му вℓσσ∂у ναℓєηтιηє ||Kapitel 10||
му вℓσσ∂у ναℓєηтιηє ||Kapitel 10||
Hey Leute!!!^^
Vor ein paar Tagen kam mir da wieder einmal die Idee zu einer neuen Story von mir. Naya, die Zeit ist etwas komisch, aber es passt zur Handlung!!!^^
Viel möchte ich eigentlich auch nicht mehr dazu sagen, außer das Vampir- Fans hier voll auf ihre Kosten kommen werden (nehmt die ruhig als kleinen Zeitvertreib, bis "Eclipse" in den Kinos läuft!!!^^).
Viiiiiiiiiiiiiiel Spß beim Lesen!!!!!!!!!!!!!!!^^
P.S: Es werden viele "bekannte" Vampire den Weg in meine Story finden, also freut euch schonmal drauf!!!^^
Bescheid
saadet
ZaNeSsA_22
ricky92
zanessa ist dufte
Feli
Prolog
Langsam öffnete ich meine Augen. Ich merkte zwar, dass es dunkel war, aber ich sah diese Dunkelheit irgendwie anders. Alles in dieser kleinen, heruntergekommenen Gasse sah ich so gestochen scharf wie noch nie in meinem bisherigen… Leben. Ich sah, wie das warme Licht eines Lagerraums von einem kleinen Lebensmittellagers durch einen schmalen Spalt sanft in meine Richtung fiel. Ich versuchte mich irgendwie aufzurichten, aber ich war einfach zu schwach. Ein Pochen machte sich in meinem Kopf breit. Ich fuhr einmal leicht mit meinen Fingern über die Stelle und bemerkte, dass ich anscheinend geblutet haben musste. Eigentlich hatte ich immer Probleme damit, Blut zu sehen, aber hier in dieser Gasse fand ich zum ersten Mal so ein komisches Gefallen an meinem… Blut.
Ich hatte mich grade etwas aufgerichtet, als ich auf einmal merkte, wie mich irgendjemand beobachtete. „Wer bist du?“, hauchte ich der Person mit der für mich größten Kraftreserve entgegen. Die Person trat in den Lichtkegel. Die Frau grinste mich an. Ihre schwarzen, langen Haare fielen sanft über ihre Schultern und irgendwie schimmerte ihre Haut sanft im Licht und ihre strahlend braunen Augen beruhigten mich. „Das ist jetzt unwichtig. Ich hab schon gedacht, dass du doch noch stirbst. Wahrscheinlich wäre das besser gewesen als das, was dich jetzt erwartet.“, sagte sie etwas nervöser. „Was soll schlechter sein als der Tod?“ Als ich dies gefragt hatte, sah sie mich aufmerksam an. „Ganz einfach: Das ewige Leben! Und dies besitzt du jetzt. Von dieser Nacht an. Du bist –und jetzt erschreck dich nicht- jetzt ein Vampir!“…. …. ….
Perplex sah ich einmal an mir runter. „Ein Vampir? Das ist ein Scherz oder?“, fragte ich. Die Frau grinste noch breiter und einfühlsamer. Sie sagte: „Ich wünschte es wäre einer. Aber ich muss dich enttäuschen. Das was ich gesagt habe stimmt. Du bist genauso ein Vampir, wie ich einer bin. Nur ich weiß leider schon, was dir alles noch so bevorsteht. Und glaub mir, das ist echt kein Zuckerschlecken! Obwohl du es bestimmt etwas leichter hast, als so mancher anderer. Denn zu sehen, wie ein Mensch in deinen Händen und vor allem wegen dir stirbt, ist das grauenhafteste in unserem Dasein!“ Nachdem sie diese Worte gesprochen hatte, verschwand ihr Grinsen, ihr Blick verfinsterte sich und wanderte von mir zu ihren Füßen. „Warum sollte ich es als etwas leichter haben, was ich gar nicht bin?“ Die Frau verdrehte einmal die Augen. „Glaub mir, du bist einer von uns. Du musst nur noch einen kleinen Schritt hinter dich bringen und dann hast du’s geschafft!“, sagte sie, zog ein Taschenmesser aus ihrer Hosentasche, schnitt sich damit selbst in den Arm und hielt mir diesen unter die Nase. Ich zögerte eine Weile, bis sich mich vor die Wahl stellte, indem sich noch hinzufügte: „Komm schon, entweder du trinkst von mir, oder du stirbst einen äußerst qualvollen Tod.“
Und da nahm ich zum zweiten mal kurz hintereinander den für mich neuen und verlockenden Geruch. Erst zögerte ich etwas, doch dann konnte ich einfach diesem Drang nicht mehr widerstehen und grub sanft meine Zähne in die Stelle, wo ihr Blut heraus floss. Was dann min meinem Körper passierte, war im ersten Moment für mich total unbeschreiblich. Auf einmal fühlte ich mich nicht mehr matt und verletzt, sondern glücklich, zufrieden und so stark wie ich mich noch nie zuvor gefühlt hatte. „Das reicht jetzt für’ s erste!“, zischte sie mir nach einer Weile in’ s Ohr und schob mich von ihrem Arm weg. Nun war sie diejenige, die schwer atmend und zusammengekauert auf dem Boden saß. „Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“, fragte ich. Die Frau nickte kurz. „Das ist das erste Mal, dass ich sowas gemacht habe. Nach dem was mir beigebracht wurde, geht das gleich wieder vorbei! Ich bin nur etwas wackelig auf den Beinen.“ Sie schloss einmal die Augen, atmete tief ein und aus und stand dann wieder auf, als ob nichts gewesen wäre. „Ich glaube, ich sollte dir in der nächsten Zeit dein neues Leben etwas näher bringen. Komm mit, ich glaube, ich sollte dir jetzt den bestimmt wichtigsten Ort in deinem neuen Dasein zeigen.“ Auch ich richtete mich auf und ging auf die Frau hinzu. „Dafür sollten wir doch zumindest erstmal den Namen der anderen kennen, oder? Also, ich bin Ashley und du bist?“ „Ich bin Vanessa. Und jetzt komm mit, hier fühl ich mich irgendwie unwohl.“
Sie griff nach meiner Hand und zog mich schnell hinter sich her. Hin und wieder versuchte ich einen Blick über meine Schulter zu erhaschen, aber ich konnte bei unserem Tempo einfach nicht erkennen. So schnell bin ich noch nie in meinem ganzen bisherigen Dasein gerannt. Wie ein kleines Kind faszinierten mich auf einmal die dinge, die für mich sonst immer so selbstverständlich waren. Ich hatte ab einem gewissen Zeitpunkt aufgehört auch nur ansatzweise auf irgendwas in meiner Umgebung, bis wir vor einem Haus am äußersten Rand der Stadt angekommen waren. Es war gesäumt von hohen Bäumen und einem riesigen Graben, sodass auch kein Außenstehender auch nur einen Fuß auf das Grundstück setzen konnte. „Wie kommen wir da rüber?“, fragte ich Vanessa. „Springen. Ich zeig’ s dir!“ Sie grinste mich einmal an, nahm in ihrem gewohnten Tempo Anlauf und sprang. Nachdem sie elegant auf der anderen Seite gelandet war, gab sie mir ein Zeichen, dass ich auch springen sollte. Vorsichtig setzte ich mich rückwärts in Bewegung, nahm in einem ungewöhnlichen Tempo Anlauf und machte einen für mich ungewöhnlichen und befreienden Satz über den riesigen Graben. …. …. ….
