingelegt und hätte geschlafen, aber das ging jetzt wohl schlecht, schließlich war sie bei Zac. So stand sie nun da und ließ ihren Blick gelangweilt durch den Raum schweifen. „Na, so allein?“, kam es von Rechts und erschrocken schaute Vanessa dorthin, wo die Stimme herkam. Da stand Greg, einer aus den oberen Stufen, direkt neben ihr und war sichtlich voll. Er schwankte schon und musste sich an der Kante des Tisches festhalten. Vanessa wich einen Schritt zurück. „Jap!“ Greg kam wieder ein Stückchen näher. „Darf ich dir denn dann ein wenig Gesellschaft leisten?“ Vanessa wich ihm aus, als er ihr einen Arm um die Schultern legen wollte. „Nein, danke. Ich bin gerne mal ein bisschen allein. Aber vielen Dank!“ „Ach komm schon, Püppchen, nun zier’ dich nicht so!“ Jetzt riss Vanessa langsam der Geduldsfaden. Der Typ nervte sie extremst. „Ich zier’ mich nicht, ich find’ dich einfach nur extremst ätzend! Also mach’ dich vom Acker, bevor ich aggressiv werde!“ Doch Greg ließ nicht locker. „Ach komm, ich weiß, du willst es doch auch.“, sagte er, kam ihr wieder näher und fasste ihr ohne Vorwarnung fest in den Schritt. Vanessa sprang zurück, klatschte ihm kurz eine und rannte dann aus dem Zimmer. Sie fühlte sich überhaupt nicht mehr wohl. Sie hatte sich zwar von Anfang an nicht besonders gut gefühlt hier in Zacs Wohnung, die früher für sie wie ein zweites zu Hause gewesen war, aber jetzt schien keiner mehr wirklich nüchtern zu sein und Vanessa sah kaum noch ein paar Mädchen. Überall hingen nur versoffene Oberstufenjungs rum, die anscheinend alle etwas notgeil zu sein schienen. Mit Tränen in den Augen lief sie die altbekannte Treppe zu Zacs Zimmer hoch, machte seine Zimmertür auf und schlüpfte hinein. Hier kehrte das Sicherheitsgefühl allmählich wieder zurück. Sie setzte sich auf Zacs Bett, dass immernoch dasselbe war wie früher und rollte sich ganz klein zusammen. Vielleicht sollte sie Taylor anrufen und ihn fragen, ob er sie abholen könne. Aber sie wollte Ashley nicht den Abend verderben. Sie schien endlich jemanden gefunden zu haben, der einigermaßen anständig und noch dazu an ihr interessiert war. Und nach der Sache mit Zac hatte sie das auch verdient. Bei Scott war sie bestimmt sicher, vor betrunkenen Spinnern. Aber runter gehen würde Vanessa nicht wieder. Die ziemlich intime Berührung dieses völlig fremden Typen hatte sie verstört. Noch nie war sie von einem Fremden so hart angefasst worden und auch noch nie an dieser Stelle. Ehrlich gesagt, war sie sogar noch Jungfrau. Seufzend legte sie ihren Kopf auf die Knie und dachte darüber nach, was sie die Zeit lang tun könnte, bis Ashley endlich auch gehen wollen würde. Und während sie so nachdachte, bemerkte sie gar nicht, wie sie allmählich einnickte.

