Cry me a river
Cry me a river
Hallo an alle!
Ich hab mir gerade das Lied "Cry me a river" von Julie London aus dem Jahr 1957 angehört und hatte irgendwie einen Geistesblitz. Dazu muss ich einfach eine Story schreiben. Ich hoffe der Prolog gefällt euch, denn ich weiß noch nicht zu 100% wo das hinführen wird. Aber auf alle Fälle würde ich mich schon mal über Kommis freuen. Ok, dann geht's auch schon los!
Cry me a river
Prolog
Jeder Mensch verliert irgendwann einmal in seinem Leben den Glauben an den Sinn hinter allem. Manche zerbrechen öffentlich daran, andere versuchen selbst damit fertig zu werden und eine Antwort zu finden, wieder andere finden niemals eine. Alles scheint auseinander zu brechen, nichts ergibt mehr einen Sinn. Als wären die Teile eines Puzzles wahllos im Raum verstreut. Dann bräuchte man einen Menschen, der einem das Leben zurück gibt, die Möglichkeit zurückgibt, wieder atmen zu können. Doch man findet ihn nicht. Als würde man immer zur falschen Zeit am falschen Ort sein, als gehöre man nicht mehr zu dieser Welt. Und alles bricht zusammen.
Wer ich bin? Mein Name ist Vanessa Hudgens und ich bin Detective. Seit 2 Jahren versuche ich Tag für Tag die Verbrechen der Vergangenheit aufzuklären. Nicht immer gelingt mir dies, doch ich weiß, dass das was ich tue, nicht mir oder den Angehörigen oder sonst irgendjemandem dient. Es dient allein denjenigen, welche von uns gegangen sind. Sie sind nicht mehr unter uns, aber doch kann ich ihren Geist spüren. Er lebt in mir weiter, er trägt mich, gibt mir Kraft. Er ist das einzige, auf das ich mich in meinem Elend verlassen kann.
Ich dachte immer, dass es meine Bestimmung wäre denen zu helfen, die sich selbst nicht mehr helfen konnten, denen, die nicht mehr unter uns weilten. Ich war ihr Mittler, ihr Freund, ihr Helfer. Jeden einzelnen Tag meines Lebens wollte ich damit verbringen, ihnen zur Seite zu stehen. Eine Antwort zu finden, den Grund ihres Sterbens zu finden. Doch ich musste mir eingestehen, dass ich damit nicht mehr fertig wurde. Irgendwann lebte ich nicht mehr in dieser Welt, ich gehörte zur Vergangenheit. Ich hatte das Gefühle, dass kein Blut mehr durch meine Adern fließen würde, sondern dass nur der Staub der Vergangenheit mein Haupt bedeckt und mich daran hindert, mein eigentliches Leben zu leben. Ich fand keinen Ausweg mehr. Ich wollte fort und doch konte ich nicht. Ich wollte mein Leben neu beginnen und ich konnte es nicht. Irgendwann wusste ich, dass es für mich nur noch eine Möglichkeit gab: Ich wurde Teil einer Zeit, die doch um so einiges ruhiger war, als die heutige. Dort fand ich meinen Frieden, mein Glück, meine Liebe. Ich fand Dich.
Ok, das war mal der Anfang! Ich hoffe ein paar von euch gefällt das zumindest ein bisschen. Wer also an der Story interessiert ist, es wird einen Bescheidservice geben.
lg
Part 1
Es war mal wieder ein typischer Arbeitstag im nicht immer wunderschönen New York. Als ich vor 2 Jahren hierher kam sah ich nur die Sonnenseiten, doch bei durchschnittlich 50 Morden pro Monat kam mir bald alles ziemlich grau und trüb vor.
„Hey, alles klar bei dir?“, fragte mich mein Kollege Bobby. Er war Ende 40 und behandelte mich mit meinen 25 Jahren oft mehr als seine Tochter als seine Chefin. „Ja, alles klar.“, gab ich etwas müde von mir. Wir standen im Lager in welchem alle Fälle in einzelnen Kartons aufbewahrt wurden. Gerade schob ich einen Karton zurück ins Regal und schrieb „Closed“ auf ihn. Erst gestern Abend hatten wir den Tod eines 5-jährigen Mädchens aufgeklärt, welches vor über 20 Jahren ermordet wurde. Doch die Gewissheit, dass ihr Mörder vermutlich bis zu seinem letzten Atemzug hinter Gittern bleiben würde, konnte mir keine Genugtuung verschaffen. Ich war ausgelaugt, hatte seit über einem Jahr keinen Urlaub mehr gehabt und oft Angst unter der Last irgendwann zusammen zu brechen.
„Na, wie sieht’s aus? Wer ist der Nächste?“, hörte ich meinen jungen Kollegen Danny sagen, der gerade um die Ecke kam. Er wollte schon irgendeinen Karton aus dem Regal ziehen, als ich einen Anruf von meinem Boss Mr. Deakins bekam. „Ok, Leute. Sofort nach oben. Wir haben einen neuen Fall!“ Oben erwartete uns eine alte Frau, sie war mindestens 80.
„Guten Morgen“, begrüßte sie uns, „ich bin hier wegen meinem Sohn Zac."