Etwas weniger elegant als Vanessa landete ich auf dem vom Frost harten Rasen. Ich spähte etwas durch die Bäume hindurch und sah das für mich wahrscheinlich älteste Haus überhaupt. Es war nicht besonders groß, hatte aber seinen eigenen Charme. Als wir beide uns dem Haus näherten, merkte ich, dass die dunkelrote Farbe teilweise schon verblichen oder abgeblättert war. Obwohl dieses Haus schon so alt war, sah die Veranda so aus, als ob sie grade erst verlassen wurde. Irgendwie sah dieses Haus wie die Häuser in meinen Träumen aus. Mit einem Grinsen betrat ich die knarrenden Stufen der Veranda und strich mit den Fingern über das alte und schon etwas morsche Holz und hatte nicht mal eine Sekunde lang das Gefühl hier nicht willkommen zu sein oder mich irgendwie unwohl zu fühlen. Als wir schließlich das Innere des Hauses betraten, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles war wie in einem dieser alten Jagdhäuser, die man aus Horrorfilmen kennt. Grade strich ich mit meinem Arm über eine der vielen Holzvertäfelungen, als Vanessa auf einmal stehen blieb. „Ich sag den anderen bescheid, dass wir Zuwachs haben. Warte hier auf uns, wir finden hier schon einen Platz für dich!“, sagte sie grinsend zu mir und verschwand hinter einer großen, dunklen Mahagonitür.
Es dauerte nicht lange, bis die Tür knarrend wieder auf ging. Heraus kamen neben Vanessa auch noch zwei Männer heraus geschritten. Während der eine eher normal in Jeans, Pullover und Chucks kleidete, war der andere eher so angezogen, als ob er irgendwas Wichtiges vor hatte. Irgendwie wirkte er in seinem schwarzen Anzug mit den dazu passend polierten Schuhen etwas steif auf mich. Sein schulterlanges Haar war sauber und ordentlich zu einem Zopf zusammengebunden, aber obwohl die beiden so unterschiedlich aussahen, hatten beide ein aufmunterndes Lächeln auf den Lippen. Der Mann im Anzug kam auf mich zu, machte eine wohlwollende kleine Verbeugung und gab mir einen Handkuss. „Es ist also passiert. Ein Stümper treibt in der Stadt sein Unwesen und macht wahllos Menschen zu den unsrigen. Nun, noch haben wir Platz und können dich bei uns aufnehmen. Also: Willkommen in unserem Haus! Ich bin Louis.Louis de Pointe du Lac.“, sagte er. Etwas geschmeichelt von der Begrüßung zog ich sanft meine Hand wieder zurück „Ich bin Ashley. Und wer ist der andere Herr da?“, fragte ich und zeigte mit dem Kinn auf den anderen. Auch sein Grinsen wurde breiter. Er machte einen Schritt auf mich zu und ich verlor mich für einen Moment in seinen strahlend blauen Augen. „Ich? Ich bin Zac. Und wie schon gesagt, willkommen in unserem bescheidenen kleinen Kreis!“ Er jedoch beschränkte sich nur auf ein Händeschütteln, stellte sich wieder auf seinen vorherigen Platz und legte sanft seinen Arm um Vanessa’ s Hüfte. Nun sah sie einmal geschmeichelt und verliebt von ihm zu mir rüber. „Ich glaube, ich sollte dir einmal den Rest des Hauses zeigen, bevor wir hier noch Wurzeln schlagen!“, sagte sie und löste sich aus seiner Umarmung. Sie führte mich immer mit einem gewissen Grinsen im Gesicht durch das ganze Haus, bis wir irgendwann an einer Tür ankamen, deren dunkelgrüner Holzlack an einigen Stellen abgesplittert. „Hier, das ist dein Zimmer. Hier und da könnten ein paar Spinnweben herunter hängen, aber es ist das komfortabelste, was dir in deiner Situation passieren konnte.“
Danach ließ mich Vanessa alleine. Ich öffnete die Tür und sog einmal tief den muffigen Geruch ein, der mir entgegen strömte. Eigentlich gefiel mir der Raum, nur für mich war es schon eine Umstellung von einer modernen Mietwohnung zu einem altbacken eingerichteten kleineren Zimmer. Ich ließ mich auf mein neues Sofa fallen und wunderte mich nicht über die Staubwolken, die aufflogen. Zur Beruhigung schloss ich einmal meine Augen und warf meinen Kopf in den Nacken. Tausend Gedanken schossen mir auf einmal durch den Kopf. Ich wurde von heute auf morgen ein Wesen von dem ich noch nicht einmal mehr wusste, dass es dies überhaupt gab, muss deswegen jetzt mein Leben total umkrempeln und aus irgendeinem Grund war ich jetzt in diesem alten Haus und kam da auch nicht mehr so schnell weg. Grade war ich total in meinen Gedanken versunken, als es kurz klopfte und Vanessa ihren Kopf durch die Tür steckte. „Na, hast du dich schon etwas eingewöhnt?“, fragte sich mich. Wortlos schüttelte ich den Kopf. „Mach dir nix draus, das wird schon noch. Louis schickt mich, er ist im Garten und will mit dir reden!“…. …. ….
Wir wanderten zusammen den langen Weg zum Garten, als mir eine Frage einfiel, die ich auf einmal unbedingt los werden wollte: „Sag mal, du und dieser Zac, seid ihr beiden zusammen?“ Sie grinste mich etwas an, schien sich einmal kurz brennend für ihre Fingernägel zu interessieren und nickte. „Schon seit über zarten 120 Jahren, warum?“ „Ich bin zwar jetzt so etwas ähnliches wie tot, aber ich habe zwei sehr gute Augen im Kopf.“ Dabei sahen wir beide uns einmal an und mussten herzhaft anfangen zu lachen. Anscheinend sollte mein das Ende meines normalen Lebens der Beginn einer sonderbaren und dennoch wunderschönen Freundschaft werden. „Weißt du eigentlich was Louis von mir will?“, fragte ich sie. Vanessa schüttelte einmal nachdenklich den Kopf. „Keine Ahnung. Red einfach mit ihm. Aus dem was er manchmal von sich gibt werd ich sowieso so gut wie nie schlau.“ Wir kamen in den kleinen von Rosen gesäumten Garten. Begrüßend stand Louis vor dem kleinen Beet mit roten Rosen.
