The Horror is back !!!!The End!!! mit Trailer
The Horror is back !!!!The End!!! mit Trailer
"THE HORROR IS BACK!!!"
Cover: http://i33.tinypic.com/2ii8hsg.jpg
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=KHczqQB-neE
Fortsetzung meiner Story “gefährliches Familientreffen”
Endlich läuft alles wieder in seinen geordneten Bahnen und die Schrecken der Vergangenheit rücken immer mehr in den Hintergrund.
Du fühlst dich wieder sicher, aber das ist dein größter Fehler.
Denn er ist da und wartet auf den richtigen Moment.
Viel zu spät erkennst du die Gefahr.
Mit Angst und Schrecken kehrt dein größter Albtraum zurück.
THE HORROR IS BACK!!!!!
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Part 1
The Horror is back!!!
Part 1
Heute jährte sich der Todestag ihrer Eltern schon zum zweiten Mal. Vanessa saß Gedanken verloren an ihrem Tisch und schob unbewusst ihr Müsli in der Schüssel hin und her. Zac stand am Türrahmen gelehnt und beobachtete sie dabei. Da er Vanessa nicht erschrecken wollte betrat Zac etwas lauter die Küche.
“Du weiß aber schon das, das arme Müsli schon so langsam einen Drehwurm bekommt?”
“Was?”
“Dein Müsli wird schon ganz schlecht von den vielen hin und her gedrehe.”
“Müsli? Gedrehe? Wovon sprichst du?”
Vanessa schaute vor sich auf den Tisch und entdeckte darauf ihre Müslischale mit dem inzwischen zu Matschpampe gerührtem Müsli.
“Oh das Müsli meinst du. Obwohl nach Müsli sieht das nicht wirklich mehr aus. Was ist denn damit passiert?”
“Du hast jetzt seit gut 10 Minuten Gedanken verloren darin rumgerührt.”
“Echt? Ist mir gar nicht aufgefallen.”
“Woran hast du gedacht? Du warst hunderte von Meilen entfernt.”
“An Mum und Dad. An Stella. An dich und die Familie und an alles was in den letzten zwei Jahren geschehen ist. Das Schlechte wie auch das Gute.”
“Und was überwiegt?”
“Das erste halbe Jahr ganz klar das Schlechte. Dann wurde es immer besser und seit einem Jahr überwiegt auf jeden Fall das Gute!”
Lächelnd schaute sie auf ihren Ringfinger als sie sich über ihre leichte Bauchwölbung strich. Ihr Lächeln wurde noch stärker, als sich Zacs Hand an der Streicheleinheit beteiligte. Auch er musste dabei lächeln. Ja das letzte Jahr war ein sehr harmonisches, ruhiges und erfreuliches Jahr für alle.
Und nach dem Horror des vorher gegangenen Jahres waren auch alle sehr dankbar über die Ruhe.
Von Stefanio hat man nie wieder was gehört oder gesehen und inzwischen wurde auch nicht mehr allzu oft über ihn nachgedacht. Stefanio war verschwunden und das war auch gut so. Es wollte auch niemand an dieser Ratte auch nur einen Gedanken verlieren.
In dem letzten Jahr waren mehrere wundervolle Sachen geschehen und mit jeder neuen Sache lichtete sich so langsam immer mehr das Dunkel was sich ein Jahr zuvor über alle gelegt hatte.
Stella hatte alle Metallplatten und Stifte in mehreren OP´S entfernt bekommen. Außer einer minimalen Einschränkung links konnte sie ihre Arme und Hände wieder wie früher bewegen. Die Querschnittslähmung blieb, wie schon am Anfang vermutet, bestehen. Aber inzwischen hatte sich Stella damit abgefunden und lebte ihr Leben wie fast jeder andere Teenager auch. Das sie so gut mit ihrer Lähmung klar kam und das sie sich so gut entwickelte war der riesen Verdienst von David und Starla. Die beiden haben sich hingebungsvoll um Stella gekümmert und ihr immer wieder Mut gemacht. Stella fühlte sich fern ab von LA richtig wohl, hatte inzwischen sehr viel Freunde und wollte ehrlich gesagt auch nicht wieder zurück. Sie war immer mal wieder in LA aber nur wenn auch Sarla, David und manchmal auch Dylan dabei waren. Dylan war inzwischen auf dem College und nicht mehr die ganze Zeit zuhause. Zwischen ihm und Stella war eine richtig tiefe Bruder-Schwester Beziehung entstanden. Wenn Stella nicht nach LA kam dann fuhr Vanessa so ft es irgendwie ging zu ihr. Was aber auch nicht immer leicht war, da Vanessa doch recht viele Termine hatte.
Zac hatte sein Versprechen gehalten und hatte während eines romantischen Mondscheinpicnics, in den Bergen Hollywoods, am Fuße des großen Hollywoodschildes, Vanessa den schönsten Antrag gemacht den sich eine Frau nur wünschen konnte.
Wochenlang hatte er diesen Abend geplant. Erst waren sie essen, danach verband Zac Vanessa die Augen und fuhr mit ihr zu der Stelle an der kurze Zeit vorher zwei ihrer besten Freunde, Brittany und Ryan, ein romantisches Plätzchen gezaubert haben. Zac half Vanessa aus dem Auto und stellte sie so das sie, wenn er ihr die Augenbinde abnimmt, auf ein LA zu ihren Füßen sehen würde. Zac stellte sich hinter sie und öffnete langsam die Augenbinde. Doch bevor er sie von ihren Augen entfernte, gab er ihr noch einen Kuss und flüsterte “Ich liebe dich” in ihr Ohr. Erst dann entfernte er die Augenbinde komplett und gab somit den atemberaubenden Blick über LA frei.
Und er war wirklich atemberaubend. Zu ihren Fußen lag ganz LA. Die Sonne ging langsam unter und tauchte ganz LA in ein warmes rot, orange, gelb und von hier oben konnte man keinen Lärm hören.
“WOW, das ist wunderschön.”
Zac stand hinter Vanessa, hatte seine Arme um sie gelegt und sein Kinn ruhte auf ihrem Kopf.
“Ja es ist wunderschön, aber nicht so schön wie du.”
Vanessa lächelte und schmiegte sich noch etwas mehr an ihn ran.
“Wie hast du das denn hier alles geschafft? Wir waren doch heute so gut wie den ganzen Tag zusammen.”
“Tja ich kann zaubern. Ich habe mich nur getarnt. Im wirklichem Leben bin ich nämlich Harry Potter.”
“Soso Harry Potter also. Wo ist denn dann dein fliegender Besen und dein Zauberstab? Mr. Potter?”
“Ja also das mit dem Besen das ist ganz einfach. Es wäre zu auffällig wenn wir einfach so hier rumfliegen würden. Von daher habe ich mir, wenn ich unter Muggeln bin, den neuen Audi gekauft. Der ist auch bei weitem angenehmer wie dieser schmale Besenstiel. Und was den Zauberstab betrifft den werde ich dir liebend gerne später zuhause zeigen.”
Vanessa drehte sich etwas, bis sie Zac ins Gesicht schauen konnte.
“Na auf die Vorführung freue ich mich schon jetzt.”
“Dann werde ich dafür sorgen das die Vorführung eine unvergessliche für dich werden wird.”
Ihre Gesichter kamen sich immer näher und als sich ihre Lippen endlich berührten stöhnten beide leicht erleichtert auf. Nach dem Kuss und noch etwas außer Atem setzten sich beide auf die Decke und ließen ihren Blick weiter über LA schweifen. Vanessa bekam nicht mal mit das Zac angefangen hatte den Picknickkorb auszupacken. Erst als er ihr eine Weintraube vor den Mund konnte sie sich von diesem wunderschönen Ausblick losreißen. Leise miteinander redend genossen sie die Ruhe und das Picknick hier in den Hügeln Hollywoods. Die Sonne war schon fast völligste unter gegangen als Zac sich räusperte und Vanessa ansah.
“Ist was” fragte sie schon fast etwas besorgt.
“Nessa ich habe dir vor ca. 1 ½ Jahren ein Versprechen gemacht erinnerst du dich? Ich möchte dieses Versprechen hier und jetzt einlösen.
Nessa als ich dich damals das erste Mal beim Casting von High School Musical gesehen habe wusste ich du bist es. Du bist die Person mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Ja mehr ich dich an dem Tag kennenlernte desto mehr war mir klar, du und keine andere. Ich kann mir mein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen du das will ich auch gar nicht. Die Vorstellung dich nicht mehr an meine Seite zu haben, macht mir Angst und nimmt mir die Luft zum atmen.” Langsam holte Zac eine kleine Schachtel hinter seinem Rücken hervor und schaute Vanessa tief in die Augen.
“Würdest du, Vanessa Anne Hudgens, mich zum glücklichsten Mann der Welt machen und meine Frau werden? Willst du mich heiraten?”
Vorsichtig öffnete er die Schachtel und zum Vorschein kam der schönste Ring den Vanessa sich vorstellen konnte. Total überwältigt, konnte sie nur noch ein gehauchtes Ja raus bringen. Das reicht Zac aber völligste. Mit einem riesigem Strahlen im Gesicht holten er den Ring aus der Schatulle und nahm Vanessas Hand. Vorsichtig zog er den Versprechungsring, den er ihr vor gut 1 ½ Jahren aufgesteckt hatte, ab und ersetzte ihn durch den Verlobungsring. Mit Tränen in den Augen schaute Vanessa erst auf ihre Hand mit dem Ring, dann in Zacs Augen und letztendlich lehnte sie sich vor und gab ihn einen Kuss. Zac legte sein Hand an ihren Hinterkopf und vertiefte den Kuss.
Seit dem wunderschönen Abend und dem romantischen Antrag war inzwischen ein halbes Jahr vergangen. Heiraten wollten sie allerdings erst in ca. einem Jahr. aber obwohl es noch keinen Stress mit irgendwelchen Hochzeitsvorbereitungen gab, war das letzte halbe Jahr für Zac und Vanessa nicht weniger ereignisreich. Nachdem die Presse Wind von der Verlobung bekommen hatte wurden die beiden bei jeder Gelegenheit gefragt wann denn jetzt geheiratet werden würde. Ab und an machten immer mal wieder Trennungsgerüchte die Runde. Die aber Hand und Fuß hatten. Zwei Monate nach der Verlobung stand eine weitere Überraschung ins Haus bei Familie Hudgens/Efron. Bei einer normalen Routineuntersuchung wurde festgestellt das Vanessa in der 6ten Woche schwanger war.
“Miss Hudgens? Wann hatten sie das letzte Mal ihre Periode?”
“ Letzte Woche. Sie war zwar einige Tage verspätet war seh schwach und dauerte auch nur 2 oder 3 Tage aber ich hatte auch sehr viel Terminstress in der letzten Zeit da ist die immer etwas durcheinander. Wieso? Stimmt was nicht?”
“Wie man es nimmt. Sie verhüten mit Hormonstäbchen, oder?”
“Ja, sie haben es mir eingesetzt.”
“ Ich weiß und das funktionierte ja bis jetzt auch ganz gut aber…. Ich weiß nicht so wirklich wie ich es ihnen erklären soll, aber sie sind in der 6ten Woche schwanger.”
“Haha ich glaub ich muss zum Ohrenarzt. Ich habe gerade verstanden das sie sagten, das ich schwanger sei.”
“Genau das habe ich ja auch gesagt.”
“Sie meinen das wirklich ernst? Aber… das geht nicht. Das kann nicht sein. Ich meine….doch noch nicht jetzt.”
“Miss Hudgens beruhigen sie sich erstmal etwas. Es wird sich für alles eine Lösung finden. Gehen sie erstmal nach Hause, lassen alles sacken und reden mit ihrer Familie. Wenn sie noch fragen haben, dann können sie sich jeder Zeit melden. Ansonsten würde ich sie gerne in einer Woche noch mal wiedersehen.”
“Ja ist gut. In einer Woche dann. Auf wiedersehen.”
Immer noch völlig verstört machte Vanessa für die andere Woche einen Termin und verließ mit zitternden Knien die Praxis. Immer dann wenn man sie am wenigsten gebrauchen konnte standen doch tatsächlich Paparazzis vor dem Praxisgebäude und warteten schon örtlich auf sie. Als Vanessa das Gebäude verließ wurde sie förmlich mit Fragen und Blitzlichter bombardiert.
“Vanessa stimmt es das du sterbenskrank bist?”
“Bist du schwanger?”
“Stimmt es das die Hochzeit geplatzt ist, weil Zac fremdgegangen ist?”
“Habt ihr euch getrennt?”
Vanessa merkte wie ihre Bein anfingen nachzugeben und die Tränen sich nicht wirklich mehr zurück halten ließen. Schnell suchte sie sich den Weg durch die Paparazzis zu ihrem Auto. Schnell öffnete sie die Tür und setzte sich rein. In der Sicherheit ihres Autos verlor sie dann letztendlich auch den Rest ihrer Körperbeherrschung und sackte weinend und zitternd auf ihren Sitz zusammen. Das Dauerklicken der Kameras, das Getuschel der Paparazzis nahm sie in dem Moment gar nicht mehr wahr. Und wenn doch war es ihr im Moment auch egal. Das war ein gefundenes Fressen für die Paps, sie hatten ihre Bilder des Tages und die Presse würde sich mit Sicherheit auch eine passende Geschichte einfallen lassen. Was Vanessa nicht ahnte war die Tatsache das diese Bilder schon im Umlauf waren. Mittlerweile saß Vanessa schon gut 30 Minuten in ihrem Wagen und von sich beruhigen war sie noch Meilenweit von entfernt. Sie reagierte auch nicht auf das plötzliche Klopfen an der Scheibe. Erst als die Zentralverriegelung ihres Wagens geöffnet wurde hob sie ihren Kopf. Durch den Tränenschleier konnte sie nur eine stark verschwommen Person erkennen die sich auf den Beifahrersitz ihres Audis setzte. Auch wenn sie die Person nicht richtig sah, wusste sie doch wer es war.
Woher wusste er wo sie war ?
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Part 2
Zac saß gerade mit seinem Manager Jason zusammen und besprach die anstehende Promotour zu seinem neuen Film. Als Zacs Handy anfing zu klingeln, er schaute kurz drauf und drückte dann die Person einfach weg. Zac würde später zurück rufen. Doch die Person am anderen Ende gab nicht auf und rief immer wieder an. Inzwischen war Zac so genervt das er schon sein Handy ausschalten wollte.
“Vielleicht gehst du einfach kurz dran, wenn jemand so vehement versucht dich zu erreichen ist es mit Sicherheit wichtig?”
“Naja wichtig? Es ist Brittany, was sollte da wichtig sein. Wenn sie was wichtiges hat dann ruft sie immer Nessa a…. Nessa! Vielleicht ist etwas passiert.”
Sofort griff Zac zum immer noch klingelnden Handy und nahm ab.
“Na endlich Efron. Wieso dauert das so lange?”
“Sorry? Aber ich saß in einem Meeting?”
“Was auch immer. Was ist mit Nessa los? Was hast du mit ihr gemacht?”
“Wie was habe ich mit ihr gemacht? Nichts! Ich bin noch nicht mal zuhause.”
“NA dann schaue mal schnell ins Internet auf die Seite von E! und sag mir was du da siehst. Sieht das für dich nach nichts aus?”
Zac ging direkt zu Jasons Computer und rief die besagte Seite auf. Er brauchte auch nicht lange suchen, denn das wovon Britt sprach war Titelstory und kam ihm förmlich aus dem Monitor entgegen gesprungen.
Vanessa Hudgens mit den Nerven am Ende?
Stimmen die Trennungsgerüchte um Zanessa jetzt wirklich?
“Heute Mittag wurde Vanessa dabei beobachtet wie sie sehr verstört und mitgenommen einen Ärztekomplex verließ. In diesem Gebäude ist u.a. auch eine Praxis für Psychologie. Kraftlos und verzweifelt machte sich Vanessa auf den Weg zurück zu ihrem Auto in dem sie dann völlig aufgelöst zusammen brach. Seit fast einer Sunde sitzt sie nun schon in ihrem Auto und scheint bei weitem noch nicht in der Lage zufahren.
Stimmen die Trennungsgerüchte etwa doch. Ist Zac tatsächlich mit seiner neuen Filmpartnerin fremdgegangen wie schon länger gemunkelt wird? Habe die beiden deshalb noch keine Termin für die Hochzeit bekannt gegeben, da es keine Hochzeit geben wird? Du ist womöglich an den Gerüchten, das Vanessa schwer krank sein soll, was dran. Wir wissen es nicht? Aber wir bleiben dran und informieren euch sobald wir etwas herausgefunden haben.”
“Zac du bist nicht wirklich fremd gegangen, Oder? Sag mir bitte das, dass alles nur wieder eine Geschichte der Presse ist!”
“Natürlich nicht Britt! Was denkst du von mir?”
“Tut mir leid, ich wollte das nur klarstellen. Aber was kann es denn sonst sein. Ich habe heute morgen noch mit V telefoniert und da war noch alles super.”
“Ich habe keine Ahnung, was diesen Zusammenbruch verursacht haben könnte. Ich werde jetzt zu ihr hinfahren und sehen was ich machen kann. Du hörst von uns! Und danke fürs Bescheid sagen.”
“Keine Ursache. Kümmere dich jetzt erstmal um V und meldet euch.”
“Machen wir. Bis dann.”
Zac beendete das Telefonat und schautre zu Jason der neben ihm stand und auf den Monitor starrte.
“Ich muss unser Meeting leider beenden.”
“Ist in Ordnung. Fahr du nach Vanessa und schau was los ist. Den Rest können wir auch später klären.”
“Danke.”
Schnell schnappte sich Zac seine Sachen und war aus der Tür verschwunden. Seufzend ließ sich Jason in seinen Bürostuhl nieder und griff zum Telefon. Drückte auf Kurzwahl 9 und wartete das Vanessas Manger den Anruf entgegen nahm. Er wollte Evan über die neusten Ereignisse informieren.
Zac fuhr die gerade noch zulässige Höchstgeschwindigkeit. Und überlegte fieberhaft was der Grund für Vanessas Zusammenbruch war und warum sie ihn nicht direkt angerufen hatte.
Heute morgen war noch alles in bester Ordnung. Sie hatten beide zusammen das Haus verlassen. Zac fuhr zu seinem Meeting mit Jason und Vanessa zu ihrem Arzttermin . Der Arzttermin! War wirklich etwas nicht in Ordnung mit Vanessa? War sie krank? Auf einmal kam es Zac so vor als würden alle anderen Autos über die Straße kriechen. Er konnte nicht schnell genug zu Nessa kommen. Er musste wissen was mit ihr los war. Als er am Ärztekomplex ankam suchte er sich einen Parkplatz. Als Zac ausstieg brauchte er sich nicht lange nach Vanessas Wagen umschauen. Er ging einfach zu dem Haufen von Paparazzis. Und richtig und gut das war Nessas Auto. Als die Paps Zac sahen machten sie ihm Platz. Witterten sie doch ein weiteres Mal die große Story. Zac beachtete die Fragen und das Blitzlichtgewitter überhaupt gar nicht. Sein Blick war nur auf den Wagen vor ihm gerichtet. Er konnte sehen wie Vanessa das Lenkrad mit beiden Händen festhielt und ihr Gesicht in ihre Arme versteckt hatte. Sie war am weinen, das verrieten ihre bebenden Schultern. Sacht klopfte Zac an die Scheibe aber Vanessa reagierte darauf nicht. Er klopfte noch einmal etwas fester, aber auch drauf kam keine Reaktion von Seite Vanessas. Schnell zog er seine Schlüssel aus der Tasche und betätigte die Fernbedienung zu ihrem Wagen. Zac ging ums Auto herum und öffnete die Beifahrertür, beieilte sich mit dem reinsetzen und schloss dann sofort wieder die Tür. Vanessa muss sein einsteigen bemerkt haben, denn sie hob ihren Kopf und sah in seine Richtung. So aufgelöst hatte Zac sie schon lange nicht mehr gesehen und es gefiel ihm ganz und gar nicht. Er konnte ihre unausgesprochen Frage förmlich hören.
Woher wusste er wo ich bin?
“Brittany rief mich an und fragte was mit dir los sei. Ich wusste erst gar nicht wovon sie sprach. Bis ich auf E! den Bericht gesehen habe. Magst du mir sagen was dich in solch eine Verfassung gebracht hat?”
“ Wieso auf E!” fragte Vanessa mit leiser und vom weinen leicht rauer Stimme.
“Du bist im Moment Gesprächsthema Numero eins.”
“Verdammte Scheiße, können die einen nicht mal in Ruhe lassen. Die haben sich doch schon garantiert interessante Geschichten einfallen lassen.”
Zac viel auf das Vanessa es vermied ihm in die Augen zu sehen. Entschied sich aber sie noch nicht darauf anzusprechen.
“Ja waren schon sehr schöne Fantasiegeschichten dabei. In der einen warst du beim hier ansässigem Psychologen da ich dich angeblich mit Alicia betrogen haben soll und du deshalb professionelle Hilfe brauchst. Dann gibt es noch die Vermutung das du schwerkrank sein sollst und noch so einige andere. Aber was mich jetzt am meisten interessiert ist die Wahrheit. Warum sitzt du hier im Auto wie ein Häufchen Elend? Hat es was mit dem Routine-checkup zutun? Bist du wirklich krank?”
Wieder kamen Vanessa die Tränen. Sie musste ihm von der Schwangerschaft berichten, sie würden zusammen entscheiden müssen wie es weiter geht. Aber wie sagt man jemanden, der noch vor 2 Wochen sagte das er in den nächsten 5 Jahren auf gar keinen Fall Kinder haben möchte, das er Vater wird. Vanessa hatte Angst das dies der Anfang vom Ende ihrer Beziehung sein könnte. Sie wusste das er das mit den Kindern völlig ernst meinte und auch sie wollte auf gar keinen Fall jetzt schon Kinder. Doch nun war sie schwanger, es mussten Entscheidungen getroffen werden. Und das gemeinsam!!
“Nein nein. Ich bin nicht krank, aber es gibt da etwas das wir bereden müssen. Aber nicht hier vor den ganzen Paps.”
Erst jetzt fielen Zac die vielen Paparazzis ein. Er war so auf Vanessa konzentriert das er sie völlig vergessen hatte nachdem er ins Auto gestiegen war.
“Ich glaub du hast recht. Ich denke die haben für heute wohl genug Bildermaterial. Lass uns nach Hause fahren. Meinst du, du kannst fahren?”
“Das müsste ich hinbekommen. Bist du mit dem Wagen da?”
“Ja, der steht dahinten. Dann fährst du jetzt vor und komme sofort hinterher.” Bevor Zac ausstieg lehnte er sich vor und gab Vanessa einen Kuss.
“Und Nessa egal was ist, wir bekommen das hin. Du hast selbst gesagt du bist nicht krank, das ist doch schon mal das wichtigste. Für alles andere finden wir auch eine Lösung. Ist ja nicht so als wärst du schwanger.” Mit erschrockenen, weit aufgerissenen Augen sah Vnaessa ihn panisch an. Das Lächeln aus Zacs Gesicht verschwand als er ihre Reaktion auf seinen kleinen Aufmunterungsscherz sah.
“Vanessa? Was ist es? Vanessa, bitte sag mir das es nicht das ist was ich gerade vermute das es ist.”
Flehend schaute Zac Vanessa an.
“Vanessa? Bist du ….?”
“Zuhause Zac, wir reden Zuhause weiter.”
Mehr wie ein flüstern brachte Vanessa nicht zu stande.
Zac nickte kurz und ohne ein weiteres Wort stieg er aus Vanessas Auto.
Das Zac ohne was zusagen ausgestiegen war machte Vanessa angst. Kein es wir schaffen das oder wir finden eine Lösung. Und was ihr besonders weh tat, kein ich liebe dich. Nein einfach nur eine zugeschmissene Autotür. Wieder kamen ihr die Tränen, wütend versuchte Vanessa sie wegzuwischen aber es kamen immer wieder neue nach. Um den Paparazzis nicht noch mehr Material zu bieten startete sie ihren Audi und versuchte sich einen Weg durch die ganzen Paps zu bahnen. Als diese nicht zur Seite gehen wollte drückte sie wütend auf die Hupe und gab Vollgas als endlich der Weg freigemacht wurde.
Zac stieg wie in Trance aus dem Auto . Er nahm weder die Tatsache das er die Autotür mit viel zuviel Wucht zugeschlagen hatte noch nie die nervenden, dauer fragenden Paparazzis um sich wahr.
Das Hupen und die quitschenden Reifen als Vanessa mit Vollgas wegfuhr rissen ihn aus seinem tranceartigem Zustand. Erst jetzt wurde ihm bewusst das er einfach ohne ein einziges Wort ausgestiegen war. Er hatte Vanessa einfach alleine sitzen lassen. Kein “Ich liebe dich”, kein gar nichts. Er hatte sie einfach alleine zurück gelassen. Zac sah wie Vanessa einfach ohne zu bremsen, zu blinken oder zu schauen auf die Hauptverkehrsstrasse fuhr um dann mit Vollgas davon zu brausen. Schnell rannte er zu seinem Auto und fuhr ihr hinterher. Wie konnte er nur so blöd sein und einfach so abhauen. Natürlich er war geschockt über die Tatsache das Vanessa schwanger war aber das gab ihm immer noch nicht das Recht sie einfach so sitzen zu lassen. Sie musste doch jetzt den Eindruck haben als wenn er allein ihr die Schuld geben würde. Als wenn er nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte. Das war auf gar keinen Fall so, eher das Gegenteil. Er hoffte das sie heile zuhause ankam und er ihr alles erklären könne. Es gab jetzt viel zu regeln. Und sie musste gemeinsam klären wie es mit der Schwangerschaft weitergehen sollte. Obwohl da gab es eigentlich nichts zu klären. Er war gegen Abtreibung wenn es nicht aus gesundheitlichen Gründen notwendig war oder wenn es ein Resultat eines Gewaltverbrechens war. Aber unter normalen Umständen war er gegen Abtreibung und zur Adoption freigeben kam auch auf gar keinen Fall in Frage. Das bedeutete also das in einigen Monaten kein kleines Menschlein das Licht dieser Welt erblicken und somit die Familie um eine weitere Person wachsen würde. Bei dem Gedanken kroch ein Lächeln über seine Lippen, konnte es sein das er sich tatsächlich darüber freute? Er schaute tief in sich hinein und musste feststellen: Ja er freute sich sogar darauf. Denn es war etwas was ihn und Vanessa noch enger miteinander verband.
Als Zac endlich am Haus ankam sah er das Vanessas Audi schon vor der Tür parkte. Von Vanessa war aber nichts zu sehen. Er schloss die Haustür auf und horchte, ob er irgend etwas hören konnte Aber es herrschte Totenstille im Haus.
“Nessa? Nessa wo bist du? Nessa? Nessa bitte!”
Als er am Wohnzimmer vorbei Richtung großer Treppe gehen wollte blieb er plötzlich stehen. Er machte zwei Schritte zurück und schaute ins Wohnzimmer. Auf dem riesigen kuscheligen Sofa saß Vanessa mit angezogenen Beinen und ein Bild in ihrer Hand. Zac wusste auf Anhieb wessen Foto das war. Er wollte gerade zu ihr gehen als sie leise zu sprechen anfing.
“Ich hoffe ihr werdet mich für das was ich machen werden nicht hassen, aber es geht nicht anders.”
Vanessa legte das Bild ihrer Eltern zur Seite. Zögerlich legte sie ihre Hand auf ihren straffen, flachen und durchtrainierten Bauch.
“Es tut mir leid kleiner Zwerg, aber du bist einfach noch ein paar Jahre zu früh.”
“Nessa?”
“Zac!” Schnell nahm sie ihre Hand vom Bauch.
“Keine Angst, ich habe alle geregelt. In drei Tagen ist alles wieder so wie zuvor.”
“Wie meinst du das?”
“Ich habe in drei Tagen einen Termin für einen Schwangerschaftsabbruch.” Schon wieder bildeten sich Tränen in Vanessas Augen `Verdammter Mist, warum muss ich ständig anfangen zu heulen. Ich muss hier raus. Zac darf nicht sehen wie sehr mich der bloße Gedanke an einen Abbruch belastet.` Eilig wollte Vanessa das Wohnzimmer verlassen.
“NEIN!” Erschrocken wich Vanessa etwas zurück.
“Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken. Vanessa bitte mach das nicht!”
“ Und wieso nicht. Vor ein paar Tagen hast du noch klar und deutlich gesagt das du auf gar keinen Fall jetzt schon Kinder haben möchtest und deine Reaktion eben war eindeutig genug. Es ist einfach noch ein paar Jahre zu früh und möchte jetzt auch noch nicht unbedingt ein Kind haben. Aber ich hatte gehofft, das wir zumindest in aller Ruhe darüber reden könnten. Zu deiner Info ich bin genauso geschockt über diese Schwangerschaft wie du. Oder meinst du ich sitze feiwillig über eine Stunde im Auto und lass mich beim Heulen von Paps ablichten? Ich saß im Auto sund wusste nicht was ich machen und was ich denken sollte. Aber als du aus dem Wagen gestiegen bist ohne ein weiteres Wort, da wusste ich was sich zutun habe. Auf den Weg hierher habe ich meinen Arzt angerufen und einen Termine für den Abbruch vereinbart. Wie du siehst es ist alles geregelt. Wenn du mich jetzt bitte entschuldigen würdest, ich würde mich gerne etwas hinlegen. Mein Kreislauf ist heute nicht wirklich bei der Sache.”
“Nessa warte. Ich möchte nicht das du einen Abbruch vornimmst. Ich weiß das ich gesagt habe, das ich jetzt noch kein Kind möchte und so war es auch. Aber während der Fahrt hierher habe ich mir so meine Gedanken gemacht.” Zac ging zu Vanessa rüber und führte sie zum Sofa. Er setzte sich hin und zog Vanessa zwischen seine Beine, so das sie mit ihrem Rücken an seinem Bauch lehnte. Dann legte er sachte seine Hand auf ihren Bauch, genau dorthin wo momentan das Zuhause ihres Babys war.
“Genau hier unter meiner Hand ist ein kleines Lebewesen was ein Anrecht auf ein Leben hat. Sein Leben hat doch schon begonnen. Das kleine Herzchen schlägt und alles in seinem winzig kleinen Körper arbeitet momentan auf Hochtouren. Wer sind wir, das wir darüber entscheiden ob es sein gerade erst begonnenes Leben weiterleben darf. Wenn du diesen Termin in drei Tagen wirklich wahrnimmst, weiß ich das du….das wir das unser ganzes Leben lang bereuen werden. Wir haben zusammen schon soviel geschafft, das schaffen wir auch noch. Bitte sag diesen Termin wieder ab.” Zac verstärkte seinen Druck auf ihren Bauch leicht aber nicht zuviel, schließlich wollte er seinem Sohn oder seiner Tochter nicht schaden.
Vanessa dachte über Zacs Worte nach. Er hatte recht mit der Vermutung das sie es für immer bereuen würde. Sie bereute es ja schon als sie den Termin machte und mit Zac an ihrer Seite war sie sich sicher das sie das Kind schon schaukeln werden.
Vanessa kuschelte sich noch etwas mehr in Zacs Umarmung und legte ihre Hand auf seine, die immer noch beschützend auf ihrem Bauch lag.
“Du hast recht zusammen schaffen wir das.”
Immer noch lächelnd über ihren Minibauch streichelnd tauchte Vanessa wieder aus ihren Erinnerungen auf. Sie war inzwischen im 4ten Monat und so ganz langsam machte sich das kleine Bäuchlein bemerkbar.
“Wann wollten meine Leute und Stella noch mal hier sein?”
“Sie müssten in der nächsten halben Stunde oder so da sein. Ich kann es nicht glauben das es heute schon 2 Jahre her ist. Manchmal kommt es mir vor wie gestern und dann schaue ich zur Tür und habe die Hoffnung das Mum und Dad lachend herein kommen. Es ist schon komisch wie einige Sachen sich fest in die Erinnerung eingebrannt haben, während andere wie vom Winde verweht sind.”
“Ja das stimmt..”
Weiter kam Zac nicht, er wurde von der Klingel daran gehindert.
“Ich denke das wird unsere Familie sein,” sagte Vanessa, erhob sich aus ihrem Stuhl und ging zusammen mit Zac zur Haustür.
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Part 3
Zac stand hinter Vanessa als sie die Tür öffnete und in die Gesichter ihrer Familie sah.
“Nessa! Zac!”
“Stella!” stürmisch umarmte Vanessa ihre kleine Schwester.
“Wie geht es dir?”
“Recht gut, wenn man davon absieht was heute für ein Tag ist.”
“Ich weiß was du meinst Stella, mir geht es nicht anders. Aber jetzt kommt erstmal rein .“
Sie begrüßten sich erst einmal alle herzlich als sie rein kamen.
Zusammen gingen sie in Wohnzimmer. Stella schwang sich vom Rollstuhl in einen der bequemen Sessel und lächelte als sie Vanessas kleinen Babybauch sah.
“Endlich kann man etwas sehen. Wisst ihr denn inzwischen was es wird?”
“Nein, beim letzten Ultraschall konnte man es noch nicht erkennen. Aber in drei Wochen habe ich den nächsten Termin. Mal sehen, vielleicht haben wir ja dann Glück. Wollen wir erst zum Friedhof und dann Brunchen oder lieber erst Brunchen und dann zum Friedhof?”
“Vanessa, das ist ganz alleine deine und Stellas Entscheidung. Ihr macht es so wie ihr meint das es euch am angenehmsten ist. Wir richten uns da ganz nach euch.”
“Stella, du hast Starla gehört. Wie rum sollen wir es machen?”
“Ich würde gerne erst zum Friedhof und danach Brunchen, wenn es dir recht ist.”
“Natürlich ist mir das recht. Also abgemacht. Wir gehen erst zum Friedhof und danach Brunchen. Ich habe dir die Blumen besorgt die du haben wolltest.”
“Danke Nes. Ach ja ich wollte/muss dir ja noch was geben.”
Stella zog ihren Rollstuhl zu sich ran und nahm aus dem Rucksack, der hinten an den Griffen hing, eine Mappe heraus. Diese gab sie Vanessa mit einem so breitem Grinsen, mit dem sie, wenn sie keine Ohren gehabt hätte, im Kreis gegrinst hätte.
Vanessa nahm die Mappe und öffnete sie. Auch ihr Grinsen wurde mit jeder Sekunde breiter. Es war Stellas Zeugnis welches sie gerade vor sich hatte und es waren nur Bestnoten darauf vertreten. Vanessa stand auf und drückte ihre Schwester fest an sich.
“Ich bin wahnsinnig stolz auf dich. Nicht nur wegen den Noten. Ich weiß das dass alles nicht einfach für dich ist aber du hast nie aufgegeben und was ganz besonders wichtig ist, du hast Dich nie aufgegeben .”
“Danke. Aber das hätte ich ohne dich und ohne die Hilfe von Mummy, Daddy, Dylan und Zac nie geschafft.”
Noch einmal umarmten sich die beiden Schwestern. Dann setzte sich Vanessa wieder zu Zac aufs Sofa.
“Nessa? Ich wollte dich noch etwas fragen.”
Vanessa schaute ihre Schwester aufmerksam an.
“Na dann schieß mal los:”
“Eine meiner Lehrerinnen hat mir letztens einen Flyer in die Hand gedrückt. Es war ein Prospekt von einem Sportverein der speziell für Menschen im Rollstuhl ist. Sie meinte ihre Nicht würde auch im Rollstuhl sitzen und sie würde dort Tanzsport machen. Ich habe dir das Prospekt mitgebracht.”
Wieder kramte Stella in ihrem Rucksack rum bis sie das Prospekt gefunden hatte und es Vanessa gab.
“Hier. Ich habe mir das mal angeschaut und war für eine Probestunde da. Es macht tierisch viel Spaß. Ich wusste gar nicht das man mit dem Rollstuhl solche tollen Sachen machen kann. Ich würde das gerne machen, wollte aber dich vorher fragen. Schließlich bist du mein legaler Vormund. Es wäre für mich die Chance wieder zu tanzen. Zwar im Rollstuhl aber es wäre tanzen.”
Vanessa hatte ihr zugehört während sie den Flyer studierte. Und als sie jetzt aufschaute, sah sie in Augen die strahlten bei der Erinnerung ans tanzen. Augen die ihr zeigten wie sehr sie es sich wünschte.
“Gib mir einfach die Anmeldung und ich unterschreibe sie dir.”
“Wirklich? So ganz wirklich Echt?”
“Ja ganz wirklich Echt!”
“AAAHHHH Nessa du bist die beste Schwester die man haben kann. Aber hast du auch den Preis gesehen. Das ist nicht ganz billig.”
“Erstens ist das gar nicht so viel und zweitens würde ich auch ein vielfaches mehr bezahlen. Denn die Hauptsache ist, das du glücklich bist.”
Strahlend gab Stella ihrer Schwester den Anmeldebogen, den Vanessa direkt ausfüllte und ebenso strahlend an Stella zurück gab.
Kurze Zeit später machten sie sich auf den Weg Richtung Friedhof.
Vanessa hatte sich eine Strickjacke überlegt um ihren Bauch vor den neugierigen Paparazzis zu schützen. Bis jetzt wusste außer der Familien und ein paar sehr engen Freunden noch niemand von der Schwangerschaft. Das würde sich allerdings im 2 Tagen auch ändern. Für diesen Tag war eine Pressmitteilung von ihrem Management geplant. Denn dadurch das inzwischen ein kleines Bäuchlein zu sehen war und sich Zac und Vanessa nicht die ganze Zeit verstecken wollten, wurde es jetzt langsam doch Zeit es der Öffentlichkeit zu sagen.