Ich wusste nicht warum, aber irgendwie merkte ich, dass dieser Fall etwas ganz besonderes war. Er würde nicht wie alle anderen Fälle verlaufen, er würde mein Leben verändern. Ich sah mir sein Bild an und sofort setzte die Reaktion ein, die immer eintritt wenn ich nervös oder aufgedreht war: Meine Ohren juckten! Ja, das konnte manchmal echt peinlich sein. Doch diesmal war es keine Nervosität oder sonstiges. Es war das Gefühl, dass ich immer wieder hatte, wenn ich an einem Fall arbeitete. Zac wirkte auf mich nicht wie ein Mensch, der in einer anderen Zeit gelebt hatte, er wirkte lebendig, fast zu lebendig. Ich wollte mit ihm sprechen, ihn ansehen und ihn kennen lernen. Schon oft hatte ich dieses Gefühl gehabt. Doch diesmal war es anders, es war noch intensiver. Als würde eine unsichtbare Kraft mich zu ihm hin ziehen, mich fast schon drängen. Ich beschloss diese kindischen Gedanken zur Seite zu legen und mich stattdessen wieder der Realität zu widmen. So fuhr ich fort:
„In Ordnung. Was können wir für sie tun?“, fragte ich sie. „Er starb 1965 bei einem Brand. Alle dachten es wäre Brandstiftung gewesen, aber das konnte ich nie glauben. Er hatte doch nie Feinde, er war beliebt, wissen Sie?“ „Ok. War er das einzige Opfer dieses Brandes?“ „Nein, seine Frau und seine kleine Tochter, sie war gerade einmal ein Jahr alt, starben ebenfalls.“ „Wie alt war er als er starb?“ „21. Und seine Frau Christina ebenfalls. Sie waren doch noch so jung.“ Wieder sah ich mir die Bilder an und wieder spürte ich die besondere Verbindung, die mich mit diesen Menschen verband. Es war als wären es Freunde, ja fast schon Verwandte von mir. Ich konnte mir das alles nicht erklären. So war ich einige Zeit in Gedanken versunken und meine Kollegen merkten das wohl und kamen mir zur Hilfe. „In Ordnung.“, schaltete sich Johnny ein, „wenn wir ihnen helfen sollen, müssen sie uns alle Informationen geben, die sie haben. Also, erzählen sie uns von ihrem Sohn. Einfach alles. Ok?“ „Natürlich“, sagte sie, „alles was sie wollen.“ Und sie begann zu erzählen…
Part 2
Mrs. Efron begann: „Es war der 29. September 1965. Ein regnerischer Tag, fast schon stürmisch. Ich kam wie jeden Morgen um kurz vor acht zu ihnen. Zac war dann immer schon auf der Arbeit. Er war Theaterschauspieler, denn das hatte schon fasziniert, als er noch ein kleiner Junge war.“ Eine Träne lief ihr über die Wange, doch schnell fasste sie sich wieder und fuhr fort. „Christina arbeitete in einer Bank, nur so reichte das Geld für die Familie und die Hypothek des Hauses. Ich passte dann immer bis vier Uhr am Nachmittag auf die kleine Claire auf bis die beiden nach Hause kamen. Das waren für mich immer die schönsten Stunden des Tages.“ Sie machte eine kurze Pause, sammelte ihre Gedanken und versuchte sich wieder zu konzentrieren. „Verzeihen Sie, Mrs. Efron, wenn ich sie unterbrechen, aber ich habe da eine Frage. Kam ihnen an diesem Morgen irgendetwas seltsam vor, hat sich Christina vielleicht komisch verhalten oder ist ihnen sonst etwas aufgefallen? Vielleicht ein Nachbar, der das Haus beobachtet hat oder sonst irgendjemand?“
„Nein. Nein, da war nichts. Aber…“ „Was meinen Sie?“, fragte Danny. „Na ja, Christina, sie war etwas aufgelöst, vielleicht etwas nervös, angespannt. Als würde sie etwas beschäftigen.“ „Haben sie sie darauf angesprochen?“, schaltete sich Bobby ein. „Ich habe sie gefragt ob alles in Ordnung sei und sie sagte nur, dass sie etwas Stress habe, wegen des Jobs. Das übliche eben. Meinen Sie, das hatte etwas zu bedeuten?“
„Vielleicht. Wir müssen einfach jeder Spur nachgehen.“ Ich bat sie fort zu fahren und die nächsten 2 Stunden erzählte sie uns einfach alles, was ihr einfiel. Wie sie mit Claire gespielt hatte, sich ums Haus kümmerte, sogar den Postboten erwähnte sie.
Danach schwirrte mir der Kopf. „Sorry, Jungs, ich brauch erst mal eine Pause.“, sagte ich zu Bobby und Danny und ging mit einer großen Tasse Kaffee nach draußen. Es war einfach alles zu viel was ich erfahren hatte und hatte Mühe alles zu verarbeiten. Wie sehr musste eine Mutter ihren Sohn geliebt haben und auch immer noch lieben, wenn sie nach so vielen Jahren immer noch um ihn kämpft? Ich konnte es nicht ermessen, so etwas kannte ich gar nicht. Meine Mutter hatte sich zwar auch immer liebevoll um mich gekümmert und hatte versucht mir und meinen Geschwistern trotz des wenigen Geldes so viel zu ermöglichen wir nur möglich, aber wenn ich an meinen Vater dachte, so war ich mir nicht immer sicher, wie sehr er uns wirklich geliebt hatte. Seine erste Frau war gestorben und ich war mir mittlerweile sicher, dass meine Mutter in nur aus Mitleid geheiratet hatte. Seine Firma ging den Bach runter und er verkam immer mehr. Wir alle versuchten verzweifelt das Bild einer heilen Familie aufrecht zu erhalten, doch in uns war mit der Zeit einfach alles zerstört worden. Mit 16 hatte ich das Gefühl daran zu zerbrechen und dachte irgendwann, dass es für alle Beteiligten wohl das Beste wäre, wenn ich einfach nur…
„Schluss, hör auf Vanessa!“, sagte ich zu mir selbst. „Du hast dir geschworen, dass du dieses Leben hinter dir lässt und nicht mehr daran denkst. Also mach gefälligst weiter und leb dein Leben, verdammt!“ Meine innere Stimme schrie in meinem Kopf und ich sah mich schon völlig bescheuert um, da ich dachte, jemand hätte meinen Aufschrei hören können.