Mit einem Blick gab er Vanessa zu verstehen, dass er wirklich nur mit mir sprechen wollte. Nachdem sie verschwunden war, kam er auf mich zu, sah mich fragend an und lächelte mich aufmunternd an. „Na, hast du dich schon etwas an dein neues Heim gewöhnt?“, fragte er mich. Treffender konnte er diese Frage nicht formulieren. Er bohrte damit eher in einer neuen, tiefen Wunde. Ich senkte meinen Kopf und schüttelte ihn einmal wortlos. „Das kommt schon noch. Aber deine Gefühle kann ich auch noch sehr gut nachvollziehen. Du musst dein altes Leben hinter dir lassen und dich schnell an all die Neuheiten gewöhnen, die auf dich einströmen. Aber das schlimmste ist, dass du diejenigen, die dich lieben so gut wie nie wieder sehen wirst.“ Ich sah ihn einmal kurz an und merkte in diesem Moment zum ersten Mal, dass ich nicht mehr weinen konnte, aber am meisten bemerkte ich, dass ich meine Familie und vor allem meinen Freund Scott vermisste. „Du hattest also jemanden, der dir wirklich wichtig war? Ich glaube, dass ich dir da weiter helfen kann. Ruf diesen jemand von deinem Handy aus an. So kannst du wenigstens noch ein kleines Lebenszeichen von dir geben ohne dich oder uns zu gefährden. Wenn du erfahrener bist, kannst du dich auch mit ihm treffen!“, sagte er schon fast väterlich und verlor nicht mal für den Bruchteil einer Sekunde sein warmes Lächeln. „Und wann kann ich ihn treffen?“ „Das sagte ich dir schon, wenn die Zeit reif ist. Und wenn du reif genug dafür bist. Vorher wäre es vielleicht zu gefährlich. Aber du kannst immerhin mit ihm telefonieren.“ Zustimmend nickte ich einmal und fiel ihm dankend in die Arme. „Siehst du, das meine ich mit der Reife. Du fällst einem dir völlig fremden in die Arme, obwohl du eigentlich gar nichts über ihn weißt! Aber sei unbesorgt, ich tu dir nichts. Denn was ich gesehen habe, was ich durchgemacht habe, davor möchte ich jeden von euch schützen.“ Da sah ich in seinen Augen nicht dieses freundliche Blitzen, das er bei meiner Begrüßung hatte, sondern eine Abgrundtiefe Traurigkeit. „Ich und die anderen werden dich bei deinem Prozess zur vollständigen Verwandlung begleiten und dich unterrichten. Du kannst dich mit all deinen Fragen und Problemen an uns alle -und falls es soweit kommen sollte- unsere Gäste wenden. Es soll dir an nichts mangeln.“, sagte er und verschwand im Haus.
Nach einer Weile tat ich es ihm nach und ging mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend auf mein Zimmer. Ich hatte ehrlich gesagt verdrängt, dass ich mein Handy überhaupt noch mit hatte. Schnell kramte ich es hervor und rief Scott an. „Hey, was ist mit dir passiert? Und wo bist du überhaupt?! Ich hab mir Sorgen um dich gemacht!“, sagte er aufgeregt und ich war noch nie in meinem Leben so glücklich seine Stimme zu hören. „Schatz, hör zu, mir geht es gut. Ich kann dir nicht verraten wo ich bin. Selbst wenn ich es wollte, wäre es viel zu kompliziert um dir alles glaubhaft zu erzählen.“ „Dann lass uns treffen!“ „Das geht nicht. Im Moment nicht. Verdammt! Es wäre alles so einfach, wenn ich es dir erklären könnte!“, sagte ich, wonach ich erst mal an anderen Ende der Leitung nichts mehr hörte. Bis Scott schließlich sagte: „Maus, ich kann jetzt nicht weiter mit dir reden! Ich ruf dich wieder an, wenn ich Zeit habe! Bye!“ Er gab mir einen Kuss durch das Telefon und nachdem ich es ihm schnell nachgemacht hatte, hatte er auch schon aufgelegt. Fast schon so, al ob er ein Geheimnis vor mir hatte. …. …. ….
Irgendwie machte mich diese Situation aggressiv. Ich stieß einmal einen wütenden Schrei aus mir heraus und schlug mit der Faust so doll gegen die Wand, dass sich ein kleines Loch darin befand. Ich war grade im Begriff mich auf mein neues Sofa zu stürzen, als die Tür aufflog und Vanessa mich mit all ihrer Kraft auf den Boden drückte. „Ashley! Ganz ruhig! Es wird alles gut! Beruhige dich wieder. BERUHIGE DICH!“, sagte sie zu mir und zog mich hoch auf’ s Sofa. „DAS KANN ICH NICHT! Nicht nach dem, wie ich mich fühle.“ Fragend sah sie mich an. „Lass mich raten, du hast mit deinem Freund oder Liebhaber telefoniert?“ Schnell nickte ich einmal. „Und was ist daran so schlimm?“ „Ich glaube, dass er irgendein Geheimnis vor mir hat. Ich hab es aus seiner Art heraus gehört. Und ich bin sauer, weil ich mit ihm reden möchte, seine Nähe brauche und diese jetzt einfach nicht mehr haben kann. Ich meine, was ist das denn bitteschön für eine Beziehung, wenn wir nur miteinander telefonieren können?“ Dabei beobachtete ich, wie Vanessa mich aufmunternd und irgendwie schon fast mütterlich anlachte und sagte: „Jetzt lass dir mal was von jemandem sagen, der schon etwas länger auf dieser Welt unterwegs ist als du: Wenn ihr euch wirklich liebt, dann ist das mit dem Telefon auch kein großes Hindernis. Ihr werdet schon darüber hinweg kommen.“
Wir saßen lange nebeneinander und schwiegen uns an, bis so langsam in mir eine Idee aufkam. „Sag mal, Louis hat nicht erwähnt, dass ich in Begleitung von einem von euch in die Stadt gehen und mich mit meinem Freund zu treffen. Würdest du mir den Gefallen tun und mit mir zu dem Treffen gehen, falls es eines geben sollte?“, fragte ich sie. Vanessa sah einmal kurz und sehr nachdenklich an die Decke und dann wieder zu mir. „Es könnte zwar eine Menge Ärger geben, aber ich bin dabei! Wenn es um die Liebe geht, spiel ich gerne deine Aufpasserin!“ Grade wollte ich mich dafür bei ihr bedanken, als Zac herein kam. „Ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber unsere… Mahlzeit ist fertig!“, sagte er mit einem charmanten und irgendwie einem kleinen Bisschen schelmischen Lächeln auf den Lippen. „Mahlzeit?“, fragte ich und mir wurde dabei etwas komisch in der Magengegend. Er lachte bei meinem Anblick einmal kurz und sagte: „Es ist nicht das, was du denkst. Wir pflegen es, die Zeiten am Tag, an denen wir Blut zu uns nehmen als Mahlzeit zu betiteln. Oder würde es dir gefallen, wenn ich hier herein gekommen wäre und bescheid gesagt hätte, dass wir wieder ein Tier aussaugen müssen?“ „Ein Tier? Ich dachte, dass Vampire sich nur von menschlichem Blut ernähren.“ „Früher ja, aber einige von uns, die noch einen Funken von sterblichen Gefühlen in uns tragen, können einfach nicht wahllos Menschen töten, nur damit wir überleben können. Wir sind praktisch die Vegetarier unter den unsrigen!“, sagte er und mit einer eleganten Geste bugsierte er mich und Vanessa auf den Flur. Trotz der vielen gut gemeinten Worte, die Zac mir gesagt hatte, bekam ich vor dem, was mich noch erwartete, etwas Angst. Und die stieg immer mehr an, als ich sah, wo ich anscheinend für immer etwas zu mir nehmen sollte. Irgendwie konnte ich es nicht glauben, dass sich unter dem so uramerikanisch wirkenden Haus ein aus massiven Steinen gehauenes Kellergewölbe befand. In der Mitte dieses Gewölbes stand eine kleine Tafel, die schon an jedem Ende mit einem Kelch und einem Stuhl versehen war. In der Mitte davon standen zwei große Krüge. Ich sog den Duft, der aus ihnen strömte tief ein und erkannte, dass es sich um Blut handelte.