Am Friedhof angekommen, waren da auch schon die ersten Paparazzis vor dem Tor vertreten. Sie durften zwar nicht mit auf den Friedhof, das hielt sie aber nicht davon ab vor dem Friedhof Bilder zu machen. Wie wild knipsten, filmten und fragten sie drauf los. Immer noch drehten sich viele Fragen um Vanessas Zusammenbruch vor wenigen Monaten in ihrem Auto. Aber darüber wurde eisern geschwiegen. Immer wieder wurde gefragt ob es mit Zacs Affäre zutun hatte. Zacs Antwort das er keine Affäre habe, nie hatte und auch nie haben werde wurde schlichtweg überhört. Vanessa spürte wie Zac langsam zu platzen drohte als immer weiter über eine Affäre gesprochen wurde. Beruhigend nahm sie seine Hand in ihre und drückte sie einmal kurz. Zac schaute sie an und beide redeten kurz nur über Augenkontakt miteinander und man konnte sehen das sich Zacs Blutdruck so langsam wieder in normalen Bahnen befand. Sie beeilten sich auf das Friedhofsgelände zu kommen und somit den Paparazzis zu entfliehen.
“Oh man die werden immer schlimmer habe ich den Eindruck” Kopfschüttelnd schaute David noch einmal zu den Paparazzis, die jetzt vor dem großen Eisentor standen und darauf warteten das sie bald wieder raus kamen.
“Man gewöhnt sich an vieles Was sie sagen und fragen. Aber manchmal sie wie eben gerade da fängt mein Blut doch an zu kochen und ich würde denen zu gerne meine Meinung sagen” zischte Zac durch seine fest zusammengedrückten Zähne.
“Zumindest haben sie mich in Ruhe gelassen” schmunzelte Stella zufrieden und ließ sich von Dylan über den Friedhof schieben. Vanessa grinste ihre Schwester an. Obwohl sie gerade auf den Weg zum Grab ihrer Eltern waren, war es doch kein schwerer Gang. Es war kein Gang der mit jedem Schritt mehr wehtat. Vanessa ging diesen Weg hier mind. 1x die Woche und auch Stella war hier jedes Mal wenn sie Vanessa in LA besuchte. Dort im Grab waren nur die sterblichen Überreste ihrer Eltern. Aber alles was Greg und Gina ausmachte, alles was sie zu Greg und Gina gemacht hatte war nicht dort begraben. Es war in den Herzen von Vanessa und Stella fest verschlossen und würde für immer bei ihnen sein. Außerdem waren sie irgendwo da draußen und gaben von dort aus auf ihre Mädchen acht. Und vielleicht gaben sie ja auch dem Baby etwas von sich wieder mit auf die Erde.
Sie blieben ungefähr eine halbe Stunde am Grab. Während Stella leise mit ihren Eltern sprach setzten sich die anderen auf nahe stehende Bänke. Sie wollte Stella etwas Privatsphäre bei ihrem Gespräch geben. Zum Schluss legte Stella noch den Blumenstrauß aufs Grab und rollte zu den anderen rüber. “Wir können los wenn ihr wollt.”
Alle nickten und machten sich auf den Weg zu den Autos.
Vanessa hatte für David und Starla ein neues Auto besorgt, ein in dem man Stella zusammen mit ihren Rollstuhl dreinfahren konnte. So brauchte sich niemand abmühen Stella ins Auto rein und wieder raus zu tragen Schließlich war Stella ja auch kein kleines Kind mehr und hatte auch ihr Gewicht. Starla und David hatten zwar am Anfang reichlich Protest eingelegt als Vanessa ihnen mitteilte das sie ein neues Auto bekommen würden. Aber Vanessa ließ nicht davon ab. Schließlich kümmerten sie sich die ganze Zeit um Stella und Vanessa wollte es ihnen so leicht wie möglich machen und als Vanessa auch noch Rückendeckung von Zac bekam, gaben sich seine Eltern geschlagen.
Wie nicht anders zu erwarten waren die Paparazzis immer noch da und es sah so aus als wenn noch welche dazu gekommen wären.
“Auf ins Getümmel” murmelte Zac als er das große Eisentor für alle aufhielt. Vanessa biss sich von innen auf die Lippe nur um nicht aufzulachen, als sie Zacs gemurmel hörte.
Und wieder kam ein Ansturm an Fragen auf sie zu. Dieses mal aber konzentrierten sie sich mehr auf Stella.
“Stella wie fühlt es sich an von der eigenen Schwester abgeschoben zu werden?”
“Vanessa schämst du dich für deine Schwester?”
“Warum ist Stella nicht hier bei dir Vanessa? “
“Ist dir deine Karriere wichtiger wie deine Schwester.”
Diese Fragen trafen Vanessa und sie fing an schwerer zu atmen. Seit fast 2 Jahren musste sie sich diese Fragen nun schon anhören. In den ersten Wochen nachdem heraus kam das Stella bei Zacs Eltern bleiben würde, wurde Vanessa verspottet, verhöhnt, in der Luft zerrissen. Sie wurde als egoistisch, nicht fähig und als selbstsüchtig beschimpft. Es ging wirklich soweit, das Vanessa fast alles hingeschmissen hätte und Hollywood den Rücken gekehrt hätte. Nur der Rückhalt von Familie und Freunden half ihr da durch. Als Stella sah wie schlecht es ihrer Schwester wegen dem allem ging, platzte ihr der Kragen und sie schaffte es irgendwie in die Ellen Show. Dort gab sie ihr einzigstes Interview und ließ all ihre Wut auf die Presse raus.. Nach der Ausstrahlung wurde es ruhiger, aber es kamen immer mal wieder Fragen von solch einem Kaliber, wie dem gerade, hoch. Als alle in ihren Autos saßen wurde erst einmal tief durchgeatmet. Auf dem Weg zum Brunchen war Vanessa sehr still im Auto. Immer wieder guckte Zac zu ihr rüber aber Vanessa schaute starr durchs Seitenfenster nach draußen.
“Was geht dir gerade durch den Kopf?”
“Nichts besonderes. Mir ist wieder einmal bewusst geworden wie froh ich bin das Stella weit weg von diesem ganzen Zirkus hier ist und wenn ich ehrlich bin, beneide ich sie sogar schon etwas dafür. Weißt du was ich meine?”
“Ich weiß ganz genau was du meinst. Mir geht es nicht anders.”
“In letzter Zeit mache ich mir immer mehr Gedanken darüber wie wir es hinbekommen unser Kind so gut es geht vor diesen Assgeiern fernzuhalten ohne es ein- oder wegzusperren. Es soll so gut es geht normal wie jedes andere Kind aufwachsen. Ganz normal im Matsch rumgatschen dürfen, sich auf dem Spielplatz von oben bis unten einsauen dürfen und das ohne das am nächsten Tag ein Bericht darüber erscheint, wie verwahrlost unser Kind rumlauft. Ich möchte keine zweite Suri Cruise haben, sondern ein Kind was Kind sein darf.”
“Genau das möchte ich auch. Und das wird es auch. Wir werden unser Kind nicht dem Druck aussetzen, das Wunderkind Hollywoods zu werden.”
Vanessa drückte Zacs Hand die er auf ihren Bauch gelegt hatte und lächelte ihm zustimmend zu.
Nach dem Brunchen fuhren sie alle zurück zum Haus von Zac und Vanessa welches sie sich vor einem Jahr gemeinsam gekauft hatten. Ihr beiden alten Häuser hatten sie verkauft um sich ein gemeinsames zu kaufen. Ins besonderen hatten sie darauf geachtet das sich Stella ungehindert frei im Untergeschoss mit ihrem Rollstuhl bewegen konnte.
Gegen 5 Uhr späten Nachmittags machten sich Starla, David, Stella und Dylan wieder auf den Weg zurück.
Die nächsten zwei Tage waren sehr ruhig, doch das sollte sich sehr schnell ändern.
Die Nachricht über Vanessas Schwangerschaft verbreitete sich wie ein Lauffeuer und Paparazzis sowie Presse drehten förmlich durch. Mit dutzenden Interviewanfragen wurden Vanessas und Zacs Managment und Pressesprecher bombardiert. Paparazzis kampierten regelrecht vor dem Haus. Vanessa wurde so von denen verfolgt und belagert das es Zac zu bunt und zu gefährlich wurde. Er rief wie schon zwei Jahre zuvor beim Securityservice an. Kurz erklärte er die Situation und schon war es beschlossene Sache. Ab jetzt würde ein Bodyguard Vanessa immer dann begleiten wenn sie alleine Unterwegs war. Zumindest solange bis sich alles wieder etwas beruhigt hatte. Zac wollte kein Risiko eingehen, das Vanessa oder dem Baby etwas passierte weil irgendein Paparazzi meinte es übertreiben zu müssen.
Für die nächsten Tage waren Zac, Vanessa und die Schwangerschaft Gesprächsthema Nr.1. Alle interessierten sich für das ungeborene Baby.
Aber es waren nicht nur Fans die alles aufmerksam verfolgten. Auch eine weitere Person war sehr interessiert an jeder kleinsten Meldung.
Ungefähr 1 Stunde von LA entfernt saß jemand am Tisch und lass die neusten Artikel über Zac und Vanessa.
“Sieh mal einer an mein Cousinchen. Jetzt wird er auch noch Papa. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Ich werde euch schon noch zeigen das es Konsequenzen hat zu versuchen mich in den Knast zu bringen. Und dieses Mal werde ich mit dem kleinen Miststück nicht so zimperlich umgehen. Wenn ich mit ihr fertig bin wird es dieses Kind nicht mehr geben und auch keine weiteren Kinder. Verlass dich drauf Cousinchen, bald bin ich bei euch. Ich komme immer näher und schon nächste Woche werde ich bei euch in LA sein und deiner Kleinen näher wie du denkst. Bodyguard hin oder her und was das beste ist, ich könnte direkt neben euch stehen und ihr würdet mich nicht erkennen! Die Wunder der modernen Gesichtschirugie sind einfach erstaunlich.”
Das Lachen was folgte ließ jedem der es hörte einen kalten Schauer über den Rücken laufen.
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Part 4 Die Drohung
Die Presse wollte sich auch in den nächsten Tagen nicht beruhigen und wurde Vanessa auch weiterhin von einem Bodyguard immer dann begleitet wenn sie alleine unterwegs war. Zac und Vanessa hätten am liebsten Marc wieder gehabt. Der hatte allerdings einen anderen Einsatz und war vorüber gehen nicht zu bekommen. So kam es das fast jedes Mal ein anderer Bodyguard anwesend war. Vanessa ging das alles mächtig auf die Nerven und konnte es vorkommen, das sie sich Tagelang in ihrem Haus versteckte und erst raus ging wenn Zac dabei war. Das allerdings war machte die Presse noch wilder. Da es sein konnte das man Vanessa mal eine komplette Woche nicht zu Gesicht bekam. Inzwischen war sie im 6. Monat und soweit ging es ihr gut. Das durcheinander mit den Bodyguards hatte sich auch etwas gelegt und inzwischen hatten sie fast immer den selben. Er hieß Steve und war recht neu bei diesem Securityservice. Steve würde noch ein oder zwei Tage für Vanessas Sicherheit und die Sicherheit ihres Kindes zuständig sein und dann wäre Marc wieder da. Der würde ab da dann voll übernehmen. Vanessa war über die Aussicht bald wieder von Marc beaufsichtigt zu werden mehr als glücklich. Sie wusste nicht warum aber irgendwie mochte sie Steve nicht so richtig. Er war ab und an etwas herablassend und dann wieder total überfreundlich. Manchmal hatte Vanessa Angst auf seiner Schleimspur auszurutschen und so war es auch nicht verwunderlich das Vanessa froh war, wenn Marc endlich da wäre.
Vanessa war gerade dabei Wäsche zusammen zu legen als sie Zac rufen hörte.
“Nessa? Hey Süße wo bist du?”
“Waschküche!”
Kurz darauf erschien Zac lächelnd in der Tür.
“Hey ihr beiden. Was macht ihr gerade?”
“Also dein Sohn der schläft, der ist erledigt. Er hat fast den ganzen Morgen Purzelbäume in meinen Bauch gemacht. Ja und ich mache wie du siehst gerade Wäsche. Nachher muss ich dann noch schnell zu Shirley und das Kleid für die Oscars abholen. Die Änderungen sind fertig und jetzt passt dein Sohn auch bequem mit ins Kleid.”
Lachend trat Zac hinter Vanessa und legt seine Arme von hinten um ihren Bauch. Beide Hände legte er mit den Handflächen auf ihren Bauch. Somit war er komplett bedeckt. Auch wenn Vanessa schon am Ende des 6. Monats war, konnte man ihren Bauch fast nur erahnen. Sie trug immer noch ihre normale Kleidung und bei einigen Sachen konnte man meinen sie wäre überhaupt nicht schwanger.
“Ich bin mir sicher ihr hättet auch beide ohne Änderung ins Kleid gepasst.”
“Das schon aber ich sah aus wie eine Presswurst. Das ging gar nicht, es sah einfach nur schrecklich aus. Du sollst dich schließlich nicht für uns Schämen müssen.”
Zac verstärkte den Druck auf ihren Bauch etwas.
“Nessa, du könntest auch im Jogginganzug mit zu den Oscars kommen und ich würde mich nicht für dich schämen. Du wirst dort die hübscheste Frau sein, ganz egal was so anhast” hauchte er gegen ihren Nacken bevor er ihr einen zärtlichen Kuss dorthin gab. Wie zur Bestätigung was sein Papa gerade seiner Mama gesagt hatte, trat klein Efron kräftig von inner gegen die Bauchdecke.
“Siehst du, ich bin nicht alleine mit meiner Meinung.”
“Na super, das kann ja noch heiter werden. Ihr verbündet euch schon vor der Geburt gegen mich.”
Zac musste wieder lachen.
“Meinst du, du hättest nach der Kleidabholung noch etwas Zeit?”
“Ja habe ich. Ich habe sonst keinerlei Termine. Wieso? Was hast du vor?”
“Na wir könnten doch später noch losfahren und uns mal so einige Kinderzimmer und Kinderausstattungen ansehen.”
Vanessa drehte sich in seinen Armen um, so das sie ihn jetzt ansah. Lächelnd legte sie ihm ihre Arme um den Nacken.
“Das wäre toll. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Vorstellung von irgendetwas. Weder Kinderzimmer, noch Kinderwagen, noch Autositz.”
“Na dann werden wir das schnell ändern müssen. Denn mir geht es genauso.”
“Au ja. Freu mich schon. Wie spät willst du los?”
“Ich habe gleich noch ein Meeting mit WB aber danach ist alles frei.”
“Dann machen wir das so. Ich rufe gleich Steve an und fahre dann in seiner Begleitung zu Shirley.
Du holst mich dann einfach von da ab und wir fahren zusammen zur Baby-Mall?”
“Klingt super. Ach übrigens ab morgen ist Marc wieder da. Heute ist dein letzter Tag mit Steve.”
“Echt? Marc ist an morgen wieder für uns da? Gott sein dank!”
“Du magst Steve nicht so wirklich, oder?”
“Was heißt hier nicht mögen. Er ist mir etwas suspekt. Ich weiß nicht warum aber jedes Mal wenn ich ihn sehe bekomme ich ein total unwohliges Gefühl und seine Augen, manchmal denke ich, ich habe die schon mal irgendwo gesehen. Aber ich kann mich nicht erinnern wo das gewesen sein soll und wann. Bis vor ein paar Wochen kannte ich Steve schließlich noch gar nicht und habe ihn auch vorher noch nie gesehen. Ach ich weiß auch nicht. Ich bin einfach nur froh wenn Marc wieder da ist.”
“Um ehrlich zu sein, ist mir Marc auch lieber. Steve hat schon eine merkwürdige Art und manchmal habe ich echt bedenken dich ihm anzuvertrauen. Aber vielleicht bin ich auch nur überbesorgt und viel zu beschützend. Aber ich möchte nicht das dir oder unserem Kleinen was passiert.”
“Dann freuen wir uns einfach zusammen auf morgen und Marc und lassen Steve heute noch ein letztes Mal für 1-2 Stunden seinen Job machen.”
“Habe ich dir heute eigentlich schon gesagt wie sehr ich dich liebe?”
“Nicht in den letzten 3 Stunden oder so.”
“WAS so lange ist das schon her? Na dann wird es ja wohl höchste Zeit. Ich liebe dich !”
“Ich liebe dich auch.”
Beide Lippen kamen sich immer näher und trafen sich zu einem leidenschaftlichen Kuss, der aber von einer lachenden Vanessa unterbrochen wurde. Mit einer Hand strich sie über ihren Bauch und grinste Zac an.
“Da scheint aber jemand eifersüchtig zu sein.”
Zac fing auch an zu grinsen, legt seine Hand neben Vanessas und beide schaute auf ihren Bauch.
“Dich lieben wir auch” kam es von beiden zeitgleich wie aus einem Mund. Als wenn Junior genau das hören wollte, hörte er auf zu treten und schien wieder einzuschlafen. Beide mussten lachen.
Zac war gerade zu seinem Meeting aufgebrochen als es am Einfahrtstor klingelte. Vanessa ging zur Tür, schaltete die Kamera fürs Einfahrttor an und schaute wer da war. Als sie Steve erkannte öffnete sie per Funk das Tor und ließ ihn rein fahren. Vanessa öffnete etwas die Haustür und ging sich dann ihre Schuhe anziehen. Als sie die Treppe wieder runter kam stand Steve schon in der Eingangshalle und schaue sich um. Er drehte sich erst Richtung Treppe als er ihre Schritte näher kommen hörte. Etwas blitzte in seinen Augen, etwas das Vanessa nicht beschreiben konnte in ihr aber Unbehagen auslöste.
“Schön das sie da sind Steve. Eigentlich bräuchte ich sie heute nicht wirklich. Aber Zac hat drauf bestanden. Also wollen wir dem Herren den Wunsch erfüllen. Ich muss nur zur Shirley und mein Kleid für die Oscars abholen. Dort werde ich solange bleiben, bis Zac nach seinem Meeting vorbei kommt und mich abholt. Wie sie sehen ist ihr letzter Tag nicht sonderlich aufregend.”
Freundlich lächelte sie ihn an. Auch wenn sie Steve nicht sonderlich mochte, sie hat es ihn nie spüren lassen.
“Na dann lassen sie uns mal losfahren.” Etwas war anders an seiner Stimme, an seinem Verhalten. Vanessa konnte es nur nicht richtig beschreiben. Sie wusste auch nicht genau was anders war, nur das etwas anders war.
Sie stieg zu Steve in den Wagen und in ihr machte sich das merkwürdige Gefühl immer breiter. Es war als wenn sie in gerade in die Höhle des Löwen gestiegen wäre. Vanessa versuchte das Gefühl abzuschütteln schließlich hatte Steve in den letzten Wochen immer für ihre Sicherheit gesorgt und nie war ihr etwas passiert. Langsam setzte sich der Wagen in Bewegung und für die Zufahrt herunter. Als sich das große Tor hinter ihnen schloss, bog Steve recht auf die Strasse. Vanessa war zwar etwas verwundert, da der direkte Weg zu Shirley eigentlich links entlang ging, dachte sich aber nichts weiter dabei. Als sie merkte das Steve wirklich komplett wo anderes entlang fuhr, sah sie ihn fragend an.
“Em Steve? Shirley´s Laden ist in der 51ten und wir fahren im Moment genau in die entgegen gesetzten Richtung. Steve schaute sie kurz an, konzentrierte sich dann aber wieder auf den Straßenverkehr. Vanessas Unwohlsein wuchs immer mehr und als sie etwas außerhalb von LA zum stehen kamen, wurde aus dem Unwohlsein blanke Angst.
“Steve was soll das, wieso sind wir hier?”
“ Das möchtest du wohl gerne wissen oder? Wochenlang habe ich auf dich aufgepasst, immer schön drauf geachtet das dir und diesem kleinen Bastard da in deinem Bauch auch ja nichts geschieht. Die Ermahnungen deines ach so tollen Verlobten über mich ergehen lassen. Ermahnungen wie, wehe einem der beiden geschieht etwas, halte ja die Presse von ihr fern, wehe es wird ihr ein Haar gekrümmt. All diese Scheinheiligen Sätze nur damit er, ohne sich groß Gedanken machen zu müssen, mit seiner attraktiven Filmpartnerin rumvögeln zu können.”
Vanessa schaute ihn ängstlich ins Gesicht und schüttelte beim letzten Satz den Kopf.
“Was du glaubst mir nicht. Frag ihn doch einfach und bitte ihn das er dir endlich die Wahrheit sagen soll. Er hat sich einige Male heimlich mit ihr getroffen. Er braucht sich im Moment ja auch keine Gedanken um die Presse machen, deren volle Aufmerksamkeit liegt nur bei dir und diesem Bastard. Zac will das Kind doch nicht wirklich. Er hat nur gemerkt wie praktisch es ist. Alles konzentriert sich auf dich und er kann in Ruhe seine Kollegin flachlegen. Besser kann es für ihn doch gar nicht laufen.”
Vanessa hatte Tränen in den Augen. Sie wusste das er Lügen erzählte, aber er sagte das mit so einer Überzeugung und Ernsthaftigkeit das Vanessa gegen ihren Willen ins Grübeln kam.
Auf einmal funkelten Stevens Augen gefährlich auf und Vanessa trat mehrere Schritte rückwärts.
“Aber genug von Wonderboy. Du bist es die mich interessiert. Er kam ihr schnell immer näher, schnappte sich ihren Arm und zog sie an sich ran. Brutal drückte er seinen Mund auf ihren und versuchte ihn mit seiner Zunge zu öffnen. Vanessa presste ihre Lippen so fest wie es irgendwie ging zusammen. Steve wurde sauer und sah sie auch so an.
“Was erlaubst du dir du kleine Schlampe, hälst du dich wohl für was besseres. Meinen Arsch habe ich für dich riskiert, da kann ich ja wohl eine Gegenleistung deiner Seits erwarten, ODER?” Vanessa war starr vor angst und konnte nicht einen Muskel rühren. Beschützend hatte sie ihre Hände vor dem Bauch gelegt. Steve sah das und änderte von jetzt auf gleich sein Verhalten.
“Oh Gott Vanessa, was habe ich getan. Es tut mir fürchterlich Leid. Ich weiß gar nicht wise das gescheh….Es tut mir so wahnsinnig leid.”
Mit einen kraftlosen “Ich ok Steve, bring maich einfach nach Shirley und lass uns einfach vergessen was da gerade passiert ist” ging Vanessa zum Auto und stieg ein. Steve folgte ihr und stieg ebenfalls ins Auto. Die Fahrt über wurde kein einziges Wort gesprochen. Vor Shirleys Boutique und Änderungsschneiderei hielten sie an. Vanessa wollte so schnell wie irgendwie möglich aussteigen als sie von Steve zum wiederholten Male festgehalten wurde. Sie versteifte leicht und drehte ihren Kopf langsam in seine Richtung. Seine Augen hatten wieder ihren kalten, harten Ausdruck angenommen.
“WEHE DU SAGST IRGEND JEMANDEN VON ALLE DEM; ICH VERSPRECHE DIR DAS DEIN KIND DAFÜR LEIDEN WIRD, SOLLTEST DU QUATSCHEN. ICH WERDE MICH WIEDER BEI DIR MELDEN. DU SCHULDEST MIR SCHLIEßLICH NOCH EINEN RICHTIGEN KUSS” gab er ihr in einem kalten, harten und furchteinflößenden Ton zu verstehen. Vanessa konnten nicht anders und nickte ängstlich, ihr Hände automatisch beschützend vor den Bauch.
Sie wusste aber auch das sie es Zac sagen würde und auch Marc würde darüber morgen informiert werden. Als Steve ihre Hand losließ öffnete sie so schnell es ging die Tür und flüchtete aus dem Auto.
Ohne sich auch nur einmal umzuschauen drückte sie sich durch die Paparazzi Masse und verschwand im Laden von Shirley. Die Anspannung und Angst löste sich in Vanessa genau in dem Moment als die Tür ins Schloss viel und sie somit Vanessa von den Paparazzis und Steve trennte. Mit zitternden Knien und den erste runter laufenden Tränen ließ sich Vanessa an der Wand herunter gleiten. Shirleys Freude Vanessa zu sehen schlug sofort in Sorge um als sie sah in welcher Verfassung Vanessa sich befand.
“Oh Gott Vanessa, was ist geschehen? Waren es die Paparazzis? Wo ist denn dein Bodyguard?”
Vanessa antwortete erst einmal nicht sondern atmete tief durch und versuchte sich zu beruhigen. Nach einigen Minuten stand Vanessa auf und lächelte zu Shirley rüber als wenn nichts geschehen wäre.
“Hey Shirley, keine Sorge. Es ist alles in aller bester Ordnung. Hatte nur gerade so einen totalen Hormoncrash. Aber jetzt wieder alles OK.” Geschauspielert lächelte sie Shirley an. Ein Hoch auf ihre Schauspielkünste, denn Shirley schien es zu schlucken.
“Ah ja das kenn ich noch zu gut. Hatte ich so einige Male. Aber wo hast du denn deinen Bodyguard gelassen?”
Kurz versteifte sich Vanessa etwas, was Shirley allerdings nicht bemerkte. Lächelte aber sofort wieder.
“Den habe ich gerade in meinem Hormonwahn zum Teufel gejagt. Mir ist das um einen herum schlawänzeln so auf die Nerven gegangen, das ich ihn noch im Auto angeschrien habe und danach gefeuert habe. Es war eh sein letzter Tag. Morgen kommt Marc wieder. Aber jetzt genug davon, wo ist mein Kleid?”
“ Na da ist aber schon jemand sehr aufgeregt. Aber ich kann es schon verstehen. Das Kleid ist einfach der Traum und du wirst bei den Oscars alle Blicke auf dich haben. Hatte hier in den letzten Tage so einige Promidamen die ein Kleid gesucht haben. Ich hatte dein Kleid da vorne hängen und alles, wirklich alle sind auf dieses Kleid drauf los gestürzt und wollten alle das für die Oscars haben. Als ich ihnen dann sagte das es ein Einzelstück ist von der Trägerin mit entworfen wurde und schon bei den Oscars getragen wird, waren sie sichtlich enttäuscht. Einige Fragen doch tatsächlich ob man da nicht noch was dran ändern kann. Als ich das verneinte suchten sie enttäuscht nach etwas anderem aber ihr Blick ging immer wieder zu deinem Kleid. Es war wirklich so eine starke Nachfrage nach deinem Kleid das ich es nach hinten hängen musste. Viele wollten wissen wer es denn tragen wird, aber das habe ich ihnen natürlich nicht gesagt. Also mach dich drauf gefasst, das ganz viele am Sonntag nach dir, oder besser gesagt nach deinem Kleid Ausschau halten werden.”
“Danke für die Warnung. Aber jetzt zeig es mir auch mal.”
Lachend ging Shirley nach hinten um das Kleid zu holen. Vanessa nutzte diese Zeit um noch einige Male tief durchzuatmen. Unbewusst legte sie ihre Hände auf ihren Bauch und bekam auch prompt einen Tritt verpasst.
“Hier ist es.”
Shirley kam wieder in den Verkaufsraum mit einem Traum von Kleid.
Das Kleid war beige/silber schimmernden Stoff und war Bodenlang. Der obere Bereich war Trägerlos aus schwarzem Glanzstoff und ähnelte einer Coursage. Der Bauch war leicht gerafft und hatte eine Schärpe die ihren kleinen Babybauch bedeckte aber gleichzeitig in Szene setzte. Mit einem Wort es war ein Traumkleid.
Vorsichtig strich Vanessa über den glänzenden Stoff.
“Es ist traumhaft.”
“Na dann mal los ab in die Umkleide und anprobieren. Bevor Zac kommt und es noch zu sehen bekommt. Oder sollte er es vorher sehen?”
“Nein. Es soll auch für ihn eine Überraschung sein. Dann werde ich jetzt mal schnell beeilen und es anziehen.”
Vanessa verschwand samt Kleid in der Umkleide und tauchte wenig später wieder auf. Das Kleid saß wie angegossen undwirkte angezogen noch um ein vielfaches schöner.
“Vanessa du wirst alle am Sonntag in den Schatten stellen.”
“Danke Shirley. Es ist wirklich wunderschön.”
Vanessa drehte sich noch ein paar Mal vor dem Spiegel ging dann aber wieder in die Kabine und zog ihre normalen Sachen wieder an.
Sie gab Shirley das Kleid damit sie es in einen Kleidertransportsack packen konnte. Danach bezahlte Vanessa per Kreditkarte und redete noch etwas mit Shirley. Es lenkte sie von Steve und seiner Drohung ab.
Lange brauchte sie allerdings nicht auf Zac warten. Ohne auf die Paparazzis zu achten betrat er den Laden.
Sofort als er in Vanessas Gesicht sah, wusste er das etwas nicht in Ordnung war und das die lachende, strahlende und lustige Vanessa vor ihm nur Fassade war.
Er wusste aber auch das er Vanessa hier jetzt nicht darauf ansprechen brauchte. Lächelnd, Vanessa weiter beobachtend ging er zu den beiden Frauen rüber. Erst begrüßte er Shirley bevor er zu Vanessa rüber ging, sie umarmte und ihr kein Kuss auf die Wange in unmittelbarer Nähe ihres Ohres gab.
“Etwas ist geschehen, ich kann es dir ansehen. Wir sprechen nachher darüber. Noch bevor wir zur Baby-Mall fahren.” Er spürte wie Vanessa sich erst versteifte und dann leicht nickte. Langsam löste Zac die Umarmung und schaute Vanessa in die Augen. Es gefiel im absolut nicht was er dort sah. Es war eine Mixtur von sehr vielen Emotionen. Verwirrung, Enttäuschung, Verwunderung aber auch angst waren nur einige.
Auch Zac unterhielt sich noch kurz mit Shirley, schaffte es aber das sie sich recht schnell von Shirley verabschieden konnten ohne das es unhöfflich rüber kam. Schützend legte Zag einen Arm über Vanessas Schulter , in der anderen Hand trug er den Wäschesack mit ihrem Kleid. Sie machten ihren Weg durch die wartende Menge von Paparazzis zu Zacs Audi.
Erst half Zac Vanessa beim einsteigen, legte das Kleid anschließend vorsichtig in den Kofferraum und stieg zum Schluss selber ein.
“Willst du lieber zu Hause darüber reden was dich bedrückt?”
Auf Vanessas Nicken hin startete Zac den Wagen und fuhr los.
Sich fragend was denn wohl in den wenigen Stunden passiert sein könnte.
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PART 5
Zac schloss die Haustür auf und Vanessa rannte förmlich an ihn vorbei Richtung Toilette. Etwas verwundert schaute er ihr erst hinterher, dachte sich aber nichts weiter dabei. Bis er ein Würgegeräusch vernahm. Zac folgte dem Geräusch bis ins Bad. Vanessa lehnte über der Toilette und übergab sich. Zac hockte sich neben sie und hielt ihr die Haare mit einer Hand zurück während die andere beruhigend über ihren Rücken strich. Nachdem nichts mehr im Magen war was rauskommen hätte können ließ sie sich erschöpft auf die Fliesen fallen. Zac schnappte sich einen Waschlappen machte ihm mit kalten Wasser nass und wischte damit über ihr verschwitztes und mit Tränen überflutetes Gesicht. Danach stand er noch mal kurz auf und holte Vanessa ein Glas Wasser. Dankend nahm sie es an und trank einen kleinen Schluck.
“Hey Süße, was ist los?”
Vanessa schüttelte nur den Kopf und weitere Tränen verließen ihre Augen.
“Nessa jetzt schüttel nicht den Kopf als wenn nichts wäre. Du übergibst dich, deine Augen haben den Ausdruck von u.a. purer Angst und deine Tränen wollen gar nicht stoppen. Was ist passiert?”
“Können wir ins Wohnzimmer gehen” Vanessas Stimme war so leise, so voller Schmerz und auch Angst das Zac langsam wirklich ein ungutes Gefühl bekam.
“Natürlich, komm ich helfe dir.” Zac wollte ihr hoch helfen aber Vanessa wich ihm aus und stand zittrig alleine auf. Irritiert schaute Zac ihr hinterher als sie immer noch leicht schwankend das Bad verließ. So hatte sie ja noch nie reagiert. Waren es nur die Hormone oder steckte da mehr dahinter? Zac war fest entschlossen dem ganzen auf den Grund zu gehen und folgte Vanessa ins Wohnzimmer. Es versetzte ihn einen Stich ins Herz als er das Wohnzimmer betrat und Vanessa wie ein Häufchen Elend in einer Sofaecke zusammengekauert sitzen sah. Um sie nicht zu bedrängen setzte sich Zac auf die andere Seite des Sofas und schaute zu Vanessa rüber. Noch bevor Zac überhaupt den Mund zum reden aufmachen konnte, stellte Vanessa ihm die Frage die ihr seit der Sache mit Steve auf der Seele brannte.
“Betrügst du mich?”
Wie vor dem Kopf geschlagen schaut Zac zu Vanessa rüber.
“Was?”
“Ich habe dich gefragt, ob du eine andere hast. Vögelst du hinter meinem Rücken mit deiner Filmpartnerin?”
Zac wusste nicht was er sagen sollte. Natürlich betrog er sie nicht, das würde er nie tun. Aber wieso fragte Vanessa ihn so was? Wie kam sie auf diesen Mist?
“Ich nehme an das heißt dann wohl ja. Keine Antwort ist auch eine Antwort.” Langsam stand Vanessa auf und verließ weinend das Zimmer.
Zac war so verdattert und irritiert, das er zuerst nicht richtig registrierte wie sie auf sein Schweigen reagierte oder das Vanessa das Zimmer verließ. Immer wieder hörte er sie fragen ´Betrügst du mich? Hast du eine andere? Vögelst du deine Filmpartnerin?` immer und immer wieder hörte er Vanessa in seinem Gedanken diese Frage stellen. Doch dann tauchte noch ein anderer Satz auf `Das heißt dann wohl ja. Keine Antwort ist auch ein Antwort`. Mit einemmal war er wieder in der harten Realität. Er konnte sich denken was Vanessa von seinem Schweigen halten musste. Es muss für sie wie ein Schuldeingeständnis gewesen sein. Panisch schaute Zac sich im Wohnzimmer um aber Vanessa war nicht mehr da. Wie vom Blitz getroffen sprang Zac vom Sofa auf und fing an Vanessa zu suchen. Er rannte so schnell es ging die Treppe rauf und als er oben ankam konnte er ihr weinen hören. Es kam aus dem Schlafzimmer. Die Tür war einen Spalt offen und vorsichtig schaute Zac hinein. Sein Herz zerbrach in tausende kleine Stücke als er Vanessa sah. Sie lag auf dem Bett und hielt ein Bild in der Hand. Zac brauchte es nicht von vorne zu sehen um zu wissen um welches es sich handelte. Es war das letzte Familienfoto der Familie Hudgens. Entstanden nur wenige Wochen vor dem Tod von Greg und Gina. Zac drückte die Tür noch etwas weiter auf als Vanessa leise anfing mit dem Bild zu sprechen.
“Ihr fehlt mir so. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich hätte nie gedacht das Zac mich mal betrügen würde, aber so wie es aussieht ist es jetzt doch geschehen. Wie lange schon? Keine Ahnung. Er war ja sogar zu feige es zuzugeben. Aber kann ich es ihm verübeln, das er sich seinen Spaß wo anders holt?
Nicht wirklich. Seht mich an. Wer bin ich denn? Zac spielt im Moment mit den Besten der Besten. Sämtlich Frauen und Kolleginnen liegen ihm zu Füßen. Wie könnte er da auch widerstehen. Er kennt es ja nur wie es mit mir ist. Vielleicht reicht ihn das nicht mehr. Vielleicht möchte er mal neues ausprobieren. Vielleicht ist ihm alles mit mir zu langweilig geworden. Vielleicht wollte er es längst beenden. Kann es jetzt aber nicht, da ich ihm dieses Kind wie eine Gewicht ans Bein gebunden habe. Meint ihr es wäre besser wenn ich ihn ziehen lasse? Was bringt es denn wenn er nur wegen dem Kleinen bei mir bleibt aber eigentlich viel lieber bei einer anderen wäre. Eine die nicht soviel Drama in ihrem Leben hatte, von der nicht irgendwelche privaten Fotos im Netz rumschwirren. Eine die auf der gleichen Erfolgsstufe steht wie er, für die er sich nicht schämen muss. Ja ich kann ihn schon verstehen, das er sich nach was anderem umschaut.”
Jetzt wurde es Zac zu bunt und er betrat das Zimmer.
“Nessa können wir reden? Wir MÜSSEN reden!”
“Ist schon OK. Ich werde dir nicht im Wege stehen. Bis heute Abend habe ich meine Tasche gepackt und bin weg.”
“VANESSA!! Jetzt hörst du mir bitte einen Moment zu. Ich habe gerade mitbekommen was du gesagt hast. Ist das wirklich dein Ernst, denkst du wirklich ich würde dich betrügen?”
“Ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Heute morgen hätte ich felsenfest behauptet, nein das würdest du nie tun. Aber das was Steve mir heute morgen gesagt hat und dann deine Reaktion eben, lassen mich schon sehr daran zweifeln. Ich mein ich kann es dir ja nicht mal verübeln, wenn du dich nach was neuem, bessern umschaust. Du bist ganz oben, hast für morgen deine erste Oscarnominierung, drehst nur noch mit den Besten. Da passe ich nicht mehr rein ins Bild und dann häng ich dir auch noch an Kind als Bremsklotz ans Bein.”
Entsetzt ging Zac zu Vanessa rüber und zog sie in seine Arme.