„Jo man, ich komm’ gleich wieder runter. Zieh’ mir nur schnell ’ne frische Hose an. Die hier ist voll mit Bier. Warum musste mir dieses verrücktes Weib auch den Becher über die Hose schütten?“, rief Zac. Ian lachte. „Missgeschicke passieren nun mal, Zac!“ Grinsend legte Zac seine Hand an die Klinke und öffnete die Tür zu seinem Zimmer. Als er kurz darauf das Licht einschaltete, erschrak er erstmal fürchterlich. Auf seinem Bett lag eine kleine Gestalt, zusammengerollt auf den Laken und schlief. Welche freche Göre hatte sich damit nur wieder Chancen bei ihm verhofft? Als er aber näher ranging, bemerkte er, dass die eingerollte Person Vanessa war und seine Augen wurden groß. Warum war sie hier oben? Doch dann musste er plötzlich lächeln. Bestimmt hatte sie sich nicht mehr wohl gefühlt unten und war geflüchtet, um Ashley nicht den Abend zu verderben. Wie leicht es doch war, Erinnerungen abzurufen, nachdem es richtig ’Klick’ gemacht hatte. Vorsichtig setzte er sich zu ihr aufs Bett. Sie sah echt süß aus, wenn sie schlief. Grinsend strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Da blinzelte Vanessa plötzlich und schlug erschrocken die Augen auf. Als sie in Zacs Gesicht blickte, lief sie rot an. „Oh!“, rief sie und sprang auf. „Oh, tut mir Leid, ich wollte nur…und dann…ja, ich..äh…“ Zac lachte. „Kein Problem, du schaust erschöpft aus. An deiner Stelle würde ich nach Hause gehen.“, meinte er, kramte eine Hose aus seinem Schrank und verließ das Zimmer. Er war vielleicht ein Macho und wollte Vanessa unbedingt für sich gewinnen, aber er war schließlich kein Unmensch und Vanessa war die ganze Situation sichtlich peinlich gewesen. Außerdem hatte sie so unwahrscheinlich verletzlich ausgehen, beim Schlafen. Er wollte ihr die Chance geben, sich erstmal richtig auszuruhen, bevor er sie wieder anbaggern würde. Grinsend lief er ins Bad und wechselte seine Hose.
Vanessa dagegen war immer noch knallrot im Gesicht, schnappte sich ihre Tasche und stürmte die Treppe hinunter. Am Treppenabsatz erblickte sie auch schon Ashley mit Scott an ihrer Seite. „Nessa!“, rief Ashley. „Da bist du ja! Ich habe dich überall gesucht. Was hast du da oben getrieben?“, fragte sie und grinste gemein. Vanessa schüttelte kurz den Kopf. „Nicht das, was du denkst, Ash. Aber könnten wir jetzt eventuell gehen?“ Ashley nickte und wandte sich an Scott. „Ich geh’ dann jetzt mal mit Nessa nach Hause.“ Scott schaute sie von oben herab an. Er war ein richtiger Riese! „Soll ich euch begleiten?“, fragte er und strich Ashley eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ashley schüttelte den Kopf. „Nein, schon gut. Ich glaube, Vanessas Bruder kann uns abholen.“ Sie schaute fragend zu Vanessa. Diese nickte und kramte ihr Handy aus der Tasche. Während Ashley und Scott in einen sanften Kuss verfielen, den Vanessa fasziniert beobachtete, rief sie ihren Bruder an, der sich sofort bereit erklärte, die beiden abzuholen.
Nach fünf weiteren Küssen konnte Vanessa Ashley endlich dazu bewegen, zur Tür zu gehen. Sie verabschiedeten sich noch schnell von den beiden Schränken, ehe sie sich an den Straßenrand stellten und auf Taylor warteten. Vanessa grinste Ashley an und Ashley grinste verliebt zurück. Und dann fingen die beiden an und tauschten sich über den Abend aus. Als Taylor dann endlich kam, ließen sie sich erschöpft in die Sitze fallen und schliefen schnell ein.

Kapitel 7
Am nächsten Morgen wachte Vanessa erst auf, als die Sonne schon hell am Himmel stand und musste sich dann erstmal orientieren. Als sie realisiert hatte, dass sie sich zu Hause in ihrem Bett befand, ließ sie sich erst noch mal zurück in die Kissen fallen. Gestern war wirklich ein schräger Abend gewesen. Getanzt mit Zac, Ashley zu ihrem Glück verholfen, betatscht worden, dann in Zacs Zimmer eingeschlafen und dann endlich gegangen. Schräg!
Genüsslich seufzend legte sie sich einen Arm quer über die Augen, um die Sonnenstrahlen etwas an ihrer Intensität zu schwächen. Es half nicht. Sie war hellwach, wäre es aber lieber nicht gewesen. Was zur Hölle hatte sie dazu veranlagt eng umschlungen mit Zac Efron zu tanzen und am Ende in seinem Zimmer zu landen? Stöhnend richtete sie sich auf und warf sich die Decke vom Körper. Es half auch nichts, wenn sie sich selbst niedermachte. Somit stand Vanessa auf, streckte sich einmal kurz, ehe sie sich ein paar Klamotten aus dem Schrank fischte und in das angrenzende Badezimmer hopste. Ein dämlicher Zac Efron würde ihr garantiert nicht diesen wunderschönen Sonnentag vermiesen! Wenn sie wüsste…

