Blindness
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Prolog:
Es hatte als ganz normaler Auftrag begonnen. Ein Klient, so ein reicher Herausgeber mehrerer Boulevardzeitungen, hatte sie gebeten, sich die Konkurrenz mal genauer anzusehen. Sie hatte ihm alle Möglichen Infos über die andere Zeitung geliefert, aber der Klient hatte sich nur für den Fotografen der Zeitung interessiert. „Er hat etwas, was mir gehört,“ hatte der Klient gesagt, und ihr befohlen, es zu beschaffen. Sie hatte das Haus nicht allzu genau ausgekundschaftet. In seinem Terminkalender stand, dass er am nächsten Vormittag einen Termin beim Zahnarzt haben würde, also würde sie das Dokument dann beschaffen.
Sie hatte sich mit den Dietrichen Einlass verschafft. Die Wohnung war dunkel gewesen. Im Internet hatte sie sich den Lageplan der 3-Zimmer-Wohnung angesehen, daher hatte sie gewusst, wo das Arbeitszimmer lag. Sie war schnurstracks in dieses Zimmer spaziert und hatte als erstes den Schreibtisch nach dem Dokument durchsucht. „Was machen sie denn da?“, hatte eine Stimme sie unterbrochen. Sie hatte sich langsam umgedreht und Zac Efron angesehen, der, nur mit Hose bekleidet, vor ihr stand. „Müssen sie nicht zum Zahnklempner?“, hatte sie gestottert. Zac hatte auf seinen Kalender, der aufgeschlagen auf dem Schreibtisch gelegen hatte, gestarrt. „Verdammt, ich komme zu spät,“ hatte er gemurmelt. „Nicht wenn sie sich beeilen, schaffen sie es noch,“ hatte sie geantwortet und nach dem Pullover gegriffen, der auf dem Drehstuhl hang. Sie hatte ihn Zac gereicht, der ihn total verdattert übergezogen hatte. „Sind sie Einbrecherin?“ hatte er sie gefragt. Sie hatte den Kopf geschüttelt. „Ich erkläre ihnen ein anderes Mal, wer ich bin. Wenn sie ihren Termin noch bekommen wollen, sollten sie sich beeilen.“ Sie hatte Zac seine Tasche, die im Flur lag, in die Hand gedrückt, sich ihren eigenen Rucksack übergeworfen und war Richtung Tür marschiert. Sie hatte die Tür aufgehalten, Zac austreten lassen und die Tür hinter sich zugeknallt. Dann war sie die Treppe hinter ihm runtergegangen und mit ihrem Fahrrad weggefahren. Verdammt er hat dich gesehen, hatte sie innerlich gefluchte . Du hast den Auftrag total versaut.
Nicht weit von ihr entfernt, hatte sich der verwirrte Zac gerügt: Du bist so ein Hornochse. Sie war Einbrecherin und sollte Dingfest gemacht werden.
Natürlich kam alles ganz anders....
Part 1:
„Sie haben mich angelogen,“ sagte Vanessa Hudgens scharf. „Das Dokument, dass sie suchen, war nicht da.“ Der Klient guckte sie mit zusammen-gekniffenen Augenbrauen an. „Es muss da sein,“ beharrte er. Die Ermittlerin, die der Chef von „Strassmann und Söhne“ ihm zugeteilt hatte, schob den Unterkiefer vor, ein deutliches Zeichen, dass sie wütend war. „Nein, ich habe alles durchsucht. Es ist nicht da. Und Punkt.“ Das war gelogen, aber Vanessa war eine begnadete Schauspielerin. Der Klient verstand ihre Wut nicht. „Dann suchen sie noch mal, verflixt,“ fluchte er. Sie baute sich breitbeinig vor ihm auf. „Nein, Basta, Finito, Schluss! Ich beende unseren Vertrag.” Dem Klient wurde elend zumute. “Das können sie nicht machen,“ versuchte er sie umzustimmen. Sie setzte sich wieder auf ihren Stuhl. „Doch. Und jetzt gehen sie, bitte.“ Er strampelte sich Richtung Ausgang und lies Vanessa alleine in ihrem Büro. Sobald er die Tür hinter ihr geschlossen hatte, sackte sie in sich zusammen. Warum hast du das getan?, fragte sie sich. Sie hatte keine Ahnung, ob das gewünschte Dokument in Zac Efrons Wohnung war. Sie wusste nur, dass sie nicht mehr für den Klient würde arbeiten können. In den 2 Jahren, die sie für das Detektivbüro „Strassmann und Söhne“ arbeitete, hatte sie nie einen ihrer Obduktionsobjekte persönlich kennen gelernt. Und jetzt, nach dem Desaster am gestrigen Tag, wusste sie, warum das so besser war.