“Süße. Zu aller erst. Ich habe niemanden anderes als dich und ich will auch keine andere. Du bist die Frau meines Herzens und die Frau meines Lebens und vor allem ist unser Sohn kein Bremsklotz an meinem Bein. Ich habe eben nicht antworten können. Ich war so überrumpelt und überrascht von deinen Fragen das ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Du bist keine Enttäuschung für mich, in kleinster Weise und wenn du nicht ins Bild passt das passe ich erst recht nicht. Wie sagt man si schön hinter jedem starken Mann steht eine noch stärkere Frau und du bist die stärkste, hübscheste, netteste, liebenswürdigste und attraktivste Frau die ich kenne. Und ich bin um so stolzer sagen zu dürfen, das diese Frau die Frau a meiner Seite ist. Für den Rest meines Lebens und darüber hinaus.”
Immer noch verunsichert schaute Vanessa ihm in die Augen und sah darin nur dir absolute Aufrichtigkeit und seine Liebe zu ihr.
Langsam bekam Vanessa ein schlechtes Gewissen, wegen den Vorwürfen und das sie ihm einfach nicht vertraut hatte.
Vanessa wollte sich gerade bei ihm entschuldigen aber seine Lippen kamen ihr zuvor. Sanft legten sie sich auf die ihren. Vanessa schloss die Augen und genoss den Moment. Wie konnte sie nur an ihm Zweifeln. Oder waren es keine Zweifel sondern Angst, Angst das er sie irgendwann alleine lassen würde. Angst ihn genauso zu verlieren wie sie ihre Eltern verloren hatte. Aber wo kam diese plötzliche Angst her. War es wegen der Drohung von Steve? Sie musste Zac davon erzählen. Das war etwas das konnte und durfte sie nicht für sich behalten. Unbewusst fing Vanessa an zu zittern was vor Zac nicht verborgen blieb. Er beendete den Kuss und schaute Vanessa an. Sie hatte ihre Augen immer noch geschlossen aber ihr kleiner zierlicher Körper bebte richtig. So stark war inzwischen ihr zittern.
“Nessa was ist los? Wieso zitterst du so stark? Ist dir nicht gut? Fehlt dir etwas? Vanessa magst du mir nicht sagen wie es dazu kam das du an meiner Treue so stark gezweifelt hast. Was ist zwischen heute morgen und der Kleidanprobe passiert. Du hast eben Steve erwähnt, hat der was mit diesem ganzen hier zutun?”
Vanessa öffnete ihre Augen und schaute kurz Zac an. Dann schlang sie schützend ihr Arme um ihren Bauch und erzählte Zac was alles geschehen war und was Steve gesagt hatte.
Zac hörte ihr aufmerksam zu. Als sie am Ende war konnte sie ihr weinen nicht mehr zurückhalten. Zac zog sie in seine Arme und hielt sie fest an sich gedrückt. Jetzt verstand er auch wie es zu diesem Umschwung seit dem Morgen kam. Steve, was für ein Spiel spielte er wirklich? Ich sollte doch nur auf Vanessa und dem Baby acht geben. Aber irgendetwas war an diesem Knilch merkwürdig. Zac schwor sich nachher beim Securityservice anzurufen und sich wegen Steve zu beschweren. Er war mehr als froh das ab morgen wieder Marc da sein würde. Sachte wiegte Zac Vanessa in seinen Armen hin und her und bemerkte lächelnd das sie langsam einschlief. Vorsichtig legte er sie aufs Bett und deckte sie zu. Dann verließ Zac leise das Schlafzimmer, ließ allerdings die Tür ein kleines Stück auf.
Im Untergeschoss angekommen nahm er sich direkt sein Handy und suchte die Nummer vom Securityservice in seinem Telefonbuch. Zu sagen das der Anruf überraschungslos gewesen wäre, wäre eine totale Lüge. Zac erfuhr das Steve sich seit heute morgen nicht mehr gemeldet hatte und auch zu erreichen wäre. Eigentlich war Steve auch schon seit einigen Tagen nicht mehr für Vanessa eingeteilt gewesen. Marc hatte ihm gegenüber ein ungutes Gefühl und hatte Brian gebeten solange zu übernehmen bis er übernehmen könne. Leider sei Brian krank geworden und Steve hatte es irgendwie geschafft sich wieder ins Spiel zu bringen. Man versprach ihm sofort Bescheid zu geben, wenn sie etwas Steve erfahren würden.” Nachdenklich bedankte sich Zac und beendete das Telefonat.
“Wer bist du? Wieso habe ich das ungute Gefühl das du nicht der bist für den du dich ausgibst?” Ein leises Geräusch ließ in aus seinen Gedanken schrecken. Zac drehte sich um und sah wie Vanessa die Treppe runter kam. Ihre Augen wahren immer noch rot und aufgequollen, die Haare hingen schlaff und strähnig herunter.
Langsam ging er ihr entgegen. Als Vanessa ihn sah wurden ihre Augen vor Überraschung ein ganzes Stück großer.
“Du bist noch hier? Als ich eben aufwachte und du warst nicht da, war ich mir sicher du wärst gegangen. Ich könnte es dir auch nicht verübeln wenn du gegangen wärst. Schließlich habe ich dir Sachen an den Kopf geschmissen die nicht gerechtfertig waren.”
“Hey ich kann verstehen wo das her kommt. Ich glaube ich hätte vielleicht auch so reagiert und dann sind da auch noch die ganzen Hormone die ihren Teil dazu beitragen. Dazu dann auch noch die Drohung von Steve.” Um ihr zu zeigen das wirklich alles in Ordnung ist, nahm er sie fest in den Arm und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
“Zac ich habe Angst das er seine Drohung wahrmachen wird. Was wenn er dem Kleinen wirklich was antut?”
“Ganz ruhig Süße. Ab morgen ist Marc für euch da. Der lässt nicht zu das Steve auch nur in eure Nähe kommt.”
“Was hältst du davon wenn wir uns etwas zum Essen bestellen und uns dann mal überlegen wie unser Krümel heißen soll. Ihn immer mit der Kleine ansprechen ist ja auch nicht ganz das Wahre.”
“Das hört sich gut an. Dann machen wir die Baby-Mall morgen früh. Danach hast du dann noch genügend Zeit um dich für die Oscars fertig zu machen.”
“Ja so machen wir das. Was willst du denn Essen? Mir ist irgendwie nach Pizza mit schön viel Käse.”
“Pizza hört sich super an. “
Sie bestellten ihre Pizza und setzten sich ins Wohnzimmer.
“Hast du dir schon Gedanken über einen Namen gemacht?”
“Um ehrlich zu sein, ja das habe ich. Hatte ja viel Zeit während du gedreht hast. Es gibt da ein paar Namen die mir gut gefallen. Andrew, Kenneth, Jamie, Jaden, Lucas, finde ich sehr schön. “
“Andrew hatte ich auch auf meiner Liste. Genau wie Jamie und Lucas. Außerdem noch Anthony und Brandon.”
Vanessa schaute ihn an und bekam ein breites Grinsen ins Gesicht.
“Das ist es!”
“Was ist es?”
“Ich weiß wie wir Krümel nennen werden.”
“AHA. Würdest du mich dann vielleicht aufklären.”
“Brandon. Brandon Kenneth Efron. Wie hört sich das für dich an?”
“Super, aber da fehlt noch was.”
“Was fehlt denn da?”
“Brandon Kenneth Gregory Efron.”
Oh Zac meinst du das im Ernst?“
“Natürlich!“
Glücklich viel Vanessa ihm um den Hals.
“Dad wäre bestimmt stolz und glücklich, wenn er wüsste das sein erster Enkel seinen Namen tragen wird. Aber ist David denn dann nicht enttäuscht wenn wir seinen Namen nicht nehmen. Ich möchte ihm nicht wehtun, schließlich hat er viel für mich und besonders für Stella getan.”
“Mach dir um Dad keine Sorgen. Der weiß Bescheid und ist auch voll damit einverstanden.”
“Du hast mit David schon darüber gesprochen? “
“Ja kurz nachdem wir wussten das es ein Junge wird.”
“OH. Das wusste ich …….”
Die Türklingel unterbrach Vanessa mitten im Satz. Zac stand auf und ging zur Tür und Vanessa ging in die Küche um Besteck und etwas zu Trinken zu holen. Fast zeitgleich kamen sie wieder ins Wohnzimmer zurück.
Schweigend aßen sie ihre Pizza und schauten anschließend noch etwas fern bevor sie sich zusammen auf den Weg ins Bett machten.
Ihr Ausflug zur Baby-Mall war das reinste Chaos. Überall Paparazzis und Schaulustige. Jedes Teil was sie sich anschauten wurde fotografiert und tausende von Fragen wurden gestellt. Das ging nachher so weit, das Vanessa sich in einen dieser Stillsessel setzte und anfing zu weinen. Ihre Nerven und Hormone fuhren Achterbahn. Alles wurde ihr auf einen Schlag zuviel. Als Zac und die Verkäuferin das sahen beschlossen sie die Tour abzubrechen. Die Verkäuferin machte ihnen den Vorschlag, telefonisch einen Termin abzusprechen. Die Baby-Mall würde dann für sie geschlossen werden und die beiden könnten dann ganz ungehindert shoppen. Das würden sehr viele Promis so machen, denn sonst wäre es kaum möglich das in Ruhe zu tun. Zac und Vanessa bedankten sich und wollten in den nächsten Tagen anrufen und einen Termin absprechen.
Als sie wieder zuhause waren legte sich Vanessa noch für 2 Stunden hin. Die Oscarverleihung und auch die Aftershowparty würden lange gehen. Da wollte sie sich noch vorher etwas ausruhen und Kraft tanken.
Zac stand schon fertig angezogen im Smoking am Fuße der Treppe und wartete auf Vanessa, die immer noch oben wahr. Er wollte gerade Hochrufen als er das leise klackern ihrer Schuhe hörte und hoch sah. Für einen kurzen Augenblick vergaß er alles um sich herum, sogar das Atmen was kurz vergessen. Zac hatte sie über die Jahr in unzähligen atemberaubenden Kleidern gesehen. Aber das was er da vor sich sah war mit nichts zu vergleichen. Sie sah aus wie eine Göttin. Sie strahlte von innen heraus und ihr kleiner Babybauch setzte dem ganzen die Krone auf.
“Nessa du siehst atemberaubend aus. Der rote Teppich wird heute ganz alleine dir gehören.” Leicht beschämt schaute Vanessa kurz Richtung Boden, bevor sie ihren Bick wieder Zac zuwandte.
“Danke” sagte sie nur als auch schon die Limousine vorfuhr.
Zac half Vanessa beim einsteigen und mit einem leichten Kribbeln im Bauch fuhren sie Richtung roter Teppich und Zacs erster Chance auf einen Oscar. Im Wagen erzählte Vanessa Zac die Geschichte mit ihrem Kleid. Zac musste lachen, das könnte ja noch richtig lustig werden auf dem roten Teppich. Wenn die Kleid-Interessentinnen heraus bekamen wessen Kleid es war. Und wenn nicht auf dem roten Teppich, dann aber bei der Preisvergabe. Denn Vanessa war eine der Preisvergeber.
Am Anfang des roten Teppichs wartete auch schon Marc auf sie und blieb bis sie im Gebäude waren an ihrer Seite.
Genau wie Zac es vorher gesagt hatte war alle Aufmerksamkeit bei Vanessa. Direkt als sie aus der Limo stieg waren alles anderen Promis vergessen. Alles schrie ihren und Zacs Namen. Einige der Damen staunten nicht schlecht als sie Vanessas Kleid als “Das Kleid” wieder erkannten.
Die Verleihung selbst war wie immer eine tierisch Lange aber auch schöne Veranstaltung. Zwar gewann Zac nicht dem Oscar. Aber das war OK für ihn. Allein das nominiert sein war schon Ehre genug. Nach der Preisverleihung gingen sie Richtung den wartenden Limousinen. Eine hielt direkt neben und deutete ihnen an einzusteigen. Zac öffnete Vanessa die Tür und ließ sie als erstes einsteigen. Sie war gerade im Wagen als der Fahrer Gas gab und mit Vollgas los fuhr.
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PART 6
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Zac der die Autotür noch festhielt wurde ein Stück mitgerissen. Bis er dann hart auf den Asphalt landete. Marc der das alles gesehen hatte, schrie zu einem seiner Kollegen das er sich um Zac kümmern sollte während er und Brian zu einer der wartenden Limousinen rannte den Fahrer aus seine Sitz riss. Und die Verfolgung aufnahmen.
Leichte Panik brach unter den ganzen wartenden Promis aus.
Die Presse und Paparazzis hatten die Stunde ihres Lebens und schossen ein Bild nach dem nächsten. Die ersten Reporter stellten sich vor den Kameras auf und fingen an zu berichten
Zac lag noch immer mitten auf der Straße und wusste nicht wirklich was da gerade geschehen war. Sam ein Kollege von Marc kniete sich neben ihn und half ihm sich hinzusetzen.
Ein Schmerz zog durch Zacs Körper und ließ ihn aufzischen.
“Zac bist du verletzt? Lass mal sehen.”
“Schon gut Sam nicht so schlimm. Was ist mit Vanessa? Wo ist sie?”
“Das kann ich dir im Moment nicht sagen. Marc und Brian haben die Verfolgung des Wagens aufgenommen.”
“Aber warum? Wer macht so etwas?”
“Ich kann es dir im Moment auch keine Antwort darauf geben. Komm lass uns erstmal aufstehen und von der Straße runter. Die Polizei wurde schon verständigt, die müssten auch gleich da sein.”
Sam half Zac auf die Beine. Wieder zog ein Schmerz durch Zacs Körper.
“Du solltest dich untersuchen lassen.”
“Da habe ich keine Zeit für. Ich muss wissen was mit Nessa ist. Wir müssen sie suchen.”
“Zac ganz ruhig. Wie ich schon sagte Marc und Brian sind schon dran. Wir können im Moment nichts anderes machen als warten bis sie sich melden.”
“Ich kann doch nicht einfach hier rum sitzen, während so ein Psycho Nessa in seiner Gewalt hat.”
“Das werden wir aber müssen.”
Sam stützte Zac etwas als er ihn Richtung Sanitäter führte.
Es war ein merkwürdiges Bild für eine Oscarverleihung. Normalerweise wurde viel gelacht und erzählt während alle auf ihre Wagen warteten, die sie zu den jeweiligen Afterpartys brachten. Aber dieses Mal war Stille, kein Lachen war zu hören. Und das Gerede war mehr ein murmeln und es ging ausschließlich um die Geschehnisse von eben gerade.
Bei den Sanitätern angekommen drückte Sam Zac sachte auf die Trage. Der ließ sich zwar untersuchen schien das aber nicht wirklich zu registrieren. Sein Handy fing an zu vibrieren und Zac zog es aus der Innentasche seines Smokings. Es drückte aufs Display und sah das er eine SMS bekommen hatte. Er war sich nicht sicher ob er sie im Moment lesen wollte, öffnete sie aber dann doch. Es waren nur wenige Worte aber die reichten vollkommen aus.
“Wir sind auf den Weg!!! Mum”
“Etwas wichtiges?” fragte Sam mit der leichten Hoffnung das Vanessa es vielleicht irgendwie geschafft hatte eine Nachricht zu versenden.
“Meine Mum. Sie sind auf den Weg.”
“OH”
“Ja die Berichterstattung scheint schnell zu sein.”
Marc und Brian rasten immer noch der Limousine hinterher. Während Marc wie ein Irren über die Straßen jagte um den Wagen vor ihm der noch viel irrer fuhr nicht zu verlieren, telefonierte Brian mit der Zentrale und erzählte ihnen wo sie wahren und wo sie gerade lang fuhren. So konnten die der Polizei bescheid geben.
“Mist verdammter, der Kerl fährt wie ein Wahnsinniger!”
Sie fuhren gerade durch eine viel zu schmale Gasse. Die Autos waren dafür eigentlich viel zu groß und so war es auch nicht verwunderlich das bei beiden Autos die Seitenspiegel keine Chance hatte. Sie brachen direkt als sie in die Gasse rein fuhren ab. Immer noch mit Vollgas raste der Wagen mit Vanessa vor ihnen her. Ab und an streifte er an der ein oder anderen Häuserwand entlang. Marc sah wie der Wagen vor ihnen das ende dieser Gasse erreicht hatte. Er gab noch ein wenig mehr Gas damit er ihn nicht im Stadtverkehr verlieren würde. Auch er hatte fast das Ende erreicht, als aus heiterem Himmel ein Laster vor der Ausfahrt auftauchte und dort stehen blieb. Marc haute mit voller Kraft seinen Fuß auf die Bremse und kam nur Millimeter vor dem Laster zum stehen. Wütend wollte er die Tür aufreißen und dem Fahrer anschreien den Laster da wegzufahren. Aber er bekam seine Tür nur einige wenige Zentimeter auf bevor sie an die Häuserwand knallte. Auch auf Brians Seite sah es nicht anders aus. Brian gab ihre Position und eine Lageerklärung telefonisch an die Zentrale weiter und sagte das sich die Polizei darum kümmern müsse und das sie den Wagen wiederfinden müssen.
Marc haute mit voller Wucht gegen das Lenkrad.
“VERFLUCHTE SCHWEIßE!!!!!DAS KANN DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN!!! DAS IST WIE IN EINEM DIESER BESCHISSENEN ACTIONFILMEN!!!!! MIST, MIST, MIST!!!!”
“Marc ganz ruhig, das bringt jetzt auch nichts. Jetzt können wir nur hoffen das die Polizei den Wagen findet und die ihn stoppen können.”
“ICH KANN MICH ABER NICHT BERUHIGEN!! VANESSA WAR MEINE SCHUTZBEFOHLENDE. ICH WAR FÜR IHRE SICHERHEIT ZUSTÄNDIG!”
“Ich weiß Marc, aber so hilfst du ihr jetzt auch nicht. Lass uns zurück fahren und sehen was es bis jetzt für Erkenntnisse gibt.”
“Wie kann ich jetzt dahin zurück gehen? Ich kann Zac nicht in die Augen sehen und ihm sagen das ich sie verloren habe. Das ich versagt habe. Das seine Verlobte und sein Ungeborenes Kind in die Hände eines Verrückten sind und ich habe es nicht verhindert.”
“Marc jetzt komm mal wieder runter. Du konntest nicht wissen das dass passieren würde. Wir sind nie dabei wenn die Stars nach der Verleihung zu den Limousinen gehen und das weiß Zac auch. Er wird dir keinen Vorwurf machen.”
Inzwischen hatte die Polizei dafür gesorgt das der Laster weiter fuhr und den beiden Bodyguards somit die Weiterfahrt ermöglichte. Von der Polizei erfuhren die beiden das es im Moment keine Spur von der anderen Limousine gab und das inzwischen sogar mit 3 Hubschraubern gesucht wurde. Marc und Brian machten sich wieder auf den Weg zurück.
Zac sah die völlig demolierte Limousine um die Ecke biegen und im ersten Moment hatte er die Hoffnung sie hätten Vanessa dabei. Doch als Marc und Brian ausstiegen und leicht ihren Kopf schüttelten brach das bisschen Hoffnung wie ein Kartenhaus zusammen. Zac vergrub sein Gesicht in seine Hände und fing an zu weinen. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Wieso?
Marc sah sich um und stellte fest, das viele Stars inzwischen weg waren. Aber einige standen etwas abseits und machten nicht einmal die kleinste Andeutung gehen zu wollen. Verwundert schaute er zu einigen seiner Kollegen, die anscheinend für diese zuständig waren.
“Sie wollen nicht gehen bevor sie wissen was mit Miss Hudgens ist. Es sind in der ein oder anderen Form Freunde und/oder Kollegen die sich Sorgen machen und die auch für Mr. Efron da sein wollen.”
“Wow”
“Ja die beiden scheinen sehr gemocht zu werden, wenn man bedenkt wer alles dort steht.”
“Da scheinst du recht zu haben. Ich werde jetzt erst einmal zu Zac rüber gehen. Wir reden später weiter.”
Langsam machte sich Marc auf den Weg zu Zac. Er dachte an das Gespräch von vor ein paar Stunden zurück.
Er war bei Zac und Vanessa zuhause um mit ihnen den Ablauf am Abend zu besprechen. Vanessa war froh das er es war der sie an dem Abend im Auge behielt und auch Zac schien erleichtert zu sein. Er hatte schon von seinen Kollegen gehört was mit diesem Steve vorgefallen war und dieser wurde Marc immer unsympathischer. Er hatte von Anfang an ein ungutes Gefühl bei dem Knaben. Konnte aber auch nicht sagen warum. Jetzt erwies sich dieses Gefühl für richtig.
Besonders ein Satz von dem Gespräch lief wie in Endlosschleife ab und brannte sich förmlich in sein Gedächtnis. “Schön das du wieder da bist. Denn nur mit dir als mein Bodyguard fühle ich mich vollkommen sicher und weiß das mir und unserem Krümel nichts passieren wird.” Das hatte ihm Vanessa gesagt kurz bevor sie ihr Gespräch beendeten um sich dann abends auf dem roten Teppich wieder zutreffen. Seine Schultern sackten noch eine weitere Etage tiefer. Er hatte sie nicht beschützt. Hatte sie im Stich gelassen.
Inzwischen war er vor Zac zu stehen gekommen.
“Zac ich…..es tut mir leid…..wir waren nah……aber der Laster……wir konnten nich…..”
“Marc es war nicht deine Schuld. Es konnte niemand auch nur ahnen das so etwas geschehen würde. Du hast nicht verkehrt gemacht. Im Gegenteil du hast schließlich sofort die Verfolgung aufgenommen. Das euch ein Laster den Weg versperrte, da könnt ihr ja auch nichts für. Ich hoffe nur sie sind in Ordnung. Wer war das? Und was will der von Nessa? “
“Ich weiß nicht wer es war. Wir konnten nichts sehen. Aber ich werde das Gefühl nicht los das dieser Steve etwas damit zutun hat. Zac ich verspreche dir ich werde sie suchen. Wir werden sie finden.”
“Danke Marc.”
Vanessa wurde im Wageninneren von einer Seite zur nächsten geschleudert. Krampfhaft versuchte sie sich festzuhalten und gleichzeitig ihren Bauch zu schützen. Was hatte dieser Irre vor? Sie hatte riesige Angst aber weniger um sich sondern mehr um ihren kleinen Krümel, der wie wild trat. Auch er spürt das etwas nicht in Ordnung war. Innerlich sprach Vanessa mit ihm und versuchte ihn irgendwie zu beruhigen. Aber es schien als wenn das Gegenteil der Fall wäre. Immer fester trat Brandon zu und immer wilder rumorte er in ihrem Bauch.
Als der Wagen mit einer Vollbremsung zum stehen kam wurde Vanessa nach vorne katapultiert und fiel direkt auf ihren Bauch. Schmerzhaft schrie sie auf. Langsam setzte sie sich hin, ein weiterer starker Schmerz zog durch ihren Bauch. Vorsichtig strich sie sich darüber. Erst viel ihr auch auf das Brandon nicht mehr trat oder sich überhaupt bewegte. Jede Berührung am Bauch tat höllisch weh aber das war Vanessa jetzt egal immer wieder versuchte sie den Krümel dazu zu bringen sich zu bewegen. Aber nichts kam, nichts außer Schmerzen.
“Nein Brandon bitte, bitte tritt einmal für Mami ,bitte Süßer.”
Vanessa wollte noch weiter auf ihn einreden, als die Autotür mit Wucht aufgerissen wurde.
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Part 7
Erschrocken quiekte Vanessa auf. Vor ihr stand Steve und grinste sie fies an. Dieses Grinsen, von irgendwo her kannte sie es. Nur woher das viel ihr im Moment nicht ein. Sie konnte sich aber auch nicht wirklich darauf konzentrieren. Immer noch hatte sie tierische Schmerzen und der Kleine hatte sich auch noch nicht bewegt.
Steve ergriff ihren Arm und zog sie brutal aus den Wagen. Vanessa schaute sich um, erkannte aber nicht wo sie war.
“Brauchst dich gar nicht zu bemühen und herausfinden wo wir sind. Wir tauschen hier nur das Auto und fahren sofort weiter. Deine Tasche und dein Handy bleiben schön hier. Wir wollen doch nicht das die Bullen uns finden, oder?”
Vanessa konnte die Worte gar nicht richtig verarbeiten. Die Schmerzen wurden immer heftiger und langsam fiel es ihr immer schwerer aufrecht zu stehen. Doch bevor sie weiter über ihre Schmerzen und deren mögliche Bedeutung nachdenken konnte wurde sie auf die Lieferfläche eines alten Transporters geschmissen und die Schiebetür knallte hinter ihr ins Schloss. Langsam setzte sie ich wieder auf und lehnte sich mit dem Rücken gegen eine Seitenwand. Immer noch hatte der Kleine kein Zeichen von sich gegeben und die Angst übernahm immer mehr ihren Körper. Es war nicht die Angst um sich, es war die Angst um Brandon.
Sie spürte wie der Wagen sich in Bewegung setzte. Es kam Vanessa wie Stunden währen die über holprige und unebene Strecken fuhren. Bei jeder etwas größeren Bodenunebenheit jagte ein Schmerz durch ihren Bauch. Inzwischen war es nicht mehr möglich für Vanessa zu sitzen. Sie hatte sich auf die Seite gelegt und sich so klein wie möglich zusammengerollt. Krampfhaft umklammerte sie ihren Bauch.
Irgendwann kam der Wagen zum stehen und kurz darauf ging die Schiebetür mit einem derben Ruck auf. Mit verschränkten Armen stand Steve an der Tür und schaute auf Vanessa herab.
“OOOOHHHH hatte die werdende Mama etwa schmerzen? Ja was machen wir denn da?? Mal überlegen, AAAHHHH ich weiß!! GARNICHTS!!! HAHAHA!!!”
Das Lachen, das Lachen ließ Vanessa erschrocken hoch schauen. Sie kannte es, sie kannte es nur zu gut. Es war das Lachen welches sie oft nachts in ihren Albträumen heimsuchte. Stefanios Lachen. Aber vor ihr stand Steve und nicht Stefanio. Also wie…..Moment Steve…..Stefanio, die Augen, das Grinsen. Jetzt wusste sie woher sie das alles kannte. Jetzt machte so vieles einen Sinn. Steve war in Wahrheit Stefanio. Vanessa wurde schlecht bei dem Gedanken, das es Stefanio war der sie ständig begleitete und für ihre Sicherheit zuständig war. Welche Ironie!!
Steve stand vor ihr und sah wie die Erkenntnis langsam besitz von ihr ergriff.
“Ah ich sehe, das du endlich hinter mein kleines Theaterstück gekommen bist. Hat aber auch lange gedauert. Aber mach dir nichts draus, der ach so tolle Zac hat es bis jetzt immer noch nicht kapiert.”
“Aber wie? Du kannst nicht Stefanio sein? Das ist völlig unmöglich?”
“Wieso? Weil ich so anders aussehe? Das ist das Ergebnis moderner Gesichtschirugie. Wahrhaft unglaublich oder? Aber jetzt genug von mir. Kommen wir doch so langsam mal zu der Hauptsache. Nämlich dich.”
Er griff in den Wagen, packte Vanessa grob am Arm und schliff sie über die Ladefläche. Als sie von der Ladefläche runter war ließ er sie los und Vanessa viel vor seine Füße. Wieder lachte er teuflisch auf. Griff ein weiteres mal ihren Arm und zog sie immer noch auf den Boden liegend hinter sich her zu einem alten verlassen und abbruchreifen Firmengebäude. Die Schmerzen im Bauch kombiniert mit den Schmerzen die durch das hinterher geschliffen werden entstanden waren zuviel für Vanessas Körper. Er zog die Notbremse und ließ Vanessas Welt schwarz werden.
Zac war inzwischen von Marc nach Hause gefahren worden. Beide saßen im Wohnzimmer und keiner sagte auch nur einen Ton. Zac wusste nicht mehr was er denken, machen, fühlen sollte. Alles fühlte sich wie betäubt an. So unwirklich und er war sich fast sicher das alles hier nur ein fieser, gemeiner Albtraum sei. Doch jedes mal wenn er sich kniff tat es weh und er wachte auch nicht auf. Langsam aber sicher machte sich in ihm die Erkenntnis breit das es kein Albtraum war. Es war die bittere Realität, es war echt. Ein Geräusch ließ ihn seine Gedankengänge unterbrechen. Erst wusste er nicht was es war doch dann registrierte Zac das es sich um die Türklingel handelte und das sie etwas anders klang als wie sonst lag wohl an der Tatsache das jemand wie ein Irrer auf den Knopf drückte.
Schwerfällig ging Zac zur Tür. Ein kurzer Blick zum Einfahrtsmonitor reichte ihm. Er drückte den Toröffner und öffnete auch die Haustür ein wenig. Er wartete allerdings nicht bis der Besuch da war, sondern ging schon vorher wieder ins Wohnzimmer.
“Besuch?”
“ Meine Leute und Stella sind da. Oh Gott Stella wie soll ich ihr bitteschön das erklären? Endlich war sie wieder glücklich. Hatte ihr Leben wieder vollständig unter Kontrolle und nun das.”
“ZAAAACCCCC?!?!?!?!! Wo bist du????”
“Im Wohnzimmer Mum.”
Schnelle Schritte waren aus der Halle zu hören und kurz darauf kamen 4 Personen zum Vorschein.
“Zac? Was ist mit Nessa? Wer hat sie und warum? Wo ist meine Schwester?” Stella fing bitterlich an zu weinen.
Zac war direkt an ihrer Seite und nahm sie in den Arm.
“schschsch Stella Bella. Alles wird gut. Wir werden sie finden. Sie wird wiederkommen. Sie wird wiederkommen.” Das letzte sagte er mehr zu sich selbst als zu Stella.
“Weiß man schon wer sie hat und warum?” David wollte Antworten und die wollte er jetzt sofort.
“Genau wissen tun wir es noch nicht, aber wir vermuten das es Steve war.”
“Steve? Wer ist Steve?”
“Steve war der Bodyguard der Vanessa in letzter Zeit begleitet hatte. Er war als meine Vertretung eingesetzt. Na ja und seit gestern dann ist er spurlos verschwunden. Also könnte er sehr gut dahinter stecken.”
“Aber wieso? Wieso Vanessa?”
“Das wissen wir auch noch nicht , Mum. Was wir wissen ist, das er gestern Vanessa gedroht hat un dir einige Flöhe ins Ohr gesetzt hat.”
“Dinge? Was für Dinge?”
Und so erzählte Zac ihnen alles was in letzter Zeit und besonders am vorherigen Tag geschehen war.
“Also ist es wirklich sehr wahrscheinlich das es dieser Steve war.”
“Leider ja.”
“Und jetzt? Was geschieht jetzt? Es muss doch was gemacht werden, wir müssen sie suchen. Wir können sie doch nicht einfach so alleine lassen.”
“Stella. Wir lassen sie auch nicht alleine. Es ist eine Fahndung nach dem Wagen raus die komplette californische Polizei sucht nach Vanessa. Außerdem wird ihr Handy gerade geortet, vielleicht haben wir Glück und sie kann, wie vor 2 Jahren, so gefunden werden.
Marc´s Handy verhinderte das weiterreden. Marc nahm den Anruf entgegen und alle lauschten angespannt. Gab es was neues von Vanessa, hatte man sie womöglich sogar schon gefunden. Doch Marc´s Gesichtsausdruck erzählte eine andere Geschichte.
“Und ihr seit euch vollkommen sicher?”
“…….”
“Mist verdammter!”
“….”
“Sonst noch irgendetwas?”
“………..”
“Wie ihr wisst jetzt wer er wirklich ist? Jetzt sagt mir nicht, das Steve Banda gar nicht Steve Banda ist.“
“……..”
“Und wer ist er dann?”
“……..”
“WAS???? Sag das das nicht wahr ist.”
“……..”
“Verflucht. So eine verfluchte Scheiße. Ich glaube das jawohl gar nicht.”
“……….”
“Wir müssen sie finden. Jetzt erst recht und das so schnell wie möglich. Der Kerl ist zu allem fähig und vor nichts zurückschrecken.”
“……….”
“Das ist mir egal wie ihr das macht. Schwingt eure Ärsche aus euren Sesseln und sucht sie.”
“………”
“Ja das will ich für euch hoffen. Ich will über jede Kleinigkeit informiert werden über wirklich JEDE Kleinigkeit! Habt ihr mich verstanden?”
“…….”
“Dann ist gut!!”
Marc beendete das Telefonat und schaute auf. Fünf Augenpaare waren auf ihn gerichtet und brannten sich förmlich in ihn hinein.
Seufzend holte er einmal tief Luft.
“Sie haben die Limousine gefunden. Am Yachthafen, allerdings verlassen. Anscheinend hat er das Fahrzeug gewechselt. Man hat Reifenspuren sicherstellen können , die sind im Moment im Kriminallabor und werden analysiert. Außer dem hat man Vanessas Tasche im Auto gefunden. Es tut mir leid aber ihr Handy war noch in der Tasche. Somit hat sich die Hoffnung sie orten zu können zerschlagen. Es wurden außerdem Fingerabdrücke am Lenkrad sichergestellt und konnten auch schon identifiziert werden.”
Marc schaute einmal kurz in die Runde, was er ihnen jetzt zu berichten hatte würde sie schwer treffen.
“ Bevor ich euch sage wem diese Abdrücke gehören muss ich noch etwas anderes sagen. Einer der Verkehrskameras hat ein gutes Bild vom Fahrer machen können. Es ist tatsächlich Steve. So jetzt die Sache mit den Fingerabdrücken. Wir wissen jetzt das Steve Banda nicht Steve Banda ist. Steve Banda ist in Wirklichkeit Stefanio. Es waren Stefanios Fingerabdrücke auf dem Lenkrad und auch an vielen anderen Stellen im Auto wurden sie gefunden.”
Vanessa kam langsam wieder zu sich. Das erste was sie wahrnahm waren Schmerzen und das zweite war ihre Umgebung. Es sah wie ein altes Kellergewölbe, es war nass, kalt und stank muffig. Sie lag auf dem kalten Steinboden und ihre Hände waren mit Handschellen an einem Heizungsrohr gefesselt. Langsam versuchte Vanessa aufzustehen. Sie biss sich auf die Unterlippe nur um nicht vor Schmerzen aufschreien zu müssen. Um das zu verhindern musste sie so stark zubeißen, das sie schon Blut schmeckte. Als sie endlich stand atmete sie erst einmal zittrig tief eine und aus, dann schaute sie sich um. Es war tatsächlich ein alter, modriger Keller ohne Fenster und somit auch ohne Tageslicht. An der Decke hing eine alte verrostete Lampe, das Licht was von ihr ausging war nicht das hellste und es flackert recht stark.
Irgendwo ging eine schwere Eisentür auf und fiel quitschend wieder ins Schloss. Schritte hallten durch den Raum und kamen immer näher.
Sie drehte ihren Kopf in die Richtung aus der die Schritte kamen und langsam kam Stefanio aus dem dunkeln zum Vorschein. In seiner Hand blinkte etwas, Vanessa kniff die Augen leicht zusammen als sie versuchte zu erkennen was es war. Als sie den Gegenstand erkannte weiteten sich ihre Augen. Ein Messer, Stefanio hatte ein Messer in der Hand.
“Du bist als wieder wach. Um so besser. Wäre doch echt schade wenn du den Spaß verpasst hättest.”
Langsam und bedrohlich ging er auf Vanessa zu.
“Was willst du Stefanio? Was hast du vor? Stefanio bitte, lass mich gehen!”
“Vanessa, Vanessa. Das werde ich nicht machen können. Das weißt du doch oder? Wir haben vor zwei Jahren etwas begonnen was wir nicht zu Ende führen konnten. Aber dieses mal wird uns niemand stören. Dieses mal bist du ganz mein.”
Langsam hab er sein Messer und schnitt den ersten Träger ihres Kleides durch.
“Nein Stefanio. Oh Gott bitte nicht. Stefanio bitte!”
“Halts Maul du Schlampe” er holte aus und schlug ihr ins Gesicht. Danach glitt er mit seinem Messer über ihre Brust zum anderen Träger und schnitt auch diesen durch. Das Kleid rutschte immer tiefer bis es auf dem Boden vor ihren Füßen liegen blieb. Vanessas Atmung wurde immer stockender und zittriger. Sie stand nur noch mit Slip, halterlose Seidenstrümpfe und ihren High Heels bekleidet vor ihm.
“Welch ein Bild. Du bist wahrlich hübsch. Einfach Perfekt, naja fast perfekt. Der Babybauch stört, aber darum werde ich mich später kümmern. Jetzt wollen wir beide doch erst einmal etwas Spaß miteinander haben. Oder?”
Er trat näher an sie heran und das nächste was zu hören war, waren ihre schmerzgefüllten Schreie.
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Part 8
Zusammengekauert lag Vanessa auf dem kalten Steinboden. Doch die Kälte und die Schmerzen nahm sie nicht wirklich wahr auch nicht die Tatsache das ihre Hände immer noch angekettet waren oder das sie komplett nackt war. Sie merkte auch nicht das inzwischen schon einige Tage hier war. Alles war wie ganz weit weg, es war als wenn sie sich nicht mehr wirklich in ihrem Körper befand. Und je öfter sich Stefanio an ihr verging desto weiter entfernte sie sich von ihrem Körper. Das merkte auch Stefanio und war davon nicht sonderlich begeistert. Mehrmals trat er sie, schlug sie oder war besonders brutal wenn er sich an ihr verging. Aber mehr als ein kleines schmerzhaftes aufstöhnen war nicht zu hören. Während sie alles über sich ergehen ließ versuchte sie immer wieder Kontakt mit Brandon aufzunehmen. Dieser hatte sich seit der Entführung nicht mehr bewegt und langsam machte sich in Vanessa die Angst breit das er es auch nie wieder tun würde.