Als Zac aufwachte, war das Erste, was ihm auffiel, dass er falsch herum in seinem Bett lag. Verwirrt hob er den Oberkörper an und schaute sich um. Tatsächlich, sein Kopf lag am Fußende und er konnte seine Zehen unter der Bettdecke am Kopfende hervorlugen sehen. Leicht grinsend schüttelte er den Kopf. Der Tanz mit Vanessa gestern schien ihn ganz schön aus dem Konzept gebracht zu haben, wenn er morgens schon falsch herum im Bett aufwachte. Vielleicht lag es aber auch nur an dem Traum, den er letzte Nacht gehabt hatte. Darin war Vanessa nämlich auch vorgekommen. Nun wurde Zacs Grinsen breiter und er setzte sich richtig auf. „Kleine, süße, unschuldige Vanessa Hudgens…“, murmelte er leise und stand unhandlich auf. Er riss sich die Decke vom Körper und tapste ins Bad, wo er sich erstmal eine heiße Dusche gönnte. Denn heute war der Tag. Heute würde er zu Vanessa gehen und ihr zeigen, dass er sie wiedererkannte. Und er war aufgeregt, was ihn innerlich verwirrte. Noch nie war er nervös oder gar aufgeregt gewesen, bei dem Gedanken ein Mädchen zu besuchen.
Es war alles so anders als sonst. Aber genau dies war es, was Zac so enorm reizte. Sonst hatte er immer genau gewusst, was als nächstes passieren würde. Hatte sich sein Leben einfach so zurechtgelegt, wie er wollte, konnte alles bestimmen. Doch nun war es anders. Und obwohl Zac es ziemlich frustrierte, wie wenig Vanessa auf seine Flirtversuchen und seinen Charme reagierte, musste er sich eingestehen, dass es einen gewissen Reiz hatte, etwas tun zu müssen, als immer nur alles so zu bekommen. Immernoch grinsend entledigte er sich seiner Boxershorts und stieg in die Dusche.