„Ah, wie ich sehe, habt ihr euch schon nach unten begeben!“, hörte ich auf einmal Louis gut gelaunt hinter mir sagen. „Ashley, ich glaube, dass ich dir noch etwas zu erklären habe. Hier, an dieser Tafel pflegen wir es einmal am Tag das Blut eines Tieres einzunehmen, damit wir bei Kräften bleiben! Jeder von uns hat ein Ende der Tafel. Das ist, wie ich finde für die Konversation untereinander förderlich.“, fuhr er fort. Er wies auf den Stuhl ganz am Ende der Tafel. „Du wirst gegenüber von mir sitzen. Ich will dich dabei beobachten, wie du dich bei deinem ersten Mahl hier schlägst.“ Ich setzte mich auf den Stuhl und wartete höflich, bis sich die anderen auch hingesetzt hatten. Zitternd griff ich nach dem vor mir stehenden Kelch, gleich nachdem er mir gefüllt wurde und betrachtete diesen erst einmal. Ich merkte, wie mich die anderen drei beobachteten. So langsam wurde der Geruch des Blutes in meiner Nase immer verlockender. Vorsichtig setzte ich den Kelch an meine Lippen und trank. Und dabei fühlte ich mich zum ersten Mal nach dem Gespräch mit Scott am Handy wieder richtig glücklich. …. …. ….
Ich spürte, dass mich die anderen drei aufmerksam beobachteten. Um nicht auffällig in meinem Auftreten zu sein, beschloss ich, den Inhalt meines Kelches langsam und genussvoll zu mir zu nehmen. Als ich mit meiner ersten „Mahlzeit“ als Vampir fertig war, blieb ich noch lange an meinem Platz sitzen. Irgendwie fühlte ich mich in diesem kühlen, dunklen Keller wohler, als in meinem neuen, miefigen Zimmer. Wahrscheinlich war es diese geheimnisvolle und etwas gruselige Atmosphäre, die mir so gefiel. Grade wollte ich aufstehen, als Vanessa auf einmal neben mir saß. „Hier bist du also! Ich such dich schon im ganzen Haus und du verkriechst dich im Keller! Naja, jetzt hab ich dich ja gefunden. Ich hab nochmal über das, was du vor ein paar Stunden gesagt und geplant hast nachgedacht.“ Ich sah sie abwartend an. „Und?“ „Und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dir helfen werde! Immerhin kann ich ja sowas ähnliches wie dien Schutzengel oder so werden! Immerhin kommt dann mal etwas Abwechslung in mein Dasein!“, sagte sie lachend.
Am nächsten Tag bekam ich endlich das lang ersehnte telefonische Zeichen von Scott. „Baby, entschuldige, dass ich dich so abgewimmelt habe, aber es ging nicht anders. Ich… ich hatte zu tun. Aber warum können wir uns nicht treffen? Und warum kommst du nicht mehr zu mir nach hause?“, fragte er vorwurfsvoll. Ich atmete einmal tief durch. „Es ging und geht einfach nicht. Wir könnten uns treffen, wenn du heute Abend Zeit hast, aber mehr geht nicht. Und bitte glaube mir, dass es nicht daran liegt, dass ich dich nicht mehr liebe, ich kann dir einfach nur nicht erklären, was grade im Moment in meinem Leben abgeht.“, sagte ich erstaunlicherweise sehr ruhig. „Gut. Ich glaube, ich verstehe schon. Dann zeige mir, dass du mich immer noch liebst, wenn du heute Abend gegen neun im Maddison’ s erscheinst.“ Obwohl er mich nicht sehen konnte, nickte ich einmal. Gleich nachdem er aufgelegt hatte, versuchte ich aus dem Fenster heraus Vanessa draußen zu suchen, was aber leider erfolglos blieb. Also begab ich mich auf die Suche nach ihr und wurde fündig, als ich mich grade auf den Weg in’ s Erdgeschoss machen wollte. „Ich treffe mich heute Abend mit ihm. Um neun im Maddison’ s.“, flüsterte ich ihr zu, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass uns auch ja keiner zuhören konnte. Vanessa sah mich einmal kurz an und meinte nickend: „Okay. Dann müssen wir so langsam Vorbereitungen treffen. Ich hab für den Fall der Fälle schon ein Outfit für dich bereit gestellt, du brauchst es dir nur noch aus meinem Schrank zu nehmen und anzuziehen. Ich informiere Zac und bereite alles andere vor!“
Als wir schließlich alles vorbereitet und uns fertig gemacht hatten, merkte ich, dass ich immer nervöser wurde. Aber die verflog mit der Zeit, als wir beide uns im Schutz der Dämmerung auf den Weg machten und mir eine kühle Sommerbriese um die Nase wehte. „Ich bin auf dem Dach des Hauses auf der anderen Straßenseite und beobachte euch. Sollte etwas passieren, komme ich und helfe dir aus der Situation heraus.“, meinte Vanessa wie in einem Agentenfilm oder ähnlichem, aber dadurch fühlte ich mich sicher. Nach einer Weile trennten wir uns und ich war auf mich alleine gestellt. Ich sah mich einmal kurz vor dem Cafe um, als ich auch schon Scott entdeckte und glücklich auf ihn zu rannte. Wir fielen uns einmal in die Arme und bei unserem ersten Hautkontakt war ich froh, dass Vanessa mir vorher noch warmes Blut mit den Worten „Das wärmt deinen Körper auf!“ zu trinken gegeben hat. „Siehst du, dass ich am Handy nicht gelogen habe?“, fragte ich ihn, als wir uns hingesetzt hatten. Stolz nickte er einmal und nahm mich grade in den Arm, als ich auf einmal hörte: Sie hat doch noch etwas zu verbergen! „Hast du grade was gesagt?“, fragte ich Scott, woraufhin dieser seinen Kopf schüttelte. Ich machte mir den Rest des Abends keine Gedanken mehr darüber, merkte es mir aber, damit ich darüber mal mit den anderen sprechen konnte.