Aus seiner dunklen Ecke beobachtete Stefanio wie sie sich immer wieder über den Bauch strich und wie sich ihr Mund bewegte. Sie schien mit diesem kleinen Bastard zu reden. Stefanio hatte gehofft, das sie bis zum jetzigen Zeitpunkt das Kind inzwischen verloren hätte. Aber dem war anscheinend nicht so. Ein fieses Grinsen kroch über seine Lippen und erklomm dann das ganze Gesicht.
Langsam nahm er sein Messer von dem Tisch neben sich und ging noch langsamer auf Vanessa zu.
“Wie sich sehe Prinzessin sehnst du dich nach deinen Bastard an Sohn. Da kann ich dir behilflich sein. Sag Hallo zu deinem Söhnchen.”
Mit dem Messer in der Hand machte er die letzten Schritte auf sie zu.
Zac saß auf einem der Barhocker am Esstresen und starrte in seine Tasse Kaffee. Kaffee war der Stoff der ihn im Moment am leben hielt. Seit Tagen hatte er kaum geschlafen, kaum gegessen, kaum gesprochen und sich auch nicht rasiert. Dicke Augen mit riesigen Rändern stachen dominant aus seinem blassen Gesicht hervor.
Es war inzwischen ein Woche her seitdem Vanessa verschwunden war. Ein Woche voller Angst, Wut, Schmerz und auch eine Woche voller Verzweifelung.
Es waren zwar einige Hinweise bei der Polizei eingegangen aber die erwiesen sich als nicht nützlich. Zac nahm gerade einen weiteren Schluck seines inzwischen kalten Kaffees, als es an der Tür klingelte. Kurz darauf betrat David gefolgt von Marc, Brian und 5 weiteren Männern die Küche.
David schaute besorgt seinen Sohn an.
“Zac, Besuch. Marc und Brian sind da. Zusammen mit einigen Herren von der Polizei und dem Kriminallabor.”
Zac schaute auf und sah in die angespannten Gesichter der Polizisten.
“Habt ihr sie gefunden?”
“Nein tut uns leid, aber das haben wir nicht.”
“Warum sind sie dann da?”
Inzwischen waren auch Starla, Stella und Dylan iin die Küche gekommen.
“Zac du weißt ja das wir eure Post erst kontrollieren bevor sie hierher kommt. Na ja und da ist heute so ein kleines Päckchen dabei gewesen. Beim öffnen ist uns dann eine Speicherkarte in die Hände gefallen. Wir habe uns angesehen was darauf zu sehen ist. Zac das was da drauf ist, ist nichts was dir zeigen wollen, aber leider zeigen müssen. Es ist eine art Dokumentation und sie ist von Stefanio.”
Alle sahen Marc mit weit aufgerissenen Augen an.
“Ich würde vorschlagen wir gehen ins Wohnzimmer und die netten Herrschaften vom Kriminallabor schließen das kleine Kartenlesegerät an den Fernseher an, so dass wir es alle sehen können. Ich würde Stella vielleicht sogar auch Dylan bitten nicht mit ins Wohnzimmer zu kommen. Glaubt mir es wäre besser wenn ihr das nicht sehen würdet.
Panisch schaute Stella zu Marc rüber.
“Ist es so schlimm?”
Marc sagte nichts sondern nickte schwerfällig mit dem Kopf.
“OK ich bleibe hier” sagte Stella leise und rollte zum Esstisch rüber.
“Ich bleibe bei ihr, sagt mir bitte nachher was war.”
Dylan ging rüber zu Stella und nahm sie in den Arm.
Alle anderen ging ins Wohnzimmer wo schon alles vorbereitet war.
“Zac bist du bereit? Denn was du da gleich zu sehen bekommst, könnte auch ein Teil aus einem Horrorfilm sein.”
Zac schloss kurz seine Augen und versuchte sich zu sammeln und sich für das zu wappnen was da jetzt gleich kommen mag. Als er seine Augen wieder öffnete schaute er Marc an und nickte leicht.
Marc gab den Kriminalisten ein Zeichen und diese starteten das Video.
Das erste was man sah wahr ein dunkler Raum und eine schwere Tür. Dann erschien Stefanio in der Gestalt von Steve dem Bodyguard vor der Kamera. Er schaute direkt hinein und grinste.
“Hallo Cousinchen, so schnell sieht man sich wieder. Na wie fühlt man sich wenn man weiß das man seine Verlobt einem Mann anvertraut hat, der nur eins will und zwar Rache. Tja und jetzt bekomme ich sie die Rache meines Lebens. Du willst doch bestimmt wissen wie es deinem Herzblatt geht oder? Ja sagen wir es mal so, sie hatte bei weitem schon bessere Tage. Es scheint mir als habe sie Schmerzen, aber komm doch mit so kannst du selber sehen wie es ihr geht.” Stefanio drehte sich um und ging zur Eisentür die sich nur mit großer Kraftanstrengung quitschend öffnen ließ. Was alle erschreckte war die Tatsache, das die Kamera sich mit Stefanio bewegte. Dieser war aber schon einige Schritte vorweg. Das bedeutete also das er einen Partner hatte. Er war nicht mehr alleine. Langsam kam Vanessa ins Sichtfeld der Kameralinse. Hilflos mussten alle mit ansehen wie Stefanio die Träger ihres Kleides zerschnitt und sich danach brutal an ihr verging. Ihre Schmerzensschreie waren im gesamten Haus zuhören und in der Küche hielt eine weinende Stella sich ihre Ohren zu. Wie betäubt saßen die drei Efrons auf dem Sofa und sahen wie sich dieses Szenario in den folgenden Tagen immer wieder wiederholte. Wie er sie schlug, trat und vergewaltigte. Dazwischen immer wieder Aufzeichnungen von einer auf dem kalten Steinboden liegenden Vanessa die sich kaum rührte und wen doch strich sie über ihren Bauch. Man kannte ganz deutlich erkennen, das sie wahnsinnige Schmerzen hatte und alle dachten das wäre das schlimmste was sie jemals gesehen haben. Bis die Bilder von vor ein Stunden auf dem Bildschirm erschienen. Stefanio schaute wieder in die Kamera. “Na Cousinchen gefällt dir was du bis jetzt gesehen hast? Jetzt kommen wir zu einem der Höhepunkte in unserem kleinen Home made Video. Es gibt doch immer ein Happy end, in dem entweder geheiratet wird oder in dem ein Baby geboren wird. Ich habe mich für das letztere entschieden. Da du ja heute leider nicht hier sein kannst, freue ich mich dir die Geburt deines Sohnes zumindest als Video zulassen kommen konnte. Also schau schön hin Daddy, hier kommt dein Sohn. “ Langsam nahm er das Messer vom Tisch neben sich und ging noch langsamer auf Vanessa zu. Zacs Gesicht wurde wenn es überhaupt noch möglich war noch weißer und er sah aus als wenn er jeden Moment zusammenbrechen würde. David und Starla ging es nicht besser. Hilflos mussten sie mit ansehen wie Stefanio sich vor Vanessa hinkniete und langsam mit dem Messer ihre Bauchdecke aufschnitt. Ein höllischer Schmerzensschrei kam aus Vanessas Kehle. Allen wurde übel als sie sahen wie Srefanio immer weiter schnitt. Sein Partner hielt die Kamera voll drauf.
Kraftlos versuchte Vanessa gleichzeitig sich gegen Stefanio zu wehren und die drohende Bewusstlosigkeit zu bekämpfen. Gegen beides war sie machtlos und so schickte ihr Körper sie aufgrund der Schmerzen in eine Bewusstlosigkeit. Stefanio sah das und hörte kurz auf mit dem schneiden. Er stand auf und holte einen Eimer mit Eiswasser welches er über ihr auskippte. Ruckartig machte Vanessa ihre Augen wieder auf und schnappte geschockt nach Luft. Im selben Moment waren die Schmerzen wieder im vollen Gange da und als sie auf ihren Bauch schaute sah sie die offene Bauchdecke.
“Stefanio bitte lass das, bitte lass Brandon in Ruhe. Bitte mach mit mir was du willst aber lass ihn in Ruhe” flehte Vanessa ihn an. Aber Stefanio beachtete sie überhaupt nicht. Er nahm sein Messer wieder in die Hand und schnitt weiter. Das schreien von Vanessa war wie Musik in seinen Ohren.
“Aber, aber Prinzessin. Wer wird denn so schreien. Du musst doch lieb und artig sein. Schließlich schaut unser Zaccy-Boy doch zu.”
Vanessa bekam nichts mit von dem was er erzählte. Sie wollte nur noch sterben. Die Schmerzen waren unermesslich.
Mit einem Mal hörte Stefanio auf zu schneiden, legte das Messer weg und griff förmlich in ihren Bauch. Zu den immensen Schmerzen kam jetzt auch noch ein Druck hinzu der Vanessa im Glauben ließ ihre Eingeweide würden aus ihrem Körper geholt. Hilflos musste Vanessa und ein paar Stunden später auch die Anwesenden vor dem Fernseher mit ansehen wie Stefanio ein kleines Bündel Mensch aus Vanessas Bauchwunde holte. Kein Schrei war zu hören, keine Bewegung war zu erkennen. Alles war still bis ein lautes Markerschütterndes “NNNNNEEEEEEIIIIIIIIINNNNNN” durch die Luft peitschte. Verachtend schmiss Stefanio schon fast das Baby in Vanessas Richtung.
Zac saß vor dem Fernseher und musste mit ansehen wie Vanessa Brandon kraftlos zu sich hinzog, ihn in ihre Arme nahm und fest an sich drückte. Tränen liefen über ihr inzwischen blutverschmiertes Gesicht. Sie war wie weggetreten und bekam nicht mehr mit wie sich jetzt der Partner von Stefanio sich mit Nadel und Faden bewappnet an die Arbeit machte und die Wunde wieder zunähte.
Mit einem Mal sprang Zac auf. Er rannte, stauchelte und schwankte gleichzeitig zur Toilette. Das nächste was man hören konnte war ein heftiges Würgegeräusch. Gerade als Starla aufstand um nach Zac zu sehen ging das Handy eines der Polizisten. Dieser hörte sich an was auf der anderen Leitung gesagt wurde. Bedankte sich und schaute in die Runde.
“Wir wissen wo sie ist.”
“WAS” David war aufgesprungen, schaute kurz zum Polizisten und suchte dann seine Autoschlüssel.
“Wo ist sie, wie komme wir dort am schnellsten hin?”
“Mr. Efron sie können da jetzt nicht hin. Unsere Leute sind dort gerade eingetroffen und stürmen gerade das Gebäude. Wir werden gleich benachrichtigt wenn es etwas neues gibt.”
Zac kam, von Starla etwas gestützt wieder zurück ins Wohnzimmer. Er schaute sich um und sah eine Veränderung in den Haltungen der Anwesenden. Sein Vater stand mit dem Autoschlüssel in der Hand vor einem der Polizisten und schaute diesen nicht gerade freundlich an.
“Was ist hier los” fragte Zac mit etwas rauer und kraftloser Stimme.
David schaute zu ihm rüber.
Auch Stella und Dylan kamen ins Wohnzimmer.
“Sie wissen wo Vanessa sind und wollen es nicht sagen.”
“WAS?? Wie sie wissen wo sie ist??”
Marc wusste er musste jetzt eingreifen. Er konnte Zac und die Familie sehr gut verstehen. Aber jetzt mussten alles Ruhe bewahren.
“Zac Zac Zac! Ja sie wissen wo Vanessa ist. Und die Polizei ist auch schon vor Ort. Wir wurden gerade darüber informiert und es wird sofort bescheid gegeben wenn sie Vanessa haben. Wir müssen noch etwas Geduld haben. Ich weiß das ist verdammt schwer aber wir würden mit unserer Anwesenheit alles nur komplizierter machen.”
Noch bevor Zac oder sonst jemand darauf antworten konnte, klingelte ein weiteres Mal das Handy des Polizisten. Mit einem Mal war es so still das man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Alle wagten kaum zu atmen. Als der Polizist das Telefonat beendet hatte sahen ihn alle an.
“Sie haben Miss Hudgens. Sie ist wird gerade auf dem schnellsten Weg zum Cedars Sinai Medical Center hier in LA gebracht. Wie es ihr geht weiß ich leider nicht. Das konnte mir mein Kollege auch nicht sagen. Allerdings konnten Stefanio und sein Partner flüchten. Sie hatten Alarmsysteme rund ums Grundstück angebracht. So wurden sie frühzeitig gewarnt und konnten sich vom Acker machen.”
“Bitte wir müssen sofort da hin. Bitte ich muss zu meiner Schwester.” Zac sah Stella kurz an nickte ihr nur zu und schon machten sich alle auf den Weg zu ihren Autos. David gab Dylan seinen Autoschlüssel.
“Dylan du fährst unseren Wagen und fahre Zacs. Ich möchte nicht das Mum oder Zac im Moment in ihrer Verfassung selber fahren.”
Dylan nickte, ging dann zu seiner Mutter und half ihr Stella mit ihrem Rollstuhl ins Auto zu schieben. David setzte sich auf den Fahrersitz und Zac setzte sich ohne Widerrede auf den Beifahrersitz. Sie wollten gerade losfahren als Marc an die Scheibe klopfte.
“Sie ist gerade im Medical Center angekommen. Ihr sollt hinter der Polizei herfahren. Die geben uns Polizeigeleit bis zur Klinik. Sonst dauert es ewig bis wir es durch den Mittagsverkehr schaffen.”
“OK super.” Und Tatsache keine 10 Minuten später waren sie am Cedars Sinai angekommen. David konnte noch nicht einmal den Wagen ausstellen da hatte Zac schon die Tür auf und war aus dem Wagen verschwunden. Die ersten Paparazzis waren auch schon da und machten wie wild Bilder als Zac an ihnen vorbei ins innere der Klinik stürzte. An der Rezeption kam er leicht schnaufend zum stehen.
“Vanessa Hudgens, wo ist sie? Die Polizei hat mir gesagt sie sei schon hier. Wo finde ich sie?”
“Ganz ruhig junger Mann. Es tut mir leid, aber ich kann ihnen nicht einfach so sagen wo Miss Hudgens sich befindet.”
“Mein Name ist Zac Efron und ich bin der Verlobte von Vanessa und es wäre jetzt sehr freundlich wenn sie mir nun endlich sagen würden wo ich sie finde.”
“Efron, Efron. Ah ja sie stehen in der Kontaktliste von Miss Hudgens drin. Wenn sie mir evtl. vielleicht noch kurz ihren Ausweis zeigen würden. Damit ich sicher sein kann das sie es auch wirklich sind.”
Zac zeigte ihr seinen Ausweis und schaute sie ungeduldig an.
“Habe wir jetzt alles geklärt. Kann ich jetzt endlich erfahren wo meine Verlobte ist?”
“Ja, ja, natürlich. Sie befindet sich noch in der Notaufnahme. Gehen sie einfach den Schildern nach. Ich werde dort jemanden über ihr kommen informieren.”
Den letzten Satz hörte Zac allerdings nicht mehr. Er rannte den Hinweisschildern folgend zur Notaufnahme. Seitdem er das Video gesehen hatte bekam er die Bilder nicht mehr aus seinen Kopf. Allein der Gedanke daran das Stefanio Vanessa mehrfach vergewaltigt hatte ließ seinen Magen wieder rebellieren. Und dann die Bilder als Stefanio Brandon aus ihrem Bauch holte. Seine Beine fingen an unter ihm zu zittern und sein Blick verschwamm durch die Tränen die ihm gerade in die Augen schossen. Nein er durfte jetzt nicht zusammenbrechen, er musste wissen wie es Vanessa geht. Musste bei ihr sein, ihr Kraft geben. Er konnte und wollte sich gar nicht ausmalen wie sie sich fühlte. Eins war ihm aber jetzt schon klar, dieses Mal würden sie nicht um einen Psychologen herum kommen. Was Vanessa da erlebt hatte würde sie auf ewig zeichnen, würde für immer in ihrem Gedächtnis eingebrannt bleiben.
Seine Gedankengänge kamen abrupt zum halten als er die Notaufnahme erreichte. Marc und David direkt hinter ihm.
Eine Schwester lief direkt auf sie zu.
“Sind sie Mr. Efron?”
“Ja das bin ich . Zac Efron. Ich möchte gerne zu Miss Hudgens. Wie geht es ihr?”
“Bitte kommen sie mit der Arzt wartet schon auf sie.”
Zac sah zu seinem Vater rüber und der nickte nur.
“Marc kannst du hier auf die anderen warten und ihnen sagen wo wir sind. Dad und ich gehen jetzt erstmal zu Nessa und sagen euch später dann bescheid.”
“Mach das Zac.”
Zac und David folgten der Schwester in eins der Behandlungszimmer und als wenn das Video nicht schon schlimm genug gewesen wäre, war es fast nichts im Gegensatz zu dem was sie sahen als sie das Zimmer betraten.
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Part 9
Das Bild vor ihnen war kaum zu ertragen und Zac hatte das Gefühl seine Welt würde jetzt jeden Moment komplett zusammenbrechen.
Vanessa lag auf einer Behandlungsliege, mehr Tod als Lebendig. Mit aller ihr noch verbliebender Kraft hielt sie etwas in ihrem Arm und versuchte es vor den Ärzten und Schwestern zu schützen. Und Kraft hatte sie eigentlich keine einzige mehr.
Überall neben ihr standen Ständer an denen Beutelchen mit Blut hingen. Aber sie konnten nicht angeschlossen werden, da Vanessa niemanden an sich heran ließ.
Zac wollte gerade Richtung Vanessa gehen, als sich ein Arzt in den Weg stellte. Mit zusammen gekniffenen Augen schaute Zac ihn an.
“Sie sind Mr. Efron, nehme ich an? Der Verlobte von Miss Hudgens?”
“Ja der bin ich und es wäre sehr freundlich wenn sie mir jetzt aus dem Weg gehen könnten damit ich zu meiner Verlobten kann.”
“Sie können gleich zu ihr, ich möchte sie aber um etwas bitten. Ich möchte ehrlich zu ihnen sein. Das ihre Verlobte noch lebt grenzt an ein Wunder. Die Schmerzen und der hohe Blutverlust hätten sie eigentlich umbringen oder zumindest in einen Koma ähnlichen Zustand versetzen müssen. Das sie bis hierhin durchgehalten hat liegt an ihren Kämpfergeist und der beschützende Instinkt einer Mutter. Leider ist es genau dieses das uns im Moment daran hindert sie behandeln und somit retten zu können. Sie lässt niemanden an sich ran aus Angst man würde ihr das Baby wegnehmen.”
“Sie wollen uns sagen das dass was sie da im Arm hält……”
“Ja es ist das Baby. Es ist auch der Grund warum sie bis hierhin überhaupt durchgehalten hat. Leider ist es auch der Grund warum wir sie nicht behandeln können. Obwohl es lebensnotewendig ist. Vielleicht schaffen sie es, sie zumindest dazu zubringen das wir sie behandeln können. Wir würden die Bluttrasfusionen anhängen und ihr heimlich auch noch etwas zum schlafen geben. Damit ihr Körper endlich entspannen und Kraft für den langen Heilungsweg sammeln kann. Außerdem werden wir sie noch mal operieren und diese Bauchwunde ordentlich versorgen und uns anschauen welche Schäden dieser Bastard angerichtet hat. Dazu müssen wir aber erst einmal an sie rankommen.”
Am ganzen Körper zitternd und sich kaum auf den Beinen haltend ging Zac zu Vanessa rüber.
Er konnte sehen das sie mit aller Macht gegen der ihr so wohltuenden Bewusstlosigkeit ankämpfte.
In ihren Arm dicht an ihrem Herzen gedrückt hielt sie Brandon. Zac schluckte und immer mehr Tränen sammelten sich in seinen Augen bis sie keinen Platz mehr hatten und seiner Wange hinunter liefen. Vorsichtig nahm Zac Vanessas Hand, er wollte sie nicht erschrecken. Panisch zog sie ihre Hand zurück und Zac konnte erkennen das sie eigentlich für solche Sachen keine Kraft mehr hatte. Sie tat es nicht für sich, sie tat es für Brandon, wollte ihn beschützen. Ihn bei sich behalten.
“Nessa?” fragte Zac leise und wartete auf eine Reaktion von ihr. Erst geschah nichts aber nachdem er sie drei weitere Male angesprochen hatte drehte sie langsam ihr Gesicht in seine Richtung.
“Zac? Zac bist du es wirklich?” ihre Stimme leise und kraftlos ließ sein Herz noch mehr brechen.
“Ja Süße ich in da.” Vorsichtig strich er ihr über die Wange.
“Es tut mir leid, ich konnte nichts machen. Ich konnte es nicht verhindern. Bitte hasse mich nicht.”
Dachte sie wirklich er würde sie hassen. Sie konnte da doch überhaupt nichts für. Wie war genau so Opfer wie Brandon auch. Brandon, Zacs Blick ging wieder zu dem Baby in ihrem Arm. Er konnte nicht viel erkennen. Vanessa hielt ihn so eng an sich, das sie ihn fast vollständig bedeckte. Man konnte aber trotzdem erkennen das er viel zu klein und viel zu dünn war. Was auch kein Wunder war schließlich war Vanessa ja auch erst im 6ten Monat. Das war noch viel zu früh. Langsam legte er seine zu ihrer, die Brandon an sich drückte.
“Es ist nicht deine Schuld. Ich könnte dich nie hassen. Du hast alles getan was in deiner Macht stand, du hast ihn so gut es ging beschützt. Du konntest nichts für ihn tun. Aber jetzt kannst du was tun. Bitte gib mir Brandon und lass die Ärzte dir helfen. Bitte Vanessa ich kann nicht auch noch dich verlieren.” Vorsichtig und langsam löste Zac Vanessas feste Umarmung um Brandon und nahm ihn von ihrer Brust. Wie als wenn ein Schalter in Vanessa umgelegt wurde, schlossen sich ihre Augen und ihr Kopf fiel zur Seite. Innerhalb von Sekunden waren unzählige Ärzte und Schwestern an ihrer Seite und fingen an sie zu untersuchen und die ersten Behandlungen zu starten. Eine Schwester führte Zac etwas vom Geschehen weg und drückte ihn auf einen Stuhl der in einer Ecke stand. Im Arm immer noch seinen Sohn. Sein Sohn, sein kleiner Brandon. Er war ganz kalt, steif und blau. David trat hinter ihm und legte eine Hand auf Zacs Schulter. Auch er konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken als er auf seinen kleinen Enkel hinab sah. Im Hintergrund konnte man die Ärzte Anweisungen geben hören. Eine Schwester rief im OP an und gab denen Bescheid, das sie sich bereithalten sollten. Zac schaute von Brandon auf und rüber zu Vanessa. Dann schaute er Richtung Decke.
“Bitte nehme mir nicht auch noch Vanessa.” betete er leise. Sein Blick ging wieder zu seinem Sohn auf seinem Arm. Er schaute wieder auf als sich ein Schatten über sie legte. Eine Ärztin stand vor ihm und schaute ihn an.
“Mein Name ist Dr. Monika Lemong, ich bin die hiesige Kinderärztin. Ich bin gerufen worden um mir das Baby anzusehen und um seinen Tod zu dokumentieren. Außerdem soll ich den ungefähren Zeitpunkt des Todes festlegen. Ich weiß sie möchten ihn nicht hergeben aber es muss gemacht werden. Es ist vielleicht auch für sie etwas tröstlich wenn sie wissen was in etwas geschehen ist.”
Zuerst zögerte Zac etwas, gab ihr dann aber doch Brandon. Vorsichtig nahm ihn die Ärztin entgegen und wickelte ihn in ein Tuch. Bevor sie ging wandte sie sich noch mal an Zac.
“Wir werden ihn noch etwas herrichten und auch ein paar Bilder für sie machen. So haben sie zumindest etwas von ihm. Ich werde mich bei ihnen melden wenn wir mit der Untersuchung fertig sind. Es wäre vielleicht nicht schlecht wenn sie sich schon mal Gedanken über die Beerdigung machen würden.” Dann drehte sie sich um und verließ den Raum. Bevor die Tür sich komplett hinter ihr schloss, hörte man ein “Oh Gott nein”. Zac war sich sicher das es die Stimmer seiner Mutter war.
Zac starrte auf seine Hände die gerade noch Brandon hielten, sie zitterten unaufhaltsam. Er sah zu den Haufen Ärzten und Schwestern rüber die sich immer noch um Vanessas Bett tummelten. Langsam löste sich der große Pulk und Zac konnte sehen wie man Vanessa für den Abtransport fertig machte. Einer der Ärzte kam zu ihm rüber. Wie wir schon vermutet hatte war der einzige Grund das Miss Hudgens überhaupt noch bei Bewusstsein war, sie und ihr Sohn. Erst als sie wusste das er sicher bei ihnen ist, gab sie den Kampf gegen die Bewusstlosigkeit auf. Wir haben sie mit Medikament in eine Art Tiefschlaf versetzt, ihr die Bluttrasfusionen angehängt und werden sie nun in den bereit stehenden OP bringen. Dort wird man sich um die dringende Versorgung der Bauchwunde kümmern. Wenn sie möchten könne sie sich in den Warteraum vor dem OP setzen. Man wird sie auf dem Laufenden halten. Zac nickte dem Arzt zwar zu, sah aber immer noch zu Vanessa rüber. Kam es ihm nur so vor, oder war sie noch blasser geworden? Sah sie immer schon so zerbrechlich aus? Er sah wie die Ärzte und Schwestern den Weg frei machten und Vanessa aus dem Zimmer geschoben wurde. Schnell stand er auf und wollte ihnen hinterher. Doch sein Kreislauf hatte da ganz andere Ideen. Im wurde für Sekunden schwarz vor Augen und Zac sackte in sich zusammen. David der neben ihm stand reagierte schnell und hielt ihn aufrecht. Zusammen mit einem noch im Zimmer befindlichen Arzt setzte er Zac zurück auf den Stuhl. Eine Schwester brachte ihnen einen Becher mit Wasser. Langsam kam Zac wieder zu sich und trank dankbar einige kleine Schlücke von dem angebotenen Wasser.
“Was ist passiert?” Leicht irritiert schaute Zac sich um.
“Du bist zu schnell aufgestanden und im Kombination mit den ganzen Ereignissen hat dein Kreislauf nicht mehr so ganz mitgespielt und dich in eine einige Sekunden dauernde Auszeit geschickt.” David reichte Zac noch mal den Becher mit Wasser. Und sah erleichtert das etwas Farbe in Zacs Gesicht zurückkehrte.
“Wenn es ihnen wieder besser geht, zeige ich ihnen wo der Warteraum für den OP ist.” Diesmal etwas langsamer und mit der Unterstützung stand Zac abermals auf und folgte dem Arzt aus dem Raum.
Vor der Tür standen Starla, Stella, Dylan und auch Marc und warteten darauf genaueres zu erfahren. Also sie Zac und David aus dem Zimmer kommen konnte Stella sich nicht mehr zurück halten und rollte so schnell es ging zu Zac herüber.
“Zac?” Ihre Stimme klang so klein und ängstlich. “Was ist mit Nessa und was ist mit dem Baby?”
Zac kniete sich vor Stella und sah ihr in die Augen.
“Vanessa wird gerade operiert, sie wird es schaffen. Da bin ich mir ganz sicher. Aber unser Baby….” Zac schüttelte leicht seinen Kopf und die erste Träne machte sich auf den Weg gefolgt von vielen anderen.
“Brandon hatte nicht die geringste Chance.” Stella sah Zac an, Zac sah Stella an. Beide fielen sich in die Arme und weinte gemeinsam ihren Schmerz heraus. David hatte in einem Arm eine weinende Starla und zog mit dem anderen Dylan zu sich heran. In einer festen Umarmung weinten auch diese drei.
Marc stand etwas abseits und sah mit schwerem Herzen wie die Familie versuchte sich gegenseitig Halt in dieser schweren Zeit zu geben. Er fühlte sich immer noch Schuldig und Verantwortlich für das Geschehende.
Mit seinem Blick fest auf die Efron Familie gerichtet, schwor er ihnen und sich selbst das er dieses Schwein finden und persönlich zur Strecke bringen würde.
Stefanio würde für alles büßen.
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Part 10
Über eine Stunde saßen sie nun schon im Wartebereich vor dem OP und hatte bis jetzt noch keinerlei Info bekommen. Zac hatte sich etwas entfernt von allen hingesetzt und sein Gesicht war in seine Hände gedrückt. Er gab kein Ton von sich aber seine Schultern zuckten. Man konnte es zwar nicht hören aber dafür sehen, Zac weinte. Sie hatten beschlossen Zac erst einmal etwas in Ruhe zu lassen aber Starla konnte es jetzt nicht mehr ertragen und wollte gerade aufstehen und zu Zac rüber gehen als schnelle Schritte und Stimmengewirr vom Flur in den Wartebereich drangen. Die Schritte kamen schnell näher und auch die Stimmen wurden immer lauter und deutlicher. Alle drehten sich Richtung Flur und kurze Zeit später standen mehrere Personen vor ihnen.
Ashley, Scott, Brittany, Ryan und auch Corbin schauten sich besorgt, irritiert und aus irgendeinen Grund auch etwas aufgebracht um.
“Wir haben in den Nachrichten erfahren das Nessa gefunden und hierher gebracht wurde” gab Ashley als Erklärung über ihr plötzliches Erscheinen bekannt.
Zac der ihres Stimmen schon im Gang erkannte hatte schaute mit roten aufgequollenen Augen auf. Ashley sah ihn als erstes und eilte an allen vorbei in Zacs Richtung. Ash ging vor ihm in die Hocke und ohne ein Wort zu sagen zog sie ihn in eine feste Umarmung. Zac umarmte auch sie und seine Tränen starteten von vorne. Eine Zeitlang verharten sie so, bis sich Ashley von Zac löste und sich auf den Stuhl neben ihn setzte. Alle anderen kamen jetzt auch näher und Brittany fragte nervös:
“Wie geht es Vanessa und dem Kleinen?” Man konnte sehen das Zac kurz davor war wieder zusammenzubrechen. Mit tiefen und langen Atemzügen schaffte er es allerdings sich zulangen.
“Nessa ist seit fast 2 Stunden im OP. Wir haben seitdem nicht gehört. Brandon hat es nicht geschafft. Dieser Bastard hat ihn Nessa bei vollem Bewusstsein aus dem Bauch geschnitten. Er hatte nicht die geringste Chance.” Wieder vergrub er sein Gesicht in seine Hände und diesmal konnte man sogar sein Schluchzen hören. Auch Brittany und Ashley waren jetzt am weinen und wurden von ihren Freunden getröstet.
Stella war schon eine zeitlang sehr ruhig und hatte sich von allen distanziert. Sie war mit ihrem Rollstuhl zum großen Panoramafenster gerollt und schaute gedankenverloren hinaus. Dylan kam hinter ihr zum stehen und schaute ebenfalls hinaus.
“Hey alles in Ordnung? An was denkst du? Willst du darüber reden?”
Bei jeder Frage zuckte Stella nur mit ihren Schultern und schaute weiter hinaus.
Dylan schaute sie noch eine Zeitlang an aber sie sagte nichts. Er wollte sich gerade wegdrehen als er im Spiegelbild des Fensters seinen Bruder hinter sich stehen sah. Dylan drehte sich in Zacs Richtung und beide sahen sich kurz in die Augen, dann nickten sie und gaben sich eine kurze brüderliche Umarmung. Dylan ging zu seinen Eltern und Zac richtete seine Aufmerksamkeit auf das Mädchen im Rollstuhl vor sich. Sie sah auf einmal wieder wie das kleine Mädchen aus was er vor so vielen Jahren kennengelernt hatte. Die Belastung der letzten zwei Jahre wahren jetzt mehr als sichtbar.
Zac schaute Stella durch das Fensterspiegelbild an.
Noch bevor Zac etwas sagen konnte kam ihm Stella zuvor.
“Denkst du Brandon ist jetzt bei Mum und Dad?”
Zac schluckte hart, und schloss für ein kurzen Augenblick seine Augen. Als er sie wieder öffnete traf sich sein Blick mit dem von Stella an der Scheibe.
“Ja, ja ich denke das er genau dort ist. Zu wissen das er dort wo er jetzt ist nicht alleine ist, das Brandon dort jemanden hat der ihn lieb und sich um ihn kümmert macht die ganze Sache etwas leichter.”
“Ich habe Angst Zac. Angst vor dem was das alles mit Nessa macht. Ich habe zwar nicht das Video gesehen aber Dylan und ich konnten alles hören. Ich weiß das er sie….das er……das er sie ver….vergewaltig hat und dann das mit Brandon. Wie Zac……sag mir wie……wie soll sie das verkraften?!?”
“Ich weiß es nicht Stella. Ich weiß es nicht. Wir werden für sie da sein. Sie wird uns alle brauchen. Zusammen schaffen wir das. Wir müssen jetzt alle zusammenhalten, dann kriegen wir Vanessa da durch.”
Stella nickte zustimmend.
“Ja! Nessa ist nicht allein. Sie hat ihre Familie und sie hat ihre Freunde.”
Zac drückte Stella einen Kuss auf den Kopf.
Es verging fast noch eine weitere Stunde, in der sich noch weitere Freunde und Bekannte im Warteraum einfanden, bis ein Arzt den Warteraum betrat. Er war anfangs irritiert und auch etwas erschrocken über die große Anzahl an wartenden Leuten, fing sich aber dann recht schnell wieder und ging zu Zac herüber. Dieser unterhielt sich gerade mit seinem und Vanessas Manager über die doch schon große Menge an Tatsachen die inzwischen zur Presse durchgesickert war.
Zac bemerkte das auf einem Schlag alles ruhig war und schaute auf um den Grund dafür herauszufinden. Als er den Arzt zu sich kommen sah, sprang Zac auf und lief ihm entgegen.
“Wie geht es Vanessa? Wie ist die OP verlaufen?”
“Es wäre vielleicht besser wenn wir uns in meinem Büro unterhalten würden” sagte der Arzt und schaute sich im Warteraum um. Zac folgte seinen Blick.
“Nicht nötig, das ist sind alle Familie und Freunde. Sie würden es sowieso erfahren. Also können sie es auch gleich hier sagen.”
“Wie sie meinen Mr. Efron. Also als erstes kann ich sie beruhigen. Die OP ist gut verlaufen. Das es so lange gedauert hat liegt an der Tatsache das wir während der OP eine kleine Überraschung oder besser gesagt ein kleines Wunder entdeckt haben. Ich werde ihnen das gleich genauer erklären. Was ich sie fragen muss, wissen sie ob sich die Person, die diesen Schnitt ausgeführt hat, mit Medizin auskennt?”
“Nein soviel ich weiß nicht. Aber ich weiß sehr wenig über ihn. Wieso?”
“Na sagen wir es mal so. Der Schnitt war präzise gesetzt. Nicht zu tief oder zu hoch, nicht zu weit rechts oder links. Genau nach Lehrbuch. Derjenige muss gewusst haben was er dort macht, sonst hätte er einen viel größer Schaden angerichtet. Ich kann mit Bestimmtheit sagen das es ein gekonnter Kaiserschnitt war, wie man ihn in Kliniken ausführt. Auch war die Nachversorgung professionell. Der Schnitt sowie das anschließende zunähen waren sehr gekonnt. Unter anderem war das auch einer mit der Gründe warum wir während der OP diese Wunder entdecken und erleben konnten.
“Wovon reden sie, was für ein Wunder?”
“Mr. Efron tun sie mir einen Gefallen und behalten sie ihren Sohn als kleinen Held in Erinnerung. Nur durch ihn hat seine kleine Schwester noch eine Chance.”
Alle sahen nicht so recht verstehend den Arzt an.
“Sie müssen da etwas durcheinander gebracht haben. Brandon war….Brandon ist unser erstes Kind. Er hat keine Schwester. Und erst recht keine kleinere, wie soll das denn gehen?”
“AH jetzt können sie sich auch unsere Verwunderung und Überraschung vorstellen als wir uns bei der OP alles angesehen haben und feststellen mussten, das sich in der Gebärmutter fast schon sich in der Ecke verkrochen noch ein weiterer Fötus befindet. Wir haben noch während der OP einen Ultraschall gemacht und festgestellt das dieser Fötus lebt und er weiblich ist. Wie es ausschaut war Miss Hudgens mit Zwillingen schwanger. Das der zweite Fötus bis dato nicht erkannt wurde ist nicht außergewöhnlich, meist liegt einfach der dominantere Fötus vor dem anderen. Anscheinend hat Brandon seiner kleinen Schwester das Leben dadurch gerettet, das er vor ihr lag sie komplett bedeckte und somit alles an Schläge, Tritte usw. abgefangen hat, Ausserdem war die kleine wohl während den ganzen Misshandlungen weiter nach oben gewandert, während Brandon unten blieb. Und da ja niemand wusste das es Zwillinge waren hat der Täter auch nicht nach einen zweiten Fötus gesucht, sondern sah seine Tat mit der Geburt von Brandon als erledigt an. Also wie sie sehen hat ihr Sohn ihrer Tochter das Leben gerettet.”
Zac musste sich erst einmal auf den nächste besten Stuhl setzen. Hatte er da gerade richtig gehört, das musste er sich alles eingebildet haben. Doch der Gesichtsausdruck des Arztes sagte ihm das es genau so war wie er es verstanden hatte. Ganz langsam kroch ein Lächeln auf seine Lippen. Erst sehr unsicher aber entwickelte sich zunehmend zu einem sehr glücklichen.