„Kommst du wieder hoch?“, fragte mich Danny und riss mich förmlich aus meinen Gedanken. „Die Jungs vom Lager haben die Berichte von damals gefunden und da sind ein paar interessante Sachen dabei.“ „Na klar.“, versuchte ich so hoffnungsvoll wie möglich von mir zu geben, „lass uns gehen.“ „Hey, ist wirklich alles OK? Ich hab irgendwie das Gefühl, dass dich dieser Fall mehr beschäftigt als alle bisherigen. Oder täusch ich mich da?“, fragte er mich mal wieder in seinem mütterlich fürsorglichen Ton, den er sonst nur bei seiner schwangeren Frau anschlug, wenn sie sich nicht schonte und trotz Babybauch schwere Kisten durch die Welt schleppte. „Du täuschst dich.“, versuchte ich ihn zu überzeugen. „Es ist alles OK. Ich bin nur etwas müde.“ Oh, Gott, dachte ich, jetzt hör ich mich schon wie Christina an. Alte Lügnerin!
Die Kiste, in welcher alle Beweisstücke, oder besser nicht zerstörten Überreste, aufbewahrt wurden, war fast leer. Nur die Eheringe der Beiden, ein Kettchen mit einem kleinen Schutzengel, das offensichtlich Claire gehört haben musste, eine Kette von Christina, die sie laut Zac’s Mutter von ihm geschenkt bekommen hatte und eine Uhr, die Zac gehörte. „Und das ist alles, was noch übrig ist? Das ist doch nicht euer Ernst!“, fragte ich ungläubig. „Doch. Damit müsst ihr wohl zurecht kommen.“, war die Antwort des Leiters der Asservaten-Kammer. Na super! „Ok, fangen wir an. Danny, besorg mir bitte alle Unterlagen, die es über diese Familie noch gibt. Arztrechnungen, Versicherungen, den ganzen Kram eben. Und Bobby, quetsch noch ein bisschen Mrs. Efron aus. Vielleicht fällt ihr ja noch was ein. Aber lieb sein, ja?“ „Bin ich doch immer!“ „Ich seh mir jetzt den Tatort an, oder besser, was davon noch da ist!“ „Vermutlich steht da jetzt ohnehin ein Supermarkt auf dem Gelände!“, vermutete Danny. „Hoffentlich nicht. Bis dann!“
Als ich dort ankam, wo das Haus gestanden haben musste, war ich fast schon erleichtert. Nein, es war kein Supermarkt. Es war ein Museum. Und zwar das Museum der Geschichte der Stadt New York. Ich wollte gerade hinein gehen, als ich einen Anruf von Danny bekam. „Hi Vanessa. Ich bin die Arztrechnungen durchgegangen und rate mal was ich raus gefunden habe!“ „Bitte, mach’s nicht so spannend, OK? Sag schon!“ „Hör zu: Unsere liebe Ehefrau Christina war so was wie eine wandelnde Apotheke.“ „Was meinst du damit?“ „Na ja, sie hat so ziemlich alles geschluckt, was es damals gegen Wahnvorstellungen und Paranoia gab. Vanessa, sie war verrückt!“ „Warte kurz. Du meinst sie war psychisch labil und keiner hat das gewusst?“ „So sieht’s zumindest aus. Bei den Unterlagen ihres damaligen Hausarztes war ein Vermerk auf dem stand, dass nicht einmal ihre Familie wusste, was los war. Sie wollte das wohl allein hinkriegen. Dass der Ehemann da nichts gemerkt hat. Wenn meine Frau krank wäre, würde ich das doch sofort merken!“
„Ich glaube, das sagen alle. Na ja, ich hatte irgendwie sofort das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Mal sehen, was da sonst noch so im Busch war. Denn ich glaube nicht, dass das das einzige Problem war. Ich seh mich jetzt mal um und du suchst bitte weiter nach Anhaltspunkten. Ich bin bald zurück. Bye!“ Ich legte auf und ging ins Museum. Ich hasste Museen. Alles war so alt und einfach nur langweilig und scheußlich. Ich suchte nach dem Leiter des Museums, der mir vielleicht Auskünfte über Keller, in welchen noch Dinge die hier gefunden aufbewahrt wurden und machte mich auf den Weg in sein Büro. Ich hatte mit allem gerechnet, doch was ich dort sah, nahm mir den Atem und ich hatte das Gefühl, der Boden würde sich unter meinen Füßen öffnen. Ich öffnete die Tür und sah IHN!
Part 3
Wenn man jemanden vermeintlich zum allerersten Mal sieht, dann, so sagt man zumindest, entscheidet sich innerhalb der ersten 2 Sekunden, ob man die Person mag oder nicht. Alles hängt vom ersten Atemzug ab. Als ich ihn sah, da wusste ich, dass die Frage des gut riechen Könnens nicht mehr beantwortet werden musste. Ich hatte ihn schon einmal gesehen, ich kannte ihn. Sein Bild war wie in meinen Kopf gemeißelt und ich befürchtete, dass ich es nie wieder aus ihm heraus bekam. Noch während ich darüber nachdachte, war er verschwunden. Ich blickte mich um, schritt das ganze Zimmer und den Gang ab, aber es war, als wäre er nie dort gewesen, als existiere er nicht. „Verzeihen Sie, kann ich ihnen behilflich sein?“, hörte ich eine Stimme hinter mir fragen. Ich fuhr herum und blickte in das Gesicht eines etwas älteren Mannes. „Mein Name ist Thompson, ich bin der Leiter des Museums. Sie müssen Mrs. Hudgens sein. Man sagte mir, sie hätten ein paar Fragen an mich.“ Ich versuchte mich wieder zu orientieren und zu besinnen, weshalb ich eigentlich gekommen war. „Ähm, ja. Ich habe wirklich ein paar Fragen, bezüglich des Gebäudes. Ich ermittle in einem alten Fall und… und das Gebäude um welches es geht stand ursprünglich hier, wo jetzt ihr Museum steht. Ich dachte, vielleicht gäbe es noch alte Pläne oder sogar einen Keller in welchem man etwas finden könnte.“ Das Sprechen viel mir sehr schwer. Meine Gedanken waren immer noch bei vorhin. Ich war immer noch verwirrt und konnte mich kaum genug konzentrieren um meine Atmung zu normalisieren. Vielleicht wurde ich langsam paranoid und der Polizeipsychologe hatte Recht gehabt: Ich sollte wirklich mal wieder Urlaub nehmen. Oder eine Brille kaufen. Die zweite Möglichkeit war wohl die billigere. Ich grübelte eine ganze Weile über meinen noch vorhandenen Verstand und schreckte fast schon hoch, als ich von Mr. Thompson unterbrochen wurde. „Mrs. Haben sie mich verstanden?