„Mh, mh, mh…“ Summend stand Vanessa in ihrer Küche und hantierte mit dem Brötchenkorb und den ungefähr zehn verschiedenen Marmeladengläsern, bis sie es schließlich schaffte, alles auf den Tisch zu stellen. Just in diesem Moment kam ihr Bruder um die Ecke und hätte seine kleine Schwester beinahe von den Füßen geworfen. „Hupsa, Nessa, mein Gott, dass du schon auf bist, damit hätte ich nicht gerechnet!“, grinste er und schnappte sich Vanessas Kaffeetasse, die auf der Küchenablage stand und nahm einen Schluck. Vanessa verdrehte die Augen und machte weiter damit, Sachen auf den Tisch zu stellen. Als dann auch ihre Eltern in die Küche trudelten, gab ein gemütliches Frühstück im Familienkreis. Der Tisch wurde danach kurzerhand von allen schnell abgeräumt, bis nur noch Vanessa und ihre Mutter in der Küche standen und die Teller spülten.
„Das war ja jetzt wieder logisch, dass das Abwaschen an uns hängen bleibt, während unsere Jungs draußen, bei wunderschönem Wetter an ihren Autos und sonstigen Gefährten rumschrauben.“, schnaubte Vanessas Mutter, woraufhin diese anfing zu lachen. „Oh Mom, dieses Spiel geht nun schon jahrelang so und jetzt fängst du an dich zu beschweren?“, grinste sie und bekam daraufhin eine Ladung Schaum ins Gesicht. Kreischend schlug sie mit dem Marmeladenlöffel nach ihrer Mutter. „Du weißt genau, wie ich das meine!“, lachte diese und nahm Vanessa den Löffel aus der Hand. „Ich liebe meine Pflichten als Mutter, aber manchmal muss man eben ein wenig Dampf ablasse.“ Vanessa nickte immer noch grinsend. „Verstehe schon.“ Sie ließ ihre Augenbrauen zweimal in die Höhe fahren, ehe sie sich daran machte, die Teller abzutrocknen.
„Und was hast du heute so vor?“, fragte Vanessas Mutter nach einer Weile, als sie fast fertig waren mit Abwaschen. Achselzuckend verstaute Vanessas das saubere Besteck in der Schublade. „Vielleicht ruf’ ich Ashley an und frage sie, ob wir shoppen gehen oder nen Kaffee trinken oder ins Schwimmbad gehen, ach…mal sehen.“ Sie lachte. „Auf jeden Fall müssen wir irgendetwas draußen machen. Das Wetter ist herrlich!“ Vanessas Mutter nickte und warf das Geschirrtuch in eine Ecke der Küche. „Das halte ich für eine fantastische Idee. Ich werde jetzt auch erst einmal Loreley besuchen gehen. Sie hat mich und ein paar andere zum Tee in ihrem wundervollen Garten eingeladen.“ Vanessa schmunzelte. Ihre Mutter liebte solche Dinge wie Teepartys in Gärten. „Na dann auf geht’s, ich wünsche dir viel Spaß.“ Sie schenkte ihrer Tochter noch ein herzliches Lächeln, ehe Gina Hudgens sich ihre dünne Strickjacke schnappte und die Tür hinter sich zuzog. Nun war Vanessa alleine. „Höhö, Vanessa allein zu Haus.“, murmelte sie grinsend und hüpfte leise summend die Treppe hoch. Sie würde jetzt Ashley anrufen.
Auf halber Strecke jedoch machte ihr jemand einen Strich durch die Rechnung. Es klingelte an der Tür. Seufzend kehrte Vanessa wieder um und murmelte leise vor sich hin. „Mom, wenn du jetzt wieder deine Schlüssel vergessen hast, binde ich sie dir an einem Halsband um den Hals.“ Kaum unten angekommen, riss sie schon die Haustür auf und rechnete mit einem total verschwitzten Taylor, der nach etwas zu Trinken fragte oder ihrer Mutter, die ihre Schlüssel vergessen hatte. Doch mit demjenigen, der nur vor ihr, cool an den Türrahmen gelehnt in der Tür stand hatte sie nicht gerechnet. Schließlich stand niemand geringeres vor ihr als der High School Charmeur Zachary Efron höchstpersönlich. Vanessa kniff die Augen zusammen und ging leicht in Angriffsstellung. Sie hatte die letzte Nacht nicht vergessen und wollte sie vor diesem Macho nicht noch einmal die Blöße geben. Allein dafür, dass sie mit diesem Vollidiot getanzt hatte, wollte sie im Erdboden versinken.
Als Zac bemerkte, dass Vanessa die Tür geöffnet hatte, blickte er mit seinen strahlenden blauen Augen von unten zu ihr herauf und sagte mit sanfter Stimme und glitzernden Augen: „Hey Keks!“
Diese beiden Worte ließen Vanessas erstarren und erstmal nicht so schnell wieder entstarren. Hilfesuchend klammerte sie sich mit ihrer rechten Hand an den Türgriff und stützte ihre Linke am Türrahmen ab. Zac hatte sie doch allen Ernstes erkannt! Er kannte sie und hatte sie mit ihrem früheren Spitznamen angesprochen! Zischend atmete sie aus, dann ging alles ganz schnell. Es war eine Blitzreaktion, die Vanessa einfach nicht unter Kontrolle hatte. Denn kurz darauf hätte sie sich dafür selbst erhängen könnten.