Zac erwartete nicht, dass sich die Einbrecherin noch mal bei ihm melden würde. Trotzdem schaltete er sein Handy nicht aus, als er zur Redaktionssitzung fuhr. Das wurde ihm zum Verhängnis. Als die Chefredakteurin mit seiner Ex-Frau, der blonden Ashley Tisdale, von der er erst seit wenigen Wochen getrennt war, das Titelthema der nächsten Ausgabe besprach, klingelte sein Handy. Er entschuldigte sich und zog sich schnell in den Flur zurück. Er meldete sich. „Zac, dein Vater ist im Krankenhaus,“ verkündete die Stimme seiner Mutter.
Part 1a:
Das Krankenhaus sah ganz und gar nicht nach Arztserie aus. Die Wände waren beige und mit Fotos ehemaliger, lächelnder Patienten beklebt. Im Wartezimmer luden braune Sofas zum Sitzen ein und die Schwestern und Pfleger trugen fast alle bunte Rollpullis und Jeans unter ihren Kitteln. Nur der sterile Geruch erinnerte daran, dass es hier Menschen gab, denen es sehr schlecht ging.
Zacs Mutter hatte auf einem der braunen Sessel Platz genommen. Sie sprach mit einem Arzt. Zac gesellte sich grußlos dazu. „Ich denke, er kommt durch,“ sagte der Arzt zu seiner Mutter. „Sie haben gut reagiert. Wenn ein Patient mit Herzinfarkt schnell in ärztliche Behandlung kommt, überlebt er. Und im Moment sieht es so aus, als würde er nicht mal belastende Folgen davon tragen.“ Mrs. Erfon nickte und lächelte leicht. Sie griff nach Zacs Hand. „Hast du gehört, was der Arzt gesagt hat?“ Zac bejahte. „Es ist heute morgen nach dem Frühstück passiert. Ich habe abgewaschen, Dein Vater war im Zimmer deiner Schwester.“ Zac runzelte die Stirn. „Da ist er doch sonst nie.“ Seine Mutter zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht, was er da gemacht hat. Aber er hatte auf dem Schreibtisch einen ganzen Stapel Krempel liegen. Ich will dass du zu uns fährst und guckst, ob dein Vater da was gefunden hat.“ Er verzog das Gesicht. „Mama, ihr solltet diese Geschichte endlich ruhen lassen. Manche Rätsel werden nie gelöst.“ Seine Mutter sah ihn in die Augen. „Tu es für deinen Vater, Zac. Tu es für mich, für uns, für dich. Mach es für deine Schwester. Sie hat dich immer beschützt, hat dich immer aus dem Schlamassel gezogen. Und jetzt, wo sie deine Hilfe braucht, willst du ihr nicht helfen?“ Zac fühlte einen altvertrauten Stich in der linken Brustseite. Er konnte dieses Gefühl nicht so recht deuten. Es war die Liebe, die zwischen ihm und seiner Schwester gewesen war. Es war schmerzhaftes Vermissen. Aber es war auch Eifersucht, weil seine Schwester durch ihre jahrelange Abwesenheit zu einer Art perfektem Wesen geworden war. Es war auch Wut, weil durch ihr verschwinden seine Kindheit frühzeitig beendet worden war. Vor allem aber war es das Gefühl der Nutzlosigkeit, des Nichtstuns, des Nichtwissens.
Part 2:
Das Zimmer von Eva Efron war in den letzten Jahren nur sehr selten betreten worden. Die Erinnerungen waren auch ohne das ordentliche Mädchenzimmer mit den Take That – Postern an den Wänden jeden Tag lebendig.