“ Oh Gott, er musste auf meine Frage von vorhin wirklich geantwortet haben und ich Trottel hör ihm nicht einmal zu. Vanessa, was ist nur los mit dir? „Verzeihung, könnten Sie das noch einmal wiederholen? Ich war abgelenkt.“ Abgelenkt, ja klar. Versuch nur mit irgendwelchen Ausreden von deinem Gefühlschaos abzulenken. Das funktioniert ja sonst auch immer so toll!, dachte ich sarkastisch. Mr. Thompson erzählte mir freundlicherweise noch einmal alles und diesmal hörte ich zu. Ja, es gab einen Keller, aber da müsste ich schon erstaunliches Glück haben, wenn ich dort etwas finden wollte. Wenigstens etwas, dachte ich mir. Er begleitete mich in den Keller und wollte wieder gehen als ich ihn zurück hielt. „Warten Sie einen Moment, Mr. Thompson. Ähm, haben sie zufällig hier schon einmal einen Mann gesehen, der so ähnlich aussah, wie der hier auf diesem Foto? Vielleicht ein Mitarbeiter, oder ein jemand, der hier schon mal gearbeitet hat. Erkennen sie ihn?“ „Nein, nein tut mir Leid. Ich sehe diesen Mann zum ersten Mal.“ „In Ordnung. Kein Problem. Falls ihnen noch etwas einfällt, hier ist meine Karte. Rufen Sie mich ruhig jederzeit an. Auf Wiedersehen.“ Und dann war ich allein. In einem Keller. Ganz toll. Ich hasse Keller. Hier habe ich immer das Gefühl, ich würde von irgendwelchen Ratten entdeckt werden. Schließlich fasste ich mir ein Herz und sah mich weiter um. Dort waren hohe Regale in welchen unglaubliche Mengen an alten Fundstücken gelagert wurden. Hoffentlich würde ich mich bei diesen vielen Gängen nicht verlaufen. Klack! Ich hörte ein Geräusch, dass mich aufschrecken lies. Ich dachte zuerst, es wäre nur irgendetwas aus den Räumen über mir gewesen. Aber da war es wieder. Klack! Ich sah mich um. Ein Schatten. Er verschwand hinter einer Ecke. Und wieder ein Klack! Ich zog meine Waffe. Sicher ist sicher!, sagte ich mir. „Hallo?“, rief ich in den Raum hinein. „Ist hier jemand? Ich bin von der Polizei. Kommen Sie bitte langsam hinter dem Regal hervor!“ Es geschah nichts. Doch ich hörte wieder etwas. Diesmal kein Klappern oder Schritte. Es war ein Atmen. Nervös, angespannt, als hätte jemand etwas zu verbergen. Ich ging langsam in die Richtung, aus welcher der Schatten kam. „Hallo?“, rief ich noch einmal. Dann war ich bereit und bog mit meiner Waffe um die Ecke. Meine Waffe war genau auf ihn gerichtet, ich blickte ihm fest in die Augen. Blau. Kein Blau, dass man durchaus mit einem verhangenen Herbsthimmel vergleichen konnte. Nein. Es war das strahlendste blau, welches ich je gesehen hatte. Ich konnte mich darin verfangen. Die Person, welcher die Augen gehörten, kam mir bekannt vor, zu bekannt. Verloren. Ich war ganz eindeutig verloren, wenn ich mich nicht aufraffen konnte, meinen Blick von diesen Augen abzuwenden.
„Wer sind sie?“, brachte ich langsam hervor. „Ich sollte nicht hier sein. Aber sie brauchen mich.“ „Sie sind… Du…“ Doch weiter kam ich nicht, ich wurde von ihm unterbrochen. „Du bist hier bei mir und ich kann dich nicht mehr gehen lassen. Ich brauche dich.“ Und dann war es um mich geschehen. „Du bist…“ „Ja, ich bin es. Und ich muss hier bleiben. Hier. Bei dir. Hilf mir!“ Und was nun folgte, war mehr als ich mir je hätte erträumen können.
Part 4
„Ich soll dir helfen?“, fragte ich verwirrt. „Wobei?“ „Ich denke, dass weißt du besser als alle anderen. Du bist schließlich schon dabei mir zu helfen.“ Er stockte, einige Minuten schwiegen wir uns nur an. Es war, als würde er mich erforschen, mich durchdringen wollen, einfach alles über mich erfahren. „Wie sollte ich dir vertrauen können? Du solltest ja gar nicht hier sein. Wie kann ich…“ „Mrs. Hudgens? Haben sie mit mir gesprochen?“ Ich wurde von Mr. Thompson unterbrochen. „Nein…. Nein ich habe nur mit…“. Ich drehte mich wieder in die Richtung um, in welcher er gestanden hatte. Doch dort war niemand. Einfach verschwunden. Und dann wurde mir alles klar. „Nun… ich habe mir nur Notizen gemacht. Alles in Ordnung. Sie können mich ruhig allein lassen!“ Ich hoffte, er würde den Wink verstehen und er verschwand dann wieder. „Zac? Zac, wo bist du?“ „Ich bin hier!“ Er stand neben mir. „Wieso…?“ „Ich denke, du bist die Einzige, die mich sehen kann. Ich weiß nicht warum, wahrscheinlich, weil du die Einzige bist, die sich wirklich mit meinem Schicksal beschäftigt. Abgesehen von meiner Mutter!“ Seine Stimme nahm einen belustigten Klang an. „Machst du dich über mich lustig?“ fragte ich ihn empört. „Nein, absolut nicht. Aber ich bin mir sicher, dass du, wenn du mal mehr über mich weißt, nicht mehr so angetan sein wirst.“ „Na ja, ich kann einen Toten sehen, wie sehr kannst du mich noch schockieren? Also, ehrlich!“ Schallendes Gelächter. Er lachte mich aus! „Was soll das? Ich will dir helfen!“, gab ich beleidigt von mir. „Weißt du was! Wenn ich dir doch nicht helfen soll, dann geh ich jetzt wieder und werde deine verdammte Akte schließen! Ich werd noch verrückt.“ „Wieso?“ „Wieso?“, schrie ich ihn an. „Wieso? Ich seh hier einen Toten! Und du fragst mich, warum ich verrückt werde?“ „Also, so tot bin ich doch gar nicht. Immerhin kannst du mich sehen.“ „Ja, wow, als Einzige. Und wieso eigentlich immer ich? Immer bin ich die Dumme.“ Und wieder schwiegen wir uns an. Vermutlich träum ich nur und wach eh gleich auf, dachte ich mir. Also, wart einfach noch ein paar Minuten und dann läutet ohnehin dein Wecker, Vanessa!