“Was geschieht jetzt?”
“Ich werde ehrlich zu ihnen sein. Es kann sehr gut sein, das auch diese kleine Maus es nicht schaffen wird. Es ist schon ein riesen Wunder das sie es bis hierher geschafft hat. Wir dürfen nicht vergessen, das die Gebärmutter geöffnet war. Wir haben bei der OP festgestellt das leichte Kontraktionen vorhanden sind. Das heißt die Gebärmutter reagiert auf das alles mit leichten Wehen, die wir mit Medikamenten hoffen stoppen zu können. Eine Frühgeburt würde in diesem Moment für die Kleine den sicheren Tod bedeuten. Für Miss Hudgens heißt es jetzt und in den nächsten Wochen/Monaten absolute Bettruhe. Wenn irgendwie möglich für den Rest der Schwangerschaft. Je länger wir es schaffen das Baby im Bauch halten zu können, um so bessere Chancen hat es. Haben sie noch Fragen bevor ich zurück gehe?”
“Ja wann kann ich Vanessa sehen?”
“Geben sie uns eine halbe Stunde. Dann habe wir sie in einem Zimmer auf der gynäkologischen Abteilung verlegt und an alles Notwendige angeschlossen. Ich werde ihnen wenn alles soweit fertig ist eine Schwester vorbei schicken.”
“Danke”
“Keine Ursache Mr. Efron. Das ist mein Beruf, dafür bin ich da.”
Der Arzt reichte Zac zum Abschied noch einmal die Hand und verließ dann den Wartebereich.
Zurück blieben jede Menge verwirrte, überraschte, ungläubige aber doch glückliche Menschen.
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Part 11
Ungläubig schüttelte Zac immer wieder seinen Kopf. Das Gemurmel um ihn herum bekam er gar nicht mit, krampfhaft versuchte er zu verstehen was ihm der Arzt gerade berichtet hatte. Seine Gefühle fuhren gerade Achterbahn.
Auf der einen Seite war eine immense Trauer um Brandon, auf der anderen war Hoffnung und ein langsam ansteigendes Glückgefühl für seine bis dato ungewussten Tochter. Doch in der Mitte saß ein riesiger Klumpen unbändiger Hass, gepaart mit Wut, Verachtung und Ekel Stefanio gegenüber. Und über alle dem schwebte die unermessliche Sorge um Vanessa. Wie würde sie das alles aufnehmen, wie würde sie die Erlebnisse der letzten Tage verkraften und verarbeiten können?
Er hoffte das gleich eine Schwester kommen und ihn zu Vanessa bringen würde. Er musste sie jetzt sehen, musste ihr von ihrem persönlichen kleinen Wunder erzählen. Vielleicht wäre das für Vanessa ein kleiner Lichtblick, ein kleiner Hoffnungsschimmer. Etwas was ihr, und wenn nur ein ganz kleines bisschen wäre, helfen würde das alles zu verarbeiten. Gleich morgen würde er sich kundig machen, welche Psychologin am besten auf diesem Gebiet ist. Und wenn er sie extra aus NY oder so einfliegen lassen würde. Vanessa würde die Beste bekommen koste es was es wolle. Und es musste eine Frau sein. Nachdem ganzen Trauma wollte er Vanessa keinen Mann vorsetzen dem sie alles erzählen sollte.
Er hoffte nur das zumindest die Kleine es schaffen würde, das nicht auch sie ihnen genommen werden würde. Vielleicht war die Kleine sogar der Schlüssel für ihr weiteres gemeinsames Glück und gemeinsames Leben.
Zac war so in seinen Gedanken das er es nicht mitbekam das seine Mutter inzwischen neben ihn stand. Erst als sie seine Hand nahm und sie leicht drückte tauchte er erschrocken wieder auf.
“Tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.”
“Schon gut Mum. War nur sehr tief im Gedanken.”
“Das hat man gesehen. Willst u darüber reden?”
“Nein im Moment nicht. Ich muss das erst einmal für mich klar bekommen. Aber trotzdem Danke. Das einzige was ich jetzt möchte, ist Vanessa sehen. Bei ihr sein, sie in den Arm nehmen und nie wieder los lassen. Dabei weiß ich noch nicht mal ob sie es überhaupt zulassen würde das ich sie umarme. Ich mein du hast selbst gesehen was dieses Schwein mit ihr gemacht hat. Es wäre nur zu verständlich wenn sie nicht will das jemand männliches sie berührt.”
“Vielleicht nicht sofort, aber ich bin mir sicher das du der erste sein wirst. Lass ihr etwas Zeit, lass sie den Zeitpunkt bestimmen.”
“Das habe ich vor. Sie alleine hat das sagen in dieser Angelegenheit. Ich werde mich komplett nach Vanessa richten.”
“Das ist genau das richtige…….”
Starla wurde unterbrochen als eine Schwester den Wartebereich betrat. Zac schaute kurz seine Mutter an und ging dann zur Schwester, die gerade etwas hilflos auf Grund der vielen Personen vor ihr war.
“Kommen sie um mich zu Vanessa zu bringen?”
“Das kommt ganz darauf an wer sie sind.”
“Zac Efron, Miss Hudgens Verlobter.”
“Ah ja dann sind sie genau der den ich suche. Wenn sie mir folgen würden dann zeige ich ihnen wo das Zimmer von Miss Hudgens ist.”
“Na dann mal los.”
Beide wollten gerade los als Zac noch mal gerufen wurde.
Zac drehte sich um und sah wie Marc auf ihn zuging.
“Ich habe gerade mit Brian telefoniert. Er stellt gerade ein Team zusammen was ab spätestens einer Stunde für euch zuständig ist. Es wird immer eine Person vor Vanessas Zimmertür Wache halten und ihr alle werdet von einer Person begleitet. Stefanio ist immer noch irgendwo da draußen und kann seinen nächsten Schachzug planen. Wir wollen kein Risiko eingehen.”
“Danke Marc. Ich werde dem Personal hier bescheid geben und euch wissen lassen welche Zimmernummer Vanessa hat.”
Marc nickte einmal und ließ Zac dann gehen.
Zac folgte der Schwester in die 5te Etage. Sie gingen an der gynäkologischen Station vorbei .
“Ich dachte Vanessa liegt auf der Gynäkologischen?” Zac wurde leicht skeptisch.
“Da liegt Miss Hudgens auch. Allerdings im Privatpatienten Bereich.” Wie aufs Stichwort blieben sie vor einer für ein Krankenhaus recht edelen Glastür stehen.
“Das ist der Bereich wo z.B. alle Promimutter liegen wenn sie schwanger sind oder entbunden haben. So können wir sicher gehen das sie nicht von neugierigen Fans, Presse oder Paparazzis belästigt werden. Hier hat Miss Hudgens die nötig Ruhe die sie für die nächste Zeit dringend brauchen wird.”
Zac nickte nur und folgte der Schwester dann weiter durch die Glastür auf die Station. Sofort erkannte man einen riesigen Unterschied zu einer normalen Station. Es war nichts in einem sterilen Weiß gehalten. Alles war in Erdtönen und wirkte sehr beruhigend, warm fast schon heimisch. Die Wände waren in einem beige Ton, der Boden in braunen Schieferfliesen, es gab keine grellen Deckenbeleuchtungen sondern viele Wandlampen die dem allen mehr Wärme und Gemütlichkeit verliehen. Hier gab es auch nicht diese harten unbequemen Besucherstühle und Bänke, sonder braune Loungesessel. Wenn Zac nicht wüsste das es sich hier um eine Krankenstation handelte, hätte er auf ein mind. 4 Sterne Hotel getippt. An der zweitletzten Tür blieben sie stehen und die Schwester öffnete sie leise. Sie ging vorweg hinein und Zac folgte ihr. Der Stil des Flures wurde hier fortgeführt.
Doch für das Zimmer und seine Einrichtung hatte Zac im Moment keinen Blick. Dieser war fest auf die Person im Bett vor ihm gerichtet. War sie immer schon so klein und zerbrechlich, oder kam es ihm nur so vor? Mehrere Infusionen hingen an einem Ständer, ein EKG Monitor zeichnete Vanessas Herzschlag auf. Etwas vom Bett entfernt stand ein, so wie Zac es erkennen konnte, Ultraschallgerät. An ihrer Bettseite stand ein merkwürdiges Gestell auf dem sich 2 Geräte befanden. Von dem einen ging ein Infusionsschlauch direkt zu einer Kanüle in Vanessas Arm. Von dem anderen Gerät kamen zwei Kabel und verschwanden unter der Bettdecke. Das Gerät selber hatte irgendwie Ähnlichkeit mit einem Erdbebenschreiber. Es hatte zwei Schreibnadeln. Die eine zeichnete im oberen Battbereich etwas auf, die andere im unteren. Außerdem war ein schnelles Pochen zu hören. Die Schwester muss gesehen haben wie Zac die Geräte argwöhnisch angesehen hatte. Denn sie fing sofort mit der Erklärung an.
“Das Obere ist eine Infusionspumpe mit einem wehenhemmenden Mittel. Wir versuchen so die Wehen in den Griff zu bekommen um noch etwas Zeit zu gewinnen. Deswegen auch der EKG Monitor. Viele Patientinnen reagieren mit starken Herzrasen auf diese Wehenmittel. Das untere Gerät ist ein CTG, ein Kardiotokograf. Mit dem zeichnen wir die Wehen und die Herzfrequenz des Kindes auf. Einmal wird es auf Papier festgehalten aber es wird auch noch mal auf einen Monitor im Schwesternzimmer übertragen. Der fängt auch direkt an zu piepen wenn etwas nicht stimmen sollte. So haben wir alles im Blick und könne sofort eingreifen wenn etwas nicht stimmen sollte. Aber im Moment ist die kleine Maus bei Mama im Bauch ganz artig und die Wehenmittel zeigen auch schon Wirkung.“
„OK danke.“
Langsam ging er zu Vanessa rüber, beugte sich zu ihr runter und gab ihr einen leichten Kuss auf die Lippen. Zac nahm sich einen der Sessel und setzte sich neben sie. Vorsichtig nahm er Vanessas Hand in seine.
Die Schwester kontrollierte gerade die Infusionen als ein Arzt das Zimmer betrat. Leicht lächelnd ging er auf Zac zu.
„Sie müssen Mr. Efron sein, ich wurde schon darüber informiert das sie hier sein würden. Mein Name ist Dr. Grand und ich bin der Chefarzt dieser Station. Miss Hudgens geht es in Umständen entsprechend gut. Allerdings ist sie wie schon wie vor der OP erwartet aufgrund des hohen Blutverlustes in ein Koma gerutscht. Es ist aber kein Grund der Sorge. Es ist nur ein leichtes Koma und wurde von ihrem Körper selbst hervorgerufen. So schützt er sich und das auch das Baby. Der Blutverlust war immens hoch und Miss Hudgens Körper braucht jetzt sehr viel Energie für die Neubildung des Blutes. Ich gehe aber davon aus das wenn alles gut verläuft sie in 3-4 Tagen aufwachen sollte. Was das Kind betrifft, können wir im Moment nur abwarten und hoffen. Die Gebärmutter fängt an sich etwas zu beruhigen und die Wehen werden seltener und leichter. Das ist ein gutes Zeichen. Unser Hauptetappenziel wird die 30. Schwangerschaftswoche sein. Und dann arbeiten wir an jeder weiteren Woche. Aber bis zur Geburt wird Miss Hudgens die Klinik wohl nicht mehr verlassen. Sie hat absolute Bettruhe und darf nur aufstehen wenn sie auf die Toilette muss. Die Wehenhemmer werden wir so lange wie nötig laufen lassen und auch das CTG wird in den nächsten Tage fast den ganzen Tag angeschlossen bleiben. Ich versichere ihnen das wir alles in unsere Macht stehende tun werden um ihr Baby zu retten.“
Die Schwester hatte inzwischen leise das Zimmer verlassen.
„Was hat Vanessa noch für Verletzungen?“
„Also es sind sehr viele Hämatome und Schürfwunden über ihren gesamten Körper verteilt. Dann sind auf Grund der Vergewaltigungen Verletzungen im vaginal Bereich. Die Hauptverletzung war und ist der Bauchschnitt. Aber wie mein Kollege ihnen ja schon berichtet hatte, wurde dieser Schnitt mit großer Kenntnis durchgeführt und auch das anschließende Vernähen war gekonnt. Das ist auch einer der Gründe, ich würde sogar sagen der Grund weshalb Miss Hudgens das überhaupt überlebt hat und somit auch ihre Tochter eine Chance hat.“
„Meine Tochter, es ist noch so unwirklich. Ich kann es noch immer nicht so wirklich glauben.“
„Das kann ich verstehen. Bei der OP staunte man auch nicht schlecht. Ich habe hier eine 3 D Ultraschallbild von der Kleinen, vielleicht hilft ihnen das etwas beim verstehen.“
Zac nahm das Bild entgegen und sah in das Gesicht seiner Tochter.
„Ich werde sie jetzt erst einmal alleine lassen. Lassen sie jetzt erst einmal alles etwas sacken und wir sprechen dann später noch mal.“
Dr. Grand gab Zac zum Abschied noch einmal die Hand und verließ dann das Zimmer.
Zac schaute noch einmal auf das Bild in seiner Hand und richtete dann seine Aufmerksamkeit auf Vanessa.
„Hey mein Engel.“ Zacs Augen füllten sich wieder mit Tränen und ein Klos in seinem Hals verhinderte das Weitersprechen. Vorsichtig schob er seine Hand unter die Decke und legte sie auf Vanessas Bauch. So saß er dann über eine Stunde neben Vanessa, eine Hand hielt ihre Hand und die andere lag auf ihren Bauch. Zac beobachtete abwechselnd das EKG, das CTG und Vanessa. Seine Gedanken kreisten um alles und nichts. Wieder wanderte sein Blick auf das Bild seiner Tochter und er hoffte und betete das sie es schaffen würde, das sie lange genug durchhalten würde.
Als wenn die Kleine spürte das ihr Daddy jetzt einen große Aufmunterung und einen Hoffnungsschimmer gebrauchen könnte, trat sie das erste Mal gegen die Hand die auf dem Bauch ihrer Mama lag.
Als wenn sie ihm sagen wollte: “Daddy ich bin da und alles wird gut.”
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Part 12
Eine Wochen war es inzwischen her und Vanessa war immer noch nicht aufgewacht. Allerdings waren die Ärzte überzeugt das es nicht mehr lange dauern würde. Seit gestern zuckte immer mal Vanessas Hand und auch die Augenlider zuckten in Abständen.
Es sah aus als wenn Vanessa sich noch nicht recht entscheiden könne aufzuwachen oder nicht. Es konnte ihr auch keiner Verdenken das sie am liebsten nicht aufwachen würde, hier draußen war die Realität, die wieder mit voller Wucht auf sie einschlagen würde. Für Vanessa gab es vielleicht auch im Moment einfach keinen richtigen Grund aufzuwachen. Sie wusste schließlich nichts von dem Wunder in ihrem Bauch. Alles was für sie präsent war, war die Tatsache das man ihr das Baby aus dem Bauch geschnitten hatte und das es jetzt tot sei. Dann noch die Angst das Zac ihr die Schuld für Brandons Tod geben würde, schließlich hatte sie Brandon nicht beschützt und Zac hätte einen guten Grund und jedes Recht sich von ihr zu trennen. Nein aus Vanessas Sicht gab es nicht wirklich einen Grund die Augen aufzumachen.
Sie hörte die Menschen um sich rum reden doch richtig verstehen was sie sagten konnte sie nicht. Sie spürte wie man ihre Hand auf ihren Bauch legte und etwas unter ihre Handfläche boxte aber auch das konnte sie nicht richtig registrieren.
Zwei Tage kämpfte sie mit sich, bis sie dann nach fast 1 ½ Wochen endlich die Augen öffnete.
Zac hatte sich gerade einen Kaffee geholt und war auf den Weg zurück zu Vanessa. Er hoffte das sie heute aufwachen würde. Seit einigen Tage sah es so aus als wenn aber dann war es doch wieder nur falsche Hoffnung. Jeden Tag hoffte er aufs neue das sie ihre Augen aufmachen würde. Damit er wieder in ihre wunderschönen braunen Augen sehen konnte. Auf der anderen Seite wünschte er sie könnte einfach weiterschlafen, denn dann bräuchte sie sich nicht zu erinnern, nicht es gedanklich immer und immer wieder erleben. Inzwischen hatte Zac auch Kontakt zu einer Psychologin aufgenommen und sich informiert was in der nächsten Zeit zu erwarten wäre. Wie er sich Vanessa gegenüber verhalten sollte. Sollte er sie auf das geschehene Ansprechen oder lieber warten bis sie von alleine darüber redet. Auch hat Zac sich selbst auch einen Psychologen besorgt. Er brauchte jemanden mit dem er über all dies reden konnte. Die Bilder des Videos wollten nicht aus seinem Kopf, jede Nacht kamen sie wieder und dominierten seinen eh schon sehr wenigen Schlaf. Außerdem war es auch für ihn nicht leicht Brandon zu verlieren. Das alles und das Wissen das es in den nächsten Wochen nicht leichter werden würde, brachte Zac zur Einsicht das auch er professionelle Hilfe braucht wenn er Vanessa helfen wolle.
Brandons Untersuchung war mittlerweile abgeschlossen und seinen kleinen Körper für die Bestattung freigegeben. Zac wollte damit allerdings warten bis Vanessa wach war und sie besprechen konnte wie er beerdigt werden sollte.
Bei seiner Autopsie wurde festgestellt das Brandon wohl schon Tage vor der Geburt gestorben sein musste.
Leise öffnete Zac die Tür zu Vanessas Zimmer und wie jedes Mal ging sein Blick zu ihrem Bett. Zwei braune Augen sahen in seine Richtung und Zac hätte vor schreck beinahe seinen Kaffee fallen lassen.
“Oh Gott Nessa, du bist wach.”
Am liebsten wäre Zac sofort zu ihr hin geeilt, hielt sich allerdings zurück und machte stattdessen langsame Schritte in ihre Richtung. Auf keinem Fall wollte er sie erschrecken oder sie sogar ängstigen. Das war einer der Warnungen der Psychologin, keine ruckartigen und schnellen Bewegungen machen. Langsam und ihr Zeit geben eventuell auszuweichen. Immer auf ihre Reaktionen achten und dem entsprechend handeln. Und genau das war es was Zac gerade machte. Langsam ging er auf sie zu und blieb einige cm von ihr entfernt stehen. Vanessas Augen folgten jedem seiner Schritte und als er vor ihr stehen blieb hielt sie unbewusst kurz die Luft an.
“Wo bin ich?” fragte Vanessa leise. Sie war sich sicher bevor sie ihre Augen aufmachte im Krankenhaus zu liegen aber dann sah sie das Zimmer und es sah nicht nach Krankenhaus aus. Einzig die Geräte um sie herum erinnerten etwas daran.
“Du bist in der Klinik.”
Wieder schaute sie sich verwundert um.
“Das sieht aber nicht nach Krankenzimmer aus.”
“Ja ich weiß, das hier ist der Privatbereich. Alles schon etwas anders ausgestattet wie auf den normalen Stationen. Ich sollte eben eine Schwester Bescheid geben das du wach bist. Dann können die den Arzt verständigen.”
Zac wollte gerade den Rufknopf drücken als Vanessa ihm am Handgelenk festhielt.
“Bitte noch nicht. Kann das nicht noch ein kleines bisschen warten?”
“Es wäre bestimmt besser wenn sie bescheid wüssten, aber eine halbe Stunde wird wohl nicht schaden.” Zac stand immer noch vor dem Bett und war sich nicht sicher ob er näher gehen sollte. Mehr als alles andere wollte er sie jetzt im Arm halten und nie wieder los lassen.
Erst etwas nervös und leicht ängstlich klopfte sie auf die Matratze neben sich. Sie war nicht ängstlich vor Zac sondern vor der Tatsache das er vielleicht gar nicht mehr in ihrer Nähe sein wollte. Vielleicht ekelte er sich ja jetzt vor ihr, die Ärzte hatten ihm bestimmt berichtet was Stefanio mit ihr gemacht hatte. Sie könnte verstehen wenn er sich von ihr angeekelt fühlen würde und dann war da noch die Sache mit Brandon. Er gab ihr bestimmt die Schuld an seinem Tod. Er hätte damit ja auch nicht Unrecht. Sie hatte es nicht geschafft Brandon zu beschützen. Ja sie könnte Zac verstehen wenn er auf Abstand zu ihr gehen würde.
Während sie im andeutete sich zu ihr zu setzen vermied sie jeglichen Augenkontakt.
“Du brauchst nicht wen du nicht will. Ich kann verstehen wen du dich vor mir ekelst und nicht in meiner Nähe sein willst. Schließlich habe ich es nicht geschafft Brandon zu beschützen und dann habe ich mich auch noch von einem anderen Mann berühren und …..”
“Hör auf. Hör bitte auf dir sie Schuld zu geben. Du hast keinerlei Schuld an dem was passiert ist. Ganz im Gegenteil, du bist hier das größte Opfer. Und erst recht ekele ich mich nicht vor dir. Ich möchte nie wieder so etwas von dir hören. Warum ich nicht näher komme, ich war mir nicht sicher ob die meine Nähe ertragen kannst. Dabei ist das was ich gerade am liebsten machen würde ist dich in den Arm zu nehmen und nicht mehr loszulassen.”
Zac sah wie Vanessa anfing nervös auf ihre Unterlippe zu beißen. Er rechnete schon mit einer Ablehnung und war umso mehr erstaunt als Vanessa ihm ihre Arme leicht entgegenhielt, wie ein kleines Kind was geknuddelt werden wollte. Zac schaute noch einmal in Vanessas Augen um sich zu vergewissern das sie es wirklich wollte und nicht nur machte weil er es wollte. Aber ihre Augen spiegelten seinen Wunsch wieder. Langsam ging er zu Vanessa, setzte sich auf die Bettkante und nahm sie in seine Arme. Seine Arme hatten sich gerade beschützend um sie geschlossen als in Vanessa alles brach was sie bis dahin zurückgehalten hatte. Ihr Körper fing an zu beben, ihre Hände schlossen sich zu Fäusten und umklammerten krampfhaft den Stoff seines T-Shirts. Alle Dämme brachen und Vanessa brach weinend in Zacs Armen zusammen.
“Es war so schlimm, ich konnte nichts tun, ich hatte solche Angst und die Schmerzen. Ich habe mir dort gewünscht ich könnte einfach sterben. Als die Limousine einfach ohne dich losfuhr……er fuhr wie ein Wahnsinniger und ich versuchte mich irgendwie festzuhalten. Brandon hat wie verrückt in meinem Bauch getobt. Er muss meine Angst mitbekommen haben aber auch das hin und her Geschaukel. Er hört nicht mehr auf zu treten. Auf einmal hielt der Wagen mit einer Vollbremsung….ich konnte mich nirgendwo festhalten und wurde nach vorne geschleudert. Dabei bin ich mit dem Bauch an die Bar geknallt…..danach hat sich Brandon nicht mehr bewegt, sich nicht gemeldet. Nie mehr. Die Tür ging auf und Steve stand da, wie ich kurz darauf erfahren musste war es die ganze Zeit Stefanio der bei uns fast täglich ein und aus ging. Er fing an mich zu schlagen und zu treten und kurz darauf da…..da……da hat er mich……da hat …..vergew…. Es war so schrecklich, es tat so weh, ich konnte nichts machen außer schreien. Er tat es immer und immer wieder. Ich fing in mich von meinem Körper geistig zu distanzieren, zog mich in meine eigene Gedankenwelt zurück. Zu diesem Zeitpunkt dachte es wäre das schlimmste was einem passieren kann. Aber dann tauchte er mit einem Messer auf und fing….an…..meinen Bauch…… diese Schmerzen. Sie wurden irgendwann zu groß und alles wurde Schwarz. Kurz darauf kam ich wieder zu mir. Stefanio hatte eine Eimer in der Hand und ich war nass. Eiswasser… und dann nahm er …..Messer…..weiter…..noch mehr….Schmerzen. Und auf einmal hatte er Brandon in der Hand. Er schrie nicht….war blau…..Stefanio schmiss ihn zu mir weg wie ein Stück Dreck. Ich nahm ihn…..wollte ihn schützen…..ihn wärmen…..er war so kalt…..Irgend jemand war wieder an dem Schnitt…..ich weiß nicht wer……nähte zu……war mir egal. Ich war so müde…..alles verschwommen…darf nicht bewusstlos werden……muss Brandon beschützen…..muss warten bis in Sicherheit…..muss warten auf Zac……Dann kamst und ich wusste er wäre Sicher bei dir. Du nahmst ihn und ich wusste ich hatte es geschafft. Er war bei seinem Dad und ich konnte endlich dem Wunsch meines Körpers nachgeben. Ich konnte mich in die endlose Schwärze fallen lassen. Warum Zac? Warum Brandon? Warum musste er so sinnlos gehen….?” Vanessas Stimme versagte.
Zac schloss seine Augen, auch er musste weinen. Er hatte zwar viel von dem was Vanessa durchlebt hatte auf Grund des Video mit angesehen aber es jetzt von ihr selber zu hören. Das war einfach zuviel und doch war er glücklich darüber das sie es ihm von sich aus erzählt hatte. Noch etwas stärker drückte er Vanessa an sich. Strich ihr mit zittrigen Händen über den Rücken, versuchte sie irgendwie zu beruhigen.
“Vanessa, ich kann mir nicht mal im entferntesten vorstellen was du durchmachen musstest. Es wird ein langer Weg vor dir liegen mit dem allen klar zu kommen und ich möchte das du weiß das ich dich bei jedem deiner Schritte die du auf diesem Weg machst bei dir sein werde. Es gibt da aber etwas was ich dir sagen möchte und auch muss. Wer weiß vielleicht hilft es dir.” Zac löste sich etwas von Vanessa und schaute ihr in die Augen.
“Brandon ist als kleiner Held gestorben.” Zac nahm Vanessas Hand und legt sie auf ihren Bauch.
“Er hat dafür gesorgt das seine kleine Schwester eine Überlebenschance hat. Er hat das getan was ein großer Bruder macht. Er hat seine kleine Schwester beschützt.” Und wie aufs Stichwort traf ein kleiner sachter Tritt auf Vanessas Handfläche. Geschockt sah Vanessa zu ihrer Hand die mit weiteren kleinen Tritten attackiert wurde. Dann schaute sie hoch und Zac an.
“Schwester? Aber wie….., das ist doch unmögl……”
“Nein nicht unmöglich, nur nicht alltäglich. Unsere Kleine hatte sich die ganze Zeit hinter ihrem Bruder versteckt. Da Brandon vor ihr lag bekam er auch die ganzen Sachen ab. Da ja niemand wusste das nicht nur Brandon im Bauch war, wurde auch nur er herausgeholt und die Kleine wurde übersehen. Erst hier bei der OP hat man sie entdeckt. Die Ärzte versuchen jetzt alles Menschenmöglich um diese Schwangerschaft so lange wie irgendwie möglich aufrecht zu erhalten. Denn durch die ganzen Geschehnisse hat die Gebärmutter leider mit Wehen reagiert. Du bekommst im Moment durchgehend Wehenhemmende Mittel und sie scheinen zu wirken. Die Wehen sind nur noch leicht und richten im Moment keinen Schaden an laut den Ärzten. Sie wollen versuchen euch durch die 30te Schwangerschaftswoche zu bringen und von da ab ist jede Woche weiter um so besser. Das heißt aber auch das du bis zur Geburt nicht hier raus kommst. Du hast absolute Bettruhe denn jede Bewegung kann die Wehen wieder auslösen und bekommst bis auf weiteres diese Wehenhemmenden Mittel.”
Als Zac Vanessas Gesicht merkte er das er sie gerade nur so zugeschüttet hatte mit viel zu vielen Informationen die sie im Moment nicht verarbeiten konnte.
“Vergiss erstmal alles was ich dir jetzt gerade gesagt habe und konzentriere dich nur auf die Kleine. Um alles andere kümmern sich die Ärzte, Schwester, unsere Familie und ich.” Mit seiner freien Hand griff er nach einem Bild auf ihrem Nachtschränkchen und reicht es Vanessa. Ihre Hände waren genau wie der Rest ihres Körpers stark am zittern. Sie nahm das Bild zur Hand und schaute drauf.
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“Ist das?”
“Ja das ist unsere kleine Prinzessin.”
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Part 13
Vanessa hielt sich tapfer und versuchte das Geschehende zu verarbeiten. Alle zwei Tage kam die Psychologin die Zac für Vanessa besorgt hatte bei ihr vorbei und für die nächsten 2 Stunden war Vanessa für niemanden zu sprechen. Auch Zac führte seine Therapiestunden fort.
Vanessa wachte fast jede Nacht schweißgebadet aus einem oder mehreren Albträumen auf. Die einzigen Männer die sie überhaupt berühren und im Arm nehmen durften waren Zac, David und Dylan. Alle anderen riefen in ihr eine riesige Angst hervor. Marc und Brian, die beiden Bodyguards konnte sie gerade noch tolerieren aber auch sie durften ihr nicht zu nahe kommen. Diese ganze psychische Belastung wirkte sich allerdings auch auf Vanessas Wehen aus. Die Wehen wurden wieder stärker und die Ärzte waren sich nicht mehr sicher das sie die angestrebte 30. Schwangerschaftswoche überhaupt erreichen würde. Wenn die Wehen nicht sehr bald in den Griff zu bekommen wären, dann auf keinen Fall.
Zac und Vanessas Managment arbeitet auf Hochtouren und verfasste eine Pressemitteilung, Es war ein gut 8 Seiten Bericht mit Informationen die vorher mit Zac und Vanessa abgesprochen wurden. Abschließend gab es eine Bitte, ein Appell die beiden in Ruhe zu lassen und keine Spekulationen und/oder Gerüchte in die Welt zu setzen. Zac und Vanessa hätten im Moment andere Sorgen und könnten es nicht gebrauchen sich auch noch Gedanken um die Presse zu machen.
Brandon wurde wenige Tage nach Vanessas aufwachen beigesetzt. Es war für Vanessa ein Graus bei dem Gedanken das Brandon irgendwo allein in einem Grab liegen würde. Brandon fand in Grab seiner Großeltern seine letzte Ruhestätte. Die Ärzte rieten Vanessa davon ab aufzustehen um an der Beerdigung teilzunehmen. Man hatte ihr zwar Bettruhe verordnet aber wenn Vanessa es verlangt hätte, hätte man sie mit einem Rollstuhl an der Beerdigung teilnehmen lassen. Alle waren erleichtert als sie sich gegen die Teilnahme entschied. Das war eines der schwersten Entscheidungen die Vanessa jemals getroffen hatte. Sie hatte sich gegen ihr Herz und für ihren Verstand entschieden. Aber sie musste jetzt an die Kleine in ihrem Bauch denken. Für Brandon konnte sie nichts mehr machen, aber sie könnte dafür sorgen das sein Tod nicht ganz umsonst gewesen war indem sie die Kleine gesund und munter auf die Welt bringen würde. Dafür war es allerdings absolut notwendig das sie im Bett liegen bleiben würde.
Zac betrat gerade die Privatstation als Vanessas Psychologin aus Vanessas Zimmer kam und die Tür leise hinter sich schloss. Als sie Zac sah blieb sie stehen und wartete bis er bei ihr war.
“Frau Wolters, sie hätte ich heute nicht hier erwartet. Hatte Vanessa nicht eigentlich erst morgen einen Termin?”
“Normaler Weise schon, aber ich bin morgen nicht in LA und somit haben wir es auf heute verschoben. Der Termin muss heute sehr anstrengend für Vanessa gewesen sein. Sie ist eben mitten in der Sitzung eingeschlafen.”
“Das hat weniger mit der Sitzung zu tun als vielmehr mit den Medikamenten die Vanessa bekommt. Die Wehen sind wieder stärker geworden und die Ärzte mussten die Wehenhemmer höher dosieren. Das verursacht bei Vanessa erst Herzrasen und danach macht es sie sehr müde.”
“Ja das hat sie mir auch gesagt. Also wie gesagt ich bin morgen nicht in LA , wenn was ist einfach anrufen.”
“OK, machen wir. Bis dann”
Zac ging weiter zur Vanessas Zimmertür begrüßte kurz den Bodyguard davor und ging dann ins Zimmer. Wie immer in den letzten Tagen viel Zacs erster Blick auf Vanessa, der zweite auf ihren EKG Monitor und der dritte auf den CTG Schreiber. Sofort erkannte er das die Wehenkurven immer noch viel zu häufig und viel zu stark waren.
Zwei Wochen müsste Vanessa noch durchhalten dann hätte sie zumindest schon mal die von den Ärzten angestrebte 30te Schwangerschaftswoche erreicht. Nur wenn er sich so die Wehenkurven ansah und das obwohl sie eine hohe Dosis Wehenhemmer bekam, machten sich Zweifel breit ob sie es überhaupt soweit schaffen würde.
Das war eine der Sorgen die Zac im Augenblick quälten. Auch war überhaupt nicht wohl bei der Sache das Stefanio wieder einmal spurlos verschwunden zu sein scheint. Wie schaffte dieser Bastard das nur immer.
Ein Rascheln ließ ihn aufsehen. Vanessa wach im Bett und beobachtete ihn.
“Hey ich dachte du schläfst noch etwas”
“Das dämliche Herzrasen hat mich geweckt. An was hast du gerade gedacht”
“Nicht so wichtig. Wie geht es dir sonst, außer dem Herzrasen?”
Zac setzte sich zu ihr aufs Bett und nahm ihre Hand in seine.
“Nicht so pralle. Mein Bauch spannt und schmerzt. Mein Rücken tut auch höllisch weh vom vielen liegen. Außerdem scheinen die Wehen langsam auch in den Rücken rein zu ziehen. “
“Hast du das schon jemanden gesagt?”
“Ne es war noch niemand hier und es ist auch noch nicht lange wo das so im Rücken zieht.”
“Ich werde eben kurz einer der Schwestern bescheid geben. Die sollen eine Arzt vorbeischicken.”
“Nein Zac keinen Arzt, keinen Arzt.”
“Nein Süße, nein- Ich habe mich nur verkehrt ausgedrückt. Die Schwestern wissen ja bescheid. Die schicken eh nur Ärztinnen her.” Zac gab Vanessa noch schnell einen Kuss auf die Stirn und verließ dann das Zimmer um im Schwesternzimmer bescheid zu geben.
“MR Efron. Zu ihnen besser gesagt zu Miss Hudgens wollte ich gerade. Wir habe auf unserem Monitor gesehen das die Wehen sich verändert haben, uns scheinen sie intensiver zu werden.”
“Deswegen bin ich ja hier. Vanessa sagte gerade das es sich anfühlt als wenn die Wehen jetzt auch in den Rücken ziehen würden und ich wollte sie bitten eine Ärztin vorbei zu schicken.”
“Wir haben schon ein Ärztin gerufen. Die müsste jeder Moment da sein. Aber wenn die Wehen anfangen in den Rücken zu ziehen. Das ist nicht gut. Das ist ganz und gar nicht gut. Ich schau mir das schon mal an und dann hoffen wir das die Ärztin schnell da ist.” Die Krankenschwester ging noch einmal zu ihrer Kollegin zurück um sie zu informieren.
“Maria versuch du bitte noch mal Frau Dr, Adams anzufunken. Sie soll sich beeilen. Miss Hudgens hat in den Rücken leitende Wehen. Ich werde jetzt mir Mr. Efron gehen und sehen was ich machen kann.” Schwester Maria hatte den Telefonhörer schon am Ohr und versuchte Dr. Adams zu erreichen. Zusammen mit der Krankenschwester ging Zac wieder zu Vanessa. Diese lag im Bett und man konnte ihr das Unbehagen und die Schmerzen richtig ansehen.
“Ich werde gleich einmal tasten was der Muttermund dazu sagt. Haben sie den Eindruck das während den Wehen etwas nach unten drückt. “
“Seit der letzten etwas aber am schlimmsten ist der Rücken.”
Die Tür ging auf und rein kam nicht die angeforderte Ärztin sondern ein Arzt. Vanessa wich sofort zurück, Panik hatte schlagartig von ihr Besitz ergriffen, ihre Augen waren vor Angst weit aufgerissen. Wehen und Schmerzen vor Angst vergessen rollte sie sich so klein wie möglich zusammen.
Zac war mit einem Satz an ihrer Seite und versucht sie in die Arme zu nehmen. Doch als er sie berührte zuckte sie zusammen und fing an zu wimmern. Die Schwester war inzwischen beim Arzt und versuchte ihn aus dem Zimmer zu drücken.
“Können sie mir mal bitte sagen was sie hier wollen. Bei dieser Patientin gibt es eine strickte Anordnung und die besagt kein Arzt oder Pfleger. Nur weibliches Personal. Und sie sind definitiv nicht weiblich. Raus mit ihnen.”
“Dr. Adams schickt mich sie kann nicht, da ist ein Notfall reingekommen. Die Patientin soll sich mal nicht so anstellen. Ich sehe mir das kurz mal an und dann bin ich auch schon wieder weg.”
Der Arzt schaffte es gerade mal einen Schritt in Vanessas Richtung zu machen als er unsanft von hinten gepackt und am Kragen aus dem Zimmer befördert wurde. Vor der Tür wurde der Griff gelöst und der Arzt drehte sich empört um. Er wollte gerade eine Schimpftriade loslassen aber als er den vor sich stehenden Mann sah verstummt er direkt. Vor im stand Marc die Arme vor der Brust verschränkt, Schultern zu breit wie ein Schrank, fast 2 Köpfe größer wie der Arzt und mit einem Gesichtsausdruck der den Arzt zusammen zucken ließ.