Blitzschnell hatte sie die Hände von Klinke und Rahmen gelöst und war Zac in die Arme gesprungen. „Zac!“, rief sie. Und nach zwei weiteren Atemzügen kam ein genuschelte „Du erkennst mich!“ hinterher, dass jedoch an Zacs Schulter unterging. Leicht überfordert wankte Zac einen Schritt zurück, doch als er sein Gleichgewicht wiedergefunden hatte, legte er grinsend seine Arme um Vanessa. Dass es so leicht werden würde, hätte er wirklich nicht gedacht. Innerlich war er sogar etwas enttäuscht. Sie roch aber so verboten gut! Tief atmete Zac den Duft Vanessas Haare ein. Kurz darauf löste diese sich plötzlich und augenblicklich von Zac und stolperte gut zwei Schritte zurück. Erschrocken über ihre eigene Tat, schaute Vanessa Zac aus weit aufgerissenen Augen an, ehe sie peinlich berührt ihre Klamotten wieder glatt strich. „Tut mir Leid.“, murmelte sie und schaute zu ihrem ehemaligen besten Freund auf. Das Grinsen auf Zacs Lippen war trotz des abrupten Stimmungsumschwungs von Vanessa nicht gewichen. „Ich habe da gar keine Probleme mit.“ Vanessas Lippen verengten sich zu einem Strich, ehe sie ihm gegen den Oberarm boxte. „Hör auf damit!“, schmollte sie. „Es hat lange genug gedauert, bis du Vollpfosten überhaupt gemerkt hast, wer ich bin, da brauche ich dein dämliches Machogehabe nicht auch noch!“ Zac grinste immer noch, aber nicht mehr ganz so anzüglich. „Okay, tut mir Leid.“ Nun grinste Vanessa zufrieden. „Bekomme ich jetzt noch eine Umarmung von meiner besten Freundin? Ich benehme mich auch!“, versprach er und lächelte sie mit blitzenden Zähnen ganz süß an. Vanessa seufzte und schaute Zac skeptisch an, als dieser seine Arme öffnete, um Vanessa zu empfangen. Doch nach einer Weile fügte sie sich, kam Zac zögerlich entgegen und ließ es zu, dass er seine Arme um sie legte. Während er ihr sanft übers Haar strich, vergrub sie ihr Gesicht an seiner Brust. „Ich habe dich vermisst…euch alle!“, flüsterte Vanessa leise und war sich nicht einmal sicher, ob Zac ihre Worte gehört hatte. Doch er hatte sie vernommen. „Wir haben dich anfangs auch alle schrecklich vermisst. Doch dann irgendwann, ich weiß nicht, wann und wie es passiert ist, haben wir deinen Umzug einfach verdrängt, damit es nicht so wehtut.“, sagte Zac daraufhin und wunderte sich, dass es sogar die Wahrheit war, die ihm über die Lippen kam. Kurz schüttelte er den Kopf, um die Sanftheit aus seiner Stimme zu bekommen. Er wurde doch jetzt nicht tatsächlich noch sentimental, oder? Er war Zac Efron, verdammt! Da löste sich Vanessa wieder von ihm. „Uh, meine besten Freunde verdrängten meine Existenz. Ich fühle mich unwahrscheinlich geliebt.“, sagte sie sarkastisch, doch in ihren Wangen saß das amüsierte Lachen. Und Zac sah es. „Ach, Liebe kann ich dir geben.“, meinte er und zwinkerte ihr zu. Vanessa verdrehte die Augen, ehe sie sich umdrehte und Zac hinter sich herwinkte. Als sie im Haus angekommen waren, drehte sie sich wieder zu ihm um. „Seit wann bist du eigentlich so ein… Arsch?“ Vanessa grinste über ihre Ausdrucksweise und auch Zac konnte nichts anderes als lächeln, während er sich neben Vanessa auf die Couch fallen ließ. „Nette Ausdrucksweise.“, neckte er sie, ehe er wieder ernst wurde. „Aber ich bin kein Arsch, Vanessa. Ich habe mich einfach nur verändert.“ Vanessa zog eine Augenbraue hoch. „Du spielt mit jeglichen Mädchen und deren Herzen.“ Zac grinste wieder kurz. „Okay, ich bin ein Arsch.“ Nun musste Vanessa gegen ihren Willen lachen. „Aber der alte Zac hat mir besser gefallen.“ Leicht schmollend verschränkte sie die Arme vor der Brust. Zac schaute die zweifelnd an. „Vanessa, der alte Zac war süße 14 Jahre alt, der neue Zac ist jetzt schon 17 und unsagbar heiß!“ Nun verdrehte Vanessa wieder die Augen. „Und unsagbar eingebildet.“ Zac zuckte die Achseln. „Wie man’s nimmt. Aber du hast dich auch ganz schön verändert.“, sagte er und musterte Vanessa einmal von oben bis unten. „Ich meine, schau dich an! Du bist lecker!“ Leicht schockiert verschränkte Vanessa die Arme noch fester vor ihrer Brust. „Boa, musst du mich so behindert anmachen?“, fragte sie und tippte Zac mit dem Finger gegen die Stirn. Dieser nahm ihre Hand und hielt sie fest. „Tut mir Leid, aber da kann ich einfach nichts gegen tun. Bei heißen Frauen geht der Mann mit mir durch.“ Und ein weiteres Mal verdrehte Vanessa die Augen. „Aber du…“, fing sie an, als plötzlich die Haustür aufging und ein verschwitzter Taylor ins Haus gejoggt kam und stocksteif stehen blieb, als er seine Schwester mit Zac Efron auf dem Sofa sitzen sah. Seine Augen verengten sich. „Hey Zac!“, meinte er und beäugte ihn. Dieser nickte ihm kurz zu und schenkte seine Aufmerksamkeit danach wieder Vanessas Décolletée und ihrer Hand in seiner. „Taylor.“ Vanessa wirkte verunsichert. „Hey Tay. Du kennst Zac also noch, schön. Was gibt’s?“ Sie grinste ihn leicht an, doch der Blick ihres großen Bruders war immer noch auf Zac gerichtet. „Ich brauche dich mal kurz draußen, Nesquick. Tut mir Leid Zachary, ich muss meine Schwester kurz entführen.“ Dieser biss kurz die Zähne aufeinernander, nickte dann aber. Er hatte Taylors Blick gesehen und gespürt. Vanessas großer Bruder hegte also einen Groll gegen ihn. Das war nicht gut. Da würde es noch schwerer werden, Vanessa zu bekommen, als es eh schon war. Obwohl er seiner Meinung nach schon ziemlich weit gekommen war.