Doch der Wecker läutete nicht. Auch nach 15 Minuten nicht. Mist, ich bin doch wach! „Ähm…“, fing Zac wieder an, „soll ich dir vielleicht erzählen, was dich interessiert, oder bist du immer noch sauer?“ Das war ja doch die Höhe! „Ich bin nicht sauer“, fuhr ich ihn an, „ich…. Ach, keine Ahnung! Sag mal, können wir auch woanders hin? Ich hab nämlich keine Lust ewig in diesem scheiß Loch zu hocken.“ „Na ja, theoretisch schon. Nur irgendwo, wo uns sonst niemand sehen kann. Außer du hast große Lust mit dir selbst zu sprechen und irgendwann in die Klapsmühle gesteckt zu werden!“ „Woanders. Und wo?“ „Keine Ahnung. Zu dir nach Hause?“ „Zu mir? Sonst noch Wünsche?“ „Wir könnten es uns aber auch auf der Brücke beim Freeway gemütlich machen, wenn dir das lieber ist!“ Er grinste mich schelmisch an. Anscheinend hatte er bereits gemerkt, dass Höhe nicht so mein Ding war. Sein freches Grinsen war einem wunderschönen sanften Lächeln gewichen und ich hatte Mühe mich wieder zu besinnen. „Na gut, lass uns gehen.“, ergab ich mich schließlich. „Aber wehe, du stellst meine Wohnung auf den Kopf!“
20 Minuten später waren wir bei mir zu Hause angekommen. Zac machte es sich sofort auf dem Sofa bequem. „Willst du vielleicht was essen oder trinken? Oder musst du überhaupt…?“ „Ja, auch ich habe Hunger, wenn das deine Frage war. Hast du Cola?“ „Ähm… ja.“ Psychologe, ich komme! Langsam begriff ich, dass ich wirklich verrückt war. Und das war ein Schock. „Also, was für Fragen hast du?“ „Ich kläre hier einen uralten Fall auf Zac, das wird kein Interview! Deine Mutter zählt auf mich! Also sag mir einfach ob der Brand ein Versehen war oder ob jemand das Haus angezündet hat und wenn ja, wer. OK?“ „Na ja, so einfach ist das nicht!“ „Was meinst du?“ „Ich kann es dir nicht sagen. Ich weiß es auch nicht. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann in einem brennenden Haus aufgewacht bin. Ich… ich wollte Christina und Claire retten, aber… aber ich kam einfach nicht weiter. Der Rauch… Ich. Es tut mir so Leid. Ich hab sie im Stich gelassen und es ist alles nur meine Schuld. Ich hab mich zu wenig um sie gekümmert. Ich hätte mehr für sie da sein sollen. Ich… ich kann mit dieser Schuld einfach nicht leben.“ Das was er gerade gesagt hatte, war mehr als ich mir je hätte vorstellen können. Es war nicht nur eine Erzählung, es war wie eine Beichte und ich war kurz davor ihn einfach nur in den Arm zu nehmen. Er gab sich wirklich die Schuld am Tod seiner Frau und seiner kleinen Tochter. „Du bist nicht Schuld, Zac! Nur derjenige hat Schuld, der euch das angetan hat. Und ich werde herausfinden, wer das war. Dann… dann kannst du endlich… ruhen.“ Ich war mir nicht sicher, ob die gesprochenen Worte die richtigen gewesen waren. Erwartungsvoll sah ich Zac in die Augen. Er blickte mich fest an und sagte: „Ich bin mir nicht sicher, ob das reicht. Ich muss mich selbst finden. Nur so… kann ich ruhen.“ Fast endlose Minuten schienen zu vergehen, bis einer von uns den Mut fasste etwas zu sagen. „Also…“, begann ich, „kannst du mir sonst noch irgendetwas zu der Nacht sagen, in der euer Haus brannte?“ „Nun ja, ich kam ziemlich spät nach Hause und Christina, na ja, sie war mal wieder in einer etwas schlechteren Verfassung.“ „Was meinst du? War sie gestresst? Oder müde? Was war?“ Ich spielte die Ahnungslose um ihn noch weiter aus der Reserve zu locken. „Sie hat sich nicht immer um Claire kümmern können. Ich weiß nicht warum, sie hat ja kaum noch mit mir gesprochen. Dabei war die Kleine doch mein Ein und Alles.“ Seine Augen füllten sich mit Tränen und dann konnte auch ich mich nicht mehr zurück halten. Wir saßen eine Zeit lang nur auf meinem Sofa und weinten still vor mich hin. Und genau dieser Moment war es, der alles Aufgestaute der letzten Jahre in mir freisetzte. Alles, was ich immer versucht hatte zu verdrängen, all den Schmerz und den Kampf mit mir selbst. Ich stützte mein Gesicht in meine Hände und fing laut an zu schluchzen. Der Eisblock in meinem Inneren wurde immer kleiner und ich füllte mich so befreit wie noch nie. Und plötzlich spürte ich einen starken Arm um meine Schultern und spürte wie Zac mich ganz nah an sich heran zog. Ich schlang meine Arme