Zac Efron trat nur zögerlich ein. Alles sah wie immer aus. Gemachtes Bett, aufgeräumte Regale. Nur auf dem Schreibtisch lag ein bunter Haufen. Er setzte sich vorsichtig auf den Schreibtischstuhl. Zu oberst lag Evas Tagebuch. Die Polizei, Evas Eltern und private Detektive hatten es schon zig mal untersucht. Es enthielt keine brauchbaren Informationen über das plötzliche Verschwinden von Zacs älterer Schwester. Ebenso wenig der Taschenkalender, der daneben lag. Zac klappte beides andächtig zu, und stellte es in das Regal neben dem Schreibtisch. Nur noch die Federtasche seiner Schwester lag verschlossen auf dem Schreibtisch. Zac wollte sie zurück in die Schublade unter dem Schreibtisch seiner Schwester tun, und nahm sie in die Hand. Doch warum war das Mäppchen so leicht? Warum klapperten keine Stifte, als er es anhob? Er öffnete vorsichtig den Reisverschluss. Nur ein einziger Gegenstand war im Mäppchen. Ein rosa Radierer in Form einer Rose. Er hatte diesen Radiergummi noch nie gesehen, konnte sich aber auch nicht entsinnen, wie der Radierer seiner Schwester ausgesehen hatte.
Auf dem Schreibtisch lag noch etwas. Ein Notizzettel. Zac griff danach. Da flog ein Stein durchs Fenster und verfehlte Zac nur knapp. Zac steckte den Zettel und das Mäppchen in seine Tasche und schlich vorsichtig richtung Fenster. Ein zweiter Stein schlug durch das Glas und prallte gegen einen Bettfosten. Das ist ein wahnsinniger, schoss ihm durch den Kopf. Er huschte schnell zur Zimmertür und hörte im hinausgehen, wie ein weiterer Stein einschlug.
Im Flur war es dunkel und der nächste Lichtschalter war 5 m entfernt neben der Treppe ins Untergeschoss. Zac wusste nicht so recht wohin, was tun. Die Polizei anrufen? Er hörte wieder ein Klirren. Diesmal kam es aus dem Untergeschoss. Scheiße, dachte er, hier will jemand ins Haus eindringen. Das ist kein Dumme- Jungen- Streich. Er drehte sich panisch im Kreis. Wie sollte er aus dem Haus rauskommen. Oder wäre es klüger, sich in einem der Zimmer zu verschanzen. Da sah er die Balkontür. Natürlich, das ist es. Er schlich so schnell es ging zur Balkontür und versuchte sie zu öffnen. Aber die Tür war seit Jahren nicht geölt worden und knarrte gut vernehmbar. Zac hörte Schritte auf der Treppe im Obergeschoss und preschte durch die Balkontür und die Treppe vom Balkon in den Garten hinunter. Er sah sich im Laufen um. Sein Auto parkte 200 m entfernt neben der Garage. Er beschleunigte und versuchte über die Schulter zu erkennen, wo bzw. wer sein Verfolger war. Er erkannte in seiner Panik jedoch nur, dass es sich um einen ca. 1,80 großen, ziemlich breiten Mann handelte, der sehr schnell laufen konnte. Noch 80 m bis zum Auto. Zac mobilisierte noch einmal alle Reserven. Noch 50 Meter. Noch 30 Meter. Endlich war er da. Zum Glück hatte er nicht abgeschlossen. Er stieg ein, drehte den Zündschlüssel um und trat aufs Gaspedal. Verdammt, du Rindvieh hast das Gartentor zugemacht. Das Gartentor war schon älter und deshalb morsch. Wenn er schnell genug fuhr, könnte er es einfahren, ohne dass das Auto dabei Schrott ging. Er drückte noch fester aufs Gaspedal. Gleich kracht’s. Es funktionierte. Zac fuhr im gleichen Tempo weiter. Wohin, das interessierte ihn nicht. Der Verfolger rannte ihm noch eine Weile hinterher. Doch er wurde im Rückspiegel kleiner und kleiner und verschwand schließlich. Zac drosselte das Tempo und versuchte wieder ruhig zu atmen.