Total glücklich kam ich am sehr späten Abend zusammen mit Vanessa wieder zu hause an. Nun betrachtete ich alles in diesem Haus mit anderen Augen und empfand es gar nicht mehr als so schlimm hier zu wohnen. Wir waren beide grade wieder im Begriff auf unsere Zimmer zu gehen, als Louis auf einmal aus dem Wohnzimmer auf uns zu kam. „Wo kommt ihr beide denn jetzt auf einmal her?“, fragte er mit einem erstaunlich ruhigen Ton. „Aus der Stadt. Wir waren ein bisschen frische Luft schnuppern. Das wird doch wohl noch erlaubt sein dürfen?“, konterte Vanessa. „Frische Luft schnuppern… Na gut, ich glaub es euch beiden. Kommt mit in’ s Wohnzimmer. Denn während ihr euch herumgetrieben habt, hat sich in diesem Haus Besuch angekündigt, der wohl für eine längere Zeit hier bleiben wird.“.... .... ....
Fragend sahen wir beide uns einmal an. Sollte unser kleiner Trip in die Stadt doch nicht so unbeobachtet gewesen sein, als wir dachten? Mit einer betont normalen Miene gingen wir langsam hinter Louis in’ s Wohnzimmer. Zum Glück erkannte ich auf den ersten Blick nichts irgendwie Auffälliges. Ich merkte nur, wie Vanessa elegant an mir vorbei rauschte und auf’ s Sofa zusteuerte. Erst jetzt erkannte ich, dass dort eine Frau und ein Mann saßen, die sich über unseren Auftritt sehr amüsierten. „Alice!Jasper!”, rief sie und stürzte zur Begrüßung auf die beiden zu. „Lange nicht mehr gesehen! Was verschlägt euch den hier her?“ Überglücklich ließ sie sich neben Zac auf die Armlehne des Sessels sinken und legte ihre Hand auf seinen Arm.
Ich hingegen stand immer noch in der Tür und beobachtete das ganze Szenario etwas aus der Ferne. „Oh, ihr habt noch mehr Besucher?“, fragte die Frau mich. Verhalten schüttelte ich den Kopf. „Ashley ist kein Gast. Sie ist seit nunmehr drei Tagen eine von uns.“, sagte Louis und legte seine Hand schützend auf meine Schultern. „Dann kannst du dich glücklich schätzen, dass du hier gelandet bist. Ich meine, wir wurden von Carlisle gut aufgenommen, aber hier ist es etwas besser… Irgendwie abgeschiedener. Also, ich bin Alice!“, fügte sie grinsend hinzu und hielt mir die Hand entgegen. Irgendwas an ihrer Art gefiel mir und ließ von meiner Seite aus das Eis brechen und ich schüttelte ihre Hand. „Ashley.“ Mein Blick fiel auf den Mann neben ihr. Er fing an zu grinsen. „Ich bin Jasper, hallo. Alice hat recht. Du kannst dich glücklich schätzen. So einen Start wie du oder wie fast alle in diesem Raum hier kann man sich als einer von uns nur wünschen.“ Und wieder hatte ich irgendwie das Gefühl, mich nicht unwillkommen oder unwohl zu fühlen. Wir saßen noch eine Weile da und redeten über die verschiedensten Dinge, bis Alice auf einmal fragte: „Habt ihr eigentlich immer noch eure alten Gepflogenheiten?“ Louis setzte darauf sein charmantes Lächeln auf. „Warum sollte man alte Gepflogenheiten ändern, wenn sie sich so lange bewähren? Ich habe schon alle Vorkehrungen getroffen. Euer Zimmer wartet schon auf euch. Die anderen Gepflogenheiten kennt ihr ja. Bestimmt wollt ihr jetzt auf euer Zimmer. Ich muss jetzt los, unsere Mahlzeit für morgen früh vorbereiten.“, sagte er und verschwand. Die anderen machten es ihm nach und somit blieben nur noch Vanessa und ich in dem Raum. „Und ich dachte schon unser kleiner Ausflug wäre aufgeflogen!“, sagte sie grinsend und lies sich in den Sessel sinken. „Das dachte ich erst auch. Obwohl mir das egal war. Denn Immerhin ist er mein Freund. Und ich liebe ihn mehr als alles andere auf der Welt. Obwohl er anscheinend ein Geheimnis vor mir hat.“ Nachdem ich dies gesagt hatte, starrte ich aus dem Fenster. „Sag mal, wer sind unsere beiden Besucher eigentlich? Anscheinend scheinst du sie gut zu kennen.“, fragte ich nach einer Weile, um von Thema abzulenken und um meine Neugierde zu stillen. „Die beiden sind gute Bekannte von uns. Obwohl nicht nur gute Bekannte, sondern auch schon seit einer sehr langen Zeit richtig gute Freunde. Das sie hier sind, ist kein gutes Zeichen. Irgendwas ist passiert oder wird noch passieren. Wir sollten demnächst besser auf unsere Umwelt achten.“, sagte Vanessa zum allerersten Mal in einem nachdenklichen Ton. Irgendetwas wird passieren!
Da war es schon wieder. Ich konnte ganz genau hören, dass dies ihre Stimme war, sah aber auch durch die Spiegelung im Fenster, dass sie ihre Lippen nicht bewegt hatte. „Sag mal, haben wir als Vampire bestimmte… ungeahnten Fähigkeiten?“ Verwundert sah sie mich an. „Wie meinst du das?“ „Na, ich höre seit dem Treffen mit Scott jetzt schon zum zweiten Mal Stimmen von Leuten in meiner Umgebung, obwohl sie überhaupt nicht geredet haben!“, sagte ich, nachdem ich einmal tief Luft holte. Erstaunlicherweise fing Vanessa an zu grinsen. „Du entdeckst grade die Vorteile im Dasein von uns. Ich zum Beispiel kann schneller rennen als alle anderen Vampire. Obwohl selbst ihr schon nicht grade ein normales Tempo drauf habt. Komm mit, ich glaub, dass wir mal so langsam damit anfangen sollten, dir deine neuen Fähigkeiten näher zu bringen.“, sagte sie und zog mich voller Tatendrang nach draußen. …. …. ….