Während Marc sich vor dem Zimmer um den Arzt kümmerte, versuchten Zac und Schwester Sally im Zimmer Vanessa zu beruhigen. Was aber ohne Erfolg blieb. Vanessa hatte sich wie ein Igel zusammengerollt und zitterte am gesamten Körper. Die Schwester schaute auf das CTG und alle Alarmglocken gingen bei ihr an.
“Miss Hudgens bitte sie müssen sich beruhigen, bitte entspannen sie sich” sprach sie beruhigend auf Vanessa ein während sie den Alarmknopf drückte.
“Mr. Efron versuchen sie, sie zu beruhigen. Sie muss sich entspannen. Die Wehen haben durch das ganze gerade derbe an Stärke zugelegt und die Kleine hat damit ihre Probleme. Bei jeder Wehe sacken die Herztöne ab. Zwar noch leicht, aber sie sacken. Wir müssen versuchen Miss Hudgens wieder ruhiger bekommen und sehen wie es dann mit den Wehen und den Herztönen so ist.”
Zac nickte verstehend und versuchte weiter Vanessa zu beruhigen in dem er ruhig mit ihr sprach.
“Nessa Süße bitte, ich bin es Zac. Der Arzt ist weg, Marc hat ihn rausgeschmissen. Bitte du musst dich entspannen. Die Kleine hat gerade ein paar Probleme und du kannst ihr helfen in dem du entspannt. Es ist alles in Ordnung. Ich bin bei dir. Es wird nichts geschehen, ich werde das nicht zulassen.”
Zac musste noch gut 10 Minuten weiter auf Vanessa einreden bevor sie anfing auf ihn zu reagieren und sich ganz langsam entspannte. Die Wehen wurden zwar nicht weniger aber die Herzfrequenz des Baby´s blieb konstant und sackte nicht mehr ab. Als dann endlich die Ärztin kam war Zac auf 180.
“Wie schicken sie einen Arzt zum untersuchen her. Sie wissen ganz genau das kein anderer als eine Frau Vanessa untersuchen darf. Wissen sie was sie da gerade angerichtet haben?”
Irritiert schaute die Ärztin Zac an.
“Ich habe niemanden geschickt. Erst recht keinen Arzt. Ich war auf den Weg hierher als der Aufzug stecken blieb. Es dauerte bis gerade eben das er wieder ging.”
“Was? Sie meinen sie haben niemanden hier her geschickt um Vanessa zu untersuchen?”
“Nein das habe ich nicht.”
“Aber wer war denn dann dieser Arzt der hier war?”
“Das wüsste ich auch gerne.”
Zac ging zur Tür, öffnete sie und schaute sich nach Marc um.
“Marc? Der Arzt von eben, wo ist der?”
“Du meinst diese halbe Person? Der hat sich fast in die Hose gemacht und ist dann so schnell er konnte abgezischt. Wieso?”
“Es sieht so aus als wenn das kein echter Arzt war. Außerdem hat Vanessa sehr heftig auf ihn reagiert. So als wenn er etwas in ihr ausgelöst hat..”
“Du vermutest das er der Partner von Stefanio ist?”
“Ich weiß nicht aber ich habe da echt ein ungutes Gefühl. Die Ärzte hier meinten ja auch das es ein Arzt oder so was gewesen sein muss der sie genäht hatte.”
“Das heißt wir hatten einen dieser Bastard genau vor unserer Nase und wussten es nicht. Ich fass es nicht.”
“Marc wir konnten es nicht wissen. Ich gehe zurück zu Nessa. Ich wollte dir nur kurz bescheid geben. Jetzt wissen wir zumindest nach wem wir suchen müssen.”
“Geh du zurück zu Nessa, ich verständige die Polizei. Die sollen sich die Überwachungsbänder dieser Station ansehen. Vielleicht haben wir Glück und bekommen ein gutes Bild von seinem Gesicht.”
Zac nickte und ging wieder zurück ins Zimmer.
In der Zwischenzeit hatte die Ärztin Vanessa untersucht und die Wehenhemmer noch höher dosiert außerdem spritzte sie Vanessa etwas zur Beruhigung was Vanessa schnell einschlafen ließ. Als Zac wieder ins Zimmer kam sah er das Vanessa schlief.
“Wie sieht es aus?” fragte er die Ärztin.
“Das beste für sie ist jetzt etwas Schlaf. Ich habe ihr etwas zur Beruhigung gegeben und schlief fast direkt darauf ein. Was die Wehen betrifft, die werden immer Stärker und haben auch immer mehr Einfluss auf den Muttermund. Dieser hat sich durch den ganzen Stress gerade und den verstärkten Wehen schon 1 cm geöffnet, Ich habe die Wehenhemmer erhöht und hoffe das wir es irgendwie doch noch schaffe diese Wehen einzudämmen. Wir werden jetzt auch nicht mehr auf die 30te Woche hoffe. Ab jetzt hoffen wir auf jeden weiteren Tag. Jeder weitere Tag den wir schaffen die Kleine im Bauch zu halten ist wie ein Lottogewinn. Ich werde nachher noch mal wieder kommen und dann mache ich einen Ultraschall. Aber erst wenn die Mama wieder wach ist. Sie soll ihr Baby ja auch sich bewegen sehen.”
Die Ärztin verabschiedete sich von Zac und verließ mit Schwester Sally das Zimmer.
Nicht weit von LA entfernt saß Stefanio in dem leicht verwilderten Garten eines kleinen Stadtrandhauses. Ungeduldig wartete er auf seinen Partner. Dieser sollte sich über Vanessa kundig machen.
Missgelaunt da er so lange warten musste, stand Stefanio auf und ging ins Haus. An der Besenkammer blieb er stehen. Und als er ein leises Schluchzen hörte wuchs seine Wut noch mehr. Mit großer Wucht öffnete er die Tür schaute hinein. In einer der hintersten Ecken saß ein kleines Mädchen von vielleicht mal 2 Jahren. Sie saß in der Hocke und hatte ihre Hände vors Gesicht gelegt. Ihre langen braunen lockigen Haare hingen vor ihrem Gesicht und verdeckten es komplett.
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Part 14
“Hör auf zu heulen du olles Gör. Du bist wie deine Mutter die hat auch geheult als ich und dein Daddy sie gestern zu den Engeln schickten. Die konnte einfach nie aufhören zu heulen. Bis sie dann nichts mehr gesagt hat und auch nie wieder etwas sagen wird und wenn du jetzt nicht bald mit dem Geheule aufhörst, dann wirst du ihr sehr schnell folgen.”
Die Kleine sah ängstlich auf. Sie verstand nicht wirklich was dieser gemeine Mann meinte, ihr Daddy sagte ihr das dass ihr Onkel sei, aber was ist ein Onkel? Sie kannte nur einen Daddy und eine Mummy und ihre Mummy war nicht mehr da. Sie war einfach gegangen. Sie hatte sich mit ihren Daddy gestritten und dann war da noch dieser Onkel und dann schrie die Mummy nach Hilfe. Was bedeutet eigentlich Hilfe? Die Kleine wusste es nicht. Zumindest war die Mummy danach nicht mehr da und ihr Daddy sagte nur das sie gegangen wäre. Sie fragte wann die Mummy denn wieder käme und es war ihr Onkel der dann sagte Nie Wieder! Sie kommt nie wieder! Und dann hat er so gemein gelacht, das hatte ihr richtig Angst gemacht. Als sie deshalb anfing zu weinen schrien ihr Daddy und ihr Onkel sie an. Sie solle gefälligst aufhören mit dem Gebrülle, aber sie konnte nicht aufhören. Sie wollte zu ihrer Mummy und sie hatte Angst. Dann plötzlich schnappte sich ihr Daddy sie und sperrte sie hier in dieses Zimmer ein. Hier war es dunkel, sie hatte Hunger und Durst , hier gab es kein Bett und ihre Windel lief inzwischen aus. Sie wollte zu ihrer Mummy. Als die Tür dann endlich aufging waren nicht ihre Mummy oder ihr Daddy da. Sondern dieser komische Onkel der ihr sagte sie solle aufhören mit dem weinen und dann noch was anderes was sie aber nicht verstand. Schnell biss sie sich auf die Lippen damit er ihr weinen nicht hören konnte und hoffte das dieser Mann ganz schnell wieder gehen würde. Seit dem der da war, war ihr Daddy auch kein lieber Daddy mehr sondern machte ihr Angst.
Zac saß bei Vanessa am Bett und beide unterhielten sich leise. Seit dem Vorfall mit dem falschen Arzt war Vanessa noch mehr in sich gekehrt. Zac hatte noch am gleichen Tag Vanessas Psychologin angerufen. Die befand sich aber auf einen Kongress in Tokio und versprach so schnell wie möglich zurück zu fliegen. Das dauerte allerdings alles ein wenig und so war es ihr erst heute möglich mit Vanessa zu sprechen. Erschüttert musste sie feststellen das Vanessa fast wieder auf dem gleichen Stand war wie zu Beginn ihrer Therapie. Aller Fortschritt war weg, es schien als wenn sie wieder bei null anfangen müssten. Auch die paar Männer die bis jetzt nah an sie heran konnten, lösten in ihr Panik aus. Der einzige der sie berühren, küssen oder umarmen durfte war Zac. Marc durfte gar nicht mehr ins Zimmer. David und Dylan durften zwar ins Zimmer mussten aber einen größeren Abstand zu Vanessa halten. Ihre Wehen hatten wieder etwas nachgelassen aber keiner erlaubte es sich aufzuatmen. Man hatte ihr für den Fall der Fälle schon mal ein Mittel gespritzt was die Lungenreife des Kindes ankurbeln sollte. Alle hofften von Tag zu Tag neu das sie noch einen weitern Tag schaffen würde. Jeder Tag mehr im Mamas auch bedeutete mehr und bessere Chancen fürs Baby.
“Ich habe mir Gedanken gemacht” Zac sah sie aufmerksam an. “Wir bräuchten doch noch einen Namen für die Kleine und als ich heute Nacht nicht schlafen konnte sind mir einige tolle eingefallen aber eine Doppelnamen - Konstellation hat es mir besonders angetan. Ich bin mir nur nicht sicher wie du ihn finden wirst. Wenn er dir nicht gefällt dann sag es ehrlich und überlegen zusammen einen anderen.”
“Na dann lass mal hören.”
“Lilly-Marleen Efron.” nervös biss sich Vanessa auf die Unterlippe und schaute Zac an. Zac hatte die Augen geschlossen und lächelte leicht. Vanessa wusste nicht was sie davon halten sollte.
“Zac?”
Dieser öffnete seine Augen und schaute Vanessa an. Seine Augen funkelten schon fast.
“Das ist ein wunderschöner Name. Ich hatte gerade zu diesem Namen einen Bilderflash. Ich habe ein kleines Mädchen mit langen, dunklen, leicht gelockten Haaren und braunen Augen vor mir gesehen. Und ich wusste das Name passt perfekt. Das ist genau der richtig Name für unsere Prinzessin.”
Vanessa strahlte ihn an.
“Du magst ihn wirklich? Er gefällt dir echt? Du sagst das jetzt nicht einfach nur um mir einen Gefallen zu machen?”
Zac musste über Vanessas lächeln, da war sie wieder die alte Vanessa, wie er sie vor dem ganzen kannte. Es war schön sie mal wieder so zu sehen, aber er wusste auch das es nicht von dauer sein würde. In einigen Minuten wäre sie wieder ein Schatten ihrer Selbst. Aber diese paar Minuten wollte Zac es genießen, denn sie gaben ihm auch die Hoffnung und die Gewissheit das die alte Vanessa noch da war und irgendwann wiederkommen würde. Nicht direkt morgen oder in 1-2 Monaten aber sie würde wiederkommen. Das Klopfen an der Tür ließ Vanessa zusammenzucken. Zac drückte aufmunternd ihre Hand und rief dann “Herein!”
Die Tür ging auf und als erstes rollte Stella ins Zimmer, gefolgt von Starla, David und Dylan. Während Stella und Starla zu Vanessa ans Bett gingen, blieben David und Dylan an der Tür stehen. Nachdem die beiden Frauen Vanessa begrüßt hatten, schaute Vanessa zu den beiden Männern an der Tür rüber. Kurz schloss sie ihre Augen, atmete ganz tief durch und sammelte all ihren Mut zusammen. Als sie die Augen wieder öffnete schaute sie direkt zu David rüber und öffnete langsam ihre Arme. David ging langsam auf sie zu und schaute ihr dabei durchgehend ins Gesicht. Beim kleinsten Anzeichen von Angst, Panik oder Unbehagen wäre er sofort stehen geblieben und einige Schritte zurück gegangen. Doch ihr Gesicht zeigte nicht von alle dem. Vor dem Bett blieb er stehen und schaute sie noch mal prüfend und fragend an. Vanessa gab ihn mit einem kurzen Nicken zu verstehen das es in Ordnung war. Langsam lehnte er sich vor und nahm sie noch langsamer und vorsichtig in den Arm. Die Arme waren nur locker um sie geschlossen damit Vanessa sich nicht eingesperrt und gefangen fühlte. Überrascht spürte David wie Vanessa ebenfalls ihre Arme um ihn legte und ihn feste umarmte. Auch David verstärkte daraufhin seine Umarmung etwas. Erst nach guten 5 Minuten ließ Vanessa ihn wieder los. Doch bevor sie sich komplett von einander lösten konnte jeder im Raum ein leises “Ich hab dich lieb Daddy hören.” David strahlte Vanessa an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
“Ich dich auch, Baby Girl. Ich dich auch.”
Dann ging er etwas zur Seite. Alle im Raum lächelten glücklich. Starla und auch Stella mussten sich jeder eine Träne wegwischen welche aber sofort durch eine neue ersetzt wurde, als auch Dylan von Vanessa umarmt wurde.
Nachdem sich alle wieder etwas beruhigt hatten, räusperte sich Zac etwas und bekam so die volle Aufmerksamkeit.
“Wir haben einen Namen für unsere Kleine. Sie wird Lilly-Marleen Efron heißen.”
“OOOHHH ist der süß.” Stella klatschte vor Begeisterung in die Hände. Auch alle anderen waren begeistert und sie verfielen in ein ruhiges Gespräch. Ab und an kam eine der Schwestern vorbei und schaute ob alles in Ordnung war. Erst am Abend machten sich David, Starla, Dylan und Stella wieder auf den Weg zurück zum Haus von Zac und Vanessa. Zac blieb in der Klinik, wie jede Nacht. Er hatte ein eigenes Bett im Zimmer von Vanessa stehen.
So vergingen die nächsten Tage recht ruhig und Vanessa hatte es tatsächlich geschafft woran niemand mehr so wirklich geglaubt hatte. Sie hatte die 30. Schwangerschaftswoche erreicht. Das nächste gesteckte Ziel war jetzt die 32. Woche. Vanessa war fest entschlossen auch diese zu schaffen und hätte es vielleicht auch wenn nicht plötzlich die Polizei in der Tür gestanden hätten.
Es waren eine Polizistin und ein Polizist und mit etwas Unbehagen von Vanessas Seite aus, durfte auch dieser das Zimmer betreten.
“Schönen Guten Tag Miss Hudgens, Mr. Efron. Man hat uns gesagt das wir sie hier finden Mr. Efron. Wir würden ihnen gerne einige Fragen stellen, vielleicht wissen sie ja was.”
“Was denn für Fragen, um was geht es denn bitteschön?”
“Dazu komme ich sofort, wir haben schon ihre Eltern befragt aber die wussten auch nichts darüber. Die Sache ist die. Wir haben vor zwei Tagen eine Frauenleiche gefunden. Sie war übelst zugerichtet und hatte keinen angenehmen Tod. Inzwischen konnten wir ihrer Identität feststellen. Ihr Name ist Jessica Gonzas und lebt hier in LA. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter von 2 Jahren. Da sie nicht als vermisst gemeldet wurde haben wir uns dann mal das familiäre Umfeld etwas genauer angesehen. Und ab da kommen sie irgendwie ins Spiel. Also ihr Mann heißt Philippe Gonzas und ist normal Mediziner mit einer Zusatzausbildung zum Gynäkologen.” Zac und Vanessa schnappten nach Luft.
“Als wir uns dann in seinem Umfeld umsahen stellten wir fest das er einen 1 Jahr jüngeren Halbbruder hat. Sie haben die gleiche Mutter, unschiedliche Väter. Zumindest fingen unsere Computer an Fahndungsmeldungen rauszugeben noch bevor ein bestimmter Name auf dem Bildschirm erschien. Philippe Gonzas Bruder ist niemand anderes als Stefanio Gonzas. Und deswegen sind wir hier. Wissen sie etwas von diesem Bruder?”
Zac war einen kurzen Moment sprachlos und schüttelte den Kopf.
“Nein, ich hatte keine Ahnung.”
“Und sie Miss Hudgens? Habe sie etwas mitbekommen. Hat Stefanio sich vielleicht mal verquatscht oder so? Jede kleinste Kleinigkeit könnte wichtig sein. Wir wissen nämlich nicht wo die kleine Tochter ist aber wir haben die Hoffnung das die Kleine noch leben könnte.”
Alle hatten ihre Aufmerksamkeit auf Vanessa gerichtet doch die lag im Bett und zitterte am gesamten Körper. Sie versuchte sich zu erinnern, versuchte im Gedanken noch mal alles abzurufen. Sie wollte nicht aber sie musste. Hier ging es um das Leben eines vollkommen unschuldigen Kindes. Diese Kleine war genau so unschuldig an allem wie auch Brandon es war. Nein es durfte nicht noch ein Kind ums Leben kommen. Immer und immer wieder ging sie alles durch, ihr zittern wurde immer stärker aber das bemerkte sie nicht, genau so wenig merkte Vanessa wie sie anfing zu hyperventilieren. Zac versuchte ruhig auf sie einzureden, sie zu beruhigen. Aber von alldem bekam Vanessa nichts mit. Immer tiefer grub sie in ihren Gedanken.
Zac drückte schnell den Alarmknopf und redete weiter auf Vanessa ein. Inzwischen gaben auch sämtliche Geräte Alarm von sich. Die Tür wurde aufgerissen und zwei Schwestern sowie eine Ärztin kamen hinein gestürmt. Sie hatten auf den Monitoren im Schwesternzimmer gesehen das etwas nicht stimmte. Schnell wurde Sauerstoff und Medikamente fertig gemacht. Vanessas EKG-Überwachung wurde wieder still aber das CTG schlug an sämtlichen Enden aus. Die Wehen waren so stark wie noch nie und an Lillys Herzschlag konnte man erkennen das sie richtige Probleme damit hatte.
“Rufen sie sofort im OP an, die sollen alles für einen sofortigen Kaiserschnitt vorbereiten . Die Patientin kommt sofort und dann auf der Frühgeborenen die sollen sofort einen Kinderarzt und eine Schwester zum OP schicken.“ rief die Ärztin einer der Schwestern zu. Diese drehte sich sofort um und rannte zum Schwesternzimmer um den OP zu alarmieren. Zac stand etwas abseits um nicht im Weg zu stehen und schaute fassungslos zu wie die zweiter Krankenschwester alle Geräte abstöpselte und transportable wieder anstöpselte. Die Sauerstoffmaske wurde mit einer kleine Flasche verbunden uns die Infusionen ans Bett gehangen. Die Bremsen wurden gelöste und noch bevor Zac etwas sagen konnte waren sie samt Bett schon fast aus dem Zimmer. Schnell folgte er ihnen. Auf dem Weg wurde Zac über das was kommt aufgeklärt.
“Mr. Efron wir werden jetzt einen Kaiserschnitt machen und ihre kleine Maus auf die Welt holen. Die Wehen sind jetzt gerade so stark geworden das sie sich nicht mehr unterdrücken lassen. Außerdem scheint die Kleine großen Stress zu haben. Denn sie hat bei den Wehen mit einem sehr deutlichen Herztonabfall reagiert. Wie ist es denn dazu gekommen? Vor nicht mal einer Stunde war Miss Hudgens noch so ruhig und jetzt plötzlich so?”
“Wie sie vielleicht gerade gesehen haben waren zwei Polizisten da und haben uns Fragen gestellt. Sie haben Vanessa gebeten noch mal genau zu überlegen ob sie etwas ihnen über den zweiten Mann oder dessen Kind sagen kann. Vanessa fing an zu überlegen und ganz plötzlich fing sie an zu hyperventilieren . Ich habe dann den Alarmknopf gedrückt und alle Geräte fingen fast zeitgleich an Alarm zu schlagen.”
Inzwischen waren sie am OP angekommen.
“Sie dürfen nicht mit hinein. Wir werden sie sofort informieren wenn alles geschafft ist und Mr. Efron? Es wird alles gut gehen.”
Ein aufmunterndes Lächeln für den zukünftigen Vater, danach verschwand die Ärztin mit Vanessa hinter der großen Milchglastür.
Zac setzte sich auf einen der Stühle und ließ seinen Kopf hängen.
Das Warten begann……
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Part 15
Zac saß im nervös im Wartebereich. Er nahm sich sein Handy und wählte die Nummer seines Vaters. Der anruf wurde angenommen, Zac wartete noch nicht einmal ab bis sich jemand meldete.
“Nessa ist im OP. Sie holen die Kleine.” War alles was Zac sagte danach legte er wieder auf und fing an nervös hin und her zu laufen. Wäre die Sachen nicht so ernst gewesen hätte Zac fast darüber gelacht. Das war wie in einem Film, da liefen die werdenden Väter auch hin und her. Immer wieder schaute Zac auf die Uhr. Die musste kaputt sein oder rückwärts laufen. Es schien einfach nicht später zu werden. Schnelle, hektische Schritte zogen seine Aufmerksamkeit auf sich. Leicht schnaufend kamen David, Starla, Stella und Dylan um die Ecke. Dylan schob Stella´s Rollstuhl so schnell um die Ecke das man beim zuschauen angst bekam.
“Zac was ist passiert? Wieso auf einmal zu schnell?”
Zac berichtete ihnen was geschehen war.
Zusammen warteten sie auf irgendwelche Nachrichten aus dem OP. Irgendwann, es kam Zac wie eine Ewigkeit vor öffnete sich die Tür und eine Schwester kam heraus. Als sie Zac erkannte kam sie auf ihn zu und reichte ihm die Hand.
“Mr. Efron ich möchten ihnen ganz herzlich zu ihrer kleinen Tochter gratulieren. Es ist soweit alles super verlaufen. Der Kleinen geht es erstaunlich gut und Miss Hudgens wird gerade endversorgt und kommt dann in den Aufwachraum. Ihre Tochter wird jetzt gleich auf die Frühchenstation gebracht und….” Die Tür zum OP öffnete sich ein zweites Mal und ein Transportinkubator wurde von zwei Schwestern und einem Arzt rausgeschoben. Vor Zac blieben sie stehen.
“Sie sind der Vater nehme ich an? “
“Ja das bin ich.“
“ Dann möchte auch ich ihnen erst einmal gratulieren.” Der Arzt nahm das Tuch was über den Inkubator lag weg und Zac konnte das erstmal seine Tochter sehen. Obwohl sie sehr klein und dünn war, war sie für Zac auf Anhieb das hübscheste Baby auf der ganzen Welt. Schon jetzt konnte er erkennen das sie sehr viel Ähnlichkeit mit Vanessa hatte. Die hohen Wangenknochen, die Form der Nase und der Lippen, sowie die vielen dunklen Haare auf ihrem Kopf waren ganz Vanessa. Die Ohren und auch leicht die Gesichtsform waren eher seine zu sein. Er war gespannt was für eine Augenfarbe die Kleine haben würde. Hinter sich konnte er einige aaaahhh´s und oooohhh´s hören und das leise schniefen seiner Mutter. Als der Arzt weiter sprach musste Zac sich förmlich vom Anblick seiner Tochter losreißen.
“Ich sollte mich vielleicht erstmal bei ihnen vorstellen. Ich bin Dr. Jannis und der Chefarzt der Frühgeborenen- und Säuglingsstation. Ich habe ihre Tochter direkt nach der doch recht frühen Geburt untersucht. Ich kann sie in der Hinsicht beruhigen. Der kleinen Lady geht es nach allem was geschehen ist erstaunlich gut. Nichts desto trotz ist sie ein Frühchen und wird dem entsprechend auch behandelt und versorgt werden müssen. Sie atmet alleine, was schon mal sehr gut ist. Bekommt allerdings von uns eine kleine Unterstützung. Einfach aus dem Grund damit es ihr in den nächsten Tage etwas einfacher fällt außerhalb des Bauches klar zu kommen. Dann wird sie in der nächsten Zeit mit Medikamenten und Flüssigkeiten über einen Venenzugang versorgt werden und da es für so kleine doch meist noch zu anstrengend ist alleine zu trinken bekommt sie gleich auf der Station eine kleine Magensonde gelegt über der wir ihr dann solange die Milchnahrung geben können bis sie es schafft ihre Mahlzeiten alleine zu trinken. Wir bringen sie jetzt auf die Frühchenstation und werden sie dort weiter versorgen. Sie dürfen jeder Zeit dort vorbei kommen und nach ihr sehen. Alles weitere werden wir dann auch am besten später auf der Station besprechen.”
Zac nickte und schaute wieder zu seiner Tochter und dann zurück zum Arzt.
“Ich werde später zu ihnen kommen. Möchte nur erst warten bis Vanessa wieder auf ihrem Zimmer ist und ich weiß das mit ihr auch alles OK ist.”
“Machen sie das, ihrer Tochter geht es gut. Bevor ich es vergesse, wie heißt sie denn? Dann können wir ihren Name in der Akte vermerken und können sie auch mit ihrem Namen ansprechen.
“Ach so ja, das wissen sie ja noch gar nicht. Lilly-Marleen Efron. Und wäre es möglich das sie ein Zimmer alleine bekommen würde?”
“Das ist keine Problem. War auch von uns so vorgesehen das sie ein Einzelzimmer bekommt. Wir haben für solch einen Fall extra Zimmer. Sie sind nicht die ersten wohlbekannten Eltern die ein Kind auf unserer Station liegen haben . Außerdem kann ich ihnen auch versichern das nichts von unserem Personal in die Öffentlichkeit getragen wird. Was auf unserer Station, gesagt, getan oder geschehen wird, bleibt auch auf unserer Station.”
“Das ist gut, Danke. Ich werden dann später vorbei kommen.”
“Machen sie sich kein Stress. Lilly-Marleen, übrigens ein schönen Name, ist gut bei uns aufgehoben.”
Zac und Dr. Jannis reichten sie die Hand, Zac konnte noch einen letzten Blick auf seine Tochter werfen bevor die Schwestern den Inkubator weg schoben. Dr. Jannis folgte einige Schritte hinter ihnen. Die Krankenschwester die sie als erstes informiert hatte kam wieder auf Zac zu und hielt im etwas entgegen.
“Hier haben sie das erste Bild von Lilly-Marleen. Das können sie nachher der frischgebackenen Mama zeigen. Dann weiß sie schon mal wie die Kleine aussieht. Außerdem beruhigt es die Mütter nach so einer Entbindung etwas wenn sie ihr Kind zumindest schon mal auf einem Bild sehen. Ich werde mal nachsehen wie weit sie im OP sind und werde ihnen dann gleich Bescheid geben.”
Sie drehte sich um und ging wieder zurück in den OP-Bereich.
Grinsend drehte sich Zac zu seiner Family um.
“Habt ihr sie gesehen? Sie sieht aus wie Vanessa. “
“Das habe ich auch gedacht, als ich sie gerade gesehen habe. Sie hat sehr viel Ähnlichkeit mit Vanessa.” Starla ging zu Zac rüber und nahm ihn in den Arm.
“Herzlichen Glückwunsch Zac. Jetzt bist du Daddy.”
“Daddy..das ist alles noch so unwirklich. Vor ein paar Monaten redeten Nessa und ich noch davon das wir erst in ein paar Jahren über Kinder nachdenken werden. Und jetzt haben wir eine Tochter.” Zac strich sich mit seiner rechten Hand durchs Haar.
“ich hoffe nur das alles gut geht. Mit Stefanio auf freiem Fuss, wird unser Leben erstmal sehr eingeschränkt sein. Frei mit Lilly spazieren gehen wird ohne Bewachung nicht möglich sein. Ich habe die Tage schon mit Marc gesprochen, unsere Sicherheitssystem am, im und ums Haus wird verstärkt werden. Ich will kein Risiko mehr eingehen. Er hat uns ein Kind genommen und ich werde alles was möglich ist tun das er das nicht noch einmal schafft. Lilly bekommt er nicht und auch nicht Vanessa.”
Jeder konnte die Ernsthaftigkeit in Zacs Augen und Gesicht erkennen.
Die OP Türen gingen wieder auf und die Schwester kam zurück.
“Miss Hudgens ist schon am aufwachen und wird gleich zurück auf ihr Zimmer gebracht. Es ist alles gut verlaufen. Die Ärztin wird ihnen nachher alles noch ganz genau erklären.”
Und so war es dann auch. Alles saßen im Krankenzimmer versammelt und unterhielten sich leise. Vanessa hatte ihre Augen geschlossen und erholte sich etwas von der Narkose. Das erste wonach sie fragte als sie aufwachte war Lilly. Zac gab ihr das Foto und Vanessa hatte es seitdem nicht mehr losgelassen. Ein Klopfen unterbrach die Stille und veranlasste Vanessa dazu ihre Augen zu öffnen.
Die Ärztin kam ins Zimmer und lächelte alle freundlich an.
“Ah Miss Hudgens, sie sind ja schon wach. Das ist schön. Ich möchte mir gleich gerne noch mal ihre Wunde ansehen und vielleicht können sie später sogar schon zu ihrer Tochter. Aber noch nicht alleine laufen. Die OP ist vollkommen problemlos verlaufen. Wir habe die alte Narbe noch einmal geöffnet, so haben sie nur eine Narbe später. Über ihre Tochter kann ich ihnen jetzt nicht soviel sagen. Das müssen die Kinderärzte machen, die wissen besser bescheid. Aber was ich ihnen sagen kann das die kleine Maus im Kreissaal kurz geschrien hatte und das immer ein sehr gutes Zeichen ist. Das hören wir leider nicht von all zu vielen Frühchen. Von daher bin ich sehr zuversichtlich das alles gut werden wird.”
Danach schickte die Ärztin alle raus damit sie Vanessa untersuchen konnte. Auf die Bitte von Vanessa hin durfte Zac dabei bleiben.
“Das sieht gut aus und Blut scheint auch keines nachzulaufen. Dann können wir in 1-2 Stunden wohl die Drainage ziehen und wenn sie sich fit genug fühlen, könne sie dann auch ihre Tochter besuchen gehen. Schmerzen sind ganz normal, aber wenn sie doch zu stark werden sollten dann schämen sie sich nicht und verlangen ein Schmerzmittel.”
Vanessas Augen strahlten seitdem sie gehört hatte das sie ihre Tochter sehen dürfte. Es erwärmte Zacs Herz sie so glücklich zu sehen. Es war das erste Mal seit einer ganz langen Zeit das sie so glücklich und herzlich strahlte.
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Part 16
Im späteren Tagesverlauf durfte Vanessa tatsächlich aufstehen und zu ihrer Tochter. Zusammen mit ihrer Familie gingen sie Richtung Frühgeborenenstation. Zac schob den Rollstuhl in dem Vanessa saß und fragte alle paar Minuten ob auch wirklich alles in Ordnung war. Vanessa fand es zwar richtig süß das es sich solche Sorgen machte aber dennoch ging es ihr langsam aber sicher auf die Nerven. Nach dem ca. 30. Mal drehte sie ihren Kopf so das sie Zac sehen konnte.
“Zac es ist wirklich total lieb das dir Sorgen machst, aber kannst du bitte, bitte aufhören im 2 Minutentakt zu fragen ob alles in Ordnung ist. Ich werde es dir sagen wenn irgendetwas nicht stimmen sollte.”
Leicht verlegen lächelte Zac sie an.
“Ich weiß das ich dich nerve. Aber ich will sicher gehen das wirklich alles OK ist. Aber ich werde versuchen mich zurück zu halten, du musst mir aber versprechen sofort Bescheid zu sagen wenn es dir nicht gut geht. Versprochen? Schließlich hatte du erst vor ein paar Stunden einen Kaiserschnitt.”
Vanessa lächelte zurück und nickte.
“Versprochen! Und jetzt lass uns weiter gehen. Ich will meine Tochter sehen.”
“Sehr wohl Madam. Ganz wie Madam es wünschen.”
Vor der Station wartete schon eine Schwester auf die Gruppe. Freundlich begrüßte sie alle.
“Schön sie zu sehen. Ich wurde schon darüber informiert das sie hierher unterwegs sind. Mein Name ist Schwester Sarah und bin heute für Lilly zuständig und würde sie jetzt gerne zu ihr führen. Ich würde vorschlagen das erst einmal nur die Eltern mit mir mitkommen und die Großeltern usw. hole ich dann später dazu?” Alle nickten zustimmend.
“Also gut dann mal los. Wir haben hier einen Aufenthaltsraum, in dem sie gerne warten können bis ich sie hole.” Schwester Sarah zeigte ihnen den Aufenthaltsraum und ging dann mit Zac und Vanessa weiter.
“Lilly-Marleen hat ein Einzelzimmer welches komplett Videoüberwacht wird. Wir wurden über die Lage informiert und seien sie sich sicher, die Kleine wird nie ohne Beaufsichtigung sein.”
“Das ist beruhigend zu wissen” Zac war nun doch etwas beruhigter.
Zusammen mit Vanessa folgte er der Schwester die sie zu ihrer Tochter führte.
“So da ist die kleine Maus.” Schwester Sarah ging zu dem Inkubator, der fast mittig im Raum stand und nahm das Tuch welches darüber lag weg. Zack schob Vanessa näher ran und Schwester Sarah ließ den Inkubator etwas herunter fahren so das Vanessa ohne Problem hineinsehen konnte.
“Oh Gott ist die kleine.”
“Ja klein ist sie noch aber ihr Wille ist schon ein ganz, ganz großer. Ich kann ihnen sagen, ich habe hier schon viele Frühchen aus dieser Schwangerschaftswoche gesehen. Aber so fit wie diese kleine Lady hier war nicht ein einziges.”
Vanessa nahm nicht einmal den Blick von ihrer Tochter.
“Sie ist eben ein richtiges Wunder” sagte sie leise.
“Ja da scheinen sie recht zu haben. Wenn sie möchten dürfen sie, sie auch ruhig streicheln. Das wird der Maus sicher gefallen. Sie müssten dazu nur vorher bitte ihre Hände waschen und desinfizieren. Da vorne ist das Waschbecken und alles andere was sie brauchen.”
Nachdem sich Zac wie auch Vanessa ihre Hände gewaschen und desinfiziert hatten gingen sie zurück zu Schwester Sarah.
“Jetzt können sie einfach die Klappe öffnen und Lilly streicheln. Sie wird spüren das sie es sind. Reden sie ruhig mit ihr. Ich bin sofort wieder da, ich sage nur kurz dem Kinderarzt Bescheid.”
Vanessa hatte schon die kleine Klappe vor sich geöffnet und streichelte leicht über Lillys Wange.
“Hey Süße.” Glücklich lächelnd schaute Vanessa ihre Tochter an, was Zac doppelt glücklich machte. Einmal da es ihrer Tochter trotz des frühen Starts super zu gehen schien und dann sah er Vanessa das erste Mal seit Wochen wieder so glücklich. Sie strahlte richtig und dieses Mal erreichte dieses Strahlen auch ihre Augen. Es schien als wenn dieses kleine Wesen vor ihnen genau das war was Vanessa jetzt brauchte. Vanessas strahlen und der glückliche Ton in ihrer Stimmer während sie mit Lilly sprach zog ihn förmlich in seinen Bann. Nur schwer konnte Zac sich davon losreißen als die Tür aufging und der Kinderarzt rein kam. Vanessa zuckte leicht zusammen und wich ganz leicht zurück. Ließ aber nie Lillys kleinen Finger los und schien durch die Kleine etwas mehr Ruhe und Kraft zu haben, um es mit dem fremden Mann im Zimmer auszuhalten.
“Keine Angst Miss Hudgens ich werde nicht näher kommen. Mein Name ist Dr. Jannis.”
Vanessa hatte die Augen geschlossen und atmete mehrmals tief ein und aus. Als sie ihre Augen wieder öffnete schaute sie kurz Lilly und dann Dr. Jannis an.
“Es ist in Ordnung wenn sie näher kommen. Ich kann mich schließlich nicht immer vor Männern verstecken. Das wird nicht hinhauen. Und warum dann nicht bei ihnen anfangen.”
Zittrig reichte Vanessa ihm die Hand. Dr. Jannis zögerte nur ganz kurz und schüttelte dann ihre Hand. Er spürte wie Vanessas Hand in seiner zitterte und ließ sie schnell aber nicht ruckartig wieder los. Vanessa zog ihre Hand schnell wieder zu sich und schaute zu Zac rüber. In seinem Gesicht konnte sie erkennen das er stolz auf sie war. Sie lächelte Zac kurz zu und sah dann wieder zu Lilly.