Part 3:
Er guckte sich um. Wo war er eigentlich? Rings um ihn lagen grüne Gerstenfelder, saftige Wiesen und eine unbenutzte Weide. Er kannte diese Gegend nicht, wusste nicht einmal, dass es außerhalb der Stadt Felder gab. Aber das änderte leider nichts daran, dass er sich verfahren hatte. Er schaltete sein Navi ein. Welches Ziel sollte er eingeben? Die nächste Polizeistation? Das Krankenhaus, wo sein Vater lag? Seine Wohnung? Die Redaktion? Er guckte sich noch einmal um. Von hinten raste ein rotes Auto auf ihn zu. Sollte er den Fahrer fragen, wo er war? Das rote Auto fuhr schnell, definitiv schneller als erlaubt. Plötzlich dämmerte Zac, dass es das Auto seines Verfolgers war. Die Jagd war noch nicht zu Ende. Er drehte den Zündschlüssel wieder um und trat mit voller Wucht aufs Gaspedal.
Vanessa Hudgens stand vor dem Haus Zac Efrons. Sie hatte nicht vorgehabt, hierhin zugehen. Nachdem sie ihren Chef wegen angeblicher Kopfschmerzen gebeten hatte, früher zugehen, hatte sie einfach nur spazieren wollen. Sie verstand nicht, warum sie ihrem Kunden eine Abfuhr erteilt hatte. Sie hätte die Wahrheit sagen können. Aber sie hatte gelogen, und zwar für jemanden, den sie nur ein einziges Mal gesehen hatte. Das Wort WARUM formte sich in ihrem Kopf. Aber sie wollte diese Frage nicht zulassen. Sie würde nie eine Antwort finden. Und sie hatte das Recht, dieses Geschehnis zu verdrängen. Er war garantiert zu verwirrt, um Anzeige zu erstatten. Und selbst wenn? Es war nichts gestohlen worden, die Polizei würde garantiert keine Großfahndung wegen ihr beginnen. Sie machte sich an den Heimweg. Sie könnte, wenn sie in ihrer 2-Zimmerwohnung die Gerichtssendungen im Nachmittagsfernesehen gucken. Sie könnte auch ein Buch lesen. Sie hatte schon lange nicht mehr gelesen, dabei hatte sie doch von ihrem Großvater eine Sammlung antiquater Bücher geerbt. Sie ging schneller, aber in der Wohnung angekommen, tat sie nichts davon. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und fuhr ihren Computer hoch. Ich werde nur ein bisschen zum Thema Langeweile recherchieren. Sie trommelte mit den Fingern auf ihren Schreibtisch, während der vertraute Startbildschirm erschien. Sie öffnete Firefox und klickte Google an. Sie gab nicht, Langeweile oder Zeitvertreib ein. Ihre Finger tippten den Namen Zac Efron.
Zac versuchte es mit Schlangenlinien, aber das schindete nur kostbare Zeit. Das rote Auto kam näher und näher. Er wurde immer verzweifelter. Sein Fuß, der das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrückte, zitterte. Das Lenkrad hielt er fest umklammert, sodass seine Handknöchel weiß waren. Das rote Auto war schon wieder ein bisschen näher gekommen. Er musste sich, wenn er nicht gleich mit 200 Sachen Geschwindigkeit gerammt und überrollt werden wollte, was einfallen lassen. ER drehte sich um und guckte, was auf dem Rücksitz für Kram lag. Nichts. Keine Idee. Er versuchte die Landschaft um ihn herum zu erfassen, aber wegen der hohen Geschwindigkeit konnte er nur verschwommene Felder erkennen und ab und zu ein Baum. Er musste hier doch irgendwie rauskommen. Was würde, wenn der rote Wagen ihn überfuhr, in seinem Totenschein stehen? Todesursache: Autounfall? Das wäre eine irreführende Beschreibung für die Angst, die er gerade durchstand. Er blickte wieder in den Rückspiegel. Bildete er sich das ein, oder war der Abstand zwischen ihm und dem roten Auto etwas größer geworden? Aber nein, das konnte er nicht glauben. Er durfte sich jetzt nicht ablenken lassen. Konzentrier dich auf die Fahrbahn, Mann. Das war doch wie: Denken sie nicht an eine rosa Kuh, die über einem Kühlschrank fliegt. Er musste noch mal in den Rückspiegel gucken. Nein, der Abstand war wie beim letzten Mal gucken, oder? Ein bisschen weniger könnte es schon sein. Durch das Beobachten, konnte er nicht mehr auf die Fahrbahn gucken. Als er den Blick wieder nach vorne richtete, sah er einen Baum auf sich zu rasen. Im letzten Moment riss er das Steuer um. Er fuhr in ein grünes Gerstenfeld, er fuhr durch Matsch und zerstörte die Ernte. Aber das war ihm egal. Er guckte wieder in den Rückspiegel. Der Wagen folgte ihm nicht. Seltsam, er hätte längst da sein müssen. Er guckte noch einmal in den Rückspiegel. Wie konnte das sein? Dem Auto war doch ganz sicher nicht der Sprit ausgegangen? Er fuhr noch eine Weile weiter, merkte, wie sein Herz langsamer und langsamer schlug, trat nicht mehr so fest aufs Gaspedal; und schließlich ließ er sein Auto ausrollen. Ist es vorbei?