Ohne auch nur eine Sekunde lang mal meine Einwände an ihrem Vorhaben ausdrücken zu können fand ich mich auf einmal mit ihr vor dem Wald hinter unserem Haus wieder. Grinsend schritt sie immer wieder vor mir auf und ab. "Also, irgendwie erstaunt es mich, dass du das Kennenlernen deiner Gabe so erstaunlich gut aufnimmst. Glaub mir, in meinem Dasein als Vampir hab ich schon einige gesehen, die definitiv anders reagiert haben als du. Für die war das so eine Art... Schock für' s Leben!", sagte sie und kriegte sich vor Lachen fast nicht mehr ein. Aufmerksam sah ich mich einmal in der Umgebung um. Eigentlich wusste ich ,dass ich außer Bäumen und der Wiese nichts sehen konnte, aber ich genoss die neue Fähigkeit, alles in der Dunkelheit bis in' s kleinste Detail sehen zu können. "Diese Dunkelheit... Das ist immer wieder faszinierend!", sagte ich bewundernd. "Oh, da bist du wie fast alle anderen, die hier Zuflucht gefunden haben! Weißt du was? Wir machen ein Wettrennen durch den Wald! Wenn du schon Gedanken in deinem Kopf hören kannst, fällt dir auch bestimmt etwas ein, wie du dies zu deinem Vorteil nutzen kannst! außerdem kannst du so mal an deine Geschwindigkeitsrenze kommen!", reif sie mir zu, während sie auch chon in dem Wald verschwand.
Ich machte es ihr nach. So schnell bin ich noch nie in meinem Leben gerannt. Und auch während ich in diesem schnellen Tempo rannte, konnte ich die umliegenden Bäume so detailiert wie noch nie erkennen. Ab und zu konnte ich ein Rascheln oder ein Knacken von irgendwelchen Ästen hören, aber ich vermutete hinter all diesen Dingen Vanessa und rannte weiter. Ab und zu hörte ich ihre Stimme, die mir einhämmerte: Komm schon, du schaffst das! oder Wenn du dich nicht anstrengst, machst du' s mir zu leicht! Schnell sprang ich von einer Wurzel zur anderen und wunderte mich schon, warum Vanessa nicht mehr ihre Gedanken an mich sendete, bis ich nach einer gespenstischen Stille doch ihre Stimme hörte. Aber dieses Mal war sie irgendwie panisch und anders. Verdammt! ER ist hier! Die anderen müssen gewarnt werden! Vorsichtshalber behielt ich diese gewisse Art von Warnung in meinem Hinterkopf und rannte einfach weiter. Dieser Wald schien sich endlos in die Länge zu ziehen. Als ich schließlich auf eine kleine Lichtung kam und das Mondlicht sanft auf meiner Haut schimmerte, hatte ich mich endlich mal für eine kleine Weile etwas ausgeruht, als ich auf einmal in der Dunelheit des Dickichts etwas rascheln hörte. Zuerst dachte ich, dass Vanessa mir einen Streich oder sowas in derArt spielen wollte, aber irgendwas kam mir an der Sache komisch vor. Neugierig ging ich näher an die Geräuschquelle heran, als mich zwischen den Blättern auf einmal zwei unglaublich hypnotisierende blaue Augen anstarrten. Die Situation kam mir auf einer gewissen Art und Weise bedrohlich vor. Schnell griff ich nach einem neben mir liegenden Stock, schmiss ihn schnell zwischen die beiden Augen und sah zu, dass ich schnell aus dem Sichtfeld der Augen verschwand.
Und anscheinend musste ich instinktiv in die richtige Richtung gerannt sein, denn plötzich stand ich glücklich grinsend am anderen Ende des Waldes. Grins nicht zu früh, denn du hast verloren! "Vanessa, es ist unhöflich, wenn man anderen falsche Hoffnungen machst!", sagte ich gespielt entrüstet. "Ich weiss, aber es macht Spaß!"
Wir waren grade wieder auf dem Weg zum Haus, als mir die Begegnung mit den Augen wieder einfiel. "Sag mal, haben wir hier irgendwas im Wald, was blaue Augen hat?" "Ähm...nein. Wieso?" "Weil ich bei unserem Rennen auf einer kleinen Lichtung in der Dunkelheit auf einmal ein Paar blaue Augen gesehen hab, die mich wiederum gesehen haben." Vanessa seufzte einmal. Ihre Miene verfinsterte sich und sie meine ernst: "Er ist also wirklich hier. Dann wird es ernst! Komm, wir sagen es den anderen! Er ist wieder da!" "Vanessa, wer ist wieder da?" "Lestat de Lioncourt. Und er ist für einige hier nicht grade ein ungeschriebenes Blatt hier und ziemlich gefährlich. Aber ich glaube, Louis kann dir da mehr zu erzählen." Fragend sah ich sie an. "Warum?" "Durch Lestat wurde er zu dem, was er heute ist!".... .... ....
Irgendwas in ihrer Stimme lies mich nervös werden. Eigentlich dachte ich, dass ich mit meiner neu gewonnenen Geschwindigkeit gut mit ihr mithalten könnte, aber ich hatte trotzdem so meine Probleme überhaupt hinter ihr her zu kommen. „Warum bist du so schnell wieder hierher zurückgelaufen?“, fragte ich Vanessa, als wir wieder auf der Terrasse von unserem Haus angekommen waren und ich mich darüber wunderte, dass ich nicht aus der Puste war. „Wenn ein Vampir mit so viel Klasse und Stil und vor allen Dingen mit so viel Rachegefühlen wie Lestat hier zu uns kommt, dann sind nicht nur wir, sondern vor allem die Menschen in großer Gefahr und wir haben da keine Zeit mehr zu verlieren! Louis muss gewarnt werden. Nur er kann richtig mit ihm umgehen, da er ihn von uns am besten kennt. Komm mit rein, hier draußen ist es für dich zu gefährlich. Ich gehe und warne Louis.“
Irgendwas in ihrem Verhalten beunruhigte mich und verzog mich in mein Zimmer. Ununterbrochen starrte ich aus dem Fenster in der albernen Hoffnung irgendetwas Ungewöhnliches beobachten zu können. Aber außer Eichhörnchen und herumfliegende Vögel konnte ich nichts beobachten. Und da kamen sie wieder, die Gedanken an die schönen Tage an denen ich noch unbeschwert mit Scott zusammen sein konnte. Grade als ich richtig tief in Gedanken war, klingelte mein Handy. „Hey Baby. Warum meldest du dich nicht mehr?“, hörte ich Scott am anderen Ende der Leitung. Seine Stimme klang irgendwie nachdenklich und traurig. Ich starrte immer noch aus dem Fenster und dachte nach, bis ich schließlich sagte: „Hör zu, es gibt da etwas, was ich nicht verraten darf. Ich meine, ich habe keine Affäre oder so. Mir ist da nur etwas passiert, was einfach verrückt ist.“ „Dann versuch es doch mir zu erzählen!“ „Das geht nicht. Ich würde nicht nur mich sondern auch viele andere Personen in Gefahr bringen. Außerdem würdest du mich danach für verrückt halten und ich kann es dir noch nicht einmal mehr verübeln.“ Ich hörte einmal einen Seufzer. „Maus, du weißt eigentlich ganz genau, dass ich der letzte Mensch auf der Welt wäre, der dich verrückt nennen würde. Aber so langsam regt mich deine Geheimnistuerei auf! Und eigentlich wollte ich das nie so sagen, aber lange mache ich das nicht mehr mit! Ruf mich einfach wieder an, wenn du meinst das wir miteinander über dein Geheimnis reden können!“, sagte er entschieden und legte auf. Frustriert legte ich ebenfalls auf und schmiss das Handy so stark neben mir auf das Sofa, dass es einen Hüpfer machte und schließlich auf dem Boden landete.