“Wie sie sehen geht es ihrer Tochter erstaunlich gut. Sie atmet komplett selbstständig und bekommt von uns nur durch einen kleinen Schlauch etwas Sauerstoff vorgelegt. Das soll es ihr einfach etwas leichter machen und verhindern das sie sich doch überanstrengt. Die meisten Kinder die in diesem Schwangerschaftsstadium auf die Welt kommen haben bei weitem mehr Probleme beim atmen. Aber nicht nur beim atmen ist sie ein Musterkind auch in den anderen Sachen erstaunt sie sehr. Sie schafft es sogar schon ein paar ml aus der Flasche zu trinken. Das ist sehr außergewöhnlich. Wenn die Kleine sich so weiter macht dann wird sie schon sehr bald vom Brutkasten ins Wärmebettchen verlegt werden. Wir würden auch so gerne wie möglich mit den Kuschelstunden anfangen, auch känguruhen genannt. Sie bekommen Lily auf ihre Brust gelegt und haben dann ganz viel Zeit um mit ihr zu kuscheln und schmusen. Das ist für die Kinder eine Riesenhilfe und fördert die Eltern-Kind-Beziehung. Wie sie sehen ist Lilly sehr klein. Sie ist sogar etwas kleiner wie andere Kinder in diesem Alter. Sie hat eine Größe von 34 cm und wiegt 910 gr.. Andere Kinder wiegen ungefähr 1400 gr und sind ca. 41 cm klein. Der Grund das Lilly so klein ist können wir nicht wirklich sagen. Es könnte aber sehr gut sein das es daran liegt das sie ein Zwilling war und ihr Bruder in der ersten Zeit sich mehr für sich genommen hat. Das ist sehr häufig so, das ein Zwilling kleiner ist wie der andere. Aber deshalb brauchen sie sich keine Sorgen machen. Sie wird das alles wieder aufholen. Lilly wird halt in der ersten Zeit kleiner sein wie Altersgenossen. Sie….”
DR. Jannis wurde von Vanessas unterbrochen.
“Zac sieh her. Lilly macht ihre Augen auf und sie hat deine Augen.” Zac sah zu seiner Tochter und wirklich Lilly hatte die strahlensten blauen Augen die er je gesehen hatte. Neugierig schaute sie zu ihren Eltern und auch wenn alle wussten sie konnte nicht wirklich irgendetwas erkennen, schien es doch als würde sie ihr Eltern genau beobachten.
Zac und Vanessa verbrachten noch eine ganze Weile bei Lilly und auch der Rest der Familie durfte dazu kommen.
Als Vanessa sehr spät abends dann wieder in ihrem Bett lag, nahm sie sich das letzte Bild was sie von Brandon hatte und strich leicht darüber so als würde sie ihn streicheln wollen. Zac kam gerade aus dem kleinen Bad und blieb in der Tür stehen als er Vanessa leise sprechen hörte.
“Du scheinst einen sehr guten Job zu machen als Schutzengel für deine Schwester. Nicht nur jetzt auch schon vorher. Nur durch dich hat sie die Chance bekommen zu Leben. Danke mein Großer, ich habe dich lieb. Du wirst immer mein kleiner großer Held sein und wenn ich hier endlich wieder raus darf dann komme ich dich sofort besuchen.”
Sache drückte sie einen Kuss aufs Bild, strich noch einmal darüber und stellte es zurück auf den Nachttisch.
Zac kam auf sie zu und legte sich zu Vanessa aufs Bett. Vorsichtig zog er sie in seine Arme.
“Wie geht es dir?”
“Mein Bauch schmerzt doch schon recht stark. Ich glaub ich werde gleich mal nach einem Schmerzmittel fragen. War doch wohl etwas viel das ganze sitzen. Müde bin ich aber sonst geht es mir recht gut.”
“Ich bin richtig Stolz auf dich. Du bist über deine angst gestanden und hast von dir aus Dr. Jannis die Hand gegeben. Außerdem haben heute deinen Augen das erste Mal wieder richtig vor Glück gestrahlt.”
“Ich hatte soviel Angst am Anfang als Dr. Jannis meine Hand nahm aber dann war ich auch erleichtert das ich es geschafft habe. Es fühlte sich richtig an und ich denke es ist der erste Schritt von ganz, ganz vielen aber alle gehen in die richtige Richtung.”
Vanessa drehte sich etwas in Zacs Umarmung und zog laut die Luft ein.
“Schmerzen?”
Vanessa sagte nichts, nickte nur.
“Ich sag der Schwester bescheid. Dann bekommst du was dagegen.” Zac streckte sich und drückte den Rufknopf. Kurze Zeit später kam eine Krankenschwester ins Zimmer.
“Etwas nicht in Ordnung?”
“Ich hätte wohl gerne etwas gegen Schmerzen.”
“Ah ich habe mich schon gefragt wann sie sich deswegen melden werden. Früher oder später wollen sie alle Schmerzmittel. Ich komme sofort wieder.”
Die Schwester verließ das Zimmer nur um kurz darauf wieder rein zu kommen. Sie gab Vanessa einen kleinen Plastikbecher mit einer Tablett drin.
“So, die Tablette mit etwas Flüssigkeit runterschlucken. Die wirkt recht schnell und wird sie auch etwas schläfrig machen. Aber das ist im Moment ja auch nicht schlecht. Sie sollten sich noch etwas ausruhen. Der Stress kommt noch früh genug.”
Keiner der sich im Raum befindlichen wusste wie wahr diese Aussage in naher Zukunft werden sollte.
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Part 17
Auch in den nächsten Tagen machte Lilly sich super und auch bei Vanessa verlief alles komplikationsfrei. Sowohl physisch als auch psychisch. Es schien fast so als wenn es Lilly war die ihr die Kraft dazu gab. Denn seit dem Tag als Lilly geboren wurde und sie dem Kinderarzt die Hand reichte ging es immer weiter Bergauf. Es durfte sie zwar noch kein Arzt untersuchen und kein fremder Mann zu schnell zu nahe kommen aber alten Bekannten über war ihr Verhalten fast wie früher. Die meiste Zeit des Tages verbrachten Zac und Vanessa bei Lilly und genossen ihre gemeinsame Schmusezeit. Leider musste diese Schmusezeit zeitweise für einige Tage unterbrochen werden, da Lilly wie die meisten anderen Babys auch eine leichte Gelbsucht entwickelte und somit für einige Tage unter Blaulicht liegen musste. Zac machte Witze darüber das sie ein typisches Hollywoodgirl wäre, Solarium so früh wie irgendwie möglich.
Zacs Familie war inzwischen auch wieder abgereist, schließlich musste David arbeiten, Dylan zurück zum Kollege und Stella hatte Schule.
Vanessa durfte die Klinik nach gut 8 Tagen verlassen. Inzwischen hatte auch die Presse mitbekommen das Baby Zanessa auf der Welt war und war wie verrückt hinter dem ersten Babyfoto her. Es viel Vanessa schwer die Klinik zu verlassen. Schließlich hieß das auch ihre Tochter zu verlassen und so hatte sie einen riesigen Klos im Hals und ein schlechtes Gewissen als sie am Tag ihrer Entlassung die Klinik verließ und Lilly hier zurück ließ.
Zuhause erwartete sie ein Meer aus Blumen, erschrocken sah sie Zac an.
“Was geht denn hier ab? Wo kommen denn die ganzen Blumen her?”
“Die meine Süße sind von Freunden, Bekannten und Fans. Außerdem tonnenweise Kuscheltiere, Strampler und vieles mehr. Jedes Mal wenn man vors Tor schaut liegt dort etwas. Ist schon echt verrückt.”
“Aber auch irgendwie niedlich.” Dann wurde sie sehr ruhig und fing an nervös auf ihrer Unterlippe zu kauen.
“Hey was ist los?”
“Ach, jetzt wo ich aus der Klinik bin und wieder laufen darf, da würde ich gerne…” bei den letzten Worten verstummte sie und schaute zur Seite.
Zac nahm ihr Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger und drehte ihr Gesicht zu sich hin.
“Was möchtest du gerne?”
“Zum Friedhof. Ich möchte gerne zu Brandon und meinen Eltern ans Grab.”
“Dann machen wir das. “
15 Minuten später waren sie auf dem Weg zum Friedhof. Vanessa hatte ein kleines Kuscheltier für Brandon und einen Blumenstrauß dabei. Das Kuscheltier hatten sie schon in der Schwangerschaft gekauft gehabt. Das Kuscheltier wollte sie ihm jetzt aufs Grab setzen. Die Spieluhr die für Brandon geplant war und die Vanessa sich oft auf den Bauch gelegt hatte, war bei der Beerdingung mit in seinem Sarg gekommen.
Am großen Friedhofstor blieb Vanessa plötzlich stehen und schaut ängstlich in Richtung der Gräber.
Ac blieb ebenfalls stehen und schaute sie an.
“Ich galub ich kann das nicht. Ich kann da nicht hingehen. Das ist nicht so vorgesehen. Eltern besuchen nicht ihre Kinder auf dem Friedhof. Eltern beerdigen nicht ihre Kinder, Kinder beerdigen ihre Eltern, ja, aber niemals umgekehrt. So geht dieser Lebenskreislauf nicht, das ist verkehrt.” Vanessas Atmung wurde schneller und ein leichtes Zittern setzte ein.
Zac packte Vanessa an den Schultern und sah ihr fest in die Augen.
“Vanessa, Vanessa du musst dich beruhigen hörst du. Ich weiß das es so nicht vorgesehen ist, aber wir können so etwas nicht steuern. Es wird alles gut aber du musst dich bitte beruhigen. Versuche tief und ruhig zu atmen, tief ein und aus, ein und aus, ein und aus. Genau so, super! Siehst du jetzt wird alles schon besser.
Vanessa atmete noch mehrmals tief ein und aus und wurde immer ruhiger. Leicht beschämt schaute sie Zac an.
“Sorry, ich weiß auch nicht was da gerade geschehen ist. Ich hatte auf einmal Panik bekommen.”
“Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Du hattest ja auch recht mit dem was du sagtest. Meinst du, du schaffst es jetzt? Oder möchtest du lieber erst wieder nach Hause und versuchst es an einem anderen Tag zusammen mit deiner Psychologin?”
“Nein, das ist etwas was ich ohne sie machen muss. Genau wie ich für Lilly wieder anfangen musste nicht vor allen Männern reißaus zu nehmen, muss ich dieses hier für Brandon tun.”
Vanessa nahm entschlossen Zacs Hand, drückte sie kurz, atmete noch einmal tief durch und zusammen gingen sie dann zum Grab von Vanessas Eltern in dem auch Brandon beigesetzt wurde. Am Grab musste Vanessa wieder gegen ihre Tränen ankämpfen. Langsam ging Vanessa in die Knie und setzte den kleinen Schmuseelefanten aufs Grab.
“Hey mein Süßer. Ich weiß Mami kommt spät aber es ging nicht früher. Ich musste doch dafür sorgen das Lilly noch ein wenig wachsen konnte bei Mama im Bauch. Aber ab jetzt komme ich ganz oft und sobald Lilly aus der Klinik raus ist werden wir dich zusammen besuchen.” Zac hielt sich etwas zurück während Vanessa erst zu Brandon und dann noch zu ihren Eltern sprach. Erst als sie aufstand und sich nach ihm umsah kam er wieder näher. Vanessa nahm ihn die Blumen ab und stellte sie in einer mit frischen Wasser gefüllten Grabvase. Nach einem letzten Blick aufs Grab gingen Zac und Vanessa Hand in Hand zurück zum Auto.
Eine Woche später war ein weiterer Meilenstein in Lillys Leben. Sie wurde aus dem Brutkasten ins Wärmebettchen verlegt. Das war ein großer Schritt auf den Weg nach Hause auch schaffte sie es inzwischen gut die Hälfte jeder ihrer Mahlzeiten alleine aus der Flasche zu trinken. Für den Rest fehlte ihr einfach noch die Kraft, die wurden ihr dann über die Magensonde zugefüttert.
Vanessa kam eines Abends alleine vom Krankenhaus nach Hause. Zac hatte noch einen Termin mit seinem Manager. Vor dem Tor stand wie des öfteren ein Paket. Während Vanessa den Wagen in die Garage fuhr, holte Marc das Paket. Immer dann wenn Vanessa alleine unterwegs war, war Marc an ihrer Seite. Inzwischen wohnte er schon mit im Haus und hatte dort seine eigenen Räume. An der Haustür wartete Vanessa schon auf ihn und streckte ihm die Hände entgegen. Marc musste lachen. Wenn es um Päckchen, Paket und Geschenke ging war Vanessa wie ein Kind zu Weihnachten.
“Vanessa du weißt das sich es besser finde wenn ich mir das als erstes ansehen.”
“Ach Papalapap. Das ist wie anderen 10000 Paket zuvor. Damit nahm sie ihm das Paket aus der Hand und ging voran ins Haus. Immer noch mit dem Kopf schüttelnd ging Marc ihr hinterher. Er fand Vanessa in der Küche, Messer in der Hand und gerade dabei den Klebestreifen zu durchtrennen. Vanessa legte das Messer zur Seite und öffnete mit einem grinsen das Paket.
Das Grinsen verschwand schlagartig und ein Schrei drang aus ihrer Kehle.
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Part 18
Von ihrem Schrei alarmiert wirbelte Marc rum, ließ dabei die Wasserflasche , welche er in der Hand hielt, fallen und war direkt an Vanessas Seite.
Vanessa schaute starr in den Karton. Marc nahm sie zur Seite und setzte sie auf einen der Hocker der Esstheke. Dann schaute auch er in den Karton und zog kurz und hörbar die Luft an. Im Karton lag eine mit Blut verschmierte Puppe . Wie es aussah hatte die Puppe eine Art Brautkleid an. Mit einer Stecknadel war eine Nachricht an der Puppe befestigt.
Das bist entweder du
oder
dein Bastard an Tochter!!!!
Je nachdem wen ich von euch als erstes in die Hände bekomme!!!!
Gez. Stefanio
Marc der bis gerade eben eher wie ein Freund reagiert hatte, verfiel nun völligst in seine Bodyguardrolle zurück. Nicht das Päckchen aus den Augen lassend stellte er sich neben die völlig apathische Vanessa, schnappte sich sein Handy und rief die Polizei. Nachdem er ihnen alles erklärt hatte, wählte Marc die Nummer von Zac und hoffte das dieser dran gehen würde. Aber kein Glück aus irgend einen Grund war das Handy ausgeschaltet. Was schon sehr merkwürdig war, da Zac sonst nie sein Handy ausschaltete.
Marc versuchte Vanessa anzusprechen, doch diese reagierte auf keinen seiner Versuche. Abermals wählte er die Nummer von Zac aber wieder war nur die Mailbox an. Nach drei weiteren vergebenen Versuchen rief Marc bei Jason an. Schließlich hatte Zac ja mit eben diesen einen Termin. Jason meldete sich recht schnell war dann aber sehr erstaunt, das Zac noch nicht zuhause sei. Denn er war schon vor über einer halben Stunde losgefahren. Marc bedankte sich und legte auf. Sein Instinkt sagte ihm das irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Er musste der Sache nachgehen, aber zuerst musste er sich um Vanessa kümmern. Erst wollte er Zacs Eltern anrufen, aber die waren über 3 Stunden entfernt. Das würde zulange dauern. Marc überlegte kurz, nahm sich dann das Handy von Vanessa und suchte ein bestimmte Nummer von der Person von der er wusste das sie in LA war und sofort alles stehen und liegen lassen würde. Schnell scrollte er durchs Telefonbuch bis er die Nummer fand die er suchte. Dann drückte er auf verbinden und wartete.
“……”
“Brittany? Hier ist Marc der Bodyguard von Vanessa.”
“……..”
“Ja es ist wa….”
“……..”
“Nein das nicht. Hier gab es einen Zwischenfall und ich kann Zac nirgends erreichen Der ist irgendwie verschwunden.”
“Ja verschwunden, ich weiß auch noch nicht mehr. Dem will ich nachgehen aber ich kann Vanessa nicht alleine lassen. Die steht leiht unter Schock.”
“……..”
“Nein nicht wegen Zac. Das weiß sie glaube ich noch nicht. Ich denke nicht das sie das in ihrer Lage mitbekommen hat.”
“…….”
“Pass auf wäre es möglich wenn du sofort herkommen würdest? Dann erkläre ich dir alles genauer.”
“……..”
“Danke, das ist super. Bis gleich dann.”
Marc legte Vanessas Handy zurück, schnappte sich noch mal seins und versuchte noch einmal Zac zu erreichen. Aber genau wie zuvor war wieder einmal nur die Mailbox an.
“Mensch Zac wo bist du?” murmelte Marc vor sich hin. Er wählte die Nummer seines Kollegen.
“Brian? Marc hier. Du musst bitte mal das Handy von Zac orten. Ich kann ihn nicht erreichen. Bei seinem Manager ist er schon vor einer längeren Zeit weg und beim Handy meldet sich nur die Mailbox. Wir haben hier eine Situatio…..” Marc erklärte Brian alles und dieser versprach sich sofort um die Ortung zu kümmern.
Vanessa hatte sich immer noch kein bisschen bewegt. Man hätte sie im Moment auch für eine Wachsfigur bei Madam Tussaud halten können.
Selbst als es klingelte zuckte Vanessa noch nicht mal mit den Wimpern. Marc sah sie noch einmal an und ging dann zur Tür. Erleichtert als er Brittany und Ryan entdeckte.
“Hey ihr beiden, super das ihr sofort kommen konntet.”
“Ist doch selbstverständlich das wir kommen. Wo ist sie?”
“Küche” Brittany drückte sich an ihm vorbei und ging in die Küche.
“Schon was von Zac?” Ryan konnte sich nicht vorstellen wieso Zac sich nicht meldet. Auch er hatte während der Fahrt hierher versucht Zac anzurufen aber genau wie Marc war immer nur die Mailbox angesprungen.
“Neín. Er ist vor gut einer Stunde von seinem Manger weggefahren und seitdem nichts.”
“Das klingt aber nicht nach Zac. Was ist denn eigentlich passiert. V ging es doch recht gut, wieso dann auf einmal so ein Rückfall?”
Ryan und Marc waren ebenfalls Richtung Küche gegangen, in der Brittany vergebens versuchte Vanessa zum reden zu bringen.
Marc zeigte Ryan das Paket. Als dieser ein leises “Scheiße” von sich gab kam auch Brittany näher und schaute hinein. Schnell drehte sie sich wieder um, ging zu Vanessa rüber und nahm sie fest in den Arm.
“Es wird gut Süße, alles wird gut. Er wird dich nicht noch einmal bekommen.”
“Ich habe keine Angst um mich, meine alleinige Angst liegt voll und ganz bei Lilly. Er will sie mir wegnehmen, genau wie er mir Brandon weggenommen hat.”
Vanessa sprach sehr langsam und sehr leise. So als würde jeder gesprochene Buchstabe sehr viel Kraft kosten.
“Vanessa, Lilly ist in der Klinik vollkommen sicher. Da kommt er nicht rein.” Marc sprach mit fester sachlicher Stimme. Vanessa sollte und musste merken das er es ernst meinte.
“Und was ist wenn sie entlassen wird? Was wird dann?”
“Dann sind wir da, ihr wird nichts passieren. Außerdem haben wir nicht vor ihn noch solange auf freiem Fuß zu lassen. Er treibt schon viel zu lange sein Unwesen. Es wird Zeit das wir dem Endgültig ein Ende setzen.”
Vanessa nickte nur. Sie fühlte sich so müde, müde dem allen gegenüber.
“Ich werde mir jetzt die Überwachungsbänder der Torkamera ansehen. Mal sehen wer das Päckchen dort abgelegt hat. Ihr bleibt bei Vanessa?” Mary schaute Brittany und Ryan, der zum wiederholten Male versuchte Zac zu erreichen, an. Beide nickten aber Vanessa machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.
“Ich möchte dabei sein, wenn du dir das Band anschaust. “
“Bist du dir sicher?”
“Ja Marc, ich bin mir vollkommen sicher.”
Marc kannte den Dickkopf von Vanessa und versuchte gar nicht erst ihr das auszureden. Er verband seien Laptop mit dem Kameraprogramm und öffnete das Überwachungsprogramm. Ein paar gewusste Klicks und schon konnten sie die Aufzeichnungen der letzten Stunden sehen. Im Schnelldurchlauf ließ Marc die Dateien ablaufen. Bis ihm auf einmal was verdächtig vorkam und er auf Normalgeschwindigkeit zurück schaltete.
Gebannt sahen alle vier auf den Bildschirm, das konnte doch nicht sein. Es war ein kleines Mädchen von vielleicht gerade mal zwei Jahren die sich mit dem Päckchen abkämpfte und es vor das Tor fallen ließ.
“Das muss die Nichte sein, von der die Polizei erzählt hat. Er lässt seine Drecksarbeit von einem kleinen Kind , das fast noch ein Baby ist, machen. Mary kannst du die kleine näher ran holen?” Vanessa hatte da etwas gesehen, von dem sie hoffte das es nicht wahr war. Marc nickte und holte das Bild mit dem Mädchen näher ran. Vanessa schloss die Augen, genau das hatte sie vermutet. Die Kleine war über und über mit blauen Flecken versehen.
“Marc? Wir müssen dieses Schwein aus dem Verkehr ziehen. So schnell wie möglich. Was ist das für ein Mensch der noch nicht mal vor seiner 2 jährigen Nichte halt macht?”
Eine stumme Träne lief ihr die Wange herunter als sie auf das Bild des kleinen Mädchens vor ihr sah.
Mit einem Mal wurde ihr etwas bewusst. Sie schaute sich kurz um und dann zu Marc. Wo ist eigentlich Zac? Ist der immer noch bei Jason? Und warum seit ihr hier?” Jetzt schaute sie zu Ryan und Brittany.
“Vanessa das ist so. Du standest völlig unter Schock nachdem du das Paket geöffnet hattest. Ich konnte Zac nicht erreichen und weil du nicht auf mich reagiert hast habe ichmir dein Handy geschnappt und Brittany angerufen?”
“Wieso konntest du Zac nicht erreichen? Der hat sein Handy doch immer mit und auch an?”
“Eben nicht. Wir wissen nicht wo Zac ist. Bei Jason war er schon eine Ewigkeit vorher weggefahren und bei seinem Handy springt immer sofort die Mailbox an.”
“Das ist doch total untypisch für ihn.”
“Das habe ich mir auch gesagt und deswegen habe ich Brian gebeten das Handy zu orten.”
“Meinst du ….meinst du das…das Stef…Stefanio dahinter stecken könnte?” Vanessas Stimme wurde leicht zittrig.
“Ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich möchte hier keine Pferde scheu machen aber möglich wäre es schon.”
Vanessa musste sich an der Tischkante festhalten um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Hörte dieser Albtraum denn nie auf?
Was wenn Stefanio Zac wirklich hat?
Was wenn er ihn umbringt?
Was wenn Zac nicht mehr nach Hause kommt?
Was wenn….
Ihre Gedanken wurden durch das klingeln von Marcs Handy unterbrochen.
Auf dem Display erschien der Name Brian, schnell nahm Marc den Anruf entgegen.
“Brian? Was gibt’s? Konntet ihr ihn orten?”
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Part 19
“Brian? Was gibt’s? Konntet ihr ihn orten?”
“………..”
“Wo?”
“…………..”
“Kenn ich. OK ich mach mich auf den Weg, wir sehen uns da.”
Marc beendete das Telefonat und als er sich umdrehte erschrak er leicht. Vanessa stand direkt vor ihm und schaute ihn mit ernster Miene an.
“Wo ist er?”
“Vanessa es wäre besse……”
“Wo ist Zac?”
“Vanessa wirkli….”
“Marc ich frage jetzt das letzte Mal. WO IST ZAC???”
“In einem alten Lagerhaus, gleich am Stadtrand von LA. Keine 15 Minuten von hier.”
“Gut dann werden wir genau da jetzt hin fahren und dieses scheiß Schmierentheater was Stefanio jetzt seit Jahren abzieht beenden.”
Entschlossen drehte sich Vanessa um ging durchs Wohnzimmer zu einem Bild an der Wand und klappte es auf. Dahinter kam ein kleiner in der Wand eingelassener, verschlossener Eisenschrank zum Vorschein. Brittany und Ryan sahen sich an. Was hatte Vanessa vor. Mit schnellen Fingern gab Vanessa eine Zahlenkombination ein und öffnete die Tür. Was sie dann dort herausholte verschlug allen den Atem. In ihrer Hand hielt sie eine Automatik Pistole. Vanessa kontrollierte das da neben liegende Magazin und steckte danach das Magazin in die dafür vorgesehene Öffnung der Pistole. Schnell lud sie einmal durch. Danach schloss Vanessa alles wieder ordentlich und drehte sich anschließend zu den anderen um.
“Marc können wir dann?”
“Vanessa was ist das?” Brittany hatte verdächtig viel Farbe verloren.
“Das ist eine Pistole, was sollte das sonst sein.”
“Du kannst doch nicht einfach mit einer geladenen Knarre durch die Gegend laufen.”
“Ryan, ich kann und ich werde. Und wenn ihr mich jetzt bitte entschuldigen würdet. Ich hätte da so einen Verlobten der etwas Hilfe gebrauchen könnte. Also Marc können wir jetzt?”
Marc schaute Vanessa entgeistert an.
“Vanessa was soll das? Wo kommt die Waffe her? Wieso habt ihr eine im Haus? Und woher weißt du wie man so etwas läd?”
“Kann ich dir das nicht unterwegs erklären? Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wer weiß was Stefanio in der Zwischenzeit alles mit Zac veranstaltet.“
“Vanessa, ich nehme dich nicht mit. Du bleibst hier bei Brittany und Ryan. Lass uns das machen.”
“Nein Marc ich komme mit. Ich sorge dieses Mal selber dafür das er euch und der Polizei nicht wieder entwischt. Ich/Wir haben uns viel zu lange darauf verlassen das ihr ihn schnappt. Und? Was hat es uns gebracht? Eines meiner Babys ist tot, ich habe Nachts immer noch Albträume, schrecke immer noch zusammen wenn mich fremde Männer ansprechen oder ausersehen berühren. Manchmal zucke ich sogar noch bei meinem eigenen Verlobten, wenn er mich berührt. Mein kleines Mädchen liegt in der Klinik und wurde vor noch nicht mal 2 Stunden mit dem Leben bedroht und jetzt hat er meinen Verlobten! Nein Marc ich sitze nicht mehr nur an der Seitenlinie und schaue dabei zu wie er immer und immer wieder entwischt. Ich möchte mein altes Leben wieder haben. Möchte mich ohne Angst und ohne mich 1000 mal umsehen zu müssen wieder auf die Straße trauen. UN davor allem möchte ich meinen Verlobten heile wieder zurück haben. Also könne wir jetzt endlich fahren, damit das heute ein für alle male beendet werden kann?”
Das einzige was Marc machen konnte war nicken. Er kannte Vanessa nun schon seit Jahren, aber so hatte er sie noch nie gesehen und wenn er ehrlich war machte sie ihm schon ein wenig Angst. Er sah kurz zu Brittany und Ryan rüber.
“Einer wird sich bei euch melden wenn das alles vorbei ist. Ich denke ich sollte jetzt wirklich los, sonst fährt Vanessa noch alleine.”
“Brittany nickte nur, immer noch etwas verwirrt von Vanessas Auftritt gerade. Ryan war zumindest noch in der Lage etwas zu sagen.
“Marc pass bitte auf Vanessa auf. Sie scheint gerade zu allem entschlossen und ich möchte nicht das sie was macht was sie später bereuen und nicht verarbeiten kann.”
“Ich werde es versuchen.”
Damit rannte Marc aus dem Haus und zum Auto in dem Vanessa schon saß und auf ihn wartete.
“Wo bleibst du denn?”
Marc saß gerade und hatte noch nicht mal die Tür geschlossen als Vanessa Gas gab und losfuhr. Das Einfahrtstor hatte sie schon vorher elektronisch öffnen lassen und so brauste sie die Einfahrt runter und ohne wirklich zu gucken auf die Straße rauf.
“Vanessa was…..Du weißt doch gar nicht wo es hingeht.”
“Doch das weiß ich. Du sagtest ein altes Lagerhaus am Stadtrand und ich weiß ganz genau welches. Ich musste letztes Jahr dort drehen. Ironie oder?”
Vanessa schoss um die nächste Kurve und Marc musste sich festhalten um nicht im Auto hin und her zu fliegen.
“Würdest du mir bitte jetzt mal erklären wie ihr zu einer Waffe kommt? Und wieso du dich damit so gut auskennst?”
“Als Stefanio damals verschwunden war, meinte Zac das es vielleicht besser wäre wenn wir uns was zu Verteidigung besorgen würden. Also nahmen wir bei Schießuntericht und machten unseren Waffenschein. Seitdem haben wir das gute Stück. Scheint ja jetzt in Gebrauch zu kommen.”
Wieder nahm Vanessa ein Kurve in einer Art das Marc sich sicher war das für einen kurzen Moment nur zwei Reifen die Straße berührten.
Und so war es auch fast schon nicht mehr verwunderlich das aus einer Strecke von gut 15 Minuten eine von nur knapp 8 wurde.
Brian schaute verwundert zu Marc rüber als Vanessa aus dem Auto stieg.
“Marc?”
“Frag lieber nicht, du würdest es eh nicht glauben. Wo sind sie? Dort drüber. Die Sondereinheit macht sich gerade bereit und verteilt sich inzwischen auf dem Gelände. Laut Wärmekamera sind 4 Personen da drinnen. Wobei eine davon sehr klein ist, scheint ein kleines Kind zu sein oder so.”
Vanessa drehte Brian zu sich um.
“Du willst doch jetzt wohl nicht sagen das dieses Schwein seine kleine Nicht dort mit drinnen hat. Das sie sich alles was dort drinnen vor sich geht mit ansehen muss?”
“Es sieht so aus ja.”
Immer noch irritiert wieso Vanessa dabei war, drehte Brian sich wieder zu Marc um. Beide unterhielten sich kurz noch über die geplante Vorgehensweise der Polizei, keiner achtete so wirklich auf Vanessa. Bei dieser waren inzwischen auch alle Notsicherungen durchgebrannt. Es musste hier und jetzt enden, das wusste sie mit Bestimmtheit und wenn sie sich umsah sah es für sie nicht nach einem baldigen Ende aus. Dann halt anders. Schnell schaute sie sich um, als Vanessa sah das keiner ihr Aufmerksamkeit schenkte ging sie mit schnellen Schritten zum Lagerhaus. Marc und Brian bemerkten es erst als sie gerade durch die Tür hinein schlich.
“Fuck! Was hat sie sich dabei gedacht. Das ist doch Wahnsinn!” Marc war außer sich vor Wut, verstummte allerdings als er einen Schuss hörte.
Vanessa schlich sich zur Lagerhalle und schlüpfte leise durch die Tür hinein. Sie konnte von weiter hinten Stimme hören und ging ihnen nach.
Hinter alten Kisten versteckt schaute sie um die Ecke. Vor ihr stand Stefanio und dieser Typ der sich im Krankenhaus als Arzt ausgegeben hatte. Aber halt stopp er war ja wirklich Arzt. Zumindest standen sie nur ein paar Meter von ihr entfernt. Etwas weiter hinten sah sie Zac an einer der Kisten gefesselt. So wie es aussah ging es ihm gut. OK er hatte eine blutige Nase aber ansonst schien er in Ordnung zu sein. Von dem kleinen Mädchen konnte sie nichts sehen. Wo war sie? Vanessas Blick ging wieder zu Stefanio und seinem ach so tollen Halbbruder Philippe. Stefanio und er schienen sich zu streiten als Staefanio mit einem Mal eine Pistole zog und seinen Bruder eiskalt abknallte. Vanessa schrei leise auf, aber das schien Stefanio nicht gehört zu haben weil zeitgleich ein lautes “PAAAAAAAAPPPPPPPPPIIIIIIIIII” zu hören war. Vanessa sah in die Richtung von der, der Schrei kam und da war sie die Kleine. Es war die gleiche die auch das Päckchen vor das Tor gestellt hatte. Nur sah sie dieses Mal noch schlimmer aus wie auf den Bildern. Die blauen flecken stachen richtig auf ihrer weißen Haut hervor und es schienen neue dazu gekommen zu sein.
“Halt dein Maul du Gör, du bist eh die Nächste. Und danach kümmere ich mich um den Wichser von Cousin.”
Zac sah ihn grimmig an.
“Lass die Kleine in Ruhe, sie hat dir doch nichts getan. Sie hat mit der ganzen Sache nichts zutun. Lass sie einfach gehen.”
“Oh, hat da jemand seinen Beschützerinstinkt entdeckt. Ein Pech das du den nicht mehr lange haben wirst. Erst ist jetzt die Kleine dran. Dann kommst du an der Reihe. Keine angst um deine Braut werde ich mich schon kümmern und wen ich erstmal deinen kleinen Bastard aus dem Weg geräumt habe wird dein Püppchen so fertig sein, das ich ohne große Mühe alles mit ihr machen kann.”
“Lass deine dreckigen Finger von Lilly und Vanessa! Sonst…”
“Sonst was? Du kannst mir nicht drohen. Das nächste Mal wenn deine Vanessa dich sehen wird ist im Leichenschauhaus und das schon in den nächsten Stunden. Aber wie gesagt jetzt erst einmal zu diesem ollen Gör.”
Stefanio drehte sich von Zac weg und ging Richtung der kleinen Stacey die zusammengekauert in einer Ecke saß und so stark zitterte das Vanessa es trotz der großen Entfernung sehen konnte. Zac versuchte Stefanio noch sein Füße vors Schienbein zu schlagen was ihm aber missglückte. Stefanio holte aus und schlug Zac ins Gesicht. Dann führte er seien Weg weiter fort. Vanessa wusste das sie jetzt was machen musste denn noch immer war von der Polizei die vor der Halle war nichts zu sehen, obwohl hier drinnen geschossen wurde, wunderte sie sich Aber anscheinend hatte Stefanio nichts von dem Polizeiaufgebot was draußen herrschte mitbekommen. Als er vor der Kleien stand richtete er sein Waffe auf sie und wollte gerade abdrücken als ein stechender Schmerz durch seine Hand haute und er seine Waffe verriss. Der Schuss aus Stefanios Waffe löste sich und traf im direkt in die Brust. Mit einem leisen “Oh” sackte Stefanio zusammen. Erschrocken sah sich Zac um, er traute seinen Augen nicht als er Vanessa entdeckte sie immer noch ihre Waffe in den Händen hielt. Noch bevor Zac etwas sagen konnte kam ein Aufgebot von Polizisten in die Halle gerannt, dicht gefolgt von Marc und Brian. Während Brian zu Zac rüber rannte, blieb Marc bei Vanessa stehen und nahm ihr langsam die Pistole aus der Hand.
“Ich habe nicht geschossen” sagte sie leise zu ihm.
“Ich wollte gerade als etwas sein hand traf und er sich danach selbst erschoss, ich habe nicht abgedrückt.”
“Das wissen wir. Es war einer der Scharfschützen der von einem der oberen Fenster geschossen hat. Es konnte nur keiner damit rechen das er sich selbst erschießt.”
Vanessa sah wie Zac mit Hilfe von Brian aufstand. Sie ließ Marc einfach stehen und rannte zu Zac rüber der schon mit offenen Armen auf sie wartete. Feste nahmen sie sich in den Arm und erst anch 5 Minuten und unzähligen Tränen ließen sie einander los.
“Du musst dich untersuchen lassen” sagte Vanessa als sie Zacs blutige Nase und sein inzwischen blau angelaufene Nase sah.
“Es ist alles in Ordnung. Die Untersuchung kann noch etwas dauern.” Beide sahen sich in die Augen.
“Ist es jetzt wirklich vorbei? Er ist für immer weg?” Vanessa schaute auf den Leichnam von Stefanio der nur wenige Schritte von ihnen entfernt auf dem Boden lag.
“Ja es sieht so aus,” Zac konnte seine Erleichterung darüber nicht aus seiner Stimme verbannen und er wollte es auch gar nicht.
Ein Schrei ließ sie aufschauen. Was sie sahen zerriss ihnen beinahe das Herz. Mehre Polizisten und wie es aussah auch jemand vom Jugendamt versuchten auf das Kleine Mädchen einzuwirken und sie mit Gewalt hoch zu heben. Bei Vanessa setzt der Mutterinstinkt ein . Und mit voller Lunge rief sie einmal durch die Lagerhalle.
“LASS EURE FINGER VON DEM KIND! SEHT IHR DENN NICHT DAS SIE ANGST HAT?”
Alles sah sie verwundert und verwirrt an. Aber Vanessa ließ sich davon nicht beeindrucken und gin g langsam auf die Kleine zu. Als Vanessa nur noch einige Zentimeter von ihr entfernt war, ging sie in die Knie und krabbelt das letzte Stück. Die Kleine schaute verängstigt zu ihr rüber.
“Hey du, alles ist gut. Hier wird dir keiner etwas tun. Dafür werde ich sorgen. Mein Name ist Vanessa aber du kannst mich nennen wie du willst. Magst du mir deinen Namen verraten?” Vanessa flüsterte nur damit sie die Kleine nicht noch mehr verschreckte.
Die Kleine schaute Vanessa immer noch ängstlich an aber langsam wurde sie ruhiger. So wagte es Vanessa sich neben sie zu setzen und vorsichtig die Hand zu nehmen.
“Stacey” flüsterte die Kleine zurück.
“Stacey das ist aber ein wunderschöner Name. Wie alt bist du denn?”
Stacey hob 2 Finger hoch.
“Schon Zwei. Dann bist du ja schon ein richtig großes Mädchen.” Stacey schaute immer noch mit großen Augen zu Vanessa rüber, ihr Gesicht zeigte aber nicht mehr ganz soviel Angst wie noch ein paar Minuten zuvor. Zac stand etwas entfernt und beobachtete alles. Sein Herz ging auf als er Vanessa mit der kleinen Stacey sah. Amrc kam zu ihm rüber.
“Zac alles in Ordnung? Du solltest deine Nase wirklich untersuchen lassen.”