Part 4:
Anne Kohl kam vor über 55 Jahren in die USA. An Deutschland, ihre Heimat, konnte sie sich kaum noch erinnern, denn sie war damals noch sehr jung gewesen. Nur das ihr Stiefvater dort Soldat war, und ihre Mutter ihm mit ihr in die USA gefolgt war, erzählte ihre Mutter ihr später. Aufgewachsen war sie in New York City, durch eine frühe Heirat war sie erst in Chicago gestrandet, mit ihrem zweiten Ehemann und der Tochter aus erster Ehe dann nach San Francisco. Aber heimisch gefühlt hatte sie sich in den großen Städten nie, und deshalb hatte sie sich vor genau 4 Jahren, als ihr zweiter Mann frühzeitig an einem Herzinfarkt starb, eine kleine Farm gekauft.
Eine vollkommen aufgeregte Shirley Winter klingelte an ihrer Tür. „Dein ganzes Feld kaputt,“ rief Shirley. „Da ist so ein Autofahrer drauf gefahren, dein schöner Weizen.“ Nathalie verstand nicht ganz, wovon ihre aufgebrachte Nachbarin sprach, aber da Shirley von Weizen sprach, fuhr sie mit ihrem Traktor zum Weizenfeld. Es war deutlich sichtbar, dass ein Fahrzeug im Zickzackkurs über ihr Feld gefahren war. Marthas Beschreibung „Alles kaputt!“, traf aber nicht zu. Es war ein Verlust, aber sie würde es verwinden können. Am Horizont, vor der Grenze zum Feld eines anderen Bauern, sah sie ein schwarzes Auto. Sie stellte ihren Trecker am Rand der Straße ab und machte sich auf zu Fuß auf zu diesem Auto. Sie verspürte keinerlei Zorn auf den Fahrer des Autos. Sie hatte schon schlimmere Verluste als ein paar Kilo Korn verkraftet.
Es wurde ein langer Marsch, denn ihr Weizenfeld war lang. Als sie endlich den schwarzen Audi erreichte, atmete sie erst mal tief durch. Dann klopfte sie an. Der Fahrer, ein junger Herr in Jeans und Shirt, schrak hoch. Er ließ das Fenster runter und guckte sie fragend an. „Wissen sie, dass sie mein Feld kaputt gemacht haben.“ Er schaute sie nur weiter an. „Also, auch wenn der Schaden nicht sehr schlimm ist, entschuldigen könnten sie sich schon.“, versuchte Anne es noch einmal. Der junge Fahrer stützte den Ellenbogen auf die Handbremse und legte den Kopf hinein. Er wirkte kraftlos und verzweifelt. Anne begriff, dass sich so nicht weiterkam. „Wissen sie was, sie kommen jetzt mit in mein Haus, da kriegen sie Cola oder Kaffe oder was auch immer sie trinken wollen, und dann erzählen sie mir, warum sie in meinem Feld parken.“, schlug sie vor. Er stand wortlos auf und folgte ihr im Schneckentempo.