und ihn und vertraute ihm vollkommen. Sanft strich er mir übers Haar und flüsterte mir tröstende Worte ins Ohr. Heute kann ich nicht mehr sagen, was er mir sagte. Ich weiß nur, dass er innerhalb weniger Augenblicke tief in meine Seele vorgedrungen war und Worte fand, die mich sofort beruhigten. Selbst meine Mutter hatte in der schlimmsten Zeit meines Lebens nicht die richtigen Worte gefunden. Wir vertrauten uns und wussten, dass niemand dieses Vertrauen jemals wieder zerstören konnte. „Ich erzähl dir alles, wenn du mir alles erzählst. Denn du kannst mir nicht sagen, dass du nur weinst, weil dich meine Lebensgeschichte berührt.“ Seine Worte verletzten mich nicht, sie machten mir nur weiter klar, dass ich endlich mein Schweigen brechen musste. „In Ordnung. Ich vertraue dir. Und ich hoffe du vertraust mir auch.“ Er musste nichts mehr sagen. Er blickte mir einfach in die Augen und ich wusste, dass er nun sein Schweigen brechen würde. Er nahm meine Hand fest in seine und begann zu erzählen…
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Wow, ich bin ziemlich
BabyV_Zaccy
Verfasst am:
08.09.10 - 11:51
Mitglied seit:
2 Jahre 39 Wochen
Ranking:
Wow, ich bin ziemlich begeistert von der Art, wie du schreibst. Du kannst echt wahnsinnig gut schreiben. (:
Ich verstehe nicht, wieso noch keine Kommis gekommen sind, ich find' den Anfang nämlich wunderschön. ;D
Ich würde gerne Bescheid kriegen und deine Story weiterhin lesen. (:
LG ♥
Damon Salvatore is my sexy vampire and I’m in love with him. ♥
oh okay,...ähm....WOW. ich
Gast
anonymous user
Verfasst am:
08.09.10 - 14:56
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
oh okay,...ähm....WOW.
ich bin etws überrannt.
erst plätschert der text so und dann kommt sie zu den fackten.
es soll ja wirklich menschen geben,die in der vergangenheit festhängen.
aber für die geht es glaueb ich nicht so gut aus,wie für deine protagonistin.
ich finde jedenaflls,du schreibst wundervoll.
sehr lebendig. und ich hätte gerne bescheid.
natürlich nur,wenn es dir ncihts ausmacht ;)
Vielen Dank für die
Judzz
Verfasst am:
08.09.10 - 15:15
Mitglied seit:
1 Jahr 27 Wochen
Ranking:
Vielen Dank für die Kommis!
Natürlich geb ich euch Bescheid!
lg
Im Leben braucht man nur 2 Freunde. Einer, der mit dir ins Gefängnis geht und einer, der die Kaution zahlt!
Tanja und Lena, ich liebe euch und will euch nie verlieren!!!
Ich find den Anfang auch
Gast
anonymous user
Verfasst am:
08.09.10 - 21:30
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Ich find den Anfang auch echt super!
Würd mich freuen, wenn du mir Bescheid gibst :)
lg ♥
Hey! Hier kommt der erste
Judzz
Verfasst am:
14.09.10 - 13:32
Mitglied seit:
1 Jahr 27 Wochen
Ranking:
Hey! Hier kommt der erste Part von "Cry me a river"!
Part 1
Es war mal wieder ein typischer Arbeitstag im nicht immer wunderschönen New York. Als ich vor 2 Jahren hierher kam sah ich nur die Sonnenseiten, doch bei durchschnittlich 50 Morden pro Monat kam mir bald alles ziemlich grau und trüb vor.
„Hey, alles klar bei dir?“, fragte mich mein Kollege Bobby. Er war Ende 40 und behandelte mich mit meinen 25 Jahren oft mehr als seine Tochter als seine Chefin. „Ja, alles klar.“, gab ich etwas müde von mir. Wir standen im Lager in welchem alle Fälle in einzelnen Kartons aufbewahrt wurden. Gerade schob ich einen Karton zurück ins Regal und schrieb „Closed“ auf ihn. Erst gestern Abend hatten wir den Tod eines 5-jährigen Mädchens aufgeklärt, welches vor über 20 Jahren ermordet wurde. Doch die Gewissheit, dass ihr Mörder vermutlich bis zu seinem letzten Atemzug hinter Gittern bleiben würde, konnte mir keine Genugtuung verschaffen. Ich war ausgelaugt, hatte seit über einem Jahr keinen Urlaub mehr gehabt und oft Angst unter der Last irgendwann zusammen zu brechen.
„Na, wie sieht’s aus? Wer ist der Nächste?“, hörte ich meinen jungen Kollegen Danny sagen, der gerade um die Ecke kam. Er wollte schon irgendeinen Karton aus dem Regal ziehen, als ich einen Anruf von meinem Boss Mr. Deakins bekam. „Ok, Leute. Sofort nach oben. Wir haben einen neuen Fall!“ Oben erwartete uns eine alte Frau, sie war mindestens 80.
„Guten Morgen“, begrüßte sie uns, „ich bin hier wegen meinem Sohn Zac."