Später bei der Einnahme von unserer Mahlzeit bemerkte ich wieder eine gewisse Spannung. Jeder beobachtete Louis, der sich erstaunlicherweise äußerlich nichts anmerken ließ. Wir waren grade fertig, als Louis uns einmal ansah. „Ihr wisst bestimmt schon, dass dies schwere Zeiten sind. Nur kommt nun schon zu einer uns unbekannten Gefahr noch eine mir bekannte. Für diejenigen die es noch nicht wissen: Einer meiner ärgsten Widersacher und der Grund warum ich ein Vampir bin treibt in unserem Wald sein Unwesen. Und allein schon die Tatsache, dass er in meiner Nähe ist, lässt mich nervös werden. Und so wie ich ihn nach dem was mir berichtet wurde, gehört habe, ist er zu allem fähig. Und deswegen bin ich heute nach reiflicher Überlegung zu folgendem Entschluss gekommen: Ihr wisst, wie schwer es am Anfang ist, mit unserer Situation fertig zu werden. Auch unter normalen Umständen. Also möchte ich, dass wir alle einen Blick auf unseren Neuzugang haben.“ Und schon fühlte ich mich irgendwie noch ein bisschen schlechter, als ich mich schon ohnehin gefühlt hatte. …. …. ….
Ich wusste zwar, dass der Moment sich nicht umgehen ließ, aber ich fühlte mich schon etwas deplatziert, als ich die anderen zusammen weggehen sah. Ich verkroch mich wieder auf mein Zimmer und sah nachdenklich aus dem Fenster. Anscheinend hatte ich dabei die Zeit etwas aus den Augen verloren. Als ich das nächste Mal aus meinen Gedanken wieder auftauchte, schreckte ich vom Klopfen an meiner Tür auf. „Kommst du auch mal wieder zu uns runter oder willst du lieber deine sozialen Kontakte verkümmern lassen und hier auf deinem Sofa festwachsen?“, hörte ich Vanessa lachend sagen, während sie herein kam. Sie lies sich neben mich auf das Sofa fallen und sah mich fragend an. „Hast du was?“ „Scott hat mich angerufen und mit mir geredet. So langsam zweifelt er an meiner Treue.“ Mitleidig sah sie mich einmal an. „Was willst du dagegen machen?“ Ich seufzte einmal und sagte: „Ich habe keine Ahnung. Am liebsten würde ich ihn auch zu einem von uns machen, aber ich kann ihm kein Leid zufügen nur damit ich glücklich bin. Ich muss mich einfach nochmal mit ihm treffen. Zum ersten weil ich ihn einfach wieder sehen muss und zum anderen weil ich ihm zeigen muss, dass mir noch etwas an unserer Beziehung liegt. Das klingt komisch, wenn ich sowas sage.“
Geknickt sah ich einmal auf meine Füße. Ich spürte, wie Vanessa ihre Hand auf meine Schulter legte. „Das ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Wir machen einfach das, was wir beim ersten Mal auch gemacht haben.“, sagte sie ruhig und mitfühlend zu mir. „Aber denkt er dann nicht erst recht, dass mir nichts mehr an unserer Beziehung liegt, weil ich einfallslos werde? Ich muss am besten in unsere Wohnung. Das können wir ja genau so machen wie beim letzten Mal. Ich brauche seine Nähe einfach. Ich beneide euch anderen darum, dass ihr einfach so zusammen sein könnt. Am liebsten würde ich ihn gleich sofort treffen.“ Grade als Vanessa etwas sagen wollte, klopfte es an der Tür und Alice herein trat. „Ich will ja nicht unhöflich sein, aber die Tür stand etwas offen und ich hab einen kleinen Teil von eurem Gespräch mitbekommen. Du musst dich so schnell wie möglich mit ihm treffen, aber dabei dürft ihr nichts übereilt machen. Denn...“ „Wir haben sowas schon einmal gemacht! Es wird auch noch einmal klappen. Morgen starten wir das ganze. Ich sage Zac gleich bescheid, dass er wieder warmes Blut bereit halten soll. Alice, würdest du bitte?“, sagte Vanessa sachlich, aber mit ihrem gewissen warmen Ton. Alice nickte kurz und nahm grinsend meine Hand. Aber dieses Grinsen verschwand schnell aus ihrem Gesicht. „Irgendwas an der Sache gefällt mir nicht. Es wird gefährlich, dass kann ich euch sagen, aber mehr auch nicht. Ich begleite euch beide. Ich glaube, dass bei eurem Vorhaben ein Aufpasser mehr nicht schaden könnte.“ Nachdem sie das sagte, bekam sie ihr Lächeln wieder. „Glaub mir, wir schaffen das schon.“ „Du kannst also die Zukunft voraussagen?“, fragte ich sie. „Das ist zwar grob vereinfacht, aber ja. Also los, bereiten wir uns auf den morgigen Abend vor. Am besten verschwinden wir beide wieder und du rufst bei deinem Freund an!“ Und nachdem Alice dies gesagt hatte, war ich wieder allein.
Die ganze restliche Zeit bis zu unserem Treffen war ich verdammt nervös. Ich freute mich zwar darüber, dass ich nach so langer Zeit wieder nach hause konnte, hatte aber auch vor dem was Alice vorausgesagt hatte Angst. Vorsichtig öffnete ich die Tür und wurde von Scott freundlich aber auch irgendwie unterkühlt begrüßt. Ich fiel ihm in die Arme und sagte: „Du kannst gar nicht erst glauben, wie verdammt gut es mir tut hier in deinen Armen zu sein.“ Ich drückte ihm einen Kuss auf die Brust und grinste ihn an. „Das glaub ich dir. Aber willst du mir nicht mal so langsam dein Geheimnis verraten?“ Langsam aber so verführerisch wie möglich schüttelte ich grinsend meinen Kopf. „Fang bitte nicht schon wieder damit an! Manchmal können kleine Geheimnisse auch mal total verführerisch sein!“ Manchmal, aber ich will es unbedingt wissen!.... …. ….