“Ich weiß das werde ich nachher auch machen lassen, aber est will sich sehen wie weit Vanessa bei der Kleinen kommt. Sie hat soviel gesehen und mit gemacht und dabei ist sie erst 2 Jahre. Schau dir mal die ganzen blauen Flecken an, wie kann man einem Kind so etwas nur antun?”
“Ich weiß es nicht Zac, ich weiß es nicht.”
Inzwischen war Stacey auf Vanessas Schoß geklettert und sich an ihre Brust gekuschelt. Langsam vielen der Kleine die Augen zu und kurz darauf war sie eingeschlafen. Die Frau vom Jugendamt wollte gerade wieder anfangen Stacey an sich zu reißen als es Zac zu bunt wurde und er ihr dazwischen ging.
“Sehen sie nicht das sie schläft. Hat die Kleine nicht auch etwas Ruhe verdient nach alledem was sie erleben musste?”
“Jetzt hören sie mir mal zu. Das Mädchen ist ein Vollwaise und so wie die Polizei sagte hat sie auch keine anderweitigen Verwandten. Das heißt sie steht abjetzt unter der Aufsichtspflicht des Jugendamtes und als dessen Vertreter ist es meine Aufgabe sie hier und jetzt mitzunehmen und in eine Pflegefamilie unterzubringen. Wir habe jetzt kurzfristig jemanden gefunden der sie noch zusätzlich mit aufnimmt obwohl sie schon 7 Pflegekinder haben. Danach werde wir sehen ob wir nicht irgendwo anders Platz haben.” Zac sah sie entgeistert an und als er zu Vanessa rüber sah, konnte er sehen wie sie ihren Halt um die Kleine verstärkte und leicht mit dem Kopf schüttelte. Er wusste was sie ihm sagen wollte und er hatte den gleichen Gedanken.
“Sie wollen allen ernstes die Kleine in eine Pflegefamilie stecken wo noch 7 andere Pflegekinder sind und sie danach von A nach B schieben? Sie hat schon viel zu viel erlebt was ihre kleine Welt völlig verstört hat, was denken sie denn was passiert wenn sie jetzt hin und her geschoben wird, wenn sie niemanden hat der sie mal in den Arm nimmt und ihr sagt das sie geliebt wird. Das könne sie nicht machen.”
“Und was denken sie was wir machen sollen? Es gibt außer vielleicht das Heim keine andere Alternative.”
“Doch die gibt es. Wir nehmen Stacey bei uns auf und wenn es sein muss adoptieren wir sie. Sehen sie sich die Kleine an. Sie hält sich an Vanessa fest als würde ihr Leben davon abhängen.”
“Das ist nicht so einfach, das….”
“Doch das ist ganz einfach. Wir nehmen Stacey jetzt mit in die Klinik. Ich muss mich eh untersuchen lassen. Dort werden wir auch sie durchchecken lassen. Danach nehmen wir sie mit zu uns nach Hause und morgen kommen wir in ihrem Büro vorbei und werden alle nötigen Unterlagen vorbei bringen und gleichzeitig alle notwendigen Papiere unterschreiben. Sie sehen so einfach ist das.”
Die frau vom Jugendamt öffnete einige Male ihren Mund schloss ihn dann aber auch gleich wieder. Sie sah selbst ein, das es für die Kleine so besser wäre.
“Also gut, aber sie müssen ich darauf einstellen das wir bei ihnen einen Kontrollbesuch machen werden im zu sehen ob sie überhaupt die Möglichkeiten haben ein Kind aufzunehmen.”
Jetzt mussten sogar einige der nahe stehenden Polizisten lachen.
“Die Möglichkeiten….das ich nicht lache. Sie wissen wohlmöglich gar nicht wer da vor ihnen steht. Von wo kommen sie Madam? Wo waren sie die letzten Jahre. Das da vor ihnen sind Zac Efron und Vanessa Hudgens. Wenn die nicht die Möglichkeiten haben ein Kind aufzunehmen wer denn dann? Außerdem würde die kleine Stacey ein kleine Schwester haben, denn die beiden haben schon ein Kind.”
“Oh ja wenn das so ist, dann kommen sie doch bitte morgen früh gegen 10 Uhr in mein Büro und wir werden alles notwendige dann dort regeln.”
“Wir werden da sein, machen sie sich da mal keine Sorgen.”
Zac bekam noch eine Visitenkarte in die Hand gedrückt bevor die Frau vom Jugendamt aich umdrehte und schnellen Schrittes die Lagerhalle verließ.
Langsam und vorsichtig stand Vanessa mit Hilfe von Marc auf und ging zu Zac rüber.
“Danke” sagte sie leise und gab ihm einen kleine Kuss.
Zusammen gingen sie zu Vanessas Auto. Brian kam ihnen hinterher gerannt.
“Zac die Polizei bräuchte noch deine Aussage, sie meinten aber das es reicht wen du in den nächsten Tagen auf dem Revier vorbei schauen würdest.”
“Danke Brian, sag ihnen ich komme in den nächsten 3 tagen dort vorbei. Wir fahren in die Klinik und danach nach Hause. Wir sehen uns nachher dann dort?”
“Ja machen wir . Marc und ich haben hier noch etwas zu regeln. Aber macht euch jetzt besser aus den Staub. Dahinten kommen die ersten Übertragungswagen der Presse. Die brauchen euch j anciht unbedingt noch filmen.”
“OK. Bis später. Sollten wir noch cniht wieder da sein. Marc hat ja einen Schlüssel. Fühlt euch wie Zuhause.”
Vanessa setzte sich hinten ins Auto und behielt Stacey auf ihren Arm.
“Wie geht es ihr?” fragte Zac während er den Motor startete.
“Sie ist völlig erschöpft. Scheint nicht viel geschlafen zu heben in der letzten Zeit und zu essen scheint sie auch nicht bekommen zu haben. Man kann jeden Knochen und jede Rippe spüren.”
Zac nickte nur und so fuhren sie Richtung Krankenhaus.
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Part 20
Während Zac verarztet wurde, saß Vanessa mit Stacey in einem anderen Behandlungszimmer und sah dabei zu wie ein Kinderarzt Stacey untersuchte. Immer wieder schüttelte der Arzt mit dem Kopf. Vanessa hatte Tränen in den Augen als sie Stacey beobachtete. Die Kleine war über und über mit blauen Flecken versehen. Ihr Körper bestand nur aus Knochen und Haut.
“Ich verstehe nicht wie jemand so etwas einem Kind antun kann. Das muss ein herzloser Mensch gewesen sein” sagte der Kinderarzt als er mit der Untersuchung fertig war.
“Er war ein Monster. Der Teufel höchst persönlich” war Vanessa leise zurück.
“Kann ich sie wieder anziehen? Sie friert.”
“Ja, ja natürlich. Ich bin soweit fertig mit allem. Sie bekommen von mir noch ein Rezept mit Aufbaunahrung und einer Salbe die wird die Schmerzen der Blutergüsse etwas lindern.”
Vorsichtig zog Vanessa Stacey wieder an. Sie hatte vom Krankenhaus eine frische Windel und einen sauberen Jogginganzug bekommen, denn die Sachen die Stacey anhatte waren nur noch was für die Mülltonne.
“Da werden wir wohl gleich noch mit dir einkaufen gehen müssen. Damit du erstmal etwas zum Anziehen bekommst und Windel brauchst du auch.”
Stacey schaute sie nur mit großen Augen an. Vanessa strich ihr durchs völlig verknotete Haar.
“Was haben die nur mit dir gemacht?”
“Miss Hudgens? Hier habe ich das Rezept für Stacey. Die Aufbaunahrung so eine Art Protein Shake 2 x am Tag sollte sie das bekommen und die Salbe dünn auf die Blutergüsse geben. Sie kühlt und lindert die Schmerzen etwas. In einer Woche möchte ich sie gerne noch mal sehen und sollte vorher etwas sein, dann kommen sie bitte schon früher.”
Vanessa nahm das Rezept und bedankte sich bei dem Arzt. Mit Stacey auf dem arm verließ sie das Behandlungszimmer und traf vor der Tür auf Zac der auf sie gewartet hatte.
“Und wie sieht es aus?”
“Sagen wir es mal so, sie bräuchte nicht s anziehen und du würdest trotzdem nichts an Hautfarbe sehen. Das Kind besteht nur aus Haut Knochen und Blutergüssen. Und bei dir?”
“Alles in Ordnung. Nichts gebrochen, nur geprellt. In ein paar Tagen wird man schon nichts mehr davon sehen.” Zac sah wieder zu Stacey und fing an zu lächeln.
“Da scheint jemand müde zu sein.”
Stacey hatte ihren Kopf an Vanessas Schulter abgelegt, ihren Daumen im Mund und schlief.
“Kann man es ihr verdenken? Wir sollten am besten nach Hause fahren. Ich wäre zwar gerne noch kurz zu Lilly gegangen aber ich denke für Stacey ist es besser wenn wir direkt nach Hause fahren.”
“Da scheinst du recht zu haben. Wir lassen Stacey erstmal schlafen, dann fahren wir los und besorgen erstmal die wichtigsten Dinge für sie und später nehmen wir sie einfach mit zu Lilly. Dann kann Stacey ihre kleine Schwester und Lilly ihre große Schwester kennenlernen.”
Vanessa nickte. Zusammen gingen sie zum Auto und fuhren nach Hause.
Als sie Zuhause ankamen wurden sie schon Marc und Brian erwartet.
“Hey ihr zwei..ihr drei. Alles klar bei dir Zac?”
“Nichts was nicht in ein paar Tagen selbst verheilt.”
Vanessa ging stumm an ihnen vorbei und die Treppe hoch zu einem der Gästezimmer. Vorsichtig legte sie Stacey aufs Bett, deckte sie zu und gab ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn.
“Schlaf Kleines, das wird dir gut tun.” Vanessa verließ das Zimmer und ließ die Zimmertür einen Spalt weit offen stehen. So konnte sie hören falls etwas nicht stimmen sollte.
Dann ging sie ins Schlafzimmer, zog ihre Jeans aus und eine gemütliche Jogginghose an.
Als sie die Treppe runter kam konnte sie hören wie sich die drei Männer in der Küche unterhielten. An der Küchentür blieb sie stehen und schaute auf das Paket was vor Zac stand. Daran hatte sie gar nicht mehr gedacht. Ein Schauer lief ihr über den Rücken als sie zu Zac rüber ging ihn, das Paket vor der Nase wegschnappte und es durch die Küchenseitentür im hohen Bogen in den Garten beförderte.
Alles sahen sie an.
“Vanessa was soll….”
“Lass es gut sein Zac. Lass es einfach gut sein. Ich möchte es nicht mehr sehen. Möchte nichts davon im Haus haben. Er ist tot, er kann uns nichts mehr tun. Der Horror hat jetzt endlich ein Ende und ich möchte einfach alles nur noch vergessen. Und das kann ich nicht wenn diese Sachen hier weiter im Haus stehen.”
Vanessa drehte sich um damit niemand ihre Tränen sehen konnte und verließ fast schon fluchtartig die Küche.
Zac schaut kurz zu Marc und Brian rüber.
“Entschuldigt mich mal kurz.”
Beide nickten und Zac verließ ebenfalls die Küche. In der Halle blieb er stehen und lauschte. Leise Geräusche kamen aus der oberen Etage, Zac beschloss als erstes dort nachzusehen. Oben ginge r den Flur entlang und schaute kurz in das Zimmer wessen Tür leicht aufstand. Lächelnd sah eine schlafende Stacey vor sich. Um sie nicht zu wecken ging er schnell weiter außerdem wollte/musste er Vanessa finden. Die fand er dann auch in ihrem Schlafzimmer. Sie saß auf dem Bett und schaute in eins ihrer Fotoalben. Zac setzte sich schweigend neben sie und schaute ebenfalls ins Album. Er erkannte sofort um welches es sich handelte. Es war eins der vielen Alben die quasi ihre gesamte gemeinsame Zeit wiedergab. Vom ersten Treffen bei der Audition zu High School Musical über diverse Fotoshootings und rote Teppich Auftritte bis zu den letzten Paparazzibildern. Von allem war was in den Alben. Zac wollte Vanessa gerade fragen warum sie sich die Bilder ansah als Vanessa leise anfing zu sprechen.
“Ich dachte heute wirklich ich würde dich für immer verlieren. Als Marc sagte das du verschwunden bist und es sehr wahrscheinlich ist das Stefanio dich hat, da dachte ich wirklich das war es jetzt. Ich werde dich nie lebend wieder sehen würde dich jetzt auch noch verlieren. Erst Mum und Dad, dann Brandon und jetzt auch noch dich. Das hätte ich nicht gepackt und dann kam mir Lilly in den Sinn und ich wusste wir mussten dich da irgendwie heile raus holen. Ich bin zum Waffensafe gegangen und habe die Waffe rausgeholt. Ich habe nicht auf Marc oder sonst einen gehört. Ich wollte nur das du da raus kommst. Egal was ich hätte dafür tun müssen und ganz ehrlich? Ich bin mit dem Gedanken dort hingefahren Stefanio selbst zu erschießen. Ich wollte nur noch das, dass alles ein Ende hat. Zac ich wollte ihn wirklich erschießen, ich war dazu entschlossen jemanden zu erschießen. Einen Menschen zu töten, auch wenn er ein Monster war er war doch ein Mensch und ich war bereit dazu ihn wirklich zu töten. Macht mich das nicht auch zu einem Monster?”
Zac nahm Vanessa das Album aus der Hand und drehte sie so zu sich das sie sich ansahen.
“Auf keinen Fall bist du ein Monster und auf keinen Fall bist du so wie er. Du wolltest nur deine Familie beschützen und das eine ganz natürliche Sache.”
“Aber….aber ich wollte ihn wirklich…wirklich…”
“Schschsch. Aber du hast es nicht. Du hast ihn nicht erschossen.”
Vanessa lehnte ihren Kopf an Zacs Schulter und schloss ihre Augen.
“Ist jetzt wirklich alles vorbei. Ist der Albtraum jetzt wirklich vorbei?”
“Ja, es ist vorbei. Jetzt können wir unser Leben so leben wie wir es uns wünschen. Ohne Angst vor diesem Spinner und was er als nächstes vor hat.”
“ Frei ohne Angst, das wäre das erste Mal seit über 2 Jahren.”
“Angst werden wir wohl weiterhin haben. Aber es wird eine andere Angst sein. Wir werden Angst haben das unsere Mädchen sich weh tun oder das sie krank werden.”
“Du hast recht, aber diese Angst wird eine Angst sein die aus Liebe entsteht. Habe ich dir heute eigentlich schon gesagt das ich dich liebe?”
Zac tat so als müsse er stark überlegen.
“Mal überlegen, ja heute morgen. Aber ich höre es gerne noch mal.”
Vanessa legt ihre rechte Hand an Zacs linke Wange sah ihm tief in die Augen bevor sie leise
“Ich liebe dich” sagte. Dann lehnte sie sich vor und gab ihm einen Kuss auf die Lippen. Zac umfasste ihre Hüfte und zog sie näher zu sich ran. Beide vertieften den Kuss und legten all ihre Liebe in diesen Kuss. Ein leises weinen ließ sie den Kuss beenden. Vanessa schaute zur Tür und sah Stacey im Türrahmen stehen.
“Hey Sweety was ist denn?”
Erst stand Stacey nur da und schaute Zac und Vanessa an. Dann kam sie näher und versuchte aufs Bett zu klettern. Lächelnd half Zac ihr hoch. Erstmal auf dem Bett krabbelte Stacey sofort auf Vanessas Schoß.
“Hast du Hunger?”
Stacey nickte mit dem Kopf und nahm wieder ihren Daumen in den Mund.
“Was hälst du dann davon wenn wir alle drei runter gehen und dann bekommst du was zu essen und anschließend fahren wir ein paar Sachen für dich einkaufen. Ein Teddy wäre doch super oder?”
“Staceys augen fingen an zu leuchten und sie krabbelte aus Vanessas Schoß rüber zu Zac.
“Teddy?” fragte sie.
“Ja einen Teddy. Wollen wir nachher einen Teddy für dich kaufen?”
“Teddy:”
“Das soll dann wohl ja bedeuten.”
Zac nahm Stacey auf den Arm und stand auf. Er reichte Vanessa die Hand und zog sie vom Bett hoch. Zu dritt gingen sie die Treppe runter. Unten trafen sie auf Marc, der am Küchentisch saß, einen Kaffee trank und die Zeitung las. Als sie die Küche betraten schaute Marc von seiner Zeitung auf.
“Na ihr drei. Vanessa alles wieder in Ordnung?”
“Ja alles gut und entschuldige meinen Ausraster von eben.”
“Hey du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Es ist verständlich das du so reagiert hast. “
“Wo ist eigentlich Brian” Vanessa schaute sich um konnte ihn aber nirgends entdecken.
“Der hat das Päckchen mitgenommen und bringt es zur Polizei. Stefanio ist zwar tot aber die ganzen Sachen brauchen sie trotzdem für ihr Akten.”
“Ah so OK. Hauptsache es ist hier weg. Und jetzt zu dir kleine Maus.” Vanessa wand sich von Marc zu Stacey die immer noch bei Zac auf dem Arm war.
“Was möchtest du denn essen? Wie wäre es erst einmal mit einer Banane und einer Scheibe Käsebrot und nach dem einkaufen kochen wir Nudeln? Was hälst du davon?”
Stacey schaute Vanessa an als wenn sie mit ihr in japanisch gesprochen hätte.
“Du hast keine Ahnung wovon ich rede oder? Macht nichts wir kriegen das schon hin.” Vanessa nahm Stacey von Zac Arn auf ihren und ging mit der Kleinen zusammen zum Kühlschrank. Als sie die Tür öffnete bekam Stacey tellergroße Augen. Kurz schaute sie Vanessa und dann zu den vielen Sachen im Kühlschrank. Sie streckte ihre kleine Hand danach aus und sagte leise “ham”
“Ja ganz viel zu essen.” Vanessa nahm die Sachen die sie für ein Käsebrot brauchte raus und schloss dann den Kühlschrank wieder. Mit Stacey auf der Kücheanrichte sitzend fing Vanessa an für die Kleine etwas zu essen fertig zu machen.
Während Vanessa sich um das Essen für Stacey kümmerte, richtete sich Zac an Marc.
“Wir wollte gleich ein paar Sachen für Stacey besorgen. Es wäre nett wenn du uns begleiten würdest.”
“Kein Problem, komme gerne mit. Außerdem wäre es in nächster Zeit nicht verkehrt wenn ich euch weiterhin begleiten würde. Es sind doch schon so einige Sachen ans Licht gekommen und die Presse ist regelrecht am durchdrehen. Die werden euch jetzt wohl nicht mehr aus den augen lassen für die nächste Zeit.”
“Na klasse, genau was wir jetzt gebrauchen können.”
“Ach Vanessa” rief Marc rüber.
“JA?”
“Brittany hatte eben angerufen und gefragt wie es euch geht. Ich habe ihr im Groben alles erzählt. Sie und Ryan kommen heute Abend noch vorbei wenn euch das recht ist. Du sollst dich aber noch mal bei ihr melden.”
“OK danke. Werde sie nachher mal anrufen.”
Inzwischen hatte sie auch etwas für Stacey zum Essen fertig und setzte sich mit der Kleinen auf dem Schoß an den Küchentisch.
“Hier Süße.” Vanessa nahm ein stück von dem klein geschnittenem Brot und steckte es Stacey in den Mund. Langsam fing die Kleine an zu kauen.
Nachdem Stacey gegessen und etwas Milch getrunken hatte machten sie sich auf den Weg in den nächsten Baby- und Kinderfachmarkt.
Zwei Stunden später waren sie fürs erste mit allem wichtigen eingedeckt. Stacey hatte schon im Laden etwas von ihren neuen Sachen anbehalten und saß nun mit ihrem neuen Teddy in Arm stolz in einem sicheren Kindersitz auf der Rückbank. Ihre Haare hatte Vanessa unter eine Mütze versteckt da sie immer noch total verknotet und verfilzt waren. Vanessa wollte am Abend erst einmal die Haare waschen und sehen was man noch retten konnte bevor es am nächsten Tag zu Friseur gehen würde. Aber jetzt waren sie erstmal auf dem Weg zum Krankenhaus. Schließlich gab es da noch ein Familienmitglied das vorgestellt werden musste.
Auf der Frühgeborenenstation wurden sie erst leicht irritiert angesehen, Zac und Vanessa erklärten kurz was los war. Und nach dem ersten scheuen Lächeln hatte Stacey die Schwestern in ihren Bann gezogen. An der Hand von Zac lief Stacey hinter Vanessa her. In Lillys Zimmer nahm Zac dann Stacey auf dem Arm und wartete bis Vanessa Lilly ebenfalls auf den Arm genommen hatte. Langsam ging Vanessa mit Lilly auf die beiden zu.
“Baby….Baby” rief Stacey aufgeregt und zappelte freudig auf Zacs Arm auf und ab.
“Ja das ist ein Baby. Das ist Lilly. Lilly ist jetzt deine kleine Schwester.”
“Baby….Baby” immer noch freudig hüpfend klatschte Stacey in die Hände.
Über eine Stunde blieben sie bei Lilly, zwischendurch kam ein Arzt zu ihnen und konnte die freudige Mitteilung machen das Lilly wenn alles weiter so gut lief, in einer Woche die Klinik verlassen und mit nach Hause gehen könne. Zu sagen das die Freude groß war, wäre reichlich übertrieben. Sie war unermesslich riesig und so war es dann auch nicht verwunderlich das Vanessa und Zac das erste Mal seit Wochen das Krankenhaus mit einem breiten Lächeln verließen. Da konnten sogar die wartenden Paparazzis nicht machen.
Das Lächeln wurde erst weniger als sie vor ihrem Haus einen ihnen sehr bekannten Wagen vorfanden.
“Mist meine Eltern, an die habe ich ja gar nicht mehr gedacht. Die haben bestimmt die Nachrichten und die Bilder gesehen.”
Zac hatte gerade den Motor abgestellt als auch schon Starla wie von einer Tarantel gestochen auf sie zu gerannt kam.
Es dauerte eine recht lange Zeit um Starla wieder ruhig zu bekommen aber zum Schluss waren alle nur noch glücklich das jetzt alles vorbei war. Stacey aß während sich die Erwachsenen unterhielten ihre von Vanessa gekochten Nudeln. Vanessa sah zu ihr rüber und musste lachen.
“Zac holst du bitte mal die Kamera, das muss unbedingt fotografiert werden.”
Vor ihnen saß ein Kind, zumindest waren sie der Meinung das es sich um ein Kind handelte, welches sich von oben bis unten mit Spaghettis eingedeckt hatte und wo der Ketchup überall war nur nicht am Mund. Schnell wurden ein paar Fotos gemachten.
“Jetzt lohnt sich zumindest die Badewanne, oder was meinst du süße?”
Stacey grinste und nickte mit dem Kopf.
“Na dann komm. Dann wollen wir dich mal baden und dann geht es ins Bett.”
Vanessa pflückte die Nudeln von Stacey runter und ging dann mit dem Kind auf dem Arm ins Badezimmer. Als die Tür hinter ihr zu ging so Starla zu Zac herüber.
“Sie macht das richtig gut mit der Kleinen. Sie wird eine tolle Mutter sein.”
“Das denke ich auch. Bin nur gespannt wie es wird wird wenn Lilly dann auch noch da ist und ich in 3 Wochen zum Dreh in die Schweiz muss.”
“Wenn ihr wollt kann ich kommen und Vanessa etwas unterstützen. Das wäre kein Problem.”
“Echt, das wäre super. Ich werde Vanessa nachher fragen was sie davon hält. Ich muss sowieso noch was mit ihr bereden. Ich denke so langsam wird es wirklich zeit das wir uns um die Hochzeit Gedanken machen. Jetzt wo Stefanio nicht mehr da ist, möchte ich so schnell wie möglich heiraten. Am besten kurz nachdem ich vom Dreh wieder da bin.”
“Oh ja die Hochzeit als Neubeginn in einen Zukunft ohne Angst und Schrecken, ohne Horror!”
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Part 21 ENDE
So es ist soweit, das ist der letzte Part. Der Horror ist zu ende und somit auch diese Story. Als kleines Dankeschön und kleine Besonderheit, habe ich noch ein Video eingebaut. Zur Info es ist nicht die Sorte von Musik die ich höre, als unsere Putzfrau hier herum wirbelte und laut mitsang. Ich fand das es irgendwie gut passt.
Heute war es soweit. Heute würde er endlich die Frau heiraten die vor so vielen Jahren sein Herz im Sturm erobert hatte. Der Weg bis zu heutigen Tag war mehr als steinig und mehr als nur einmal war es nicht Sicher ob sie diesen Tag je erleben würden. Doch sie hatten zusammen gehalten, hatten alles gemeinsam durchgestanden. Hatten Seite an Seite, Rücken an Rücken, zusammen wie ein Einheit gekämpft und am Ende den Kampf gewonnen.
Zac stand vor dem großen Spiegel und betrachtete sich. Nie fühlte er sich wohler in einem Anzug wie in diesem Moment. Er drehte sich um als es an der Tür klopfte und sein Vater den Kopf hinein steckte.
“Es ist Zeit das du dich vorne aufstellst. Alle Gäste sind da.”
“Gut, danke Dad.”
Noch einmal warf Zac einen Blick in den Spiegel und verließ dann das Zimmer.
Durch eine Seitentür trat er in den großen Saal. Sein Blick schweifte über all die Gäste, es waren alles Freunde und Verwandte. Presse war von der Zeremonie ausgeschlossen, ausgenommen ein Reporter der exklusiv berichten durfte. Die Gage die sie dafür bekamen ging zu einem Teil in die Krebsstiftung zum anderen Teil in die Stiftung die sich um verwaiste Kinder kümmerte. Als Zacs blick weiter über die Anwesenden streifte musste er anfangen zu grinsen. Es war nun mal nicht alltäglich das man bei seiner Hochzeit Gestalten wie Mickey und Minnie Maus, Donald Duck, Cinderella oder Goofy als Gäste in den Reihen sitzen hatte. Doch wenn man im großen Cinderellaschloss in Disneyland heiratet war es doch wieder normal. Ja sie heirateten im Cinderellaschloss, Vanessa erwähnte irgendwann mal das sie gerne eine richtige Prinzessinenhochzeit haben möchte und die bekam sie auch. Dafür hatte Zac gesorgt. Und irgendwie war es ja auch Disney das sie zusammen brachte.
Dylan stellte sich neben ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Er war Zacs Trauzeuge und war mächtig stolz darauf.
“Aufgeregt?”
“Und wie. Ich hoffe ich bekomme gleich noch etwas raus.”
“Das wird schon. Oh wie es aussieht geht es los.”
Alle drehten ihre Köpfe in die Richtung des Einganges als die Musik erklang. Alle fingen an zu lächeln als sie das kleine Mädchen loslaufen sahen, die ganz gewissenhaft Blumen streute.
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Langsam lief Stacey in die Richtung ihres Daddys und grinste dabei von einem Ohr zum anderen. Als sie bei Zac ankam ging dieser in die Knie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
“Das hast du super gemacht Prinzessin, jetzt setz dich zu Granny und Lilly.”
Stacey nickte so doll das ihre Locken hoch und runter wippten. Dann setzte sie sich neben Starla die in der ersten Reihe saß und eine friedlich schlummernde Lilly auf den Arm hatte.
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Als nächstes gingen die Brautjungfern mit ihrem Begleitern den Gang entlang gefolgt von Stella die als Trauzeugin an der Seite mit ihrem Rollstuhl stehen blieb. Zac lächelte ihr zu und sie lächelte zurück. Dann änderte sich die Musik und es wurde sehr still im Raum. Ein raunen und viele oh´s konnte man hören als Vanessa, geführt von David, langsam Richtung Zac ging.
Dieser stand vorne und hatte das Atmen vollkommen vergessen. Da kam ein Engel auf ihn zu, anders konnte er das nicht beschreiben was er dort sah.
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Vanessa sah atemberaubend aus.
Als sie vorne waren fing der Priester an zu sprechen.
“Wer gib die Braut weg?”
“Mein Frau und ich als Vertreter ihrer Eltern?”
David gab Vanessa noch einen Kuss auf die Stirn und legte dann ihre Hand in die von Zac. Danach setzte er sich neben Starla und nahm Stacey auf den Arm. Zac und Vanessa sahen sich kurz in die Augen und wendeten sich dann dem Priester vor ohne zu.
Als es Zeit für die Eheversprechen war drehten sie sich zueinander. Ihre Augen fest miteinander verbunden.
„Als du damals bei der Audition zu High School Musical den Raum betratst war es um mich geschehen, du überstrahltest alle und alles um dich herum. Deine natürliche, freundliche, liebe Art hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Als wir dann beide die Rolle bekamen dachte ich es könnte nicht besser werden. Doch das wurde es als du meine Freundin wurdest. Seit dem Tag an frage ich mich mindestens ein Mal täglich womit ich soviel Glück verdient habe. Du bist der Grund dafür das ich nicht abgehoben bin, das ich meine Beine fest auf dem Boden stehen habe. Ein Leben ohne dich kann und will ich mir gar nicht vorstellen. In den letzten Jahren bin ich oft nahe dran gewesen dich zu verlieren und das hat mir nur beim bloßen Gedanken daran das Herz zerrissen. Vor einigen Monaten hast du mir neben deiner Liebe das zweit größte Geschenk gemacht, unsere Tochter.
Inzwischen sind aus einer Tochter zwei geworden und wenn wir gleich diesen Ort hier verlassen weiß ich das es auf der ganzen Welt keinen Menschen gibt der glücklicher ist wie ich.“
Vanessa war in diesem Moment dankbar für ihre wasserfester Schminke und auch Zacs Augen glitzerten verdächtig.
Vanessa schluckte einmal.
„Zac, wenn mir damals jemand gesagt hätte das ich mit weit mehr aus der High School musical Audition rausgehe wie mit der Rolle, hätte ich ihn womöglich für verrückt erklärt. Doch dann warst da du. Seit dem Tag warst und bist du an meiner Seite und egal welchen Mist ich gebaut haben sollte du hast immer zu mir gestanden und hast mir meinen Rücken gestärkt. Als vor fast drei Jahren ein Ereignis mein Leben völlig aus der Bahn warf, warst du es der bei mir war, der mir half wieder lachen zu können und mich nicht in meiner Trauer zu verlieren. In den letzten Jahren musste ich….mussten wir einige Verluste überwinden, einige geliebte Menschen gehen lassen. Meine Eltern, Brandon….sie alle mussten wir ziehen lassen. Zusammen habe wir es geschafft doch hätte ich auch dich verloren, das hätte ich nicht geschafft. Ich hätte dich nicht ziehen lassen können und ich weiß das ich dir gefolgt wäre. Denn für mich gibt es kein Leben mehr ohne dich. Du bist die Luft die ich zum atmen brauche. Du bist die Sonnen die, die Dunkelheit in mir vertreibt. Du bist der Herzschlag der mich am leben hält. Denn erst mit dir bin ich vollständig. Ich liebe dich.“
Aus dem glitzern in Zacs Augen waren inzwischen Tränen geworden die über seine Wangen liefen.
So ging es aber nicht nur Zac, man konnte so einige der Gäste schniefen hören.
Ohne die Blicke voneinander zu lösen, hörten sie was der Priester sagte.
„Vanessa dann nehmen sie bitte Zacs Ring.“ Wie aufs Stichwort stand Stacey neben ihnen und hielt ein Kissen, auf dem zwei Ringe lagen, fest. Vanessa lächelte sie an und nahm den größeren Ring von beiden.
„Willst du , Zachary David Alexander Efron, die hier vor dir stehende, Vanessa Anne, zu deiner Frau nehmen. Ihr versprechen, treu zu sein in guten und in schlechten Tagen, in Reichtum und Armut, in Gesundheit und Krankheit. Sie zu lieben und zu ehren, so lange wie ihr beide lebt? Dann antworte jetzt mit Ja.“
„JA“ damit streifte Vanessa Zac den Ring über seien Finger.
„Willst du, Vanessa Anne Hudgens, den hier vor dir stehenden, Zachary David Alexander, zu deinem Mann nehmen. Ihm verspreche, treu zu sein in guten und in schlechten Tagen, in Reichtum und Armut, in Gesundheit und Krankheit. Ihn zu lieben und zu ehren, so lange wie ihr beide lebt? Dann antworte auch du mit Ja.“
“JA” Zac nahm den Ring vom Ringkissen und streifte ihn Vanessa über.
“Sie dürfen die Braut dann küssen” das hätte der Priester allerdings nicht mehr sagen brauchen denn Zacs Lippen lagen schon auf die von Vanessa. Als sie sich wieder von einander lösten schauten sie sich wieder tief in die Augen und lächelte sich an.
Danach drehten sie sich zu ihren Gästen und der Priester erhob das letzte Mal seine Stimme.
“Meine Damen und Herren ich präsentiere ihnen Mr. und Mrs. Efron.”
Einige Stunden später Stunden später tanzten beide langsam zur Musik, gaben sich immer wieder kleine Küsse und flüsterten sich verliebte Worte ins Ohr. Als das Lied zu ende war. Löste sich Vanessa von Zac und ging zum Mirkofon rüber.
“Ich möchte nicht lange stören, allerdings habe ich eine Kleinigkeit für Zac. Als ich mir in den letzten Tagen so meine Gedanken über unsere Hochzeit gemacht habe kamen mir soviel Sachen in den Kopf das ich nicht wirklich wusste wohin damit. So habe ich mich hingesetzt und alles aufgeschrieben. Am Ende ist daraus ein Lied entstanden. Zac diese Lied ist nur für dich.”
http://zanessa-fan-forum.forumieren.info/meine-storys-f1/video-zu-the-ho... ( http://danasfanfictionsite.blogspot.com/2010/09/video-zur-fanfiction-hor... für alle die das erste nicht sehen können )
Als das Lied endete ging Zac auf Vanessa zu und zog sie zu sich und gab ihr einem langen Kuss. Zum wiederholten Male an diesem Tag hatte Zac Tränen in den Augen, aber es waren keine Tränen der Trauer sondern ausschließlich Tränen des Glückes.
Nach Jahren voller Trauer, Angst und Verzweifelung war endlich das Glück wieder zurück und so sollte es auch für immer bleiben.
Denn der Horror war definitiv für immer vorbei.
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Meine Lesemäuse:
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hammer hammer geiler part
dgr_1002
Verfasst am:
23.08.10 - 16:07
Mitglied seit:
2 Jahre 49 Wochen
Ranking:
hammer hammer geiler part
wär ist die Person
schnell weiter
hi^^
Gast
anonymous user
Verfasst am:
23.08.10 - 17:35
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
naaaaaaaaaaaaaaaaa auch wieder daaaaaaaaaaaaaaaa????????
höhö ja ich auch^^
so so der Horror in Person ist also zurück ja? Na dann wird es aber spätestens jetzt Zeit,
ihm den Garaus zu machen oder?
Das arme Müsli, also wirklich^^
Nein, fantastischer erster Part, bin weiter dabei^^
lG schwesterle
ein
paddl
Verfasst am:
23.08.10 - 17:48
Mitglied seit:
2 Jahre 1 Woche
Ranking:
ein wirklich toller part
bitte bitte mach
schnell weiter <3
Auf Ex! Ne auf den Trink ich nicht!! :)
freu mich schon auf die
KiKi_Chiara
Verfasst am:
23.08.10 - 18:39
Mitglied seit:
1 Jahr 25 Wochen
Ranking:
freu mich schon auf die fortsetzung
hamma geschichte
könnte ich bescheid bekommen ??
richtig geiler anfang :) sag
julia-HSM-fan
Verfasst am:
24.08.10 - 13:45
Mitglied seit:
2 Jahre 42 Wochen
Ranking:
richtig geiler anfang :)
sag bescheid ja ;)
I♥Zanessa
I♥HSM
I♥Hannah Montana
I♥Vanessa Hudgens
I♥Miley Cyrus
Liebe Grüße an alle =)
Schön das ihr alle wieder
Smily-Dana
Verfasst am:
24.08.10 - 15:37
Mitglied seit:
1 Jahr 29 Wochen
Ranking:
Schön das ihr alle wieder dabei seit :-))
Puh bin echt erleichtert das euch der erste Part gefallen hat.
Zur Belohnung gibt es jetzt den zweiten Part.
Viel Spaß
Schaut doch mal bei meinen Story´s vorbei:
Gefährliches Familientreffen http://www.highschoolmusic.de/hsm2/node/26205
Der alltägliche Wahnsinn http://www.highschoolmusic.de/hsm2/node/26253
The Horror is back!!!
http://www.highschoolmusic.de/hsm2/
ein
paddl
Verfasst am:
24.08.10 - 16:00
Mitglied seit:
2 Jahre 1 Woche
Ranking:
ein großartiger Part
schnell weiter <33
Auf Ex! Ne auf den Trink ich nicht!! :)
hammer hammer geiler part
dgr_1002
Verfasst am:
24.08.10 - 16:12
Mitglied seit:
2 Jahre 49 Wochen
Ranking:
hammer hammer geiler part
mach schnell weiter
wuhuuuuuuu boah ersmal part
Gast
anonymous user
Verfasst am:
24.08.10 - 16:36
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
wuhuuuuuuu boah ersmal part 1 und 2 waren super ich so woah und ahhh ja sie ist schwnager
dann oh nein und dann omg wie süßßß
mach bitte schnell weiter
geiler part :) SCHNELL
julia-HSM-fan
Verfasst am:
24.08.10 - 17:04
Mitglied seit:
2 Jahre 42 Wochen
Ranking:
geiler part :)
SCHNELL WEITER
I♥Zanessa
I♥HSM
I♥Hannah Montana
I♥Vanessa Hudgens
I♥Miley Cyrus
Liebe Grüße an alle =)