Ich wusste nicht warum, aber irgendwie merkte ich, dass dieser Fall etwas ganz besonderes war. Er würde nicht wie alle anderen Fälle verlaufen, er würde mein Leben verändern. Ich sah mir sein Bild an und sofort setzte die Reaktion ein, die immer eintritt wenn ich nervös oder aufgedreht war: Meine Ohren juckten! Ja, das konnte manchmal echt peinlich sein. Doch diesmal war es keine Nervosität oder sonstiges. Es war das Gefühl, dass ich immer wieder hatte, wenn ich an einem Fall arbeitete. Zac wirkte auf mich nicht wie ein Mensch, der in einer anderen Zeit gelebt hatte, er wirkte lebendig, fast zu lebendig. Ich wollte mit ihm sprechen, ihn ansehen und ihn kennen lernen. Schon oft hatte ich dieses Gefühl gehabt. Doch diesmal war es anders, es war noch intensiver. Als würde eine unsichtbare Kraft mich zu ihm hin ziehen, mich fast schon drängen. Ich beschloss diese kindischen Gedanken zur Seite zu legen und mich stattdessen wieder der Realität zu widmen. So fuhr ich fort:
„In Ordnung. Was können wir für sie tun?“, fragte ich sie. „Er starb 1965 bei einem Brand. Alle dachten es wäre Brandstiftung gewesen, aber das konnte ich nie glauben. Er hatte doch nie Feinde, er war beliebt, wissen Sie?“ „Ok. War er das einzige Opfer dieses Brandes?“ „Nein, seine Frau und seine kleine Tochter, sie war gerade einmal ein Jahr alt, starben ebenfalls.“ „Wie alt war er als er starb?“ „21. Und seine Frau Christina ebenfalls. Sie waren doch noch so jung.“ Wieder sah ich mir die Bilder an und wieder spürte ich die besondere Verbindung, die mich mit diesen Menschen verband. Es war als wären es Freunde, ja fast schon Verwandte von mir. Ich konnte mir das alles nicht erklären. So war ich einige Zeit in Gedanken versunken und meine Kollegen merkten das wohl und kamen mir zur Hilfe. „In Ordnung.“, schaltete sich Johnny ein, „wenn wir ihnen helfen sollen, müssen sie uns alle Informationen geben, die sie haben. Also, erzählen sie uns von ihrem Sohn. Einfach alles. Ok?“ „Natürlich“, sagte sie, „alles was sie wollen.“ Und sie begann zu erzählen…
lg
Im Leben braucht man nur 2 Freunde. Einer, der mit dir ins Gefängnis geht und einer, der die Kaution zahlt!
Tanja und Lena, ich liebe euch und will euch nie verlieren!!!
Das war ein wundervolles
BabyV_Zaccy
Verfasst am:
14.09.10 - 18:52
Mitglied seit:
2 Jahre 39 Wochen
Ranking:
Das war ein wundervolles Kapitel.
Freue mich schon, wenn du weiter schreibst.
Aber ich würde, wenn du Bescheid sagst, auch noch den Link dazu schreiben - dann ist es leichter, deine Story zu finden. (;
Danke fürs Bescheid sagen. <3
Damon Salvatore is my sexy vampire and I’m in love with him. ♥
Wow, das ist mal was
Gast
anonymous user
Verfasst am:
14.09.10 - 20:24
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
Wow, das ist mal was anderes!
Klingt echt toll :D
Und danke fürs Bescheidgeben :)
heey toller anfang kannst du
Vany 1995
Verfasst am:
14.09.10 - 21:16
Mitglied seit:
2 Jahre 14 Wochen
Ranking:
heey
toller anfang
kannst du mir bescheid geben??
oh man ey:hilfe! wieso
Gast
anonymous user
Verfasst am:
15.09.10 - 16:13
Mitglied seit:
42 Jahre 6 Wochen
Ranking:
oh man ey:hilfe!
wieso hörst du genau an der stelle auf?!
ich dachte erst so,okay,der sohn von der netten dame ist wahrscheinlich
verschwunden.
und dann BÄM! zac ist vor üver 40 jahren gestorben,oder nicht?
ich hoffe nicht. oder er hat wenigstens einen nachfahren.
aber erstmal ein fantastischer einstiegspart.
mach ganz schnell weiter,ja?
lg
Cry me a river - Part 2
Judzz
Verfasst am:
16.09.10 - 14:30
Mitglied seit:
1 Jahr 27 Wochen
Ranking:
Hey! Hier kommt der 2. Part von "Cry me a river"!
Part 2
Mrs. Efron begann: „Es war der 29. September 1965. Ein regnerischer Tag, fast schon stürmisch. Ich kam wie jeden Morgen um kurz vor acht zu ihnen. Zac war dann immer schon auf der Arbeit. Er war Theaterschauspieler, denn das hatte schon fasziniert, als er noch ein kleiner Junge war.“ Eine Träne lief ihr über die Wange, doch schnell fasste sie sich wieder und fuhr fort. „Christina arbeitete in einer Bank, nur so reichte das Geld für die Familie und die Hypothek des Hauses. Ich passte dann immer bis vier Uhr am Nachmittag auf die kleine Claire auf bis die beiden nach Hause kamen. Das waren für mich immer die schönsten Stunden des Tages.“ Sie machte eine kurze Pause, sammelte ihre Gedanken und versuchte sich wieder zu konzentrieren. „Verzeihen Sie, Mrs. Efron, wenn ich sie unterbrechen, aber ich habe da eine Frage. Kam ihnen an diesem Morgen irgendetwas seltsam vor, hat sich Christina vielleicht komisch verhalten oder ist ihnen sonst etwas aufgefallen? Vielleicht ein Nachbar, der das Haus beobachtet hat oder sonst irgendjemand?“
„Nein. Nein, da war nichts. Aber…“ „Was meinen Sie?“, fragte Danny. „Na ja, Christina, sie war etwas aufgelöst, vielleicht etwas nervös, angespannt. Als würde sie etwas beschäftigen.“ „Haben sie sie darauf angesprochen?“, schaltete sich Bobby ein. „Ich habe sie gefragt ob alles in Ordnung sei und sie sagte nur, dass sie etwas Stress habe, wegen des Jobs. Das übliche eben. Meinen Sie, das hatte etwas zu bedeuten?“
„Vielleicht. Wir müssen einfach jeder Spur nachgehen.“ Ich bat sie fort zu fahren und die nächsten 2 Stunden erzählte sie uns einfach alles, was ihr einfiel. Wie sie mit Claire gespielt hatte, sich ums Haus kümmerte, sogar den Postboten erwähnte sie.