(c) Melly's production

Bescheidisagi:
1. ZaNeSsA_22
2. SimplePlan-Freak
3. Cookiie
4. zanessa in love10
5. MrsEfronx3
6. vanessa_zac_zanessa fReak
7. Vanessa Darling Hudgens
8. -psycho-
9. Nessa11295
10. Bibi_62
11. NaNa x3
12. KatherinePierce
13. hsm_love_
14. schwesterleisback
15. VashLey FreaK
16. ZaNeSsA-For-EVer
17. julia-HSM-fan
18. Vany 1995
19. SweEt_DeMi_LovAtO
20. ricky92
Erweiterung:
21. saadet
22. Kira232
23. honeybells94
(Also gut, ich will mal nicht so sein! xD Ich erweitere meine Bescheidsagliste um weitere 10, wer denn Bedarf hat! :] Aber mehr als 30 werd' ich wirklich nicht Bescheid sagen. ;))

Woah Melly, das is einfach

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Woah Melly, das is einfach überwältigend!!
Ich will unbedingt mehr davon lesen :D
-Sissi :)

wow gefällt mir richtig

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wow gefällt mir richtig gut
kannst mir bitte bescheid geben??
lg :-*

Der Anfang ist echt toll.

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Der Anfang ist echt toll. Ich will unbedingt wissen wie's weiter geht. :)
Sag mir bitte Bescheid. ;)
Liebe Grüße.
Alex.

Do you feel like you've lost everything you can lose?
This is it, can you hear me?
When you cry do your tears ever chill up the room?
Calling out in a moment of need.

hmm uhh "...Das“ Sie

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hmm
uhh
"...Das“ Sie zeigte einmal an ihrer Gestalt herunter. „ist noch nichts für dich!“
Sehr genial C:
Bekomme ich bescheid bitte ? *schrei*

hi

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Der Prolog ist echt super
geworden sagst du mir bescheid?

Der prolog klingt schon mal

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Der prolog klingt schon mal super! :D
Bescheid bitte ;D
<3

Leben. Lieben. Loslassen können.

Richtig toll. Sag mir bitte

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Richtig toll.
Sag mir bitte bescheid. <3

"There are multiple sides to all of us. Who we are and who we might be if we follow our dreams." - Miley Cyrus

hamma *---* schnell weiter

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hamma *---*

schnell weiter machen,ya?
&nd sei bitte so lieb und geb mir bescheeeid!!
wär echt lieeeb von dir.
<3

cool deine story ist

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cool deine story ist wirklich toll sie ist total lustig wenn es dir nichts ausmacht hätte ich gern bescheid gewusst wenn ein neuer part da ist

Wow. Hört such echt gut an

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Wow.
Hört such echt gut an o__O
Bekomm ich bitte Bescheid?

Freunde sind wie BHs,
sie lassen dich nicht hängen und
sind immer in der Nähe deines Herzen

__
Michelle+Tia Ich liiiebe euch

νσи αℓℓєи νєяℓαѕѕєи

 

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