Der Ton, wie er diesen Satz eben nicht sagte, machte mich nervös. Mit zunehmender Dunkelheit lösten sich die durch mein unfreiwillig neues Leben als Vampir so langsam aber sicher wieder völlig auf. Irgendwann lagen wir schließlich wie damals immer glücklich nebeneinander im Bett. Sanft legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und schloss meine Augen. Ich genoss nicht nur seine Nähe, sondern auch einmal wieder die Tatsache, dass ich einmal wieder in einem- meinem Bett unter der Bettdecke zu liegen. Glücklich grinsend spielte er mit einer Strähne von meinen Haaren, als anscheinend die Wirkung des Blutes etwas nach lies. Als er einmal mit der Hand über meine Stirn streifte, zuckte er verwundert mit der Hand zurück. „Hast du was?“, fragte ich ihn. „Du bist so kalt… Bist du etwa krank?“ Wortlos schüttelte ich den Kopf. Fürsorglich zog Scott meine Bettdecke etwas weiter hoch und widmete sich wieder seinem Buch.
Aber es kam, wie Alice es schon annähernd vorhergesehen hatte. Scott schnitt sich am Papier und etwas Blut tropfte aus dem Schnitt. Und da spürte ich zum ersten Mal dieses Verlangen nach menschlichem Blut. Wie besessen starrte ich auf seinen Finger und bekam so ein gewisses ebenfalls besessenes Grinsen, strich sanft über den Schnitt und leckte mir unauffällig das Blut von dem Finger. Anscheinend war das ein Fehler, denn ich bekam das unwiderstehliche Verlangen nach mehr davon. Verführerisch legte ich meinen Kopf wieder zurück auf seine Schulter und schob ganz langsam meinen Kopf in die Richtung von seinem Hals. Wenn ich ihn zu einem von uns machen würde- koste es was es wolle- es würde mein größtes Problem lösen. Grade hatte ich mit meinen Lippen seinen Hals berührt, als mich auf einmal einer seiner Gedanken zurückschrecken lies. Ihre kalten Lippen… die helle, fast schon weiße Haut… ihr Verhalten als sie mein Blut gesehen hatte… das kann kein Zufall mehr sein! Ist sie am Ende vielleicht…?! Nein! Das kann nicht sein! Sonst müsste ich sie jagen… vernichten. Selbst nach diesen gedachten Worten schreckte ich auf. „Hast du was, Spätzchen?“, fragte er mich. Schnell schüttelte ich den Kopf und leckte noch einmal sanft den letzten Tropfen Blut ab. „Du benimmst dich aber so. Du benimmst dich teilweise so wie… wie etwas, dass es eigentlich gar nicht gibt.“ Verunsichert setzte ich mich auf und wollte grade etwas dazu sagen, als es auf einmal einen lauten Knall gab und Alice und Vanessa neben mir standen. „Noch hat er sich zurückgehalten. Aber wer weiß was passiert, wenn er dein Geheimnis weiß!“, meinte Alice und zog mich schnell aus dem Bett. Ich sah einmal geschockt zu Scott rüber und sah bei ihm ein Lächeln, was ich noch nie zuvor bei ihm gesehen habe. „Hallo Alice. Vanessa. Dann ist es also wahr... Spatz, seit wann?“ „Seit einigen Tagen. Seitdem ich dir gegenüber so geheimnisvoll bin. Aber ist das denn so schlimm?“ Er sah von mir auf seine Füße und wieder zurück. „Ja. Er ist einer unser ärgsten Feinde. Du kannst froh sein, dass du noch lebst. Er ist ein Vampirjäger. Also schnell zieh dir was an und dann nix wie raus hier!“ Wir beide warten draußen!“, sagte Vanessa schnell und genau so wie beide gekommen waren, verschwanden sie wieder auf die Straße und hinterließen nur ein paar Scherben.
Ich sah zu, dass ich mich schnell anzog und war grade zur Tür hinaus verschwunden, als Scott nochmal auf mich zu kam. „Baby, es ist zwar gegen meine Natur, aber ich liebe dich und ich könnte dich nie im Leben jagen oder schlimmeres mit dir machen.“ Ich seufzte einmal. „Aber du würdest meine neu gewonnenen Freunde jagen. Und das kann ich einfach nicht mit ansehen. Ich rufe dich noch einmal an, wenn ich wieder da bin, wo ich im Moment mehr hingehöre als irgendwo anders auf der Welt. Hier fühle ich mich im Moment einfach nicht mehr wohl.“, sagte ich, drückte Scott noch einen Kuss auf die Lippen und verschwand nach draußen. Ich bemerkte zwar, dass die anderen beiden immer wieder auf mich einredeten, aber durch meinen Kopf schossen zurzeit einfach viel zu viele Gedanken um beiden zuzuhören. Denn mir war klar: Würde ich mich auch nur einmal etwas verplappern, würde ich uns alle in Gefahr bringen! …. …. ….
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Das hört sich gut an sagst
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 00:23
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Das hört sich gut an
sagst du mir bitte Bescheid
lg
saadet
Ich liebe liebe liebe
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 09:03
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ich liebe liebe liebe vampirstorys :D:D
hört sich voll toll an :D
schnell weiter
und ....??
Bitte Bescheid natürlich (:
Ich mag Vampirstories XD Und
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 10:55
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ich mag Vampirstories XD
Und der Prolog war echt toll *__*
Sagst mir bitte Bescheid??
THX <3
Jaaaa. Ich liebe dich
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 11:07
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Jaaaa. Ich liebe dich dafür, dass du eine Vampirstory machst :D
Whaaa. Ich liebe einfach alle Stories bei denen HSM Twilight und- oder Vampire Diaries gemixt wird.
Hast dir soeben einen neuen "Kunden" ergattert :D. Sag mir also bitte Bescheid
♥
Geiil :D gaaanz schnell
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 18:34
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Geiil :D
gaaanz schnell weiter (:
Schön schnell weiter
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 19:09
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Schön schnell weiter
Ahh. Ashley und Vanessa
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.05.10 - 20:50
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ahh. Ashley und Vanessa :D
Toll (:
♥
Toll geworden *__* Schnell
Gast
anonymous user
Verfasst am:
25.05.10 - 15:54
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Toll geworden *__*
Schnell weiter (:
Schöön :) schnell weiter
Gast
anonymous user
Verfasst am:
25.05.10 - 16:19
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Schöön :)
schnell weiter
Super part mach schnell
Gast
anonymous user
Verfasst am:
25.05.10 - 16:21
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Super part
mach schnell weiter