Im Internet fanden sich unglaublich viele Einträge über Zac Efron. Facebook, Künstler-Verzeichnis.net, Koeche-Verzeichnis.com und sogar Wikipedia kannten einen Alexander Zeppelin. Doch bei keinem der drei handelte es sich um den Alexander Zeppelin, den Vanessa Hudgens suchte. Auf Seite drei wurde sie fündig. Ein Artikel der Onlinezeitung „Tomorrowpost“, der von einem Fotografen namens Zac Efron handelte. Besagter war sofort, als er vom Erdbeben in Haiti hörte, dorthin geflogen und hatte von verzweifelten, mittellosen Haitianern und Arbeitern der Hilfsorganisationen, die versuchten, ihnen zu helfen, Fotos gemacht. Diese Fotos hatte er nun in einem Buch, welches auch Interviews mit den Insulanern und Hilfsarbeitern diverser Organisationen enthielt, veröffentlicht. Die Onlinezeitung lobte sein Engagement, aber sie kritisierten sein Werk als „nicht bedeutend“, was immer das heißen soll. Journalistensprache! An einem Foto, dass auch auf dieser Seite gepostet war, erkannte sie, dass es sich um den richtigen Zac Efron handelte. Aber das brachte sie nicht weiter. Lediglich eine Information schien ihr wichtig: „dessen Fotos häufig im „Clockmagazin“ erscheinen.“ Vanessa probierte es auf der Onlineseite dieses Magazins – und siehe da, sie wurde fündig.
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Ich hätte gerne wieder
Gast
anonymous user
Verfasst am:
29.07.10 - 09:57
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ich hätte gerne wieder Bescheid!!
ich hätte auch gerne
Gast
anonymous user
Verfasst am:
29.07.10 - 12:03
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
ich hätte auch gerne Bescheid .... das klingt interessant
Bescheid!
Gast
anonymous user
Verfasst am:
29.07.10 - 22:47
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Bescheid!
Wuh, geiler Schreibstil. ;)
Los Angeles_
Verfasst am:
31.07.10 - 10:36
Mitglied seit:
3 Jahre 38 Wochen
Ranking:
Wuh, geiler Schreibstil. ;) Gefääääällt mir. ;) Und hört sich echt interessant an! :)
Sometimes I say: „Who cares?“, but then my heart whispers „You do, stupid.“
Oh :( Ich hoffe sein Vater
Los Angeles_
Verfasst am:
17.08.10 - 18:40
Mitglied seit:
3 Jahre 38 Wochen
Ranking:
Oh :( Ich hoffe sein Vater hat nix Schlimmes! :O
Der Part war klein, aber fein. ;) Ich freu mich schon wenn's weitergeht! :P
Sometimes I say: „Who cares?“, but then my heart whispers „You do, stupid.“
Du schreibst sehr Gut!
Gast
anonymous user
Verfasst am:
18.08.10 - 17:11
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Du schreibst sehr Gut!
Danke. .) Ihr seid die
Emma Lily
Verfasst am:
18.08.10 - 19:59
Mitglied seit:
3 Jahre 11 Wochen
Ranking:
Danke. .)
Ihr seid die besten!
Das Leben ist ein Märchen, dessen Ende du selbst schreibst.
Das Kapitel hat mir echt gut
Los Angeles_
Verfasst am:
19.08.10 - 22:46
Mitglied seit:
3 Jahre 38 Wochen
Ranking:
Das Kapitel hat mir echt gut gefallen, besonders der letzte Teil war so - ich weiß nicht - das hatte einfach was.
Schnell weiter, ich will wissen ob sein Vater etwas gefunden hat. ;)
Sometimes I say: „Who cares?“, but then my heart whispers „You do, stupid.“
wow toller neuer Part mach
Gast
anonymous user
Verfasst am:
20.08.10 - 18:55
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
wow toller neuer Part
mach schnell weiter
Ich hätte auch gerne
just_breath.
Verfasst am:
21.08.10 - 11:59
Mitglied seit:
1 Jahr 25 Wochen
Ranking:
Ich hätte auch gerne Bescheid!
for a while I felt this can't be real this love is strong, give it a place to belong cause the magic of home is true yes, the magic of home is true with you. A place where our hearts beat as one