Danach schwirrte mir der Kopf. „Sorry, Jungs, ich brauch erst mal eine Pause.“, sagte ich zu Bobby und Danny und ging mit einer großen Tasse Kaffee nach draußen. Es war einfach alles zu viel was ich erfahren hatte und hatte Mühe alles zu verarbeiten. Wie sehr musste eine Mutter ihren Sohn geliebt haben und auch immer noch lieben, wenn sie nach so vielen Jahren immer noch um ihn kämpft? Ich konnte es nicht ermessen, so etwas kannte ich gar nicht. Meine Mutter hatte sich zwar auch immer liebevoll um mich gekümmert und hatte versucht mir und meinen Geschwistern trotz des wenigen Geldes so viel zu ermöglichen wir nur möglich, aber wenn ich an meinen Vater dachte, so war ich mir nicht immer sicher, wie sehr er uns wirklich geliebt hatte. Seine erste Frau war gestorben und ich war mir mittlerweile sicher, dass meine Mutter in nur aus Mitleid geheiratet hatte. Seine Firma ging den Bach runter und er verkam immer mehr. Wir alle versuchten verzweifelt das Bild einer heilen Familie aufrecht zu erhalten, doch in uns war mit der Zeit einfach alles zerstört worden. Mit 16 hatte ich das Gefühl daran zu zerbrechen und dachte irgendwann, dass es für alle Beteiligten wohl das Beste wäre, wenn ich einfach nur…
„Schluss, hör auf Vanessa!“, sagte ich zu mir selbst. „Du hast dir geschworen, dass du dieses Leben hinter dir lässt und nicht mehr daran denkst. Also mach gefälligst weiter und leb dein Leben, verdammt!“ Meine innere Stimme schrie in meinem Kopf und ich sah mich schon völlig bescheuert um, da ich dachte, jemand hätte meinen Aufschrei hören können.
„Kommst du wieder hoch?“, fragte mich Danny und riss mich förmlich aus meinen Gedanken. „Die Jungs vom Lager haben die Berichte von damals gefunden und da sind ein paar interessante Sachen dabei.“ „Na klar.“, versuchte ich so hoffnungsvoll wie möglich von mir zu geben, „lass uns gehen.“ „Hey, ist wirklich alles OK? Ich hab irgendwie das Gefühl, dass dich dieser Fall mehr beschäftigt als alle bisherigen. Oder täusch ich mich da?“, fragte er mich mal wieder in seinem mütterlich fürsorglichen Ton, den er sonst nur bei seiner schwangeren Frau anschlug, wenn sie sich nicht schonte und trotz Babybauch schwere Kisten durch die Welt schleppte. „Du täuschst dich.“, versuchte ich ihn zu überzeugen. „Es ist alles OK. Ich bin nur etwas müde.“ Oh, Gott, dachte ich, jetzt hör ich mich schon wie Christina an. Alte Lügnerin!
Die Kiste, in welcher alle Beweisstücke, oder besser nicht zerstörten Überreste, aufbewahrt wurden, war fast leer. Nur die Eheringe der Beiden, ein Kettchen mit einem kleinen Schutzengel, das offensichtlich Claire gehört haben musste, eine Kette von Christina, die sie laut Zac’s Mutter von ihm geschenkt bekommen hatte und eine Uhr, die Zac gehörte. „Und das ist alles, was noch übrig ist? Das ist doch nicht euer Ernst!“, fragte ich ungläubig. „Doch. Damit müsst ihr wohl zurecht kommen.“, war die Antwort des Leiters der Asservaten-Kammer. Na super! „Ok, fangen wir an. Danny, besorg mir bitte alle Unterlagen, die es über diese Familie noch gibt. Arztrechnungen, Versicherungen, den ganzen Kram eben. Und Bobby, quetsch noch ein bisschen Mrs. Efron aus. Vielleicht fällt ihr ja noch was ein. Aber lieb sein, ja?“ „Bin ich doch immer!“ „Ich seh mir jetzt den Tatort an, oder besser, was davon noch da ist!“ „Vermutlich steht da jetzt ohnehin ein Supermarkt auf dem Gelände!“, vermutete Danny. „Hoffentlich nicht. Bis dann!“
Als ich dort ankam, wo das Haus gestanden haben musste, war ich fast schon erleichtert. Nein, es war kein Supermarkt. Es war ein Museum. Und zwar das Museum der Geschichte der Stadt New York. Ich wollte gerade hinein gehen, als ich einen Anruf von Danny bekam. „Hi Vanessa. Ich bin die Arztrechnungen durchgegangen und rate mal was ich raus gefunden habe!“ „Bitte, mach’s nicht so spannend, OK? Sag schon!“ „Hör zu: Unsere liebe Ehefrau Christina war so was wie eine wandelnde Apotheke.“ „Was meinst du damit?“ „Na ja, sie hat so ziemlich alles geschluckt, was es damals gegen Wahnvorstellungen und Paranoia gab. Vanessa, sie war verrückt!“ „Warte kurz. Du meinst sie war psychisch labil und keiner hat das gewusst?“ „So sieht’s zumindest aus. Bei den Unterlagen ihres damaligen Hausarztes war ein Vermerk auf dem stand, dass nicht einmal ihre Familie wusste, was los war. Sie wollte das wohl allein hinkriegen. Dass der Ehemann da nichts gemerkt hat. Wenn meine Frau krank wäre, würde ich das doch sofort merken!“
„Ich glaube, das sagen alle. Na ja, ich hatte irgendwie sofort das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Mal sehen, was da sonst noch so im Busch war. Denn ich glaube nicht, dass das das einzige Problem war. Ich seh mich jetzt mal um und du suchst bitte weiter nach Anhaltspunkten. Ich bin bald zurück. Bye!“ Ich legte auf und ging ins Museum. Ich hasste Museen. Alles war so alt und einfach nur langweilig und scheußlich. Ich suchte nach dem Leiter des Museums, der mir vielleicht Auskünfte über Keller, in welchen noch Dinge die hier gefunden aufbewahrt wurden und machte mich auf den Weg in sein Büro. Ich hatte mit allem gerechnet, doch was ich dort sah, nahm mir den Atem und ich hatte das Gefühl, der Boden würde sich unter meinen Füßen öffnen. Ich öffnete die Tür und sah IHN!
Im Leben braucht man nur 2 Freunde. Einer, der mit dir ins Gefängnis geht und einer, der die Kaution zahlt!
Tanja und Lena, ich liebe euch und will euch nie verlieren!!!